Knappensee: Sanierungsarbeiten laufen kontinuierlich – Planungen für Rutschungskessel in Vorbereitung

Senftenberg/Lohsa. Am 11. März 2022 jährt sich das Rutschungsereignis am Altbergbaugewässer Knappensee. An einem noch nicht komplett gesicherten Uferabschnitt waren rund 1 Mio. Kubikmeter gekippter Boden in Richtung See in Bewegung geraten. Gemeinsam mit den Sachverständigen für Geotechnik und dem Sächsischen Oberbergamt wurden in den zurückliegenden Monaten Sofortmaßnahmen zur Eindämmung der Folgen der Rutschung getroffen, die Ursachen der Rutschung analysiert und Mittelfristmaßnahmen zur Sicherung des vorhandenen Kippenkörpers geplant.

Inhalte dieser Maßnahmen war ein umfangreiches Monitoringprogramm zum weiteren Verhalten der Kippe, Porenwasserdrucküberwachungen zur Sicherung der umliegenden Bereiche (Straßen und Siedlung) und Schutzmaßnahmen in Form von BigBag-Verwallungen. Weiterhin wurde der Sperrbereich um den Rutschungskessel herum erweitert.

Gemäß Abstimmung mit dem Sächsischen Oberbergamt sind bis zum Ende des Frühjahrs 2022 geeignete Varianten zum Sanierungskonzept durch das planende Ingenieurbüro zu erarbeiten. Nach derzeitigem Erkenntnisstand wird das planende Büro die Sanierungskonzeption bis Ende April an das Haus der LMBV übergeben. Danach wird das SächsOBA nach der Erörterung der Varianten die Vorzugsvariante für die weitere Planung auswählen. Für das Jahr 2022 ist danach die weitere Ausarbeitung der Genehmigungsplanung vorgesehen.

Im Winterhalbjahr 21/22 gab es bisher keine größeren Abbrüche oder unplanmäßige Veränderungen. Im Bereich der rechtsgelagerten Steilböschung Bereich G-Süd entstanden natürlich durch Wind- und Welleneinwirkung regelmäßig kleinere Abbrüche der Steilwandbereiche. Diese Vorgänge sind bis zum Erreichen einer stabilen Ausgleichsneigung unkritisch.

Das SächsOBA hatte als Sofortmaßnahme den Bereich D-Ost (Ufer Groß Särchen) mittels Big BAGs schützen lassen. Die Schutzvorkehrungen bleiben bis zur vollständigen Sicherung des Rutschungskessels bestehen. Derzeit kann über den genauen Zeitpunkt der Aufhebung der Allgemeinverfügung auf Grund des ausstehenden Sanierungskonzeptes noch keine Aussage getroffen werden.

Auch für das Jahr 2022 und auch darüber hinaus gelten die Einschränkungen der Allgemeinverfügung, welche durch das SächsOBA erlassen wurden. Nach Fertigstellung der Bereiche und Übergabe der Abschlussberichte durch die Sachverständigen für Geotechnik entscheidet das SächsOBA über die Veränderung der Sperrzaunführung.

Parallel wurde nach Freigabe durch die Sachverständigen an den anderen Uferabschnitten weitergearbeitet. Für die Sanierungsabschnitte U (Maukendorf), A|B-Nord (B 96), D-West (Neubuchwalder Bucht), D-Mitte (Rutschenpark) und D-Ost (Groß Särchen/Koblenz) sind für das Jahr 2022 - wie ursprünglich vorgesehen - die Fertigstellungen geplant. Es sind noch bis Ende Frühjahr Arbeiten zur Leichten Rüttelverdichtung (LRV) und danach Profilierungen und der Wegebau des Rundweges geplant.

Wie auch vor Ort am Knappensee zu sehen war bzw. ist, wurden und werden die Arbeiten i.A. des SächsOBA und der LMBV auch während der Wintermonate fortgeführt. Die milde Witterung erlaubte auch ein durchgehendes Arbeiten auf dem Wasser.

Die Vorbereitungsarbeiten zur Nachnutzung gehen trotz der noch offenen Sanierungsplanung der Ostböschung ebenfalls weiter. So werden die Arbeiten zur Erschließung der Vereinsfläche im Bereich Z1 ab Ende März 2022 weitergeführt und Ende Juni 2022 abgeschlossen. Weiterhin erfolgt zurzeit die Erschließungsplanung im Abschnitt U, in welchem die Bungalowgemeinschaft e.V. „Knappensee Nordstrand“ Maukendorf ihren Sitz hat. Hier sollen ab Ende 2022 die Erschließungsarbeiten vor Ort beginnen.

Archivfotos vom Knappensee


Pump-Maßnahmen im Besucherbergwerk Wettelrode greifen

Sondershausen/Wettelrode. Nachdem wegen des stark erhöhten Wasserzutrittes im Röhrigschacht das Besucherbergwerk in Wettelrode gesperrt werden musste, kann die LMBV-Einsatzleitung ein erstes positives Signal vermelden. Das System der Notwasserhaltung greift und die Pegelstände im Grubengebäude beginnen zu sinken. Seit Freitagnacht sind neben den regulären drei Pumpen zwei weitere in Betrieb genommen worden, die insgesamt circa 250 m3 Wasser pro Stunde von der 1. Sohle des Röhrigschachtes in den 120 Meter höher gelegenen Segen-Gottes-Stollen heben. Dafür wurde eine weitere Steigleitung installiert.

Damit ist ein sukzessives Entfernen von Sandsäcken am Grundablass des Damms im Querschlag 1. Sohle sowie an der Dammkrone möglich geworden. „Dennoch müssen die Gegebenheiten vor Ort weiter beobachtet und kontrolliert werden, um bei Veränderungen jederzeit gezielt handeln zu können“, so Sebastian Tugendheim, LMBV-Einsatzleiter vor Ort.

Die Absicherung eines 24-Stunden-Betriebes vor Ort erfolgt aktuell durch Bergsicherung Wimmelburg, weitere Mitarbeiter der LMBV, des Unternehmens Schachtbau Nordhausen, Mitarbeiter des Besucherbergwerks sowie der Bergwacht Harz.

Gemeinsam mit Vertretern zuständiger Behörden, der Stadt Sangerhausen und des Museumsbetriebes Röhrigschacht informierte am 3. März 2022 Bernd Sablotny, Sprecher der LMBV-Geschäftsführung, über die aktuelle Situation im Besucherbergwerk Wettelrode. Wegen des stark erhöhten Wasserzutrittes im Röhrigschacht muss derzeit das Besucherbergwerk in Wettelrode geschlossen bleiben.

Bereits in der Vergangenheit hatte der Bergbau in der Region mit starken Wasserzuflüssen zu kämpfen. Diese führten letztlich zum Einstellen des Bergbaus im Sangerhäuser Revier.


Pump-Maßnahmen im Besucherbergwerk Wettelrode greifen: Pegelstände beginnen zu sinken

Sondershausen/Wettelrode. Nachdem wegen des stark erhöhten Wasserzutrittes im Röhrigschacht das Besucherbergwerk in Wettelrode gesperrt werden musste, kann die LMBV-Einsatzleitung ein erstes positives Signal vermelden. Das System der Notwasserhaltung greift und die Pegelstände im Grubengebäude beginnen zu sinken. Seit Freitagnacht sind neben den regulären drei Pumpen zwei weitere in Betrieb genommen worden, die insgesamt circa 250 m3 Wasser pro Stunde von der 1. Sohle des Röhrigschachtes in den 120 Meter höher gelegenen Segen-Gottes-Stollen heben. Dafür wurde eine weitere Steigleitung installiert.

Damit ist ein sukzessives Entfernen von Sandsäcken am Grundablass des Damms im Querschlag 1. Sohle sowie an der Dammkrone möglich geworden. „Dennoch müssen die Gegebenheiten vor Ort weiter beobachtet und kontrolliert werden, um bei Veränderungen jederzeit gezielt handeln zu können“, so Sebastian Tugendheim, LMBV-Einsatzleiter vor Ort.

Die Absicherung eines 24-Stunden-Betriebes vor Ort erfolgt aktuell durch Bergsicherung Wimmelburg, weitere Mitarbeiter der LMBV, des Unternehmens Schachtbau Nordhausen, Mitarbeiter des Besucherbergwerks sowie der Bergwacht Harz.

Gemeinsam mit Vertretern zuständiger Behörden, der Stadt Sangerhausen und des Museumsbetriebes Röhrigschacht informierte am 3. März 2022 Bernd Sablotny, Sprecher der LMBV-Geschäftsführung, über die aktuelle Situation im Besucherbergwerk Wettelrode. Wegen des stark erhöhten Wasserzutrittes im Röhrigschacht muss derzeit das Besucherbergwerk in Wettelrode geschlossen bleiben.

Bereits in der Vergangenheit hatte der Bergbau in der Region mit starken Wasserzuflüssen zu kämpfen. Diese führten letztlich zum Einstellen des Bergbaus im Sangerhäuser Revier.

Fotos: R. Haase/J. Findeisen


Sperrung des Besucherbergwerkes Wettelrode

Sondershausen/Wettelrode. Gemeinsam mit Vertretern zuständiger Behörden, der Stadt Sangerhausen und des Museumsbetriebes Röhrigschacht informierte am 3. März 2022 Bernd Sablotny, Sprecher der LMBV-Geschäftsführung, über die aktuelle Situation im Besucherbergwerk Wettelrode. Wegen des stark erhöhten Wasserzutrittes im Röhrigschacht muss derzeit das Besucherbergwerk in Wettelrode geschlossen bleiben. Zusätzlich eingebrachte Pumpen und Steigleitungen sollen den Wasserpegel im Grubengebäude stabilisieren.

„Oberstes Ziel ist, dass wir die gegenwärtige Situation beherrschen. Die nächsten Tage werden zeigen, ob die Maßnahmen der Notwasserhaltung greifen“, so LMBV-Geschäftsführer Bernd Sablotny. In den nächsten Tagen wird von der LMBV genau beobachtet, ob diese Maßnahmen der Notwasserhaltung greifen und sich die Situation entspannt. Über das weitere Vorgehen wird die LMBV informieren. Bereits in der Vergangenheit hatte der Bergbau in der Region mit starken Wasserzuflüssen zu kämpfen. Diese führten letztlich zum Einstellen des Bergbaus im Sangerhäuser Revier.

Seit dem 21. Februar 2022 strömt verstärkt Wasser in das Bergwerk ein. Mit circa 150 Kubikmeter Wasser pro Stunde wird derzeit die doppelte Wassermenge gegenüber dem Normalbetrieb über ein fest installiertes Pumpensystem von der 1. Sohle des Röhrigschachtes in den 120 Meter höher gelegenen Segen-Gottes-Stollen gehoben. Von dort aus erfolgt die Ableitung in den Helme-Zufluss Gonna. Weitere Pumpensysteme samt Steigleitung werden derzeit installiert, so dass die Pumpleistung auf eine Gesamtleistung von mindestens 220 Kubikmeter pro Stunde erhöht werden kann.

Das Unternehmen Schachtbau Nordhausen und die Bergsicherung Wimmelburg (LMBV) sind vor Ort im Einsatz und werden von den technischen Mitarbeitern des Museumsbetriebes unterstützt. Einsatzleiter vor Ort ist Sebastian Tugendheim (LMBV).

Bernd Sablotny (Sprecher der LMBV-Geschäftsführung) im Bereich des errichteten Damms im Querschlag zur 1. Sohle Röhrigschacht.

Über ein Pumpensystem werden derzeit circa 150 Kubikmeter pro Stunde von der 1. Sohle des Röhrigschachtes in den 120 Meter höher gelegenen Segen-Gottes-Stollen gehoben. (Bildquelle: R.Haase/J. Findeisen)


Presseeinladung: Zuströmendes Wasser im Röhrigschacht der LMBV

Bergbausanierer informiert über Sperrung des Besucherbergwerkes Wettelrode

Sondershausen/Wettelrode. Wegen des stark erhöhten Wasserzutrittes im Röhrigschacht der LMBV muss derzeit das Besucherbergwerk in Wettelrode geschlossen bleiben.

Über das weitere Vorgehen möchten wir Sie gern informieren:

am Donnerstag, den 3. März um 15 Uhr
im ErlebnisZentrum Bergbau Röhrigschacht
Lehde 17 in 06526 Sangerhausen.

Vor Ort stehen Ihnen Bernd Sablotny, Sprecher der Geschäftsführung und Ralph Haase, Bereichsleiter Kali-Spat-Erz zur Verfügung.

Wir bitten um Ihre Rückmeldung an jenny.findeisen@lmbv.de

Hintergrund: Mit circa 150 m³ Wasser pro Stunde wird derzeit die doppelte Wassermenge gegenüber dem Normalbetrieb über ein fest installiertes Pumpensystem vom betroffenen Röhrigschacht in den Segen-Gottes-Stolln befördert. Von dort aus erfolgt die Ableitung in den Helme-Zufluss Gonna. Weitere Pumpensysteme sollen installiert werden, da der Wasserpegel trotz der gegenwärtigen Wasserhaltungsmaßnahmen unverändert steigt.