Drei Haldengrundstücke des Kupferschiefer-Bergbaus stehen zum Verkauf

Die drei Flachhalden werden in Denkmalliste des Landes Sachsen-Anhalt als Baudenkmäler geführt

Sondershausen/Hettstedt/Klostermansfeld. Die LMBV mbH ist u.a. Eigentümerin von Groß- und Kleinhalden des ehemaligen Kupferschieferbergbaus im Landkreis Mansfeld–Südharz in Sachsen–Anhalt und schreibt derzeit bis zum 19. Juni 2020 drei bergbaulich vorgenutzte Grundstücke nebst aufliegendem Haldenmaterial öffentlich zum Verkauf aus. Es handelt sich um:

  • Los 1 - Haldengrundstück zum Zirkelschacht (östlich von Klostermansfeld nahe B180)  Größe ca. 15,26 ha
  • Los 2 - Haldengrundstück zum Eduardschacht (südlich von Hettstedt an Eislebener Str.) Größe ca. 16,13 ha
  • Los 3 – Haldengrundstück zum Lichtloch 28Z (südöstlich von Hettstedt nahe L72) Größe ca. 2,97 ha

Die Grundstücke sind nicht erschlossen und unterliegen derzeit keiner Nutzung. Lediglich eine kleine Teilfläche auf dem Plateau der Halde zum Zirkelschacht ist an ein Mobilfunkunternehmen mit örtlicher Funkfeststation verpachtet. Die Halden werden in der Denkmalliste des Landes Sachsen-Anhalt als Baudenkmäler geführt und sind von Restriktionen des Naturschutzes betroffen. Nähere Informationen zur Ausschreibung finden Sie hier.

Halde zum Zirkelschacht


MLUK: Klar Schiff mit LEADER: Fast halbe Mio. Euro für neues Ilseseesport-Vereinshaus

Förderung hilft Akteuren im Lausitzer Seenland - Auf dem Weg zum Freizeitparadies

Potsdam/Großräschen. Das Brandenburger Umweltministerium (MLUK) unterstützt den Bau des Vereinshauses für den Ilsesee-Sportverein Sedlitz-Großräschen e.V. einschließlich der 4.000 Quadratmeter Außenlagen mit einem Anteil in Höhe von 466.372 Euro. „Bei Gesamtkosten von 621.830 Euro kommen damit 75 Prozent der Investitionsmittel aus dem LEADER-Programm unter dem Dach des EU-Agrarfonds ELER, mit dessen Hilfe sich das Lausitzer Seenland und insbesondere die Stadt Großräschen im Landkreis Oberspreewald-Lausitz immer mehr zu einem Paradies für Wassersportler entwickelt“, so dass MLUK.

Das neue Vereinshaus am Großräschener See wird dem Ilsesee-Sportverein optimale Bedingungen bieten. Neben dem Vereinsraum haben hier eine Küche sowie sanitäre Anlagen Platz. Das Haus steht damit neben Mitgliedern auch Besucherinnen und Besuchern offen, die sich bei Veranstaltungen im maritimen Ambiente wohlfühlen können.

Mit dem Lausitzer Seenland an der brandenburgisch-sächsischen Grenze entsteht aus gefluteten ehemaligen Tagebaurestlöchern der LMBV im Lausitzer Kohlerevier bis Ende des Jahrzehnts die größte künstliche schiffbare Seenkette in Europa. Der Großräschener See, ein Bergbaufolgesee der LMBV, liegt an dessen nordwestlichem Ende, günstig zu Autobahn und Bundesstraßen. Auf den Beginn der Flutung des Tagebaus Meuro im Jahr 2007 geht die Entstehung des einstigen Ilse-Sees, des heutigen Großräschener Sees, zurück. Quellen: PM des MLUK Brandenburg v. 11.05.2020; LMBV-Foto aus 2019 v. P. Radke


Zunehmende Sichttiefen im Senftenberger See nach Sanierungsarbeiten-Ende gemessen

LfU: Prozess der Aufklarung des Freiwassers im Speicher Niemtsch setzt sich fort

Potsdam/Senftenberg. Nach Informationen des Brandenburger Landesamtes für Umwelt (LfU) dauerte die notwendige bergtechnische Sanierung des Gewässergrunds rund um die Insel des Senftenberger Sees i.A. der LMBV von November 2019 bis Anfang April 2020 an, so der Sprecher des LfU, Thomas Frey Anfang Mai 2020 auf Nachfrage: „Während dieses Zeitraums wurden auch die möglichen Veränderungen der Wasserbeschaffenheit durch den Vorhabensträger gemessen und die gewonnenen Daten im Anschluss dem LfU übergeben.“

Wie der untenstehenden Abbildung zu entnehmen sei, wurden seit Beendigung der Arbeiten wieder leicht zunehmende Sichttiefen gemessen. Dieser Prozess der Aufklarung des Freiwassers im See sollte sich in den kommenden Wochen zunächst sehr langsam und unstetig weiter fortsetzen. Die sehr sonnenscheinreiche Witterung im April 2020 trug zur zeitigen Entwicklung der Frühjahrsblüte des Phytoplanktons bei und stellt eine weitere, natürliche Ursache der augenblicklichen Trübung dar.

Durch den Witterungseinfluss ist nicht zu prognostizieren, in welcher Geschwindigkeit und Stetigkeit der Aufklarungsprozess in den nächsten Wochen weiter vorankommen wird. In den Jahren 2005 bis 2016 lag die Sichttiefe des Senftenberger Sees im April und Mai im Bereich zwischen 1,8 m und 4,0 m, meistens um 2,5 und 3,5 m. Weitere Messergebnisse werden derzeit nicht erwartet, da nun die Sanierungsarbeiten ruhen.

Ergänzend noch folgende Erklärung: die Messungen der Sichttiefe erfolgen über einer repräsentativen Stelle im Freiwasser. In Ufernähe kann die Sichttiefe durch Aufwirbelungen abgesunkener Schwebstoffe erheblich kleiner ausfallen. Wer also nicht vom Boot aus die Sichttiefe beobachtet, kann eine andere Wahrnehmung haben. Daher rühren möglicherweise auch lokal abweichende Seeufer-Wahrnehmungen zu den vorliegend erhobenen Daten. Am 11. Mai 2020 betrug der Wasserstand am Auslauf-Pegel 98,89 m NHN, so die jüngsten Werte für die LfU-Messstelle.


Böschungs-Profilieren und ‑Sichern mittels Wasserbausteinen nahe des Leuchtturm-Hotels

Ramme setzt zudem Spundwand für spätere Boots-Einlassstelle nahe der Marina am Geierswalder See

Senftenberg/Elsterheide OT Geierswalde: Hinter der sperrigen
Maßnahmenbezeichnung „Böschungssicherung Restloch Koschen, Abschnitt II“
verbirgt sich eine hoch anspruchsvolle bergtechnische
Sanierungsmaßnahme der LMBV in Kombination mit ergänzenden §4-Maßnahmen
am Ufer des Geierswalder Sees. Die Leistungen dieses Böschungssicherns
im § 2 des VA BKS umfassen auf 215 Meter das Profilieren und Sichern
mittels ca. 8.000 t Wasserbausteinen unterhalb des Leuchtturm-Hotels.

Parallel wird eine Spundwand i.A. der Gemeinde Elsterheide als §
4-Maßnahme des VA BKS realisiert. Zur Böschungssicherung am
Bergbaufolgesee wurde in den vergangenen Wochen begonnen, im Bereich der
Löschwasserentnahmestelle eine Spundwand herstellt. Zudem werden noch
Dalben eingebracht. Dabei entsteht eine spätere Bootseinlassstelle. Die
Spundwand hat dazu die Form eines „U“ mit insgesamt 60 Meter Länge.

Dazu wurde zunächst eine Rammebene vorbereitet. Bei einer Rammtiefe
von bis 12 Metern werden von dort aus ca. 700 m² Spundbohlen
eingebracht. Die Spundbohlen werden rückverankert und abschließend die
Asphaltbefestigung wiederhergestellt. Zudem erfolgt eine Pfahlgründung
für einen später geplanten 10t-Bootshebekran.

In den zurückliegenden Wochen gab es wegen eines großräumigen Rammhindernisses an der westlichen Flanke der Spundwand eine besondere Herausforderung auf der Baustelle: dort, wo die Ramme den Untergrund nicht durchdringen konnte bzw. auf Widerstand traf, musste mittels Bohrgerät eine Großraumbohrung mit einem Durchmesser von bis 120 Zentimeter durchgeführt werden. Dieses zusätzlich nötige Ausbohren des Hindernisses mit der Großtechnik führt zu etwa einem Monat Bauverlängerung bis voraussichtlich 30.05.2020. Zum Einsatz kommt ein Drehbohrgerät Liebherr LB 28 auf Raupenfahrwerk mit Mäkler von fast 26 Meter Höhe und einem Gesamt-Dienstgewicht von über 90 Tonnen.

Ergänzt wird das Vorhaben durch das Setzen von Dalben – hier handelt es sich um ein §4-Projekt des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Sachsen. Dazu werden zwei Rohrdalben zur Ertüchtigung der Löschwasserentnahmestelle zu einer Slipanlage eingebracht. Die Kosten des Gesamtvorhabens verteilen sich zu ca. 50% auf die Grundsanierung nach §2 und zu 50% auf den §4. Hierbei trägt im §4 wiederum die Gemeinde Elsterheide den größten Anteil mit ca. 85%, der mit 15 % vom ZV Lausitzer Seenland Sachsen ergänzt wird.

Impressionen von der Baustelle


Wegen Schädlingsbefall kurzfristige Baumfällungen östlich des Lappwaldsees

Forstliche Maßnahme im Harbker Wald gegen den Großen Lärchenborkenkäfer

Leipzig/Harbke. Im Osten des ehemaligen Tagebaus Wulfersdorf bzw. des entstehenden Lappwaldsees steht der Harkber Wald, ein 0,5 Hektar großer Waldbereich in Verantwortung der LMBV. Das Waldbild ist u. a. geprägt von Hainbuchen, Ahornen, Lärchen, Robinien, Linden, Eschen und Eichen. Nach der vorangegangenen Trockenperiode ist der Wald zur Hälfte vom Großen Lärchenborkenkäfer (Ips cembrae) befallen worden.

Nach Erkennen des Rindenbefalls handelten die LMBV-Förster umgehend und ließen zwischen 4. Mai und 8. Mai 2020 die geschädigten Bäume entfernen. Im Auftrag der LMBV fällte die thüringische Firma Görmer & Baldauf GmbH Forst- und Baumpflegebetrieb insgesamt ca. 120 Lärchen, schredderte die Bäume komplett und vernichtete das Holz anschließend, damit sich die rindenbrütenden Käfer nicht weiterentwickeln können. Ziel der über § 2 der Braunkohlesanierung finanzierten Abholzungsaktion ist es, die andere Lärchenwaldhälfte zu erhalten. Entscheidend dafür ist natürlich der weitere Witterungsverlauf im Sommer.

Die gefällten Lärchen waren bis zu 40 Meter hoch und 30 bis 40 Jahre alt. Unter Forstwirten sind sie bekannt, denn sie stammen aus dem Saatgut von alten Harbker Lärchen. Diese Bäume wurden zu DDR-Zeiten beerntet, weil sie auffällig schlank und gut wuchsen.


Pumpversuche im am ehemaligen Loberwehr in Delitzsch dienen Erfolgskontrolle

Pumpversuche i.A. der LMBV finden von Mitte Mai bis Mitte Juni 2020 statt

Leipzig/Delitzsch. Im Bereich des ehemaligen Loberwehrs, zwischen Mozartstraße und Am Wallgraben, ist an der Pumpversuchsgruppe (Flurstück 2878, Flur 5) ein Pumpversuch vorgesehen. Dieser dient der Erfolgskontrolle der bisher erfolgten Maßnahmen zum Loberausbau.

Der Pumpversuch soll von Mitte Mai bis Ende Juni 2020 durchgeführt werden und dauert circa 14 Tage. In dieser Zeit kann es durch den 24-Stunden-Betrieb der Pumpen zu Lärmbelästigungen kommen.  

Mit dem Ausbau des Lobers findet eine langfristige Sanierungsmaßnahme zum Schutz vor Vernässungen durch den Grundwasser-Wiederanstieg im Raum Delitzsch statt. Ziel ist das Herstellen der hydraulischen Durchgängigkeit sowie der Anschluss des Lobers an den Hangendgrundwasserleiter, so dass es zu einer spürbaren Grundwasser-Absenkung im Bereich der Stadt Delitzsch kommt.


Böschungsarbeiten am Westufer des Berzdorfer Sees bis Juni 2020 nötig

LMBV bittet darum, auf die Beschilderung am Wirtschaftsweg zu achten und die Sperrungen zu respektieren

Senftenberg/Schönau-Berzdorf. Noch bis Juni 2020 arbeitet die LMBV am Berzdorfer See an der Erneuerung eines so genannten Absturzes, einer Regenwasserableitung, am Westufer des Bergbaufolgesees. Dies wurde notwendig, da der bisherige Ablauf unterspült war und seine Funktion nicht mehr erfüllen konnte – austretendes Wasser aus der Böschung und abfließendes Niederschlagswasser hatten in den vergangenen Jahren zur Zerstörung des Bauwerks geführt.

Nun werden in so genannter Kaskadenbauweise auf Zwischenebenen Entwässerungsgräben und Rohrdurchlässe hergestellt, damit das Wasser künftig wieder ohne Schäden abgeleitet werden kann. Auch Geländeprofilierungen und Wegebau auf den Sanierungsebenen sind Bestandteil der Baumaßnahme.

Betroffen von den Bauarbeiten ist auch der Wirtschaftsweg der LMBV am Ufer des Berzdorfer Sees, der für diese Baumaßnahme ab dem Kreisverkehr bis zum Beginn des Naturschutzgebietes gesperrt wird. Diese Maßnahme dient der Sicherheit, da schwere Baufahrzeuge den Weg passieren müssen. Radfahrer und Fußgänger werden gebeten, sich auf den Wirtschaftswegen der LMBV an die Beschilderungen zu halten und Baustellen nicht zu befahren bzw. zu betreten.