Tour der LMBV mit Seenluft24 durch die Tagebau-Restlochkette

Senftenberg. Im August 2025 ging Reporter Ralf Jußen von Seenluft24 der Frage nach, wie der Stand der Sanierung am zentralen Sedlitzer See der LMBV ist. Gemeinsam mit dem Sanierungsbereichsleiter Lausitz, Gerd Richter, ging der Regionalsender auf eine Befahrung, um die laufenden Arbeiten an und um die Restlochkette bei Senftenberg in Augenschein zu nehmen.

Dabei gab LMBV-Prokurist G. Richter Erläuterungen zum Bau des weitestgehend bereits fertigen Ableiters, zur schonenden Sprengverdichtung auf der Brückenfeldkippe bei Sedlitz, zur Totholzbergung auf dem See sowie zum Ausspiegeln mit den benachbarten Bergbaufolgeseen.

Ziel aller Arbeiten, auch der noch ausstehenden Ausstattung der verbindenden Überleiter zum Partwitzer See, zum Geierswalder See und Großräschener See ist die Fertigstellung und Nutzbarmachung des Sedlitzer Sees im Jahr 2026. Mit interessanten Drohnenaufnahmen bekommen Interessierte einen guten Überblick über den Stand der Sanierungsprojekte. (UST)

Hier die Links zu den Online-Filmbeiträgen von Seenluft24:

Dreh bei den Bohrarbeiten der TDE auf der Brückenfeldkippe
Fotos: LMBV | Dr. Uwe Steinhuber


LMBV spiegelt Wasserhöhe zwischen Sedlitzer und Großräschener See aus

Senftenberg. Am 18. August 2025 wurden weitere fünf Dammbalken am Ilse Kanal zwischen Sedlitzer und Großräschener See gezogen. Die noch im Kanal verbliebenen, tiefer liegenden sieben Dammbalken werden in den kommenden Wochen ebenfalls entnommen.

Damit gibt es keine wesentliche hydraulische Trennung mehr zwischen den beiden Bergbaufolgeseen in der Lausitz. Die Wasserhöhe beider Seen wird bei ca. 100,40 NHN (Normalhöhenull) liegen. Eine Schiffbarkeit des Ilse Kanals ist damit aber noch nicht gegeben. Dafür müssen erst formale Voraussetzungen geschaffen werden.

Anfang September werden auch die anderen zur so genannten Restlochkette gehörenden Seen ausgespiegelt sein: Der Geierswalder, der Partwitzer, der Sedlitzer und der Großräschener See sind geflutete, nebeneinander liegende ehemalige Braunkohlentagebaue, die auf einer Wasserhöhe schiffbar miteinander verbunden sein werden.

Mit einer Nutzung all dieser Seen im Verbund mit dem Senftenberger See rechnet die LMBV in der nächsten Saison. Dann werden insgesamt ca. 4000 Hektar Wasserfläche als Herz des Lausitzer Seenlands nutzbar sein. (Update v. 18.08.25 12.30 erfolgt | UST)


Delitzscher Elberitzbad: Auch teilweise Sicherung gegen ansteigendes Grundwasser erfolgt

Delitzsch. Das Freibad in Delitzsch wurde durch die Stadt Delitzsch in den letzten drei Jahren umfassend saniert und in  Teilen auch gegen die Folgen des Grundwasserwiederanstiegs nach Einstellung des Bergbaus gesichert. Finanziert wurde dieser  Teil der Sicherungsarbeiten über den § 3 des Verwaltungsabkommens Braunkohlesanierung.

Das im Juni 2025 wiedereröffnete Elberitzbad steht an einem historischen Badestandort aus dem 19. Jahrhundert. Damals badete man im Mühlteich der Elberitz-Mühle, der vom Lober gespeist wurde. Zwischen ca. 1965 und 1969 wurde ein Freibad errichtet, 1976 und 1982 erfolgte der Aufschluss der Braunkohletagebaue im Raum Delitzsch und das Grundwasser wurde weiträumig abgesenkt. Ertüchtigt wurde das Freibad erstmals in den 1990er Jahren. Von 2023 bis 2025 erfolgte dann ergänzend durch die LMBV die Sicherungsmaßnahme für die vom Grundwasserwiederanstieg betroffenen Objekte.

Das Freibad bestand aus einem multifunktionalen Umkleide- und Mehrzweckgebäude, einem Schwimmerbecken mit 50-m- bzw. 25-m-Sportbecken, einem Nichtschwimmerbecken mit Wasserrutsche, einem Filtergebäude mit Dosierungsraum, einem Chlorlager, einem Spülwasserbehälter und Filterräumen zur Enteisenung und Entmanganierung, einem separaten Technikkeller für das Schwimmerbecken, einem unterirdischen Pumpenraum für das Nichtschwimmerbecken sowie einem Brunnenschacht und einem Absetzschacht.

Direkt vom bergbaulich bedingten Grundwasserwiederanstieg betroffen waren die tiefergelegenen Teile des Freibades: Es drang Wasser in Technikkeller und Schachtanlagen ein, die Fliesen platzten im Schwimmbecken ab und die Anlage hob sich gegenüber dem Gelände an. Bei den betroffenen Bauwerken wurde als Vorzugsvariante der Einbau einer Schwerbetonschicht im Schwimmerbecken, die Abdichtung der Keller mit einer so genannten schwarzen Wanne und für die Schächte ein Abriss und Neubau ermittelt. Aus diesen Sicherungsmaßnahmen wurde der Finanzierungsbetrag abgeleitet.

Die restlichen nicht vom Grundwasserwiederanstieg betroffenen Bauwerke wie das Nichtschwimmerbecken sowie Umkleide- und Mehrzweckgebäude wurden von der Stadt Delitzsch saniert und umgestaltet. Darüber hinaus wurde neben dem Freibad zusätzlich eine Schwimmhalle errichtet. Aus diesem Grund führte die Stadt Delitzsch die gesamte Baumaßnahme ab der Ausführungsplanung in Eigenregie um, wobei der Eigenanteil 20 Prozent der Realisierungskosten betrug.

Infolge der Integration der ehemaligen Schachtanlagen in den Schwimmhallenneubau entfielen die Kosten für die Sicherungsmaßnahmen der Schachtanlagen von rund 50.000 Euro. Durch weitere Technologieanpassungen konnten die Gesamtkosten der Sicherungsmaßnahmen einschließlich Planungs- und Bauüberwachungsleistungen auf 625.000 Euro netto – gegenüber ursprünglich vereinbarten 740.000 Euro netto – reduziert werden. (Update v. 19.08.2025  | CH)

Neuer Schwimmbereich mit 25-m- und 50-m-Becken
Neuer Schwimmbereich mit 25-m- und 50-m-Becken

Fotos: LMBV/Annett Dittrich


Erneute Wegesperrung am Störmthaler Kanal ab 11. August 2025

Leipzig. Ab August 2025 werden am Störmthaler Kanal die ersten zwei Maßnahmen gemäß der Anordnung des Sächsischen Oberbergamtes (OBA) umgesetzt. Am oberen Querbauwerk und im Kanalabschnitt unter der Autobahnbrücke der A38 werden Stützkörper hergestellt, am oberen Querbauwerk in Verbindung mit Entspannungsbohrungen zum schnellen Abbau der Porenwasserüberdrücke.  

Für diese Arbeiten müssen die Wege entlang des Störmthaler Kanals ab dem 11. August 2025 erneut gesperrt werden, dann beidseitig des Kanals und mindestens bis Ende des Jahres 2025. Dies ist aufgrund des umfangreichen LKW-Verkehrs auf diesen Wegen notwendig. Die Umleitungen zum Bergbau-Technik-Park und in Richtung Güldengossa werden wieder ausgeschildert und ausgewiesen.


Die umfassenden Sicherungsmaßnahmen erfordern eine beidseitige Sperrung der Wege entlang des Störmthaler Kanals.
Die umfassenden Sicherungsmaßnahmen erfordern eine beidseitige Sperrung der Wege entlang des Störmthaler Kanals.

Stabilisierung und Sicherung

Am oberen Querbauwerk (zwischen Schleuse und Störmthaler See) wird hinter der bestehenden Spundwand ein Stützkörper aus Kies und Schotter aufgeschüttet und mit Wasserbausteinen angestützt. In diesen Stützkörper werden senkrecht 15 Entspannungsbohrungen hergestellt, das sind Säulen aus grobem Kies. Sollte im Versagensfall der Störmthaler Kanal leerlaufen, würde sich auf dem oberen Querbauwerk ein hoher Porenwasserüberdruck aufbauen, weil der Wasserstand im Störmthaler See unverändert bleibt. Die Entspannungsbohrungen dienen dazu, dass dieser Druck schnell und gezielt abgebaut werden kann.

Auch die Herstellung eines Stützkörpers im Bereich der Bundesautobahn 38 dient dem Schutz von Leben, Gesundheit und Sachgütern Beschäftigter oder Dritter gemäß der Anordnung des OBA. Hier wird der Stützkörper aus Kies in Verbindung mit Beton-LEGO-Steinen errichtet. Dieser erhöht den Druck auf den Boden des Kanals und dient der Stabilisierung der Böschungen im oben beschriebenen Versagensfall. Der Stützkörper wird auf einer Länge von rund 70 Metern die gesamte Kanalbreite ausfüllen. Um den Wasserdurchfluss zu gewährleisten, wird der Stützkörper am Grund des Kanals mit Rohrleitungen durchzogen.

Parallel zu den Baumaßnahmen werden das Schleusenbauwerk und die Autobahnbrücke messtechnisch überwacht. Es erfolgen Setzungs- und Schwingungsmessungen. Darüber hinaus wird eine umfangreiche Beweissicherung der Bauwerke und der angrenzenden Bereiche durchgeführt.

Parallel läuft die Arbeit an der Machbarkeitsstudie weiter. Sie soll darstellen, ob und mit welchem Aufwand der Störmthaler Kanal und die Schleuse saniert werden können, mit dem Ziel die Schiffbarkeit wiederherzustellen. Die Ergebnisse werden im 1. Halbjahr 2026 vorliegen.


Einweihung der neuen Endhaltestelle der Meuselwitzer Kohlebahn

Regis-Breitingen. Der Neubau der Endhaltestelle der Meuselwitzer Kohlebahn ist fertig. Der Verein Kohlebahnen e. V. und die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) luden daher am 31. Juli 2025 nach Regis-Breitingen ein, um die neue Haltestelle zu begutachten.

Vereinsvorsitzender Dr. Karsten Waldenburger begrüßte zu diesem Anlass Gäste aus Ministerien, Ämtern sowie der beteiligten Baufirmen und warf gemeinsam mit ihnen einen Blick auf die Arbeit der letzten Jahre. Die Vorbereitungen waren langwierig, Grundstücksfragen mussten geklärt und Fördermittel beantragt werden. Im Mai 2023 begann der Neubau der Endhaltestelle in Regis-Breitingen. Zuvor bestand die Endhaltestelle der Traditionsbahn aus nur einem Gleis und einem nicht barrierefreien und zu kurzen Bahnsteig. Auch die Möglichkeit, die Lokomotive für die Rückfahrt an die Spitze des Zuges umzusetzen, bestand bisher nicht. In den letzten zwei Jahren wurden Gleise und Weichen neu verlegt, ein neuer Bahnsteig mit historischer Überdachung sowie Parkplätze und Fahrradabstellmöglichkeiten geschaffen.

Mike Reichel, Projektmanager bei der LMBV, informierte die Gäste über die Eckdaten und Kosten des Projektes. Exakt vor sieben Jahren, am 31.07.2018, bestätigte das Sächsische Oberbergamt (OBA) die Einordnung der Maßnahme in den § 4 des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung und erteilte kurz darauf den ersten Zuwendungsbescheid an die LMBV. Im Juli 2019 wurde die Finanzierungs- und Übernahmevereinbarung zwischen LMBV und Verein unterzeichnet, denn die Maßnahme erfolgte in Teilprojektträgerschaft (Eigenregie). Nach vier Jahren der Planung und Genehmigung konnte der Verein im Mai 2023 den Auftrag für den Bau der neuen Endhaltestelle erteilen.

Mike Reichel (LMBV) und Dr. Karsten Waldenburger (Kohlebahnverein) informierten die Gäste zu der realisierten Baumaßnahme.
Mike Reichel (LMBV) und Dr. Karsten Waldenburger (Kohlebahnverein) informierten die Gäste zur realisierten Baumaßnahme.

Finanziert wurde die Baumaßnahme im Rahmen des Paragrafen 4 des Verwaltungsabkommens Braunkohlesanierung mit Landesmitteln des Freistaates Sachsen. Der übernahm 992.000 Euro der insgesamt rund 1,17 Millionen Euro Gesamtkosten, die verbleibenden 175.000 Euro hat der Verein Kohlebahnen e. V.  getragen. Die LMBV hat als Projektträgerin des Freistaates Sachsen an der Planung und Umsetzung des Projektes mitgewirkt.

Im Anschluss an die Redebeiträge hatten die Gäste die Gelegenheit, eine kleine Ausfahrt mit der traditionsreichen Schmalspurbahn in Richtung Westernstadt Haselbach zu unternehmen – die erste Fahrt vom neuen Gleis aus. Nach einem kurzen Aufenthalt und einer Verköstigung ging es wieder zurück nach Regis-Breitingen.

Hintergrund:

Die Meuselwitzer Kohlebahn verbindet seit vielen Jahren die Städte Meuselwitz im Altenburger Land (Thüringen) und Regis-Breitingen im Landkreis Leipzig (Sachsen) und wird seit 1998 ehrenamtlich vom Verein Kohlebahnen e.V. betrieben. Sie verkehrt auf insgesamt 15 Kilometern Schienenlänge und gehört zu den wenigen Schmalspurbahnen in Deutschland.

Die Meuselwitzer Kohlebahn verbindet nicht nur Meuselwitz und Regis-Breitingen, sondern auch die Vergangenheit und die Zukunft. Wo früher Braunkohle zu Brikettfabriken und Kraftwerken transportiert wurde, könnte sie morgen Teil des Nahverkehrs sein. So sind zumindest die Pläne des Kohlenbahnen e. V.

Impressionen von der Veranstaltung von Christian Kortüm für die LMBV


Erster Spatenstich für das Projekt KANU am Ufer des Sedlitzer Sees erfolgt

Senftenberg / OT Sedlitz. Die Flutung des Sedlitzer Sees befindet sich in der finalen Phase – ab dem Jahr 2026 soll der größte See im Lausitzer Seenland der öffentlichen Nutzung zur Verfügung stehen. Daran glauben nicht nur die Mitglieder des Sedlitzer Wassersportvereins, sondern auch die Vertreter des Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg als auch des Bergbausanierers LMBV.

Um die touristische Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit dieser besonderen Destination langfristig zu sichern, ist auch der Aufbau und Ausbau einer touristischen Infrastruktur von zentraler Bedeutung. Das betrifft unter anderem den ca. 25 Hektar großen Entwicklungsstandort „Sedlitzer Bucht“. Mit dem Baustart für ein Multifunktionsgebäude (KANU Sedlitz) an der Marina Sedlitz durch den Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg (ZV LSB) wird nun in diesem Bereich ein weiterer Meilenstein gesetzt.  

Dazu erfolgte an der Sedlitzer Bucht im Ortsteil Sedlitz am 23. Juli 2025 der erste Spatenstich. Um das geplante Projekt erfolgreich umsetzen zu können, werden Mittel aus dem Investitionsgesetz Kohleregion zur Verfügung gestellt. Dazu übergab Kathrin Schneider, Ministerin und Chefin der Staatskanzlei des Landes Brandenburg, einen entsprechenden Bewilligungsbescheid der ILB in Höhe von etwa 4,4 Mio. Euro.

Verbandsvorsteher Detlef Wurzler bedankte sich bei der Landesregierung, beim Landkreis OSL, der Stadt Senftenberg sowie der LMBV für die bisherige Unterstützung. Gerd Richter betonte für den Bergbausanierer, dass der Sedlitzer See derzeit Sanierungsschwerpunkt ist und voraussichtlich 2026 schiffbar erklärt werden kann. Dann folgt parallel noch die Ausstattung der Überleiter, um künftig den Verbund der fünf Seen bei Senftenberg schiffbar zu machen. (UST)

Erster Spatenstich des ZV LSB für das Projekt KANU am Ufer des Sedlitzer Sees erfolgt.
Fotos: LMBV | Dr. Uwe Steinhuber


Machbarkeitsstudie erkundet Potential des neuen Steinbachstollens zur Wärmegewinnung

Sondershausen/Steinbach. Inwiefern Wasser und Luft aus dem neuen Steinbachstollen für ein Nahwärmenetz im Thüringer Bergdorf Steinbach genutzt werden kann, soll eine Machbarkeitsstudie untersuchen. Gemeinsam mit dem Beigeordneten der Stadt Bad Liebenstein, Silvio Göring, informierte am 18. Juni, Markus Malsch, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum, über die Idee und den positiven Fördermittelbescheid für eine Machbarkeitsstudie. Ralph Haase, LMBV-Bereichsleiter Kali-Spat-Erz, erläuterte vor Ort den mit der Studie betrauten Fachleuten der EnergieWerkStadt die Gegebenheiten des neuen Steinbachstollens. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten wird die Bergbausaniererin LMBV das Vorhaben unterstützen.

Hintergrund:
Durch das Auffahren eines neuen Stollens soll die dauerhafte und sichere Entwässerung der Grube Steinbach gewährleistet werden. Der neue Steinbachstollen wird annährend parallel zum Steinbachstollen aufgefahren. Die aus dem Steinbachstollen und dem neuen Steinbachstollen austretenden Grubenwässer werden wie bisher auch in den Vorfluter Grumbach abgeleitet.

Die Länge des neuen Steinbachstollens beträgt ca. 1.210 Meter bei einem offenen Querschnitt von 12 m². Im Vergleich dazu beträgt die Länge des aktuell für die Grubenentwässerung genutzten Stollens ca. 1.090 Meter bei einem Querschnitt von 6 m². Mit einem offiziellen Stollenanschlag wurde im Thüringer Bergdorf Steinbach am 29. September 2022 symbolisch der Startschuss für den Bau eines neuen Entwässerungsstollens gegeben. Für die Dauer seiner Bauzeit trägt der Stollen den Namen seiner Patin – Anke-Stollen.

Fotos: Hartmut Köhler und Christian Horn 


Arbeitsbesuch des Präsidenten der Landesdirektion Sachsen bei der LMBV in der Lausitz

Senftenberg. Der Präsident der Landesdirektion Sachsen (LDS) Béla Bélafi und weitere Mitarbeiter der LDS besuchten am 16. Juli 2025 die LMBV in der Lausitz. Dabei wurden der Präsident und seine Mitarbeiter von den beiden Geschäftsführern Bernd Sablotny und Torsten Safarik herzlich am Sitz des Unternehmens begrüßt.

Nach einem Einführungsgespräch nutzte die Geschäftsführung der LMBV die Gelegenheit, den Präsidenten und seine Mitarbeiter bei einer Jeep-Tour über die Arbeiten der Bergbausanierer im Lausitzer Revier zu informieren. Der LDS-Chef konnte sich dabei vom vielfältigen Landschaftswandel und den noch bestehenden Herausforderungen an den Bergbaufolgeseen im entstehenden Lausitzer Seenland selbst überzeugen.

Die Befahrung wurde vom zuständigen LMBV-Sanierungsbereichsleiter Lausitz Gerd Richter geleitet, der seinerseits von der Fachreferentin Corinna Hampe unterstützt und vom Pressesprecher Dr. Uwe Steinhuber begleitet wurde. Auf der Seen-Runde standen nach den jüngsten Schifffahrtserklärungen auf der Brandenburger Seite u. a. auch für den Partwitzer und Geierswalder See die Rückkopplungen für Sachsen und die künftigen Funktionen der verschiedenen Überleiter, die nötigen Austonnungen aber auch das geplante Hafenprojekt am Partwitzer See im Mittelpunkt des Austausches. Hierzu brachte sich auch die Bürgermeisterin von Elsterheide, Antje Gasterstädt, in die Diskussion ein. 

Beim Einsatz des Wasserbehandlungsschiffes „Klara“ wurden die Aufgaben bei der Güteentwicklung der künstlichen Bergbaufolgeseen dargestellt. Auch der Sanierungsstützpunkt am Sedlitzer See und der künftige See-Ableiter wurden besichtigt.

Für alle Beteiligten war dies ein nützlicher Informationsaustausch zu den verschiedensten Vorhaben. Der LDS-Präsident wurden von Fachleuten von den Dienststellen Dresden und Leipzig begleitet, darunter waren der Referatsleiter für Bergbau, Bergbaufolgen, Grundwasser Dominik Oberhettinger und die beiden Sachgebietsleiterinnen im Referat 47 Uschi Muschol sowie Dr. Verena Maleska. 

„Es ist beeindruckend zu sehen, mit wie viel Erfolg und Herzblut der Wandel in der Lausitz vorangetrieben wird. Hier wird angepackt und etwas für die Region geschaffen. Es ist eine Aufgabe, die Generationen überdauert, doch bereits jetzt trägt sie Früchte, wenn ich z. B. an den Bärwalder See oder Partwitzer See denke. Als Landesdirektion stehen wir hier an der Seite des Unternehmens und der Kommunen vor Ort, um gemeinsam im Team voranzukommen – für die Menschen und die Natur. Solche Termine vor Ort sind
ideal, um die weiteren Vorhaben zu besprechen und Unklarheiten frühzeitig auszuräumen. Entscheidungen allein vom Schreibtisch aus sind nicht immer zielführend. Der Vor-Ort-Termin war bestens organisiert und aufschlussreich“, so LDS-Präsident Béla Bélafi, der betonte, wie wichtig die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten für den Erfolg des Lausitzer Strukturwandels ist. (mit LDS v. 18.07.25 ergänzt | UST)

Präsident der Landesdirektion Sachsen Béla Bélafi mit Mitarbeitern sowie der BM A. Gasterstädt bei der LMBV an der Anlegestelle des Wasserbehandlungsschiffes "Klara" am Partwitzer See
Fotos: LMBV | Dr. Uwe Steinhuber


Bärwalder See: Weiterer touristischer Aspekt mit ARCHE am größten See Sachsens

Klitten. Die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch hat am 9. Juli 2025 das Restaurant „Arche“ am Ufer des Bärwalder Sees in Klitten im Landkreis Görlitz besucht. Der Betrieb des als Schiff gestalteten Restaurants startete vor knapp einem Jahr zunächst mit einem Kaffee- und Kuchenangebot und das Restaurant selbst öffnete im Spätsommer 2024 seine Türen.

Seit der Eröffnung im letzten Jahr hat sich das Restaurant ‚Arche‘ zu einem beliebten Anziehungspunkt am Bärwalder See entwickelt. Es steht beispielhaft für die erfolgreiche Verbindung von touristischer Entwicklung und regionaler Wertschöpfung hier in der Strukturwandelregion im Lausitzer Seenland. Mein Dank gilt der Familie Mücke und seinem gesamten Team, dass sie neben dem Skan-Park mit diesem kulinarischen Angebot einen weiteren touristischen Höhepunkt am größten See Sachsens geschaffen haben“, so Sachsens Tourismusministerin Barbara Klepsch.

Der Zittauer Kieferorthopäde Giesbert Mücke hat mit seiner Familie in den letzten Jahren sehr viel zur Entwicklung der touristischen Infrastruktur am Bergbaufolgesee beigetragen. So ließ er zuerst den Skan-Park errichten, welcher im April 2003 eröffnet wurde und der sich direkt neben dem Restaurant „Arche“ befindet. Die Häuser wurden nach skandinavischem Vorbild in Holzständerbauweise errichtet. Es gibt acht Ferienhäuser und sechs Tiny Houses sowie ein Gemeinschaftshaus für Events. Zudem erwartet die Gäste eine holzbefeuerte Sauna mit einem Hot Tub, Sonnenliegen für Ruhepausen und weitere Freizeitangebote im Außenbereich für Groß und Klein.

Das Restaurant „Arche“ wird vom Dresdner Küchenchef Axel Göber geführt. Im Gastraum befinden sich 80 Plätze. Im Obergeschoss gibt es außerdem vier Ferienwohnungen. Die Stromversorgung erfolgt durch die eigene Photovoltaikanlage. Die Energie für das Kühlhaus und die Heizung laufen über ein Rückgewinnungssystem. Giesbert Mücke erhielt für sein Engagement am Bärwalder See 2023 eine Auszeichnung als einer von „Sachsens Tourismushelden“. Der Skan-Park trägt das Prädikat „Familienfreundlich im Lausitzer Seenland“.

Der Bärwalder See der LMBV entstand bis 2009 durch Flutung des ehemaligen Braunkohletagebaus Bärwalde und ist laut Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus „nun einer der beliebtesten Badeseen in Sachsen“. Er ist Sachsens größter Binnensee mit 1.299 Hektar und 58 Meter Tiefe. Der asphaltierte Seerundweg bietet auf 21 km für Radfahrer, Skater und Läufer tolle Ausblicke. Es gibt Möglichkeiten am See für Motor- und Elektrobootfahren, Segeln, Paddeln, Rudern, Kanu, Kajak, Stand Up Paddle Board, Angeln und Fahrgastschifffahrt sowie Wind-, Foil- und Kitesurfen. Außerdem gibt es Badestrände in Boxberg, Uhyst und Klitten. Der See hat eine ausgezeichnete Badewasserqualität. Quelle: PM des SMKT v. 09.07.2025 mit LMBV  (UST)

Das Lausitzer Seenland entwickelt sich positiv weiter.
Boxberger Ufer vor Kraftwerkskulisse - LMBV-Luftbild vom Bärwalder See | 2024


Arbeitsbesuch des Brandenburger Infrastrukturministers bei der LMBV

Senftenberg. Am 9. Juli 2025 waren Minister Detlef Tabbert und Staatssekretärin Dr. Ina Bartmann vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg (MIL) zu Gast bei der LMBV in der Lausitz. Sie wurden herzlich von den Geschäftsführern Bernd Sablotny und Torsten Safarik am Sitz des Unternehmens begrüßt. Die Geschäftsführung nutzte die Gelegenheit, aktuelle Herausforderungen in der Bergbausanierung vorzustellen.

Die LMBV dankte dem Minister und seinen Mitarbeitenden insbesondere für die kürzlich erfolgte rechtliche Schiffbarmachung des Großräschener Sees. Im Mittelpunkt des Austausches standen u. a. die noch zu leistenden Arbeiten in der Restlochkette.

Gemeinsam wurden im Anschluss die Baustelle des Ableiters Sedlitz, das Brückenfeld Sedlitz und der Überleiter 11 im Geländewagen befahren. Den Abschluss bildete ein Info-Halt am kürzlich für die Schifffahrt freigegebenen Großräschener See. Minister Tabbert hatte bereits an anderer Stelle betont: „Als gebürtiger Brandenburger und langjähriger Bürgermeister weiß ich, wie sehr sich Investitionen in die Infrastruktur lohnen und wie wichtig diese für die Menschen vor Ort sind.“  

Die MIL-Hausspitze wurde von Heidrun Lochmann von der GL4 und der persönlichen Referentin des Ministers Nadja Gnauck begleitet. (UST)

MIL-Hausspitze mit der LMBV-Geschäftsführung und Begleitern am Sedlitzer See.
Fotos: LMBV