Prof. Luckner aus dem Wissenschaftlich-Technischen Beirat verabschiedet

Senftenberg. Der Wissenschaftlich-Technische Beirat für wasserwirtschaftliche Maßnahmen, welcher im Jahr 2004 durch die LMBV und dem StuBA etabliert wurde, tagte am 11. Oktober 2023 zum 31. Mal. 

Zur 31. Sitzung wurde Prof.  Dr.-Ing. habil Ludwig Luckner, ein Gründungsmitglied des WTB, von Bernd Sablotny, Sprecher der Geschäftsführung der LMBV, mit dem Dank für die langjährig erfolgreich geleistete Arbeit verabschiedet. 

Prof. Dr. Traugott Scheytt (rechts im Bild), Lehrstuhlinhaber für Hydrogeologie und Hydrochemie an der TU Bergakademie Freiberg, wurde als neues Mitglied des WTB begrüßt.

Der WTB berät die LMBV bei grundsätzlichen wasserwirtschaftlichen Fragestellungen und prüft Projektskizzen und Vorschläge Dritter zu Lösungsansätzen der wasserwirtschaftlichen Sanierung.


Nachhaltigkeit der Bergbaufolgelandschaften im Mittelpunkt eines Gesprächs mit Fraktionschefs der BÜNDNISGRÜNEN

Potsdam/Senftenberg. Am 4. September 2023 traf sich Gunnar John, Kaufmännischer Geschäftsführer der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) mit Cornelia Lüddemann, Vorsitzende der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Sachsen-Anhalt, Franziska Schubert, Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag und Benjamin Raschke, Co-Fraktionsvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Brandenburger Landtag, um sich über die Fortschritte in der Bergbausanierung im Osten Deutschlands auszutauschen.

LMBV-Geschäftsführer G. John konnte anhand der ersten Nachhaltigkeitsberichte des Umwelt-, Ingenieur- und Bergbauunternehmens LMBV die langfristigen Strategien für einen nachhaltigen Umgang mit Bergbaufolgelandschaften im Lausitzer und mitteldeutschen Revier erläutern. Neben dem Bereitstellen von Flächen für das Nationale Naturerbe entwickelt die LMBV auch Flächen, die sich künftig für das Verpachten zum Solar- und Windenergie-Erzeugen eignen könnten. Neben Wasserqualitäts- und Wasserquantitätsfragen waren auch die anstehenden Daueraufgaben des Bundesunternehmens in der aktuellen und künftigen Bergbausanierung von Interesse.

Publikation


Bundestagsabgeordnete Lay erneut im Dialog mit Bürgermeister, Zweckverband und Bergbausanierer

Geierswalde. Bereits zum zehnten Mal besuchte die Lausitzer Bundestagsabgeordnete Caren Lay im Rahmen ihrer Sommertour das Lausitzer Seenland. Anlässlich dieses Besuches diskutierte die stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE am 14. September 2023 am Geierswalder See u.a. mit dem Bürgermeister von Lohsa, Thomas Leberecht, dem Geschäftsführer des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Sachsen Daniel Just sowie LMBV-Abteilungsleiter Karsten Handro über aktuelle Themen.

Im Gespräch informierte sich das Mitglied des Bundestages zu den bergbausanierungstechnischen Fortschritten der LMBV im Lausitzer Seenland. K. Handro verwies auf die vielfältigen Baustellen und prioritären Projekte, darunter den Bau des Ableiters vom Sedlitzer See, die Vorbereitungen zur Schonenden Sprengverdichtung auf der Brückenfeldkippe oder die Leistungen zur Strand- und Ufergestaltung am Geierswalder Strand.

Daniel Just erläuterte das bereits Erreichte im Seenland und thematisierte das mögliche Auslaufen von §4-Maßnahmen nach 2027 und die bis dahin nur begrenzt für die sächsische Lausitz zur Verfügung stehenden Mittel des Freistaates. Hierzu wird sich die Abgeordnete weiter sachkundig machen und politisch für ein Fortsetzen solcher Maßnahmen zum Erhöhen des Folgenutzungsstandards eintreten. Mit den in 2023 und Folgejahren zur Verfügung stehenden §4-Mittteln sollen vor allem der als Mole vorgesehene Schiffsanleger am Partwitzer See weiter geplant und umgesetzt werden sowie am Bärwalder See die Steganlagen bei Klitten erneuert werden.

Fotos: LMBV/Dr. Uwe Steinhuber


Erfahrungsaustausch mit Vertretern der Umweltministerien aus Brandenburg und Sachsen erfolgt

Senftenberg. Auf Einladung des Bergbausanierers begrüßte Bernd Sablotny, Sprecher der Geschäftsführung der LMBV, am 8. September 2023 Vertreter des SMEKUL und MLUK in Senftenberg zu einem fachlichen Erfahrungsaustausch.

Die Abteilungsleiterin Wasser und technischer Umweltschutz im Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL), Dr. Regina Heinecke-Schmitt, wurde von der zuständigen Referentin Henriette Schindler begleitet. Vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) waren in Vertretung der Abteilungsleiterin Anke Herrmann (Wasser und Bodenschutz) der Referatsleiter Simon Christian Henneberg vom Referat 24 (Hochwasserschutz, Wasserhaushalt Lausitz) gemeinsam mit der zuständigen Referentin Anna-Theresia Männel dabei.

Neben grundlegenden Fragen der Fortschritte in der bergbaulichen Sanierung und dabei auftretenden berg- und wasserrechtlichen Fragen wurden von Dirk Sonnen, Bereichsleiter Sanierungsplanung der LMBV, insbesondere die Herausforderungen des Anfalls von Eisenhydroxidschlamm in Abreinigungsanlagen des Unternehmens und in Lausitzer Fließgewässern vorgestellt. Neben den modularen Eisenminderungsanlagen an der Spree war die in Errichtung befindliche Wasserbehandlungsanlage Plessa von Interesse, deren Baustelle im Anschluss unter fachmännischer Begleitung besichtigt wurde.

Fotos: LMBV/Gernot Menzel


Gefrierbohrungs-Probennahmen auf Kippen im Tagebau Seese-Ost angelaufen

Groß Lübbenau/Senftenberg. Ungewohnte Fahrzeuge mit flüssigem Stickstoff waren kürzlich im Tagebau Seese-Ost unterwegs. Die Silotransportfahrzeuge gehören zu einem nicht alltäglichen Vorhaben im nördlichen Lausitzer Sanierungsgebiet der LMBV. Für die Beendigung der Bergaufsicht auf Innenkippen ist für den Bergbausanierer u. a. auch eine Bescheinigung der geotechnischen Sicherheit mit Hilfe eines quantitativen Verdichtungsnachweises erforderlich.

„Ein solch quantitativer Nachweis zur Beseitigung der Geländeeinbruch- und Setzungsfließgefahr auf Basis von erdstatischen Berechnungen erfordert zudem material- und zustandsbeschreibende Parameter, die möglichst exakt die verdichteten Kippensande charakterisieren“, so der die LMBV hierbei begleitende Sachverständige und Diplom-Ingenieur für Spezialtiefbau Kai Reinhardt von der BIUG Beratende Ingenieure für Umweltgeotechnik und Grundbau GmbH.

Diese Parameter sollen mit Laboruntersuchungen an quasi ungestörten Bodenproben ermittelt werden. Der Dichtezuwachs nach einer SSPV ist - im Vergleich zur Rütteldruck- oder Rüttelstopf-Verdichtung - jedoch verhältnismäßig gering und damit das Gewinnen quasi ungestörter Proben unterhalb des Grundwasserspiegels mit Linerbohrungen nicht unproblematisch. Alternativ kann hier mit dem Wirkprinzip der Stickstoffvereisung gearbeitet werden.

Diese Lösung wird derzeit als Bodenvereisung bis in Teufen bis 30 Meter mit anschließender Gefrierproben-Entnahme aus Kernbohrungen an zwei Bohrpunkten auf den mit dem schonenden Sprengen gesicherten Kippen im Tagebau Seese-Ost von der Firma Züblin i.A. der LMBV umgesetzt. Hier sind vor allem Seeser Sande und Schmelzwassersande anzutreffen.

Solche vereisten Proben sollen nun Im August und September 2023 bei insgesamt sechs Kernbohrungen an definierten Bohrpunkten gewonnen werden. In einem Labor in Schwarze Pumpe werden diese gefrorenen Bodenproben anschließend untersucht und eine bereichsbezogene Korrelation der Parameter mit Ergebnissen der markscheiderischen, geophysikalischen und hydraulischen Messungen sowie Sondierungen vorgenommen.

Für den Bereich der Innenkippe Spreetal, wo vor allem Talsande mit höherem bindigen Anteil anzutreffen sind, werden für das kommende Jahr ebenfalls Gefrierkernbohrproben von der LMBV geplant.

Projektteam aus Planern, Geotechnikern, Sachverständigem, Bauüberwacher, Bohr-Verantwortlichem, Unternehmerkontrolleur und Gefrierexperten im Tgb. Seese-Ost vor Ort.
Fotos: Dr. Uwe Steinhuber | LMBV


Berliner Wasserbetriebe-Chef informierte sich an MWBA Ruhlmühle

Neustadt/Spree. Im Rahmen seiner Spreetour entlang des Flusslaufes informierte sich Prof. Dr. Christoph Donner, Vorstandsvorsitzender der Berliner Wasserbetriebe, am 10. August 2023 auch an der Modularen Wasserbehandlungsanlage Ruhlmühle der LMBV über die Behandlungsschritte des stark eisenbelasteten Grundwassers im Südraum des Spreegebiets.

Neben den Erläuterungen zur technischen Anlage durch den zuständigen LMBV-Projektmanager Joachim Schmidt standen auch die anderen Lausitzer Lösungen für eine saubere Spree im Fokus.

Seit Frühjahr 2013 setzen alle an der Problemlösung Beteiligten, darunter die LMBV, die verantwortlichen Behörden, die Boden- und Wasserverbände und die Kommunen unter Federführung der Landesbergämter in Brandenburg und Sachsen einen umfangreichen Maßnahmenkatalog um, der darauf abzielt, die Verockerung von Flüssen und Seen in der Lausitz zu reduzieren und das Problem der „Braunen Spree“ langfristig an den Quellen zu lösen.

Zwischen 2014 und 2021 entstanden drei Modulare Wasserbehandlungsanlagen im südlichen Spreegebiet an der Landesgrenze zwischen Sachsen und Brandenburg. Diese containergestützten Anlagen bilden neben dem Eisenrückhalt in der Talsperre Spremberg den abschließenden Meilenstein der mittelfristigen Maßnahmen zur Reduktion der Eisenbelastung in der Spree.

Foto: Berliner Wasserbetriebe/Hans Scherhaufer


LMBV stellt Projektstand in Kostebrau vor

Senftenberg/Kostebrau. Auf Einladung des Ortsbeirates Kostebrau stellte die LMBV am 3. August 2023 den Projektstand der geplanten EHS-Monodeponie vor. An der Informationsveranstaltung, die vor der regulären Ortsbeiratssitzung in der Mehrzweckhalle des Ortes stattfand, nahmen rund 120 Personen teil.

Sven Radigk, Projektverantwortlicher der LMBV, begründete in seinem Vortrag die Notwendigkeit einer solchen Deponie und die Auswahl des Standortes – es handelt sich um eine Betriebsfläche der LMBV. Zugleich machte er deutlich, dass das Projekt noch ganz am Anfang der Planung stehe und mit einer Inbetriebnahme bestenfalls in einem Jahrzehnt zu rechnen sei.

Kritische Fragen aus dem Publikum beschäftigten sich mit möglichen Staubbelastungen durch die Deponie ebenso wie mit dem erforderlichen Schwerlastverkehr. Auch die stoffliche Zusammensetzung des Eisenhydroxidschlamms spielte eine Rolle. Es wurde deutlich, dass aufgrund der bergbaulichen Vorgeschichte viele Einwohner des Ortes die Deponie ablehnen.

Die LMBV kündigte an, weitere Informationsveranstaltungen in der Region anbieten zu wollen. Zudem wurde der Vorschlag unterbreitet, Exkursionen zur Wasserbehandlungsanlage Plessa oder auch zur Vorsperre Bühlow durchzuführen.

Weiterführende Informationen finden Sie unter www.ehs-deponie.de

 

Publikationen


Folgenutzen an Bergbaufolgesee wird erhöht: Neuer Spielplatz am Scheibe-See entsteht

Senftenberg/Kühnicht. Nach dem im Mai 2023 bereits ein neuer Parkplatz am Scheibe-See offiziell freigegeben wurde, lässt die LMBV im Auftrag des Freistaates Sachsen derzeit neben dem Parkplatz am Kühnichter Ufer einen Spielplatz errichten.

Die §4-Maßnahme zur Erhöhung des Folgenutzungsstandards am LMBV-Bergbaufolgesee Scheibe wurde in drei Bauabschnitte geteilt. Im ersten Bauabschnitt wurde ein Parkplatz für etwa 120 PKW errichtet und das Gebiet mit Medien erschlossen. Diese Arbeiten sind bereits abgeschlossen.

Der zweite Bauabschnitt umfasst die Errichtung des Spielplatzes. Er soll grundsätzlich an das Thema „Sand der Lausitz“ und im Besonderen mit einzelnen Elementen an den ehemaligen Braunkohlentagebau Scheibe angelehnt sein. So wird ein Sand-Spielfeld für Beachvolleyball und andere Ballspielarten angelegt. Der Spielplatz selbst bekommt unter anderem ein Kombigerät mit Kletterrampe, Seilnetzbrücke, Kletterwand und Rutsche, eine Schaukel, Balanciersteine, ein Dreier-Turnreck sowie zwei Federwippen. Hinzu kommen eine Wasser-/Matsch-Spielfläche und ein Kriechtunnel. Die Maßnahme befindet sich derzeit in der Realisierung und wird voraussichtlich bis Ende September 2023 bauseitig abgeschlossen sein.

Im dritten Bauabschnitt sollen dann noch Sanitäranlagen errichtet werden. Da eine erste Ausschreibung dieser Leistungen nicht erfolgreich war, befindet sich eine neue Ausschreibung in Planung. Eine Zeitschiene zur Errichtung der Sanitäranlagen kann derzeit noch nicht benannt werden.

Fotos: LMBV/Steffen Rasche


Französischer Reporter vor Ort: Aushub für künftigen Ableiter aus dem Restloch Sedlitz kommt voran

Senftenberg/Sedlitz. Am 20. Juli 2023 informierte sich der Deutschland-Korrespondent für französischsprachige Medien Thomas Schnee, gemeinsam mit der Fotografin Silke Reents über die Lausitz. Für das Magazin Reporterre, das hauptfranzösische Medium für Ökologie und Umwelt, sollte eine Reportage über die Wiedernutzbarmachung und Renaturierung der Lausitzer Tagebaue entstehen.

Zunächst stand die Bergbaufolgelandschaft im Bereich Grünhaus auf der Agenda der Reporter. Hier wurden die Journalisten fachkundig von Dr. Stefan Röhrscheid, Projektleiter der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe im Tagebauraum Klettwitz begleitet. Im zweiten Tagesabschnitt standen die Sanierungsarbeiten der LMBV im Bereich der Restlochkette (RLK) bei Senftenberg im Mittelpunkt. Hier begleiteten Projektmanagerin Vivien Wolf und Pressesprecher Dr. Uwe Steinhuber die Reporter.

Den Hauptstadt-Reporter T. Schnee interessierten vor allem Fragen hinsichtlich der Struktur der Bergbausanierung und der Rolle der LMBV – zudem, welche Missionen die Verwaltungsgesellschaft habe. Von Interesse waren auch die Hauptphasen und die Geschichte der Nachnutzung der Tagebaue in der Lausitz sowie heutige Herausforderungen bei der Wiedernutzbarmachung und Renaturierung. Ganz konkret ging es auch um Fragen „Wie demokratisch und ökologisch läuft dieser Prozess? Hat der Kohlekompromiss eine Wende bzw. Beschleunigung eingeleitet?“

Zum entstehenden Ableiter Sedlitz, der auf einer Länge von 2.800 Meter im Zeitraum von 12/2022 – 01/2025 entsteht, gab es viele Einzelfragen. Eine zu bauende Wildbrücke und das zu errichtende Trogbauwerk unterhalb der B 96 sind Bestandteile des Vorhabens. Die Sohlbreite des Ableiters wird einmal sieben Meter betragen, der Einschnitt eine Weite von bis zu 30 Meter haben. Der Ableiter Sedlitz wird im Auftrag der LMBV für eine Ausleitkapazität aus dem Sedlitzer See von durchschnittlich drei Kubikmetern Wasser pro Sekunde gebaut. Das Wehr zum Steuern der Bewirtschaftung der RLK und das Siel zum Schutz vor Hochwasser aus der Schwarzen Elster wurden bereits errichtet.

Derzeit laufen durch die beauftragte Sanierungsfirma Aushubarbeiten auf den unteren zwei Ausbauebenen. In der aktuellen Baumaßnahme ist ein Aushubvolumen von ca. 300.000 m³ auf ca. 2.400 Meter zu bewältigen. Für das Herstellen des Gerinnes sind im Baufeld Aushubtiefen von bis zu sieben Metern erforderlich, wodurch eine zusätzliche temporäre Grundwasserabsenkung notwendig ist. Das Profil wird dazu mit Langarmbaggern ausgebaggert und zusätzlich mit Bentonitmatten gedichtet. Zum Teil wird der ausgehobene Boden über einer sog. geosynthetischen Tondichtungsbahn (GTD) wieder eingebaut, teilweise erfolgt die Nutzung des Aushubmaterials in anderen Sanierungsmaßnahmen, z. B. zum Geländeauffüllen im Brückenfeld Sedlitz. Abschließend erfolgt noch eine Böschungsendgestaltung an den Flanken des Ableiters. Die Kosten belaufen sich insgesamt auf rund 55 Millionen Euro einschließlich der vorlaufenden Verdichtung des Kippenbodens.

Der Deutschland-Korrespondent für französischsprachige Medien Thomas Schnee im Gespräch mit V. Wolf und dem Bauüberwacher


Ertüchtigte Fußgängerbrücke am Knappensee-Einlauf freigegeben

Senftenberg/Groß Särchen. Mit dem Ertüchtigen und der Freigabe der Fußgänger- und Fahrradbrücke über den Einlauf des Schwarzwassers zum Knappensee ist kürzlich ein kommunal lang erwarteter Lückenschluss vollzogen worden. Die Brücke verbindet nun die östliche Seite des Südufers bei Groß Särchen wieder mit dem westlichen Ufer und ist Teil des künftigen Knappensee-Seerundweges für Fußgänger und Fahrradfahrer.

Das Brückenbauwerk wurde am 12. Juli 2023 offiziell für die Nutzung freigegeben. Den symbolischen Banddurchschnitt vollzogen (im Bild v.l.n.r.) Lohsas Bürgermeister Thomas Leberecht, Bauamtsleiter Jens Kieschnick, Kay Böhme von der Firma Stahlbau Graf aus Weinböhla und LMBV-Abteilungsleiter Karsten Handro.

Die neue Stahlkonstruktion wurde für die ehemalige marode Holzbohlenbrücke an gleicher Stelle errichtet. Bis auf Pylone, Zugstangen und Lagerung wurde sie komplett neu gebaut. Dazu gehören der Brückenüberbau, der Belag mit rutschhemmender, fahrradfreundlicher RHD-Beschichtung sowie die beleuchteten Handlaufgeländer.

Für die Gemeinde Lohsa stellt die Übergabe der Brücke und die infrastrukturelle Erschließung des Vereinszentrums einen wichtigen Meilenstein bei der künftigen touristischen Entwicklung und Wiederbelebung des Knappensees dar.

Das rund 680.000 Euro teure Brückenbauprojekt wurde weitestgehend mit Hilfe von Paragraph-4-Mitteln zur Erhöhung des Folgenutzungsstandards finanziert.

Fotos: Gernot Menzel/LMBV