Internationaler Seenlandkongress findet dieses Jahr als Videokonferenz statt

Teilnehmer erwartet ein breitgefächertes Veranstaltungsprogramm

Leipzig. Am 11. Februar 2021 tagt der 12. Seenland-Kongress erstmals als Online-Kongress. Er gilt als wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur World Canals Conference, die 2022 in Leipzig unter dem Motto „Wasser verbindet“ stattfinden wird. Das abwechslungsreiche eintägige Programm beinhaltet insgesamt 16 Vorträge, eine Podiumsrunde sowie eine Videobotschaft zu folgenden Themenblöcken: Mitteldeutschland auf dem Weg zur World Canals Conference 2022, Kultur und Natur am Wasser in den Sächsischen Seenländern, Wasser und Stadt, Strukturwandel und Transformation, Infrastruktur und Wassertourismus, Blicke nach vorn. Weitere Informationen sind zu finden unter https://www.wccleipzig2022.com.

Bereits seit 2009 flankiert die Leipziger Messe mit dem „Seenland-Kongress“ die gewässertouristischen Entwicklungen vor allem in Mitteldeutschland. 2018 wurde der Kongress international, er ist eine feste Größe in der Tagungslandschaft für mitteldeutsche, bundesdeutsche und internationale Wasserthemen. 

Archivfoto Seenlandkongress 2019 in der Leipziger Messe (Fotograf: Uwe Steinhuber)


Bis zu vier Kräne drehen sich nun gleichzeitig für den Hochbau der WBA Plessa

Konturen des künftigen Reaktionsbeckens sind bereits gut erkennen

Der Hochbau auf der Baustelle der WBA Plessa kommt voran - 4 Baukräne gleichzeitig im Einsatz

Senftenberg | Plessa. Der Baufortschritt im Hochbau für die künftige LMBV-Wasserbehandlungsanlage Plessa ist erfreulich. Rund ein Fünftel der notwendigen Arbeiten sind bereits umgesetzt, konnte der verantwortliche LMBV-Projektmanager Andreas Meth auf Nachfrage resümieren:

Der Baufortschritt hat etwa folgenden prozentualen Stand und sieht im Einzelnen so aus:

- Objekt 1 Wehranlage 25%

- Objekt 2 Entnahmepumpwerk 15%

- Objekt 3 Eisenoxydation 15 %

- Objekt 4 Sedimentation 15 %

- Objekt 6 Schlamm-Eindickung 15 %

- Objekt 7 Gebäude 20%

Optisch kann man von der Straße insbesondere die Konturen des künftigen Reaktionsbeckens bereits gut erkennen. Weiterhin wurde mit dem Bau der Rundbehälter begonnen; dazu wurden zwei zusätzliche Baukräne (auf den Fotos als gelbe Kräne erkennbar) aufgestellt. In den Pumpwerken sind die Keller fertiggestellt. Auch die Wände des Betriebsgebäudes sind fertig gestellt; hier ist als nächstes das Dachaufbringen vorgesehen. Bei zwei weiteren Gebäuden sind die Fertigteile gestellt.

Momentan können die Bau- und Beton-Arbeiten nur unter den erschwerten Winterbedingungen durchgeführt werden, d.h. mit Einhausungen bzw. teilweise dem örtlichen Einsatz von Heizungen.

Sichtbarer Baufortschritt auf der Baustelle der WBA Plessa


Start der ersten Holzungen für Sanierung der Brückenfeldkippe Sedlitz erfolgt

Baumfällarbeiten bei Sedlitz sind für künftige Sicherungsarbeiten notwendig

Senftenberg/OT Sedlitz. Anfang Februar hat die Fa. Oehme im Auftrag der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbausanierungsgesellschaft mbH (LMBV) mit den langfristig vorbereiteten und genehmigten Sanierungsarbeiten an der Brückenfeldkippe Sedlitz am Westufer des Sedlitzer Sees begonnen.

Um künftig Sicherheit zu gewährleisten, muss dieses Gebiet durch die LMBV geotechnisch saniert werden. Zunächst beginnen Holzungen und Rodungen auf ca. fünf Hektar Kippenfläche.

Es sind bergbaubedingte Gefährdungen zu beseitigen und daraus resultierende Nutzungseinschränkungen aufzuheben. Dazu sind im ersten Bauabschnitt auf fünf Hektar Holzungen, Rodungen und eine Flächenberäumung der zu sanierenden Kippenfläche vorgesehen. Es folgen ca. 30.000 m³ tiefenwirksame Oberflächenverdichtung (TOV) mit einer Polygonwalze sowie Erd- und Planierarbeiten als baubegleitende Sanierungsleistungen.

Vor der Sanierung sind vorhandene Schutzobjekte zu sichern und entsprechende baubegleitende Messeinrichtungen zu installieren. Etwa 610 Meter eines vorhandenen Forstweges sind zurückzubauen sowie der Wiederaufbau nach Verdichtung vorzunehmen.

Die Brückenfeldkippe nahe Sedlitz ist eine ungesicherte Tagebaukippe. Zwischen 1921 und 1980 förderte der Tagebau Ilse-Ost/Sedlitz dort Braunkohle. Diese Kippe besteht aus locker gelagertem Boden und ist nicht sicher, denn mit ansteigendem Grundwasser kann es zu spontanen Verflüssigungen bzw. zu Grundbrüchen kommen. Fotos: Steffen Rasche für LMBV

Fotos von den ersten Holzungen 2021


Start der bauvorbereitenden Arbeiten zur geotechnischen Sicherung Hochkippe Borna-West

Baufeld auf dem Kippenplateau wird von Bäumen und Aufwuchs befreit

Leipzig/Borna. Als bauvorbereitende Maßnahme für die Sicherung der Hochkippenböschung Borna-West wird im Februar 2021 die Baufeldfreimachung auf dem Plateau laufen. Beginn ist wahrscheinlich in der 2. Februarwoche, die Baufeldfreimachung dauert voraussichtlich ein bis zwei Wochen.

Es geht um die Holzung von Bäumen und das Mulchen von Aufwuchs (Beseitigung mittels Forstfräse), sodass anschließend die Großgeräte darauf fahren können. Aus artenschutzrechtlichen Gründen erfolgen die Arbeiten bereits jetzt – Baubeginn für die Rüttelstopfverdichtung als Hauptbaumaßnahme ist voraussichtlich im April 2021.

Ausführende Baufirma für die bauvorbereitenden Arbeiten ist Grünland GmbH aus Bemsdorf-Hermsdorf. Finanziert wird die Maßnahme über den § 3 des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung.

Weitere Informationen:

Bei der ersten vorgezogenen Bauphase vom August 2018 bis zum I. Quartal 2019 wurde die Rüttelstopfverdichtung zunächst auf einem Probefeld im mittleren Böschungsbereich getestet, um eine geeignete Sanierungstechnologie zur Untergrundverbesserung des ehemaligen Tagebauareals zu finden.

Bei der Rüttelstopfverdichtung werden Säulen aus grobkörnigen Böden per Rohr gleichmäßig in die Kippenböschung eingebracht. Begleitet werden die Maßnahmen durch ein umfangreiches Monitoringprogramm, welches Schwingungs-, Verformungs-, Setzungs-, Lärm- und Grundwassermessungen sowie Beweissicherungen an Gebäuden umfasst.

Mit den Sicherungsmaßnahmen sollen potenzielle geotechnische Gefährdungen wie Verflüssigungserscheinungen des Bodens oder ein Böschungsbruch verhindert werden. Während der gesamten Baumaßnahmen ist ein erweiterter Sperrbereich an der Hochkippenböschung eingerichtet, in dem ein Betreten und Befahren aus Sicherheitsgründen ausgeschlossen ist. Nach Abschluss der Sanierungsmaßnahmen kann der seit Oktober 2011 bestehende Sperrbereich aufgehoben werden.

Archivfotos vom Probefeld der RDV von 2019 (Fotograf: Peter Radke)