Bohrerkundungsprogramm im Abstrom der Grundwasserreinigungsanlage Schedewitz

Nachsorgebetrieb Zwickau steht weiter in Beobachtung der LMBV

Sondershausen/Zwickau. Derzeit ist im Auftrag der LMBV ein Bohrerkundungsprogramm im Abstrom der Grundwasserreinigungsanlage Schedewitz im Gange. Die Bohranlage steht „auf dem Präsentierteller“ an einer der meistbefahrenen Kreuzung von Zwickau. Die Neugier ist allseits groß. Die mindestens neun (von bis zu dreizehn) Bohrungen mit Ausbau zu Grundwassermessstellen und weitere Erkundungsarbeiten werden noch mehrere Wochen andauern, so Dipl.-Geol. (FH) Helmar Sittner, LMBV-Projektmanager des Nachsorgebetriebes Zwickau.

Das Bergbau-Poldergebiet stände heute ohne künstliche Entwässerung - im Rahmen der bergbauichen Nachsorge - unter Wasser. Ein Schwerpunkt der Tätigkeit des Nachsorgebetriebes Zwickau ist daher der Betrieb der Grundwasserreinigungsanlage am ehemaligen Kokereistandort Schedewitz. Im vergangenen Jahr 2020 konnte ein sehr gutes Jahresergebnis mit dem Austrag der höchsten Schadstoffmenge - seit 2012 - erzielt werden. Für die Kokereistandorte Brückenberg und Schedewitz werden außerdem das Monitoring fortgesetzt und zusammen mit dem Rahmengutachter weitere technische Erkundungsprogramme erarbeitet.

Ausführendes Bohrunternehmen ist die Firma BLZ Geotechnik Brunnenbau GmbH Torgau. Die umzusetzenden Bohrtiefen liegen zwischen sieben und neun Metern. Auf Grund der Besonderheiten – das Untersuchungsgebiet liegt in einem Bergbausenkungsgebiet, das sich durch den historischen Steinkohlenbergbau um etwa sechs bis acht Meter abgesenkt hat und gestörte Grundwasserverhältnisse hinterließ – ist der Messstellenausbau zudem sehr diffizil auch durch die geringe Grundwasserleitermächtigkeit, d.h. eine dezimetergenaue Ausbaukonfiguration zum Messen ist notwendig.

Die Schwierigkeiten der Maßnahmen bestehen darin, dass alle Bohrpunkte in historisch bebautem Gelände liegen und viele Bohrhindernisse und unzählige Leitungen zu beachten sind. Daher sind durchweg Hand-Vorschachtungen bei sehr begrenzten Platzverhältnissen erforderlich und teilweise Verkehrsraumeinschränkungen notwendig.

Bohrerkundung in Zwickau - F.: H. Sittner


98. Aufsichtsratssitzung der LMBV fand am 11. August 2021 im Sangerhäuser Revier statt

Untertage-Erkundung des Schlüsselstollens und der Wimmelburger Schlotten

Senftenberg/Eisleben. Die nunmehr schon 98. Sitzung des Aufsichtsrats der LMBV fand am 11. August 2021 in Eisleben statt. Die LMBV-Aufsichtsräte hatten sich am Vortag bereits zu einer Revierbefahrung im Sangerhäuser Revier versammelt.

Im Mittelpunkt dieser Informationstour am 10. August 2021 stand das Einfahren zum Schlüsselstollen über den Freieslebenschacht des Sanierungsbereiches Kali-Spat-Erz der LMBV. Zuvor gab der Sprecher der Geschäftsführung der LMBV, Bernd Sablotny, gemeinsam mit Mitarbeitern des Sanierungsbereiches Kali-Spat-Erz einen breiten Überblick über die noch anstehenden Aufgaben der LMBV in dieser Region.

Über den LMBV-Schacht in Wimmelburg wurden anschließend auch die Wimmelburger Schlotten erkundet. Die teilweise nur hüfthohen Stollengänge auf dem Weg dorthin verlangten den Räten körperlich alles ab, gaben zudem auch einen guten Einblick in die Untertagearbeit und das umfangeiche Aufgabenportfolio der LMBV-Mitarbeiter an diesen Standorten. Alternativ konnte noch Lademannschacht-Halde Eisleben besichtigt werden.

Im Kreise der Aufsichtsräte konnte neu der BMF-Referatsleiter Dr. Andreas Kerst begrüßt werden, nachdem zuvor der Vertreter der Anteilseigner Ministerialrat Joachim Löbach wegen der Übernahme neuer Aufgaben ausgeschieden war.

Aufsichtsräte, Geschäftsführer und Mitarbeiter der LMBV gemeinsam im Foto


Offizielle Inbetriebnahme neuer Haldenabwasserleitung im September geplant

Investitionsvorhaben des Sanierungsbereiches Kali-Spatz-Erz erfolgreich umgesetzt

Sondershausen/Menteroda/ Wipperdorf. Die LMBV hat mit der bevorstehenden Fertigstellung der neu errichteten Haldenabwasserleitung von Menteroda nach Wipperdorf ein wichtiges Projekt zur geordneten Ableitung der von der Halde des ehemaligen Kalibergwerkes Volkenroda anfallenden salzhaltigen Wässer abgeschlossen.

An diesem langfristig vorbereiteten Investitionsvorhaben des Sanierungsbereiches Kali-Spatz-Erz des Bergbausanierers haben viele Beteiligte erfolgreich mitgewirkt. Gemeinsam mit Gästen, darunter Vertretern des Freistaates Thüringen, und Mitwirkenden möchte die LMBV am 7. September 2021 ab 10:30 Uhr an die Steuerungswarte am Stapelbecken Menteroda die Laugenleitung symbolisch in Betrieb setzen.

2014 begannen bereits ersten die Planungen für das Projekt. Ende November 2018 hatte die LMBV die bergrechtliche Zulassung für den Bau der insgesamt 13,5 Kilometer langen Haldenabwasserleitung von Menteroda zum zentralen Laugenstapelbecken Wipperdorf erhalten. Der Baustart folgte dann im Jahr 2019. Der Leitungsbau erfolgte auf etwa zwölf Kilometern in offener Bauweise sowie mittels Vortrieb über neun Bohrungen.

Die Leitung ist nach dem neusten Stand der Technik errichtet und mittels eines sehr hochwertigen Kunststoff-Medienrohres auf die Gesamtlänge permanent leckageüberwacht. Damit wurde ein modernes System errichtet, um die zwangsläufig anfallenden Reststoffe der ehemaligen Kaliindustrie sicher und umweltverträglich handhaben zu können.

Hintergrund: Rund 45 Millionen Tonnen Rückstände aus dem ehemaligen Kalibergwerk Volkenroda lagern auf einer im Ort Menteroda gelegenen Halde der LMBV. Diese Rückstände werden kontinuierlich durch Niederschläge ausgelaugt. In der Folge treten salzhaltige Sickerwässer aus der Halde aus, die nicht in die Umgebung oder die umgebenden Gewässer eingeleitet werden dürfen.

Nach mehr als 25 Jahren Haldenbewirtschaftung, -überdeckung und -begrünung ist es in Menteroda gelungen, die jährlich anfallenden Wässer auf ca. 100.000 Kubikmeter pro Jahr zu reduzieren. Nach dem Beenden des bisherig möglichen Einleitens in die Grube Pöthen erfolgt künftig die umweltgerechte Entsorgung der langfristig weiterhin anfallenden Haldensickerwässer über das zentrale Laugenstapelbecken Wipperdorf der LMBV

Blick über das Stapelbecken auf die LMBV-Halde Menteroda

Impressionen vom Leitungsbau


Geophysikalische Untersuchungen am Petersenschacht von Grubenwehr unterstützt

Blick vom Versatzniveau nach Übertage mit abgemauertem Wetterkanal

Sondershausen. Während Reparaturarbeiten am Fördergerüst des Petersenschachtes sowie des daran angrenzenden Gebäudekomplexes wurde zwischen den beiden Druckstützen ein Loch von 0,15 m² und ca. ein Meter Tiefe festgestellt.

Um eine Gefährdung der Verfüllsäule in der benachbarten Schachtröhre zum einen und einer Beeinträchtigung der Tagesanlagen sowie der öffentlichen Sicherheit zum anderen auszuschließen erfolgte ein erstes Sichten von historischen Unterlagen.

Daran schlossen sich geophysikalische Untersuchungen des Bereiches und eine direkte Kontrolle des oberen Abschnitts der Schachtröhre durch den Auf- und Abseiltrupp der Zentralen Grubenwehr Südharz an.

Der als Schacht II für das Kaliwerk „Glückauf“ Sondershausen geteufte Petersenschacht erreichte eine Endteufe von 793,5 m. Er wurde ab 1907 abgeteuft. Das in diesem Bereich ca. 10 m mächtige Kalilager aus Sylvinit, anhydritischem Hartsalz und Carnallit konnte bei einer Teufe von 762 m angetroffen werden. Namensgeber für den Schacht ist der damalige Staatsminister und stellv. Vorsitzender der neuen Gewerkschaft „Glückauf-Bebra“ Hermann Petersen (1844-1917), welcher sich für die ansässige Kaliindustrie stark engagierte. Für neue Förder- und Absatzquoten wurde der Schacht binnen drei Jahren bis 1910 niedergebracht.

Nach nur dreijähriger Kaliförderung erfolgte die Nachnutzung des Schachtes als Wetter-, Seilfahrt- und Materialschacht für das Werk „Glückauf“. Ab 1955 wurden die Räumlichkeiten des gesamten Gebäudekomplexes für die „Zentrale Forschungsstelle für die Kaliindustrie der DDR“ hergerichtet. In den Jahren 1993-1994 erfolgte die Verwahrung des Schachtes nach dem bereits üblichen Stand der Technik mit Widerlagern und Dichtelementen. In einer Teufe von zwei bis drei Metern sind zwei Wetterkanäle bekannt. Über diese Bereiche sind Frischwetter in den Schacht und von dort in die Grube geleitet worden. Die Recherchen in der Verwahrdokumentation führten zur Erkenntnis, dass diese teilverwahrt sind, und die Lokation der Bruchstelle zwischen den Druckstreben auf einen der Wetterkanäle passen würde.

Aus diesem Grund erfolgte im Bereich des Bruchs vor dem Gebäude im Dezember 2020 eine erste geophysikalische Untersuchung mittels Georadar, einem zerstörungsfreien Erkundungsverfahren. Es wurden zwei unterschiedliche Sendeantennen mit Frequenzen von 200 MHz und 400 MHz eingesetzt. Im Bereich des Bruchs und seiner Umgebung konnten hiermit lufterfüllte Hohlräume nachgewiesen werden, die lagemäßig zum Lüftungskanal passen und eine nicht vollständige Verfüllung dieses implizieren.

Um den Zustand der Verfüllsäule oberhalb des Dichtelementes direkt zu eruieren, war ein Befahren durch den Auf- und Abseiltrupp der Grubenwehr erforderlich. Ende April 2021 wurde die Kontrollöffnung der Schachtabdeckung geöffnet und darüber ein Dreibock aufgestellt. Als Anschlagpunkt für das Fahr- und Sicherheitsseil wurde eine ausreichend tragfähige Konstruktion innerhalb der Schachthalle gewählt. Vor dem Abseilen wurde der lufterfüllte Bereich bis auf das Versatzniveau gastechnisch freigemessen. Abseilen und Aufstieg erfolgte aktiv mit einem Abseilgerät und Hand- bzw. Bruststeigklemme, gesichert über ein mitlaufendes Auffanggerät.

Im Ergebnis konnten keine Beeinträchtigungen der Schachtwandung festgestellt werden; auch die Versatzabsperrbauwerke in den Wetterstrecken sind ohne Befund oder Mängel. Die Niveaus der Kies- und Sandschüttungen sind deutlich sichtbar markiert und somit kann ein Auslaufen der Verfüllmassen aus dem Wetterkanal in die Schachtröhre ausgeschlossen werden.

Um die Verwahrsituation im Gebäudekomplex im unmittelbaren Bereich um die Schachtröhre festzustellen, wurde daraufhin im Mai eine zweite Georadarmessung auf der Ackersohle ausgeführt. Diese ergab starke Reflexionen im Bereich des ehemaligen Lüftungskanals. Diese können sowohl auf eine nicht vollständige Verfüllung des Lüftungskanals mit einem stark reflektierenden Feststoff oder auf lufterfüllten Hohlraum deuten. Hier wird eine geplante lokale Bohrung Aufschluss über die Beschaffenheit des Untergrundes geben.

Untersuchungen am Schacht


Gunnar John nimmt Arbeit als kaufmännischer Geschäftsführer der LMBV auf

Senftenberg. Mit Wirkung vom 1. Mai 2021 wurde Gunnar John zum neuen kaufmännischen Geschäftsführer der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) in Senftenberg berufen. Er folgt auf Dr. Hans-Dieter Meyer, der zum Jahresende 2020 aus dem Bundesunternehmen ausgeschieden war.

Gunnar John hat Volkswirtschaftslehre und Betriebswirtschaft in Berlin, Paris und Berkeley studiert. Mit der Deutschen Einigung war er zunächst im Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung, dann in unterschiedlichen Leitungsfunktionen in der Staatskanzlei des Landes Brandenburg, in der Senatsverwaltung für Finanzen (SenFin) in Berlin und dann ab 2000 im Bundesministerium der Finanzen (BMF) mit den unterschiedlichsten Aspekten des Aufbaus Ost und der Strukturprobleme Ostdeutschlands – auch der Bergbaugebiete - bis 2012 betraut. Hilfreich für seine Tätigkeit in einem institutionellen Zuwendungsempfänger wie dem Bergbausanierer LMBV sind weiterhin seine langjährigen Erfahrungen in den Haushaltshausabteilungen im BMF und bei SenFin.

Gunnar John freut sich, zusammen mit seinem im letzten Jahr bestellten Geschäftsführer Kollegen Bernd Sablotny die vielfältig noch vor der LMBV stehenden Herausforderungen und Aufgaben zur weiteren Umsetzung der bergrechtlichen Verpflichtungen aus der DDR-Zeit anzugehen. Die LMBV wird in effizienter Weise noch bis ins nächste Jahrzehnt daran arbeiten. Er will seinen Beitrag dafür leisten, dass die LMBV weiter vertrauensvoll mit den ostdeutschen Ländern Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt sowie Thüringen und den beteiligten Bundesministerien zusammenarbeiten wird.

Gunnar John - Kaufmännischer Geschäftsführer der LMBV


Führungsseile im Freieslebenschacht vom Bergbausanierer erneuert

Freieslebenschacht II spielt signifikante Rolle als Startpunkt für die Kontrollfahrten im Schlüsselstollen Sonderhausen. Im Zuge der Überwachungs- und Kontrolltätigkeiten der LMBV im Kupferschieferrevier der Mansfelder Mulde spielt der Freieslebenschacht II eine signifikante Rolle. Das Monitoring des Einstaukörpers des gefluteten Grubenreviers sowie seine Funktion als Startpunkt für die Kontrollfahrten im Schlüsselstollen geben dem Schacht seine heutige Hauptbedeutung.

Die Befahrung des saigeren Schachtes erfolgt über eine Zylinderdoppeltrommel-Flurfördermaschine aus dem Jahr 1908. Der Schacht selbst ist im oberen Bereich mit Ziegelmauerwerk und im Bereich der wasserführenden Schichten bis 110 m Teufe mit Tübbingen ausgebaut. Bis zur Endteufe steht der Schacht ausbaulos.

Die Führung der beiden Fördergestelle wird über gespannte Spiralseile (Durchmesser 24 mm) sichergestellt. Je vier Seile pro Fördermittel ermöglichen eine drall- und kollisionsfrei geführte Fahrt durch den Schacht. Mit dem turnusmäßigen Sachverständigengutachten 2020 über die Führungsseile, wurde für sieben der acht Seile die baldige Ablegereife festgestellt. In Zusammenarbeit mit der DMT Leipzig wurde eine Technologie zur Demontage der alten und Montage von neuen Seilen erstellt. Mit der Ausführung der Leistung wurde die Schachtbau Nordhausen GmbH beauftragt.

Am 15. März 2021 begann die Demontage des ersten Führungsseils. Die Seilklemmen im Schachtsumpf und die Befestigungen im Förderturm wurden entlastet. Anschließend konnte das Führungsseil mittels Hilfsseil auf das Niveau der Rasensohle herabgelassen und mit einem Teleskoplader aus dem Schacht gezogen werden. Über eine geänderte Montagetechnologie aus dem Hause Schachtbau Nordhausen werden die neuen Seile (Typ: rechtsgängiges Kreuzschlagseil 6x19 Seal) mit den vom Werk gelieferten Einwegtrommeln auf eine Abrollvorrichtung in dem übertägigen Fördergestell geladen.

Das Seilende mit der Vergussbirne wurde anschließend in den Förderturm gezogen und verspannt. Mit ca. 0,5 m/s konnte nun das Fördermittel in Richtung Schachtsumpf gefahren werden, wobei sich das neue Führungsseil gleichzeitig abtrommelte und vorerst frei im Schacht hing. Auf dem Niveau des Füllortes angelangt, erfolgte die Einführung in die Spannbühne und die Arretierung mit Seilklemmen. Mit Spindeln auf dem Niveau der Seilscheiben wird die erforderliche Spannung von rd. 23 kN aufgebracht.

Dieser Vorgang konnte nun identisch mit allen zu wechselnden Seilen nacheinander durchgeführt werden. So wurde sichergestellt, dass beim Verfahren der Gestelle keine Verdrehung des Förderkorbs im Schacht erfolgt. Die demontierten Seile wurden Übertage in handhabbare Stücke geschnitten und fachgerecht entsorgt. Durch einen reibungsfreien Ablauf der Arbeiten zum Seilwechsel konnte die Maßnahme innerhalb von 2 Wochen abgeschlossen werden. Am 07.04.2021 fand die Prüfung durch den Sachverständigen sowie die Endabnahme statt. An dieser Stelle sei den beteiligten Unternehmen gedankt, die eine zügige, unfallfreie und fachgerecht ausgeführte Erneuerung ermöglichten.


Erneuerung der Führungsseile auf der Schachtanlage Freieslebenschacht 2 der LMBV, Sparte Kali-Spat-Erz, KSE, in Großörner im ehemaligen Mansfelder Kupferschiefer-Revier. Foto am 22. März 2021.

Erneuerung der Führungsseile auf der Schachtanlage Freieslebenschacht 2 der LMBV, Sparte Kali-Spat-Erz, KSE, in Großörner im ehemaligen Mansfelder Kupferschiefer-Revier. Foto am 22. März 2021.


Planmäßiger Führungswechsel im Bereich Kali-Spat-Erz — Ralph Haase neuer Sanierungsbereichsleiter

Am 01.02.2021 hat Dipl.-Ing. Ralph Haase als Leiter des Sanierungsbereiches KSE die Arbeit aufgenommen

Sonderhausen. Am 1. Februar 2021 hat Dipl.-Ing. Ralph Haase als Leiter des Sanierungsbereiches Kali-Spat-Erz in Sonderhausen seine Arbeit aufgenommen.

Der 53-Jährige Bergbau-Experte war zuvor bis 2010 mehrere Jahre bei der Firma GSES GmbH in Sondershausen beschäftigt. Zuletzt war er in leitender Funktion bei der Schachtbau Nordhausen GmbH und als Geschäftsführer der Mitteldeutschen MONTAN GmbH in Nordhausen aktiv.

Seine Berufsausbildung hat er im Kaliwerk Sondershausen als Bergbautechnologe mit Abitur absolviert. Danach studierte Ralph Haase an der Technischen Universität Clausthal Geotechnik, Bergbau und Entsorgung. Der gebürtige Sondershäuser ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er freut sich auf die neue Herausforderung und auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.


Ralph Haase


Jahresrückblick zur Bergbausanierung I – gespiegelt in Überschriften der Regionalzeitungen

I. Quartal 2020

Senftenberg | Sonderhausen |Leipzig. Nachfolgend soll ein Jahresrückblick zur Bergbausanierung – gespiegelt in den Überschriften
der Regionalzeitungen in den LMBV-Revieren – gegeben werden. Die Auswahl erfolgte selektiv aus Sicht der LMBV-Unternehmenskommunikation. Hier Teil I

 

Januar 2020

„Großbaustelle Blunodamm“ lautete eine Überschrift der LR-Ausgabe Hoyerswerda v. 27.01.2020 und erklärte das LMBV-Vorhaben zum Bau des Überleiters 3. Mit „Ferienhaus-Siedlung wächst am Partwitzer See“ beschrieb die LR am 28.01.2020 eine private Investition am Restloch Skado. „Am Knappensee bleibt es rebellisch“ hieß es bei der LR am 1. Februar. Die laufenden Sanierungsarbeiten der LMBV werden auch in diesem Jahr weiterhin kritisch von einer BI begleitet. Wichtigste Botschaft:
„Zum Saisonstart 2022 soll der Knappensee freigeben werden.“

 

Februar 2020

„Lober-Leine-Kanal soll zurückgebaut werden“, leitet am 3. Februar die MZ Bitterfeld den Auftrag zur vorlaufenden Kartierung ein. Die Sächsische Zeitung Hoyerswerda berichtete am 04.02.2020: „Unbekannte fluten Baustelle am Rostigen Nagel“. Hier hatten Unbekannte das LMBV-Wehr am Sornoer Kanal widerrechtlich geöffnet. „Kalk färbt den Partwitzer See“ heißt es kurz darauf in der SZ am 05.02., wo über die begonnene LMBV-Konditionierung berichtet wird. Die LVZ titelte am 05.02. zu einem Investitionsvorhaben an einem Bergbaufolgesee: „Am Bockwitzer See soll ein Surferparadies entstehen“. Für die LR war an diesem Tag wichtig, das am „Senftenberger See wieder saniert“ wird.

Bei der LR in Hoyerswerda war am 06.02. der für das Jahr am Geierswalder See geplante „Wasserwanderrastplatz im Fokus“. Die
Leipziger Bergbaufolgeseen haben laut Freier Presse v. 08.02. eine „Neue Plattform zum Neuseenland“. „Die Hochkippe Scheibe ist jetzt gesperrt“, so die SZ am 11.02. zur Ausweitung des Sperrbereiches im Umfeld des Speichers Lohsa II. Die Gemeinde Boxberg positioniert sich laut SZ v. 12.02 gegen die Ausweitung der einer Schutzzone für Vögel auf dem LMBV-Bärwalder See: „Boxberg lehnt größere Naturschutzzone ab“. „Neue schwimmende Häuser legen an“ lautete dagegen die Überschrift der LR am
29.02., d.h. weitere floating homes werden den Bärwalder See im Laufe des Jahres bereichern.

 

März 2020

„Kupferschatz in Halden“ heißt es bei der MZ v. 02.03. zum neuen Anlauf, aus LMBV-Halden des Kupfererzbergbaus im Mansfelder Land z.B. wertvolle Metalle zu gewinnen oder diese anderen Nutzungen wie z.B. als PV-Anlagenstandorte zu überführen. Eine Studie belege laut LR v. 02.03. die Möglichkeiten auch der LMBV-Bergbaufolgeseen als Option für Floating Solar-Kraftwerke – zunächst sei dies aber regionalplanerisch vorzubereiten, bevor es heißen kann: „Solarstrom von Lausitz-Seen“. „Gefühlte Erdbeben bei Groß Lübbenau“ bewegen die Anrainer am LMBV-Tagebau Seese-Ost, wo mit schonender Sprengverdichtung eine Innenkippe durch die Bergbausanierer gesichert wird, so die LR v. 03.03.2020. Die LVZ vermeldet am 09.03. bezüglich des Wirtschaftsweges
um den Bockwitzer See „Risse im Asphalt werden immer größer“. Die LMBV kündigte für anstehende Sanierungsarbeiten eine Sperrung an. Am 11.03. berichtet die SäZ über „Uferumgestaltungen am Geierswalder See“ und erläutert die Ufersicherungen der LMBV unterhalb des Leuchtturm-Hotels. Die LR zieht am 17.03. nach: „Geierswalder See bleibt Baustelle“.

Die LR nimmt am 14.03. ein futuristisches Gebäude in den Blick: Sedlitz bekommt Kanu-Landmarke“. Am 18.03. wird ebenda gemeldet; dass der „Senftenberger See ab April nutzbar“ wird. Am 19.03. wird unter „Flüsschen stützt Fluss“ über den LMBV-Beitrag aus der Reinigungsanlage Rainitza für die Schwarze Elster berichtet. Die LVZ zitiert am 19.03. unter „3D-Zeitreise zur See-Geschichte“ die geförderte Idee einer Darstellung des Störmthaler Sees. Im März sollte eigentlich eine Infoveranstaltung der LMBV zur Gestaltung der Gösel stattfinden, die coronabedingt gestrichen werden musste, wie die LVZ am 23.03. bedauert. Die LR erklärt am 25.03. ihren Lesern, dass (die) „See-Sanierung blockt Nutzung“ und untersetzt, dass die laufenden Arbeiten der LMBV auf und am Großräschener See noch Vorrang haben. "Wir können kein Wasser herbeizaubern“ – so die Überschrift der SZ vom 30.03. zur pausierenden Flutung in der Lausitz. Dagegen gibt es „Edle Tropfen von der Tagebaukante“ laut LVZ v. 30.03., wo über die 1.300 Rebstöcke am Störmthaler See gesprochen wird.

 

April 2020

Die MZ hat am 01.04. wieder die zur Veräußerung anstehenden „Flachhalden (der LMBV) im Blick“. Dagegen: „Am Senftenberger See werden die Sperrschilder abgebaut“, teilt die LR am selben Tag mit. „Still ruht der Bärwalder See“ erklärt die SZ die Corona-Auswirkungen bei Boxberg am Bergbaufolgesee der LMBV. Der Corona-Tod des StararchitektenMichael Sorkin, der als  „Baumeister“ in den 90er Jahren auch in Leipzig aktiv war, lässt die LVZ Anfang April titeln: „Erfinder des Leipziger Neuseenlandes an Covid-19 gestorben“. Am Geiseltalsee der LMBV gäbe es nun einen weiteren „Platz an der Sonne“, so die MZ über eine neue
Beherbergungsmöglichkeit in Oechlitz. Die LR würdigt am 02.04., dass die LMBV Wort gehalten habe: „Senftenberger See ohne Bagger-Pontons“. Die SZ schildert am 03.04. über die Vorbereitungen der LMBV von Einsatz- und Löschwasserentnahmestellen unter „Planungen für …Kalkschiffe“.

„Kleine Restlochkette jetzt am Netz“, so informiert die LR am 04.04. über das fertiggestellte LMBV-Ablaufsystem vom Bergheider See bis Grünewald. Die SZ sagt am 04.04. ein „Sonniges Wochenende am Berzdorfer See“ voraus, wo vor allem die Corona-geplagten Görlitzer erwartet werden. Die LVZ weist darauf hin, dass „Die Parkplätze weiter dicht“ an den Südraum Bergbaufolgeseenseen seien. „Rostiger Nagel steht an Großbaustelle“ bzw. „Neue Brücke im Lausitzer Seeland“ schildern Lausitzer Zeitungen am 07.04. Die MZ fragt am selben Tag hinsichtlich der Wassersportler „Was darf man noch auf der Goitzsche?“. Die SZ schildert ähnlich am 08.04.: “Autozufahrten zum Berzdorfer See gesperrt“, um eine Abstandsgebots-Einhaltung zu erreichen. „Wir halten die Sperrung der Zufahrten für falsch“, so die SZ drei Tage später. Auch der „Strand des Scheibesees (sei) gesperrt“, erklärt die LR am 11.04. ihren Lesern.


Kaufmännischer Kapitän verlässt zum Jahresende das Deck des Unternehmens

Tätigkeit von Geschäftsführer Dr. Hans-Dieter Meyer in der LMBV endet zum Jahresende

Senftenberg. Der langjährige kaufmännische Geschäftsführer der LMBV,
Dr. Hans-Dieter Meyer, scheidet zum Jahresende aus dem Unternehmen aus.
Die LMBV dankt Dr. Meyer für die über viele Jahre gezeigte
Leistungsbereitschaft und Führung und wünscht alles Gute für die nächste
Lebensetappe.

Der Lauchhammeraner stand dem Bergbausanierer seit 2008 in dieser
Funktion vor und hat die verschiedenen Unternehmungen seit 1990 mit
großem Engagement mitgestaltet. Hans-Dieter Meyer wurde 1957 in der
Stadt Lauchhammer geboren und wuchs in der Lausitz auf. Nach einem
Studium der Volkswirtschaft in Berlin promovierte er dort 1985 und
arbeitete im Anschluss in Bergbauunternehmen.

Nach 1990 wurde er u. a. zum Kaufmännischen Geschäftsführer der
Braunkohlenveredlung Lauchhammer sowie der Sanierungsgesellschaft
Lauchhammer berufen. Seit 1997 war er zunächst als Bereichsleiter
Einkauf, Verkauf, Materialwirtschaft und seit 2001 als Bereichsleiter
Controlling/Finanzen – jeweils mit Prokura ausgestattet – in der LMBV
tätig. Im Jahr 2007 nahm er darüber hinaus die Aufgaben eines
kaufmännischen Geschäftsführers der Gesellschaft zur Verwertung und
Verwahrung stillgelegter Bergwerke Sondershausen, einer damaligen
Tochtergesellschaft der LMBV, wahr.

Kienbaum Consultants International GmbH haben im November 2020 den
Auftrag übernommen, einen „Kaufmännischen Geschäftsführer (m/w/d)“ für
die LMBV zu suchen. In der veröffentlichten Stellenbeschreibung heißt es
u.a.: „Die komplexen Aufgaben in der Bergbausanierung, des
Wassermanagements, der Gestaltung des Landschaftswandels, der
Folgenutzung und der Flächenvermarktung werden die LMBV noch lange
fordern. Entsprechend zukunftsorientiert sind auch die
kaufmännisch-administrativen Prozesse des Unternehmens zu steuern. Als
öffentliche Zuwendungsempfängerin ist die LMBV den besonderen
Gegebenheiten öffentlicher Unternehmen unterworfen.“

Weiter wird betont: „Das Spannungsfeld zwischen sicheren und
nachhaltigen Lösungen einerseits und Kosteneffizienz andererseits
balanciere“ der oder die Gesuchte „in der Rolle aktiv aus“. Die
Organisation einer Ingenieurgesellschaft mit ihren rund 700
Beschäftigten an drei Standorten führe der künftige Geschäftsführer
gemeinsam mit dem Technischen Geschäftsführer. Er oder sie „befähige und
motiviere die Mitarbeitenden für die Aufgaben in Gegenwart und Zukunft.
Nach außen vertrete“ er/sie „die LMBV gegenüber Politik, Verwaltung,
Öffentlichkeit, Medien sowie sonstigen Stakeholdern.“ In seiner
Zuständigkeit liegen:

  • die Aufstellung, Einreichung und Umsetzung des Wirtschaftsplans
  • die Bewirtschaftung von Zuwendungsmitteln
  • Buchführung, Inventar, Controlling, Rechnungswesen und
    Jahresabschluss nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden
    handelsrechtlichen Vorschriften
  • die Vergabe von Aufträgen nach den einschlägigen vergaberechtlichen Vorschriften
  • die Führung der Ressorts Personalwesen, Justitiariat, Flächenmanagement

Erwartet werden u.a.:

  • ein erfolgreich abgeschlossenes Hochschulstudium (z. B.
    Master/Diplom/Staatsexamen in Volkswirtschaftslehre,
    Betriebswirtschaftslehre, Rechtswissenschaften oder einem vergleichbaren
    Studiengang)
  • mehrjährige Berufserfahrung mit Führungsverantwortung in der öffentlichen Verwaltung oder in öffentlichen Unternehmen
  • langjährige berufliche Erfahrung in der Regional- und
    Strukturpolitik sowie Förderpraxis, bevorzugt mit Blick auf die Länder
    Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen
  • tiefe Kenntnisse des Haushaltsrechts und der Haushaltssystematik des
    Bundes und der Länder; solide Kenntnisse der einschlägigen gesetzlichen
    Vorschriften (insbesondere des Handels- und Vergaberechts)
  • langjährige Erfahrung in der Zusammenarbeit mit öffentlichen
    Verwaltungen und politischen Gremien, bevorzugt im Bund-Länder-Kontext

Kenntnisse im Immobilienmanagement seien von Vorteil, heißt es
abschließend in der Ausschreibung, die bis zum 31.12.2020 läuft. Mehr
unter www.kienbaum.de


Gestandener Bergmann Domnowski nimmt Abschied vom aktiven Berufsleben

Sanierungsbereichsleiter Kali-Spat-Erz Jörg Domnowski geht in die Ruhephase der Altersteilzeit

Führungskräftetagung 2020 der LMBV in Tauchritz am Berzdorfer See.

Senftenberg | Sonderhausen. Zum 31. Dezember 2020 wechselt der
Sanierungsbereichsleiter Kali-Spat-Erz Jörg Domnowski in die Ruhephase
der Altersteilzeit.

Vor mehr als 42 begann Jörg Domnowski nach dem Abitur sein
Arbeitsleben im Kaliwerk Bleicherode. Nach Armee und Studium an der
Verkehrshochschule „Friedrich List“ in Dresden war er im Schachtbau
Nordhausen und später wieder im Kaliwerk Bleicherode als
Transporttechnologe und im Investitionsbereich tätig.

Mitte 1990 war Jörg Domnowski in der neu gebildeten Kali Südharz AG
in die schwierige Umstrukturierung der ostdeutschen Kaliindustrie
eingebunden und wechselte Ende 1991 in den Liegenschaftsbereich. Nach
der Verschmelzung der Kali Südharz AG auf die GVV im Jahre 1993 führte
er seine Tätigkeiten in diesem Aufgabengebiet fort.

Von 2004 bis 2016 war er Abteilungsleiter und hat auch den Prozess
der Verschmelzung der GVV auf die LMBV im Jahr 2014 aktiv mitgestaltet.

Seit Oktober 2016 führte Jörg Domnowski mit Erfolg den
Sanierungsbereich Kali-Spat-Erz mit rund 90 direkt bzw. indirekt
zugeordneten Mitarbeitern und ist hier maßgeblich an der Ausrichtung des
Bereiches für die bevorstehenden z.T. noch sehr langwierigen Aufgaben
in der Verwahrung der ehemaligen untertägigen Bergwerke und ihren
Hinterlassenschaften beteiligt.

Die LMBV dankt ihm für die Leistungsbereitschaft und wünscht alles Gute für die nächste Lebensetappe.