Informationsveranstaltung in Borna über geplante Sanierung des Speicherbeckens

Interessierte Bürger erkundigen sich über Rahmenbedingungen

Leipzig/Borna. Am 27. Februar 2020 standen in Borna die Verantwortlichen den interessierten Anwohnern zu den geplanten Sanierungsmaßnahmen an der Adria - wie bereits einige Tage zuvor in Regis-Breitingen - Rede und Antwort. Das Stadtgespräch zum Speicherbecken Borna fand im Bürgerhaus Goldener Stern statt. Über 40 Personen nutzten die Gelegenheit, sich den aktuellen Planungsstand zu informieren.

Nach einer Begrüßung durch LMBV-Abteilungsleiter Rolf Schlottmann und Oberbürgermeisterin Simone Luedtke erläuterten Dr. Vinzent Sturm (CDM Smith) und Jochen Seiffert (BIUG) als Mitarbeiter der beteiligten Arbeitsgemeinschaft sowie LMBV-Projektmanager Diemo Trepte, welche einzelne Sanierungsschritte nötig sind und welche Sanierungstechnologien genutzt werden, um das gesperrte Speicherbecken Borna wieder für die Öffentlichkeit nutzbar zu machen und gleichzeitig die Hochwasserschutzfunktion zu erhalten. In der anschließenden Diskussion gab es zahlreiche Fragen und Hinweise, u. a. bezüglich der Brauchwassernutzung in den Gartenanlagen und der Radwegnutzung.

Historie Speicherbecken Borna
Das Speicherbecken Borna befindet sich auf einem bergbaulich geprägten, unsanierten Gebiet. Eine geotechnische Sanierung der Kippenböden ist notwendig. Bis zum Abschluss der Sanierung besteht in einzelnen Bereichen die Gefahr von Grundbrüchen und Setzungsfließen. Daher wurde rund um das Speicherbecken ein geotechnischer Sperr- und Gefahrenbereich ausgewiesen. Hinweisschilder kennzeichnen die gefährdeten Gebiete beziehungsweise jene Areale, die nicht betreten werden dürfen.

Geplante Sanierungsmaßnahmen
Zur Beseitigung der Verflüssigungsgefahr ist eine Stabilisierung der Kippenböden mittels Verdichtung notwendig. Zum Einsatz kommen am Speicherbecken Borna die Stopfende Rütteldruckverdichtung (SRDV) sowie die Schonende Sprengverdichtung (SSPV). Im Bereich der Innenkippe und der Ostböschung des Speichers werden die gewählten Sanierungstechnologien im Rahmen von Probefeldern zunächst getestet. Währenddessen kann es in den Böschungsbereichen zu unbeabsichtigten Verflüssigungen und Setzungsfließen kommen. Infolgedessen können Massen in das Speicherbecken fließen und auf der Wasserfläche Schwallwellen entstehen lassen. Diese gefährden Personen und Gegenstände, die sich auf der Wasserfläche sowie im Uferbereich befinden. Um diese Gefährdung auszuschließen, erfolgt mit Beginn der Sanierungstätigkeit im Jahr 2020 die Einrichtung erweiterter Sperrbereiche für die Probefelder. Für diese gilt ein absolutes Betretungs- und Befahrungsverbot. Das Baden und Angeln sowie das Befahren der Wasserfläche ist seit Januar 2020 untersagt. Die beiden von der Kreisstraße 7932 nach Norden führenden Zufahrten (Dammfahrweg/Betonplattenweg) zählen in diesem Zeitraum zum Baubereich und können nicht genutzt werden.

Voraussichtlicher Sanierungszeitraum Arbeiten:

  • 2020 – 2022: Betrieb Probefelder, temporäre Erweiterung Sperrbereich
  • 2022 – 2023: Auswertung der Ergebnisse, Planung Ausschreibung, Sanierungsleistung des Sperrbereiches
  • 2023 – 2029: Hauptsanierung, Erweiterung des Sperrbereiches auf gesamten Speicher Borna
  • Voraussichtlich ab 2029 erfolgt die Aufhebung der Sperrbereiche.

Sperrbereichserweiterung am Speicherbecken Borna
Mit der Allgemeinverfügung über Maßnahmen zur Gefahrenabwehr am Speicher Borna des Sächsischen Oberbergamtes vom 11. Mai 2010 erfolgte – aufgrund der vor Ort festgestellten Gefahrenlage – die Ausweisung eines Gesamtgefahrenbereiches um den Speicher Borna mit einer vollständigen Sperrung von Teilbereichen.

Die LMBV wurde durch das Sächsische Oberbergamt mit der Polizeivereinbarung vom 28. März 2018 aufgefordert, als Projektträger Gefahrenabwehrmaßnahmen durchzuführen. Auf Grundlage der daraufhin durchgeführten Untersuchungen und Planungen erfolgte eine Neubewertung der Gefahrenlage, die zur Ausweisung eines erweiterten Sperrbereiches ab dem 1. Januar 2020 führte.

Durch die im IV. Quartal 2020 beginnenden Baumaßnahmen und die dabei eingetragenen Initiale wird die Gefährdungslage noch einmal verschärft werden, weshalb ab dem 1. August 2020 eine zusätzliche Erweiterung der Sperrbereichsgrenzen durch das Sächsische Oberbergamt erfolgt. Ziel der Sanierungsmaßnahmen am Speicher Borna ist die gefahrlose Nutzung der Flächen und damit die Aufhebung des Sperrbereiches. Die Maßnahme wird, unterteilt in verschiedene Bauphasen, voraussichtlich bis 2029 andauern. Dabei kommen in den jeweiligen Teilbereichen entsprechend angepasste Sanierungstechnologien zum Einsatz.

Eindrücke von der Informationsveranstaltung (Fotos: Anika Dollmeyer für LMBV)


Bergbausanierer informierten in Regis-Breitingen über geplante Maßnahmen an Adria

Zahlreiche Anwohner folgten der Einladung zum Informationsgespräch

Leipzig/Regis-Breitingen. Am Montag, den 24. Februar, fand in Regis-Breitingen ein Informationsgespräch zur geplanten Sanierung und den damit verbundenen Sperrungen am Speicherbecken Borna statt. Rund 70 Interessierte nutzten die Möglichkeit, sich die geplanten Maßnahmen erläutern zu lassen.

Nach einer Begrüßung durch Wolfram Lenk, Bürgermeister von Regis-Breitingen, informierten Mitarbeiter der LMBV und der beteiligten Arbeitsgemeinschaft (CDM Smith und BIUG) über die geplanten Sanierungsschritte und die damit verbundene Erweiterung des Sperrbereiches. Im Anschluss gab es die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Hinweise zu geben.

Historie Speicherbecken Borna
Das Speicherbecken Borna befindet sich auf einem bergbaulich geprägten, unsanierten Gebiet. Eine geotechnische Sanierung der Kippenböden ist notwendig. Bis zum Abschluss der Sanierung besteht in einzelnen Bereichen die Gefahr von Grundbrüchen und Setzungsfließen. Daher wurde rund um das Speicherbecken ein geotechnischer Sperr- und Gefahrenbereich ausgewiesen. Hinweisschilder kennzeichnen die gefährdeten Gebiete beziehungsweise jene Areale, die nicht betreten werden dürfen.

Geplante Sanierungsmaßnahmen
Zur Beseitigung der Verflüssigungsgefahr ist eine Stabilisierung der Kippenböden mittels Verdichtung notwendig. Zum Einsatz kommen am Speicherbecken Borna die Stopfende Rütteldruckverdichtung (SRDV) sowie die Schonende Sprengverdichtung (SSPV). Im Bereich der Innenkippe und der Ostböschung des Speichers werden die gewählten Sanierungstechnologien im Rahmen von Probefeldern zunächst getestet. Währenddessen kann es in den Böschungsbereichen zu unbeabsichtigten Verflüssigungen und Setzungsfließen kommen. Infolge dessen können Massen in das Speicherbecken fließen und auf der Wasserfläche Schwallwellen entstehen lassen. Diese gefährden Personen und Gegenstände, die sich auf der Wasserfläche sowie im Uferbereich befinden. Um diese Gefährdung auszuschließen, erfolgt mit Beginn der Sanierungstätigkeit in 2020 die Einrichtung erweiterter Sperrbereiche für die Probefelder. Für diese gilt ein absolutes Betretungs- und Befahrungsverbot. Das Baden und Angeln sowie das Befahren der Wasserfläche ist ab 2020 untersagt. Die beiden von der Kreisstraße 7932 nach Norden führenden Zufahrten (Dammfahrweg / Betonplattenweg) zählen in diesem Zeitraum zum Baubereich und können nicht genutzt werden.

Voraussichtlicher Sanierungszeitraum Arbeiten:

  • 2020 – 2022: Betrieb Probefelder, temporäre Erweiterung Sperrbereich
  • 2022 – 2023: Auswertung der Ergebnisse, Planung Ausschreibung, Sanierungsleistung des Sperrbereiches
  • 2023 – 2029: Hauptsanierung, Erweiterung des Sperrbereiches auf gesamten Speicher Borna
  • Voraussichtlich ab 2029 erfolgt die Aufhebung der Sperrbereiche.

Sperrbereichserweiterung am Speicherbecken Borna
Mit der Allgemeinverfügung über Maßnahmen zur Gefahrenabwehr am Speicher Borna des Sächsischen Oberbergamtes vom 11. Mai 2010 erfolgte – aufgrund der vor Ort festgestellten Gefahrenlage – die Ausweisung eines Gesamtgefahrenbereiches um den Speicher Borna mit einer vollständigen Sperrung von Teilbereichen.

Die LMBV wurde durch das Sächsische Oberbergamt mit der Polizeivereinbarung vom 28. März 2018 aufgefordert, als Projektträger Gefahrenabwehrmaßnahmen durchzuführen. Auf Grundlage der daraufhin durchgeführten Untersuchungen und Planungen erfolgte eine Neubewertung der Gefahrenlage, die zur Ausweisung eines erweiterten Sperrbereiches ab dem 1. Januar 2020 führte.

Durch die in 2020 beginnenden Baumaßnahmen und die dabei eingetragenen Initiale wird die Gefährdungslage noch einmal verschärft, weshalb ab dem 1. August 2020 eine zusätzliche Erweiterung der Sperrbereichsgrenzen durch das SächsOBA erfolgt. Ziel der Sanierungsmaßnahmen am Speicher Borna ist die gefahrlose Nutzung der Flächen und damit die Aufhebung des Sperrbereiches. Die Maßnahme wird, unterteilt in verschiedene Bauphasen, voraussichtlich bis 2029 andauern. Dabei kommen in den jeweiligen Teilbereichen entsprechend angepasste Sanierungstechnologien zum Einsatz.

Impressionen vom Informationsabend (Fotos: Anika Dollmeyer für LMBV)


Schwimmender Rütteldruckverdichter derzeit dicht an der B 96 bei Maukendorf aktiv

Eindrucksvolle Einblicke in laufende Sanierungsarbeiten von B 96 - außerhalb des Sperrbereiches - aus möglich

Senftenberg/Maukendorf. Im Zuge der Sanierungsarbeiten der LMBV am Knappensee i.A. des Sächsische Oberbergamt (SächsOBA) erreichte am 24. Februar 2020 einer der eingesetzten Seilbagger auf einem Ponton einen auch von der Sperrbereichsgrenze gut einsehbaren Arbeitsbereich an der Bundestraße 96 nahe Maukendorf.

Der für diese Rütteldruckverdichtungsarbeiten ausgerüstete Bagger sichert hier vom Wasser aus derzeit im Teilabschnitt A/B entlang des Hochwasserdeiches die Uferböschung des Bergbaufolgesees. Auftragnehmer der LMBV ist hierfür die ARGE Knappensee.

Es sind derzeit am Knappensee drei RDV Geräte in den Sanierungsbereichen D-West, U und A/B im Einsatz. Zudem läuft eine Profilierung im Bereich B-Süd. Die Seefläche des Knappensees wird voraussichtlich zur Saison 2022 wieder freigegeben werden können und ist dann für jedermann nutzbar, so kürzlich das SächsOBA auf Nachfragen. Außerhalb der Badesaison müssen auch in den kommenden Jahren jedoch noch weitere Sanierungsarbeiten durchgeführt werden. Diese erfordern teilweise eine erneute Sperrung am See in den Wintermonaten. Gegenstand aktueller Untersuchungen ist noch, ob auch alle Badestrände bereits 2022 freigegeben werden können.

Der Knappensee wird in etwas zwei Jahren durch das Sächsische Oberbergamt durch Aufhebung der geltenden Allgemeinverfügung freigegeben, insofern hat das Sächsische Oberbergamt hier „das letzte Wort“. Hinsichtlich des Befahrens mit Wasserfahrzeugen ist der Knappensee, auch als Speicherbecken Knappenrode geführt, laut Anlage 2. Nr.1. des Sächsischen Wassergesetzes mit Einschränkungen schiffbar. Der Gemeingebrauch, der u.a. auch das Baden und Tauchen umfasst, ist durch die Untere Wasserbehörde zu genehmigen. Die Gemeinde Lohsa und der Zweckverband Lausitzer Seenland sowie das Landratsamt Bautzen bereiten bereits in diesen Monaten inhaltlich die geplante Wiederinbetriebnahme des Knappensees zum Gemeingebrauch vor. Erste Abstimmungen dazu fanden bereits im Mai des vergangenen Jahres 2019 statt.

Impressionen von aktuellen Sanierungsarbeiten am Knappensee | Fotos: Peter Radke für LMBV


Auftragnehmer BAUER berichtet zu Bodensanierungsarbeiten im IP Schwarze Pumpe

Bodenaushub in 147 Einzelspundwandkästen beauftragt - Mobile Luftabsauganlagen nötig

Schwarze Pumpe. Die Vergangenheit hat ihre Spuren hinterlassen: Das ehemalige Gaskombinat auf dem Areal des Industrieparks Schwarze Pumpe im Freistaat Sachsen sowie im Bundesland Brandenburg bestand früher aus mehreren vernetzten Gaswerken, Kokereien und Brikettfabriken, durch die eine erhebliche Verunreinigung ausging.

Als Folge sind Grundwasser und Boden durch diverse Schadstoffe immer noch schwer belastet. Seit 2017 führen nun die BAUER Resources GmbH und die BAUER Spezialtiefbau GmbH mit einem Partner umfangreiche Bodensanierungsarbeiten im Industriepark Schwarze Pumpe im Auftrag der LMBV durch. Das Ziel: Durch Quellstärkereduzierung mittels Bodenaustausch den Schadstoffeintrag in das Grundwasser zu verringern.

Die Aufgabenstellung ist gigantisch: So werden sechs Bauabschnitte mit ca.1,3 km Primärspundwänden bis in eine Tiefe von 20 m eingekapselt. Weitere 147 Einzelspundwandkästen mit einer Grundfläche von jeweils 10 x 11 m werden errichtet, der Bodenaushub erfolgt mit einem Spezialbagger bis in eine Tiefe von 14 m. „Während der Umsetzung der gesamten Sanierungsmaßnahmen werden sehr hohe Anforderungen an den Arbeits- und Umweltschutz gestellt. Mittels zweier mobiler Luftabsauganlagen und mehrerer Nebelkanonen werden beim Bodenaustausch Schadstoffbelastungen der Umgebungsluft wirksam unterbunden. Zudem wird die Umgebungsluft permanent innerhalb und außerhalb der Baustelle messtechnisch überwacht, sodass für die Umgebung keine Gefahr besteht“, erläutert Holm Uhlig, Projektleiter bei der BAUER Resources GmbH.

Nach dem Aushub wird der kontaminierte Boden mittels verschließbarer Lkws abtransportiert und zur Reinigung in die speziell errichtete vakuumthermische Bodenreinigungsanlage auf dem Werksgelände gebracht. Dort werden vorhandene Stoffe aus dem ausgehobenen Boden entfernt. Anschließend wird der gereinigte Boden zusammen mit dem unbelasteten Voraushub zur Wiederverfüllung der Bauabschnitte genutzt.

„Der Bauabschnitt ‚Teerscheidung Ost‘ konnte bereits 2019 erfolgreich abgeschlossen werden“, berichtet LMBV-Abteilungsleiter Karsten Handro. Er umfasste die Errichtung von acht Spundwandkästen und den Aushub von ca. 20.000 m³ Boden. Die Arbeiten im Aushubbereich „Vorlagetanks“ sind schon in vollem Gange und der erste Bauabschnitt wird voraussichtlich Ende März beendet sein. „Das Team arbeitet zielstrebig daran, die Sanierungsmaßnahmen bei den verbleibenden Bauabschnitten planmäßig zum Abschluss zu bringen“, so Holm Uhlig.

Die Arbeiten seitens Bauer sollen termingerecht bis Ende 2022 abgeschlossen werden. Bis dahin werden insgesamt über 286.000 t kontaminierter Boden bewegt und gereinigt. Nach Projektabschluss kann die Fläche wieder von Industrie und Gewerbe genutzt werden.

Quelle: PM der BAUER Resources GmbH und die BAUER Spezialtiefbau GmbH v. 25.02.2020 / Details zum Projekt erklärt auch das folgende BAUER-Baustellen-Video: https://www.youtube.com/watch?v=xHW4eXFPJv8

Foto oben: Bis Projektende werden insgesamt 286.000 t kontaminierter Boden bewegt und gereinigt. © BAUER Group / Luftbild: LMBV / Peter Radke

LMBV-Luftbild von der Bodensanierung aus 2019 / Fotograf Peter Radke

Impressionen von der Bodensanierung | Dr. Uwe Steinhuber für LMBV


MLUK: Trotz Regen bleiben Sorgenfalten bei der Bewirtschaftung von Spree und Schwarzer Elster

Durch die Witterungsbedingungen konnte im unteren Spreegebiet zuletzt auf normale Bewirtschaftung abgestellt werden - Schwarze Elster führt auf einem sehr niedrigen Niveau Wasser

Cottbus. Wegen der unverändert angespannten Abflussverhältnisse in den Einzugsgebieten von Spree und Schwarzer Elster wird die seit Juni 2019 regelmäßig tagende länderübergreifende Ad-hoc-AG „Extremsituation“ ihre Arbeit fortsetzen. Mitte Februar 2020 bewertete die Arbeitsgruppe zum 13. Mal die Abflussverhältnisse in den Einzugsgebieten als Folge der extremen Trockenperiode. Mit den wiederholten Regenschauern und den witterungsbedingt geringen Verdunstungsverlusten sind die Abflussverhältnisse auf niedrigem Niveau stabil. Der Regen reichte jedoch bisher nicht, um die Talsperren und Speicher auf das erforderliche Niveau aufzufüllen.

Spree

Durch die Witterungsbedingungen konnte im unteren Spreegebiet zuletzt auf die normale Bewirtschaftung abgestellt werden. Die Einhaltung der Mindestabflüsse wurde gewährleistet. Der Abfluss in der Spree am Unterpegel Leibsch beträgt aktuell 9,2 Kubikmeter pro Sekunde, liegt damit aber weiterhin deutlich unter dem mittleren Abfluss für den Monat Februar von 19,2 Kubikmetern pro Sekunde. Die Talsperre Spremberg wird bei dem erreichten Winterstauziel von 91,80 Meter NHN (Normalhöhennull) gehalten. Im oberen Einzugsgebiet der Spree (Sachsen) war aufgrund der hydrologisch-meteorologische Situation eine relevante Wiederauffüllung der Talsperren und Bergbauspeicher bisher nicht möglich. 

Schwarze Elster

An der Schwarzen Elster ist die Lage unverändert. Die Schwarze Elster führt auf einem sehr niedrigen Niveau Wasser. Unterhalb von Senftenberg am Pegel Biehlen 1 beträgt der Abfluss etwa 0,5 Kubikmeter pro Sekunde. Der mittlere Abfluss für diesen Pegel liegt im Februar normalerweise bei rund 3,72 Kubikmetern pro Sekunde. Der Abfluss am Pegel Biehlen 1 wird im Wesentlichen mit Wasser aus der Grubenwasserreinigungsanlage Rainitza gestützt. Der Wasserstand im Speicher Niemtsch konnte durch die konsequente Einspeicherung auf aktuell 98,78 Meter NHN angehoben werden. Der See ist zurzeit aufgrund von Sanierungsarbeiten für jegliche Nutzung gesperrt. Um für die Sommermonate eine Reserve zu erzielen, sind alle Bewirtschaftungsmaßnahmen auf die weitere Einspeicherung, zunächst weiter in den Speicher Niemtsch und danach in den Geierswalder beziehungsweise Partwitzer See ausgerichtet. Quelle: PM des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg v.19.02.2020


Anfang April beginnt wieder die Wassersportsaison am größten See Sachsens

Bärwalder See verfügt über wasser- und landseitige Dauerliegeplätze

Wasserliegeplätze am Bärwalder See

Boxberg. Die Gemeinde Boxberg weist darauf hin, dass die öffentliche außersaisonale Benutzung der im Eigentum der Gemeinde Boxberg/O.L. befindlichen baulichen Anlagen im Hafen Klitten, am Bootsanleger in Boxberg/O.L. und Uhyst zurzeit nicht gestattet sei.

Besonders weist die Gemeinde Boxberg noch einmal auf das Benutzungsverbot der Wasserflächen im Zeitraum bis 31.03.2020 hin. Die Ausnahmeregelungen zum Ufer- und Bootsangeln finden Interessierte unter www.anglerverband-sachsen.de.

Am 01.04.2020 beginnt die neue Wassersportsaison am größten Binnensee des Freistaates Sachsen. Alle zur Verfügung stehenden wasser- und landseitigen Dauerliegeplätze sind derzeit ausgebucht. Interessierte Wassersportfreunde können jedoch das elektronische Antragsformular zur Beantragung eines Bootsliegeplatzes auf der offiziellen Internet-Seite www.baerwalder-see.eu ausfüllen und direkt per Mausklick senden. Die Gemeinde Boxberg setzt nach Prüfung den Antrag dann zunächst auf eine Warteliste.

Wassersportfreunde mit einem bestehenden Nutzungsvertrag müssen keinen neuen Antrag stellen. Den Vertragspartnern wurde bereits eine entsprechende Rechnung gestellt. Mit Zahlung des Nutzungsentgeltes wird der Vertrag für die Wassersportsaison 2020 automatisch verlängert. Die Einweisung, Belehrung und Übergabe aller notwendigen Unterlagen erfolgt zum Saisonbeginn durch den Hafenmeister unter +49 1577 354 1401 oder hafenmeister@baerwalder-see.eu.

LMBV-Archivfoto von Peter Radke


Sturmschäden an Stränden des Berzdorfer Sees werden alsbald beseitigt

Görlitzer Nordstrand und Sandstrand Deutsch Ossig am Bergbaufolgesee temporär betroffen

Uferveränderungen am Berzdorfer See sind fast in jedem Jahr in den stürmischen Zeiten zu verzeichnen und daher nicht explizit nur auf den Sturm „Sabine“ zurückzuführen. Zur Beseitigung dieser aufgetretenen Kliffbildungen wird am Bergbaufolgesee bei Görlitz - wie in den vorangegangenen Jahren auch - eine Sanierungsfirma vom See-Eigner LMBV vertraglich gebunden werden,“ so der für Ostsachen zuständige Karsten Handro, LMBV-Abteilungsleiter Projektmanagement.

Konkret ist es in der ersten Februarhälfte 2020 im Bereich des Sandstrandes Deutsch Ossig östlich der Stein-Buhne zu einer Kliffbildungen bis ein Meter Höhe und einer Landnahme von bis zu fünf Meter gekommen. Weiterhin hat die LMBV und von ihr Beauftragte – zeitlich nach dem Sturm-Tief „Sabine“ - auf ca. 200 Meter an verschiedenen Stellen des nördlichen Sandstrandes ebenfalls Landnahmen bis zu zwei Meter Rückgriff und Abbruchkanten bis H = 0,6 m festgestellt. In den zuvor genannten Bereichen sind bereits temporäre Hinweiswarnschilder durch den Bewirtschafter der LMBV aufgestellt worden. Zudem mussten am See mehrere Bäume in Folge von Windbruch auf dem Rundweg bzw. an Bermen beseitigt werden.

Aus Sicht der LMBV haben solche lokalen Massenumlagerungen an den Ufern der Bergbaufolgeseen im Herbst-/Winterhalbjahr nicht unerwartete, witterungsbedingt auftretende Ursachen, die auf starke Winde mit hoch auflaufenden Wellen, mitunter auch auf Eisgang mit Schollentreiben gegen den Uferausbau, etc. zurückzuführen sind.

Fotos: LUG | Matthias Hölzel für LMBV

Uferschäden am Berzdorfer See 02/2020


Sturmschäden an Stränden des Berzdorfer Sees werden alsbald beseitigt

Görlitzer Nordstrand und Sandstrandes Deutsch Ossig am Bergbaufolgesee temporär betroffen

Uferveränderungen am Berzdorfer See sind fast in jedem Jahr in den stürmischen Zeiten zu verzeichnen und daher nicht explizit nur auf den Sturm „Sabine“ zurückzuführen. Zur Beseitigung dieser aufgetretenen Kliffbildungen wird am Bergbaufolgesee bei Görlitz - wie in den vorangegangenen Jahren auch - eine Sanierungsfirma vom See-Eigner LMBV vertraglich gebunden werden,“ so der für Ostsachen zuständige Karsten Handro, LMBV-Abteilungsleiter Projektmanagement.

Konkret ist es in der ersten Februarhälfte 2020 im Bereich des Sandstrandes Deutsch Ossig östlich der Stein-Buhne zu einer Kliffbildungen bis ein Meter Höhe und einer Landnahme von bis zu fünf Meter gekommen. Weiterhin hat die LMBV und von ihr Beauftragte – zeitlich nach dem Sturm-Tief „Sabine“ - auf ca. 200 Meter an verschiedenen Stellen des nördlichen Sandstrandes ebenfalls Landnahmen bis zu zwei Meter Rückgriff und Abbruchkanten bis H = 0,6 m festgestellt. In den zuvor genannten Bereichen sind bereits temporäre Hinweiswarnschilder durch den Bewirtschafter der LMBV aufgestellt worden. Zudem mussten am See mehrere Bäume in Folge von Windbruch auf dem Rundweg bzw. an Bermen beseitigt werden.

Aus Sicht der LMBV haben solche lokalen Massenumlagerungen an den Ufern der Bergbaufolgeseen im Herbst-/Winterhalbjahr nicht unerwartete, witterungsbedingt auftretende Ursachen, die auf starke Winde mit hoch auflaufenden Wellen, mitunter auch auf Eisgang mit Schollentreiben gegen den Uferausbau, etc. zurückzuführen sind.

Fotos: LUG | Matthias Hölzel für LMBV

Uferschäden am Berzdorfer See 02/2020


SächsOBA: Änderung des Sperrbereiches zur Gefahrenabwehr an der lnnenkippe Lohsa Il

Umsetzen der Maßnahmen zur Gefahrenabwehr obliegt der Projektträgerin LMBV

Freiberg. Das Sächsische Oberbergamt erließ am 03.12.2019 eine Allgemeinverfügung über Maßnahmen zur Gefahrenabwehr im Tagebau Ill Werminghoff/ Lohsa: lnnenkippe Lohsa Il, wobei der räumliche Umfang des Sperrbereiches geändert wurde. Das Sächsische Oberbergamt ist die gemäß § 3 SächsPolG i.V.m. §§ 1 und 3 SächsHohlrVO sachlich zuständige Polizeibehörde für die zur Gefahrenabwehr erforderliche Durchführung der Maßnahmen an dem nicht mehr unter Bergaufsicht stehenden Restloch des ehemaligen Tagebaus Lohsa. Die Umsetzung der Maßnahmen zu der Gefahrenabwehr obliegt der hierfür bestimmten Projektträgerin, der LMBV mbH.

Hintergrund: Die Kippenflächen und Restlöcher in dem Gefahrenbereich entstanden durch den Braunkohlenbergbau im Tagebau III Werminghoff (Baufelder Ill bis V), später Tagebau Lohsa genannt, und den Tagebau Scheibe südöstlich und nordöstlich von Lohsa. lm Tagebau Lohsa wurde im Zeitraum 1950 bis 1984 in den Baufeldern III bis V das 2. Lausitzer Flöz abgebaut. Der angefallene Abraum wurde entsprechend der technologischen Entwicklung ab 1960 als lnnenkippe aufgefahren. lm gesamten Bereich ist die AFB - Kippe vorhanden.

Die AFB-Kippe bildet die heutige Geländeoberfläche, welche planiert und rekultiviert wurde. Die Verkippung erfolgte in den Jahren 1965 - 1967. Die Kippenmächtigkeit beträgt 40 - 45 m. Unmittelbar nordwestlich des Tagebaus Lohsa wurde ab dem Jahr 1982 der Tagebau Scheibe aufgeschlossen. Die Aufschlussmassen wurden in den Jahren 1984 bis 1987 im Nordwesten des Restloches des Tagebaus Lohsa als Hochkippe Scheibe aufgeschüttet. Die Kippenmischböden weisen lockere bis sehr lockere Lagerungsverhältnisse auf und sind verflüssigungs- und grundbruchgefährdet. Die Flächen sind durch den Grundwasserwiederanstieg betroffen.

Mit Schreiben vom 31. Januar 2011 erließ das Sächsische Oberbergamt eine Allgemeinverfügung für den Bereich des ehemaligen Tagebaus Ill Werminghoff/ Lohsa, die anschließend unter der Bezeichnung „Geotechnischer Sperrbereich lnnenkippe Lohsa II" geführt wurde. Das Ziel war der Schutz der Öffentlichkeit vor möglichen Auswirkungen der Sanierung sowie der vorliegenden geotechnischen Gefährdungen.

Die Allgemeinverfügung wurde mit Schreiben vom 6. März 2017 räumlich angepasst. Insgesamt wurden 400 ha freigegeben. lm Herbst 2018 und im Frühjahr 2019 ereigneten sich im Bereich der Hochfläche Nordmarkscheide Geländeeinbrüche und Rutschungen mit großflächigen Geländeabsenkungen von bis zu 6 m. Die Rutschung reicht bereichsweise an den Stützkörper der Außenkippe Scheibe heran (Rütteldamm), wobei der Stützkörper eine weitere Ausbreitung des Ereignisses verhindert hat. Der Stützkörper ist funktionell unbeschädigt.

Die Rutschungsmassen breiteten sich nach Westen, Norden und Osten in den Speicher Lohsa aus. Im Ergebnis der Rutschung und dem Abrutschen des Vorlandes liegt die Bruchkontur innerhalb des Rütteldammes, der damit dem Wind- und Wellenschlag ausgeliefert ist (Staulamelle). Das erforderliche Ausgleichsprofil im Stützkörper und dessen Vorland ist nicht mehr gegeben.

Mittel- bis langfristig ist hier mit selbstständigen bzw. windwellenbedingten Umbildungen zu rechnen. Im Falle einer raumgreifenden Verflüssigung der wassergesättigten, unverdichteten Kippe ist die hinter dem Stützkörper befindliche Böschung der Hochkippe nicht ausreichend sicher gegen ein Versagen. Bei einem ausreichend ausgedehnten Böschungsbruch der Hochkippe kann es zudem zu einem „Überströmen“ des Stützkörpers kommen.

Gemäß Festlegung vom 22.10.2010 verläuft die Geotechnische Sperrbereichsgrenze im Stützkörperbereich und dabei im Abschnitt mit vorgelagerter Hochfläche an der Vordergrenze des Stützkörpers. Im Ergebnis der Ereignisse im Herbst 2018 und im Frühjahr 2019 wurde nun die Hochkippe der Außenkippe Scheibe in den Geotechnischen Sperrbereich einbezogen. Die Geotechnische Sperrbereichsgrenze verläuft nunmehr westlich der Hochkippe Scheibe. Die LMBV mbH wurde vom Sächsischen Oberbergamt angewiesen, die Beschilderung entlang der neu definierten Sperrgrenze aufzustellen.

Hochkippe Scheibe (gelb) nun im Sperrbereich

LMBV-Luftbilder vom Speicher Lohsa II | Fotos: Peter Radke 2019


Neiße-Wasser kommt über Oberen Landgraben heran und hilft bei Seenland-Flutung

Bis zu ein Kubikmeter pro Sekunde Neißewasser für den Sedlitzer See

Senftenberg. Auf Anfrage bestätigte die Leiterin der Flutungszentrale der LMBV, Doris Mischke, dass derzeit bis zu ein Kubikmeter pro Sekunde Neißewasser über die Neißewasserüberleitung der Bergbausanierer zur Seenland-Flutung herangeführt werden kann, da im Grenzfluss momentan bis zu 22 Kubikmeter pro Sekunde im mittleren Durchfluss unterwegs sind. Dieses Wasser wird im letzten Abschnitt über den Oberen Landgraben in den Sedlitzer See eingeleitet.

An dem rund 1.400 Hektar großen Bergbaufolgesee laufen derzeit noch verschiedene Ufersicherungsarbeiten, die einen temporären Grenzwasserstand von 95,00 m NHN benötigen. Bis dahin kann das Restloch, dessen Pegel sich derzeit auf einem Niveau von 94,16 m NHN bewegt, weiter gefüllt werden. Rund 400.000 Kubikmeter gutes Vorflutwasser konnten so bisher seit Anfang Februar 2020 dort eingeleitet werden.

Die Rahmenbedingungen für das Fluten im Einzugsgebiet von Spree und Schwarzer Elster bleiben kompliziert. Nach den Entscheidungen der zuständigen Adhoc-Arbeitsgruppe der Länder wird gegenwärtig aus der Schwarzer Elster vorrangig der Speicher Niemtsch wieder aufgefüllt. Am 12.02.2020 konnte dort vom LfU bereits ein ansteigender Pegel von 98,72 NHN verzeichnet werden. Die Bergbausanierer geben flussabwärts im Rahmen ihrer bergrechtlichen Verpflichtungen bis zu 0,5 Kubikmeter pro Sekunde aus der GWRA Rainitza über die Rainitza in die Schwarze Elster bei Buchwalde hinzu.

Die LMBV schlägt derzeit bis zu 1,8 Kubikmeter pro Sekunde aus der Spree in den bergbaulichen Speicher Bärwalde ab. Weitere 0,2 Kubikmeter pro Sekunde können aus der Kleinen Spree in das Restloch Dreiweibern abgenommen werden. Rund 0,3 Kubikmeter pro Sekunde nimmt das Restloch Burghammer auf - bei gleichzeitiger Abgabe von 1,0 Kubikmeter pro Sekunde in das Flussgebiet.

Hintergrund für die komplizierten Flutungsbedingungen sind die beiden Trockenjahre 2018 und 2019. Konnten in den Vorjahren noch größere Mengen aus den Lausitzer Vorfluter genutzt werden, überstiegen die Abgaben 2018 mit 64 Mio. Kubikmeter erstmals die Abnahmen in die Restlöcher mit 58 Mio. Kubikmeter. 2019 sah diese Bilanz bereits wieder besser aus: 78 Mio. Kubikmeter Entnahmen aus den Flüssen standen 30 Mio. Kubikmeter Ausleitungen aus den Bergbaufolgeseen gegenüber.

Fotos vom 12.02.2020: Steffen Rasche für LMBV

Oberer Landgraben / Sedlitzer See 2020