Bitte beachten Sie unsere Betriebsruhe vom 27.12.23 — 29.12.23
Senftenberg/Leipzig/Sondershausen. Bitte beachten Sie, dass entsprechend der tariflichen Regelungen Betriebsruhe vom 27.12.23 - 29.12.23 für die LMBV-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vereinbart ist.
In Havariefällen ist der Diensthabende der LMBV unter der bekannten Notfall-Nummer 01801 142 222 zu erreichen.
Die LMBV wünscht Ihnen ein schönes Weihnachtsfest, ruhige, besinnliche Stunden
im Familien- und Freundeskreis sowie für das neue Jahr 2024 Gesundheit, Glück und Erfolg.
Senftenberg | Leipzig. Im Lausitzer Revier können in 2023 durch die LMBV voraussichtlich bis zu 95 Mio. m³ Wasser für die Flutung und Nachsorge der Bergbaufolgeseen aus den Vorflutern gewonnen werden. Damit wird die Jahresmenge 2023 leicht über dem Durchschnitt der vergangenen 10 Jahre von rund 90 Mio. m³ liegen.
Hauptabnehmer und Schwerpunkte der Wassernutzungen in 2023 waren neben dem Bärwalder See (mit 29 Mio. m³) das Speicherbecken Lohsa II (mit 17 Mio. m³) sowie der Sedlitzer See (mit 25 Mio. m³). Die ausgeprägte sommerliche Niedrigwasserphase sowie die Einhaltung sanierungsbedingter Grenzwasserstände wirkten einer höheren Wassernutzung entgegen.
Neben den Entnahmen aus der Vorflut wurden auch in 2023 umfangreiche Rückleitungen aus den Lausitzer Bergbaufolgeseen in die Vorflut realisiert und damit die Abflüsse von Spree und Schwarzer Elster insbesondere in der sommerliche Niedrigwasserphase stabilisiert. Bis zum Jahresende werden sich die Rückleitungen auf etwa 70 Mio. m³ belaufen. Den Schwerpunkt bildete das Speicherbecken Lohsa II. Durch die sanierungsbedingte Absenkung des Wasserstandes um insgesamt mehr als 2 m wurden über den Sommer 2023 mehr als 27 Mio. m³ in die Spree abgeschlagen.
In Mitteldeutschland werden den Bergbaufolgeseen der LMBV bis zum Jahresende 2023 voraussichtlich rund 30 Mio. m³ Flutungswasser aus den Vorflutern zugeführt Diese Menge entspricht in etwa dem Mittelwert der vergangenen 10 Jahre. Der mit rund 15 Mio. m³ größte Anteil entfiel dabei auf den Zwenkauer See.
Die Rückleitungen werden sich in Mitteldeutschland 2023 auf insgesamt etwa 40 Mio. m³ summieren. Die mit rund 15 Mio. m³ größte Einzelmenge entfällt dabei auf den Cospudener See. Parallel zum Lausitzer Revier dienen die Rückleitungen in Mitteldeutschland im Wesentlichen der Sicherung von Ziel- bzw. Mindestabflüssen in der Vorflut.
Nach Einschätzung von Maik Ulrich, Leiter der Flutungszentrale der LMBV, „wird immer deutlicher, dass die Rolle der entstehenden Bergbaufolgeseen und Speicher hinsichtlich Ihrer Wirkung zur Stützung der Flussgebiete immer mehr an Bedeutung gewinnt.“
Fotos: LMBV-Luftbilder von Steffen Rasche und Christian Bedeschinski
Bärwalder See 2023
Neu gestaltetes Ufer am Geierswalder See 2023 – mit Wellenbrechern und Anlegesteg
Cospudener See 2023
Sedlitzer See 2023 mit Sedlitzer Bucht
Rückbau technischer Anlagen zum Filterbrunnenbetrieb am Zwenkauer See abgeschlossen
Leipzig/Zwenkau. Vom Aussichtspunkt Zitzschen bis zum Ortsrand Zwenkau (parallel zu Weg 19) wurden von Mitte September bis zur 51. Kalenderwoche 2023 noch vorhandene Energieverteilungsanlagen, die seinerzeit zur Versorgung der bergbaulichen Wasserhaltungen im Bereich des Tagebaus Zwenkau verwendet wurden, zurückgebaut bzw. demontiert und entsorgt. Betroffen waren eine 6-kV-Freileitung mit ca. 60 Masten auf einer Länge von insgesamt 4 Kilometern und technische Anlagen wie Elektroverteiler, Trafostation und Strossenschalter.
Finanziert wurde die Sanierungsmaßnahme über den § 2 des Verwaltungsabkommens Braunkohlesanierung. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 60.000 Euro netto. Auftragnehmer war der Baggerbetrieb Burkhardt GmbH aus Thonhausen. Das Ingenieurbüro Wolff aus Leipzig übernahm die örtliche Bauüberwachung, das Ingenieurbüro Knoblich aus Zschepplin die ökologische Baubegleitung.
Reste der technischen Anlagen
Fotos: LMBV/Michael Klemm
Demontage ehemaliger Energieverteilungsanlagen
Filmische Impressionen der LMBV zur Barbarafeier 2023
Senftenberg | Leipzig | Sonderhausen. Am Abend des 5. Dezember 2023 hatten filmische Impressionen der LMBV zur Barbarafeier 2023 ihre Premiere. Sie zeigen ausschnittsweise und beispielhaft Szenen aus der Wiedernutzbarmachungsarbeit der Bergbausanierer. Konzipiert von der LMBV-Unternehmenskommunikation, hat die FILMART Potsdam mit ihrem Geschäftsführer Christian Horn und mit Unterstützung der Agentur agreement diesen interessanten Jahresrückblick erstellt.
St. Barbara in Halle gehuldigt – LMBV-Barbarafeier 2023
Halle/Saale. Am 5. Dezember versammelten sich rund 400 Gäste in der Händelhalle in Halle (Saale) aus den drei Revieren der LMBV, so aus Mitteldeutschland, der Lausitz und dem Südharz, um gemeinsam die traditionelle Barbarafeier zu begehen. Ehrengast und Grußwortrednerin war in diesem Jahr die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz, Steffi Lemke, die aus Dessau stammt.
Die Bundesumweltministerin nahm die Barbarafeier zum Anlass, sich bei der LMBV und allen Beteiligten der Braunkohlesanierung in den Landkreisen und Kommunen sowie bei den Unternehmen zu bedanken. "Die Braunkohlesanierung kann ein Vorbild für den Strukturwandel sein. Ich denke insbesondere an den breiten Konsens bei den Akteuren im Bund, in den Ländern und vor Ort. Aus politischer und föderaler Perspektive ist vor allem die konstruktive Zusammenarbeit von Bund und Ländern in all den Jahren zu nennen.
Die Zusammenarbeit war nahezu geräuschlos und von einem breiten Konsens getragen, einem Verständnis für die besondere Bedeutung der Braunkohlesanierung in den betroffenen Regionen. Große Veränderungsprozesse können nur mit einem breiten, parteiübergreifenden Konsens über lange Jahre erfolgreich gestaltet werden." (Hier zur Rede von Bundesumweltministerin Steffi Lemke anlässlich der Barbarafeier der LMBV)
In seinem auf das zurückliegende Jahr ausgerichteten Sanierungsbericht betonte Bernd Sablotny, Sprecher der Geschäftsführung, dass sich die Zeiten auch für die LMBV geändert haben. Konnten in den beiden vorangegangenen Verwaltungsabkommen die von Bund und Ländern zur Verfügung gestellten Mittel fast vollständig ausgegeben werden, gelingt dies nur noch im Hinblick auf den veränderten Charakter der Sanierungs- und Verwahrarbeiten unter immer größeren Anstrengungen.
Jetzt rückt die Fertigstellung insbesondere der Seen, ihre Folgenutzung und die Beendigung der Bergaufsicht in den Vordergrund. Die damit verbundenen Aufgaben werden aufwändiger und kleinteiliger. Auch Daueraufgaben wie Grundwasserhaltungen und Eisenminderungsmaßnahmen gewinnen zunehmend an Bedeutung.
Die vorgegebenen Sanierungsziele im ersten Jahr des laufenden Verwaltungsabkommens Braunkohlesanierung von 2023 bis 2027 wurden dennoch weitestgehend erreicht. Im Jahr 2023 wird die LMBV Leistungen in einem Finanzierungsumfang insgesamt von circa 257 Millionen Euro erbracht haben.
In den Maßnahmen davon nach rechtlicher Verpflichtung, entsprechend § 2 des Verwaltungsabkommens, werden das circa 177 Millionen Euro, für die Maßnahmen gegen die Folgen des Grundwasserwiederanstiegs, entsprechend § 3 des Verwaltungsabkommens, circa 39 Millionen Euro und für die Maßnahmen zur Erhöhung des Folgenutzungsstandards in alleiniger Finanzierung durch das Land Brandenburg und den Freistaat Sachsen, entsprechend § 4 des Verwaltungsabkommens, circa 14 Millionen Euro sein.
Im Bereich Kali-Spat-Erz wird die LMBV bis zum Jahresende Verwahrungsleistungen in Höhe von 27 Millionen Euro realisiert haben. Dies alles konnte nur als Gemeinschaftswerk gelingen.
Mit der Würde eines Ehrenbergmannes wurde der bald aus dem Dienst ausscheidende Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, Werner Gatzer, der lange Jahre auch die Fachaufsicht über die LMBV geführt hatte, für sein Engagement um die Sicherung der Braunkohlesanierung seitens des Gesellschafters BMF geehrt.
Ebenso wurde der Referatsleiter im Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten, Frank Ranneberg, mit dem Arschledersprung und den Insignien eines Ehrenbergmannes für sein Engagement für die Bergbausanierung und Verwahrung gewürdigt.
Zum Ehrenbergmann geschlagen: Frank Ranneberg, Referatsleiter im Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten
Fotos: LMBV/Christian Kortüm
Grußwort durch Bundesumweltministerin Steffi Lemke
Kaufmännischer Geschäftsführer der LMBV, Gunnar John, begrüßt die geladenen Gäste
Sprecher der Geschäftsführung der LMBV, Bernd Sablotny, beim Sanierungsbericht
Bergmusikkorps Saxonia Freiberg
Impressionen aus den drei Revieren
Zeremonie für den Ehrenbergmann Werner Gatzer, Staatssekretär im BMF
Gemeinsames Singen des Steigerliedes mit Orchester-Begleitung