SMKT-Tourismusfachleute mit der LMBV in der Lausitz unterwegs
Senftenberg/Dresden. Auf Einladung des Sprechers der Geschäftsführung der LMBV, Bernd Sablotny, waren am 22.07.2022 Tourismusfachleute aus dem Geschäftsbereich der Sächsischen Staatsministerin für Kultur und Tourismus (SMKT) bei der LMBV zu Gast. In Senftenberg wurden die Ministerialvertreter von Gerd Richter, Leiter des Sanierungsbereiches Lausitz, herzlich willkommen geheißen.
In einem Auftaktgespräch wurden dem Leiter der Tourismus-Abteilung bei der Sächsischen Staatsministerin für Kultur und Tourismus, Ministerialdirigent Frank Ortmann, die derzeitigen Herausforderungen der Bergbausanierer bei der Umsetzung der Wiedernutzbarmachungsverpflichtungen vorgestellt.
An dem Arbeitsgespräch beteiligten sich auch der Verbandsvorsteher des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Brandenburg, Detlef Wurzler, und der Geschäftsführer des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Sachsen, Daniel Just. Bei einer anschließenden Befahrung wurden den Tourismusexperten ausgewählte Sanierungsprojekte und Entwicklungsflächen vorgestellt.
Begleitet wurde der Abteilungsleiter aus dem SMKT von der Referatsleiterin Aline Fiedler, Referat 51 - Tourismuspolitik, Destinationsentwicklung, Kulturtouristische Vernetzung, sowie der Stellvertretenden Referatsleiterin Birgit Lohmann aus dem Referat 52 für Tourismuswirtschaft, Kur- und Erholungsorte, Touristische Infrastruktur und von Referent Christoph Henning.
Tourismusfachleute aus dem SMWK mit der LMBV in der Lausitz unterwegs
Fotos: LMBV/Uwe Steinhuber
Auftaktgespräch bei der LMBVTourismusfachleute aus dem SMWK folgen interessiert den Ausführungen von G. Richter
Zahlreiche Besucher nutzten den Baustellentag am Steinbachstollen
Sondershausen/Steinbach. Mehr als 120 Besucher waren der Einladung der LMBV an die Anrainer gefolgt und informierten sich am 16. Juli 2022 über das Bauvorhaben Auffahrung neuer Steinbachstollen. Hartmut Köhler (Projektmanager der LMBV) und Ralph Haase (LMBV-Bereichsleiter KSE) sowie Jens Schmidt (Planung und Bauoberleitung, Mitteldeutsche Montan GmbH) führten Anwohner, Pressevertreter und interessierte Bürger über das Gelände.
In kleinen Gruppen ging es zur Baustelle am bisherigen Stollenanschnitt und zum Mundloch des bisherigen, alten Stollens. Die Experten beantworteten zahlreiche Fragen und konnten Bedenken ausräumen: Das 1991 stillgelegte Bergwerk wird nach aktuellem Stand nicht wieder zum Abbau von Schwerspat geöffnet. Für den Lärmschutz wurde im Vorfeld ein Lärmschutz- und Erschütterungsgutachten erstellt, das während der gesamten Bauzeit überwacht wird. Des Weiteren wird die Radonbelastung für die Arbeiter vor Ort überwacht.
Interessierte Besucher betrachten die Planungsunterlagen für den neuen Steinbachstollen.
Häufig gefragt wurde nach der Notwendigkeit eines neuen Stollens. Bei regulären Kontrollen stellte die LMBV fest, dass im bestehenden Stollen Holz und Geröll aus der Grube aufgeschwemmt wurden. Es bestehe die Gefahr, dass der Stollen mit der Zeit verstopfen könnte, erläuterte Ralph Haase, Leiter des Sanierungsbereiches Kali-Spat-Erz. Warum die Grube nach ihrer Stilllegung nicht beräumt wurde, ist heute nicht mehr nachvollziehbar.
Die Auslage von Planungsunterlagen und auch historischen Rissen zum alten Stollen vermittelten den interessierten Besuchern weitere Einzelheiten.
Hintergrund zur Baumaßnahme:
Durch die Auffahrung eines neuen Stollens soll die dauerhafte Entwässerung der Grube Steinbach gewährleistet werden. Der Steinbachstollen und der neue Steinbachstollen befinden sich in Bad Liebenstein, Ortsteil Steinbach. Der neue Steinbachstollen wird annährend parallel zum Steinbachstollen aufgefahren. Die aus dem Steinbachstollen und dem neuen Steinbachstollen austretenden Grubenwässer werden wie bisher auch in den Vorfluter Grumbach abgeleitet. Die Länge des neuen Steinbachstollens beträgt ca. 1.210 Meter bei einem offenen Querschnitt von 12 Quadratmetern. Im Vergleich dazu beträgt die Länge des aktuell für die Grubenentwässerung genutzten Stollens ca. 1.090 Meter bei einem Querschnitt von sechs Quadratmetern. Die Bauzeit beträgt circa 24 Monate und wird voraussichtlich bis Mai 2024 andauern.
Impressionen vom Baustellentag Fotos: Anika Dollmeyer
Hartmut Köhler (Projektmanager LMBV) startet mit einer neuen Besuchergruppe.
Ralph Haase, Leiter des Sanierungsbereiches Kali-Spat-Erz der LMBV im Gespräch mit dem Thüringer Landtagsabgeordneten Marcus Malsch
Jens Schmidt (Mitteldeutsche Montan GmbH) beantwortete Fragen.
Zahlreiche Besucher machten den Baustellentag der LMBV zum Erfolg.
Jenny Findeisen, (Unternehmenskomm. LMBV) am Infostand für die Besucher.
Bundestagsabgeordnete Hannes Walter und Timo Schisanowski zu Gast bei der LMBV
Senftenberg/Großräschen. Auf Bitten der Bundestagsabgeordneten informierten sich MdB Hannes Walter und MdB Timo Schisanowski am 14. Juli 2022 bei der LMBV über den Stand der Bergbausanierung in der Lausitz. Dazu wurden die beiden Bundestagsabgeordneten und ihre Begleiter am Großräschener See vom Sprecher der Geschäftsführung der LMBV, Bernd Sablotny, begrüßt. In einem Einführungsgespräch wurde den Gästen die Vielfalt der künftigen Herausforderungen für die LMBV erläutert. Am Beispiel des fast fertigen Großräschener Sees und des noch in Sanierung befindlichen Sedlitzer Sees konnten sich die SPD-Politiker ein eigenes Bild von der Größe der Bergbaufolgeseen und der Komplexität der damit verbundenen Aufgaben machen. LMBV-Abteilungsleiter Michael Matthes ergänzte das Bild mit Fakten zu geplanten Sanierungsleistungen.
Hannes Walter vertritt als direkt gewählter Abgeordneter seit dem 26. September 2021 die Interessen der Bürgerinnen und Bürger des Wahlkreises Elbe-Elster – Oberspreewald-Lausitz II im Deutschen Bundestag. Nach dem Erlangen der Fachhochschulreife in Herzberg studierte er und schloss als Master of Science in Betriebswirtschaftslehre 2014 an der Technischen Universität Bergakademie Freiberg ab. Seitdem arbeitete er im Familienunternehmen Automobile Walter & Sohn in Massen.
Timo Schisanowski ist ebenfalls seit 2021 im Bundestag und stammt aus Hagen. Nach dem Abitur am Christian-Rohlfs-Gymnasium in Hagen-Haspe und seinem Zivildienst im St.-Josefs-Hospital in Hagen-Altenhagen nahm er ein Jura-Studium an der Ruhr-Universität Bochum und Fernuniversität Hagen auf. Der Wirtschaftsjurist war zuletzt Geschäftsstellenleiter der VBW Stiftung bei der VBW Bauen und Wohnen GmbH in Bochum.
Die Abgeordneten wurden von Dominic Hake, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Büro Walter, und Nadine Hönicke aus Senftenberg begleitet.
Großes Interesse am Baustelleninformationstag am Knappensee
Senftenberg/Groß Särchen. Zu einem Baustelleninformationstag am Knappensee hatten die LMBV und das Sächsische Oberbergamt (OBA) am 9. Juli 2022 geladen, um über die weiteren Schritte der Gefahrenabwehrmaßnahmen vor allem nach der Rutschung 2021 zu informieren.
Über 200 Interessierte, darunter zahlreiche Anwohner der umliegenden Ortschaften, besichtigten die Baustelle in Groß Särchen. An mehreren Stationen informierten die LMBV und das Sächsische Oberbergamt die Bürger, unterstützt durch die Gemeinde Lohsa, den Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen, die Firmen V&C Metzner, Ecosoil Ost GmbH und die Freiwillige Feuerwehr Groß Särchen.
Großes Interesse galt den zeitnahen Zielsetzungen, um die touristische Nutzung des Knappensees wieder aufleben zu lassen und den entstandenen Rutschungskessel an der Ostböschung zu sanieren.
Kai Oliver Dammer, Referent für Braunkohlenbergbau im OBA Sachsen, kündigte für 2027 eine Prüfung durch Sachverständige zur Teilnutzung des Knappensees an. Bereits für 2023 ist avisiert, Teile des Rundwegs von Groß Särchen bis Maukendorf freizugeben. Zudem gab die Gemeinde Lohsa bekannt, dass sie plant, die Brücke am Knappensee-Einlauf in Groß Särchen 2022 fertigzustellen. Ebenfalls 2022 soll am Groß Särchener Ufer die Erschließung des Vereinszentrums mit Zufahrt, Trinkwasser, Abwasser, Regenentwässerung, Parkplätzen, Straßenbeleuchtung und Ersatzpflanzungen geschaffen sein. Vereine können dann bereits ab 2023 bauen.
Über die Sanierungstechnologien der Rütteldruckverdichtung und leichten Rütteldruckverdichtung, die am Knappensee zum Einsatz kommen, informierte der verantwortliche Projektmanager der LMBV, Marko Walter. Der Rutschungskessel wird mit einem zweigeteilten Damm wasserseitig und landseitig geschlossen, an den Seiten stabilisiert und wieder verfüllt. „Der gesamte Einzugsbereich erstreckt sich auf 28 Hektar. Ende 2024 bzw. Anfang 2025 kann voraussichtlich mit dem Bau des Dammes begonnen werden. Die Gesamtmaßnahme dauert aus heutiger Sicht bis zum Ende dieses Jahrzehnts“, erläuterte Walter.
Fotos: LMBV/Steffen Rasche und Christian Horn
Baustelleninformationstag am Knappensee 2022Baustelleninformationstag am Knappensee 2022Baustelleninformationstag am Knappensee 2022
Einladung zum LMBV-Baustellentag am Steinbachstollen
Sondershausen/Steinbach. Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) lädt am 16. Juli 2022, von 10 bis 12 Uhr Anwohner, Pressevertreter und interessierte Bürger ein, sich über das Bauvorhaben Auffahrung neuer Steinbachstollen zu informieren. Gemeinsam mit den bauausführenden Unternehmen Schachtbau Nordhausen und Berg-sicherung Ilfeld erläutert das Unternehmen LMBV das Baugeschehen vor Ort und gibt Einblicke in den geplanten Bauablauf.
Hintergrund zur Baumaßnahme: Durch die Auffahrung eines neuen Stollens soll die dauerhafte Entwässerung der Grube Steinbach gewährleistet werden. Der Stein-bachstollen und der neue Steinbachstollen befinden sich in Bad Liebenstein, Ortsteil Steinbach.
Der neue Steinbachstollen wird annährend parallel zum Steinbachstollen aufgefahren. Die aus dem Steinbachstollen und dem neuen Steinbachstollen austretenden Gruben-wässer werden wie bisher auch in den Vorfluter Grumbach abgeleitet. Die Länge des neuen Steinbachstollens beträgt ca. 1.210 m bei einem offenen Quer-schnitt von 12 m². Im Vergleich dazu beträgt die Länge des aktuell für die Grubenent-wässerung genutzten Stollens ca. 1.090 m bei einem Querschnitt von 6 m². Die Bauzeit beträgt circa 24 Monate und wird voraussichtlich bis Mai 2024 andauern.
ACHTUNG: Die Baustellenzufahrt erfolgt über den Liebensteiner Weg. Die Parkmög-lichkeiten vor Ort sind eingeschränkt. Bitte folgen Sie den Hinweisen vor Ort. Festes Schuhwerk wird unbedingt empfohlen.
Steinbachstollen Bauvorbereitung
Moderne Rettungstechnik für ostsächsische Bergbaufolgeseen
Lohsa/Hoyerswerda. Das Baden an den ostsächsischen Bergbaufolgeseen Dreiweiberner See, Silbersee und Scheibe-See wird in diesem und den kommenden Sommern sicherer. Das ermöglichen so genannte Rescue-Water-Crafts, ein Trailer und Kalan sowie weitere Schutzausrüstung, die am Freitag, dem 1. Juli 2022, am Dreiweiberner See offiziell durch die LMBV und die Gemeinde Lohsa abgenommen und in Betrieb gegangen sind.
Die Anschaffung der Ausrüstungsgegenstände erfolgte über §4-Mittel des Freistaates Sachsen in Teilprojektträgerschaft der Gemeinde Lohsa. Gemeinsam mit dem DRK-Kreisverband Bautzen e.V., Wasserwacht Ortsgruppe Hoyerswerda, war der Maßnahmenantrag entsprechend der Forderung des Freistaates Sachsen, vertreten durch das Sächsische Oberbergamt, über die Kommune gestellt worden.
Hagen Aust, Vorsitzender der Hoyerswerdaer Wasserwacht, zeigte sich am Freitag sehr zufrieden mit der Ausrüstung. "Wir können mit dieser Rettungstechnik und den dazugehörigen Utensilien nun vor allem den Badebetrieb, aber auch den Sport- und Freizeitbootverkehr an den beliebten Badeseen in Sachen Sicherheit verbessern. Das ist für alle ein gutes Signal!"
Auch Thomas Leberecht, Bürgermeister der Gemeinde Lohsa, betonte, dass nun die Bergbaufolgeseen sicherer würden. Peter Mark, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Bautzen e.V. hob die gute Ausstattung hervor, da sie zeige, wie spannend Ehrenamt sein könne und warb für Nachwuchs bei Wasserwacht und Rettungsdienst.
Insgesamt kosteten die zwei Rescue-Water-Crafts mit Trailer, Kalan, Rettungsbrettern und Schutzausrüstung rund 100.000 Euro, die als Bruttofestbetrag durch den Freistaat Sachsen finanziert wurden.
Fotos: LMBV/Kathleen Hofmann-Mitzschke
Jens Kammann, DRK-Landesbeauftragter für RWC-Ausbildung, erläuterte Funktionsweise und Technik der Rettungsjets für die Wasserwacht Hoyerswerda.Jens Kammann, DRK-Landesbeauftragter für RWC-Ausbildung, bei einer Rettungsvorführung.Jens Kammann, DRK-Landesbeauftragter für RWC-Ausbildung, bei einer Rettungsvorführung.
Mitglieder des StuBA waren in der Region Mansfeld-Südharz unterwegs
Halle (Saale). Im Rahmen ihrer turnusmäßigen Junisitzung lud die Geschäftsstelle für die Braunkohlesanierung am 28. Juni 2022 die Länderbeauftragten aus Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zur jährlichen Revierbefahrung des Steuerungs- und Budgetausschusses für die Braunkohlesanierung (StuBA) ein. Der 32 Personen starken Gruppe gehörten die aus Senftenberg angereisten LMBV-Geschäftsführer Bernd Sablotny und Gunnar John sowie Planungschef Dirk Sonnen und Controlling-Leiter Christian Sander an.
Unter der Führung von Grit Uhlig, LMBV-Sanierungsbereichsleiterin Mitteldeutschland, startete die Exkursion in Halle an der Saale und führte entlang des Süßen Sees in Richtung Röblingen am See. Nach einem Spaziergang zum Altstandort Kupferhammer besichtigten die Exkursionsmitglieder eine von der LMBV 2019 in Betrieb gegangene Grundwasserreinigungsanlage westlich des Braunkohletagebaus Amsdorf.
Erläuterungen zur Grundwasser-Reinigungsanlage von Grit Uhlig.
Grit Uhlig berichtete von der Historie des 1869 in Betrieb gegangenen Schwelereistandortes und den ökologischen Altlasten in Boden und Grundwasser, die dazu führten, dass ab 1999 eine hydraulische Sicherung des Geländes durch die LMBV begann. Im Anschluss erhielten die Teilnehmer durch Eyk Hasselwander, Geschäftsführer der Gesellschaft für Umweltsanierungstechnologien mbH (G.U.T.), und seine Kollegen vielfältige Informationen zur genauen Funktionsweise der innovativen wetlandbasierten Anlage. Sie besteht aus einem ausgefeilten Vertikalfiltersystem. Ihm wird von einer Brunnengalerie aus 12 Förderbrunnen verunreinigtes Grundwasser zugeführt, welches nach Durchströmung mehrerer Filterschichten mit unterschiedlichen Tonfüllungen so gereinigt worden ist, dass es vor Ort reinfiltriert werden kann.
Es folgte die Begehung des Betriebsgeländes der ROMONTA GmbH im nahen Ortsteil Amsdorf des Seegebietes Mansfelder Land. In zwei Gruppen wurden sowohl der Tagebau Amsdorf vom Aussichtspunkt besichtigt, als auch die Funktionsweise der Montanwachsproduktion erklärt. Auch der zentrale Leitstand im Kraftwerksbereich wurde vorgestellt. Hierbei erfolgte ein reger Erfahrungsaustausch zwischen den Betriebsleitern Gerhard Schuster (Montanwachsfabrik/Veredlungsanlage) und Olaf Böhmer (Tagebau) und den StuBA-Mitgliedern.
Interesse erregte vor allem die Tatsache, dass das Tagebaurestloch mit einem Defizit von 200 Millionen Tonnen im Anschluss an die Auskohlung ab 2030 sukzessive verfüllt – also nicht geflutet – werden soll. Dabei werden bergbaufremde Massen für die Böschungsstabilisierung und -gestaltung im Endböschungssystem bergmännisch verbaut. Etwa 400 Arbeitnehmer und 30 Auszubildende arbeiten beim weltweit führenden und florierenden Unternehmen für die Herstellung von Rohmontanwachs, das am 2. Juli 2022 seinen 100. Geburtstag mit einem Tag der offenen Tür feiern wird.
Das aus der gewonnenen Braunkohle aufwändig extrahierte Montanwachs wird traditionell in Schuhcremes, Polituren, Schmierstoffen, Emulsionen zur Baustoffhydrophobierung, der Asphaltindustrie, im Gießereiwesen und in der Druckgussindustrie eingesetzt, wie ROMONTA-Geschäftsführerin Rena Eichhardt während einer abschließenden Präsentation erklärte. Für 2024 ist aktuell der Ausstieg aus der Kohleverstromung geplant, dafür wurden und werden bereits die Weichen für erneuerbare Energien und nicht fossile Energieträger, zum Beispiel einen 28 Hektar großen Solarpark am Tagebaurand, gestellt. Die Weiterentwicklung des Industriestandortes ist geplant, u. a. an der Südböschung, wo eine Recyclinganlage errichtet werden soll.
Im Vordergrund liegt die kompakte Grundwasserreinigungsanlage Kupferhammer, direkt dahinter liegen der Tagebau und das Betriebsgelände von ROMONTA.
Weitere informative Redebeiträge während der Busexkursion lieferten der stellvertretende Leiter der Geschäftsstelle, Steffen Reußner, zur Stadt Halle und der Bergbau-Referatsleiter Frank Ranneberg vom Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt zur GTS Grube Teutschenthal Sicherungs GmbH & Co. KG in der gleichnamigen Ortslage.
Hintergrund: Der Steuerungs- und Budgetausschuss für die Braunkohlesanierung (StuBA) ist das Entscheidungsgremium zur Umsetzung der Verwaltungsabkommen und zur Sicherung einer effizienten Durchführung der Braunkohlesanierung. Unter dem Vorsitz von Dr. Martin Hillebrecht von Liebenstein entscheiden und kontrollieren Bund und Länder die Sanierungsmaßnahmen. Die Arbeit dieses Ausschusses wird organisiert durch die in Berlin ansässige Bund-Länder-Geschäftsstelle für die Braunkohlesanierung (GS StuBA). Die Geschäftsstelle wird geführt von Dr. Gero von Daniels. Sie unterstützt den StuBA bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben vor allem durch die Vorbereitung und Durchführung der Sitzungen.
Impressionen der Befahrung:
Fotos: Anika Dollmeyer, Luftbild: C. Horn
Auf dem Weg zur Anlage in Kupferhammer
Besichtigung der wetlandbasierten Anlage.
Blick zum geruchsintensivem Wasser vor der Reinigung.
Ein Teil des Wassers ist mit Öl belastet, das zuerst abgesondert wird.
Fachaustausch zur Funktionsweise der Anlage.
Blick zu den Brunnen, die das Wasser filtern und zu denen, die es gereinigt zurückgeben.
Ankunft am Werksgelände von ROMONTA.
Vor der ROMONTA-Besichtigung.
137. Sitzung des StuBA am 30.06.2022