Brückenneubau bei Burgneudorf – Ausbau der Kleinen Spree ist fast abgeschlossen

Senftenberg/Burgneudorf. Der Ausbau der „Kleinen Spree“ ist nahezu abgeschlossen. Mit der Übergabe der neuen Brücken über die Kleine Spree – einer Wirtschaftswegebrücke und einer Fußgängerbrücke – am 6. Mai 2026 an Marco Beer, Bürgermeister der Gemeinde Spreetal, durch Karsten Handro, Abteilungsleiter Ostsachsen des Sanierungsbereichs Lausitz der LMBV, fehlen nur noch wenige Restarbeiten am Projekt, das mit dem Beschluss des Planfeststellungsverfahrens im März 2018 begonnen hatte. Dieses beinhaltet den „Ausbau der Kleinen Spree von Burghammer bis Spreewitz“ auf einer Länge von 5,4 Kilometern, um die Wasserausleitung aus dem Wasserspeichersystem Lohsa II vollständig betriebsfähig zu machen.
Nachdem zwei bestehende Brücken altersbedingt ersetzt werden mussten, sind die Ersatzneubauten nun fertiggestellt und an das bestehende Wegesystem angeschlossen. Beide Brücken wurden mit einer Flachgründung mit Betonfundamenten errichtet. Zur Stabilisierung des Bodens wurden fünf Meter lange Rüttelstopfsäulen eingebracht.

Die vorbereitenden Arbeiten für den Gewässerausbau einschließlich der Kampfmittel-Suche und Beräumung begannen schon im Herbst 2018. Seit Juli 2020 wurde nach vollständiger Entschlammung der Ausbaustrecke innerhalb des ursprünglichen Gewässerverlaufes das neue Trapezprofil hergestellt.
Die Sohlbreite im Ausbaubereich beträgt nun im Mittel fünf bis sechs Meter und weist eine mäandrierende Niedrigwasserrinne auf. Das neue Gewässerbett ist insgesamt ca. zehn Meter breit. Der Gewässerausbau erfolgte in der „fließenden Welle“.
Zur Verbesserung der Lebensbedingungen für die Fließgewässerfauna wurden in ausgewählten Bereichen mit einer Gesamtlänge von ca. einem Kilometer Aufweitungen, kleine Inselflächen, Schilfflächen und unterschiedlich geneigte Böschungen angelegt, um gewässertypische Strukturen zu schaffen.
Mit dem Projekt „Ausbau der Kleinen Spree“ ist das Gewässer nun verbreitert und damit die Durchflussmenge vom Speichersystem zur Hauptspree von 1,5 auf 7,0 Kubikmeter Wasser je Sekunde erhöht worden. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 5,5 Mio Euro.

Hintergrund: Die Kleine Spree ist wichtiger Bestandteil des Wasserspeichersystems Lohsa II, bestehend aus dem Restloch Lohsa II, Dreiweiberner See und Bernsteinsee. Das Wasserspeichersystem Lohsa II dient der Niedrigwasseraufhöhung der Spree und damit dem Schutz des Biosphärenreservates Spreewald und der Stützung des Wasserhaushaltes von Berlin. Darüber hinaus ermöglicht der Speicher eine bessere wasserwirtschaftliche Steuerung der Bergbaufolgeseen. Im Sommer 2019 war in Burgneudorf der erste Spatenstich für die Neuprofilierung des Gewässers gesetzt worden.

Fotos: LMBV/Gernot Menzel und Steffen Rasche


Einweihung neuer Containerausstellung in Altdöbern

Viertes Leben für Info-Container: Nunmehr "Auf dem Weg zum Altdöberner See"

Altdöbern. Mit einer feierlichen Schlüsselübergabe wurde am 6. Mai 2026 die neue Containerausstellung in Altdöbern offiziell eröffnet. Die Ausstellung befindet sich in markanten blauen Containermodulen auf dem Parkplatz des Ärztehauses in der Jauerschen Straße und lädt ab sofort Besucherinnen und Besucher dazu ein, die Entwicklung der Region anschaulich zu entdecken. Der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg (ZV LSB) hatte die seit 2017 am Standort Lieske befindliche Ausstellung Ende 2025 an den neuen Standort verlegt.

Zur Eröffnung begrüßten der Vorsteher des ZV LSB, Detlev Wurzler, der Amtsdirektor des Amtes Altdöbern, Stefan Reiter, sowie der Pressesprecher der LMBV, Dr. Uwe Steinhuber, zahlreiche geladene Gäste. In ihren Ansprachen würdigten die Redner die lange Bergbautradition des Ortes und gaben zugleich einen Ausblick auf die zukünftige Nutzung des Altdöberner Sees. Die Ausstellung wurde zudem in den Kontext der Bergbautraditionsausstellungen eingeordnet, die im Anschluss an die Internationale Bauausstellung (IBA) nach 2011 entstanden sind. Stefan Reiter betonte in seinem Grußwort insbesondere die Bedeutung der touristischen Entwicklung in Altdöbern und sprach allen Beteiligten und Partnern seinen Dank für ihr Engagement bei der Realisierung des Projekts aus. Im Rahmen der Veranstaltung wurden die Container offiziell an das Amt Altdöbern übergeben, das künftig für den Betrieb und die Bewirtschaftung verantwortlich sein wird.

Die Ausstellung, bestehend aus drei nebeneinander angeordneten Containern, vermittelt die Entwicklung der ehemaligen Restlöcher Greifenhain und Gräbendorf hin zum Altdöberner beziehungsweise Gräbendorfer See. Neben informativen Leuchtkästen zu den Aufgaben des Bergbausanierers LMBV werden auch die Highlights des Lausitzer Seenlandes präsentiert. Über einen Monitor erhalten Besucherinnen und Besucher Einblicke in die laufenden und geplanten Sanierungsmaßnahmen am Restloch Greifenhain. Ein großformatiges Orthofoto ermöglicht darüber hinaus einen faszinierenden Blick aus der Vogelperspektive auf die gesamte Region.

Gefördert durch das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung erfolgte die Instandsetzung der Container durch die Agrargenossenschaft Großräschen sowie die farbliche Gestaltung durch den Malerfachbetrieb List aus Hoyerswerda. Für die inhaltliche und gestalterische Neuausrichtung der Ausstellung zeichnete die Werbeagentur Mädler verantwortlich, die im Auftrag der LMBV das Konzept in den vergangenen Monaten entwickelt und umgesetzt hat.

Symbol des Übergangs von der Tagebaulandschaft zur Tourismusregion.
Fotos: LMBV


Freiberger Studenten bei der LMBV: Neugierig auf die Arbeiten der Bergbausanierer und das entstehende Seenland

Senftenberg/Freiberg. Am 27. April 2026 besuchten mehrere Studenten der Technischen Universität Bergakademie Freiberg das Sanierungsgebiet der LMBV in der Lausitz. Sie wurden bergmännisch vom Sprecher der Geschäftsführung des Unternehmens, dem Assessor des Bergfachs Bernd Sablotny mit einem „Glück auf!“ am Sitz des Unternehmens begrüßt. Die Gruppe, alles Studenten zwischen dem 4. und 8. Semester, repräsentierte verschiedene Fachrichtungen der TUBAF, u. a. Geowissenschaften, Maschinenbau und Space-Ressources.

Gemeinsam mit Dipl.-Ing. Lars Ruhland, Abteilungsleiter Planung der LMBV, und Dipl.-Ing. Lucas Barthold, Referent im Büro der Geschäftsführung, wurden während einer Befahrung verschiedene Sanierungsprojekte befahren, darunter den Überleiter 11, die Brückenfeldkippe Sedlitz, das noch zu sanierende Restloch Westmarkscheide sowie die Reppister Höhe. Die beiden LMBV-Mitarbeiter, ehemalige Freiberger Absolventen, konnten zudem wertvolle Tipps zu einem potenziellen künftigen beruflichen Einstieg beim Bergbausanierer vermitteln.  (UST)

Foto: Lucas Barthold (LMBV)

Studenten der Bergakademie Freiberg informierten sich unter Führung von Lars Ruhland bei der LMBV – hier am Ilse-Kanal.


LMBV informiert über weitere Aktivitäten für eine saubere Spree

Neustadt/Spree. Die Aktivitäten der LMBV zur Reduzierung des Eisens in der Spree gehen in eine weitere Runde. Vor einem kleinen, aber interessierten Publikum informierte die LMBV in Neustadt/Spree darüber, welche Erfolge zurückliegende Maßnahmen erzielt haben und welche weiteren Einzelmaßnahmen im Südraum der Spree auf den Weg gebracht werden. Betroffene Grundstückseigentümer werden dazu in einem nächsten Schritt persönlich angeschrieben.
Sven Radigk, Leiter der Projektgruppe Gewässergüte Fließgewässer Lausitz in der LMBV, stellte drei konkrete Maßnahmen vor. Eine sei der Bau einer Dichtwand am Nordostufer des Speicherbeckens Lohsa II. Diese werde die Eisenfracht im Zustrom der Spree deutlich reduzieren. Ergänzt werde diese um einen Brunnenriegel entlang der Spree und der Kleinen Spree, durch den gezielt belastetes Grundwasser eingesammelt und abgeleitet wird. Die Ableitung erfolgt über eine Transportleitung zur Grubenwasserbehandlungsanlage (GWBA) Schwarze Pumpe. Damit diese die zusätzlichen Wassermengen aufnehmen und reinigen kann, werde die LMBV schließlich dort ein Erweiterungsbauwerk als Vorreinigungsstufe der Wasseraufbereitung errichten.
Die Planungen der drei Maßnahmen sei unterschiedlich weit fortgeschritten. Während für das Erweiterungsbauwerk bereits die Baugenehmigung vorliege, rechne die LMBV bei der Dichtwand etwa im Jahr 2028 mit der Einreichung des Antrags auf Planfeststellung beim Sächsischen Oberbergamt.
Insbesondere für die Errichtung des Brunnenriegels sei die Zustimmung einer Vielzahl von Grundstückseigentümern erforderlich, berichtete Radigk. Jeder der betroffenen Grundstückseigentümer werde in nächster Zeit angeschrieben, kündigte er an. Ziel sei es, mit jedem persönlich zu sprechen und bilaterale Vereinbarungen zu treffen. In Hinweisen oder Nachfragen der interessierten und ortskundigen Gäste ging es dann unter anderem auch um Grundstücksfragen.
Aufgrund der langen Zeiträume der Maßnahmen bis in die 2030er-Jahre hinein, sei die öffentliche Informationsveranstaltung als Auftakt zu verstehen. Entsprechend des Projektfortschritts werde die LMBV zu weiteren Veranstaltungen einladen.


Bundestagsabgeordneter Knut Abraham besuchte Bergbausanierer LMBV

Senftenberg. Am 27. April 2026 besuchte das Mitglied des Deutschen Bundestages Knut Abraham gemeinsam mit Mitarbeitern den Bergbausanierer LMBV in der Lausitz. Sie wurden zusammen vom Sprecher der Geschäftsführung Bernd Sablotny und dem Kaufmännischen Geschäftsführer des Bundesunternehmens, Torsten Safarik, herzlich am Sitz der LMBV begrüßt. B. Sablotny gab zunächst einen Überblick über das Aufgabenportfolio der LMBV und einen Ausblick zu den noch zu lösenden Herausforderungen.

Gemeinsam mit dem Sanierungsbereichsleiter Lausitz, Gerd Richter, informierte Torsten Safarik den Abgeordneten im Anschluss bei einer Befahrung im Sanierungsgebiet bei Senftenberg über aktuelle Herausforderungen in der Bergbausanierung in Mitteldeutschland und der Lausitz. Im Mittelpunkt stand dabei die Restlochkette, wo bis zum Sommer ein schiffbarer Verbund von fünf Seen hergestellt wird.

Der Diplomat und Volljurist Knut Abraham hat in Bonn Jura studiert und in Berlin sein Referendariat abgeleistet und dort 1998 das Zweite Juristische Staatsexamen bestanden. Seitdem war er als deutscher Diplomat tätig, u. a. im Auswärtigen Amt und acht Jahre im Bundeskanzleramt in Berlin sowie an den Botschaften in Helsinki, Sofia, Washington D.C. und Warschau. Seit 1985 ist er Mitglied der CDU. Im Jahre 2008 wurde er erstmals in den Kreisvorstand der CDU Elbe-Elster gewählt, dem er seitdem angehört. Im selben Jahr übernahm er die Leitung des Landesfachaus­schusses für Bundes- und Europaangelegenheiten der CDU Brandenburg. Knut Abraham ist seit 26.10.2021 Mitglied des Deutschen Bundestages und vertritt dort den Wahlkreis Elbe-Elster – Oberspreewald-Lausitz (65). Gewählt wurde er über die Landesliste. (UST)

MdB Abraham mit Mitarbeitern im Gepräch mit T. Safarik bei der LMBV
MdB Abraham mit Mitarbeitern im Gepräch mit T. Safarik bei der LMBV
MdB Knut Abraham mit Geschäftsführer Torsten Safarik und Bereichsleiter Gerd Richter
MdB Knut Abraham mit Geschäftsführer Torsten Safarik und Bereichsleiter Gerd Richter
Vor dem Rostigen Nagel: MdB Knut Abraham mit Geschäftsführer Torsten Safarik und Bereichsleiter Gerd Richter.
Vor dem Rostigen Nagel: MdB Knut Abraham mit Geschäftsführer Torsten Safarik und Bereichsleiter Gerd Richter.

 

Fotos: Dr. Uwe Steinhuber (LMBV)

Mitten in der Bergbausanierung: MdB Knut Abraham mit Geschäftsführer Torsten Safarik und Bereichsleiter Gerd Richter.
Gruppenfoto: MdB Knut Abraham mit Geschäftsführer Torsten Safarik und Bereichsleiter Gerd Richter, flankiert von Volker Seiferth sowie Praktikant Marcin Witan
Interessierte Zuhörer am Ilse-Kanal
Am Sornoer Kanal: MdB Knut Abraham mit Geschäftsführer Torsten Safarik und Bereichsleiter Gerd Richter sowie Begleiter Marcin Witan.


Sedlitzer See zum Baden und für die Schifffahrt freigegeben

Senftenberg/Lieske. Seit dem 24. April 2026 kann am Seestrand Lieske des Sedlitzer Sees offiziell gebadet werden, auch die Befahrung der Wasserfläche mit Booten oder Wassersportgeräten ist in Teilbereichen möglich. Dafür wurden nun alle formalen Hürden genommen: Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg (MIL) nahm den Sedlitzer See als schiffbares Gewässer in die Landesschifffahrtsverordnung auf, das Landratsamt Oberspreewald-Lausitz veröffentlichte am 23.04.2026 eine den Gemeingebrauch regelnde Allgemeinverfügung, die im Amtsblatt Nr. 11/2026 zu finden und online unter www.osl-online.de/bekanntmachungen einsehbar ist.

Gerd Richter, Sanierungsbereichsleiter Lausitz der LMBV erklärt dazu: „Die LMBV hat wieder eine Etappe bis zur Freigabe der Überleiter in der bergmännisch so genannten Restlochkette erreicht. Sie ist das Kernstück des Lausitzer Seenlandes. Wir haben im Vorfeld alles unternommen, um die geotechnische Sicherheit am und im Sedlitzer See zu ermöglichen. Dies alles passiert am vormaligen Restloch Sedlitz noch unter dem Bergrecht – hier gilt unser besonderer Dank der begleitenden Bergbehörde LBGR in Cottbus, die die jetzigen Lösungen mitträgt. Auch die untere Wasserbehörde des Landkreises Oberspreewald-Lausitz , das Landesamt für Bau und Verkehr sowie das MIL haben tüchtig mitgewirkt. Die LMBV hat nun mit dem Abbau eines großen Teils der Sperrbereichsschilder ein Zeichen gesetzt, dass die Nutzer des Sees die Wasserfläche in Anspruch nehmen können. Teile des Sees sind noch mit Schifffahrtstonnen gekennzeichnet und müssen durch alle Gewässerbenutzer beachtet werden. Diese Einschränkungen aufgrund des langen Winters werden 2027 dann aufgehoben sein.“

Grit Klug, Erste Beigeordnete und Dezernentin für Bau, Ordnung und Umwelt des Landkreises Oberspreewald-Lausitz: „Schritt für Schritt bewegen wir uns gemeinsam auf das Highlight des Jahres im Lausitzer Seenland zu. Bevor wir am 29. Juni 2026 gemeinsam alle Seen über Überleiter miteinander verbinden und nutzen können, ist es uns aber auch wichtig, die lokalen Akteure und Anwohner am Sedlitzer See zu beteiligen. Daher wollen wir nun mit dieser Allgemeinverfügung den hoffentlich schönen Frühling auch nah am Wasser ermöglichen. Wer mag, kann in Lieske baden, sein Boot an dortigen Slipstelle einlassen und eine Tour fahren. Die Zeit möchten wir nicht verstreichen lassen. Die Allgemeinverfügung unserer unteren Wasserbehörde legt fest, welche Aktivitäten im und auf dem See derzeit bereits möglich sind, und sorgt so dafür, dass das Gewässer sicher genutzt werden kann. Im gemeinsamen Zusammenwirken mit LMBV, der Brandenburger Bergbehörde und dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung ist diese Freigabe eine richtungsweisende Entscheidung und ein weiteres positives Zeichen für das Seenland insgesamt.“

Robert Crumbach, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg: „Das Land Brandenburg hat ebenso wie der Freistaat Sachsen früh die Chancen erkannt, die sich aus der Sanierung der Lausitzer Bergbaufolgelandschaft ergeben. Die Herausforderungen waren allerdings auch riesig. Aber das Ziel war über die Jahre immer klar vor Augen: Es entsteht eine überregional bedeutsame Kulturlandschaft, die viele Menschen anziehen und begeistern wird. Nicht nur der Tourismus wird profitieren, sondern vor allem die Bewohnerinnen und Bewohner dieser Region. Mit der Nutzungsfreigabe des Sedlitzer Sees ist ein weiterer Meilenstein für die Lausitz erreicht.“

Fotos: LMBV


Ergänzende Webseite zum Wassermanagement in der Lausitz schafft schrittweise noch mehr Transparenz

8. Sitzung der länderübergreifenden Arbeitsgruppe Flussgebietsbewirtschaftung fand am 22.04.2026 in Berlin statt

Dresden | Berlin. Entsprechend einer Medieninformation des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft fand am 22.04.2026 die 8. Sitzung der Strategischen Arbeitsgruppe Flussgebietsbewirtschaftung für Spree, Schwarze Elster und Lausitzer Neiße in Berlin statt.

Das länderübergreifende Gremium vereint die für die Wasserwirtschaft zuständigen Ministerien und Behörden aus Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Im Fokus der Arbeitsgruppe steht eine der größten umwelt- und strukturpolitischen Herausforderungen der Region: die tiefgreifenden Auswirkungen des Braunkohlebergbaus und des beschlossenen Kohleausstiegs auf den Wasserhaushalt.

Schwerpunkt der aktuellen Arbeit der beteiligten Länder ist deshalb die Erarbeitung eines wasserwirtschaftlichen Gesamtkonzepts Lausitz. Das Gesamtkonzept wird konkrete Maßnahmen wie die Optimierung bestehender oder Erweiterung um neue Speicher bis hin zu Wasserüberleitungen zur Bewältigung der wasserwirtschaftlichen Folgen des Braunkohleabbaus aufzeigen, die dafür notwendigen Aufwendungen dokumentieren und die wasserwirtschaftlichen Effekte miteinander vergleichen.

Insgesamt wurde und wird dazu eine Vielzahl von Einzeluntersuchungen absolviert. Mit dem Konzept werden somit verschiedene Handlungsoptionen zum künftigen Wasserressourcenmanagement herausgearbeitet und eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die weiteren konkreten Umsetzungsschritte geschaffen.

Die Arbeitsgruppe beschloss am 22.04.2026 zudem den Start einer neuen ergänzenden Webseite. Ziel der Plattform ist es, zentrale Informationen zu bündeln, den aktuellen Stand der Arbeiten der AG FGB nachvollziehbar darzustellen und damit die Öffentlichkeit frühzeitig einzubinden.

Mit der Fertigstellung des wasserwirtschaftlichen Gesamtkonzepts Lausitz wird derzeit für das Jahr 2028 gerechnet. 

Die Webseite ist ab sofort unter https://www.wassermanagement-lausitz.de erreichbar.  

Parallel firmiert die vormalige Flutungszentrale der LMBV seit September 2025 als Wasserbewirtschaftungszentrale Lausitzer Revier (WBLR). Deren Leiter Maik Ulrich ist nach wie vor unter unter Tel. +49 3573 84 4354 oder fzl@lmbv.de erreichbar.

Quelle: PM des Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft v. 22.04.2026 | mit LMBV (UST)

Fotos: Screenshot der neuen Website der AG FGB | LMBV-Symbolfotos


15-jähriges Jubiläum des Geotechnischen Beirates der LMBV

Senftenberg. Infolge der ab 2009 im Zuge des flächenhaften Grundwasserwiederanstiegs gehäuft auf Lausitzer Innenkippen eingetretenen großräumigen Setzungsfließereignisse und Geländeeinbrüche bestand die Notwendigkeit, Ursachen und Mechanismen der ohne erkennbares Initial entstandenen Bodenverflüssigungen wissenschaftlich vertieft zu untersuchen. Vor diesem Hintergrund wurde am 24. Februar 2011 der Geotechnische Beirat (GTB) der LMBV als Beratergremium für die Bewältigung grundsätzlicher Fragen zur dauerhaft standsicheren Gestaltung von Innenkippen berufen. Dieser setzt sich interdisziplinär mit Fachleuten aus Wissenschaft und Forschung, Experten aus der geotechnischen Praxis mit anerkannten Sachverständigen für Geotechnik sowie Vertretern der LMBV zusammen.

15 arbeits- und erkenntnisreiche Jahre sind seit der Gründung dieses wichtigen
Gremiums vergangen. Um dieses Jubiläum zu würdigen und weiterhin vorhandene Herausforderungen in Verbindung mit der Sanierung der Lausitzer Innenkippen zu erörtern, fand am 26. Februar 2026 die mittlerweile 21. GTB-Sitzung statt. Als zentrales Ergebnis der Fachveranstaltung ist die Überführung des Verfahrens der Schonenden
Sprengverdichtung (SSPV) aus der pilothaften Anwendung in den Status einer „allgemein anerkannten Regel der Technik“ hervorzuheben. Diese Einstufung wurde vom Fachgremium vorgenommen, nachdem sowohl für die mittels SSPV vergüteten Innenkippenflächen des ehemaligen Tagebaus Seese-Ost als auch für den Bereich des Hauptwirtschaftsweges Seese-West ein überdurchschnittlicher Verdichtungserfolg nachgewiesen werden konnte.

Über diesen bedeutenden Meilenstein sowie weitere fachliche Inhalte der 21. GTB-Sitzung wurden in der Beratung vom 6. März 2026 die Bergämter der Länder Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt sowie Vertreter der Geschäftsstelle StuBA mit sehr positivem Feedback informiert. Dies markiert einen wichtigen Fortschritt und bestätigt zugleich die strategische Ausrichtung der LMBV zur Sicherung der Lausitzer Innenkippen mit dem Ziel, die Bergaufsicht perspektivisch zu beenden. (Katja Mühlig)

Fotos: LMBV


Bundestagsabgeordnete Kathrin Michel besuchte Bergbausanierer LMBV

Senftenberg. Am 8. April 2026 besuchte das Mitglied des Deutschen Bundestages Kathrin Michel den Bergbausanierer LMBV in der Lausitz. Sie wurde zusammen mit ihrer Mitarbeiterin und ihrem Mitarbeiter vom Kaufmännischen Geschäftsführer des Bundesunternehmens, Torsten Safarik, herzlich am Sitz der LMBV begrüßt. Gemeinsam mit dem Sanierungsbereichsleiter Lausitz, Gerd Richter, informierte Torsten Safarik die Abgeordnete über aktuelle Herausforderungen in der Bergbausanierung in Mitteldeutschland und der Lausitz. Im Anschluss ging es in eines der Sanierungsreviere der LMBV auf Befahrung. Im Mittelpunkt stand die Restlochkette, wo bis zum Sommer ein schiffbarer Verbund von fünf Seen hergestellt wird.

Kathrin Michel, MdB, konnte sich einen guten Eindruck von den herausfordernden Aufgaben, die noch vor der LMBV liegen, verschaffen. Die in Forst geborene SPD-Abgeordnete, die ihren Wahlkreis in der Lausitz in der Region Bautzen hat, ist seit 2021 Ordentliches Mitglied des Haushaltsausschusses des Bundestages und auch auch im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit aktiv. „Die Zukunft hängt davon ab, was wir heute tun“, zitiert K. Michel gelegentlich Mahatma Gandhi, den indischen Weltveränderer. „Dieses Zitat gehört zu meinen Lebensgrundsätzen“, so die Abgeordnete. (UST)

Bereit zur Befahrung im Jeep in das entstehende Lausitzer Seenland: MdB Kathrin Michel mit Torsten Safarik und Grit Hermersdorfer.
Bereit zur Befahrung im Jeep in das entstehende Lausitzer Seenland: MdB Kathrin Michel mit Torsten Safarik und Grit Hermersdorfer.
Es gab viel zur LMBV zu berichten.
Es gab viel zur LMBV zu berichten.
Torsten Safarik hat die volle Aufmerksamkeit der Abgeordneten und ihrer Mitarbeiter Grit Hermersdorfer und Harald Prause-Kosubeck.
Torsten Safarik hat die volle Aufmerksamkeit der Abgeordneten und ihrer Mitarbeiter Grit Hermersdorfer und Harald Prause-Kosubeck.
Gerd Richter erläutert MdB K. Michel die Herausforderungen am Partwitzer See
Gerd Richter erläutert MdB K. Michel die Herausforderungen am Partwitzer See
Der Sanierungsstützpunkt mit der "Klara" war eine Befahrungsstation.
Der Sanierungsstützpunkt mit der "Klara" war eine Befahrungsstation.

 

Fotos: Dr. Uwe Steinhuber (LMBV)

Gerd Richter und Torsten Safarik erläutern MdB K.athrin Michel die Herausforderungen am Partwitzer See.
An der "Klara" im Sanierungsstützpunkt der LMBV.
Intensive Diskussionen zur Entwicklung des Lausitzer Seenlandes - hier am künftigen Anleger am Partwitzer See.
Ilse Kanal - Einfahrt


Bauarbeiten am Berzdorfer See dauern länger – Blaue Lagune Ostern erreichbar

Senftenberg/Berzdorf.  Aufgrund des langen und strengen Winters sowie unvorhersehbaren Baugrundverhältnissen und somit notwendiger zusätzlicher Leistungen verzögern sich die Bauarbeiten der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) an der „Blauen Lagune“ am Berzdorfer See.
Es gilt derzeit, die Wasserableitungen in den See standsicher herzustellen. Dafür werden Spundwände seitlich der Leitungen eingebracht und der instabile Baugrund durch standsicheres Material ersetzt.
Die Arbeiten werden bis Ende April andauern und in der Sommersaison ruhen. Auch über das Osterwochenende werden die Bauarbeiten eingestellt, sodass der Zugang zum Strand und zum Restaurant in der Blauen Lagune gewährleistet ist. Auch der Radweg ist in dieser Zeit nutzbar.
Im Herbst, nach der Badesaison, werden die Bauarbeiten dann wieder aufgenommen und die Maßnahme fertiggestellt.
„Solch ein witterungsbedingter Verzug von acht Wochen lässt sich leider nicht mehr aufholen, wir haben das Mögliche getan“, so Karsten Handro, Abteilungsleiter Ostsachsen der LMBV.

Anfang November 2025 begann die LMBV mit der Sanierungsmaßnahme am Berzdorfer See. Im Strandabschnitt „Blaue Lagune“ wird in die bestehende Böschung eine so genannte „Sickerstützscheibe“ eingebaut: eine Sickeranlage zur Entwässerung von Böschungen. Sie besteht aus einem in Falllinie abgetreppt ausgeführtem Schlitzgraben, der mit Schotter, Kies oder auch mit Einkornbeton verfüllt wird.
Ziel der Maßnahme ist, die Absenkung der Sickerlinie um ca. zwei Meter in der Böschung zur realisieren. Dadurch wird die Dauerstandsicherheit der Böschung hergestellt. Des Weiteren werden die vorhandenen Böschungsfußgräben ertüchtigt und zusätzliche Ableiter von der Berme bis zur Wasserlinie des Restsees errichtet.

Hintergrund:
Der Berzdorfer See ist ein ehemaliger Braunkohletagebau, der zwischen 1946 und 1997 rund 305 Millionen Tonnen Rohbraunkohle lieferte. Der Abbau von Braunkohle begann im „Berzdorfer Becken“ jedoch bereits schon im ausgehenden 19. Jahrhundert in kleineren Gruben.

Fotos: LMBV/Rasche/Mohwinkel