LMBV informiert über weitere Aktivitäten für eine saubere Spree

Neustadt/Spree. Die Aktivitäten der LMBV zur Reduzierung des Eisens in der Spree gehen in eine weitere Runde. Vor einem kleinen, aber interessierten Publikum informierte die LMBV in Neustadt/Spree darüber, welche Erfolge zurückliegende Maßnahmen erzielt haben und welche weiteren Einzelmaßnahmen im Südraum der Spree auf den Weg gebracht werden. Betroffene Grundstückseigentümer werden dazu in einem nächsten Schritt persönlich angeschrieben.
Sven Radigk, Leiter der Projektgruppe Gewässergüte Fließgewässer Lausitz in der LMBV, stellte drei konkrete Maßnahmen vor. Eine sei der Bau einer Dichtwand am Nordostufer des Speicherbeckens Lohsa II. Diese werde die Eisenfracht im Zustrom der Spree deutlich reduzieren. Ergänzt werde diese um einen Brunnenriegel entlang der Spree und der Kleinen Spree, durch den gezielt belastetes Grundwasser eingesammelt und abgeleitet wird. Die Ableitung erfolgt über eine Transportleitung zur Grubenwasserbehandlungsanlage (GWBA) Schwarze Pumpe. Damit diese die zusätzlichen Wassermengen aufnehmen und reinigen kann, werde die LMBV schließlich dort ein Erweiterungsbauwerk als Vorreinigungsstufe der Wasseraufbereitung errichten.
Die Planungen der drei Maßnahmen sei unterschiedlich weit fortgeschritten. Während für das Erweiterungsbauwerk bereits die Baugenehmigung vorliege, rechne die LMBV bei der Dichtwand etwa im Jahr 2028 mit der Einreichung des Antrags auf Planfeststellung beim Sächsischen Oberbergamt.
Insbesondere für die Errichtung des Brunnenriegels sei die Zustimmung einer Vielzahl von Grundstückseigentümern erforderlich, berichtete Radigk. Jeder der betroffenen Grundstückseigentümer werde in nächster Zeit angeschrieben, kündigte er an. Ziel sei es, mit jedem persönlich zu sprechen und bilaterale Vereinbarungen zu treffen. In Hinweisen oder Nachfragen der interessierten und ortskundigen Gäste ging es dann unter anderem auch um Grundstücksfragen.
Aufgrund der langen Zeiträume der Maßnahmen bis in die 2030er-Jahre hinein, sei die öffentliche Informationsveranstaltung als Auftakt zu verstehen. Entsprechend des Projektfortschritts werde die LMBV zu weiteren Veranstaltungen einladen.


Bundestagsabgeordneter Knut Abraham besuchte Bergbausanierer LMBV

Senftenberg. Am 27. April 2026 besuchte das Mitglied des Deutschen Bundestages Knut Abraham gemeinsam mit Mitarbeitern den Bergbausanierer LMBV in der Lausitz. Sie wurden zusammen vom Sprecher der Geschäftsführung Bernd Sablotny und dem Kaufmännischen Geschäftsführer des Bundesunternehmens, Torsten Safarik, herzlich am Sitz der LMBV begrüßt. B. Sablotny gab zunächst einen Überblick über das Aufgabenportfolio der LMBV und einen Ausblick zu den noch zu lösenden Herausforderungen.

Gemeinsam mit dem Sanierungsbereichsleiter Lausitz, Gerd Richter, informierte Torsten Safarik den Abgeordneten im Anschluss bei einer Befahrung im Sanierungsgebiet bei Senftenberg über aktuelle Herausforderungen in der Bergbausanierung in Mitteldeutschland und der Lausitz. Im Mittelpunkt stand dabei die Restlochkette, wo bis zum Sommer ein schiffbarer Verbund von fünf Seen hergestellt wird.

Der Diplomat und Volljurist Knut Abraham hat in Bonn Jura studiert und in Berlin sein Referendariat abgeleistet und dort 1998 das Zweite Juristische Staatsexamen bestanden. Seitdem war er als deutscher Diplomat tätig, u. a. im Auswärtigen Amt und acht Jahre im Bundeskanzleramt in Berlin sowie an den Botschaften in Helsinki, Sofia, Washington D.C. und Warschau. Seit 1985 ist er Mitglied der CDU. Im Jahre 2008 wurde er erstmals in den Kreisvorstand der CDU Elbe-Elster gewählt, dem er seitdem angehört. Im selben Jahr übernahm er die Leitung des Landesfachaus­schusses für Bundes- und Europaangelegenheiten der CDU Brandenburg. Knut Abraham ist seit 26.10.2021 Mitglied des Deutschen Bundestages und vertritt dort den Wahlkreis Elbe-Elster – Oberspreewald-Lausitz (65). Gewählt wurde er über die Landesliste. (UST)

MdB Abraham mit Mitarbeitern im Gepräch mit T. Safarik bei der LMBV
MdB Abraham mit Mitarbeitern im Gepräch mit T. Safarik bei der LMBV
MdB Knut Abraham mit Geschäftsführer Torsten Safarik und Bereichsleiter Gerd Richter
MdB Knut Abraham mit Geschäftsführer Torsten Safarik und Bereichsleiter Gerd Richter
Vor dem Rostigen Nagel: MdB Knut Abraham mit Geschäftsführer Torsten Safarik und Bereichsleiter Gerd Richter.
Vor dem Rostigen Nagel: MdB Knut Abraham mit Geschäftsführer Torsten Safarik und Bereichsleiter Gerd Richter.

 

Fotos: Dr. Uwe Steinhuber (LMBV)

Mitten in der Bergbausanierung: MdB Knut Abraham mit Geschäftsführer Torsten Safarik und Bereichsleiter Gerd Richter.
Gruppenfoto: MdB Knut Abraham mit Geschäftsführer Torsten Safarik und Bereichsleiter Gerd Richter, flankiert von Volker Seiferth sowie Praktikant Marcin Witan
Interessierte Zuhörer am Ilse-Kanal
Am Sornoer Kanal: MdB Knut Abraham mit Geschäftsführer Torsten Safarik und Bereichsleiter Gerd Richter sowie Begleiter Marcin Witan.


Sedlitzer See zum Baden und für die Schifffahrt freigegeben

Senftenberg/Lieske. Seit dem 24. April 2026 kann am Seestrand Lieske des Sedlitzer Sees offiziell gebadet werden, auch die Befahrung der Wasserfläche mit Booten oder Wassersportgeräten ist in Teilbereichen möglich. Dafür wurden nun alle formalen Hürden genommen: Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg (MIL) nahm den Sedlitzer See als schiffbares Gewässer in die Landesschifffahrtsverordnung auf, das Landratsamt Oberspreewald-Lausitz veröffentlichte am 23.04.2026 eine den Gemeingebrauch regelnde Allgemeinverfügung, die im Amtsblatt Nr. 11/2026 zu finden und online unter www.osl-online.de/bekanntmachungen einsehbar ist.

Gerd Richter, Sanierungsbereichsleiter Lausitz der LMBV erklärt dazu: „Die LMBV hat wieder eine Etappe bis zur Freigabe der Überleiter in der bergmännisch so genannten Restlochkette erreicht. Sie ist das Kernstück des Lausitzer Seenlandes. Wir haben im Vorfeld alles unternommen, um die geotechnische Sicherheit am und im Sedlitzer See zu ermöglichen. Dies alles passiert am vormaligen Restloch Sedlitz noch unter dem Bergrecht – hier gilt unser besonderer Dank der begleitenden Bergbehörde LBGR in Cottbus, die die jetzigen Lösungen mitträgt. Auch die untere Wasserbehörde des Landkreises Oberspreewald-Lausitz , das Landesamt für Bau und Verkehr sowie das MIL haben tüchtig mitgewirkt. Die LMBV hat nun mit dem Abbau eines großen Teils der Sperrbereichsschilder ein Zeichen gesetzt, dass die Nutzer des Sees die Wasserfläche in Anspruch nehmen können. Teile des Sees sind noch mit Schifffahrtstonnen gekennzeichnet und müssen durch alle Gewässerbenutzer beachtet werden. Diese Einschränkungen aufgrund des langen Winters werden 2027 dann aufgehoben sein.“

Grit Klug, Erste Beigeordnete und Dezernentin für Bau, Ordnung und Umwelt des Landkreises Oberspreewald-Lausitz: „Schritt für Schritt bewegen wir uns gemeinsam auf das Highlight des Jahres im Lausitzer Seenland zu. Bevor wir am 29. Juni 2026 gemeinsam alle Seen über Überleiter miteinander verbinden und nutzen können, ist es uns aber auch wichtig, die lokalen Akteure und Anwohner am Sedlitzer See zu beteiligen. Daher wollen wir nun mit dieser Allgemeinverfügung den hoffentlich schönen Frühling auch nah am Wasser ermöglichen. Wer mag, kann in Lieske baden, sein Boot an dortigen Slipstelle einlassen und eine Tour fahren. Die Zeit möchten wir nicht verstreichen lassen. Die Allgemeinverfügung unserer unteren Wasserbehörde legt fest, welche Aktivitäten im und auf dem See derzeit bereits möglich sind, und sorgt so dafür, dass das Gewässer sicher genutzt werden kann. Im gemeinsamen Zusammenwirken mit LMBV, der Brandenburger Bergbehörde und dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung ist diese Freigabe eine richtungsweisende Entscheidung und ein weiteres positives Zeichen für das Seenland insgesamt.“

Robert Crumbach, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg: „Das Land Brandenburg hat ebenso wie der Freistaat Sachsen früh die Chancen erkannt, die sich aus der Sanierung der Lausitzer Bergbaufolgelandschaft ergeben. Die Herausforderungen waren allerdings auch riesig. Aber das Ziel war über die Jahre immer klar vor Augen: Es entsteht eine überregional bedeutsame Kulturlandschaft, die viele Menschen anziehen und begeistern wird. Nicht nur der Tourismus wird profitieren, sondern vor allem die Bewohnerinnen und Bewohner dieser Region. Mit der Nutzungsfreigabe des Sedlitzer Sees ist ein weiterer Meilenstein für die Lausitz erreicht.“

Fotos: LMBV


Ergänzende Webseite zum Wassermanagement in der Lausitz schafft schrittweise noch mehr Transparenz

8. Sitzung der länderübergreifenden Arbeitsgruppe Flussgebietsbewirtschaftung fand am 22.04.2026 in Berlin statt

Dresden | Berlin. Entsprechend einer Medieninformation des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft fand am 22.04.2026 die 8. Sitzung der Strategischen Arbeitsgruppe Flussgebietsbewirtschaftung für Spree, Schwarze Elster und Lausitzer Neiße in Berlin statt.

Das länderübergreifende Gremium vereint die für die Wasserwirtschaft zuständigen Ministerien und Behörden aus Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Im Fokus der Arbeitsgruppe steht eine der größten umwelt- und strukturpolitischen Herausforderungen der Region: die tiefgreifenden Auswirkungen des Braunkohlebergbaus und des beschlossenen Kohleausstiegs auf den Wasserhaushalt.

Schwerpunkt der aktuellen Arbeit der beteiligten Länder ist deshalb die Erarbeitung eines wasserwirtschaftlichen Gesamtkonzepts Lausitz. Das Gesamtkonzept wird konkrete Maßnahmen wie die Optimierung bestehender oder Erweiterung um neue Speicher bis hin zu Wasserüberleitungen zur Bewältigung der wasserwirtschaftlichen Folgen des Braunkohleabbaus aufzeigen, die dafür notwendigen Aufwendungen dokumentieren und die wasserwirtschaftlichen Effekte miteinander vergleichen.

Insgesamt wurde und wird dazu eine Vielzahl von Einzeluntersuchungen absolviert. Mit dem Konzept werden somit verschiedene Handlungsoptionen zum künftigen Wasserressourcenmanagement herausgearbeitet und eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die weiteren konkreten Umsetzungsschritte geschaffen.

Die Arbeitsgruppe beschloss am 22.04.2026 zudem den Start einer neuen ergänzenden Webseite. Ziel der Plattform ist es, zentrale Informationen zu bündeln, den aktuellen Stand der Arbeiten der AG FGB nachvollziehbar darzustellen und damit die Öffentlichkeit frühzeitig einzubinden.

Mit der Fertigstellung des wasserwirtschaftlichen Gesamtkonzepts Lausitz wird derzeit für das Jahr 2028 gerechnet. 

Die Webseite ist ab sofort unter https://www.wassermanagement-lausitz.de erreichbar.  

Parallel firmiert die vormalige Flutungszentrale der LMBV seit September 2025 als Wasserbewirtschaftungszentrale Lausitzer Revier (WBLR). Deren Leiter Maik Ulrich ist nach wie vor unter unter Tel. +49 3573 84 4354 oder fzl@lmbv.de erreichbar.

Quelle: PM des Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft v. 22.04.2026 | mit LMBV (UST)

Fotos: Screenshot der neuen Website der AG FGB | LMBV-Symbolfotos


15-jähriges Jubiläum des Geotechnischen Beirates der LMBV

Senftenberg. Infolge der ab 2009 im Zuge des flächenhaften Grundwasserwiederanstiegs gehäuft auf Lausitzer Innenkippen eingetretenen großräumigen Setzungsfließereignisse und Geländeeinbrüche bestand die Notwendigkeit, Ursachen und Mechanismen der ohne erkennbares Initial entstandenen Bodenverflüssigungen wissenschaftlich vertieft zu untersuchen. Vor diesem Hintergrund wurde am 24. Februar 2011 der Geotechnische Beirat (GTB) der LMBV als Beratergremium für die Bewältigung grundsätzlicher Fragen zur dauerhaft standsicheren Gestaltung von Innenkippen berufen. Dieser setzt sich interdisziplinär mit Fachleuten aus Wissenschaft und Forschung, Experten aus der geotechnischen Praxis mit anerkannten Sachverständigen für Geotechnik sowie Vertretern der LMBV zusammen.

15 arbeits- und erkenntnisreiche Jahre sind seit der Gründung dieses wichtigen
Gremiums vergangen. Um dieses Jubiläum zu würdigen und weiterhin vorhandene Herausforderungen in Verbindung mit der Sanierung der Lausitzer Innenkippen zu erörtern, fand am 26. Februar 2026 die mittlerweile 21. GTB-Sitzung statt. Als zentrales Ergebnis der Fachveranstaltung ist die Überführung des Verfahrens der Schonenden
Sprengverdichtung (SSPV) aus der pilothaften Anwendung in den Status einer „allgemein anerkannten Regel der Technik“ hervorzuheben. Diese Einstufung wurde vom Fachgremium vorgenommen, nachdem sowohl für die mittels SSPV vergüteten Innenkippenflächen des ehemaligen Tagebaus Seese-Ost als auch für den Bereich des Hauptwirtschaftsweges Seese-West ein überdurchschnittlicher Verdichtungserfolg nachgewiesen werden konnte.

Über diesen bedeutenden Meilenstein sowie weitere fachliche Inhalte der 21. GTB-Sitzung wurden in der Beratung vom 6. März 2026 die Bergämter der Länder Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt sowie Vertreter der Geschäftsstelle StuBA mit sehr positivem Feedback informiert. Dies markiert einen wichtigen Fortschritt und bestätigt zugleich die strategische Ausrichtung der LMBV zur Sicherung der Lausitzer Innenkippen mit dem Ziel, die Bergaufsicht perspektivisch zu beenden. (Katja Mühlig)

Fotos: LMBV


Bundestagsabgeordnete Kathrin Michel besuchte Bergbausanierer LMBV

Senftenberg. Am 8. April 2026 besuchte das Mitglied des Deutschen Bundestages Kathrin Michel den Bergbausanierer LMBV in der Lausitz. Sie wurde zusammen mit ihrer Mitarbeiterin und ihrem Mitarbeiter vom Kaufmännischen Geschäftsführer des Bundesunternehmens, Torsten Safarik, herzlich am Sitz der LMBV begrüßt. Gemeinsam mit dem Sanierungsbereichsleiter Lausitz, Gerd Richter, informierte Torsten Safarik die Abgeordnete über aktuelle Herausforderungen in der Bergbausanierung in Mitteldeutschland und der Lausitz. Im Anschluss ging es in eines der Sanierungsreviere der LMBV auf Befahrung. Im Mittelpunkt stand die Restlochkette, wo bis zum Sommer ein schiffbarer Verbund von fünf Seen hergestellt wird.

Kathrin Michel, MdB, konnte sich einen guten Eindruck von den herausfordernden Aufgaben, die noch vor der LMBV liegen, verschaffen. Die in Forst geborene SPD-Abgeordnete, die ihren Wahlkreis in der Lausitz in der Region Bautzen hat, ist seit 2021 Ordentliches Mitglied des Haushaltsausschusses des Bundestages und auch auch im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit aktiv. „Die Zukunft hängt davon ab, was wir heute tun“, zitiert K. Michel gelegentlich Mahatma Gandhi, den indischen Weltveränderer. „Dieses Zitat gehört zu meinen Lebensgrundsätzen“, so die Abgeordnete. (UST)

Bereit zur Befahrung im Jeep in das entstehende Lausitzer Seenland: MdB Kathrin Michel mit Torsten Safarik und Grit Hermersdorfer.
Bereit zur Befahrung im Jeep in das entstehende Lausitzer Seenland: MdB Kathrin Michel mit Torsten Safarik und Grit Hermersdorfer.
Es gab viel zur LMBV zu berichten.
Es gab viel zur LMBV zu berichten.
Torsten Safarik hat die volle Aufmerksamkeit der Abgeordneten und ihrer Mitarbeiter Grit Hermersdorfer und Harald Prause-Kosubeck.
Torsten Safarik hat die volle Aufmerksamkeit der Abgeordneten und ihrer Mitarbeiter Grit Hermersdorfer und Harald Prause-Kosubeck.
Gerd Richter erläutert MdB K. Michel die Herausforderungen am Partwitzer See
Gerd Richter erläutert MdB K. Michel die Herausforderungen am Partwitzer See
Der Sanierungsstützpunkt mit der "Klara" war eine Befahrungsstation.
Der Sanierungsstützpunkt mit der "Klara" war eine Befahrungsstation.

 

Fotos: Dr. Uwe Steinhuber (LMBV)

Gerd Richter und Torsten Safarik erläutern MdB K.athrin Michel die Herausforderungen am Partwitzer See.
An der "Klara" im Sanierungsstützpunkt der LMBV.
Intensive Diskussionen zur Entwicklung des Lausitzer Seenlandes - hier am künftigen Anleger am Partwitzer See.
Ilse Kanal - Einfahrt


Bauarbeiten am Berzdorfer See dauern länger – Blaue Lagune Ostern erreichbar

Senftenberg/Berzdorf.  Aufgrund des langen und strengen Winters sowie unvorhersehbaren Baugrundverhältnissen und somit notwendiger zusätzlicher Leistungen verzögern sich die Bauarbeiten der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) an der „Blauen Lagune“ am Berzdorfer See.
Es gilt derzeit, die Wasserableitungen in den See standsicher herzustellen. Dafür werden Spundwände seitlich der Leitungen eingebracht und der instabile Baugrund durch standsicheres Material ersetzt.
Die Arbeiten werden bis Ende April andauern und in der Sommersaison ruhen. Auch über das Osterwochenende werden die Bauarbeiten eingestellt, sodass der Zugang zum Strand und zum Restaurant in der Blauen Lagune gewährleistet ist. Auch der Radweg ist in dieser Zeit nutzbar.
Im Herbst, nach der Badesaison, werden die Bauarbeiten dann wieder aufgenommen und die Maßnahme fertiggestellt.
„Solch ein witterungsbedingter Verzug von acht Wochen lässt sich leider nicht mehr aufholen, wir haben das Mögliche getan“, so Karsten Handro, Abteilungsleiter Ostsachsen der LMBV.

Anfang November 2025 begann die LMBV mit der Sanierungsmaßnahme am Berzdorfer See. Im Strandabschnitt „Blaue Lagune“ wird in die bestehende Böschung eine so genannte „Sickerstützscheibe“ eingebaut: eine Sickeranlage zur Entwässerung von Böschungen. Sie besteht aus einem in Falllinie abgetreppt ausgeführtem Schlitzgraben, der mit Schotter, Kies oder auch mit Einkornbeton verfüllt wird.
Ziel der Maßnahme ist, die Absenkung der Sickerlinie um ca. zwei Meter in der Böschung zur realisieren. Dadurch wird die Dauerstandsicherheit der Böschung hergestellt. Des Weiteren werden die vorhandenen Böschungsfußgräben ertüchtigt und zusätzliche Ableiter von der Berme bis zur Wasserlinie des Restsees errichtet.

Hintergrund:
Der Berzdorfer See ist ein ehemaliger Braunkohletagebau, der zwischen 1946 und 1997 rund 305 Millionen Tonnen Rohbraunkohle lieferte. Der Abbau von Braunkohle begann im „Berzdorfer Becken“ jedoch bereits schon im ausgehenden 19. Jahrhundert in kleineren Gruben.

Fotos: LMBV/Rasche/Mohwinkel


Erste seeseitige Dalbe vom Ponton aus im Sedlitzer See eingesetzt

Schifffahrtstechnische Ausrüstung durch Firma Metzner weitergeführt

Senftenberg/ OT Kleinkoschen. Am 6. März 2026 konnte im Sedlitzer See vor dem Überleiter 10 gegen 11 Uhr die erste von acht Dalben seeseitig im Auftrag der LMBV eingebracht werden. Dazu wurde ein Raupenkran des auftragnehmenden Unternehmens Metzner genutzt, der zuvor auf einem Schwimmponton positioniert worden war.

Mit der Umsetzung der schifffahrttechnischen Ausrüstung des Sornoer Kanals ist das Lausitzer Unternehmen Metzner beauftragt. Diese jetzt einzubringenden seeseitigen Dalben dienen künftig an der Seewartestelle für die Anbringung der Leiteinrichtungen hin zum Kanal. Weitere sieben Dalben werden noch in den nächsten Tagen für den Anlegesteg unmittelbar unterhalb des Rostigen Nagels in den Seegrund eingelassen. Zudem müssen noch Markierungsdalben für die Fahrrinne im Überleiter an ihre vorgegebenen Punkte positioniert werden.

„Die erste seeseitige Dalbe, ein15 Meter langes beschichtetes Stahlrohr mit einem 800er Durchmesser, hatte ein Gewicht von etwa 8.200 kg“, wie Bauleiter Matthias Nagel von der Firma Metzner erklärte. Mit einer Klemmzange wurde die Dalbe vom Raupenkran aufgerichtet und dann an einem „Freireiter“ hängend zum Einbringen vorbereitet. Mit Unterstützung von GPS wurde dazu der genaue Einbringpunkt fixiert. Mit Hilfe zweier E-Motore im „Freireiter“, einer freireitenden Vibrationsramme vom Typ M-32 HFV, wurde die Dalbe in Schwingung versetzt und mit ihrem Eigengewicht in den Seegrund eingelassen.

Der verantwortliche LMBV-Abteilungsleiter Michael Matthes betonte, dass damit ein weiterer sichtbarer Schritt hin zum geplanten Seenverbund im Sommer 2026 geleistet wurde, nachdem zuvor winterliche Wetterbedingungen mit Frost und Eis auf dem See eine frühere Umsetzung behindert hatten. Ziel der LMBV und aller Beteiligten bleibt, den Seenverbund aus Sedlitzer See, Großräschener See, Partwitzer See und Geierswalder See zum 29. Juni 2026 schiffbar zu machen. (UST)

LMBV-Vertreter M. Matthes im RBB-Interview.
LMBV-Vertreter M. Matthes im RBB-Interview.
Bei ruhiger See konnte die erste Dalbe seeseitig zunächst angeschlagen werden.
Bei ruhiger See konnte die erste Dalbe seeseitig zunächst angeschlagen werden.
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Beeindruckende Arbeiten von Mitarbeitern der Firma Metzner, erläutert von Bauleiter Nagel.
Beeindruckende Arbeiten von Mitarbeitern der Firma Metzner, erläutert von Bauleiter Nagel.
Die seeseitigen Dalben haben eine Länge von 15 Meter und ein Gewicht von etwa 8.200 kg.
Die seeseitigen Dalben haben eine Länge von 15 Meter und ein Gewicht von etwa 8.200 kg.
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Danierl Mastow vom RBB interviewt Bauleiter Matthias Nagel für Antenne Brandenburg.
Danierl Mastow vom RBB interviewt Bauleiter Matthias Nagel für Antenne Brandenburg.

 

Fotos: Uwe Steinhuber (LMBV)

Es ist vollbracht - die Dalbe steht an Ort und Stelle im Sedlitzer Seegrund.
LMBV-Vertreter M. Matthes im RBB-Interview.
Medienvertreter waren vor Ort - hier Ralf Jußen für Seenluft24.
Die genau Positionierung der Dalbe erfolgte mit Hilfe von GPS-Daten.


Konditionierungsanlage reduzierte auch 2025 die Eisenfracht in der Spree – Jahresberichte liegen vor

Senftenberg/Spremberg. Der Jahresbericht 2025 zum "Monitoring der Eisenbelastung der Spree und in der Talsperre Spremberg" durch den Fachgutachter Klare Spree der LMBV – Dr. Wilfried Uhlmann vom Privaten Institut für Wasser und Boden GmbH (IWB Dresden) – liegt vor.

Die Wasserbehandlung durch den bedarfsgerechten Betrieb der Konditionierungsanlage im Zulauf der Spree zur Talsperre Spremberg zeigte auch im Jahr 2025 ihre positive Wirkung. Die Konditionierungsanlage, bestehend aus der Bekalkungsanlage in Spremberg-Wilhelmsthal sowie nach ca. 1,5 km Fließweg der Flockungshilfsmittelzugabe am Einlaufbauwerk der Vorsperre Bühlow, erzielte eine deutliche Erhöhung des Eisenrückhaltes. So konnten circa 40 Prozent der Eisenfracht der Spree in der Vorsperre zurückgehalten und somit die Hauptsperre der Talsperre, d. h. der Spremberger Stausee, entlastet werden.

Das Sondermonitoring im Jahr 2025 belegt darüber hinaus auch die Wirkung der LMBV-Maßnahmen zur Reduzierung der Eisenbelastung an Spree und Kleiner Spree oberhalb von Spremberg in Ostsachsen. Zitat aus dem IWB-Bericht: „Durch die Abfangmaßnahmen sinkt die Eisenkonzentration in der Spree in Spremberg-Wilhelmsthal seit dem Jahr 2021 sukzessive. Die mittlere Eisenfracht in der Spree im Jahr 2025 lag auf dem niedrigsten Niveau seit Beginn des Monitorings im Jahr 2012. Der abschnittsbezogene Eisenrückhalt im Bereich der Talsperre Spremberg entspricht annähernd den Vorjahresbefunden“.

Gleichzeitig wird mittels Wasserbehandlung die Einhaltung der Ablaufwerte aus der Talsperre am Pegel Bräsinchen gesichert. Die Eisen-gesamt-Konzentration lag hier 2025 bei jahresdurchschnittlich 0,4 mg/L sowie ganzjährig kleiner 2 mg/L und somit stabil unterhalb der Sichtbarkeitsschwelle für partikuläres Eisen in der Spree. Bei Einhaltung einer jahresdurchschnittlichen Eisen-gesamt-Konzentration von ≤ 1,8 mg/L gilt gemäß der „Verordnung zum Schutz der Oberflächengewässer“ (OGewV) in Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL), der gute ökologische Zustand bzw. bei stark anthropogen (hier: bergbaulich) beeinflussten Fließgewässern das gute ökologische Potential, bezogen auf den allgemeinen chemisch-physikalischen Parameter (ACP) Eisen, als erfüllt.

Die Talsperre Spremberg (d.h. Vor- und Hauptsperre zusammen) erzielte dabei insgesamt einen Eisenrückhalt von circa 88 Prozent bezogen auf die Immission, d.h. auf die Eisenfracht, die im Spreewasser transportiert wird. Der durch die Konditionierung (hier: Kalkung und Flockung) geförderte Eisenrückhalt in der Vorsperre Bühlow hat, bei vergleichsweise moderaten Durchflussmengen der Spree von etwa 9 m³/s in 2025 sowie kontinuierlichen Teilberäumungsleistungen mittels Saug-/Spülbaggerung im Vorstaubecken, wiederum gut funktioniert. In 2025 wurden die Einzelmaßnahmen zur Entnahme, Entwässerung und fachgerechten Entsorgung von eisenhydroxidbelasteten Schlämmen (EHS = Eisenhydroxidschlamm) in Projektträgerschaft der LMBV fortgeführt. Die gravitative EHS-Entwässerung als Regeltechnologie erfolgte regulär in Verbindung mit dem Sedimentationsbecken II an der Vorsperre Bühlow. Der in 2025 an der Vorsperre als Baggergut angefallene EHS wurden beprobt, analysiert und ausnahmslos als nicht gefährlicher Abfall einer stofflichen Verwertung mit einer Gesamtmenge von rund 23.000 t zugeführt. Die Rückführung des EHS in den Wirtschaftskreislauf gemäß dem „Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Bewirtschaftung von Abfällen“ (KrWG) erfolgte in 2025 mit zwei Dritteln der Gesamtmenge überwiegend als rohstoffliche Verwertung, d. h. für die Herstellung von Produkten (Eisenpräparate) zur Gasreinigung (Entschwefelung) in Biogasanlagen. Etwa ein Drittel der Gesamtmenge wurde baustofflich verwertet, d. h. als Zuschlagstoff zur Herstellung mineralischer Ersatzbaustoffe (MEB).

Der Einsatz von Flockungs- und Flockungshilfsmitteln (Weißfeinkalk und Koaret PA 3230 T) wird im Hinblick auf die aquatischen Lebewesen durch ein fischereibiologisches Monitoring in der Talsperre Spremberg überwacht, um eventuelle Auswirkungen der Wasserbehandlung auf Fische und Großmuscheln sowie auf das Makrozoobenthos festzustellen bzw. auszuschließen. Im September 2025 wurde das im Jahr 2014 begonnene Monitoring nun bereits im zwölften Jahr fortgesetzt. Der vorliegende Zwischenbericht für das Jahr 2025 stellt die dabei erzielten Ergebnisse vor und vergleicht sie mit denen der Vorjahre. Bei zusammenfassender Betrachtung ergeben sich auch im Zwischenbericht 2025 keine Hinweise auf direkte negative Zusammenhänge zwischen der Wasserbehandlung und den Fisch-, Benthos- und Großmuschelbeständen in der Talsperre Spremberg. Im Einklang mit den Vorjahresergebnissen kann deshalb der Schluss gezogen werden, dass die Vorteile einer verbesserten Eisenrückhaltung, die mit den Wasserkonditionierungsmaßnahmen eventuell noch vorhandenen Restrisiken für Fische und andere aquatische Organismen bei weitem aufwiegen (siehe dazu den Monitoringbericht 2025 zum Fischbestands- und Benthosmonitoring in der Talsperre Spremberg vom Institut für Binnenfischerei e.V. [IfB] Potsdam-Sacrow).

Fotos: LMBV/Steffen Rasche (2025)

Neue Publikationen


Wasser marsch: Zuleiter zum Klinger See fertiggestellt

Senftenberg. Der Zuleiter zum Klinger See wurde in dieser Woche in Betrieb genommen. Mit dem symbolischen Ruf „Wasser marsch!“ begann die kontrollierte Einleitung von Wasser aus der Tranitz in den See bei Jänschwalde.
Über das rund 2,5 Kilometer lange Bauwerk können künftig bis zu einem Kubikmeter Wasser pro Sekunde in den Klinger See eingeleitet werden. Der Zuleiter schafft damit eine wesentliche Voraussetzung für die Flutung des Gewässers. Die Tranitz dient dabei in den Monaten mit Wasserführung als einzige Quelle.
Die Planungen für das Projekt begannen bereits im Jahr 2004 mit der Einreichung der Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren „Herstellung des Klinger Sees". Der entsprechende Beschluss wurde 2018 erteilt. 2020 starteten die Vorarbeiten mit der Baufeldfreimachung der Zuleitertrasse. Im Jahr 2023 begann der Bau des Zuleiters, der Mitte Februar 2026 mit der wasserrechtlichen Bauabnahme abgeschlossen werden konnte. Trotz der technisch anspruchsvollen Bauweise wurden die veranschlagten Baukosten in Höhe von etwa 4,5 Millionen Euro eingehalten. Größere Schwierigkeiten im Bauverlauf traten nicht auf.
Ein zentrales Element der Baumaßnahme war die im Jahr 2022 verlegte 90 Zentimeter starke und knapp 160 m lange Rohrleitung, die den offenen Zuleitergraben mit dem See verbindet und zugleich dem Schutz der Böschung dient. Mithilfe einer ferngesteuerten Raupe wurde das ca. 35 Tonnen schwere Rohr einschließlich der Beschwerung gegen den Auftrieb präzise auf der dafür vorab hergestellten Rampe verlegt.
Realisiert wurde das Bauwerk von der Oehme GmbH aus Dorfchemnitz. Für die technische Planung war das Ingenieurbüro SWECO GmbH aus Finsterwalde verantwortlich.
Neben der technischen Umsetzung spielte auch der ökologische Aspekt eine wichtige Rolle: In den Wegedurchlässen wurden Otterbermen eingebaut, um Tieren sichere und trockene Querungsmöglichkeiten zu bieten. Für den Erosionsschutz der Böschung kamen zudem rund 33 Kilometer Reisigfaschinen zum Einsatz.
Des Weiteren erhielt das Grabenprofil über die gesamte Länge eine geosynthetische Tondichtungsbahn um Wasserverluste durch Versickern in den Untergrund zu verhindern.
Die Bauweise sowie die Lage des Einleitungsortes, mittig im See, wurden so gewählt, dass eine Kurzschlussströmung zum später geplanten Ableiter verhindert wird und zur Verbesserung der Wasserqualität eine gleichmäßige Durchmischung des Sees gewährleistet ist. Die eingeleiteten Wassermengen werden durch die LMBV erfasst und in der WBLR (Wasserbewirtschaftungszentrale Lausitzer Revier) überwacht.
Mit dem neuen Zuleiter verfügt der Klinger See nun über eine funktionsfähige Anlage zur Flutung.

Weitere Projekte am Klinger See sind Oberflächenverdichtungsmaßnahmen auf der kippenseitigen Uferböschung des Klinger Sees, Rekultivierungsmaßnahmen und der Bau des Ableiters in den nächsten Jahren.