Tauchinspektion an Kanuparkschleuse im Auftrag der Bergbausanierer erfolgt

AQUAWORKER Tauchservice führte Inspektion und Schadensbegutachtungen durch

Leipzig. Am 7. April 2021 fanden im Auftrag der LMBV weitere Untersuchungen im Störmthaler Kanal und am Schleusenbauwerk statt. Dazu ging der Spezial-Taucher von Dr. Ronald Wagner (Dr. Wagner, Fluss- und Seebauconsult Potsdam) in das Wasser. Er wurde von einem Team der AQUAWORKER gesichert und begleitet.

Kontrollen durch Taucher sind oft die einzige Möglichkeit, sich einen fortlaufenden Überblick über Zustand und Funktion von wasserbautechnischen Anlagen zu verschaffen oder um Gefährdungen richtig bewerten zu können.

Das Tauchunternehmen AQUAWORKER Tauchservice führt regelmäßig solche Inspektionen und Schadensbegutachtungen durch. Abhängig von den Bedingungen unter Wasser wird der Zustand vom Taucher dabei durch Ertasten oder mit digitaler Foto- oder Videotechnik dokumentiert.

Impressionen vom Tauchgang - Fotos: A. Dollmeyer für LMBV


Führungsseile im Freieslebenschacht vom Bergbausanierer erneuert

Freieslebenschacht II spielt signifikante Rolle als Startpunkt für die Kontrollfahrten im Schlüsselstollen Sonderhausen. Im Zuge der Überwachungs- und Kontrolltätigkeiten der LMBV im Kupferschieferrevier der Mansfelder Mulde spielt der Freieslebenschacht II eine signifikante Rolle. Das Monitoring des Einstaukörpers des gefluteten Grubenreviers sowie seine Funktion als Startpunkt für die Kontrollfahrten im Schlüsselstollen geben dem Schacht seine heutige Hauptbedeutung.

Die Befahrung des saigeren Schachtes erfolgt über eine Zylinderdoppeltrommel-Flurfördermaschine aus dem Jahr 1908. Der Schacht selbst ist im oberen Bereich mit Ziegelmauerwerk und im Bereich der wasserführenden Schichten bis 110 m Teufe mit Tübbingen ausgebaut. Bis zur Endteufe steht der Schacht ausbaulos.

Die Führung der beiden Fördergestelle wird über gespannte Spiralseile (Durchmesser 24 mm) sichergestellt. Je vier Seile pro Fördermittel ermöglichen eine drall- und kollisionsfrei geführte Fahrt durch den Schacht. Mit dem turnusmäßigen Sachverständigengutachten 2020 über die Führungsseile, wurde für sieben der acht Seile die baldige Ablegereife festgestellt. In Zusammenarbeit mit der DMT Leipzig wurde eine Technologie zur Demontage der alten und Montage von neuen Seilen erstellt. Mit der Ausführung der Leistung wurde die Schachtbau Nordhausen GmbH beauftragt.

Am 15. März 2021 begann die Demontage des ersten Führungsseils. Die Seilklemmen im Schachtsumpf und die Befestigungen im Förderturm wurden entlastet. Anschließend konnte das Führungsseil mittels Hilfsseil auf das Niveau der Rasensohle herabgelassen und mit einem Teleskoplader aus dem Schacht gezogen werden. Über eine geänderte Montagetechnologie aus dem Hause Schachtbau Nordhausen werden die neuen Seile (Typ: rechtsgängiges Kreuzschlagseil 6x19 Seal) mit den vom Werk gelieferten Einwegtrommeln auf eine Abrollvorrichtung in dem übertägigen Fördergestell geladen.

Das Seilende mit der Vergussbirne wurde anschließend in den Förderturm gezogen und verspannt. Mit ca. 0,5 m/s konnte nun das Fördermittel in Richtung Schachtsumpf gefahren werden, wobei sich das neue Führungsseil gleichzeitig abtrommelte und vorerst frei im Schacht hing. Auf dem Niveau des Füllortes angelangt, erfolgte die Einführung in die Spannbühne und die Arretierung mit Seilklemmen. Mit Spindeln auf dem Niveau der Seilscheiben wird die erforderliche Spannung von rd. 23 kN aufgebracht.

Dieser Vorgang konnte nun identisch mit allen zu wechselnden Seilen nacheinander durchgeführt werden. So wurde sichergestellt, dass beim Verfahren der Gestelle keine Verdrehung des Förderkorbs im Schacht erfolgt. Die demontierten Seile wurden Übertage in handhabbare Stücke geschnitten und fachgerecht entsorgt. Durch einen reibungsfreien Ablauf der Arbeiten zum Seilwechsel konnte die Maßnahme innerhalb von 2 Wochen abgeschlossen werden. Am 07.04.2021 fand die Prüfung durch den Sachverständigen sowie die Endabnahme statt. An dieser Stelle sei den beteiligten Unternehmen gedankt, die eine zügige, unfallfreie und fachgerecht ausgeführte Erneuerung ermöglichten.


Erneuerung der Führungsseile auf der Schachtanlage Freieslebenschacht 2 der LMBV, Sparte Kali-Spat-Erz, KSE, in Großörner im ehemaligen Mansfelder Kupferschiefer-Revier. Foto am 22. März 2021.

Erneuerung der Führungsseile auf der Schachtanlage Freieslebenschacht 2 der LMBV, Sparte Kali-Spat-Erz, KSE, in Großörner im ehemaligen Mansfelder Kupferschiefer-Revier. Foto am 22. März 2021.


Sanierungsstützpunkt mit künftiger Boots-Einlassstelle am Sedlitzer See nimmt Gestalt an

Senftenberg. Am Nordufer des Sedlitzer Sees schreitet der Bau des künftigen LMBV-Sanierungsstützpunkts für das Gewässerbehandlungsschiff der LMBV und der öffentlichen Bootseinlassstelle sichtbar voran.

Die 300 Meter lange Kaimauer ist bereits fertiggestellt. Die Slipanlage für die öffentliche Bootseinlassstelle ist baulich vorbereitet und die Dalben für die Schwimmstege der künftigen Anlegestelle sind gesetzt. Die bevorstehenden Straßen- und Wegebauarbeiten werden das Ensemble vervollständigen. Letzte Betonierarbeiten sind erfolgt und aktuell werden die Borde für die geplante Infrastruktur gesetzt. Damit können die Pflasterarbeiten in den nächsten Tagen beginnen.

Neben der Bootseinlassstelle ist das Betriebsgebäude für das Gewässerbehandlungsschiff der LMBV errichtet worden. Das Gebäude befindet sich in der Phase des Innenausbaus. Die Trockenbauarbeiten sind abgeschlossen und gegenwärtig werden die Elektro-, Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärinstallationsarbeiten durchgeführt. Der Sanierungsstützpunkt wird künftig Werkstatt und zugleich Winterquartier für das LMBV-eigene Sanierungsschiff „Klara“. In der Wartungshalle finden das Sanierungsschiff mit seinen zwei Schuten Platz. Die Tankstelle zur Betankung der Schiffe ist bereits samt eines Leichtflüssigkeitsabscheidersystems direkt vor der Halle installiert.

Bis Ende Mai 2021 sollen die Asphaltierung der Straße, Zaunbaumaßnahmen sowie die Böschungsgestaltung folgen. Der Bau der öffentlichen Einlassstelle erfolgt über Fördermittel des Landes Brandenburg mit Eigenbeteiligung der Stadt Senftenberg.

Impressionen von der LMBV-Baustelle Fotos: S. Rasche für LMBV


Gewässerbehandlungsschiff “Klara” bekalkt erneut planmäßig den Partwitzer See

Senftenberg. Das LMBV-eigene Sanierungsschiff "Klara" ist derzeit erneut wieder auf dem Partwitzer See planmäßig im Einsatz. Obwohl schon seit längerem touristisch genutzt, muss dieses Bergbaufolgegewässer regelmäßig mit Kalk behandelt werden.

Grund für die notwendige Bekalkung ist u.a. die hohe Durchströmung des Sees mit Wasser, das für die Flutung des benachbarten Bergbaufolgesees genutzt wird. Damit verändert sich auch immer wieder der pH-Wert des Partwitzer Sees. Das Wasser fließt durch den Geierswalder und Partwitzer See weiter über den Sornoer und Rosendorfer Kanal bis in den Sedlitzer See.

Für die Betriebsführung des Bekalkungsschiffs ist seit Januar 2020 die BRAIN Brandenburg Innovation GmbH durch die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH beauftragt. Auch am Schlabendorfer See wird derzeit wieder bekalkt; dort ist das BRAIN-eigene Schiff "Barbara" für die Bergbausanierer im Einsatz.

Kalkeintrag im Partwitzer See (LMBV-Archiv 2017)


Fertigstellung der 1. Spundwandachse des Querbauwerks oberhalb der Kanuparkschleuse im Rahmen Gefahrenabwehr am Störmthaler Kanal

Durchgängige Zustandsüberwachung und Kontrollen auf der Baustelle

Leipzig/Markkleeberg. Der Baufortschritt oberhalb der Kanuparkschleuse auf Störmthaler Seeseite ist sichtbar: Am 1. April 2021 konnte die erste stählerne Spundwandachse des oberen Spundwandriegels kurzfristig fertiggestellt werden. Nachdem am 29. März 2021 die Baggerarbeiten im Wasser begonnen hatten, wurden seit 31. März 2021 die einzelnen Spundwandprofile gesetzt. Die geplante zweite Spundwandachse des oberen Riegels soll nach Ostern in die Kanalsohle eingebracht werden.

Um die Sicherheit im Bereich bis zur Herstellung des kompletten Spundwandriegels im 1. Bauabschnitt weiterhin zu erhöhen, wurde durch die LMBV eine Notfall-Meldekette zur Information aller Beteiligten aufgestellt und veröffentlicht. Parallel zu den Bauarbeiten wird folgendes umfangreiches Monitoring durchgeführt:

  1. Grundwassermonitoring mit täglichen und wöchentlichen Messung und Auswertung durch den Sachverständigen für Geotechnik.

  2. Vermessungstechnische Überwachung von Bauwerk und Böschungen.

  3. Permanente Messung des Wasserspiegels oberhalb der Schleuse. Falls es zu einer relevanten Wasserspiegelabsenkung käme, würde umgehend eine Alarmnachricht abgesetzt werden.

  4. 24-Stunden-Beobachtung der Böschungen durch geotechnisch eingewiesene Personen auf beiden Seiten des Kanals und zusätzliche tägliche LMBV-Kontrollen.

  5. Nächtliche Beleuchtung des Kanals für die Rissbeobachtung und Vorhaltung von Sandsäcken und Big Bags auf jeder Kanalseite.

Im Baustellenbereich sind die parallel zum Kanal verlaufenden Wirtschaftswege gesperrt und großflächig Umleitungen ausgeschildert worden. Der Kanal kann auf Markkleeberger Seeseite über die Hubbrücke passiert werden.