Restloch Casel nahe der L 52 erneut für Verdichtungsarbeiten bis Mitte Dezember gesperrt
Senftenberg/Drebkau. Nach den von Mai bis Anfang Juli 2021 erfolgten Verdichtungsarbeiten am Restloch Casel ist ab dem 30.09.2021 erneut die temporäre Sperrung des Gewässers notwendig.
Wie bereits angekündigt, erfolgt diese zweite Sperrung zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit, da sich die Rütteldruckverdichtungsarbeiten der Ostböschung nähern.
Die Sicherungsmaßnahme wird bis voraussichtlich Mitte Dezember 2021 umgesetzt. Die Art der Sperrung erfolgt, wie bereits im 2. Quartal diesen Jahres, durch Verwallungen der Zufahrten mittels Wurzelstubben sowie durch das Aufstellen von Verbots- und Hinweisschildern.
Sobald das Restloch Casel wieder frei zugänglich ist, informiert die LMBV rechtzeitig.
Hintergrund:
Die Rütteldruckverdichtungsarbeiten i.A. der LMBV dienen zum Beseitigen der bergbaulichen Gefährdung im Kippengelände und somit zum Herstellen einer dauerhaften geotechnischen und öffentlichen Sicherheit. Sie werden im Rahmen der genehmigten „Rütteldruckverdichtung der Innenkippe Greifenhain: Kippe 10 bis Restloch Casel“ durchgeführt.
Die Arbeiten werden von der Firma GMB GmbH ausgeführt. Für die Gesamtmaßnahme, die im August 2020 begonnen wurde, sind fast 5.500 Verdichtungspunkte mit Rüttellanzen abzuarbeiten. In bis zu 25 bis 45 Meter Tiefe wird ein verdichteter Bereich auf 2.500 Meter Länge und 35 bis 70 Meter Breite in der Kippe hergestellt. Die Gesamtmaßnahme soll Ende November 2022 abgeschlossen werden.
Das Restloch Casel liegt an der Landstraße L 52 zwischen Drebkau und Casel. Es entstand in den Jahren 1956 bis 1961 durch eine nicht vollständige Verkippung eines Randbereiches des Tagebaus Greifenhain und wurde bereits im Jahr 2006 von der LMBV weitestgehend gesichert.
Geplante RDV-Trasse - in rot gekennzeichnet
Temporäre Sperren notwendig (Luftbilder: Steffen Rasche für LMBV)
Rütteldruckverdichtung Kippe 10
SMWA-Staatssekretärin Ines Fröhlich auf Revierbefahrung bei Bergbausanierern
Informationen zum Baufortschritt am Speicherbecken Borna und der Hochkippe Borna-West
Besuch vor Ort an der Hochkippe: Andreas Pyschny, Sts. Ines Fröhlich, Ralph Weidner und Gunnar John (v.l.n.r.)
Borna. Das mitteldeutsche Braunkohlerevier stand in den vergangenen Monaten wiederholt in der öffentlichen Wahrnehmung. Dies nahm Ines Fröhlich, Staatssekretärin für Digitalisierung und Mobilität im Sächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA), zum Anlass für eine Revierbefahrung. Nach dem Besuch bei MIBRAG am Vormittag informierte sich Ines Fröhlich am Nachmittag am Speicherbecken Borna sowie an der Hochkippe Borna-West. Begleitet wurde sie von Ralph Weidner und Andreas Pyschny, beide Mitarbeiter des SMWA.
Seitens der LMBV empfing Gunnar John, Kaufmännischer Geschäftsführer, die Staatssekretärin an der ersten Station, dem Speicherbecken Borna. Gemeinsam mit Thomas Rösler, Abteilungsleiter Projektmanagement Westsachsen-Thüringen, sowie Diemo Trepte, Projektmanager, informierten die LMBV-Vertreter über Hintergrund, Zielstellung und aktuellen Baufortschritt am Speicherbecken, das auch eine wichtige Rolle im Hochwasserschutz spielt. Zur Beseitigung der Verflüssigungsgefahr kommt hier die Rütteldruckverdichtung (RDV) zum Einsatz. Auf der Hochkippe wird hingegen mit der Rüttelstopfverdichtung (RSV) gearbeitet. Die Experten der LMBV erläuterten beide Verfahren und beantworteten alle Fragen der interessierten Gäste.
Impressionen vom Besuch an der Hochkippe Borna-West (Fotos: LMBV und Christian Kortüm)
Sts. Fröhlich, Thomas Rösler und Ralph Weidner (v.l.n.r.)Ausführliche Gespräche vor OrtVorführung der RSV-Technik, Bild vom diesjährigen Baustellentag
Technische Übergabe: Strabag übergibt Schlüssel für Betriebsgebäude an LMBV
Senftenberg. Im Beisein von Staatssekretär Werner Gatzer und Ministerialdirektor Stefan Ramge (beide Bundesministerium der Finanzen) wurde am Mittwochabend (22.9.2021) der fertiggestellte Sanierungsstützpunkt am Ufer des Sedlitzer Sees übergeben. Den symbolischen Schlüssel für das neu errichtete Betriebsgebäude des LMBV-Gewässerbehandlungsschiffs „Klara“ nahm LMBV-Geschäftsführer Bernd Sablotny von Jörg Frisch, Technischer Bereichsleiter der Firma Strabag, entgegen.
Mit Mitteln des Bundes und des Landes Brandenburg entstand am Nordufer des Sedlitzer Sees im Zeitraum von Dezember 2019 bis September 2021 der Sanierungsstützpunkt der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV), der zukünftig der Unterbringung und als Heimathafen des unternehmenseigenen Gewässerbehandlungsschiffes „Klara“ dienen wird. Das für diesen Zweck errichtete Betriebsgebäude wird Winterquartier und zugleich Wartungshalle für die „Klara“ sein. Werner Gatzer erklärte zur Eröffnung: „Dem Bund ist wie den anderen öffentlichen Institutionen dabei sehr bewusst, dass uns das Thema Wasserregulierung und Wasserbehandlung noch sehr lange begleiten und fordern wird. Manches wird gar als Ewigkeitslast verbleiben, über deren Finanzierung Bund und Länder gemeinsam reden und eine faire Lösung finden müssen.“ Bernd Sablotny erläuterte bestätigend: „Dieser Hallenbau ist eine Investition in die Zukunft. Auch angesichts der anstehenden Ewigkeitskosten der Bergbausanierung liegt noch viel Arbeit vor der LMBV.“
Der Sanierungsstützpunkt am Sedlitzer See umfasst außerdem eine wasserseitige Anlegestelle, Verkehrswege und Parkflächen sowie eine eigene Tankstelle zur Betankung des Schiffes. Zur Sicherung des Areals wurde eine rund 290 Meter lange Kaimauer errichtet.
Vor der Technischen Übergabe hatten sich Staatssekretär Gatzer und Ministerialdirektor Ramge gemeinsam mit dem kaufmännischen Geschäftsführer der LMBV, Gunnar John, und Sanierungsbereichsleiter Lausitz, Gerd Richter, auf Revierbefahrung rund um Senftenberg begeben und sich über die aktuellen Maßnahmen sowie die anstehenden herausfordernden Aufgaben des bundeseigenen Unternehmens informiert.
LMBV-Geschäftsführer Bernd Sablotny erhält den symbolischen Schlüssel für den Sanierungsstützpunkt von Jörg Frisch, Strabag-Bereichsleiter, im Beisein von BMF-Staatssekretär Werner Gatzer und LMBV-Sanierungsbereichsleiter Gerd RichterBlick in die Wartungshalle des neuen SanierungsstützpunktesSanierungsstützpunkt von oben (Juni 2021)Sanierungsbereichsleiter Richter erläutert die Baumaßnahmen am Sedlitzer SeeAm Sanierungsstützpunkt wurde der symbolische Schlüssel übergeben
Region: Schwimmendes Kunstprojekt VINETA feiert zehn Jahre auf dem Störmthaler See
Wegbegleiter aus Politik und Gesellschaft würdigen den markanten touristischen Hotspot im Leipziger Südraum
Bilderwand am Dispatcherturm mit LMBV-Orthofoto rechts vom Tagebau Espenhain
Großpösna. Über 10 Jahre ist es her, dass die Konstruktion der VINETA, die im Rahmen einer § 4-Maßnahme errichtet worden ist, offiziell auf dem Störmthaler See eröffnet werden konnte. Dr. Gabriela Lantzsch, Bürgermeisterin der Gemeinde Großpösna, erinnerte in ihrer Jubiläumsrede in Schlagworten an die Vorgeschichte: 1999 gab es die Vision "Kunst statt Kohle", darauf zwei Jahre lang Abstimmungen zu einem begehbaren Raum, dann das Bangen, ob es ein Haus werden könne und schließlich den Wechsel zu einem anderen Planer, bis 2002 die Grundsteinlegung auf dem noch trockenen Seeboden erfolgte. Die Holzkonstruktion wurde an Land zusammengesetzt, 2009 war das Richtfest für das Gebäude und 2010 das Einschwimmen auf die Verankerungsstelle.
Seit dem 3. Juni 2011 steht die VINETA Besuchern offen. Dr. Lantzsch dankte dem Freistaat Sachsen für die Finanzierung des "exklusiven Projekts" als § 4-Maßnahme und dem zuständigen LMBV-Projektmanager Mike Reichel für die "Top-Zusammenarbeit" bei der Umsetzung. Mit Blick auf die anwesenden Politiker warb die Bürgermeisterin abschließend für künftige Projekte am Störmthaler See wie den Inklusionscampingplatz oder das geplante Forschungszentrum auf der Magdeborner Halbinsel: "Wir haben gezeigt, dass wir es können und wir werden sie nicht enttäuschen".
Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, sowie Henry Graichen, Landrat des Landkreises Leipzig, waren der Einladung des Betreibers Krystallpalast Varieté Leipzig zum Empfang im 7 x 14 großen Turmzimmer aufs Wasser gefolgt. Der Ministerpräsident gratulierte Frau Dr. Lantzsch zum "Gemeinsinn" und griff das Forschungszentrum als ein weiteres Beispiel für die Erhöhung der Attraktivität der Region auf. Er sprach davon, wie Mut machend es sei, auf dem 300 Quadratmeter großen, im See verankertern Ponton zu sein. Welch Bekenntnis für die Kultur mit dem Kunstprojekt geschaffen worden sei. Gleichzeitig erinnerte er an die 3.200 umgesiedelten Einwohner des devastierten Ortes Magdeborn.
Auch der Landrat Graichen blickte zurück, denn "die Geschichte hätte auch ganz anders laufen können": Der Tagebau Espenhain hatte ursprünglich einen Planungshorizont von 100 Jahren. Hätte es die politische Wende und den Abbaustopp nicht gegeben, wäre bis zum Jahr 2035 weiter Braunkohle gefördert worden und weitere Orte von der Landkarte verschwunden. Vor allem dankte er der anwesenden bildenden Künstlerin Ute Hartwig-Schulz als "Verursacherin" des Konzepts für das schwimmende Kunstwerk.
Seine Turmhaube soll an die 1978 gesprengte Magdeborner Kirche errinnern. Damals hätte es ein große Spendenbereitschaft gegeben: Die Gemeinde, das Landratsamt, der Regionale Planungsverband, der Freistaat und andere hatten die Idee aus der Bürgerschaft unterstützt. So sei die Akzeptanz für die VINETA von unten gewachsen und hätte schließlich eine Identifikation in der Region hergestellt. Abschließend wünschte er sich für den geplanten Harthkanal neuen Schwung, um den Leipziger Gewässerverbund in die Realität umzusetzen.
Unter den 38 geladenen Gästen war auch die Standesbeamtin, die die erste von bislang 414 Trauungen des Standesamtes Großpösna auf der VINETA vollzogen hat. Daneben finden dort auch Konzerte, Lesungen, Tagungen oder private Feiern statt. Die VINETA gilt mit einer Höhe von 15 Metern derzeit als höchstes schwimmendes Bauwerk auf einem deutschen See.
Offener Turm mit Laterne und Wetterfahne in etwa 15 m HöheZusammenkunft am AmphibienfahrzeugÜberfahrt auf der VINETA-FähreVINETA vor den bewaldeten Uferflächen des Störmthaler NordwestufersDr. Gabriela Lantzsch und Michael Kretschmer im TurmzimmerHenry Graichen mit einer Postkarte aus der Zeit der TagebausanierungFlying Buffet auf dem PontonMichael Kretschmer spricht mit VINETA-Prokurist Rüdiger PuschAnleger für die VINETA-Fähre
Information beim Bürgerforum „Klare Spree“ mit Umweltminister A. Vogel in Spremberg
Bergbausanierer informierte über Erreichtes und Geplantes bei der Eisenminderung in der Spree
Spremberg/Senftenberg. Am 15.09.2021 lud die Stadtverwaltung Spremberg erneut zu einem Bürgerforum „Klare Spree“ ein. Schwerpunkt der öffentlichen Veranstaltung war das Thema der Verockerung der Spree. Erstmalig war auch ein Brandenburgischer Umweltminister bei dieser Veranstaltungsreihe der Stadt Spremberg anwesend. Axel Vogel, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz im Land Brandenburg, bereicherte die Veranstaltung durch einen Redebeitrag und stellte sich den Fragen der betroffenen Bürger in Spremberg.
Die LMBV, vertreten durch den Leiter der Projektgruppe Gewässergüte Fließgewässer Lausitz Sven Radigk, informierte über durchgeführte und geplante Maßnahmen sowie über die Ergebnisse der zurückliegenden drei Jahre insbesondere im Bereich des südlichen Spreeabschnittes auf sächsischem Territorium, über das Spremberger Stadtgebiet hinaus, bis hin zur Talsperre Spremberg. Neben den Ausführungen der LMBV wurde ein Vortrag zum Thema „Bergbau und Wasser – eine jahrhundertlange Wechselbeziehung im Einzugsgebiet von Spree und Schwarzer Elster – bald Vergangenheit?“ von Dr. Thomas Koch vom Förderverein Wasser-Cluster-Lausitz e. V. (WCL) geleistet.
Sven Radigk erläuterte den Stand der Planung und Umsetzung der Maßnahmen zur Reduzierung der Eisenbelastung durch die LMBV. Er ging insbesondere darauf ein, dass der Bergbausanierer sein Barrierekonzept zur Reduzierung der Eisenbelastung im Spreegebiet Südraum seit 2015 konsequent umgesetzt hat. Die im November 2014 dazu definierten mittelfristigen Abfangmaßnahmen an den Hotspots des Eiseneintrages aus dem pleistozänen Grundwasserleiter „Spreewitzer Rinne“ in die Kleine und Große Spree wurden bauseitig investiv, bis Mitte 2021 realisiert. Die Anlagen befinden sich derzeit im Einfahr- bzw. bereits im Regelbetrieb. Damit habe die LMBV ihr selbst gestecktes ambitioniertes Ziel, diese mittelfristigen Einzelmaßnahmen in einem Zeitfenster von 5 bis 8 Jahren (2015 - 2022) umzusetzen, bereits nach 6,5 Jahren erreicht. Dazu wurden Kosten in Höhe von rund 25 Mio. € aufgewendet. Sven Radigk betonte, dass dieses Etappenziel, einen wichtigen Meilenstein im Kampf gegen die Braune Spree kennzeichnet und dies als gemeinsamer Erfolg aller beteiligten Akteure zu werten ist.
Darüber hinaus zeigte er auf, welche Maßnahmen langfristig und dauerhaft geplant, genehmigt und realisiert werden müssen, um einen ökologisch begründeten Zielwert von jahresdurchschnittlich 1,8 mg/L der Eisen-gesamt-Konzentration an der Landesgrenze zwischen Sachsen und Brandenburg in der Spree (Pegel Zerre) zu etablieren. Erst dadurch wird das wasserwirtschaftliche Sanierungsziel der LMBV erreichbar, nämlich den guten ökologischen Zustand gemäß der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) für die Spree herzustellen und gleichzeitig die Sichtbarkeitsschwelle (Fe < 2 mg/L) für partikuläres Eisen in der Spremberger Spree zu unterschreiten.
Im Ergebnis des „Konzeptes zur Ableitung der erforderlichen Maßnahmen zur Wasserbehandlung der Spree im Südraum der LMBV“ (Teil I und II) wurden im März 2019 den sächsischen Fachbehörden sowie anschließend, in den Gremien der Braunkohlesanierung vorgestellt. Das LMBV-Konzept wurde im Juli 2019 mit den Mitgliedern des Regionalen Sanierungsbeirates (RSB) Ostsachsen diskutiert sowie in der nachfolgenden 126. Sitzung des Steuerungs- und Budgetausschusses für die Braunkohlesanierung (StuBA) von den Bund-Länder-Vertretern am 11.09.2019 zur Kenntnis genommen.
Durch das Sächsische Oberbergamt (OBA) wurde als verfahrensführende Behörde der zu beantragenden, bergrechtlichen Planfeststellungsverfahren (PFV) nachfolgend festgelegt: Es werden zwei unabhängige Genehmigungsverfahren, als obligatorische Rahmenbetriebspläne innerhalb eines jeweiligen bergrechtlichen PFV, geführt:
Vorhaben 1 - Errichtung einer Dichtwand am Nordufer des Speicherbeckens Lohsa II
Vorhaben 2 - Flussnahe Barrieren/GW-Abfangmaßnahmen mit Überleitung zur ZWBA
Als zentrale Wasseraufbereitungsanlage (ZWBA) ist die Grubenwasserbehandlungsanlage (GWBA) der LEAG am Standort Schwarze Pumpe vorgesehen. Für die GWBA muss im Anschluss an die Grundwasser(GW)-Überleitung (Q rd. 800 L/s) von den Abfangbrunnenriegeln (ca. 80 Filterbrunnen) an Kleiner und Großer Spree aus dem Vorhaben 2 ein Erweiterungsbauwerk als Vorreinigungsstufe an der GWBA Schwarze Pumpe errichtet werden (Vorhaben 3).
Das Vorhaben 1 (Dichtwand SB Lohsa II) ist das einzige Element, welches sich langfristig das Prädikat der Nachhaltigkeit verdient. Die Dichtwand arbeitet als hydraulische Barriere und erzeugt nach Fertigstellung (ca. in 2038) keine Personal-, Energie- und/oder Stoffkosten (z. B. zur Wasserbehandlung; u. a. Neutralisationsmittel; z. B. Kalkprodukte) oder Flockungshilfsmittel (FHM u. a. als synthetisches Polymer; z. B. Koaret PA 3230 T).
Darüber hinaus entsteht keine Rückbauverpflichtung. Die Dichtwand stellt über Jahrzehnte (quasi im Synergieeffekt kostenfrei), das zusätzlich eingestaute Grund- und Oberflächenwasser von mindestens 9 Mio. m³ pro Jahr, dem Wasserspeichersystem (WSS) Lohsa II bezüglich der Niedrigwasseraufhöhung in der Spree, dauerhaft zur Verfügung und stellt somit ein wichtiges Element, auch im Hinblick auf die langfristige Trinkwasserversorgung von Frankfurt (Oder) und Berlin, den Klimawandel mit langanhaltenden Dürreperioden sowie für das Braunkohleausstiegsszenario in der Lausitz bis 2038, mit den damit verbundenen rückläufigen Sümpfungswassereinleitungen im Einzugsgebiet (EZG) der Spree, dar. Auch Dr. Thomas Koch (WCL) hat in seinem Vortrag, auf die enormen, anstehenden, wasserwirtschaftlichen Herausforderungen im Dreiklang von Kohleausstieg, Klimawandel und Gütesteuerung (Eisen und Sulfat) im EZG der Spree, nachdrücklich hingewiesen.
Die Dichtwand mindert dauerhaft (24/7) den Aufwand der GW-Fassung, Überleitung und Behandlung im Vorhaben 2 bezüglich der Menge (Q= minus 20%) und der Enteisenung (Fe-Fracht = minus 44%) im Ergebnis der geohydraulischen GW-Modellierung der Spreewitzer Rinne.
Beide Vorhaben lösen in Kombination und Korrelation, infolge der Implementierung des Orientierungswertes der OGewV für den Parameter (ACP) „Eisen-gesamt“ am Gütepegel Zerre von jahresdurchschnittlich ≤ 1,8 mg/L, das temporäre Barrierekonzept als Brückentechnologie im Bereich der Talsperre Spremberg (Vorsperre Bühlow) sowie gleichzeitig als „Nullvariante“ der Maßnahmen zur Reduzierung der Eisenbelastung im Spreegebiet Südraum, langfristig und vollständig ab.
Auch der Stellvertretende Vorsitzende und Sprecher des „AKTIONSBÜNDNIS KLARE SPREE“ e. V. (ABKS), Winfried Böhmer, gab abschließend zu Protokoll, dass die ernsthaften Bemühungen und die bisher erzielten Ergebnisse der LMBV in Bezug auf die Maßnahmen zur Eisenminderung in der Spree anerkannt werden. Gleichzeitig wies er jedoch eindringlich darauf hin, dass die Zielwerterreichung der Eisen-gesamt-Konzentration von 1,8 mg/L in der Spree bis 2038 viel zulange dauert und dieser Zeitrahmen für das ABKS inakzeptabel sei.
Die Bürgermeisterin der Stadt Spremberg Christine Herntier, die auch den Abend moderierte, zeigte sich dankbar für die bisher geleistete Arbeit der LMBV, wie auch für die finanzielle Absicherung der Maßnahmen über das aktuelle VA VI BKS von 2018 bis 2022 und wies insbesondere darauf hin, dass bei den anstehenden Verhandlungen zum VA VII BKS von 2023 bis 2027 die Finanzierung der Eisenminderungsmaßnahmen angemessen und auskömmlich berücksichtigt werden muss. Gleichzeitig verwies Sie darauf, dass die Stadt Spremberg weiterhin die Forderungen für Ersatz und Ausgleich bezüglich der Eisenbelastung der Spree aufrecht hält und in diesem Zusammenhang ihren Forderungskatalog fortschreiben werde.
Sven Radigk stellte die Ergebnisse der LMBV-Maßnahmen zur Reduzierung der Eisenbelastung in der Spree im Spremberger Bürgerforum vor
Blick auf die Vorsperre Bühlow mit der Talsperre Spremberg im Hintergrund
Mühlenwehr im Stadtgebiet von Spremberg
Informationstour im Sanierungsgebiet am Knappensee mit Anrainerkommunen
Senftenberg/Groß Särchen. Lohsaer Gemeinderäte und Mitarbeiter der Verwaltung sowie Stadträte und Bürgermeister aus Wittichenau fuhren kürzlich auf Informationstour mit der LMBV die Uferbereiche des Knappensees ab. Eingeladen dazu hatte die mit der Sanierung vom Freistaat Sachsen beauftragte Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft in persona von Karsten Handro, Abteilungsleiter Projektmanagementund Knappensee-Projektmanager Marko Walter.
„Pandemiebedingt konnten wir in den vergangenen Monaten keine großen, öffentlichen Veranstaltungen durchführen und haben uns entschlossen, dem Wunsch der Knappensee-Anrainer-Kommunen nachzukommen und in kleinem Rahmen eine Informationstour unter freiem Himmel anzubieten”, erklärte Karsten Handro den Anlass für die Befahrung. In knapp anderthalb Stunden fuhren die interessierten Räte gemeinsam mit den LMBV-Kollegen die Sanierungsabschnitte am Knappensee ab. „Natürlich ist das Setzungsfließereignis vom März ein großes Thema”, erklärte Marko Walter. „Hier werden wir im Frühjahr 2022 ein Sanierungskonzept vorliegen haben, das ein weiteres Vorgehen aufzeigt”, so der Projektmanager.
Die Räte überzeugten sich vor Ort vom Baufortschritt an allen anderen Sanierungsabschnitten des Knappensees und zeigten sich beeindruckt von der Technologie der wasserseitigen Verdichtung. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass weiter kontinuierlich am Sanierungsprozess gearbeitet werden müsse, um den Knappensee wieder in eine Nutzung überführen zu können. Wann dies geschieht, hängt von der Sanierung des im März entstandenen Rutschungskessels ab. „Da hat das Sächsische Oberbergamt das letzte Wort”, erklärte Karsten Handro.
Verdichtungsarbeiten mit amphibischer Technik
Projektmanager Marko Walter erläutert die anstehenden Arbeiten.
Sanierungsarbeiten am Ufer des Knappensees
Leipziger Mannschaft vertritt LMBV am 8. Firmen-Drachenboot-Cup
Leipzig. Am Samstag, den 11. September 2021, fand in Leipzig auf dem Elsterflutbett der 8. Firmen-Drachenboot-Cup statt. Organisiert wird der Wettstreit von den Kanuten der Sportgemeinschaft LVB an ihrem Domizil, dem Bootshaus im Schleußiger Weg. Die LMBV-Mannschaft mit 16 Männern und Frauen gab alles und schaffte mit Platz 14 bei 29 angetretenen Teams knapp eine Platzierung in der oberen Hälfte. Nach einem gemeinsamen Training am Donnerstag wurde es am Samstag gleich ernst. Nach zwei Rennen in der Vorrunde qualifizierte sich das LMBV-Team „Die Seenmacher“ als zweiter in seiner Gruppe für das Achtelfinale, unterlag allerdings der Konkurrenz vom Team der Commerzbank. Als letztes Rennen für das LMBV-Team ging es schließlich um die Platzierung für die Plätze 13, 14 und 15. In einem sehr knappen Ergebnis mit nur wenigen Zehntelsekunden Abstand erkämpften sich „Die Seenmacher“ den 14. Rang.
Erstmals ausgetragen wurde der Firmen-Drachenboot-Cup im Jahr 2013. Seitdem begrüßt die Sportgemeinschaft LVB, Abteilung Kanu jedes Jahr zahlreiche Unternehmen aus der Region in ihrem Bootshaus. Beim Drachenboot-Rennen geht es vor allem um die gemeinsame Anstrengung, Vorerfahrung oder umfangreiches Training sind nicht erforderlich. Lediglich eine gemeinsame Trainingseinheit ist nötig, um die wichtigsten Regeln und Anweisungen des Steuermanns zu kennen. Der Steuermann wird vom Sportverein gestellt und feuert die in seinem Boot paddelnde Mannschaft lautstark an. Aber Muskelkraft allein führt nicht zum Erfolg, es kommt auch auf Teamgeist und Rhythmusgefühl an. Damit gelang der Mannschaft des Leipziger LMBV-Standortes eine gute Platzierung. Herzlichen Glückwunsch!
Die Team-Kapitäne aller Mannschaften mit ihren Pokalen. Foto: SG LVB
Impressionen vom Drachenbootfahren
Abklatschen beider Teams nach dem Achtelfinale. Foto: SG LVB
Beim Training – für viele im Team der erste Kontakt mit einem Drachenboot. Foto: LMBV
“Die Seenmacher” nach der Zieldurchfahrt auf dem Rückweg zum Steg. Foto: SG LVB
Beim Training am Elsterflutbett. Foto: LMBV
Minister Guido Beermann auf Informationstour am Sedlitzer See
Senftenberg. Wie bereits 2020, nahm sich Guido Beermann auch in diesem Jahr Zeit, die Sanierungstätigkeit der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH bei einem persönlichen Besuch anzusehen. Der Brandenburger Minister für Infrastruktur und Landesplanung wurde am 9. September durch die Geschäftsführung der LMBV, Bernd Sablotny und Gunnar John, in Senftenberg begrüßt. Nach einem Einführungsvortrag durch Gunnar John folgte die Revierbefahrung, die diesmal in das Herz des Lausitzer Seenlandes führte: an den Sedlitzer See.
Bernd Sablotny erklärte ausgehend vom Auslaufbauwerk am See ausführlich die anstehenden und laufenden Sanierungsarbeiten. Schwerpunkt der Befahrung waren die Sicherungsmaßnahmen an der B169 und die künftige Sanierung der so genannten Brückenfeldkippe durch das Verfahren der schonenden Sprengverdichtung. Beide Technologien, die Sicherung der Bundesstraße und die Sanierung der Sedlitzer Kippe, wurden auf der Fahrt direkt vor Ort angesehen bzw. anhand von Kartenmaterial erklärt.
Die Befahrung endete am Hafen Großräschen mit dem Blick auf die Seebrücke und den einstigen Tagebau Meuro.
Erfolgreiche Inbetriebnahme der neuen Laugenleitung von Menteroda nach Wipperdorf
Bergbausanierer schafft modernes System um Reststoffe aus ehemaligem Kalibergwerk Volkenroda sicher und für umweltverträglich abzuleiten
Sondershausen/Menteroda. Am 7. September 2021 konnte an der
Steuerungswarte am Stapelbecken Menteroda eine neu errichtete
Laugenleitung der LMBV symbolisch in Betrieb gesetzt werden.
Umweltstaatssekretär Olaf Möller vom Freistaat Thüringen (TMUEN) war
Ehrengast bei dieser symbolischen Inbetriebnahme. Anwesend waren
weiterhin Siegfried Röver als Vertreter des Bundesministeriums der
Finanzen (BMF), Mario Suckert, Präsident des Thüringer Landesamtes für
Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN), und Jörg Bodenstein,
stellvertretender Leiter des Referats Bergbau, Strahlenschutz,
Altlastenmanagement im Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und
Naturschutz (TMUEN).
Der LMBV-Geschäftsführer Bernd Sablotny bezeichnete das vollendete
Bauprojekt in seiner Rede als „hochwertigen Umweltschutz“. Die
Laugenleitung sei eine wichtige Voraussetzung dafür, die
Hinterlassenschaften aus dem Betrieb des ehemaligen Kalibergwerks
Volkenroda geordnet, sicher und umweltverträglich ableiten zu können, so
der Geschäftsführer weiter. Staatssekretär Olaf Möller lobte in seinem
Grußwort, dass die LMBV „in weiser Voraussicht vor fast 10 Jahren mit
der Planung des Projekts begonnen“ hatte. Für ihn war es nach 30 Jahren,
als er die Grube Volkenroda ein erstes Mal besucht hatte, ein
„bewegender Moment“ wieder am Standort zu sein. Abschließend wünschte er
„Wasser marsch für die Leitung!“.
Der Bau der Laugenleitung war nötig geworden, als sich das Ende der
bisherigen Flutung durch untertägiges Einleiten von anfallenden
Haldenwässern abzeichnete. Rund 45 Millionen Tonnen Rückstände aus dem
ehemaligen Kalibergwerk Volkenroda lagern auf der im Ort Menteroda
gelegenen Halde. Diese Rückstände werden kontinuierlich durch
Niederschläge ausgelaugt. In der Folge treten salzhaltige Sickerwässer
aus der Halde aus, die nicht in die Umgebung oder die umgebenden
Gewässer eingeleitet werden dürfen. Nach mehr als 25 Jahren
Haldenbewirtschaftung, -überdeckung und -begrünung ist es in Menteroda
gelungen, die jährlich anfallenden Wässer auf ca. 100.000 Kubikmeter pro
Jahr zu reduzieren.
Bisher wurden die Haldensickerwässer in die Grube Volkenroda
eingeleitet. Eine Verbindung zum Grubenfeld ist nur noch über zwei
Tiefbohrungen mit einer Teufe von bis zu 1.055 Meter möglich, da die zum
Kalibergwerk gehörigen Schächte mittlerweile fachgerecht verwahrt
wurden. Bei einem definierten, gutachterlich festgelegten Niveau wird
die Einleitung von Haldensickerwässern und somit die Flutung des
ehemaligen Bergwerks eingestellt. Dieses Ende der Flutungsphase wird im
Laufe des Jahres 2022 erwartet. Die Grundlage dieser Abschätzung sind
unter anderem permanente Lösungsspiegelüberwachung über Drucksonden,
regelmäßige Lotungen, langjährige Messungen des Senkungsgeschehens und
die Registrierung und Wertung der seismischen Aktivität im Bereich des
Grubenfeldes.
Mit Beendigung der Flutung erfolgt nun die umweltgerechte Entsorgung
der langfristig weiterhin anfallenden Haldensickerwässer über das
zentrale Laugenstapelbecken Wipperdorf. Das dortige Becken hat ein
Volumen von rund 620.000 Kubikmetern und fasst auch die Sickerwässer
anderer Halden aus dem Kalirevier Südharz. Bescheidkonform werden die
Haldenabwässer dort unter Einhaltung der Überwachungswerte anschließend
in den Vorfluter Wipper abgeleitet.
Ende November 2018 hatte die LMBV die bergrechtliche Zulassung für
den Bau der 13,5 Kilometer langen Haldenabwasserleitung von Menteroda zu
jenem zentralen Laugenstapelbecken Wipperdorf erhalten. Damit fand eine
im Jahr 2014 begonnene Planungs- und Genehmigungsphase ihren Abschluss.
Seit 2019 liefen nun die Baumaßnahmen und wurden im Sommer 2021 und
damit rechtzeitig vor dem Ende der Flutung abgeschlossen.
Die Leitung wurde unter Beachtung denkmalpflegerischer, ökologischer
und bodenkundlicher Belange sowie vielen Beauflagungen Dritter verlegt.
Dabei erfolgte der Bau auf rund 12 Kilometern in offener Bauweise sowie
mittels neun Bohrungen beispielsweise unter der DB-Strecke Halle–Kassel
oder einem etwa 100 Meter hohen Geländesprung, der so genannten
Dün-Kante.
Die Leitung ist nach dem neuesten Stand der Technik errichtet und
mittels eines sehr hochwertigen Kunststoff-Medienrohres auf der
Gesamtlänge permanent leckageüberwacht. Selbst kleinste Beschädigungen
der dünnen Aluminium-Ummantelung werden somit unmittelbar vom System
erfasst, lokalisiert und die notwendigen Havariemaßnahmen zur
Verhinderung des Austritts von Lauge automatisch eingeleitet. Damit
wurde ein modernes System errichtet, um die zwangsläufig anfallenden
Reststoffe der ehemaligen Kaliindustrie sicher und umweltverträglich
handhaben zu können.
Visualisierung der neuen 13,5 Kilometer langen Laugenleitung von Menteroda nach Wipperdorf als rote Linie (Quelle: LMBV)
Impressionen von der Veranstaltung (Fotos: LMBV/Christian Bedeschinski)
Menteroda StapelbeckenBegrüßung an der SteuerungswarteWasser marsch für die Leitung an der StartknopfanlageBesichtigung der PumpanlageDie Inbetriebnahme der neuen Laugenrohrleitung am Standort Menteroda der LMBV-KSE. Foto: 2. September 2021.Jörg Bodenstein, Olaf Möller, Bernd Sablotny und Mario Suckert im GesprächAndré Schallau stellt das Projekt im Bergmannsverein Menteroda im Einzelnen vorMenteroda Rückstandshalde Laugenbecken
LMBV und Zweckverband LSB: Lüftungsschacht am Ilse Kanal als Hingucker gestaltet
Senftenberg. Vor einem Jahr rief der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg in Abstimmung mit der LMBV zu einem Wettbewerb zur Verschönerung des Lüftungsschachts am Ilse Kanal auf. Nun ist das Werk der freischaffenden Künstlerin Wenke Richter aus Senftenberg fertiggestellt.
Bei einem Pressetermin am 01.09.2021 vor Ort wurde die Gestaltung durch die Künstlerin W. Richter und Detlev Wurzler, Verbandsvorsteher des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Brandenburg, präsentiert. Passend zum Lausitzer Seenland wurde auf dem Lüftungsschacht des Ilse Kanals, der zwischen dem Großräschener See und dem Sedlitzer See liegt, das Thema Wasser in den Vordergrund gestellt.
Vom Radweg aus, der um den Großräschener See führt, ist das Motiv der Seebrücke Großräschen gut sichtbar. Für Bahnreisende, die vom Zug aus auf den Lüftungsschacht blicken, wurde die Darstellung des sich dahinter befindenden Überleiters Nr. 11 aufgegriffen. „Zwei Wochen hat die Gestaltung am Schacht gedauert. Zu kämpfen hatte ich vor allem mit dem teils sehr starken Wind, aber in der Natur am Kanal zu arbeiten, war eine tolle Erfahrung“ resümierte Wenke Richter.
Ein weiterer Lüftungsschacht am Ilse Kanal, auf der Seite des Sedlitzer Sees, soll im Frühjahr 2022 durch die Künstlerin gestaltet werden, verkündete Detlev Wurzler zum Abschluss der Veranstaltung. Die Kunstaktion schließt an ein Graffiti-Projekt des Zweckverbandes LSB und der Stadt Senftenberg vom Frühjahr 2021 an.
Bereits am Buchwalder Strand gestalteten die Künstlerinnen Wenke Richter und Stephanie Lüning, gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen im Rahmen eines mehrtägigen Workshop-Programms, ein Sanitärgebäude.
Als Ziel des Projektes galt es, kreative Ideen der Kinder und Jugendlichen zu fördern und ihnen gleichzeitig den Unterschied zwischen illegalen Farbschmierereien und legaler Graffiti-Kunst auf dafür freigegebenen Flächen zu verdeutlichen.
So soll gezielt präventiv vorgegangen werden, um Beschädigungen und Schmierereien an öffentlichen oder privaten Gebäuden in der Region zu verhindern. Vermehrt seit dem letzten Jahr kam und kommt es im Lausitzer Seenland zu Graffitibeschmierungen an touristischen Attraktionen, wie zum Beispiel an Aussichtstürmen, deren Beseitigung kostenaufwendig sei.