Schonendes Sprengen auf der Brückenfeldkippe bei Sedlitz beginnt

Senftenberg. Im Auftrag der LMBV löste der Sprengberechtigte Sven Krause von der auftragnehmenden Firma  TDE am 16. Januar 2024 um 15.05 Uhr die erste gezielte Sprengung zur Verdichtung der sog. Brückenfeldkippe bei Sedlitz aus. Es kommt das Verfahren der Schonenden Sprengverdichtung (SSPV) zum Einsatz. Es werden in der Folgezeit rund 3.200 weitere Bohrlöcher abgeteuft und mit 4.300 Zündern und etwa 13.000 kg Sprengstoff bis Ende 2025 besetzt werden. 

Bei dieser ersten Sprengung handelt es sich um ein Bohrloch mit vier Ladungen von ca. je 4,5 kg, gestaffelt bis in eine Tiefe von ca. 30 Metern. Dies ist der Auftakt zu noch länger andauernden notwendigen Sicherungsarbeiten im Kippengelände zwischen dem bereits uferseitig gesicherten Restloch Sedlitz und der Ortslage Sedlitz. Die dort locker gelagerten Abraummassen in der sog. „Brückenfeldkippe“ müssen schrittweise verdichtet werden, bevor der Sedlitzer See voraussichtlich in Gänze 2026 seiner Nutzung zugeführt werden kann.

Im Vorfeld war es daher notwendig, den bisher für den zeitlich parallelen Ableiterbau (auf den ersten 600 Metern ab Uferlinie) noch niedrig gehaltenen Wasserstand im Restloch Sedlitz auf für die SSPV notwendige Höhe von mindesten 99,50 m NHN zu bringen, damit eine ausreichende Aufsättigung der Kippe für das anzuwendende Verdichtungsverfahren erfolgen konnte.

Dank der gezielten Bewirtschaftung der Flutungszentrale Lausitz konnte der Wasserstand im Restloch Sedlitz seit Dezember 2023 um etwa 130 Zentimeter durch Zuleitung von Spree- und Neißewasser aus dem Oberen Landgraben sowie von Elsterwasser über den Sornoer Kanal aus benachbarten Restlöchern angehoben werden.

Die nächsten Sprengungen werden jetzt auf ca. 120 Hektar in den kommenden Monaten schrittweise umgesetzt werden. Im zeitlichen Vorlauf waren an angrenzenden Infrastrukturen und Wohnbebauungen Beweissicherungsverfahren durchgeführt worden. Die von der SSPV ausgelösten Schwingungen werden zudem überwacht. Die Sprengparameter sind so ausgerichtet, dass die  vorgegebenen Grenzwerte entsprechend DIN 4150 nicht überschritten werden.

Auf dem Brückenfeld Sedlitz werden verschiedene technische Verfahren angewendet. Dabei kommen die tiefenwirksame Oberflächenverdichtung (TOV) mittels Walze und die Schonende Sprengverdichtung zum Einsatz. Mithilfe der Schonenden Sprengverdichtung werden erst die forstwirtschaftlichen Flächen und später die Landwirtschaftsfläche gesichert. Dafür erfolgten 2022 und 2023 bereits die notwendigen Holzungen. Nach dem Ende der Verdichtungsarbeiten beginnen ab 2026 die dann noch notwendigen Geländeauffüllungen sowie die Aufforstungsmaßnahmen.

Hintergrund: Das Brückenfeld Sedlitz ist eine ungesicherte Tagebaukippe. Zwischen 1921 und 1980 förderte der Tagebau Ilse-Ost/Sedlitz Braunkohle, auch im so genannten Brückenfeld. Die Kippe besteht aus locker gelagertem Boden und ist nicht sicher. Es handelt sich um eine sogenannte Innenkippe. In dieser kann es mit ansteigendem Grundwasser zu „spontanen Verflüssigungen“, bergmännisch zu Rutschungen bzw. Grundbrüchen, kommen. Auslöser sind unterschiedliche Initiale, z. B. Erschütterungen. Die Gefahr, die von solchen Innenkippen ausgehen kann, ist im Jahr 2018 am nahen Senftenberger See wieder verstärkt ins öffentliche Bewusstsein gerückt, als Teile der Insel im See abrutschten. Mit aufsteigendem Grundwasser und der Flutung des Sedlitzer Sees in den nächsten Jahren wird die Brückenfeldkippe immer unsicherer. Dadurch ist es zwingend erforderlich, die Sanierung anzugehen. Der entstandene Waldbestand und die 40jährige Lagerung reichten nicht aus, um die Erdmassen zu stabilisieren. Der Mensch hatte tief in die Bodenstrukturen eingegriffen. Nun muss diese mit vorhandener Technologie verdichtet werden, um Gefahren zu beseitigen. Das Brückenfeld Sedlitz befindet sich östlich von Sedlitz, einem Ortsteil von Senftenberg.

Landwirtschaftsfläche auf der Brückenfeldkippe Sedlitz von Steffen Rache für LMBV 2023
Luftaufnahme Brückenfeldkippe (2023)
Fotos: LMBV


LMBV startet Veranstaltungsreihe zur Eisenhydroxidschlamm-Thematik

Senftenberg. Die LMBV plant auf ihrem eigenen Betriebsgelände eine Deponie für Eisenhydroxidschlamm (EHS). Während es im unmittelbaren Projektumfeld Kritik an dem Vorhaben gibt, sehen Experten darin eine Lösung für das EHS-Problem, das unter anderem zur Verockerung der Spree und anderer Fließgewässer führt. Auch über die Wiederverwertung von EHS wird nachgedacht, aber für die schiere Menge der eisenhaltigen Schlämme braucht es verschiedene Lösungen. Die LMBV betriebseigene Monodeponie ist nur eine davon. Betroffen vom Thema ist die gesamte Lausitz.
Um das Thema etwas weiter zu öffnen, den Austausch zu ermöglichen und zugleich Missverständnisse auszuräumen, werden ab Januar 2024 zunächst drei Themenwerkstätten angeboten.
Auftakt war am 18. Januar mit Dieter Perko, Bürgermeister der Gemeinde Neuhausen und Vorsitzender des Aktionsbündnisses Klare Spree. Er ging der Frage nach, warum es dringend Lösungen für gesunde Gewässer in der Lausitz braucht und was EHS damit zu tun hat.
Weitere Veranstaltungen sind für den 15. Februar („Möglichkeiten und Grenzen der Wiederverwertung von EHS“) und den 14. März („Harte Bandagen für Deponien – was auf einer Deponie der Klasse 1 [DK 1] deponiert werden darf“) am selben Ort geplant.
Sven Radigk, Projektleiter bei der LMBV: „Das Thema ‘Wasserressourcen schützen – EHS entsorgen‘ beschäftigt die LMBV in der gesamten Lausitz intensiv, schon seit über zehn Jahren. Schlussendlich betrifft das Thema Wasser uns alle und jeden. Wenn wir saubere Gewässer haben wollen, müssen wir die Eisenhydroxidschlämme wirtschaftlich verwerten oder gemeinwohlverträglich beseitigen. Wir wollen mit den Themenwerkstätten zeigen, dass für ein so komplexes Thema wie EHS unterschiedliche Lösungsansätze gebraucht werden, aber auch eine sachliche Diskussion, um Vor- und Nachteile abzuwägen. Die EHS-Entsorgungsfrage darf zukünftig nicht das K.O.-Kriterium für notwendige Wasserbehandlungen oder erforderliche Gewässerunterhaltungsmaßnahmen sein respektive werden.“

Die Veranstaltungen sind offen und bedürfen keiner  Anmeldung. Die nächste  Themenwerkstatt findet statt am:

Donnerstag, 15. Februar 2024,
17:00 Uhr
BTU-Campus Senftenberg, Senatssaal im Gebäude 2
Universitätsplatz 1
01968 Senftenberg


LMBV erstmals als familienfreundliches Unternehmen zertifiziert

Senftenberg/Leipzig/Sondershausen. Der Bergbausanierer LMBV wurde kürzlich im Dezember nach einem umfangreichen Audit zum Thema „Beruf und Familie“ offiziell zertifiziert. Das bundeseigene Unternehmen, dass derzeit rund 700 Mitarbeiter an drei Betriebsstandorten hat, kann nun als „familienfreundliches Unternehmen“ agieren.

Der Bergbausanierer hatte sich Anfang 2023 auf den Weg gemacht, das Zertifikat zum „audit berufundfamilie“ zu erlangen. Den notwendigen Auditprozess begleitete mit Dr. Elisabeth Mantl eine erfahrene Auditorin und Beraterin. Bereits zu Beginn des Auditverfahrens mit Aufnahme des Status Quo attestierte sie: „Die LMBV war und ist bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie bereits gut aufgestellt.“

Anfang Juli 2023 wurden in einem ersten Audit-Meilenstein - dem Strategieworkshop unter Einbindung der Bereichsleitungen, Arbeitnehmervertretungen, der Schwerbehindertenvertretung sowie der Gleichbehandlungsbeauftragten - die Leitplanken für das Audit gesteckt. Das übergeordnete Ziel in diesem Prozess ist es, den Beschäftigten eine gute Vereinbarung von Beruf und Familie zu ermöglichen.

Der Familienbegriff ist dabei weiter gefasst und wurde als Vereinbarkeit von dienstlichen und individuellen Belangen definiert. Diese Formulierung zeigt auch die Vielschichtigkeit des Themas. Grundsätzlich wird von der Umsetzung eines familien- und lebensphasenbewussten Personalmanagements in der LMBV eine stabilisierende Wirkung auf die Mitarbeiterbindung sowie die Arbeitgeberattraktivität erwartet. In der LMBV steht dieses unter dem Motto, dass zufriedene Menschen auch erfolgreicher arbeiten.

An einem zentralen Auditierungsworkshop im Sommer 2023 nahmen Vertreter aus unterschiedlichsten Unternehmensbereichen teil, die einen Mix aus inhaltlichen Interessenslagen, Standorten und Tätigkeitsbereichen darstellten. Beschäftigte und Auditorin halten nach einer angeregten Diskussion fest, dass es bereits viele gute Ansätze und Handlungsbereiche zur Vereinbarkeit von dienstlichen und individuellen Belangen gibt. Dazu zählen u. a. die Vereinbarungen zur Arbeitszeitgestaltung mit Funktionszeiten und zum mobilen Arbeiten oder Informationen zum aktuellen Geschehen in der LMBV in der Mitarbeiterzeitung „LMBV intern“.

In der begleitenden Diskussion zu den Entwicklungswünschen wurde allerdings auch deutlich, dass die Umsetzbarkeit für die LMBV als Zuwendungsempfängerin des Bundes teilweise eingeschränkt ist. Die Zielvereinbarung – wesentliches Element für eine Zertifizierung – enthält daher auch eine Formulierung zur Schaffung von Verständnis und Akzeptanz bei den Beschäftigten hinsichtlich des Besserstellungsverbotes.

Die erarbeitete und nun vorliegende Zielvereinbarung ist die Grundlage für die Begutachtung und den Erhalt des Zertifikats zum „audit berufundfamilie“. Sie ist mit Maßnahmen und Verantwortlichkeiten sowie zeitlichen Umsetzungshorizonten untersetzt und stellt damit eine Art Projektplan dar. Jetzt gilt es, gemeinsam mit den Beschäftigten das Umsetzen des Maßnahmenplans im Unternehmen zu starten.

Um sich am Fachkräftemarkt zu behaupten, geht auch die LMBV vielseitige Wege, um ihre Belegschaft zu halten und neue Mitarbeitende zu gewinnen. Dabei stehen wir im harten Wettbewerb um die besten Köpfe. Unsere vielfältigen Angebote zur flexiblen Arbeitsgestaltung, insbesondere auch unsere Arbeitszeitmodelle, ermöglichen eine immer bessere Vereinbarkeit und Balance zwischen Arbeit und individuellen Bedürfnissen.“ Dr. Berthold Stevens, Bereichsleiter Personal und Recht

Hintergrund: Warum ist der Bergbausanierer LMBV „familienfreundlich“?

Laut dem mit der IGBCE vereinbarten Tarifvertrag haben die Beschäftigten der LMBV u.a. günstige Rahmenbedingungen, die mit 38,5 Stunden Arbeitszeit pro Woche und einem Gleitzeitrahmen von 6:00 bis 20:00 Uhr ohne Kernzeit eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf bieten. Zunehmend werden auch die Möglichkeiten zu Teilzeit-Arbeitsmodellen genutzt. Die vielseitigen Aufgabenstellungen und ein transparentes und offenes Arbeitsumfeld ermöglichen vielen Beschäftigten - auch mit der Ausstattung der entsprechenden PC-Technik - die Möglichkeit zur mobilen Arbeit. Neben 30 Tagen Urlaub zzgl. einer Betriebsruhe zwischen Weihnachten und Neujahr werden gem. Entgelttarifvertrag der LMBV 13,2 Monatsgehälter pro Jahr gezahlt. Es gibt die Optionen einer fundierten Einarbeitung, betriebliche interne und externe Fortbildungen sowie eine unterstützende betriebliche Altersvor-sorge mit einem arbeitgeberfinanzierten Rentenbaustein sowie einem AG-Zuschuss zur Entgeltumwandlung.


Filmische Impressionen der LMBV zur Barbarafeier 2023

Senftenberg | Leipzig | Sonderhausen. Am Abend des 5. Dezember 2023 hatten filmische Impressionen der LMBV zur Barbarafeier 2023 ihre Premiere. Sie zeigen ausschnittsweise und beispielhaft Szenen aus der Wiedernutzbarmachungsarbeit der Bergbausanierer. Konzipiert von der LMBV-Unternehmenskommunikation, hat die FILMART Potsdam mit ihrem Geschäftsführer Christian Horn und mit Unterstützung der Agentur agreement diesen interessanten Jahresrückblick erstellt.

Dieser ist nun auch in der LMBV-Mediathek zu finden.

Foto: LMBV | Matthias Müller


Weitere Informationsveranstaltung der LMBV für Sedlitzer Anrainer vor Kippenverdichtung

Senftenberg | OT Sedlitz. Am Abend des 14. November 2023 hatte der Sanierungsbereich Lausitz der LMBV zu einer weiteren Informationsveranstaltung der Bergbausanierer für die Sedlitzer Anrainer in das Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr eingeladen. Anlass war der Fortschritt der Rodungsarbeiten auf der benachbarten Brückenfeldkippe. Dieser noch ungesicherte Innenkippenbereich steht alsbald auch zur geotechnischen Sicherung an.

Gerd Richter, Bereichsleiter des Sanierungsbereiches Lausitz stellte den erreichten Holzungsfortschritt dar und informierte über das beginnende Einrichten der Baustelle für die geplanten Verdichtungssprengungen. Hier wird die auftragnehmende Firma TDE voraussichtlich ab dem 16. Januar 2024 in einem ersten Testfeld mit dem Abbohren für die Schonende Sprengverdichtung (SSPV) ortsfern beginnen. Ein zweites Testfeld ist für den September 2024 geplant. Auf den Erkenntnissen der Testfelder aufbauend und den Vorgaben des Sachverständigen für Geotechnik folgend werden dann in mehreren Sprengfeldern die Verdichtungsarbeiten schrittweise umgesetzt werden.

Im Vorfeld wurden bereits die an die Kippe angrenzenden Eigentümer und Anwohner kontaktiert und vorlaufende Beweissicherungsverfahren begonnen, teilweise auch schon abgeschlossen. Der LMBV-Bausachverständige Torsten Sprenger – Telefon 03573 84 4628 – wird im Dezember und Januar noch weitere Termine vor Ort in Sedlitz wahrnehmen. Einige Sedlitzer, auch mit einer möglicher Randbetroffenheit, nutzen nach einer expliziten Aufforderung des Veranstalters die Gelegenheit, sich für solch eine Beweissicherung noch anzumelden T. Sprenger stand im Anschluss auch für Fragen zur Verfügung und verteilte noch etwa 16 ergänzende Meldebögen.

Rund 50 Sedlitzer waren der Einladung der LMBV gefolgt. Seitens der Stadtverwaltung folgten auch Geschäftsbereichsleiter Carsten Henkel und Falk Peschel vom Büro des Bürgermeisters den Ausführungen der LMBV. Der Bergbausanierer wird künftig jährlich über den Verdichtungsfortschritt informieren und benannte Ansprechpartner für die Zeit dazwischen.

Fotos: LMBV | Dr. Steinhuber
Anträge auf eine vorlaufende Beweisssicherung wurden von den Bürgern angenommen.


Geologische Dienste der DACH-Staaten auf Fachexkursion zu Lausitzer Bergbauthemen

Senftenberg. Auf Einladung des Präsidenten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) Prof. Dr. Ralph Watzel, reisten Vertreter der Geologischen Dienste von Bundes- und Landesebene der DACH-Staaten (Deutschland, Österreich, Schweiz) in der vergangenen Woche in die Lausitz, um sich im Rahmen eines jährlichen Erfahrungsaustausches zu Rohstoffpolitik und Rohstoffgeologie auch über den aktiven Braunkohlenbergbau und den Sanierungsbergbau zu informieren.

Die ganztägige Fachexkursion am 12. Oktober 2023 startete für die rund 15 Teilnehmer mit einer kurzen Einführung zur Tagebauführung am LEAG-Kraftwerk Schwarze Pumpe sowie einer anschließenden Befahrung des Tagebaus Welzow-Süd.

Zum Sanierungsbergbau der LMBV standen u.a. die eingesetzten Verdichtungstechnologien in der Lausitz und die touristische Nutzung der Bergbaufolgeseen auf dem Programm. Bevor es an den Altdöberner See, dem ehemaligen Tagebau Greifenhain, ging, gab der Sprecher der Geschäftsführung der LMBV, Bernd Sablotny, einen umfassenden Einblick in die umfangreichen Arbeiten und Herausforderungen des Bergbausanierers.

Abschließend ging es für alle Beteiligten zum Gräbendorfer See. Hier standen die Rekultivierung und der Naturschutz im Mittelpunkt der Ausführung. Der Gräbendorfer See entstand bis 2007 durch die Flutung des ehemaligen Braunkohletagebaus Gräbendorf und wurde 2018 aus der Bergaufsicht entlassen. Die Insel am östlichen Ufer ist Teil einer ca. 170 Hektar großen Fläche des Europäischen Vogelschutzgebietes "Lausitzer Bergbaufolgelandschaft". Sturmmöwen haben sich nach Ende des Abbaus der Braunkohle und mit der Ausbildung großflächiger Sandoffenflächen hier angesiedelt.

Fotos: LMBV


Prof. Luckner aus dem Wissenschaftlich-Technischen Beirat verabschiedet

Senftenberg. Der Wissenschaftlich-Technische Beirat für wasserwirtschaftliche Maßnahmen, welcher im Jahr 2004 durch die LMBV und dem StuBA etabliert wurde, tagte am 11. Oktober 2023 zum 31. Mal. 

Zur 31. Sitzung wurde Prof.  Dr.-Ing. habil Ludwig Luckner, ein Gründungsmitglied des WTB, von Bernd Sablotny, Sprecher der Geschäftsführung der LMBV, mit dem Dank für die langjährig erfolgreich geleistete Arbeit verabschiedet. 

Prof. Dr. Traugott Scheytt (rechts im Bild), Lehrstuhlinhaber für Hydrogeologie und Hydrochemie an der TU Bergakademie Freiberg, wurde als neues Mitglied des WTB begrüßt.

Der WTB berät die LMBV bei grundsätzlichen wasserwirtschaftlichen Fragestellungen und prüft Projektskizzen und Vorschläge Dritter zu Lösungsansätzen der wasserwirtschaftlichen Sanierung.


Nachhaltigkeit der Bergbaufolgelandschaften im Mittelpunkt eines Gesprächs mit Fraktionschefs der BÜNDNISGRÜNEN

Potsdam/Senftenberg. Am 4. September 2023 traf sich Gunnar John, Kaufmännischer Geschäftsführer der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) mit Cornelia Lüddemann, Vorsitzende der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Sachsen-Anhalt, Franziska Schubert, Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag und Benjamin Raschke, Co-Fraktionsvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Brandenburger Landtag, um sich über die Fortschritte in der Bergbausanierung im Osten Deutschlands auszutauschen.

LMBV-Geschäftsführer G. John konnte anhand der ersten Nachhaltigkeitsberichte des Umwelt-, Ingenieur- und Bergbauunternehmens LMBV die langfristigen Strategien für einen nachhaltigen Umgang mit Bergbaufolgelandschaften im Lausitzer und mitteldeutschen Revier erläutern. Neben dem Bereitstellen von Flächen für das Nationale Naturerbe entwickelt die LMBV auch Flächen, die sich künftig für das Verpachten zum Solar- und Windenergie-Erzeugen eignen könnten. Neben Wasserqualitäts- und Wasserquantitätsfragen waren auch die anstehenden Daueraufgaben des Bundesunternehmens in der aktuellen und künftigen Bergbausanierung von Interesse.

Publikation


Bundestagsabgeordnete Lay erneut im Dialog mit Bürgermeister, Zweckverband und Bergbausanierer

Geierswalde. Bereits zum zehnten Mal besuchte die Lausitzer Bundestagsabgeordnete Caren Lay im Rahmen ihrer Sommertour das Lausitzer Seenland. Anlässlich dieses Besuches diskutierte die stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE am 14. September 2023 am Geierswalder See u.a. mit dem Bürgermeister von Lohsa, Thomas Leberecht, dem Geschäftsführer des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Sachsen Daniel Just sowie LMBV-Abteilungsleiter Karsten Handro über aktuelle Themen.

Im Gespräch informierte sich das Mitglied des Bundestages zu den bergbausanierungstechnischen Fortschritten der LMBV im Lausitzer Seenland. K. Handro verwies auf die vielfältigen Baustellen und prioritären Projekte, darunter den Bau des Ableiters vom Sedlitzer See, die Vorbereitungen zur Schonenden Sprengverdichtung auf der Brückenfeldkippe oder die Leistungen zur Strand- und Ufergestaltung am Geierswalder Strand.

Daniel Just erläuterte das bereits Erreichte im Seenland und thematisierte das mögliche Auslaufen von §4-Maßnahmen nach 2027 und die bis dahin nur begrenzt für die sächsische Lausitz zur Verfügung stehenden Mittel des Freistaates. Hierzu wird sich die Abgeordnete weiter sachkundig machen und politisch für ein Fortsetzen solcher Maßnahmen zum Erhöhen des Folgenutzungsstandards eintreten. Mit den in 2023 und Folgejahren zur Verfügung stehenden §4-Mittteln sollen vor allem der als Mole vorgesehene Schiffsanleger am Partwitzer See weiter geplant und umgesetzt werden sowie am Bärwalder See die Steganlagen bei Klitten erneuert werden.

Fotos: LMBV/Dr. Uwe Steinhuber


Erfahrungsaustausch mit Vertretern der Umweltministerien aus Brandenburg und Sachsen erfolgt

Senftenberg. Auf Einladung des Bergbausanierers begrüßte Bernd Sablotny, Sprecher der Geschäftsführung der LMBV, am 8. September 2023 Vertreter des SMEKUL und MLUK in Senftenberg zu einem fachlichen Erfahrungsaustausch.

Die Abteilungsleiterin Wasser und technischer Umweltschutz im Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL), Dr. Regina Heinecke-Schmitt, wurde von der zuständigen Referentin Henriette Schindler begleitet. Vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) waren in Vertretung der Abteilungsleiterin Anke Herrmann (Wasser und Bodenschutz) der Referatsleiter Simon Christian Henneberg vom Referat 24 (Hochwasserschutz, Wasserhaushalt Lausitz) gemeinsam mit der zuständigen Referentin Anna-Theresia Männel dabei.

Neben grundlegenden Fragen der Fortschritte in der bergbaulichen Sanierung und dabei auftretenden berg- und wasserrechtlichen Fragen wurden von Dirk Sonnen, Bereichsleiter Sanierungsplanung der LMBV, insbesondere die Herausforderungen des Anfalls von Eisenhydroxidschlamm in Abreinigungsanlagen des Unternehmens und in Lausitzer Fließgewässern vorgestellt. Neben den modularen Eisenminderungsanlagen an der Spree war die in Errichtung befindliche Wasserbehandlungsanlage Plessa von Interesse, deren Baustelle im Anschluss unter fachmännischer Begleitung besichtigt wurde.

Fotos: LMBV/Gernot Menzel