Spree-Vorsperre Bühlow wird vom Bergbausanierer auch in 2021 von EHS beräumt

Aufgrund der bergbaubedingten Eisenbelastung der Spree erfolgt auch in 2021 die Entnahme von eisenhydroxidhaltigen Sedimentablagerungen bei Bühlow im Auftrag der LMBV

Senftenberg/Spremberg. Die LMBV betreibt seit dem Jahr 2014 eine Konditionierungsanlage im Zulauf der Spree zur Talsperre Spremberg.

Seither wird mit dem ganzjährigen Betrieb der Anlage der Eisenrückhalt in der Vorsperre Bühlow signifikant verbessert. Die Eisen-gesamt-Konzentration am Auslauf der Talsperre Spremberg lag in 2020 jahresdurchschnittlich bei 0,4 mg/l und somit deutlich unterhalb des ökologisch relevanten Orientierungswertes von 1,8 mg/l.

Damit die zielgerichtete Eisenausfällung respektive der Eisenrückhalt bereits in der Vorsperre der Talsperre permanent stabil funktioniert, müssen die sedimentierten EHS-Ablagerungen hier regelmäßig bedarfsgerecht entnommen werden. Deshalb beräumt die LMBV als Projektträger seit 2017 jährlich den sedimentierten Eisenhydroxidschlamm (EHS) in der Vorsperre Bühlow, als sanierungsbergbaubedingten Mehraufwand zur regulären wasserwirtschaftlichen Gewässerunterhaltung durch das zuständige Landesamt für Umwelt (LfU) Brandenburg.

Die Grundvoraussetzung für den Betrieb der Konditionierungsanlage in der Spree ist daher die bedarfsgerechte, zyklische Beräumung der Vorsperre Bühlow, um deren Funktionalität als Rückhalteraum für den Eisenhydroxidschlamm (EHS) zu gewährleisten. Der Füllungsgrad der Vorsperre bleibt dabei weiterhin kritisch zu beobachten, da bei saisonal ansteigenden Durchflussmengen (z. B. Hochwasserspitzen) im hydrologischen Winterhalbjahr (von November bis April) gleichzeitig auch ein deutlicher EHS-Zuwachs aus dem Oberlauf der Spree prognostisch erwartbar ist.

Im Januar 2021 begann daher auch bereits die nächste EHS-Beräumungskampagne der Vorsperre Bühlow in Projektträgerschaft der LMBV mit der Wiederbefüllung des Sedimentationsbeckens II (SedB II). Als Vorleistung erfolgte am SedB II, eine komplette Beräumung mit anschließender EHS-Entsorgung als baustoffliche Verwertung, der im Jahr 2020 eingespülten EHS-Sedimente mit einer Gesamtmenge von ca. 28.000 t.

Seit dem 25.01.2021 führt die, von der LMBV beauftragte Fachfirma, TWB Tief- und Wasserbau GmbH Boblitz/Spreewald den regulären Betrieb mittels Saug-/Spülbaggerung zur Entnahme des sedimentierten EHS durch. Die Umsetzung der Leistung wird durch das Ingenieurbüro für Bauleitung Dipl. Ing. (FH) Ralf Mohwinkel im Auftrag der LMBV begleitet und überwacht.

Die Vorsperre Bühlow mit einer Fläche von mehr als 100.000 Quadratmetern hat ein Einstau-Volumen von etwa 300.000 Kubikmeter und ist aktuell etwa zu 30 Prozent mit EHS-Ablagerungen gefüllt. Dementsprechend hat die LMBV planmäßig die weiterführende Teilberäumung in 2021 vorbereitet.

Ziel der LMBV-Maßnahme ist, mit einem großen Saug/-Spülbagger (Förderleistung: ca. 800 bis 1.000 m³ pro Stunde) über eine schwimmende Rohrleitung das abgesaugte EHS-Gemisch an ca. 100 Arbeitstagen und einem Feststoffanteil von ca. 10 Prozent in das zuvor geräumte Sedimentationsbecken II an der Vorsperre Bühlow einzuspülen. Ein Abschluss der Entnahme aus der Vorsperre ist witterungsabhängig für das Frühjahr 2021 geplant. Anschließend erfolgt die Nachentwässerung, Beräumung und stoffliche Verwertung des eingespülten EHS bis Ende 4. Quartal 2021.

Optional wurde die weitere Beräumung der Vorsperre und das Wiederbefüllen des Sedimentationsbeckens III für das 2. Halbjahr 2021 durch die LMBV vertraglich vorbereitet. Auch hier erfolgt anschließend eine Nachentwässerung, Beräumung und die weitere stoffliche Verwertung des eingespülten EHS bis Ende 2. Quartal 2022 in Projektträgerschaft der LMBV. Finanziert wird die Maßnahme im Rahmen des § 2 des Verwaltungsabkommens Braunkohlesanierung.

Fotos: Dipl. Ing. (FH) Ralf Mohwinkel für LMBV

EHS-Beräumung in der Vorsperre der Talsperre Spremberg

Saug/-Spülbagger auch 2021 auf der Vorsperre Bühlow im Einsatz
Das Einspülen in des Sedimentationsbecken begann am 25.01.2021

Blick auf die Vorsperre Bühlow
Saug-/Spülbaggern: EHS-Sedimentation am Zulauf zur Vorsperre sichtbar | Juli 2020
LMBV-Luftbild aus 2020


Instandsetzung Wilfried-Lauche-Weg am Geiseltalsee zwischen Mücheln und Krumpa ab Februar 2021

Neuer Projektmanager erläutert das Vorgehen zur Sanierung des über 30 Jahre alten Wegeabschnitts

Leipzig. Wie Mirko Mennert, der seit Januar 2021 zuständige LMBV-Projektmanager für den Geiseltalsee, kürzlich mitteilte, soll der am südlichen Seeufer gelegene Wilfried-Lauche-Weg grundhaft instandgesetzt werden. Der zu sanierende Bereich weist zahlreiche Aufbrüche und Risse auf einer Gesamtlänge von ca. 2,1 Kilometern auf. Er liegt zwischen dem ehemaligen Geiseleinlauf in Mücheln und dem Aussichtspunkt Cecilie im Braunsbedraer Ortsteil Krumpa, verläuft also parallel zur Krumpaer Landstraße/Merseburger Straße.

Der Weg im Bereich des ehemaligen Braunkohletagebaues Mücheln war im Jahre 1989 in einer Breite von 2,0 bis 2,2 Metern mit einer Asphaltdeckschicht hergestellt worden. Durch die entstandenen großen Schadstellen ist der Wirtschaftsweg heute nur noch bedingt zur Bewirtschaftung sowie für Fußgänger und Radfahrer nutzbar.

Ab 1. Februar 2021 soll die Baufeldfreimachung erfolgen. Ab März erfolgt im 14-tägigen Rhythmus das Mähen und Mulchen der Randbereiche des Weges als Vergrämung für eventuell vorkommende Zauneidechsen. Als Baubeginn für die Wegebauarbeiten ist der 1. April 2021 geplant. Es ist vorgesehen, die Deckschicht des Weges auf kompletter Länge abzufräsen. Vorhandene tieferliegende Schadstellen werden herausgenommen und mit einer Tiefe von ca. 30 bis 40 Zentimetern grundhaft ausgebaut.

Mit dem Einbau einer neuen Asphaltdeckschicht auf der kompletten Länge wird der Weg wieder neu hergestellt. Weiterhin wird beidseitig des Weges eine Wurzelschutzfolie eingebracht, welche ein Hineinwachsen von Wurzeln in den Wegebereich verhindern wird. Die Beendigung der Instandsetzungsarbeiten ist Ende Mai 2021 geplant.

Die Arbeiten erfolgen nach Vorgaben der Wegebaurichtlinie der LMBV. Im Rahmen der Planungen wurden umfangreiche naturschutz- und artenschutzfachliche Untersuchungen durchgeführt. Ausführende Baufirma ist die Meliorations-, Straßen- und Tiefbau GmbH aus Laucha. Finanziert wird die Maßnahme über den § 2 des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung.

Neuer Projektmanager für Geiseltal - Mirko Mennert


Region: LEAG plant mit EPNE Windpark bei Briesnig auf Lausitzer Rekultivierungsfläche

Bis zu 17 Windräder für Forst-Briesnig II geplant - Genehmigungsantrag im 1. Halbjahr

Cottbus. Ihr erstes Windparkprojekt in der Lausitz plant die LEAG auf einer Rekultivierungsfläche des Tagebaus Jänschwalde in unmittelbarer Nachbarschaft des bestehenden Windparks Forst-Briesnig I der LHI-Gruppe. Derzeit bereitet der Projektentwickler EP New Energies GmbH (EPNE) das Vorhaben Windpark Forst-Briesnig II für das Lausitzer Energieunternehmen vor. Vorgesehen ist die Errichtung von bis zu 17 Windenergieanlagen mit einer Höhe von bis zu 250 Metern. Erste Gespräche darüber mit Vertretern des Amtes Peitz, der Stadt Forst und der Anrainergemeinden sind bereits erfolgt.

Die Rekultivierungsfläche von etwa 320 Hektar, auf der Forst-Briesnig II entstehen soll, befindet sich in der bergrechtlichen Verantwortung der LEAG. Derzeit wird sie gemeinsam mit der ARGE Heinersbrück für die landwirtschaftliche Nutzung hergestellt. Neben der landwirtschaftlichen Nutzung sollen die Flächen der erneuerbaren Energiegewinnung dienen. Derzeit werden Eignung und Potentiale weiterer Flächen zum Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung, insbesondere auch im PV-Bereich, geprüft.

Die ABO Wind hat einen ersten Windpark mit fünf Anlagen auf dem Gebiet der Gemeinde Forst in Brandenburg errichtet. Das zum Ortsteil Briesnig gehörende Areal wurde bereits 2003 als Windeignungsgebiet ausgewiesen. 2018 hatte ABO Wind das Projekt von Vattenfall erworben. Die Windräder entstanden auf dem Gelände der rekultivierten Bergbaufolgelandschaft des Tagebaus.

Die Inbetriebnahme des Windparks Forst-Briesnig II ist für Ende 2023 / Anfang 2024 geplant. Der Windpark geht dann mit einer Kapazität ans Netz, mit der er etwa 270.000 MWh Strom im Jahr einspeisen kann. Das entspricht rechnerisch dem Jahresstrombedarf von 77.000 Drei-Personen-Haushalten. Die EPNE ist die jüngste EPH-Tochter in Deutschland. Sie entwickelt Erneuerbaren-Projekte für die LEAG und die MIBRAG in den Bereichen Sonne und Wind. Weitere Information finden Sie auf www.leag.de


Blick über einen Sanierungs-Seilbagger zum KW Jänschwalde und zu Windpark


Region: Dreijähriges DOKMitt-Forschungsprojekt Zeitzeugenbefragung abgeschlossen

Das Cover der Publikation zeigt eine Schwarz-Weiß-Aufnahme von Mitarbeitern des Tagebaus Espenhain aus dem Archiv von Rudolf Lehmann.

Veröffentlichung „Als wenn ein guter Kumpel stirbt. Die 1990er Jahre im Nachhall der Erzählungen ehemaliger Bergleute“ online verfügbar

Borna. Zwischen September 2017 und Dezember 2020 forschte ein Projektteam des Fördervereins zum Aufbau des Dokumentationszentrums IndustrieKulturlandschaft Mitteldeutschland (DOKMitt e. V.) zum Fortwirken der Braunkohlenpolitik der 1990er Jahre. Die „Zeitzeugenbefragung (Oral History) zur Entstehung und Entwicklung demokratischer Einstellungsmuster nach 1990 im Südraum Leipzig“ wurde gefördert durch das Landesprogramm Weltoffenes Sachsen des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt (SMS). Es galt herauszufinden, in welchem Maße die Erfahrungen mit dem Strukturbruch die politischen Einstellungen der ehemaligen Beschäftigten der Braunkohlenindustrie im Leipziger Südraum geprägt haben. Daher wurden 42 Zeitzeugen zu ihren Erinnerungen, Lebenswegen, Anekdoten, Emotionen, Erfolgen und Niederlagen sowie politischen Einstellungsmustern u. a. in filmischen Interviews befragt.

Die nunmehr vorliegende Abschlusspublikation unter dem knappen Titel-Zitat eines Betriebsingenieurs des BKW Espenhain offenbart die differenzierten Studienergebnisse. Neben den Beweggründen und abschließenden Handlungsempfehlungen werden auch das wissenschaftliche Vorgehen und die weiteren Tätigkeiten im Rahmen des Projekts nachvollziehbar dargestellt. Aufgelockert wird die 72 Seiten starke Broschüre durch Statistiken sowie Fotografien aus den Archiven von Rudolf Lehmann, dem ehemaligen Kombinatsleiter Braunkohlenwerk BKW Espenhain und späteren Leiter des Länderbereichs Westsachsen/Thüringen bei der LMBV, und vom Fotografen Christian Bedeschinksi, der die Transformation vom Bergbau zur Bergbausanierung in der Region über Jahrzehnte begleitet hat. Die Publikation ist online verfügbar unter www.dokmitt.de.

Der Förderverein DOKMitt hat seit seiner Gründung am 16. September 2015 in Borna die vorangegangenen jahrelangen Bemühungen um ein Dokumentationszentrum für die Industrie-Kulturlandschaft Mitteldeutschland engagiert aufgenommen und fortgeführt. Es soll Anlaufstelle und Zentrum der Aktivitäten sein und als „regionales Gedächtnis“ die gewonnenen Erkenntnisse, Daten und Fakten öffentlich zugänglich machen. Der Verein sieht sich als Initiator und Begleiter verschiedenster Projekte, die den industriekulturellen Wandel erlebbar und nachvollziehbar machen.


Geotechnische Sicherung der Brückenfeldkippe bei Sedlitz in 2021ff geplant

Senftenberg/Sedlitz. Ende Januar beginnt die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbausanierungsgesellschaft mbH (LMBV) mit den langfristig vorbereiteten und genehmigten Sanierungsarbeiten an der Brückenfeldkippe Sedlitz am Westufer des Sedlitzer Sees.

Die Brückenfeldkippe nahe Sedlitz ist eine ungesicherte Tagebaukippe. Zwischen 1921 und 1980 förderte der Tagebau Ilse-Ost/Sedlitz dort Braunkohle. Diese Kippe besteht aus locker gelagertem Boden und ist nicht sicher, denn mit ansteigendem Grundwasser kann es zu spontanen Verflüssigungen bzw. zu Rutschungen kommen.

Um künftig Sicherheit zu gewährleisten, muss dieses Gebiet durch die LMBV geotechnisch saniert werden. Dabei kommen verschiedene Technologien zum Einsatz. Unter anderem wird die Bodenoberfläche mit einer Polygonwalze bearbeitet, aber auch das Verfahren des schonenden Sprengens wird in den nächsten Jahren durchgeführt. Nähere Informationen sind hier zu finden.

Bauabschnitte Brückenfeldkippe Sedlitz


Radweg am Sedlitzer See wird durch Überleitertunnel und Sedlitz umgeleitet

Senftenberg/Sedlitz. Ende Januar beginnt die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbausanierungsgesellschaft mbH (LMBV) mit den langfristig vorbereiteten und genehmigten Sanierungsarbeiten an der Brückenfeldkippe Sedlitz am Westufer des Sedlitzer Sees.

Damit einhergehend wird es notwendig, den uferbegleitenden Radweg für den Zeitraum der geplanten Sanierungsarbeiten zu sperren. Die Umleitungsstrecke wird ab dem Abzweig Überleiter 11 durch dessen Tunnel nach Sedlitz erfolgen. Die Strecke ist damit zudem etwas kürzer. Für die entsprechende Beschilderung wird rechtzeitig vor Baubeginn gesorgt.

Auf der beigefügten Karte ist der künftig gesperrte und nicht mehr nutzbare Wege-Abschnitt gelb, die Umleitung in orange bzw. rot dargestellt.

Die Brückenfeldkippe nahe Sedlitz ist eine ungesicherte Tagebaukippe. Zwischen 1921 und 1980 förderte der Tagebau Ilse-Ost/Sedlitz dort Braunkohle. Diese Kippe besteht aus locker gelagertem Boden und ist nicht sicher, denn mit ansteigendem Grundwasser kann es zu spontanen Verflüssigungen bzw. zu Rutschungen kommen.

Um künftig Sicherheit zu gewährleisten, muss dieses Gebiet durch die LMBV saniert werden. Dabei kommen verschiedene Technologien zum Einsatz. Unter anderem wird die Bodenoberfläche mit einer Polygonwalze bearbeitet, aber auch das Verfahren des schonenden Sprengens wird in den nächsten Jahren durchgeführt.

Ausführlichere Informationen zu dieser Maßnahme finden sich demnächst auch auf der Webseite der LMBV.


Altdöberner See füllt sich kontinuierlich durch Grundwasserzustrom weiter auf

Abschließende Sanierung der Restlochufer dauert noch weitere Jahre an

Senftenberg | Altdöbern. Der Wasserstand im LMBV-Restloch Greifenhain stieg zuletzt um durchschnittlich rund ca. 50 Zentimeter p.a. Die zuführende und ergänzende Flutung des Restloches Greifenhain konnte seit 2007 ausgesetzt werden, da zwischenzeitlich umfangreiche geotechnische Sanierungsarbeiten am entstehenden Bergbaufolgesee durchgeführt werden mussten, die einen zu haltenden Grenzwasserstand erforderten bzw. noch erfordern. Die Fremdflutung über eine Heberleitung aus dem Süden war am 29. Mai 1998 gestartet worden und dauerte im ersten Schritt bis 2007 an. Der Flutungsprozess des Großräschener Sees lief unabhängig davon parallel zwischen 2007 - bis 2019 - ebenfalls an.

Der Pegel des Bergbaufolgesees ist für einen Zielwasserstand von 82,40 m NHN konzipiert. Unterirdische Grundwasserleiter in einer eiszeitlichen Auswaschungsrinne, die vom damaligen Tagebau Greifenhain angebaggert wurden, tragen in das Restloch aus. Fragestellungen des künftigen Wasseranstiegs im LMBV-Bergbaufolgesee werden mit Hilfe eines hydrogeologischen Großraummodells betrachtet und berechnet. Dabei wird der gesamte Wasserhaushalt modelliert - dazu gehören auch Niederschlag, Versickerung, Verdunstung, Grundwassermengen und Fließrichtungen. Der Altdöberner See wird nach Abschluss der Sanierung und Füllung an die Vorflut angeschlossen werden und sein Überschusswasser in Richtung Spree abgeben. Das ist gegenwärtig Gegenstand der aktuellen Planung der LMBV.

Derzeit liegt das Füllvolumen des Restloches Greifenhain bei 85 % und der Wasserstand bei 76,28 m NHN (12/2020). Im Dezember des Vorjahres 2019 lag der Wasserstand bei 75,61 m NHN. Eine weitere Sanierung des Restloches war ursprünglich bis zum Jahr 2026 geplant. Inzwischen erfolgte eine neue strategische Einordnung und Priorisierung der noch ausstehenden Arbeiten am LMBV-Restloch anhand der technischen Zwänge und finanziellen Möglichkeiten im laufenden VA BKS bis 2022. Anrainer sahen nach Medienberichten in der LMBV-Ankündigung, dass der Altdöberner See nun voraussichtlich nicht vor 2030 nutzbar werde, eine „Retourkutsche“ gegen die Bürgerinitiative wegen das überlegten Einleitens von Eisenhydroxid-Schlamm. Dem hat die LMBV bereits widersprochen: „Eine „Retourkutsche“ entspräche weder Stil noch Art und Weise des Umgangs des Bundesunternehmens LMBV mit ihren Partnern in den Anrainerkommunen und Verbänden.“

Für den Abschuss der noch nötigen Sanierungsarbeiten gab es tatsächlich ursprünglich eine frühere Zielmarke der LMBV. Inzwischen erfolgte jedoch eine neue strategische Einordnung und Priorisierung von anstehenden Projekten anhand der technischen Zwänge und finanziellen Möglichkeiten. Nachvollziehbare Ursache für die in 2020 verkündeten Verzögerungen sind noch ausstehende, notwendige Ufer-Sanierungsarbeiten, die erst in den kommenden Jahren umsetzbar sind. "Unvorhergesehene Ereignisse wie die Insel-Rutschung am Senftenberger See, langfristige zusätzliche Aufgaben wie die Beräumung der Vorsperre Bühlow von Eisenhydroxidschlamm und Kostensteigerungen beim Bau beispielsweise der Wasserbehandlungsanlage Plessa sind nicht planbar gewesen, mussten aber kostenseitig ins laufende Verwaltungsabkommen zur Braunkohlesanierung bis 2022 integriert werden."

Daher wurden … Prioritäten der anstehenden Sanierungsarbeiten neu gesetzt und u.a. damit das Restloch Greifenhain später fertig.“ (Siehe dazu ggfs. auch die LMBV-Information v. 30.10.20). Die LMBV beabsichtigt, in 2021 oder im Folgejahr – in Übereinstimmung mit Altdöberns Bürgermeister Winzer - in einer Informationsveranstaltung ihr Vorgehen und den Ausblick noch einmal zu untersetzen und den Gesprächsfaden nicht abreißen zu lassen, sofern die Corona-Pandemie dies organisatorisch zulässt.


Drei Viertel der Belegschaft des Bergbausanierers derzeit im mobilen Arbeiten

Infektionsgeschehen in den Revieren ist nach wie vor sehr dynamisch

Senftenberg. Die Geschäftsführung und der Gesamtbetriebsrat der LMBV wünschen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie deren Angehörigen ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2021. „Lassen Sie uns die bevorstehenden Aufgaben gemeinsam mit Engagement in Angriff nehmen und unseren Anteil dazu leisten, dass es für die LMBV wieder ein erfolgreiches Jahr wird.“

Die aktuelle Pandemiesituation zeigt deutlich, dass auch im Jahr 2021 große Herausforderungen zur Sicherung der Prozesse in der LMBV zu bewältigen sein werden. In der Sitzung des Krisenstabes der LMBV vom 11.01.2021 wurde die aktuelle Lage erneut bewertet. Die Pandemiesituation in Deutschland hat sich trotz vielfältiger Einschränkungen im öffentlichen und persönlichen Leben nicht entspannt. Bund und Länder haben weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie beschlossen. Auch in der LMBV sind immer wieder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der Pandemie betroffen.

Das Infektionsgeschehen in den Revieren ist nach wie vor sehr dynamisch. Für die gesamte LMBV ergibt sich aktuell folgende Statistik: Mittlerweile sind 24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter positiv getestet worden, sieben befinden sich gegenwärtig noch im Krankenstand bzw. in Quarantäne. Drei Viertel der Belegschaft sind seit Dezember vorsorglich bereits im mobilen Arbeiten. Auch im Fall des mobilen Arbeitens soll und wird die telefonische Erreichbarkeit der Mitarbeiterschaft sichergestellt werden. Dort, wo eine Anwesenheit vor Ort unvermeidbar und nötig, werden die Maßnahmen zum Gesundheitsschutz und zur Eindämmung der Pandemie im Arbeitsalltag ebenfalls umgesetzt und eingehalten.

Aufgrund der aktuellen Lage hat der Krisenstab entschieden, dass voraussichtlich bis zum 31. Januar 2021 das mobile Arbeiten für das Gros der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin die Regelarbeitsweise ist. Abweichungen davon sind nur aus dringlichen betrieblichen Gründen zur Gewährleistung der Betriebsabläufe zugelassen.

Die Geschäftsführung und die Betriebsräte sehen die aktuellen Maßnahmen als notwendig zur Aufrechterhaltung der Betriebsabläufe an, aber auch vor allem als Beitrag zur Eindämmung der Pandemie in unseren Einzugsbereichen: „Wir wissen, dass diese Maßnahmen weiterhin Erschwernisse für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeuten und danken Ihnen ausdrücklich für Ihr Engagement.“


Vielfältige Herausforderungen an Bergbausanierer im Lausitzer Revier im Jahr 2021

Lausitzer Schwerpunktprojekte im vierten Jahr des laufenden Verwaltungsabkommens von 2018 bis 2022

Baumaßnahmen an der künftigen LMBV-Wasserbehandlungsanlage Plessa – eines der wichtigen Investitionsvorhaben im Süden Brandenburgs

Senftenberg. Nach der Weihnachtsruhe geht es auf den Baustellen der Bergbausanierung schrittweise im Januar 2021 wieder weiter. Auch hier sind das Beachten der AHA-Regeln zum Schutz vor Corona-Infektionen und persönliche Schutzmaßnahmen der Bergbausanierer wichtige Seiten des Arbeitsschutzes auf den Sanierungsbaustellen.

Während eine große Zahl von Mitarbeitern der LMBV – so z.B. bei der Planung und im Einkauf - die Möglichkeiten des mobilen Arbeitens nutzen können, leisten z.B. Projektmanager und Unternehmerkontrolleure gemeinsam mit den Beschäftigten der auftragnehmenden Firmen vor Ort auf den Baustellen ihren engaierten Beitrag zum Erfüllen der täglichen Sanierungsaufgaben.

Im Wesentlichen hat die LMBV daher all ihre Projektziele in 2020 erreichen können, so kürzlich Bernd Sablotny, Sprecher der Geschäftsführung. Der Bergbausanierer wird nach Zusammenstellung aller Zahlenwerke und Abrechnungen voraussichtlich Ende des Frühjahrs 2021 seinen Sanierungsbericht für das Jahr 2020 vorlegen können.

Für die Lausitz stehen im Jahr 2021, dem vierten Jahr des laufenden Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung von 2018 bis 2022, eine Vielzahl von herausfordernden Projekten auf der Agenda, die es trotz der Einschränkungen der Corona-Pandemie zu meistern gilt. Die folgende Aufzählung ist nicht abschließend, gibt jedoch einen Überblick über wichtige Lausitzer Schwerpunkte der LMBV:

  • Weiterführung und Fertigstellung der geotechnischen Sicherungsmaßnahmen mittels RDV im Bereich des ehemaligen Tagebaus Schlabendorf-Nord
  • Start der langfristig geplanten und mit Anrainern abgestimmten geotechnischen Sicherungsleistungen am Hindenberger See im Bereich Schlabendorf (es geht hier dabei um die geotechnische Sicherung der kippenseitigen Anschlussböschung am Restloch A inklusive dazugehöriger Wasserstandsabsenkung)
  • Geotechnische Sicherungsleistungen mit der schonenden Sprengverdichtung (sSPV) auf der Innenkippe des Tgb. Seese-Ost – wichtig für die Technologiefortentwicklung durch die LMBV
  • Fortführung der Baumaßnahmen an der künftigen LMBV-Wasserbehandlungsanlage Plessa – einem der wichtigen Investitionsvorhaben im Süden Brandenburgs
  • Fortführen der Arbeiten am zukünftigen Sedlitzer See mit Beginn der Sicherung der Brückenfeldkippe Sedlitz
  • Abschluss der Errichtung des Sanierungsstützpunkts sowie Fortführung der Herstellung des Sedlitzer Ableiters aus der Restlochkette
  • Bauweiterführung und Fertigstellen des Überleiters 3a im Bereich Spreetal
  • Weiterer Betrieb der VTR-Anlage und des Bodenaustausches in Schwarze Pumpe
  • Weiterführung des Ausbaus der Kleinen Spree von Burghammer bis Spreewitz und der vorgesehenen Inbetriebnahme der MWBA Ruhlmühle
  • Begleitung der Standortaufgaben Pappelweg und Külz-Straße gemeinsam mit der Stadt Lauchhammer, dem MIL, dem Landkreis OSL und dem LBGR
  • Maßnahmen im Zusammenhang mit der bergbaulich beeinflussten Grundwasserbeschaffenheit in der Lausitz, u.a. Konditionierungs- und Beräumungsmaßnahmen an der Vorsperre Bühlow und den Wasserbehandlungsanlagen in den Spreegebieten Süd und Nord
  • Weiterführung der geotechnischen Sicherung am Knappensee


Uferschutzmaßnahmen am Störmthaler See zum Jahresende 2020 fertiggestellt

Wellenbrecher und Holzbuhnen schützen das Ufer

Leipzig/Großpösna. Mitte Dezember 2020 wurden umfangreiche Uferschutzmaßnahmen im nordöstlichen Bereich des Störmthaler Sees sowie an der Südseite des Gewässers (bis zum Feuerwehranleger) und an der Nordseite der Magdeborner Halbinsel fertiggestellt.

Die lokale Bildung von Kliffen und Materialumlagerungen wurde durch einen dauerhaften starken Wellengang beziehungsweise Wellenangriff verursacht. Um dem entgegen zu wirken, entstanden in Ufernähe 13 Wellenbrecher von jeweils rund 65 Metern Länge. Darüber hinaus wurden 47 Holzbuhnen sowie eine Mole im Bereich des Schlumperbachs hergestellt. Zusätzlich wurde das Ufer des Bergbaufolgesees mit einer Steinschüttung gesichert.

Die sehr umfänglichen Arbeiten hatten bereits Mitte Dezember 2019 mit der Baustelleneinrichtung im Norden des Störmthaler Sees begonnen. Im Frühjahr 2020 begannen die entsprechenden Baumaßnahmen. Ausführende Baufirmen waren die MST Laucha GmbH und die Brünnich Bau GmbH.

Während der Baumaßnahme wurden naturschutzfachliche Ruhezeiten von März bis August 2020 berücksichtigt. Finanziert wurde die Maßnahme über den § 2 des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung.

Uferschutzmaßnahmen am Störmthaler See