Absage der für den 01.12.2021 geplanten traditionellen Barbarafeier in Cottbus

Senftenberg. Die Pandemiesituation in Deutschland verschärft sich auch in diesem Herbst zunehmend. Bund und Länder stehen im Gespräch, um weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zu beschließen.

Einzelne Bundesländer und Landkreise haben bereits verschärfte Regelungen erlassen bzw. stehen kurz davor.

Aufgrund der aktuellen Entwicklung zur Corona-Pandemie mit den extrem steigenden Inzidenzzahlen in Deutschland hat der Krisenstab der LMBV am 15. November 2021 entschieden, zum Schutz der geladenen Gäste und der eigenen Mitarbeiter die am 1. Dezember geplante und vorbereitete traditionelle Barbarafeier der LMBV in Cottbus in diesem Jahr nicht durchführen.

Den mehr als 300 Gästen, die an dem als 2G-Veranstaltung geplanten festlichen Event teilnehmen wollten, wird zeitnah abgesagt.


Finanziers der Bergbausanierung haben Beitrag für Wasserprojekt Boxberg geleistet

Mitfinanzieren der Neustrukturierung der künftigen Trinkwasser-Versorgung für Ersatzmaßnahmen

Inbetriebnahme des neuen Wasserwerkes Boxberg/O.L.
Foto v.r.n.l.: Dr. Gero von Daniels, Leiter der Geschäftsstelle des StuBA, Andreas Eckhardt vom SMEKUL; Boxbergs Bürgermeister Achim Junker, Bernd Sablotny, Sprecher der Geschäftsführung der LMBV sowie Katrin Bartsch, Geschäftsführerin der SWW und Petra Brünner, Geschäftsführerin des WZV bei der symbolischen Inbetriebnahme

Boxberg | Senftenberg | Berlin. Mit der feierlichen Inbetriebnahme des neuen Wasserwerkes Boxberg/O.L. wurde ein wichtiger Meilenstein in Ostsachsen geschafft. Vor knapp einem Jahr im Juni 2021 konnte schon symbolisch der Spatenstich für den Neubau des Wasserwerkes vollzogen werden.

Auf Einladung des WZV „Mittlere Neiße Schöps“ sowie der Stadtwerke Weißwasser nahmen am 3. November 2021 auch Dr. Gero von Daniels als Leiter der Geschäftsstelle des Steuerungs- und Budgetausschusses der Braunkohlesanierung (StuBA) sowie Bernd Sablotny, Sprecher der Geschäftsführung der LMBV, an der Veranstaltung teil.

„Ohne die Bergbausanierung, die sehr wesentlich vom Bund und dem Freistaat getragen wird, wären die hier erreichten Lösungen und baulichen Umsetzungen nicht denkbar gewesen“, so Bernd Sablotny. Gemeinsam mit den Partnern im Freistaat und im Wasserverbands (WZV) „Mittlere Neiße-Schöps“ konnten über die involvierte LMBV tragfähige Lösungen zur Mitfinanzierung der künftigen Wasserversorgung zusammen erreicht werden. Dazu hatte der StuBA mit seinen Entscheidungen diesen Start des Werkes auch mit möglich gemacht hat.

Der Dank des StuBA und der LMBV galt an diesem Tag insbesondere Katrin Bartsch, Geschäftsführerin der Stadtwerke Weißwasser (SWW), und Petra Brünner, Geschäftsführerin des (WZV) „Mittlere Neiße – Schöps“, für die erfolgreiche bauliche Umsetzung des Gesamt-Projektes der Trinkwasserversorgung.

Die Neustrukturierung der Trinkwasserversorgung im Gebiet des WZV „Mittlere Neiße Schöps“ sowie der Stadt Weißwasser beschäftigt die kommunalen Aufgabenträger und ihre Dienstleister schon seit vielen Jahren. Durch das nun erfolgte Realisieren des Wasserprojekts kann die künftige Trinkwasserversorgung im Norden des Landkreises Görlitz besser sichergestellt und zugleich auch ein Beitrag für die Strukturentwicklung in der Region erbracht werden.

Das Wasserwerk in Boxberg wird nach seiner Inbetriebnahme bis zu 35.000 Menschen mit Trinkwasser in hoher Qualität versorgen. Dafür sollen etwa  1,5 Millionen Kubikmeter aus dem unterirdischen Abstrom des vormaligen Restloches pro Jahr entnommen werden. Dafür wurden u.a. 36 Meter tiefe Brunnen gebohrt.

Alles in allem waren fast zehn Millionen Euro im Rahmen des Verwaltungsabkommen zur Braunkohlesanierung für diese in etwa 13 Mio Euro große Investition in der Lausitz aufzubringen, wobei der Bergbausanierer LMBV – bergbaulich bedingt - die Kosten für die Wasserfassung und die Rohwasserleitung übernahm und darüber hinaus etwas mehr als die Hälfte für den Neubau des Wasserwerks beisteuerte. Die Geschäftsstelle des StuBA, die Dr. Gero von Daniels vertrat, hatte ebenfalls ihren konstruktiven Beitrag zur Ermöglichung der Finanzierungsbeiträge und des Mittelabflusses leisten können. Dies wurde in voller Verantwortung gegenüber den Finanziers und für die Region getan. Es wurde auch deutlich, dass dies in überschaubarer Zeit geschah und gut und sinnvoll angelegtes Geld ist.

Bei der Inbetriebnahme wurde unterstrichen, dass das Wasser, welches aus dem Uferfiltrat am Bärwalder See gewonnen wird, eine sehr gute Qualität habe. Es sei ein mittelhartes Wasser. Dieses müsse nur leicht entsäuert werden und werde deshalb über Kalkstein gefiltert. Das Wasser enthalte nur eine geringe Konzentration von Eisen und Mangan, aber keine anderen Spurenstoffe. Mit der Wasserfassung am See sei auch klar, dass künftig mit dem Bärwalder See und seinen vielfältigen Nutzungen sorgsam umgegangen werden müsse. Ein Lob gab es bei der Eröffnung an die Firmen, die gute Arbeit geleistet haben und die Wasserwerk-Mannschaft vor Ort. Das Wasserwerk sei derzeit noch im Probebetrieb und solle Ende November in den Dauerbetrieb gehen. Für ein Jahr laufe eine Wasserzuführung aus Schwarze Pumpe noch zur Sicherheit parallel. (Text korrigiert am 09.03.22 | UST)


Beitrag des Bergbausanierers zur Regionalkonferenz Lausitzer Seenland geleistet

LMBV hat gute Grundlagen geschaffen - Bereits etwa 1,362 Mio. Übernachtungen im Seenland in 2019 laut DWIF erreicht

Senftenberg. Am 9. November 2021 fand im Senftenberger Ortsteil Brieske die schon traditionelle jährliche Regionalkonferenz im Lausitzer Seenland statt. An historischer Stätte im Gebäude der „Kaiserkrone“ versammelten sich unter Corona-Bedingungen rund 100 Teilnehmer aus Sachsen und Brandenburg, die an der Entwicklung des Lausitzer Seenlandes (LS) mitwirken.

OSL-Landrat Siegurd Heinze als Vorsitzender des ZV LSB begrüßte die Gäste mit „LS Ahoi“ und unterstrich die Chancen, gemeinsam zurückzublicken und gleichzeitig Ausblicke vermittelt zu bekommen. Für die gastgebende Kommune sprach Senftenbergs Bürgermeister Andreas Fredrich über die Vorhaben der Stadt an den beiden stadtnahen Bergbaufolgeseen und knüpfte mit dem Veranstaltungsort, eines vormals von Bergleuten gern genutzten Restaurants und Veranstaltungssaales in der Marga-Siedlung an das Motto der Touristiker vom „Bergmann zum Seemann“ an.

Daniel Just, Geschäftsführer des ZV LSS, verwies schlaglichtartig auf die erfolgten Investitionen des ZV am Geierswalder See mit dem Bau und der Übergabe des Multifunktionsgebäudes sowie dem Schaffen von Außenanlagen für Wohnwagen und dem weiteren Ausbau des Wegeleitsystems im Seenland an 130 Standorten. Mit einer zugesagten Förderung von 1,2 Mio. Euro über Strukturmittel kann der ZV sein Personal um bis zu fünf Stellen aufstocken und in 2022 dann mit neun Mitarbeitern seine vielfältigen Projekte weiter und besser voranbringen. Just stellte auch einen während der Corona-Zeit in Kooperation mit der KUFA Hoyerswerda entstandenen Promotionsfilm zum LS vor.

Detlev Wurzler konnte auf eine aufregende Zeit seit seinem Amtsanritt im November 2018 zurückblicken: die vorübergehende Seesperrung durch das LBGR nach dem Ausfließen von Inseluferbereichen, einem Brand im ZV-eigenen Strandhotel bis hin zu den Corona-Auswirkungen. Trotz alledem hat sich der ZV LSB gut entwickelt. So konnte im September 2020 der Seestrand Lieske baulich fertiggestellt werden. Eine Ausschreibung für 40 Ferienhäuser auf der dortigen 18,5 Hektar Fläche ist erfolgt und ein Investor für 2020 gebunden. Ebenso konnten die Vorbereitungen für die Ansiedlung eines 4-Sterne-BioNaturHotels mit 100 Zimmern und 11 Suiten getroffen werden. Am 23.09.2021 konnte auch der Rahmenplan bis 2030 für weitere zielgerichtete Entwicklungen im LS vom ZV verabschiedet werden.

Für die LMBV, die laut OSL-Landrat mit dem Sanierungsbergbau viele wichtige Grundlagen für das Fortschreiten im LS lege, informierte der Leiter des Sanierungsbereiches Lausitz über künftige Schwerpunkte der LMBV-Arbeiten an den Bergbaufolgeseen. Dabei legte er den Fokus auf die nötigen Arbeiten am und um den Sedlitzer See, der als Kernelement die Restlochkette künftig prägen wird. Als prioritäres Vorhaben charakterisierte er das Fertigstellen der Erweiterten Restlochkette und des Großräschener Sees, die künftig alle auf dem Niveau von +100 m NHN ausgespiegelt werden sollen. Richter informierte über den geplanten Fortgang der Fallgewichtsverdichtung im NW und NO der Böschungen am Restloch Greifenhain ab September 2022 und das Sichern von ersten Uferabschnitten an den gekippten Inseln im Senftenberger See voraussichtlich ab dem Winter 2024.

In der Folge beantwortete Marcus Heberle vom Tourismusverband LS die Frage, wie der Verband die Corona-Krise und ihre Auswirkungen gemeistert habe. Er informierte über die Aktivitäten, Produkte und Services, die von den Touristikern entwickelt wurden. Dies spiegelte sich auch in den vom DWIF erhobenen und berechneten Zahlen, denen zufolge 2019 laut Geschäftsbereichsleiter Moritz Sporer bereits 1,362 Mio. Übernachtungen im LS, davon 828.000 statistisch erfasst bei Beherbergungsbetrieben >10 Betten, zu verzeichnen waren. Dies generierte einen Gesamtumsatz von etwa 265 Mio. Euro in der Seenregion. An Wertschöpfung für die Region bedeutete dies in der ersten Umsatzstufe rund 74 Mio Euro durch direkte Ausgaben der Seenlandgäste für Eintrittsgelder, Gebühren etc., in der zweiten Umsatzstufe im Sinne der Umsatzrentabilität dann noch einmal 48 Mio Euro durch Ausgaben für Energie, die Brötchen beim Bäcker, die Blumen beim Gärtner u.v.a.m. Im Umkehrschluss schafft dieser Umsatz rechnerisch bereits für 6.370 Menschen Arbeit, die daraus ihr Primäreinkommen erzielen können.

Frank Ortmann, Tourismus-Abteilungsleiter im SMWKT, brachte die Sicht aus der Landesregierung in Dresden auf die Relevanz des Tourismus im LS ein und informierte u.a. über Förderprogramme, die für Akteure im LS von Interesse sein könnten. Aus der Praxis berichteten dann noch zwei erfolgreiche Investoren. Dr. Matthias Leiker sprach in seiner Funktion als Geschäftsführer der M.C.L. Touristik GmbH über die sichtbaren Entwicklungen seit 2013 beim „Ferienhof Radlerslust“ und berichtete über die schon sehr gut angenommenen neuen Angebote des - seit 2015 geplanten und im Sommer 2021 - geöffneten „Sonnenhofes 1864“ am Dorfanger in Großkoschen. Sehr engagiert stellte auch Neuinvestor Alfred Tempel sein Vorhaben „OSTufer“ am Geierswalder See mit moderner Strandbar und Wassersportangeboten vor, das er innerhalb kürzester Zeit gänzlich neu neben dem Bootsanleger und unterhalb der Strandpromenade aus dem „Boden gestampft“ und ab Ostern 2021 an den Markt gebracht habe.

Die Regionalkonferenzen sind seit vielen Jahren ein jährliches Update der Entwicklungen in der Region. Sie werden von den beiden Zweckverbänden des Lausitzer Seenlandes und dem Tourismusverband Lausitzer Seenland abwechselnd in Sachsen und Brandenburg organisiert. 2020 konnte die Konferenz wegen des Corona-Lockdowns nicht stattfinden.

Impressionen von der Regionalkonferenz 2021 - Fotos: Uwe Steinhuber


Revision der Tunnelröhre vom SB Lohsa II zum Bernsteinsee bis Ende November

Reinigung und Vermessung nach erfolgreichem Leerpumpen des Stahlbetonrohres gestartet

Senftenberg/Lohsa. Seit dem 4. Oktober 2021 findet an der gesamten Anlage der Tunnelröhre zwischen dem Speicherbecken Lohsa II und dem Bernsteinsee (Speicherbecken Burghammer) eine umfassende Revision statt.

Laut Betriebsvorschrift gilt es, alle fünf Jahre den Bauzustand der Tunnelröhre umfänglich zu begutachten. Als direkter Partner der LMBV setzt die Landestalsperrenverwaltung (LTV) Sachsen die Inspektion um.

In einem ersten Schritt wurde ab dem 18.10.21 mit dem Verschließen der Dammbalken am Ein- und Auslaufbauwerk begonnen, um das Wasser abzuhalten und die Röhre leer zu pumpen, sodass eine erste Begehung des Tunnels am 26.10.2021 möglich war.

Als nächste Schritte folgen die Reinigung und Vermessung der gesamten Anlage, das Begutachten des Betons sowie eine Funktionsprobe der Anlage. Letztlich werden dann eventuell anfallende Reparaturarbeiten durchgeführt. Ziel ist es, die Revision bis Ende November erfolgreich abzuschließen.

Überleiter Speicherbecken Lohsa II
Im Rahmen einer Dienstberatung des LMBV-Projektmanagements Sanierungsbereich Lausitz am 01.11.2021 wurde u.a. der Beton begutachtet und allen Kolleginnen und Kollegen die Funktionsweise der Anlage vor Ort erklärt.

Hintergrund

Die in den Jahren 1995 bis 1998 errichtete Anlage des Überleiters (ÜL) zwischen den ehemaligen Tagebauen Lohsa II und Burghammer (jetzt Speicherbecken - SB) ist ein wichtiger Bestandteil des Wasserspeichersystems Lohsa II.

Das Wasserspeichersystem Lohsa II (bestehend aus SB Dreiweibern, SB Lohsa II und SB Burghammer) soll zukünftig der Niedrigwasseraufhöhung der Spree, zum Schutz des Biosphärenreservates Spreewald und zur Stützung des Wasserhaushaltes von Berlin dienen.

Der Überleiter Lohsa II besteht im Wesentlichen aus einer 1.416 m langen Tunnelröhre DN 3000, einem Einlaufbauwerk im SB Lohsa II (einschließlich Betriebsgebäude), drei Kontrollschächten und einem Auslaufbauwerk im SB Burghammer. Die Gesamtlänge des Bauwerks beträgt ca. 1.500 Meter. Der Überleiter ist für einen Maximaldurchfluss von 10,0 m³/s ausgelegt.

Impressionen von der Begehung der Tunnelröhre (Fotos: Steffen Rasche)


Bergbausanierer informierte in Cottbus auf 97. Sitzung des Braunkohlenausschusses

Senftenberg | Cottbus. Auf 97. Sitzung des Braunkohlenausschusses des Landes Brandenburg informierte Gerd Richter, Leiter des Sanierungsbereiches Lausitz, unter Tagesordnungspunkt 4 über Schwerpunkte der Arbeit der LMBV im Jahr 2021 in Brandenburg.

Gerd Richter, der auch beratendes Mitglied im Ausschuss ist, zeigte u.a. Folien zu Verdichtungsmaßnahmen mit der sSPV im Bereich des Tagebaus Seese-Ost, zum Verfüllen von Tieflagen am Kittlitzer See und zum Sichern des Restloches A. Er ging auch auf wasserwirtschaftliche Maßnahmen im Raum Schlabendorf und das Sichern der Zinnitzer Tieflage im Tgb. Schlabendorf-Nord ein.

Zu den Leistungen der LMBV zählen auch die zwischenzeitlich abgeschlossene Fallgewichtsverdichtung (FGV) und Oberflächenverdichtung mit Walzen im Senkenbereich des LMBV-Teils des Tgb. Cottbus-Nord und der Erdbau und die FGV auf der nordwestlichen Innenkippe im Tgb. Jänschwalde. Erwähnt wurde auch das Sichern des Restloches Casel bis zum November 2021.

Richter wies auch auf die Leistungen zur Eisenminderung vor und in der Spree hin und erläuterte das komplette Beräumen des Sedimentationsbecken II an der Vorsperre Bühlow, wo rund 1.100 Tonnen EHS-Massen zur Deponierung angefallen sind. Auch die Fortschritte beim Bau der LMBV-Wasserbehandlungsanlage Plessa wurden aufgeführt. Richter ging auch auf die Situation zur notwendigen Absiedlung am Pappelweg und an der W.-Külzstraße in Lauchhammer ein.

In seinem Ausblick für die kommende Zeit legte der LMBV-Vertreter den Schwerpunkt auf die ab September 2022 vorgesehenen weiteren FGV-Maßnahmen am Restloch Greifenhain und das Sichern der Brückenfeldkippe Sedlitz ab 2023 bis ca. 2026. Der wasserstandsabhängige Ausbau des ersten Teilstücks von 600 Metern des Ableiters vom Sedlitzer See soll ebenfalls ab 2023 erfolgen. Erwähnung fand die fortlaufende Konditionierung in der Restlochkette, hier zunächst wieder im Partwitzer See.

Für das Sichern der Inseln im Senftenberger See benannte G. Richter zunächst zwei prioritäre Abschnitte ab dem Winter 2024/25, für die die LMBV demnächst in die weitere Behördenbefassung gehe. Mit Rüttelstopfarbeiten sollen an der L 60 die Grundlagen für ein Brückenbauwerk über den Ableiter der Schwarzen Keute gelegt werden. Derzeit existiert dort eine Umfahrung.

Impressionen aus der Stadthalle


Ausschreibung zur Fallwildsuche aufgrund der afrikanischen Schweinepest in der Lausitz

Suche von erkrankten oder verendeten Wildschweinen bzw. Kadavern soll in den Eigenjagdbezirken unterstützt werden

Senftenberg. Die LMBV hat kürzlich eine Ausschreibung zur Fallwildsuche aufgrund der afrikanischen Schweinepest auf Flächen in einer Größenordnung von mehr als 2.200 Hektar gestartet. Die Suche von erkrankten oder verendeten Wildschweinen/Kadavern soll dabei in den Eigenjagdbezirken der Tagebaubereiche

  • Nochten (ca. 337 ha),
  • Burghammer (ca. 152 ha),
  • Lohsa/Dreiweibern (ca. 176 ha)
  • Scheibe (ca. 160 ha)
  • Spreetal (ca. 833 ha)
  • Bärwalde (ca. 165 ha)
  • Knappenrode (ca. 60 ha)
  • Heide VI (ca. 45 ha)
  • Laubusch/Erika-See (ca. 25 ha)
  • Seenkette (ca. 253 ha)

umgesetzt und unterstützt werden.

Die Laufzeit dieses Vertrages soll am 01.05.2022 beginnen und am 31.12.2022 enden. In der Kurzbeschreibung der Leistung heißt es: es gehe um Dienstleistungen in der Forstwirtschaft sowie die Fallwildsuche in Ostsachsen in den Landkreisen Bautzen und Görlitz sowie die Suche von erkrankten oder verendeten Wildschweinen/Kadavern in den Eigenjagdbezirken der Tagebaubereiche Nochten, Burghammer, Lohsa/Dreiweibern, Scheibe, Spreetal, Bärwalde, Knappenrode, Heide VI, Laubusch/Erika-See, Seenkette. Auch bisher erfolgen solche Leistungen bereits durch die LMBV-Abteilung Umweltschutz|Rekultivierung, Jagdpächter und beauftragte Dritte.


Bergbausanierer auf Brandenburgs größter Recruitingmesse vertreten

Senftenberg/Cottbus. Am 20.10.2021 präsentierte sich die LMBV auf der campus-X-change am Zentralcampus der BTU in Cottbus. Gemeinsam mit über 60 regionalen, nationalen und internationalen Unternehmen stellte sich die LMBV den Fragen der Studierenden und Absolventen.

Die Messe startete mit einer Begrüßungsveranstaltung mit Grußworten der amtierenden BTU-Präsidentin, Prof. Dr. Gesine Grande, dem Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg, Hendrik Fischer, sowie dem Leiter des Career Centers der BTU, Thomas Elfert.

Anschließend öffneten sich die Messezelte für alle Interessierten. Zahlreiche internationale Studierende nutzten die Möglichkeit, sich am Stand der LMBV über Praktikumsplätze, Abschlussarbeiten oder einen Jobeinstieg nach dem erfolgreichen Abschluss des Studiums zu informieren.

Im Vorfeld der Messe gab es für alle Studierenden die Möglichkeit, auf einer Matching-Plattform Gespräche mit den Arbeitgebern für die Präsenzmesse anzufragen. Das Interesse am Unternehmen und den Stellenausschreibungen der LMBV war vor allem bei Studierenden des Master-Studiengangs Environmental and Resource Management sehr groß, die den Schwerpunkt auf einen integrativen Umwelt- und Ressourcenschutz setzen.

campus-X-change

Impressionen von der Messe


Staatssekretär R. Genilke zu Arbeitsbesuch in der Lausitz unterwegs beim Bergbausanierer

Nötige Sicherungsarbeiten für die B 169 dauern voraussichtlich noch bis zum Frühjahr 2022 an

Senftenberg. Am 14. Oktober 2021 besuchte der Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg (MIL) Rainer Genilke im Rahmen eines Arbeitsbesuches die Lausitz. Er wurde u.a. von Egbert Neumann, Abteilungsleiter Verkehr und weiteren Mitarbeitern des MIL und des Landesbetriebes Straßenwesen Brandenburg (LS) begleitet.

Bei einem Treffen an der Verwahrbaustelle an der abschnittsweise gesperrten B 169 begrüßte Bernd Sablotny, Sprecher der Geschäftsführung der LMBV, den Gast aus Potsdam. Er wurde dabei von Gerd Richter, LMBV-Bereichsleiter Sanierung Lausitz und Stephan Paul, Sachverständiger und Leiter Altbergbau der Fa. DMT, sowie Thomas Kauert als Bauleiter und Geschäftsführer der BLZ Geotechnik Service GmbH Gommern unterstützt.

Gemeinsam mit dem Landesbetrieb Straßenwesen wurden Fragen des Umgangs mit den Altbergbau-Hinterlassenschaften am Rande der Südbrandenburger Nord-Süd-Magistrale bei Sedlitz diskutiert. Anschließend nahm sich Staatssekretär R. Genilke noch Zeit, um sich über weitere Projekte der Bergbausanierer in der Lausitz berichten zu lassen. Das Bundesunternehmen nutzte die Chance, zu aktuellen Vorhaben am Sedlitzer See und Partwitzer See näher zu informieren.

Im Gespräch: Sts. R. Genilke (2.v.l.) mit B. Sablotny (r.) und G. Richter (LMBV)
Im Gespräch: Sts. R. Genilke (2.v.l.) mit B. Sablotny (r.) und G. Richter (LMBV)
Impressionen vom Arbeitsbesuch (LMBV)


Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar auf Informationstour im Lausitzer Seenland

Senftenberg. Auf Einladung der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) nahm sich Sachsens Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar kürzlich Zeit, die Sanierungstätigkeit der LMBV bei einem persönlichen Besuch anzusehen. Der Landespolizeipräsident wurde am 8. Oktober 2021 durch den Geschäftsführer der LMBV, Bernd Sablotny, durch Gerd Richter, Bereichsleiter Sanierung Lausitz sowie Grit Uhlig, Bereichsleiterin Sanierung Mitteldeutschland, in Senftenberg begrüßt.

Nach einem Einführungsvortrag folgte die Revierbefahrung, die in das sächsische Sanierungsgebiet führte. Dort wurde unter anderem das wichtige Thema der In-lake-Gewässerbehandlung anhand des LMBV-eigenen Sanierungsschiff „Klara“ erläutert. Des Weiteren wurde zur Vereinheitlichung von sächsisch-brandenburgischen Schifffahrtsregelungen sowie zur Sicherheit von Innenkippen und bergbaubedingten Absperrungen gesprochen – dies sowohl das mitteldeutsche als das Lausitzer Revier betreffend.

Mit großem Interesse verfolgte Horst Kretzschmar die Ausführungen der LMBV und verwies auf die Anknüpfungspunkte zwischen Polizei, Polizei- und Ordnungsbehörden und dem Bergbausanierer LMBV am Geierswalder See, an dem ein brandenburgisch-sächsischer Wasserschutzpolizeiposten eingerichtet wurde, der für mehr Sicherheit im Lausitzer Seenland sorgen soll.


Notwendige Sanierungsarbeiten am Hindenberger See weit fortgeschritten

Nach RDV- und RSV-Arbeiten ist nun das oberflächennahe Verdichten und das Endgestalten auf der Agenda

Senftenberg/Luckau. Seit dem Start der langfristig geplanten und mit Anrainern abgestimmten notwendigen geotechnischen Sicherungsleistungen am Restloch A (Hindenberger See) im ehemaligen Tagebau Schlabendorf-Nord zu Beginn des Jahres 2021 liegen die Arbeiten gut im Zeitplan.

Die Rütteldruckverdichtungs- bzw. Rüttelstopfverdichtungsmaßnahme am Uferbereich des Restloches A konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Rund elf Hektar wurden in einer Teufe (Tiefe) von bis zu 24 Metern verdichtet, die Länge des entstehenden Rütteldamms betrug dabei 1.233 Meter, die Breite 34 Meter.

Voraussetzung für das Sichern der Fläche war das Absenken des See- und Kippenwasserspiegels mittels einer eigens hierfür errichteten Pumpstation sowie über acht Vertikalfilterbrunnen, die das Wasser, nach vorheriger Konditionierung, in den Lichtenauer See abgegeben haben.

Zurzeit wird die Oberflächenverdichtung mittels einer Polygon-Walze vorgenommen. Ergänzend finden die Herstellung eines Erdstützkörpers und Böschungsgestaltung statt.

Die Sicherungsleistungen werden durch die Lausitzer Firma BUG Dienstleistungen GmbH aus Elsterheide i.A. der LMBV ausgeführt. Die Maßnahme dieser Kippenverdichtung, einschließlich der Böschungsendgestaltung und Rekultivierung, wird voraussichtlich planmäßig im Frühjahr 2022 abgeschlossen sein.

Blick über die Arbeiten am Restloch A