Meilenstein für die zukünftige Überdeckung der Kalirückstandshalde Bischofferode erreicht: Zulassung zum Rahmenbetriebsplan vom TLUBN erhalten

Erfurt/Sondershausen. Anlässlich des Jahresgespräches zwischen der LMBV und dem Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) wurde dem Sprecher der LMBV-Geschäftsführung Bernd Sablotny und dem zuständigen Bereichsleiter Ralph Haase durch den Präsidenten des  TLUBN Mario Suckert sowie dem Leiter der Abteilung 8 „Bergbau und Geologie“ Dr. Lutz Katzschmann am 26.10.2023 die Zulassung zum Rahmenbetriebsplan für die Überdeckung der Kalirückstandshalde in Bischofferode überreicht.

„Damit ist ein weiterer Meilenstein für die zukünftige Überdeckung dieser Kalirückstandshalde der LMBV und der damit verbundenen Reduzierung salzhaltiger Haldenwässer gegeben“, so der Ralph Haase, KSE-Sanierungsbereichsleiter. Weitere Untersetzungen zum Rahmenbetriebsplan müssen nun in Form von Sonderbetriebsplänen durch den Sanierungsbereich Kali-Spat-Erz angegangen werden. „Nächste Herausforderung für die Bergbausanierer ist die Schaffung einer sicheren Zufahrt auf das Haldenplateau,“ so R. Haase


Reguläre Saigenwartung im Entwässerungsstollen Altenberg geplant

Sondershausen/Altenberg. Für die kommenden Wintermonate ist im Entwässerungsstollen Altenberg eine reguläre Saigenwartung vorgesehen. Bereits Anfang November beginnen am Stollenmundloch vorbereitende Maßnahmen zur Baustelleneinrichtung. Die Wartung des Wasserabflussgrabens soll Mitte November beginnen und wird voraussichtlich bis Ende Januar 2024 andauern.

Der Entwässerungsstollen Altenberg (auch Bielastollen genannt) führt die Grubenwässer aus dem Einzugsgebiet der ehemaligen Zinnerzgrube Altenberg auf deren tiefstes Sohlenniveau sowie die weiteren, über den 3.925 Meter langen Stollenverlauf zusitzenden Bergwässer in durchgehend freiem Gefälle bis zur Einleitung in die Vorflut, im Tal der Kleinen Biela, ab.

Die Sohle des Entwässerungsstollens ist mit einer durchgehenden Befestigung aus Betonfertigelementen und mittig  angelegten Beton-Saigenelementen ausgerüstet. Die Wasserableitung des Entwässerungsstollens wurde 2014 in Betrieb genommen. Die letzte reguläre Saigenwartung fand 2019 statt.


Großes Interesse beim Baustellen-Infotag am Steinbachstollen

Sondershausen/Steinbach. Mehr als 180 Besucher waren der Einladung der LMBV an die Anrainer gefolgt und informierten sich am 16. September 2023 über das aktuelle Baugeschehen am neuen Steinbachstollen.

Nach einer Besichtigungstour über die Baustelle konnten die zahlreichen Interessierten ihre Fragen den Kollegen vor Ort stellen. Ein Film informierte über die Arbeiten im Stollen. Bislang wurden 360 Meter des neuen Stollens aufgefahren.

Aufgrund der schwierigen geologischen Randbedingungen wurde das Auffahren des Stollens zunächst erschwert. Mit einer Fertigstellung des neuen Steinbachstollens wird deshalb Ende 2024 gerechnet.

Durch das Auffahren eines neuen Stollens soll die dauerhafte Entwässerung der Grube Steinbach gewährleistet werden. Der alte Steinbachstollen kann diese Funktion nicht dauerhaft gewährleisten.

Der LMBV ist bewusst, dass die Arbeiten zu Beeinträchtigungen führen können und bittet dafür um Verständnis. Bereits in der Vergangenheit hat die LMBV nach Möglichkeiten gesucht, die Beeinträchtigungen für Anwohner so gering wie möglich zu halten bzw. zu minimieren. Um dies zu erreichen wurde beispielsweise ein Lärmschutzwall errichtet.

Bei weiteren Fragen und Hinweisen können sich Anwohner gern direkt an die LMBV unter info@lmbv.de wenden.

Impressionen vom Baustellentag
Fotos: Christian Kortüm


Baustellentag am neuen Steinbachstollen am 16. September von 10 — 12 Uhr

Sondershausen/Steinbach. Über das aktuelle Baugeschehen am neuen Steinbachstollen informieren am 16. September, von 10 bis 12 Uhr, der Sanierungsträger LMBV und die bauausführenden Unternehmen Schachtbau Nordhausen und Bergsicherung Ilfeld. Während einer Führung über das Baustellen-Gelände erhalten Anwohner und Interessierte einen Einblick in das aktuelle Baugeschehen und haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Ein Film informiert vor Ort über die Arbeiten im Stollen und erklärt die verschiedenen Arbeitsphasen des Stollenvortriebs. Des Weiteren können verschiedene Baumaschinen besichtigt werden.

Bitte beachten Sie, dass aus Sicherheitsgründen der neu aufgefahrene Stollen selbst nicht betreten werden darf. Die Baustellenzufahrt erfolgt über den Liebensteiner Weg. Die Parkmöglichkeiten vor Ort sind eingeschränkt. Bitte folgen Sie den Hinweisen vor Ort. Festes Schuhwerk ist zwingend erforderlich.

Hintergrund zur Baumaßnahme: Durch die Auffahrung eines neuen Stollens soll die dauerhafte Entwässerung der Grube Steinbach gewährleistet werden. Der neue Stein-bachstollen wird annährend parallel zum Steinbachstollen aufgefahren. Die aus dem Steinbachstollen und dem neuen Steinbachstollen austretenden Grubenwässer werden wie bisher auch in den Vorfluter Grumbach abgeleitet.
Die Länge des neuen Steinbachstollens beträgt ca. 1.210 m bei einem offenen Quer-schnitt von 12 m². Im Vergleich dazu beträgt die Länge des aktuell für die Grubenent-wässerung genutzten Stollens ca. 1.090 m bei einem Querschnitt von 6 m². Mit einem offiziellen Stollenanschlag wurde im Thüringer Bergdorf Steinbach am 29. September 2022 symbolisch der Startschuss für den Bau eines neuen Entwässerungsstollens ge-geben. Für die Dauer seiner Bauzeit trägt der Stollen den Namen seiner Patin –
Anke-Stollen.

Blick aus dem zukünftigen neuen Steinbachstollen


Aktuelle Informationen zu den Sprengarbeiten in Steinbach / Bad Liebenstein

Sondershausen/Steinbach. Um einen weiteren zügigen Ausbau des LMBV-Stollens in Steinbach / Bad Liebenstein zu gewährleisten, werden voraussichtlich ab Anfang Juli 2023 auch sonntags auf der Baustelle Arbeiten stattfinden. Alle Arbeiten finden in den behördlich genehmigten Zeiträumen statt. Die Arbeitszeiten sind von 5:00 Uhr bis 23:45 Uhr geplant, wobei die Grenzen der gesetzlichen Lärm- und Erschütterungsvorgaben eingehalten werden (TA Lärm und DIN 4150). Es erfolgt eine kontinuierliche Überwachung an gutachterlich festgelegten, exponierten Erschütterungsmessstellen sowie an verschiedenen Lärmmessstellen. Mit fortschreitender Auffahrungslänge des Stollens werden die Erschütterungen und Lärmemissionen durch die Sprengungen in der Ortslage Steinbach abnehmen.

Der LMBV ist bewusst, dass diese Arbeiten zu Belästigungen bei den Anwohnern vor Ort führen können und bittet dafür um Verständnis. Bereits in der Vergangenheit hat der Bergbausanierer nach Möglichkeiten gesucht, die Beeinträchtigungen für Anwohner so gering wie möglich zu halten. Beispielsweise wurde extra ein ergänzender Lärmschutzwall errichtet.

Durch das Auffahren dieses neuen Stollens soll künftig die dauerhafte Entwässerung der Grube Steinbach gewährleistet werden. Der alte Steinbachstollen kann diese Funktion nicht dauerhaft sicher gewährleisten. Im schlimmsten Fall könnten sich Grubenwässer aufstauen und unkontrolliert in die Ortslage Steinbach abfließen. Deshalb hatte sich die LMBV für den Bau eines neuen Wasserlösestollens entschieden. Mitte Februar 2023 waren die Arbeiten in Steinbach in den sogenannten Sprengvortrieb übergegangen. Schwierige geologische Randbedingungen hatten zunächst das Auffahren des neuen Stollens erschwert.

Gesprengt wird, je nach Geologie und örtlicher Gegebenheit, mehrmals am Tag. Ungefähr 1 bis 2 Meter kommt man dabei derzeit im Gebirge bzw. Stollen voran. Rund 60 bis 100 Tonnen Gesteinsmassen werden pro Sprengung aus dem Gebirgsverband gelöst. Der dabei gelöste Gneis wird auf dem Gelände der Baustelle für die Sicherung der angrenzenden ehemaligen Spülhalde vor Ort genutzt.

Bei Fragen oder Hinweisen können sich Anwohner gern direkt an die LMBV unter info@lmbv.de wenden.

Blick aus dem zukünftigen neuen Steinbachstollen


Fachliche Einblicke in das Entstehen des Anke-Stollens für RDB-Mitglieder

Sondershausen/Steinbach. Das Interesse der Fachwelt an der Auffahrung des Anke-Stollens durch die LMBV in Steinbach im Thüringer Wald steigt gegenwärtig deutlich an. 

Am 8. Juni 2023 besuchten unter der Leitung von Patrick Reiser acht Mitglieder vom Ring Deutscher Bergingenieure e.V. (RDB), Bezirksverein Technische Hochschule Georg Agricola zu Bochum die Stollenbaustelle. Begleitet wurden sie vom Leiter des Sanierungsbereiches Kali-Spat-Erz Ralph Haase, dem zuständigen Projektmanager Hartmut Köhler sowie dem Leiter der Personalverwaltung Martin Schulz.

Nach einer Einführung zum Thema wurde die Stollenbaustelle zunächst über Tage besichtigt. Danach konnte der Stollen 180 Meter bis zur Ortsbrust befahren werden.

Insbesondere die geologischen Verhältnisse vor Ort, die eingesetzte Lade- und Spritzbetontechnik sowie Details zur Sprengtechnologie weckten das Interesse der Fachbesucher.

Anke-Stollen
Gruppenbild mit RDB-Kollegen: Das Interesse der Fachwelt an der Auffahrung des Anke-Stollens ist deutlich zu spüren.

Hintergrund: Der neue Steinbachstollen in Bad Liebenstein, Ortsteil Steinbach, wird annährend parallel zum Steinbachstollen aufgefahren.

Die aus dem Steinbachstollen und dem neuen Steinbachstollen austretenden Grubenwässer werden wie bisher auch in den Vorfluter Grumbach abgeleitet.

Die Länge des neuen Steinbachstollens beträgt ca. 1.210 Meter bei einem offenen Querschnitt von 12 Quadratmetern. Im Vergleich dazu beträgt die Länge des aktuell für die Grubenentwässerung genutzten Stollens ca. 1.090 Meter bei einem Querschnitt von sechs Quadratmetern.

Die Bauzeit beträgt circa 24 Monate und wird voraussichtlich bis Mai 2024 andauern.

Fotos: LMBV/R. Haase


Austausch zum Thema Grubenwasser bei Befahrung mit RAG-Vertretern fortgeführt

Sondershausen. Vier Vertreter der RAG Aktiengesellschaft waren am 1. Juni 2023 zu Gast im Kali-Spat-Erz-Revier der LMBV. Sie besuchten die Grubenwasserreinigungsanlage (GWRA) Uhlenbachtal, den Schlüsselstollen (Freieslebenschacht) sowie die Schlotten in Wimmelburg (W-Schacht). Bei der RAG sind die Befahrungsgäste für Fragen der Wasserhaltung, des Monitorings und der Analyse von Grubenwässern sowie der Planung und Errichtung von Grubenwasserreinigungsanlagen verantwortlich. Insofern konnte während der Befahrung ein wertvoller Austausch zum Thema Grubenwasser fortgeführt werden.

Sebastian Tugendheim übernahm die Einführung zu den Aufgaben des Zentralen Grubenwassermanagements in Sachsen-Anhalt und erläuterte die Funktionsweise der Grubenwasserreinigung im Uhlenbachtal. Anschließend wurde unter Führung von Ralph Haase, LMBV-Sanierungsbereichsleiter Kali-Spat-Erz, im Freieslebenschacht bei Mansfeld eingefahren und der zentrale Entwässerungsstollen des Mansfelder Reviers, der Schlüsselstollen, befahren. Zum Abschluss wurden die Schlotten in Wimmelburg besichtigt. Dazu erfolgte die Seilfahrt über den W-Schacht. Das Projektteam am Standort Wimmelburg kümmerte sich neben der technischen Sicherstellung auch um die Betreuung der Gäste.

An der Fördermaschine im Schacht Wimmelburg

Fotos: LMBV/Ralph Haase


Bergbausanierer auf Karrieremesse in Erfurt vertreten

Sondershausen/Erfurt. Erstmalig präsentierte sich die LMBV am 5. Mai 2023 auf der Zentralen Karrieremesse der Fachhochschule Erfurt. Gemeinsam mit über 60 weiteren Unternehmen und Institutionen nutzte die LMBV die Möglichkeit, ihre Jobangebote vorzustellen und zahlreiche Fragen der Studierenden zu beantworten.

Vor allem Fachhochschüler des Bauingenieurwesens, der Forstwirtschaft und der Wirtschaftswissenschaften waren an den Einstiegs- und Karrieremöglichkeiten des Bergbausanierers interessiert. Am Informationsstand wurden vorwiegend Praktikumsplätze angefragt.

Foto: LMBV


Bau einer Sickerwasserreinigungsanlage im Bielatal — vorbereitende Arbeiten haben begonnen

Sondershausen/Altenberg. Ende Februar haben die ersten vorbereitenden Arbeiten für den Bau einer Sickerwasserreinigungsanlage an der Industriellen Absetzanlage Bielatal (IAA) in Altenberg begonnen. Die am Fuß des Hauptdammes der IAA Bielatal austretenden Sickerwässer erfahren infolge der Durchdringung des Aufbereitungsrückstandes eine Anreicherung mit Schwermetallen, im Wesentlichen Arsen.

Um die Einleitkonzentration zu senken, die Gewässergüte zu verbessern und einen besseren ökologischen und chemischen Zustand der Vorfluter Kleine und Große Biela gemäß Bewirtschaftungszielen der EU-Wasserrahmenrichtlinie zu erreichen, errichtet die LMBV am Auslauf der IAA eine Anlage zur Reduzierung der Arsenbelastung der austretenden Sickerwässer.

In Vorbereitung des Baus wird eine, noch im Baufeld befindliche Rundhalle rückgebaut und der künftige Baubereich mit einer Amphibienleiteinrichtung umspannt. Der eigentliche Bau der Reinigungsanlage beginnt voraussichtlich im Frühjahr 2024 und soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein.

Die Bielatalhalde ist eine der größten Absetzhalden für Aufbereitungsrückstände in Deutschland. Sie wurde ab 1967 angelegt und war für einen Betrieb bis 2020 projektiert. Die Einstellung des Betriebes erfolgte parallel mit dem Ende des Zinnerzbergbaus am 31.03.1991.

Der Hauptdamm hat heute eine Höhe von maximal 79 m und eine maximale Dammkronen-Länge von 680 m. Zwischen dem Haupt- und dem Gegendamm wurden auf einer Fläche von ca. 57 ha in Summe rd. 10,5 Mio m³ Abgänge aus der Zinnerzaufbereitung eingelagert.

Im Zeitraum vom Juni 2012 bis Dezember 2013 wurde die IAA durch die damalige GVV mbH (Rechtsnachfolgerin der Zinnerz GmbH Altenberg) saniert und verwahrt.

Die IAA Bielatal gehört heute zum Betrieb Kali-Spat-Erz (K-S-E) der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) in Sondershausen und steht unter Bergaufsicht durch das Sächsische Oberbergamt (SOBA) in Freiberg.

Fotos: LMBV-Archiv und A. Schallau



Nachsorgebetrieb Zwickau ist umgezogen

Zwickau. Der Nachsorgebetrieb Zwickau ist umgezogen und ab sofort unter der folgenden Adresse erreichbar: Planitzer Straße 2, 08056 Zwickau.

Die bisherigen Telefonnummern bleiben erhalten.

Ein Schwerpunkt der Tätigkeit des Nachsorgebetriebes Zwickau ist der Betrieb der Grundwasserreinigungsanlage am ehemaligen Kokereistandort Schedewitz. Der vormalige Kokereistandort Brückenberg gehört ebenfalls zum Aufgabenbereich.

Das Bergbau-Poldergebiet stände heute ohne künstliche Entwässerung – im Rahmen der bergbaulichen Nachsorge – unter Wasser.

Foto: LMBV/Ch. Bedeschinski
Dokumentation von Messwerten in der Grundwasserreinigungsanlage Zwickau/Schedewitz