Senftenberg/Burgneudorf. Der Ausbau der „Kleinen Spree“ ist nahezu abgeschlossen. Mit der Übergabe der neuen Brücken über die Kleine Spree – einer Wirtschaftswegebrücke und einer Fußgängerbrücke – am 6. Mai 2026 an Marco Beer, Bürgermeister der Gemeinde Spreetal, durch Karsten Handro, Abteilungsleiter Ostsachsen des Sanierungsbereichs Lausitz der LMBV, fehlen nur noch wenige Restarbeiten am Projekt, das mit dem Beschluss des Planfeststellungsverfahrens im März 2018 begonnen hatte. Dieses beinhaltet den „Ausbau der Kleinen Spree von Burghammer bis Spreewitz“ auf einer Länge von 5,4 Kilometern, um die Wasserausleitung aus dem Wasserspeichersystem Lohsa II vollständig betriebsfähig zu machen.
Nachdem zwei bestehende Brücken altersbedingt ersetzt werden mussten, sind die Ersatzneubauten nun fertiggestellt und an das bestehende Wegesystem angeschlossen. Beide Brücken wurden mit einer Flachgründung mit Betonfundamenten errichtet. Zur Stabilisierung des Bodens wurden fünf Meter lange Rüttelstopfsäulen eingebracht.
Die vorbereitenden Arbeiten für den Gewässerausbau einschließlich der Kampfmittel-Suche und Beräumung begannen schon im Herbst 2018. Seit Juli 2020 wurde nach vollständiger Entschlammung der Ausbaustrecke innerhalb des ursprünglichen Gewässerverlaufes das neue Trapezprofil hergestellt.
Die Sohlbreite im Ausbaubereich beträgt nun im Mittel fünf bis sechs Meter und weist eine mäandrierende Niedrigwasserrinne auf. Das neue Gewässerbett ist insgesamt ca. zehn Meter breit. Der Gewässerausbau erfolgte in der „fließenden Welle“.
Zur Verbesserung der Lebensbedingungen für die Fließgewässerfauna wurden in ausgewählten Bereichen mit einer Gesamtlänge von ca. einem Kilometer Aufweitungen, kleine Inselflächen, Schilfflächen und unterschiedlich geneigte Böschungen angelegt, um gewässertypische Strukturen zu schaffen.
Mit dem Projekt „Ausbau der Kleinen Spree“ ist das Gewässer nun verbreitert und damit die Durchflussmenge vom Speichersystem zur Hauptspree von 1,5 auf 7,0 Kubikmeter Wasser je Sekunde erhöht worden. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 5,5 Mio Euro.
Hintergrund: Die Kleine Spree ist wichtiger Bestandteil des Wasserspeichersystems Lohsa II, bestehend aus dem Restloch Lohsa II, Dreiweiberner See und Bernsteinsee. Das Wasserspeichersystem Lohsa II dient der Niedrigwasseraufhöhung der Spree und damit dem Schutz des Biosphärenreservates Spreewald und der Stützung des Wasserhaushaltes von Berlin. Darüber hinaus ermöglicht der Speicher eine bessere wasserwirtschaftliche Steuerung der Bergbaufolgeseen. Im Sommer 2019 war in Burgneudorf der erste Spatenstich für die Neuprofilierung des Gewässers gesetzt worden.
Fotos: LMBV/Gernot Menzel und Steffen Rasche







































