Wasserwanderrastplatz am Geierswalder See nun bereit für Gäste im Lausitzer Seenland

Das nun fertig gestellte und nutzbare Servicegebäude des WWRP - mit Hafenmeisterbüro


Das nun fertig gestellte und nutzbare Servicegebäude des WWRP - mit Hafenmeisterbüro
Gemeinsam auch beim Banddurchschnitt:  LMBV, Zweckverband LSS, Kommune Elsterheide


Gemeinsam auch beim Banddurchschnitt: LMBV, Zweckverband LSS, Kommune Elsterheide
Neue Feuerstelle am Ufer des Wasserwanderrastplatzes am Geierswalder See


Neue Feuerstelle am Ufer des Wasserwanderrastplatzes am Geierswalder See
Mit dem Wasserwanderrastplatz am Geierswalder See wird der LMBV-Bergbaufolgesee weiter aufgewertet


Mit dem Wasserwanderrastplatz am Geierswalder See wird der LMBV-Bergbaufolgesee weiter aufgewertet



Elsterheide | OT Geierswalde. Am 26. April 2022 schien die Sonne den Tüchtigen: die Ideengeber und Umsetzer vom Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen (ZV LSS) und der Kommune Elsterheide konnten mit der LMBV, die hier als Projektträgerin im Rahmen des § 4 der VA BKS aktiv war, gemeinsam das Fertigstellen des Wasserwanderrastplatzes am Geierswalder See zelebrieren. 

Nachdem der Verbandsvorsitzende, Bautzens Landrat Michael Harig, die Gäste begrüßte, den „Machern“ der Geschäftsstelle des ZV, den Baufirmen und der LMBV sowie den Mitfinanciers vom Freistaat Sachsen gedankt hatte, konnten neben dem Elsterheider Bürgermeister Dietmar Koark, Daniel Just als verantwortlicher Geschäftsführer der ZV LSS und Landrat M. Harig auch Gerd Richter, LMBV-Sanierungsbereichsleiter Lausitz den symbolischen Banddurchschnitt gemeinsam vornehmen.

Künftig können bis zu 18 Caravan-Stellplätze von Wohnmobilsten und acht Zeltplätze am Ufer von Wasserwanderern genutzt werden. Das Hafenmeisterbüro wird durch Mitarbeiter des ZV künftig besetzt werden und erste Anlaufstation für Gäste im Servicegebäude sein. Dort können neu entstandene Dusch-, Koch- und Waschmöglichkeiten genutzt werden. Zudem kann Grauwasser entsorgt werden. Eine anmietbare Feuer- und Grillstelle unmittelbar am Seeufer macht das neue Angebot des Rastplatzes attraktiv. 

Damit sei „ein weiterer vorzeigbarer Baustein für den Tourismus im Lausitzer Seenland entstanden“, so Landrat Harig. Nach den ersten Ideen aus dem Jahr 2013 konnten nach Klärung der Finanzierungszusagen 2018 die Planungen zunächst vertieft und bereits am 27.08.2020 der erste Spatenstich für das Gesamtvorhaben vollzogen werden. Am 12.08.2021 erfolgte die Übergabe des Servicegebäudes an die Wasserschutzpolizei.

Bürgermeister Koark verwies auf weitere Bauvorhaben im Rahmen der „Aufwertung nach der Kohle an Seesüdseite“. Da gehe es bspw. um die zweite Ausbaustufe des „Promenadenweges“ ab Herbst 2022 mit Fördermitteln in Höhe von 2,4 Mio. Euro, die die Gemeinde mit 400.000 Euro co-finanzieren werde sowie das bereits begonnene Erschließen der Anrainer-Zuwegungen für etwa 4,3 Mio. Euro, das ebenfalls einen kommunalen Anteil von etwa 500.000 Euro bedinge. Ziel sei es letztlich, „vernünftige Freizeitbedingungen am Geierswalder See auszugestalten“. 

Dabei sei die Kommune mit ihren Partnern vor Ort seit dem Einweihen der Marina im Jahr 2007 nicht müde geworden, immer wieder B-Pläne am Bergbaufolgesee der LMBV vorzubereiten und voranzutreiben. UST

Auch Anpflanzungen gehören zum Projekt des Wasserwanderrastplatzes am Geierswalder See
LMBV-Prokurist Gerd Richter dankt für das partnerschaftliche Miteinander bei dem §4-Projekt


Laga-Kommission in Spremberg — LMBV unterstützt mit Vortrag über Spree-Eisenminderung

Senftenberg/Spremberg. Im Rahmen der Bewerbung der Stadt Spremberg für die Ausrichtung der Brandenburger Landesgartenschau 2026 wurden am 4. April 2022 verschiedene Stationen in der Stadt durch die Interministerielle Arbeitsgruppe (IMAG) begutachtet. Die LMBV folgte – auch nach einem offiziellen Unterstützerschreiben durch die Geschäftsführung – der Einladung der Stadt Spremberg, mit einem Vortrag zur „Sauberen Spree“ den IMAG-Besuchstag zu begleiten.

Am Altarm der Spree im Spremberger Schlossbezirk informierte Sven Radigk, Leiter der LMBV-Projektgruppe „Gewässergüte Fließgewässer Lausitz“, die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Delegation über die Entstehung der Verockerung der „Braunen Spree“ und zur wasserwirtschaftlichen Sanierungstätigkeit der LMBV.

Näher erläutert wurden die Mittel- und Langfristmaßnahmen, die im Hinblick auf die Reduzierung der Eisenfracht zum Tragen kommen bzw. geplant sind. Bisher erreichte Ziele, beispielsweise die erfolgreiche Konditionierung in der Vorsperre der Talsperre Spremberg wurden durch Vorher-/Nachher-Luftbilder von der Hauptsperre, dem auch touristisch genutzten Spremberger Stausee, veranschaulicht.

Sven Radigk betonte während seines Vortrags die Notwendigkeit, die Herausforderungen der eisenbelasteten Spree proaktiv anzugehen und in der Bevölkerung offen anzusprechen, um so den Bürgerinnen und Bürgern ein Signal zu geben – auch hinsichtlich der Wasserproblematik, die im Gesamtprozess des Strukturwandels 2.0 eine bedeutende Rolle einnimmt.

Christine Herntier, Bürgermeisterin der Stadt Spremberg, hob die Wichtigkeit der langfristigen Lösungen für eine saubere Spree hervor, da die Auswirkungen und Erfolge der Wasserbehandlung in der Lausitz für die Entwicklung der Region essenziell seien und letztlich bis nach Berlin spürbar wären.

Hinsichtlich der touristischen Entwicklung verwies u.a. Michael Apel von der Spremberger Kino und Kultur GmbH auf Pläne, geführte Radtouren entlang der Spree mit Haltepunkten an den errichteten Konditionierungs- und Wasserbehandlungsanlagen der LMBV anzubieten, um so den technischen Hintergrund bei Reisenden, Urlaubern und Einheimischen stärker in den Vordergrund zu rücken.

In einer abschließenden Frage- und Diskussionsrunde vor Ort tauschten sich die Teilnehmenden über das Wassermanagement in der Lausitz und speziell in Spremberg aus, das in Gänze eine große Herausforderung auch lange Zeit nach dem aktiven Braunkohlenbergbau darstellen wird.

Fotos: R. Kaltschmidt


LMBV übergibt Zechenhaus Brieske an den Landkreis Oberspreewald-Lausitz

Senftenberg. Mit der offiziellen Übergabe des historischen Zechenhauses Brieske der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH an den Landkreis Oberspreewald-Lausitz beginnt eine neue Ära für dieses historische Gebäude in Senftenberg. Am 6. April 2022 um 10 Uhr wurde der Eigentümerwechsel mit einem feierlichen Akt vor Ort vollzogen. „Wir sind sehr froh, dass dieses denkmalgeschützte Gebäude nach jahrelangem Leerstand einen Käufer gefunden hat, der ein für so ein geschichtsträchtiges Haus angemessenes Nutzungskonzept vorsieht“, erklärt Gunnar John, Kaufmännischer Geschäftsführer der LMBV. Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz erwarb die Liegenschaft mit dazugehörigen Flächen. Über den Kaufpreis haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart. Die Mittel dafür stammen unter anderem aus dem Strukturförderungsfond.

Geplant ist, im Zechenhaus das Zentraldepot des Landkreises mit Archiv und Kulturort zu etablieren. Der Sammlungsbestand der Museen des Landkreises umfasst ca. 30.000 Exponate. „Dies ist die Chance auf die Schaffung eines regionalen, kulturellen Leuchtturms. Es soll ein Ort für die Öffentlichkeit zugänglicher Ort werden, der sowohl die lange Industriegeschichte verkörpert und ihre Geschichte als Gedächtnis der Region bewahrt“, so Landrat Siegurd Heinze.

Hintergrund: Das Zechenhaus Brieske wurde 1908/09 als „Badehaus Marga“ durch die Ilse-Bergbau-Actiengesellschaft durch die Architekten Heidenreich und Michel geplant und als Verwaltungssitz und Sozialgebäude 1909/10  errichtet. Im Gebäude war eine für den Bergbau typische Waschkaue mit Kettenbad eingebaut, die noch bis heute in wesentlichen Teilen erhalten ist. Weiterhin waren im Gebäude Zechensaal, Magazin, Sanitätsstelle, Kasse sowie Büro und Aufenthaltsräume für Verwaltung und technische Leitung untergebracht. Eine Hausmeisterwohnung im Dachgeschoss gehörte ebenfalls zur Einrichtung.

Mit der Kombinatsbildung im Senftenberger Revier 1979 wurden die Mehrzahl der Büro- und Verwaltungsräume zu Mannschaftsumkleiden und Duschräumen umgebaut. Bis zum Anhalten der Brikettproduktion 1992 war das Gebäude fast ausschließlich als zentrale Wasch- und Umkleide in Nutzung. In einem Kellerbereich sowie in den Bereichen des Erdgeschosses war viele Jahre lang das Archiv der Bergbau-Unternehmen untergebracht. Als Firmenarchiv wurde das Gebäude noch bis 1999 genutzt, seitdem stand es leer. 1994 wurde es in die Liste der technischen Denkmale im Land Brandenburg aufgenommen und kam mit der Bildung der LMBV in deren Besitz.

Der Kaufmännische Geschäftsführer der LMBV Gunnar John im Gespräch mit Landrat OSL Siegurd Heinze und dem Bürgermeister der Stadt Senftenberg Andreas Fredrich
Fotos: Steffen Rasche für LMBV


98. Sitzung des Brandenburger Braunkohlenausschusses in Cottbus auch mit LMBV-Themen

Cottbus. Am 31. März 2022 tagte der Braunkohlenausschuss des Landes Brandenburg zum 98. Mal, auch diesmal unter Leitung der Vorsitzenden Kerstin Kircheis. In Cottbus wurde unter Tagesordnungspunkt 3 seitens des MIL zum Stand des geplanten Zielabweichungsverfahrens für den LE-B-Tagebau Jänschwalde informiert. Nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts Cottbus zur nicht mehr gegebenen Vollziehbarkeit des Hauptbetriebsplans wird der Tagebau Jänschwalde zum 15. Mai 2022 stillgesetzt. Der LEAG-Vertreter im Ausschuss, Thomas Penk, informierte diesbezüglich über den nächsten juristischen Schritt einer Beschwerde beim OVG , die am 29. März eingelegt wurde. Das zuständige LBGR selbst wird keine Beschwerde einlegen und hat vom Bergbautreibenden zunächst bis zum 14.04.22 ein Konzept zur geotechnischen Sicherung abgefordert, da der weitere Vollzug des Hauptbetriebsplanes ab Mitte Mai gehemmt sei. Das LBGR kündigte eine Anordnung zur geotechnischen Sicherung des Tagebaubetriebs an. Das weitere Vorgehen der Gemeinsamen Landesplanung zum Zielabweichungsverfahren werde vor diesem Hintergrund zunächst ausgesetzt, so die GL-Referatsleiterin Gesa Dähnhardt.

Zum Tagesordnungspunkt 4 berichtete LBGR-Abteilungsleiter Uwe Sell über die Aktivitäten des Landesbergamtes nach dem geotechnischen Ereignis am 9. März 2021 am Helenesee. Das Bergbaufolgegewässer werde als „Altbergbau mit Rechtsnachfolger“ eingestuft, wobei diese Frage noch weiter juristisch geprüft werde. Eine künftige Zuordnung zur Braunkohlesanierung sei beabsichtigt bzw. seitens des Landes angestrebt. Nach dem Einrichten eines erweiterten Sperrbereiches wurden erste Untersuchungen am Restloch an die Firma BIUG beauftragt. In einer derzeit laufenden zweiten Etappe sei eine komplette geotechnische Untersuchung durch Sachverständige veranlasst worden. Dazu seien bis zu 30 Kernbohrungen sowie Drucksondierungen nötig, die weit über den ursprünglich angedachten Mai-Zeitraum bis nun Herbst 2022 umgesetzt werden. Ziel sei es, bis zum Jahresende 2022 einen geotechnischen Abschlussbericht der BIUG vorliegen zu haben, auf dem dann eine Sanierungsplanung aufsetzen könnte. Die dafür notwendige europaweite Ausschreibung wurde von Sell für den Zeitraum 2023/24 avisiert.

Das LBGR gehe dazu weitere Schritte, die weit über die eigentliche Gefahrenabwehr hinausgehe. Das Land Brandenburg gehe dafür auch in „finanzielle Vorleistung“ und werde über das LBGR einen Projektsteuerer beauftragen. Das Amt sei beim Altbergbau personell „schmalbrüstig aufgestellt“, so Uwe Seel, jedoch habe der LBGR-Präsident S. Fritze das weitere Vorangehen selbst zu seinem nachdrücklichen Anliegen gemacht. An die LMBV sei man diesbezüglich noch nicht offiziell herangetreten. Die GL4 macht zudem deutlich, dass die „zu erwartende lang andauernde Sanierung“ des Sees in einer dem für den Zeitraum ab 2023 erwarteten Folge-Verwaltungsabkommen zur Braunkohlesanierung zugrundeliegenden Projektplanung der Bergbausanierer noch nicht inkludiert sein konnte. Hier seien zunächst weitere Gespräche des Landes mit dem Bund nötig.

Unter dem Tagesordnungspunkt 5 berichtete die LMBV zu geplanten Sanierungsleistungen im Raum Lauchhammer. Den Sachstandsbericht dazu gab Gerd Richter, Leiter des LMBV-Sanierungsbereiches Lausitz. Er erläuterte zunächst den Stand der Verhandlungen auf dem sogenannten Kippenareal Ki 5, wo aus Standsicherheitsgründen die Aufgabe von Wohnbebauungen und Gewerbestandorten laut LBGR bis zum Jahresende 2022 notwendig seien. An der Wilhelm-Külz-Straße seien private Eigentümer und gewerbliche Ansiedlungen,  am Pappelweg Wohn- und Gartengrundstücke betroffen. Die Verhandlungen mit dem überwiegenden Teil der Betroffenen zur Absiedelung seien gut vorangekommen, im Einzelfall noch nicht abgeschlossen. Mit der nach dem Rückbau der Gebäude geplanten bergtechnischen Sicherung des Kippenareals soll eine Trittsicherheit und auf den Verkehrsflächen eine Befahrbarkeit für luftbereifte Fahrzeuge bis 25 Tonnen erzielt werden. Damit würde sich das mittels Verdichtung gesicherte Kippenareal dann wieder als städtischer Baugrund für leichte setzungsunempfindliche Bauwerke z.B. der Photovoltaik oder als Natur-Retentionsräume eignen.

Richter kündigte auch die Fortführung der Einzelhaus-Sicherungsplanungen für die Schloss-Siedung in Lauchhammer an, nachdem das Moratorium des MIL und der damit verbundene Planungsstopp im Februar 2022 aufgehoben worden seien. Im ersten Schritt seien das Einholen verbindlicher Interessensbekundungen der derzeit 54 Betroffenen und dann das Überarbeiten der bereits vorliegenden ersten 24 Planungen vorgesehen. Im nächsten Schritt ist eine Infoveranstaltung mit den Betroffenen geplant, um dann im Anschluss weitere Einzelhaus-Planungen neu ausschreiben zu können. Gerd Richter informierte zudem über weitere laufende und geplante Vorhaben der LMBV im Raum Lauchhammer.

Impressionen von der 98. Sitzung des Braunkohlenausschusses des Landes Brandenburg in Cottbus - Fotos: Dr. Steinhuber


Spatenstich für Wasserwanderrastplatz an der Sedlitzer Bucht erfolgt

Senftenberg. Am 28. März 2022 erfolgte im Beisein des Infrastrukturstaatssekretärs Rainer Genilke (MIL) der erste Spatenstich für die wassertouristische Erschließung am Sedlitzer See. Der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg schafft mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung in den kommenden Jahren die wassertouristische Infrastruktur in der Sedlitzer Bucht.

Das Vorhaben umfasst die Schaffung eines touristischen Standorts mit Wasserwanderrastplatz, Schiffsanleger und nachfolgend zu installierender Freizeitinfrastruktur in drei funktional aufeinander aufbauenden eigenständigen Bauabschnitten. Im ersten Bauabschnitt erfolgen die Planungsleistungen und die verkehrs- und medientechnische Erschließung. Der zweite Bauabschnitt umfasst „Hafenplatz, Strand und Steganlagen“ und der dritte Bauabschnitt die Errichtung des Multifunktionsgebäudes.

Rainer Genilke: „Ich freue mich, dass es jetzt losgeht mit den Bauarbeiten am Wasserwanderrastplatz. Wir wollen, dass sich der Wassertourismus im Lausitzer Seenland weiter gut entwickelt. Das Land Brandenburg unterstützt die Entwicklung des Lausitzer Seenlandes seit Jahrzehnten aktiv und mit großem finanziellen Einsatz. Wir wollen, dass der Strukturwandel gelingt und die Menschen auch nach dem Kohleabbau hier gute Arbeits- und Lebensbedingungen vorfinden. Die touristische Entwicklung trägt dabei entscheidend zur regionalen Wertschöpfung bei.

Herausragendes Element des sich immer weiter entwickelnden länderübergreifenden Lausitzer Seenlands ist die schiffbar verbundene Kette von Tagebauseen. Wasserwandern soll zu den Attraktionen der Tourismusregion gehören. Mit dem Fortschreiten der Gewässerherstellung gibt es hierfür immer bessere Bedingungen. Es braucht jedoch nicht nur Verbindungen auf dem Wasser, sondern auch attraktive Standorte an Land. Dabei wollen wir den Zweckverband unterstützen.“

Für den ersten Bauabschnitt zur Schaffung der wassertouristischen Basisinfrastruktur am Sedlitzer See wurden Fördermittel in Höhe von 1,57 Millionen aus dem Verwaltungsabkommen VI zur Braunkohlensanierung im vergangenen Jahr bewilligt. Die Gesamtkosten betragen 2,16 Millionen Euro. Der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg steuert 590.000 Euro als Eigenanteil bei.

Die LMBV hatte bereits die Vorarbeit an der Sedlitzer Bucht geleistet. Mit der Böschungssicherung und –endgestaltung des Ufers und der Ausformung des Hafenbeckens samt Ausstattung mit Dalben und Slipanlage schuf die LMBV die Voraussetzungen für die touristische und wirtschaftliche Entwicklung.in




Bergbausanierer als „Top Company 2022“ ausgezeichnet

Senftenberg/Leipzig/Sondershausen. Die LMBV wurde vom Arbeitgeber-Bewertungsportal kununu als Top Company 2022 ausgezeichnet. Das Gütesiegel, das seit 2015 vergeben wird und auf den Online-Bewertungen der Mitarbeitenden und Bewerbern basiert, zeichnet besonders beliebte Unternehmen aus. Der Bergbausanierer zählt mit einem kununu-Score von 4,1 Sternen sowie einer Weiterempfehlungsquote von 86 Prozent zu den 5 Prozent der beliebtesten Arbeitgeber auf kununu.

Voraussetzungen für die Auszeichnung:
• Mindestens sechs Bewertungen von Mitarbeitenden
• Mindestens einen Score von 3,8 Sternen insgesamt, als auch bei den Bewertungen der Mitarbeitenden
• Im Durchschnitt muss der Mitarbeiter-Bewertungsscore der zurückliegenden zwölf Monate bei mindestens 3,8 Sternen liegen
• Mindestens eine Bewertung muss in den letzten zwölf Monaten erfolgt sein. Eine aktualisierte Bewertung wird dabei auch als neue Bewertung gewertet

Im Rahmen der LMBV-Einschätzungen beurteilten 95 Prozent ihr Gehalt als gut oder sehr gut. Benefits, die besonders hervorgehoben wurden, sind die betriebliche Altersvorsorge, flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit zur Teilnahme an Mitarbeiter-Events.

Laut kununu genießt unter allen Arbeitgeber-Siegeln auf dem Markt das Top Company-Siegel die größte Bekanntheit in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Auszeichnung wird auf Basis von Bewertungen auf dem jeweiligen Unternehmensprofil erstellt. Durch die datenbasierte und unabhängige Vergabe des Siegels kann kununu eine authentische Bewertung der jeweiligen Unternehmensdarstellung gewährleisten.

Mit derzeit rund 700 Mitarbeitenden an den Standorten Senftenberg, Leipzig und Sondershausen ist die LMBV als Ingenieur- und Umweltunternehmen stets auf der Suche nach Mitarbeitenden, die bereit sind, sich den Herausforderungen anspruchsvoller Tagesaufgaben zu stellen und die eine abwechslungsreiche, stets interessante und verantwortungsvolle Tätigkeit erwarten.

Aktuelle Stellenangebote: www.lmbv.de/karriere/stellenangebote


Konditionierungsanlage reduzierte auch 2021 die Eisenfracht in der Spree — Jahresbericht erschienen

Senftenberg/Spremberg. „Die LMBV-Wasserbehandlung durch den bedarfsgerechten Betrieb der Konditionierungsanlage im Zulauf der Spree zur Talsperre Spremberg zeigte auch im Jahr 2021 ihre positive Wirkung“, resümiert Sven Radigk, Leiter der LMBV-Projektgruppe „Gewässergüte Fließgewässer Lausitz“ den Jahresbericht zum Monitoring der Eisenbelastung der Spree und der Talsperre Spremberg, der jüngst fertiggestellt wurde. Verfasst wurde der Bericht vom LMBV-Fachgutachter Dr. Wilfried Uhlmann vom Dresdener Institut für Wasser und Boden (IWB).

Die Konditionierungsanlage, bestehend aus der Bekalkungsanlage in Spremberg-Wilhelmsthal sowie nach ca. 1,5 km Fließweg der Flockungshilfsmittelzugabe am Einlaufbauwerk der Vorsperre Bühlow, erzielte eine deutliche Erhöhung des Eisenrückhaltes. Circa 41 Prozent der Eisenfracht der Spree wurde in der Vorsperre zurückgehalten und somit die Hauptsperre der Talsperre, d. h. der Spremberger Stausee, entlastet.

Gleichzeitig wird somit die Einhaltung der Ablaufwerte aus der Talsperre am Pegel Bräsinchen gesichert. Die Eisen-gesamt-Konzentration lag hier 2021 durchschnittlich bei 0,5 mg/l sowie ganzjährig < 2 mg/l und somit stabil unterhalb der Sichtbarkeitsschwelle für partikuläres Eisen in der Spree. Die Talsperre Spremberg (Vor- und Hauptsperre) erzielte dabei insgesamt einen Eisenrückhalt von ca. 90 Prozent bezogen auf die Immission, d. h. die Eisenfracht in der Spree.

Der durch die Konditionierung geförderte Eisenrückhalt in der Vorsperre Bühlow hat trotz vergleichsweise höheren Durchflussmengen der Spree in 2021 und kontinuierlichen Teilberäumungsleistungen im Vorstaubecken wiederum gut funktioniert. In 2021 wurden die Einzelmaßnahmen zur Entnahme, Entwässerung und fachgerechten Entsorgung von eisenhydroxidbelasteten Schlämmen (EHS) in Projektträgerschaft der LMBV fortgeführt.

Die EHS-Entwässerung als Regeltechnologie erfolgt regulär in Verbindung mit den drei Sedimentationsbecken an der Vorsperre Bühlow. Der in 2021 an der Vorsperre angefallene EHS wurden beprobt, analysiert und ausnahmslos als nicht gefährlicher Abfall einer stofflichen Verwertung mit einer Gesamtmenge von ca. 26.450 t zugeführt.

Die Rückführung des EHS in den Wirtschaftskreislauf gemäß dem Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Bewirtschaftung von Abfällen (KrWG) erfolgte erstmals in 2021 teilweise als rohstoffliche Verwertung (hier: für die Herstellung von Produkten zur Entschwefelung in Biogasanlagen) jedoch weiterhin überwiegend, zur baustofflichen Verwertung, d. h. als Zuschlagstoff für die Ersatzbaustoffherstellung.

Der Einsatz von Flockungs- und Flockungshilfsmitteln (Weißfeinkalk und das FHM Koaret PA 3230 T) wird im Hinblick auf die aquatischen Lebewesen durch ein fischereibiologisches Monitoring in der Talsperre Spremberg überwacht, um eventuelle Auswirkungen der Wasserbehandlung auf Fische und Großmuscheln sowie auf das Makrozoobenthos festzustellen bzw. auszuschließen.

Mit dem Einsatz der Flockungs- und Flockungshilfsmittel wurden die Umweltbedingungen für die aquatische Fauna durch die erfolgreiche Erhöhung des Eisenrückhaltes in der Vorsperre Bühlow verbessert, wodurch auch in 2021 die Stabilität des Fischbestandes und der Benthosdichte zu erklären ist.

Im Einklang mit den Vorjahresergebnissen kann der Schluss gezogen werden, dass die Vorteile einer verbesserten Eisenrückhaltung, die mit den Wasserkonditionierungsmaßnahmen eventuell noch vorhandenen Restrisiken für Fische und andere aquatische Organismen bei weitem aufwiegen (siehe den Monitoringbericht 2021 zum Fischbestands- und Benthosmonitoring in der Talsperre Spremberg vom Institut für Binnenfischerei e.V. Potsdam-Sacrow).

Neue Publikationen


LS Brandenburg: Bohr- und Verwahrarbeiten der LMBV auf B 169 beendet

Senftenberg. In Umsetzung des bestätigten Abschlussbetriebsplanes zum Tagebau Sedlitz musste die LMBV 2021 im Bereich der B 169 zwischen Senftenberg und Sedlitz die sichere Verwahrung von untertägigen Hohlräumen (Nördliche Grenzstrecke) im Tagebaurandbereich durch Kontrollbohrungen nachweisen. Dabei wurden Hohlräume in der Strecke und auch sogenannte hängende Brüche über der Strecke erkundet. Da die „Nördliche Grenzstrecke“ die B 169/96 zweimal quert und auf einer Länge von ca. 400 m unter der Fahrbahn verläuft, musste die Straße durch den zuständigen Landesbetrieb Straßenwesen gesperrt werden.

Durch die LMBV wurden unverzüglich die erforderlichen Bohr- und Verwahrarbeiten beauftragt. Diese gestalteten sich als sehr aufwändig. Durch auftretende Spülungsverluste während der Bohrarbeiten, hervorgerufen durch Hohlräume und lockere Lagerungen überhängenden Brüchen, mussten zahlreiche Bohrungen abgebrochen, verwahrt und wieder aufgebohrt werden. Durch die gegenseitige Beeinflussung aufgrund der geringen Bohrlochabstände konnte nur eine begrenzte Zahl an Bohrgeräten eingesetzt werden.

Nunmehr konnten die Bohr- und Verwahrarbeiten im Auftrag der LMBV abgeschlossen werden. Insgesamt wurden, einschließlich von Bohrungen bei denen die Strecke nicht getroffen wurde und Nachbohrungen, die aufgrund von Spülungsverlusten erforderlich wurden, 110 Bohrungen niedergebracht. Es wurden insgesamt 918 m³ Versatzmaterial aus einer fließfähigen Baustoffsuspension eingebracht.

Eine Gefährdung der Bundesstraße B 169/ B 96 durch neu entstehende Streckenverbrüche, die zu Tagesbrüchen führen können, ist nach den ausgeführten Erkundungs- und Verwahrungsarbeiten und derzeitiger Kenntnislage ausgeschlossen. Bis zum 31.03.2022 wird die Baustelle durch die LMBV beräumt sein. Die notwendige Begleit-Dokumentation wird derzeit von einem Sachverständigen im Auftrag der LMBV zusammengestellt und an die zuständige Behörde, das LBGR, übergeben.

Nach Abschluss der Erkundungs- und Verwahrarbeiten wird durch die LMBV eine gutachterliche Stellungnahme in Auftrag gegeben. Diese Stellungnahme muss durch das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) und den Landesbetrieb Straßenwesen fachtechnisch gewürdigt werden.

Die Vollsperrung der B 169 zwischen Sedlitz und Senftenberg muss bis zum Beginn der Baumaßnahme aufrechterhalten bleiben, da Fahrbahn wegen der Bohrarbeiten beschädigt und deshalb die Verkehrssicherheit nicht gewährleistet ist. Der Landesbetrieb Straßenwesen trifft nun die letzten Vorbereitungen für die Deckenerneuerung der B 169 von Sedlitz bis Ortsumgehung Senftenberg. Die Baustrecke hat eine Länge von etwa 3,2 Kilometern.

Zunächst werden die schon seit längerem geplanten Erneuerungsarbeiten ausgeschrieben. Läuft alles nach Plan, könnte im Mai mit den Bauarbeiten begonnen werden. Dazu muss die Bundesstraße bis zum Bauende im August 2022 weiterhin gesperrt bleiben.  Um Schwertransporte zu vermeiden, sollen die entnommenen Erdstoffe und der Schotter auf der gesperrten Straße abgelagert werden. Mit diesem Verfahren kann die Baumaßnahme deutlich beschleunigt werden. Nach Abschluss dieser Arbeiten wird der Bereich mit den Erdstoffen und dem Schotter wieder verfüllt und die Fahrbahn neu aufgebaut. Vorgesehen sind eine neue Schottertragschicht und eine Asphalttragschicht. Danach werden im gesamten Bereich die oberen beiden Asphaltlagen abgefräst.  Erst dann ist   die eigentliche Deckschichterneuerung auf der ganzen Breite der Bundesstraße geplant.

Für die Vollsperrung der Bundesstraße bleibt die bereits eingerichtete Umleitungsstrecke bestehen. Der Verkehr wird über Hörlitz, Lausitzring, Meuro, Freienhufen und Großräschen zur Kreuzung B 169 / B 96 bei Allmosen bzw. umgekehrt geleitet.

Die notwendigen Arbeitsschritte bei diesem Vorhaben, sind deutlich umfangreicher, als bei vergleichbaren Straßenbauprojekten. Der erste Bauabschnitt reicht vom Ortsausgang Sedlitz bis zur Brücke über die Rainitza. In dem Bereich, in dem die LMBV Bohrungen vorgenommen hatte, müssen umfangreiche Erdarbeiten auf etwa 500m Länge und einer Tiefe von 2,50 m durchgeführt werden. Zur Sicherung des Untergrundes gegen eventuell in der Zukunft auftretende Tagesbrüche ist geplant, zwei Lagen Geogitter und eine Lage Vliesstoff zu verlegen.

Der zweite Bauabschnitt erstreckt sich von der Brücke über die Rainitza bis zum Brückenbauwerk im Kreuzungsbereich der B 169 und der B 96 bei Senftenberg. In diesem Bereich werden nur die oberen Asphaltlagen abgefräst. Anschließend wird die Deckenerneuerung einschließlich die der Rampen vorgenommen. Der Verkehr in diesem Kreuzungsbereich wird mit Hilfe einer Baustellenampel über die Rampe Abfahrt Senftenberg, aus Fahrtrichtung Schwarzheide kommend, geleitet. Diese Rampe wird auch als Auffahrt in Fahrtrichtung Schwarzheide genutzt. Die Fahrtrichtung Sedlitz/Cottbus muss bis zum Bauende im August voll gesperrt bleiben.

Daten und Fakten zum Umfang des ersten Bauabschnitts:

ca. 15.200 m² Entfernen und herstellen Fahrbahnmarkierung
ca. 30.400 m² Entfernen und herstellen Asphaltdeckschicht
ca. 30.400 m² Entfernen und herstellen Asphaltbinderschicht
ca. 5.800 m² Entfernen und herstellen Asphalttragschicht
ca. 5.300 m² Entfernen und herstellen Schottertragschicht
ca. 12.800 m³ Boden aufnehmen und lagenweise einbauen
ca. 11.400 m² Einbau des Geogitters

Daten und Fakten zum Umfang des zweiten Bauabschnitts:

ca. 5.100 m² Entfernen und herstellen Fahrbahnmarkierung
ca. 13.500 m² Entfernen und herstellen Asphaltdeckschicht
ca. 13.500 m² Entfernen und herstellen Asphaltbinderschicht

Zu den Kosten des Vorhabens können zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine Angaben gemacht werden.

Quelle: Pressemitteilung Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg vom 15. März 2022


Kommunen präsentieren Stand des Radwege-REK im Bereich Seese-Schlabendorf

Lübbenau/Senftenberg. Am 04.03.2022 wurde von den Bürgermeistern der vier beteiligten Kommunen Calau, Luckau, Lübbenau und Vetschau der erreichte Zwischenstand des „REK (Regionales Entwicklungskonzept) Seese-Schlabendorf“ in Lübbenau präsentiert. Dieses REK wurde unter Einbeziehung der Lausitzer Planungsabteilung der LMBV durch die Fa. KEM aus Dresden bearbeitet. Die anwesenden Stadtoberhäupter dankten allen Beteiligten, darunter auch den LMBV-Akteuren für ihren bisherigen konstruktiven Beitrag: „Ohne die LMBV geht es ja gar nicht; sie ist ein stets wichtiger Partner“, so Bürgermeister Lehmann.

Seit Beginn der Bearbeitung des REK Seese-Schlabendorf im Oktober 2016 wird das Projekt - nach erfolgter Beantragung Genehmigung durch die gemeinsame Landesplanung Berlin/Brandenburg GL4 - als sogenannte Brandenburger §4-Maßnahme im Rahmen des VA BKS vorangetrieben. Insgesamt gab es bisher elf gemeinsame Beratungen einschließlich einer öffentlichen Ergebnis-Präsentation im April 2018 in Calau. Ziel ist es, initiiert von den Städten Luckau, Lübbenau, Calau und Vetschau, die neuen Wege in das überregionale Wegenetz einzubinden und so Radtouristen über den Spreewald hinaus ein Angebot zu unterbreiten.

Die LMBV war von Anfang an beratend tätig, um mögliche Synergieeffekte zu vorgesehenen Sanierungsmaßnahmen beim Herausarbeiten von Maßnahmen im Umfeld der vormaligen Tagebaue Seese und Schlabendorf zu benennen. Dabei wurde untersucht, was vor dem Hintergrund der langfristigen geotechnisch noch notwendig gesperrten Innenkippenflächen in diesem Raum möglich ist und was in absehbarer Zeit umgesetzt werden könnte. Aus diesem Grund wurden die im REK ausgewiesenen Umsetzungsmaßnahmen vor allem in den Randbereichen der Tagebauflächen konzentriert.

Umsetzungsstart der ersten Maßnahme war im Jahr 2019 mit der Herstellung eines 9.750 Meter langen und asphaltierten Radweges zwischen Wanninchen und Fürstlich Drehna, Diese wurde teilweise als §4–Maßnahme vom Land Brandenburg gefördert und in Eigenregie der Stadt Luckau umgesetzt. Vorbereitend dazu erfolgten gemeinsame Abstimmungen zwischen der Stadt Luckau, dem ausführenden Planungsbüro und der LMBV. In diesem Zusammenhang wurden vorlaufend durch die LMBV alte Filterbrunnen im unmittelbaren Randbereich des neuen Weges sicher verwahrt. Laut Luckau wurden auch die Arbeiten am zweiten Vorhaben, hier zwischen Zinnitz und Schlabendorf am See auf 1.100 Meter begonnen

Umfangreiche Abstimmungen erfolgten auch mit der Stadt Lübbenau in Vorbereitung des Wegebaues zwischen Raddusch und dem Schacht V (über Groß Lübbenau). Diese Maßnahme wird ebenfalls über den § 4 durch das Land Brandenburg gefördert und in Eigenregie der Stadt Lübbenau realisiert. Der Beginn ist für April 2022 vorgesehen. Weitere Maßnahmen wie z.B. der Weg zwischen Kirschallee Mlode und Schacht V Bischdorf sind in Vorbereitung und im gemeinsamer Abstimmung mit der LMBV. Weiterhin erfolgen regelmäßige Abstimmungen mit den Bauämtern der Städte Luckau, Lübbenau und Vetschau, in denen Arbeitsstände bei der Umsetzung der REK-Maßnahmen erörtert werden.

Wichtige Fragen sind dabei künftig weiterhin das erwünschte Freihalten von Sichtschneisen, das alternative Definieren von Standorten von Aussichtstürmen und das Errichten von solchen Überblicksmöglichkeiten sowie von Schutzhütten und Rastpunkten. Aus LMBV-Sicht sind insbesondere das Berücksichtigen der vormaligen Filterbrunnen – mit bis zu 10 Meter Abstand - beim Planen der Trassenführungen, sofern diese nicht vorlaufend bereits verwahrt werden können.

Noch anstehende Sanierungsleistungen der LMBV

Um eine mittelfristige Nutzung des Bereiches Tagebau Seese-Ost, speziell des dort entstandenen Bischdorfer See der LMBV, zu erreichen, wurden durch den Bergbausanierer die planmäßigen Sanierungsarbeiten zur Schonenden Sprengverdichtung (SSPV) weiter kontinuierlich fortgesetzt. Ziel ist nach wie vor, diese Arbeiten auf Kippen mittelfristig fertigzustellen.

Notwendig sind nach der SSPV noch das anschließende geotechnisch notwendige grundwasserferne Auffüllen der gesicherten Bereiche und das nachfolgende Wiederaufforsten bzw. Herstellen landwirtschaftlich nutzbarer Flächen. Nach Realisieren der Sicherungsarbeiten am Bischdorfer See erfolgen noch Restarbeiten zum Beseitigen von Untiefen direkt im Restloch. Weiterhin werden auch die wasserqualitätsabhängige Konditionierung des Sees mittels Schiffstechnik und die Regulierung des Seewasserstandes fortgesetzt.

LMBV-Ausblick für die Zeit nach 2027

In den kommenden 15 Jahren sollen – so die langfristigen Planungen der LMBV - vorrangig die Bereich Seese-Ost und anschließend der Nordbereich des ehemaligen Tgb. Seese-West geotechnisch gesichert werden. Dazu werden entsprechen der gutachterlichen Vorgaben die Kippenböschungen und ein Teil des Hinterlandes der Schönfelder See (RL 4) nachgesichert.

Weiterhin soll die Pflugkippenböschung zwischen den künftigen landwirtschaftlichen Flächen und den Waldflächen der Kleptnaniederung mittels Rütteldruck (RDV) verdichtet und so gesichert werden. Dazu müssen in den kommenden Jahren die entsprechenden Vorbereitungsarbeiten erfolgen.

Die Kippenböschungen des Restloch 1 (Redlitzer See) sind ebenfalls noch durch RDV zu sichern. Nach der Sicherung der Kippenflächen und der Vorlage der entsprechenden Abschlussgutachten in Seese-Ost werden die Bearbeitungen für das Planfeststellungsverfahren „Bischdorfer See“ beginnen.

Infolge der weitaus umfangreicheren geotechnisch notwendigen Sanierungsarbeiten werden die Bereiche Seese-West Südteil, Schlabendorf-Nord und Schlabendorf-Süd anschließend gesichert. Dazu werden ein Großteil der Flächen mittels RDV und SSPV zu sichern und die Flächen anschließend grundwasserfern aufzufüllen sein. Diese Maßnahmen werden die LMBV über einen längeren Zeitraum im Lausitzer Nordraum beschäftigen.

Impressionen der Beratung in Lübbenau - Fotos: Dr. Steinhuber


Knappensee: Sanierungsarbeiten laufen kontinuierlich – Planungen für Rutschungskessel in Vorbereitung

Senftenberg/Lohsa. Am 11. März 2022 jährt sich das Rutschungsereignis am Altbergbaugewässer Knappensee. An einem noch nicht komplett gesicherten Uferabschnitt waren rund 1 Mio. Kubikmeter gekippter Boden in Richtung See in Bewegung geraten. Gemeinsam mit den Sachverständigen für Geotechnik und dem Sächsischen Oberbergamt wurden in den zurückliegenden Monaten Sofortmaßnahmen zur Eindämmung der Folgen der Rutschung getroffen, die Ursachen der Rutschung analysiert und Mittelfristmaßnahmen zur Sicherung des vorhandenen Kippenkörpers geplant.

Inhalte dieser Maßnahmen war ein umfangreiches Monitoringprogramm zum weiteren Verhalten der Kippe, Porenwasserdrucküberwachungen zur Sicherung der umliegenden Bereiche (Straßen und Siedlung) und Schutzmaßnahmen in Form von BigBag-Verwallungen. Weiterhin wurde der Sperrbereich um den Rutschungskessel herum erweitert.

Gemäß Abstimmung mit dem Sächsischen Oberbergamt sind bis zum Ende des Frühjahrs 2022 geeignete Varianten zum Sanierungskonzept durch das planende Ingenieurbüro zu erarbeiten. Nach derzeitigem Erkenntnisstand wird das planende Büro die Sanierungskonzeption bis Ende April an das Haus der LMBV übergeben. Danach wird das SächsOBA nach der Erörterung der Varianten die Vorzugsvariante für die weitere Planung auswählen. Für das Jahr 2022 ist danach die weitere Ausarbeitung der Genehmigungsplanung vorgesehen.

Im Winterhalbjahr 21/22 gab es bisher keine größeren Abbrüche oder unplanmäßige Veränderungen. Im Bereich der rechtsgelagerten Steilböschung Bereich G-Süd entstanden natürlich durch Wind- und Welleneinwirkung regelmäßig kleinere Abbrüche der Steilwandbereiche. Diese Vorgänge sind bis zum Erreichen einer stabilen Ausgleichsneigung unkritisch.

Das SächsOBA hatte als Sofortmaßnahme den Bereich D-Ost (Ufer Groß Särchen) mittels Big BAGs schützen lassen. Die Schutzvorkehrungen bleiben bis zur vollständigen Sicherung des Rutschungskessels bestehen. Derzeit kann über den genauen Zeitpunkt der Aufhebung der Allgemeinverfügung auf Grund des ausstehenden Sanierungskonzeptes noch keine Aussage getroffen werden.

Auch für das Jahr 2022 und auch darüber hinaus gelten die Einschränkungen der Allgemeinverfügung, welche durch das SächsOBA erlassen wurden. Nach Fertigstellung der Bereiche und Übergabe der Abschlussberichte durch die Sachverständigen für Geotechnik entscheidet das SächsOBA über die Veränderung der Sperrzaunführung.

Parallel wurde nach Freigabe durch die Sachverständigen an den anderen Uferabschnitten weitergearbeitet. Für die Sanierungsabschnitte U (Maukendorf), A|B-Nord (B 96), D-West (Neubuchwalder Bucht), D-Mitte (Rutschenpark) und D-Ost (Groß Särchen/Koblenz) sind für das Jahr 2022 - wie ursprünglich vorgesehen - die Fertigstellungen geplant. Es sind noch bis Ende Frühjahr Arbeiten zur Leichten Rüttelverdichtung (LRV) und danach Profilierungen und der Wegebau des Rundweges geplant.

Wie auch vor Ort am Knappensee zu sehen war bzw. ist, wurden und werden die Arbeiten i.A. des SächsOBA und der LMBV auch während der Wintermonate fortgeführt. Die milde Witterung erlaubte auch ein durchgehendes Arbeiten auf dem Wasser.

Die Vorbereitungsarbeiten zur Nachnutzung gehen trotz der noch offenen Sanierungsplanung der Ostböschung ebenfalls weiter. So werden die Arbeiten zur Erschließung der Vereinsfläche im Bereich Z1 ab Ende März 2022 weitergeführt und Ende Juni 2022 abgeschlossen. Weiterhin erfolgt zurzeit die Erschließungsplanung im Abschnitt U, in welchem die Bungalowgemeinschaft e.V. „Knappensee Nordstrand“ Maukendorf ihren Sitz hat. Hier sollen ab Ende 2022 die Erschließungsarbeiten vor Ort beginnen.

Archivfotos vom Knappensee