Holzungen an der Glassandhalde Kleinkoschen sind gestartet

Senftenberg/OT Kleinkoschen. Die angekündigten Arbeiten an der Glassandhalde sind entsprechend dem mit dem Auftragnehmer abgestimmten Bauablaufplan angelaufen. Seit Januar 2026 finden dazu die vorbereitenden Holzungen statt. Die Holzungen erfolgen auf einer ca. acht Hektar großen Bearbeitungsfläche.

Durch die Glassandrückgewinnung verblieb bei Kleinkoschen eine sogenannte Endböschung. Im Rahmen komplexer bodenphysikalischer Untersuchungen wurde festgestellt, dass der trocken verkippte sandige Boden im wassergesättigten Zustand stark verflüssigungsgefährdet und damit nicht standsicher ist. Der Grund für die Wassersättigung im Boden ist im tagebaubedingten Grundwasserwiederanstieg zu finden. Ziel ist es, mit einer Böschungssicherung die bergbaubedingten Gefährdungen zu beseitigen, um die dauerhafte geotechnische und öffentliche Sicherheit wiederherzustellen.

Das entsprechende RDV-Trägergerät wurde in der dritten Januarwoche angeliefert und wird nun sukzessive aufgebaut und aufgerüstet. Die konkreten Rüttelverdichtungs-Arbeiten sollen dann im März 2026 beginnen.

Die Verdichtungsarbeiten sollen auf einer 49 Meter breiten Trasse umgesetzt werden. Es wird ein etwa 921 Meter langer versteckter Damm bis zum Tagebauliegenden hergestellt. Dabei sind Teufen von 30 bis 46 Meter zu verdichten. Diese Arbeiten sind derzeit bis zum Sommer 2027 geplant. Eine Wiederaufforstung wird unmittelbar nach Abschluss der Sanierungsarbeiten unter Beachtung der Bodenverhältnisse mit standortsgerechten Baum- und Straucharten erfolgen. Zum Schutz des Umfeldes und zur Beweissicherung erfolgt parallel ein umfangreiches baubegleitendes Mess- und Kontrollprogramm. (UST)

Bauschild für die Sicherung der Glassandhalde
Fotos: Uwe Steinhuber | LMBV


Erneute Dialogveranstaltung in Kostebrau

Senftenberg/Kostebrau. Durchaus lebhaft ging es bei einer neuerlichen Informationsveranstaltung zur geplanten EHS-Monodeponie am 16. Januar in der Mehrzweckhalle Kostebrau zu. Etwa 60 Anwohner – und damit deutlich weniger als bei der Auftaktveranstaltung im Jahr 2023 – aus dem unmittelbaren Projektumfeld waren gekommen, um sich die unterschiedlichen Sichtweisen von LMBV und Vertretern der Bürgerinitiative anzuhören, die das Projekt ablehnt. Im Vorfeld hatten sich Vertreter des Bergbausanierers mit denen des Ortsbeirats und der BI getroffen und über den Ablauf der Veranstaltung verständigt. Erstmals wurde somit nicht nur der LMBV, sondern auch den Anwohnern eine Bühne geboten, um ihre Perspektive in einem Vortrag einzubringen.

In der Veranstaltung, zu der der Ortsbeirat Kostebrau eingeladen hatte, stellte für die LMBV zunächst Sven Radigk, Leiter der Projektgruppe Gewässergüte Fließgewässer Lausitz, den Planungsstand vor. Demnach wurden die Vorplanungen im Herbst 2025 abgeschlossen und im Dezember eine sogenannte Tischvorlage bei der Genehmigungsbehörde, dem LBGR, eingereicht. Die Deponie wird eine Basis- und eine Oberflächenabdichtung erhalten. Die EHS-Aufbereitungsanlage nebst Betriebsgebäuden wird sich unmittelbar neben dem Deponiekörper befinden. Die Behandlungshallen, in denen der Eisenhydroxidschlamm durch Zusatzstoffe „einbaufähig“ gemacht wird, sind überdacht. Damit geht die LMBV auch auf vorgebrachte Einwände wegen vermeintlicher Staubbelästigung ein. Diese ist laut Radigk aber schon deshalb abwegig, weil das EHS mit hoher Feuchtigkeit angeliefert wird. Das Transportaufkommen ist – im Vergleich zu anderen Maßnahmen in derselben Region – überschaubar. Nach bisherigen Berechnungen werden täglich rund 10 volle Lkw zur Deponie fahren – und leer wieder zurück. Die Anbindung erfolgt über die L60. Aktuell läuft die Vorbereitung des abfallrechtlichen Planfeststellungsverfahrens, für das voraussichtlich 2027 der Antrag eingereicht werden soll. Bei erfolgter Genehmigung und nach der Ausschreibung der Bauleistungen könnte die Deponie 2035 ihre Arbeit aufnehmen.

Für die Bürgerinitiative gegen den Bau der Deponie an dieser Stelle, einem Betriebsgelände der LMBV, erneuerte Michael Kirbis als Referent die Einwände. Dabei wurde u.a. die Standortauswahl kritisiert und die Unbedenklichkeit des zu deponierenden EHS angezweifelt. Kirbis ging darauf ein, dass Kostebrau schon seit vielen Jahrzehnten durch den Bergbau vorbelastet sei. Als Risiken wurden u.a. Umweltbelastungen und Langzeitwirkungen benannt.

Gefordert wurde z.B. eine Aussetzung des Genehmigungsverfahrens, aber auch eine dauerhafte Beobachtung und Überwachung der Deponie, sichere Nachsorgekonzepte sowie Transparenz bei Finanzierungs- und Haftungsfragen. Fragen der Anwohner bezogen sich nach den zwei Vorträgen außerdem auf das Thema Grundwasser und den Umgang mit dem Wasser, das dem EHS entzogen wird. Am Rande der Veranstaltung wurde ein zusätzlicher Fragenkatalog an die LMBV überreicht.

S. Radigk stellte indes klar, dass die Entscheidung über den Bau der Deponie letztlich bei der Genehmigungsbehörde liegt. Die LMBV bot Exkursionen zum Baggerfeld 116, zur Wasserbehandlungsanlage Plessa und zur Vorsperre Bühlow an, an denen auch die Kostebrauer teilnehmen können. Knapp 20 Anwohner trugen sich in die Liste ein, die meisten Interessenten gab es für eine Besichtigung des Standortes am Baggerfeld 116. (KHM)

Etwa 60 Gäste kamen zur Informationsveranstaltung in die Mehrzweckhalle Kostebrau.


Reges Interesse am B 97-Testfeld und dem Rütteldruckverdichtungsverfahren

Burgneudorfer brachten viele Fragen zur Info-Veranstaltung in die Grundschule mit

Spreetal. Ein Testfeld zur Vorbereitung der LMBV-Sanierungsarbeiten der B97 warf kürzlich in Burgneudorf viele Fragen auf: Aus welchen Gründen fiel die Wahl genau auf diesen Standort? Müssen die Anwohner mit Lärmbelästigungen rechnen? Welche Arbeitszeiten sind geplant? Die Informationsveranstaltung der LMBV zum Testfeld in der Grundschule Burgneudorf klärte auf.

Holger Uibrig, Abteilungsleiter Planung Ostsachsen der LMBV und Dr. Michael Dennhardt, Sachverständiger für Geotechnik (CDM Smith), informierten am 15. Januar bei einer Abendveranstaltung in der Burgneudorfer Grundschule über den aktuellen Stand der Planung der Sanierung der B97 und S130, erläuterten die Ziele des Testfeldes und beantworten die Fragen der interessierten Gäste. Marco Beer, Bürgermeister der Gemeinde Spreetal, hatte im Vorfeld dafür geworben, aktiv das Gespräch mit den Anwohnern zu suchen.

Nachdem die aufwendigen Vorplanungen abgeschlossen sind, wird nun der Genehmigungsantrag mit all seinen Anforderungen erarbeitet, berichtete Holger Uibrig. Beabsichtigt sei, den Antrag spätestens Ende des Jahres 2028 einzureichen. Abhängig von der Dauer des Genehmigungsverfahrens würde die Sanierungsmaßnahme Anfang der 2030er-Jahre beginnen.    

Da mit der zwingend erforderlichen Sanierung der B97 und S130 in einem Abschnitt zwischen Spreetal und Hoyerswerda eine mehrjährige Sperrung beider Straßen verbunden ist, soll der Einsatz der Technologie so weit optimiert werden, dass die Dauer der Sperrung so kurz wie möglich gehalten wird und die Straßen danach wieder gefahrlos befahrbar sind.

Genau dafür werde das Testfeld benötigt, betonte Dr. Dennhardt. Einen erheblichen Einfluss auf die Dauer der Maßnahme habe der Abstand, in dem die Lanzen bei der Rütteldruckverdichtung (RDV) in den Boden getrieben werden. Der Experte spricht in diesem Zusammenhang von einem Raster. Wenn beispielsweise für das Raster Abstände von 4 mal 4 Meter genutzt werden könnten, kämen die Arbeiten deutlich schneller voran als bei einem Raster von 3 mal 3 Metern. Zugleich würde mit dem Testfeld ermittelt, wieviel Boden zur Wiederauffüllung gebraucht werde, aber auch was für ein Mess- und Kontrollprogramm angewendet werden müsste, um einen jederzeit sicheren Betrieb zu gewährleisten.

Ein geeigneter Standort für das Testfeld sei nach einer ganzen Reihe von Kriterien gründlich ermittelt worden, ging Dennhardt auf eine Frage aus dem Publikum ein. Anforderungen seien unter anderem vergleichbare Bodenverhältnisse mit dem Straßenuntergrund und zugleich relativ gleichmäßige Verhältnisse innerhalb des Testfeldes gewesen. Dafür wurden die im Areal überall vorhandenen Drucksondierungen ausgewertet. Zugleich spielten die Flächenverfügbarkeit als auch die Zugänglichkeit eine Rolle. Aus insgesamt fünf geeigneten Standorten habe sich dieser als bester erwiesen, so Dennhardt.

Das Testfeld werde eine Größe von nicht ganz 4 Fußballfeldern haben, informierte LMBV-Planungsleiter Uibrig. Die Arbeiten würden Ende 2026 oder Anfang 2027 beginnen und rund ein Jahr in Anspruch nehmen. Etwaige Belastungen für die Anwohner sollten vermieden oder zumindest auf ein Minimum reduziert werden. Dazu würden ein Lärmmonitoring installiert, Schwingungsmessungen vorgenommen und Gebäude beweisgesichert. Bei entsprechenden Anzeichen könne technologisch auf verschiedene Weise nachgesteuert werden.

Die LMBV-Unternehmenskommunikation informierte, dass die LMBV in diesem Sommer am Knappensee einen Baustellentag plant. Dort könnte die Technologie der Rütteldruckverdichtung aus der Nähe betrachtet und mit Anwohnern aus dem dortigen Projektumfeld über deren Erfahrungen gesprochen werden.

Die LMBV kündigte an, dass diese Info-Veranstaltung ein Auftakt war. Bei entsprechenden Planungsfortschritten würde erneut eingeladen und informiert. Anfragen könnten jederzeit an die LMBV gerichtet werden. Kontaktadressen ebenso wie aktuelle Informationen seien auf der Internetseite des Projekts unter www.b97-sanierung.de zu finden. (KHM)


Übergabe eines Fördermittelbescheides zur Umfeldgestaltung an der Landmarke erfolgt

Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg erhält dafür rund 1,2 Mio. Euro

Senftenberg/OT Großkoschen. Am 15. Januar 2026 hat die Ministerin und Chefin der Staatskanzlei des Landes Brandenburg, Kathrin Schneider, einen Fördermittelbescheides über 1,2 Mio. Euro an den Verbandsvorsteher des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Brandenburg, Detlev Wurzler, im Beisein von OSL-Landrat Siegurd Heinze und LMBV-Chef Bernd Sablotny sowie weiteren Gästen überreicht.

Der Zweckverband entwickelt derzeit den Erlebnisstandort der Landmarke „Rostiger Nagel“ im Lausitzer Seenland weiter. In den vergangenen Jahren ist die touristische Bedeutung dieses Aussichtsturms stetig gestiegen, was sich in dem großen Interesse der Besucher – etwa 144.000 im zurückliegenden Jahr 2025 – wieder spiegelt. Im Zuge der Neugestaltung soll das Umfeld des „Rostigen Nagels“ nun bis zum Frühjahr 2026 weiter aufgewertet und den aktuellen Bedürfnissen der touristischen Nutzung angepasst werden. Die LMBV errichtet parallel unweit der Landmarke eine Anlandestelle im Zuge der noch umzusetzenden schifffahrtstechnischen Ausrüstung des Sornoer Kanals.

D. Wurzler dankte dem Land Brandenburg und der ILB für diese Förderung. Der Verbandsvorsitzende S. Heinze betonte, dass die Förderung zum richtigen Zeitpunkt komme, wo doch der Sedlitzer See in diesem Jahr im Mittelpunkt des LMBV-Sanierungsgeschehens stehen werde, nach dem Motto: „LMBV macht aus grau jetzt blau.“ B. Sablotny bedankte sich bei allen Teilnehmern für das konzentrierte Hinarbeiten auf die Saisonnutzung am Sedlitzer See. Bereits zum Mai 2026 soll die Marina Sedlitz in Nutzung gehen können und der Seenverbund über die Kanäle ab 29. Juni 2026 nun noch eher in der Saison ermöglicht werden. (UST)

Planungsunterlage des ZV LSB
Fotos: Uwe Steinhuber | LMBV


Wir sind schneller: „Fünf Seen – ein Verbund“

Freigabe der Überleiter im Lausitzer Seenverbund kommt bereits zum 29. Juni 2026

Senftenberg. Am 13. Januar 2026 haben sich in Großkoschen bei der regelmäßigen Statusberatung zum Fortgang in der Restlochkette die Vertreter von Landesregierungen, Behörden, Zweckverbänden, der Landkreise und Kommunen mit dem Bergbausanierer LMBV gemeinsam darauf verständigt, den Seenverbund in der Restlochkette auf den

29. Juni 2026 vorzuziehen.

Der Sedlitzer See soll Anfang Mai 2026 für die Schifffahrt und den Gemeingebrauch freigegeben werden. In den nächsten Monaten werden die letzten Voraussetzungen geschaffen, damit bis dahin die erste Wassersportsaison auf dem Sedlitzer See möglich wird. Parallel wird die LMBV die Überleiter 8, 10 und 11 so weit ausstatten, dass Freizeitkapitäne den Verbund der fünf Bergbaufolgeseen ab dem 29. Juni 2026 nutzen können. (UST)

Foto vom Lausitzer Seenland | Steffen Rasche für LMBV


Warnung: Eisflächen auf Bergbaufolgeseen und Speichern nicht betreten!

Senftenberg. Aufgrund der aktuell niedrigen Temperaturen warnt auch die LMBV davor, Eisflächen auf Bergbaufolgeseen und anderen Wasserspeichern zu betreten. Durch die wechselnden Wasserspiegel ist das Eis oft nicht tragfähig. Bei Betreten besteht deshalb Lebensgefahr!

Insbesondere in den Speichern und den unterhalb liegenden Fließgewässern ändern sich durch die aktive Bewirtschaftung Wasserstände häufig. Dadurch entstehen unter dem Eis gefährliche Hohlräume und Spannungen im Eis, welche urplötzlich zum Aufbruch der Eisfläche führen.

Auch die Flüsse sind ständig in Bewegung. Deshalb sind sie meistens nicht vollständig zugefroren. Randeis an den Ufern kann leicht abbrechen, da sich durch die ständig wechselnden Wasserstände auch hier Hohlräume bilden.

Gerade auf Kinder haben zugefrorene Flüsse und Seen oft eine große Anziehungskraft. Deshalb sollten Eltern ihren Kindern die Gefahren beim Betreten von Eisflächen immer wieder vermitteln und durch eigenes, richtiges Verhalten Vorbild sein. (UST / mit LTV)

Symbolfoto: Eiszapfen am Bergbaufolgesee


Freigabe der Landesstraße 60 zwischen Lauchhammer und Finsterwalde nach umfangreicher Sanierung

Senftenberg/Lauchhammer. Mit der Fertigstellung der Brücke am Abzweig Lichterfelder Straße erfolgte am 18. Dezember 2025 die Freigabe der L60 zwischen Kleinleipisch und Lichterfeld. Mirko Buhr, Bürgermeister der Stadt Lauchhammer, und LMBV-Abteilungsleiter Michael Matthes gaben gemeinsam mit Dr. Justus Metzner, Geschäftsführer der Metzner GmbH, Michael Kerger vom Bauamt des Amtes Kleine Elster und Sören Miertzsch, Leiter der Straßenmeisterei Schwarzheide, die Straße durch einen symbolischen Banddurchschnitt zur Nutzung frei. Damit endet ein jahrzehntelanges Kapitel des Neubaus und der Sanierung der L60.

Die Landesstraße zwischen den Ortsteilen Schipkau, Kostebrau, Lauchhammer-Ost und Lichterfeld wurde seit 2014 in mehreren Straßenabschnitten auf einer Länge von elf Kilometern saniert. Sie führt über die Kippenmassive der ehemaligen Tagebaue Kleinleipisch, Friedländer, Anna-Süd sowie Marie-Anne I und IV. „Da die Befahrbarkeit der Straßentrassen auch nach Abschluss des Grundwasserwiederanstiegs zu gewährleisten ist, bestand für die LMBV eine Sanierungspflicht für die Endsicherung des Untergrundes der Trasse“, erklärte Michael Matthes.

Im Rahmen der Sanierung wurden Medien umverlegt und der vorhandene Straßenkörper rückgebaut. Die Sicherung des Untergrundes auf einem ca. 15 m breiten Geländestreifen wurde mittels Einbaus eines geogitterbewährten Sicherungspolsters mit einer Kronenbreite von ca. 10 - 11 m und Flankenneigungen von 1:1,5 realisiert. Anschließend wurde der Straßenoberbau hergestellt und die verkehrstechnische Umgestaltung von Kurvenradien und Straßenkuppen in einzelnen Abschnitten vorgenommen.

Im Zuge der Straßensanierung wurden weiterhin die Brücke Schwarze Keute errichtet und Teile der ehemaligen Flutungsleitung zum Bergheider See zurückgebaut. Das neue Brückenbauwerk zielt darauf ab, die Vorflutverbindung zwischen der Schwarze Keute, dem Restloch 113 und dem Restloch 75/99, sicherzustellen. Von 2018 bis 2022 wurden Rütteldruck- und Rüttelstopfverdichtungen als baugrundverbessernde Maßnahmen durchgeführt. Die Brücke ist ca. 35 Meter lang; die Stützweite beträgt 9,30 Meter. Die Straße über der Brücke wurde auf rund 600 Meter neu errichtet. Nachauftragnehmer der Firma Metzner war Hentschke Bau, welche den Brückenbau übernommen haben.

Mit dem Abschluss der Beschilderungs- und Markierungsarbeiten auf der L60 erfolgte nun die Verkehrsfreigabe. Die Umfahrung wird in naher Zukunft zurückgebaut. Finanziert wurde die Maßnahme über den §2 des Verwaltungsabkommens Braunkohlesanierung. Die Gesamtkosten der Sanierung aller Straßenabschnitte belaufen sich auf rund 13,5 Mio Euro. Im Umfeld der L60 sind in den kommenden Jahren weitere Arbeiten im Rahmen der bergbaulichen Sanierung geplant. Dazu gehören der Rückbau der alten Flutungsleitung sowie das Auffüllen von Tieflagen; die Befahrbarkeit der L60 wird von diesen Maßnahmen jedoch nicht betroffen sein.

Fotos: Gernot Menzel für LMBV


LTV: Länderübergreifende Studie zum Wasserhaushalt Lausitz beauftragt

Pirna. Der Wasserhaushalt der Lausitz wurde in den letzten 100 Jahren durch den Braunkohlebergbau massiv beeinflusst und verändert. Mit dem Kohleausstieg und den Klimaveränderungen wird die verfügbare Wassermenge, das sogenannte Wasserdargebot, in den Lausitzer Flüssen weiter zurückgehen. Unter diesen Randbedingungen einen weitgehend selbstregulierenden Wasserhaushalt in der Lausitz aufzubauen, ist eine Generationenaufgabe und wird Jahrzehnte dauern. Die Vorbereitungen dafür laufen jedoch bereits.

So wurde unter anderem in diesem Jahr mit der Bearbeitung einer Speicherstudie begonnen, in der nach Optimierungspotenzialen bestehender Talsperren, Wasserspeicher und Bergbaufolgeseen in den Einzugsgebieten der Spree und der Schwarzen Elster gesucht wird. Dabei werden unter anderem die Bewirtschaftung der Stauanlagen sowie die Auswirkungen einer möglichen Vergrößerung der Stauräume unter die Lupe genommen. Untersucht wird auch, welche Effekte eine Verbundbewirtschaftung bestehender Speicher haben könnte, um Wasserdefizite besser ausgleichen zu können und die Anlagenbewirtschaftung klimaresilienter auszugestalten. Die Ergebnisse sollen im Frühjahr 2027 vorliegen.

Die Speicherstudie wurde in Abstimmung mit der länderübergreifenden Arbeitsgruppe „Flussgebietsbewirtschaftung Spree, Schwarze Elster und Lausitzer Neiße“ - in der auch die LMBV vertreten ist - vorbereitet und durch die Landestalsperrenverwaltung Sachsen beauftragt. Ihre Erstellung wird durch die Geschäftsstelle Lausitz* koordiniert. Die Studie kostet rund 170.000 Euro, finanziert durch den Europäischen Just Transition Funds (JTF) sowie aus Mitteln des Freistaates Sachsen. Sie ist eine von mehreren Studien, die durch die Landestalsperrenverwaltung Sachsen zum Thema Wasserhaushalt Lausitz laufen oder noch beauftragt werden sollen. Insgesamt stehen ihr dafür rund 1,79 Millionen Euro aus Landes- und EU-Mitteln zur Verfügung.

*Die Geschäftsstelle Lausitz wurde durch die Landestalsperrenverwaltung für die länderübergreifende Arbeitsgruppe „Flussgebietsbewirtschaftung Spree, Schwarze Elster und Lausitzer Neiße“ eingerichtet. Mitglieder der Arbeitsgruppe sind unter anderem die Bundesländer Brandenburg, Sachsen und Berlin. Finanziert wird die Geschäftsstelle durch den Just Transition Fund der EU sowie Mitteln aus dem sächsischen Haushalt.

Die vier Mitarbeitenden der Geschäftsstelle koordinieren Untersuchungen zum Wasserhaushalt Lausitz und sind für das Datenmanagement verantwortlich. Zudem begleiten sie die Weiterentwicklung eines Flussgebietsmodells, das die Grundlage für eine langfristige Bewirtschaftung der Flussgebiete Spree, Schwarze Elster und Lausitzer Neiße bildet. Genutzt werden soll das Modell zudem, um wasserwirtschaftliche Planungen besser bewerten zu können und diese in das strategische Wassermanagement einzuordnen.

Quelle: PM der LTV v. 15.12.2025

Symbol-Fotos von LMBV-Speichern - Autor St. Rasche


LDS gibt weitere Flächen auf Geierswalder und Partwitzer See für die Schifffahrt frei

Dresden/Elsterheide. Die Landesdirektion Sachsen (LDS) hat weitere Flächen auf dem Geierswalder und dem Partwitzer Sees für die Schifffahrt freigegeben. »Wir entwickeln die Schifffahrt auf sächsischen Seen weiter – mit Augenmaß, damit Tourismus, Bootssport und Wirtschaft wachsen und gleichzeitig die Natur weiter atmen kann. Nur so können die Regionen rund um die Seen nachhaltig davon profitieren«, so Béla Bélafi, LDS-Präsident.

Auf dem Geierswalder See betrifft dies Wasserflächen am südwestlichen und am nordwestlichen Ufer. Aus Naturschutzgründen wird ein Teil der Fläche am nordwestlichen Ufer jährlich vom 1. März bis 30. September gesperrt.

Auf dem Partwitzer See werden Wasserflächen am Süd- und Südwestufer, am Ufer nördlich des Barbara-Kanals sowie im nördlichen Seegebiet erstmalig für die Schifffahrt nutzbar. Ein Teil der Fläche am Südwestufer ist jährlich vom 1. März bis zum 30. September ebenfalls aus Gründen des Naturschutzes gesperrt.

Die freigegebenen Flächen waren bisher geotechnische Sperrgebiete. Die Fortschritte der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) bei den Sanierungsarbeiten, insbesondere bei der Herstellung der Standsicherheit, machten die Freigabe für die Schifffahrt möglich. Die Flächen können, wie die bisher freigegebenen Seeflächen, mit Fahrgastschiffen, motorangetriebenen Sportbooten sowie mit Sportbooten ohne Motor befahren werden.

Die Freigaben und temporären Sperrungen erfolgen mittels wasserrechtlicher und schifffahrtsrechtlicher Allgemeinverfügungen. Diese umfassen Karten mit genauer Verortung der Flächen. Die Bekanntmachung erfolgt im Amtsblatt der Gemeinde Elsterheide vom 12.12.2025. Die Allgemeinverfügungen werden am 13.12.2025 wirksam.

Die LDS hat bisher große Teile der auf sächsischem Territorium liegenden Seefläche des Geierswalder Sees in den Jahren 2013 und 2018 für die Schifffahrt freigegeben. 2019 folgten Teile des Partwitzer Sees und der Barbara-Kanal, der beide Seen verbindet. Im Jahr 2024 wurden die Genehmigung für die Marina und einen Fahrgastschiffsanleger am Partwitzer See sowie die Freigabe weiterer Gewässerstrecken für die Schifffahrt erteilt.

Quelle: PM der LDS v. 12.12.2025

Übersichtskarte über die schiffbaren Gewässerstrecken auf dem Geierswalder See und Partwitzer See (Stand 12. Dezember 2025)
Foto: LMBV


Barbarafeier der LMBV im dreißigsten Jubiläumsjahr in Cottbus

Senftenberg/Cottbus. Am 4. Dezember 2025 wurde die traditionelle Barbarafeier der Bergbausanierer im Lausitzer Revier – diesmal in Cottbus – ausgerichtet. Rund 800 Gäste waren der Einladung gefolgt und konnten eine stimmungsvolle Veranstaltung erleben.

Als Ehrengäste konnte der kaufmännische Geschäftsführer Torsten Safarik die Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland Elisabeth Kaiser vom Bundesministerium der Finanzen und in Vertretung des Ministerpräsidenten Dr. Dietmar Woidke den Wirtschaftsminister Daniel Keller in der Messehalle der CMT begrüßen. Er überbrachte herzliche Grüße des Ministerpräsidenten, der Folgendes ausrichten ließ: „Seit 30 Jahren sorgt die LMBV erfolgreich dafür, dass aus den ehemaligen Tagebauflächen in der Lausitz und im Mitteldeutschen Revier wertvolle Lebensräume und attraktive Seenlandschaften entstehen. Dass dieses Jubiläum mit der Barbarafeier zusammen gefeiert wird, symbolisiert die enge Verbindung zwischen traditionellem Bergbau und modernem Strukturwandel. Ihre Arbeit ist ein bedeutender Beitrag für die nachhaltige Entwicklung Brandenburgs und die Zukunft der Region. Im Namen der Landesregierung danke ich allen Beschäftigten für ihr Engagement und ihre jahrelange, erfolgreiche Arbeit. Gemeinsam blicken wir auf eine erfolgreiche Vergangenheit und auf die vor uns liegenden Aufgaben. Glückauf!

Bernd Sablotny hob bei seinem Rückblick auf das Jahr 2025 hervor, dass die LMBV als ein Unternehmen handelt, das versteht, dass Sanierung nicht geradlinig verläuft, sondern sich ständig verändert: von Großprojekten hin zu langfristiger Gewässerbewirtschaftung, von der bergtechnischen Sanierung hin zu Ewigkeitslasten, die Generationen begleiten werden.

Staatsministerin Kaiser betonte in ihrem Grußwort die Rolle der LMBV im noch laufenden Strukturwandel in den ostdeutschen Revieren und zeigte eine hohe Wertschätzung für all die sichtbaren Ergebnisse des Landschaftswandels durch das Wirken der Bergbausanierer. "Was hier – auf der größten Landschaftsbaustelle Europas – in den vergangenen drei Jahrzehnten entstanden ist, ist wahrlich beeindruckend. Trostlose „Mondlandschaften“ haben sich in attraktive Naherholungsgebiete verwandelt. Mit vielfältigen und naturnahen Freizeit- und Tourismusangeboten, mit intakter Land- und Forstwirtschaft."

Ministerpräsident Michael Kretschmer, der wegen kurzfristiger Verpflichtungen in Berlin nicht selbst in Cottbus präsent sein konnte, schrieb in einem Grußwort: „Seit drei Jahrzehnten verwandelt die LMBV die Altlasten des Bergbaus in lebenswerte Zukunftsräume. Von der Bodensanierung bis zum selbstregulierenden Wasserhaushalt: durch die wertvolle Arbeit der LMBV entstehen neue Chancen für Natur, Tourismus und die wirtschaftliche Entwicklung. Sie legt das Fundament für einen erfolgreichen Strukturwandel unserer Kohleregionen. Die Regionen, die einst unseren Wohlstand unter großen Belastungen getragen haben, verdienen weiterhin Planungssicherheit, Anerkennung und eine starke Perspektive.“

Weitere Auszüge aus dem Bericht von Bernd Sablotny: "Wer heute auf die LMBV schaut, sieht ein Unternehmen, das sich ständig verändert – und das sich gerade durch diese Fähigkeit zum Wandel definiert. Unsere Geschichte beginnt nicht als Sanierer, nicht als Gestalter neuer Landschaften, sondern als Erbe einer jahrzehntelang geprägten Bergbauindustrie. Und sie beginnt mit einer riesigen Aufgabe: die Hinterlassenschaften eines industriellen Zeitalters nicht nur stillzulegen, zurückzubauen und zu sichern, sondern in lebenswerte Räume zu verwandeln, Perspektiven zu schaffen.

Mit dem ersten Verwaltungsabkommen 1992 wurden die Grundlagen gelegt. 1995 folgte durch die Verschmelzung von LBV und MBV die Bildung der LMBV – und damit der Startpunkt für eine Aufgabe, deren Dimension man in der Anfangszeit kaum ermessen konnte. Damals ging es um schiere Masse: riesige Kippenflächen, offene Tagebaue, 1.200 km instabile Böschungen, Gewässer, die diese Bezeichnung kaum verdienten. Die Region war im Umbruch – und wir mittendrin, als Feuerwehr, als Krisenmanager, als Verwalter eines Erbes, das größer war, als es viele von außen ahnten.

Die 1990er Jahre waren eine Phase, die man rückblickend kaum greifen kann. Das Tempo war enorm. Was gestern noch ein aktiver Tagebau war, befand sich heute in der Stilllegung – und ging morgen bereits einen ersten Schritt in Richtung Rekultivierung. Wir mussten gleichzeitig planen, sichern, zurückbauen, verhandeln, erklären. Und wir mussten lernen, wie man eine Region umbaut, die zuvor über Jahrzehnte durch und für den Braunkohlebergbau gestaltet worden war.

Im Laufe der Jahre veränderte sich der Charakter unserer Arbeit. Aus Rückbau wurde Sanierung. Aus Sicherung wurde Gestaltung. Aus der Beseitigung akuter Gefahren wurde ein langfristiges Management geotechnischer und hydrologischer Prozesse. Doch jede Phase brachte ihre eigenen Zäsuren mit sich – und manche von ihnen waren schmerzhaft.

2009 hat die Rutschung am Concordia See in Nachterstedt das ganze Land aufgerüttelt. Für uns war sie ein tiefgreifender Einschnitt. Sie hat allen Beteiligten  drastisch vor Augen geführt, welche Verantwortung wir tragen. Die geotechnische Sicherheit wurde neu justiert. Methoden wurden hinterfragt, Modelle weiterentwickelt, Überwachungssysteme verbessert. Nachterstedt war ein Wendepunkt – nicht, weil wir versagt hätten, sondern weil wir begriffen, dass Sanierung kein lineares Projekt ist, sondern ein dynamischer Prozess.

Ähnlich prägend war das Setzungsfließen der Innenkippe im ehemaligen Tagebau Spreetal im Jahr 2010. Diese Ereignisse haben uns gezeigt, wie komplex das Zusammenspiel aus Kippenmaterial, Grundwasser sowie inneren und äußeren Initialen ist – und wie schnell sich Rahmenbedingungen ändern können. Sie haben uns geschärft. Sie haben uns zu einem Unternehmen gemacht, das Risiken nicht nur reaktiv begegnet, sondern vorausdenkend. In 2023 haben wir die sog. Innenkippenpriorisierung auf den Weg gebracht, um in den nächsten 15 bis 20 Jahren ca. 80 % der ca. 300 km² Sperrflächen wieder freigeben zu können.

Die aktuelle Situation am Störmthaler Kanal zeigt ebenfalls, wie sich die Randbedingungen jederzeit ändern können. Grundwasserstand, suffosionsgefährdete Böden und ein Schleusenbauwerk, das im Nachhinein gesehen doch einige Defizite aufweist, machten seit 2021 ständig neue Sicherungsmaßnahmen erforderlich. Anfang November diesen Jahres zeigten sich Setzungen, die eine entstehende innere Erosion vermuten ließen. Sofortiges Handeln war erforderlich, noch in diesem Jahr werden die gerade errichteten Stützkörper im Oberwasser des Kanals erweitert. Es sind genau diese Momente, in denen sich zeigt, wofür die LMBV steht: Wir reagieren schnell, wir handeln konsequent, und wir entwickeln Lösungen, um den auftretenden Risiken zu begegnen.

Ab 2010 kamen zunehmend auch Gewässerthemen hinzu. Mit dem Grundwasserwiederanstieg und dem Grundwasserschluss der Fließgewässer zeigten sich erste Verockerungserscheinungen – gesellschaftlich ein Reizthema. Wir mussten Lösungen finden, insbesondere für die Spree, kurz-, mittel- und langfristig. In einem ersten Schritt mussten wir die Spree bekalken und die Vorsperre Bühlow als Absetzbecken nutzen. In einem zweiten Schritt sind wir mit unseren Modularen Grundwasserreinigungsanlagen an der Spree die Hotspots gezielt angegangen. Aktuell arbeiten wir an dem großen Ziel, die Spree bis Anfang der 2040er Jahre in ein klares Gewässer zu verwandeln. Dazu sind drei Vorhaben erforderlich: Erstens der Bau einer Dichtwand an der Spreewitzer Rinne, zweitens die Errichtung von Brunnenriegeln und Überleitung der ungereinigten Wässer nach Schwarze Pumpe sowie drittens der Ausbau der Grubenwassereinigungsanlage in Schwarze Pumpe. Zum Schutz der Schwarzen Elster ertüchtigen wir derzeit die GWRA Pößnitz und haben Ende November die WBA Plessa in Betrieb nehmen können.

Vor gut 25 Jahren wurde die Flutungszentrale in der Lausitz gebildet, um den Flutungsprozess der Tagebaurestlöcher in Abstimmung mit den Ländern und der LEAG zielgerichtet angehen zu können. Dieser Prozess ist weitestgehend abgeschlossen. Jetzt müssen wir uns um die Bewirtschaftung der Tagebaurestseen nach Menge und Güte kümmern. Dies alles in Wechselwirkung mit dem schwankenden Wasserdargebot von Spree, Neiße und Schwarzer Elster. Folgerichtig haben wir die Flutungszentrale im September in Wasserbewirtschaftungszentrale Lausitzer Revier (WBLR) umbenannt. Eine Aufgabe, die dauerhaft wahrzunehmen ist und Ende der 2030er Jahre in staatliche Hände übergehen soll.

Nach 30 Jahren Sanierung ist es jetzt an der Zeit, sich aus der Fläche zurückzuziehen. Von 84.000 ha standen Ende 2023 noch 75.000 ha unter Bergaufsicht. In Mitteldeutschland können wir in den nächsten beiden Jahrzehnten für ca. 90% der Flächen und Anlagen das Ende der Bergaufsicht erreichen. In der Lausitz sind wir dagegen noch im aktiven Sanierungsprozess gebunden. Dabei ist das Ende der Bergaufsicht nur ein wichtiger erster Schritt. Für den Rückzug aus der Fläche ist die Unterhaltungslast für die entstandenen Gewässer an die Länder und Kommunen zu übergeben, die Liegenschaften zu bereinigen und das Monitoring zu beenden oder an die zuständigen Fachbehörden zu übertragen. Mit dem Tagebau Merseburg-Ost haben wir in 2024 bereits die ersten drei Schritte erfolgreich abschließen können.

All dies klingt technokratisch, sanierungstechnisch eben. Schauen wir auf die Landschaften im Wandel, sehen wir – nicht ohne Stolz - , was wir gemeinsam, die LMBV, der Bund, die Länder und die Regionen, erreicht haben. In Mitteldeutschland der Geiseltalsee, die Goitzsche, der Cospudener, der Zwenkauer, der Störmthaler und der Markkleeberger See. In der Lausitz der Berzdorfer, der Bärwalder, der Geierswalder, der Partwitzer und der Großräschener See, die sich hervorragend entwickeln, um nur einige Seen zu nennen. Im nächsten Jahr kommen der Sedlitzer See und am 31.07.2026 die Überleiter der Restlochkette hinzu.

Der Bereich Kali-Spat-Erz wurde 2014 durch die Verschmelzung von GVV und LMBV Teil unseres Unternehmens. Dort waren und sind die Arbeiten schon weit fortgeschritten. Bis auf Restleistungen in der Verwahrung der Gruben, haben wir dort Anlagen zu betreiben, um die Ewigkeitslasten des Bergbaus zu bewältigen. Aktuell bauen wir beispielsweise an der Arsenabreicherungsanlage im Bielatal und planen eine Wasserbehandlungsanlage in Elbingerode. Die Verwahrung in Elbingerode soll in 2030 abgeschlossen werden.

Es zeigt sich aber, dass wir uns immer mehr mit der Erneuerung der Anlagen beschäftigen müssen, denn auch die Anlagen sind teilweise schon mehr als 30 Jahre alt. Dies gilt nicht nur für KSE, sondern auch für die Braunkohlesanierung." (UST)

Nach der Zeremonie zu Ehren der Bergbehörden wurde im Saal das Steigerlied gemeinsam gesungen.
Nach der Zeremonie zu Ehren der Bergbehörden wurde im Saal das Steigerlied gemeinsam gesungen.
Bernd Sablotny im Gespräch mit Wirtschaftsminister Daniel Keller und LBGR-Präsident Sebastian Fritze.
Bernd Sablotny im Gespräch mit Wirtschaftsminister Daniel Keller und LBGR-Präsident Sebastian Fritze.
Das Ensemble „Die Weberknechte“.
Das Ensemble „Die Weberknechte“.


Fotos: Gernot Menzel für LMBV