Restloch Casel nahe der L 52 erneut für Verdichtungsarbeiten bis Mitte Dezember gesperrt
Senftenberg/Drebkau. Nach den von Mai bis Anfang Juli 2021 erfolgten Verdichtungsarbeiten am Restloch Casel ist ab dem 30.09.2021 erneut die temporäre Sperrung des Gewässers notwendig.
Wie bereits angekündigt, erfolgt diese zweite Sperrung zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit, da sich die Rütteldruckverdichtungsarbeiten der Ostböschung nähern.
Die Sicherungsmaßnahme wird bis voraussichtlich Mitte Dezember 2021 umgesetzt. Die Art der Sperrung erfolgt, wie bereits im 2. Quartal diesen Jahres, durch Verwallungen der Zufahrten mittels Wurzelstubben sowie durch das Aufstellen von Verbots- und Hinweisschildern.
Sobald das Restloch Casel wieder frei zugänglich ist, informiert die LMBV rechtzeitig.
Hintergrund:
Die Rütteldruckverdichtungsarbeiten i.A. der LMBV dienen zum Beseitigen der bergbaulichen Gefährdung im Kippengelände und somit zum Herstellen einer dauerhaften geotechnischen und öffentlichen Sicherheit. Sie werden im Rahmen der genehmigten „Rütteldruckverdichtung der Innenkippe Greifenhain: Kippe 10 bis Restloch Casel“ durchgeführt.
Die Arbeiten werden von der Firma GMB GmbH ausgeführt. Für die Gesamtmaßnahme, die im August 2020 begonnen wurde, sind fast 5.500 Verdichtungspunkte mit Rüttellanzen abzuarbeiten. In bis zu 25 bis 45 Meter Tiefe wird ein verdichteter Bereich auf 2.500 Meter Länge und 35 bis 70 Meter Breite in der Kippe hergestellt. Die Gesamtmaßnahme soll Ende November 2022 abgeschlossen werden.
Das Restloch Casel liegt an der Landstraße L 52 zwischen Drebkau und Casel. Es entstand in den Jahren 1956 bis 1961 durch eine nicht vollständige Verkippung eines Randbereiches des Tagebaus Greifenhain und wurde bereits im Jahr 2006 von der LMBV weitestgehend gesichert.
Geplante RDV-Trasse - in rot gekennzeichnet
Temporäre Sperren notwendig (Luftbilder: Steffen Rasche für LMBV)
Rütteldruckverdichtung Kippe 10
Technische Übergabe: Strabag übergibt Schlüssel für Betriebsgebäude an LMBV
Senftenberg. Im Beisein von Staatssekretär Werner Gatzer und Ministerialdirektor Stefan Ramge (beide Bundesministerium der Finanzen) wurde am Mittwochabend (22.9.2021) der fertiggestellte Sanierungsstützpunkt am Ufer des Sedlitzer Sees übergeben. Den symbolischen Schlüssel für das neu errichtete Betriebsgebäude des LMBV-Gewässerbehandlungsschiffs „Klara“ nahm LMBV-Geschäftsführer Bernd Sablotny von Jörg Frisch, Technischer Bereichsleiter der Firma Strabag, entgegen.
Mit Mitteln des Bundes und des Landes Brandenburg entstand am Nordufer des Sedlitzer Sees im Zeitraum von Dezember 2019 bis September 2021 der Sanierungsstützpunkt der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV), der zukünftig der Unterbringung und als Heimathafen des unternehmenseigenen Gewässerbehandlungsschiffes „Klara“ dienen wird. Das für diesen Zweck errichtete Betriebsgebäude wird Winterquartier und zugleich Wartungshalle für die „Klara“ sein. Werner Gatzer erklärte zur Eröffnung: „Dem Bund ist wie den anderen öffentlichen Institutionen dabei sehr bewusst, dass uns das Thema Wasserregulierung und Wasserbehandlung noch sehr lange begleiten und fordern wird. Manches wird gar als Ewigkeitslast verbleiben, über deren Finanzierung Bund und Länder gemeinsam reden und eine faire Lösung finden müssen.“ Bernd Sablotny erläuterte bestätigend: „Dieser Hallenbau ist eine Investition in die Zukunft. Auch angesichts der anstehenden Ewigkeitskosten der Bergbausanierung liegt noch viel Arbeit vor der LMBV.“
Der Sanierungsstützpunkt am Sedlitzer See umfasst außerdem eine wasserseitige Anlegestelle, Verkehrswege und Parkflächen sowie eine eigene Tankstelle zur Betankung des Schiffes. Zur Sicherung des Areals wurde eine rund 290 Meter lange Kaimauer errichtet.
Vor der Technischen Übergabe hatten sich Staatssekretär Gatzer und Ministerialdirektor Ramge gemeinsam mit dem kaufmännischen Geschäftsführer der LMBV, Gunnar John, und Sanierungsbereichsleiter Lausitz, Gerd Richter, auf Revierbefahrung rund um Senftenberg begeben und sich über die aktuellen Maßnahmen sowie die anstehenden herausfordernden Aufgaben des bundeseigenen Unternehmens informiert.
LMBV-Geschäftsführer Bernd Sablotny erhält den symbolischen Schlüssel für den Sanierungsstützpunkt von Jörg Frisch, Strabag-Bereichsleiter, im Beisein von BMF-Staatssekretär Werner Gatzer und LMBV-Sanierungsbereichsleiter Gerd RichterBlick in die Wartungshalle des neuen SanierungsstützpunktesSanierungsstützpunkt von oben (Juni 2021)Sanierungsbereichsleiter Richter erläutert die Baumaßnahmen am Sedlitzer SeeAm Sanierungsstützpunkt wurde der symbolische Schlüssel übergeben
Information beim Bürgerforum „Klare Spree“ mit Umweltminister A. Vogel in Spremberg
Bergbausanierer informierte über Erreichtes und Geplantes bei der Eisenminderung in der Spree
Spremberg/Senftenberg. Am 15.09.2021 lud die Stadtverwaltung Spremberg erneut zu einem Bürgerforum „Klare Spree“ ein. Schwerpunkt der öffentlichen Veranstaltung war das Thema der Verockerung der Spree. Erstmalig war auch ein Brandenburgischer Umweltminister bei dieser Veranstaltungsreihe der Stadt Spremberg anwesend. Axel Vogel, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz im Land Brandenburg, bereicherte die Veranstaltung durch einen Redebeitrag und stellte sich den Fragen der betroffenen Bürger in Spremberg.
Die LMBV, vertreten durch den Leiter der Projektgruppe Gewässergüte Fließgewässer Lausitz Sven Radigk, informierte über durchgeführte und geplante Maßnahmen sowie über die Ergebnisse der zurückliegenden drei Jahre insbesondere im Bereich des südlichen Spreeabschnittes auf sächsischem Territorium, über das Spremberger Stadtgebiet hinaus, bis hin zur Talsperre Spremberg. Neben den Ausführungen der LMBV wurde ein Vortrag zum Thema „Bergbau und Wasser – eine jahrhundertlange Wechselbeziehung im Einzugsgebiet von Spree und Schwarzer Elster – bald Vergangenheit?“ von Dr. Thomas Koch vom Förderverein Wasser-Cluster-Lausitz e. V. (WCL) geleistet.
Sven Radigk erläuterte den Stand der Planung und Umsetzung der Maßnahmen zur Reduzierung der Eisenbelastung durch die LMBV. Er ging insbesondere darauf ein, dass der Bergbausanierer sein Barrierekonzept zur Reduzierung der Eisenbelastung im Spreegebiet Südraum seit 2015 konsequent umgesetzt hat. Die im November 2014 dazu definierten mittelfristigen Abfangmaßnahmen an den Hotspots des Eiseneintrages aus dem pleistozänen Grundwasserleiter „Spreewitzer Rinne“ in die Kleine und Große Spree wurden bauseitig investiv, bis Mitte 2021 realisiert. Die Anlagen befinden sich derzeit im Einfahr- bzw. bereits im Regelbetrieb. Damit habe die LMBV ihr selbst gestecktes ambitioniertes Ziel, diese mittelfristigen Einzelmaßnahmen in einem Zeitfenster von 5 bis 8 Jahren (2015 - 2022) umzusetzen, bereits nach 6,5 Jahren erreicht. Dazu wurden Kosten in Höhe von rund 25 Mio. € aufgewendet. Sven Radigk betonte, dass dieses Etappenziel, einen wichtigen Meilenstein im Kampf gegen die Braune Spree kennzeichnet und dies als gemeinsamer Erfolg aller beteiligten Akteure zu werten ist.
Darüber hinaus zeigte er auf, welche Maßnahmen langfristig und dauerhaft geplant, genehmigt und realisiert werden müssen, um einen ökologisch begründeten Zielwert von jahresdurchschnittlich 1,8 mg/L der Eisen-gesamt-Konzentration an der Landesgrenze zwischen Sachsen und Brandenburg in der Spree (Pegel Zerre) zu etablieren. Erst dadurch wird das wasserwirtschaftliche Sanierungsziel der LMBV erreichbar, nämlich den guten ökologischen Zustand gemäß der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) für die Spree herzustellen und gleichzeitig die Sichtbarkeitsschwelle (Fe < 2 mg/L) für partikuläres Eisen in der Spremberger Spree zu unterschreiten.
Im Ergebnis des „Konzeptes zur Ableitung der erforderlichen Maßnahmen zur Wasserbehandlung der Spree im Südraum der LMBV“ (Teil I und II) wurden im März 2019 den sächsischen Fachbehörden sowie anschließend, in den Gremien der Braunkohlesanierung vorgestellt. Das LMBV-Konzept wurde im Juli 2019 mit den Mitgliedern des Regionalen Sanierungsbeirates (RSB) Ostsachsen diskutiert sowie in der nachfolgenden 126. Sitzung des Steuerungs- und Budgetausschusses für die Braunkohlesanierung (StuBA) von den Bund-Länder-Vertretern am 11.09.2019 zur Kenntnis genommen.
Durch das Sächsische Oberbergamt (OBA) wurde als verfahrensführende Behörde der zu beantragenden, bergrechtlichen Planfeststellungsverfahren (PFV) nachfolgend festgelegt: Es werden zwei unabhängige Genehmigungsverfahren, als obligatorische Rahmenbetriebspläne innerhalb eines jeweiligen bergrechtlichen PFV, geführt:
Vorhaben 1 - Errichtung einer Dichtwand am Nordufer des Speicherbeckens Lohsa II
Vorhaben 2 - Flussnahe Barrieren/GW-Abfangmaßnahmen mit Überleitung zur ZWBA
Als zentrale Wasseraufbereitungsanlage (ZWBA) ist die Grubenwasserbehandlungsanlage (GWBA) der LEAG am Standort Schwarze Pumpe vorgesehen. Für die GWBA muss im Anschluss an die Grundwasser(GW)-Überleitung (Q rd. 800 L/s) von den Abfangbrunnenriegeln (ca. 80 Filterbrunnen) an Kleiner und Großer Spree aus dem Vorhaben 2 ein Erweiterungsbauwerk als Vorreinigungsstufe an der GWBA Schwarze Pumpe errichtet werden (Vorhaben 3).
Das Vorhaben 1 (Dichtwand SB Lohsa II) ist das einzige Element, welches sich langfristig das Prädikat der Nachhaltigkeit verdient. Die Dichtwand arbeitet als hydraulische Barriere und erzeugt nach Fertigstellung (ca. in 2038) keine Personal-, Energie- und/oder Stoffkosten (z. B. zur Wasserbehandlung; u. a. Neutralisationsmittel; z. B. Kalkprodukte) oder Flockungshilfsmittel (FHM u. a. als synthetisches Polymer; z. B. Koaret PA 3230 T).
Darüber hinaus entsteht keine Rückbauverpflichtung. Die Dichtwand stellt über Jahrzehnte (quasi im Synergieeffekt kostenfrei), das zusätzlich eingestaute Grund- und Oberflächenwasser von mindestens 9 Mio. m³ pro Jahr, dem Wasserspeichersystem (WSS) Lohsa II bezüglich der Niedrigwasseraufhöhung in der Spree, dauerhaft zur Verfügung und stellt somit ein wichtiges Element, auch im Hinblick auf die langfristige Trinkwasserversorgung von Frankfurt (Oder) und Berlin, den Klimawandel mit langanhaltenden Dürreperioden sowie für das Braunkohleausstiegsszenario in der Lausitz bis 2038, mit den damit verbundenen rückläufigen Sümpfungswassereinleitungen im Einzugsgebiet (EZG) der Spree, dar. Auch Dr. Thomas Koch (WCL) hat in seinem Vortrag, auf die enormen, anstehenden, wasserwirtschaftlichen Herausforderungen im Dreiklang von Kohleausstieg, Klimawandel und Gütesteuerung (Eisen und Sulfat) im EZG der Spree, nachdrücklich hingewiesen.
Die Dichtwand mindert dauerhaft (24/7) den Aufwand der GW-Fassung, Überleitung und Behandlung im Vorhaben 2 bezüglich der Menge (Q= minus 20%) und der Enteisenung (Fe-Fracht = minus 44%) im Ergebnis der geohydraulischen GW-Modellierung der Spreewitzer Rinne.
Beide Vorhaben lösen in Kombination und Korrelation, infolge der Implementierung des Orientierungswertes der OGewV für den Parameter (ACP) „Eisen-gesamt“ am Gütepegel Zerre von jahresdurchschnittlich ≤ 1,8 mg/L, das temporäre Barrierekonzept als Brückentechnologie im Bereich der Talsperre Spremberg (Vorsperre Bühlow) sowie gleichzeitig als „Nullvariante“ der Maßnahmen zur Reduzierung der Eisenbelastung im Spreegebiet Südraum, langfristig und vollständig ab.
Auch der Stellvertretende Vorsitzende und Sprecher des „AKTIONSBÜNDNIS KLARE SPREE“ e. V. (ABKS), Winfried Böhmer, gab abschließend zu Protokoll, dass die ernsthaften Bemühungen und die bisher erzielten Ergebnisse der LMBV in Bezug auf die Maßnahmen zur Eisenminderung in der Spree anerkannt werden. Gleichzeitig wies er jedoch eindringlich darauf hin, dass die Zielwerterreichung der Eisen-gesamt-Konzentration von 1,8 mg/L in der Spree bis 2038 viel zulange dauert und dieser Zeitrahmen für das ABKS inakzeptabel sei.
Die Bürgermeisterin der Stadt Spremberg Christine Herntier, die auch den Abend moderierte, zeigte sich dankbar für die bisher geleistete Arbeit der LMBV, wie auch für die finanzielle Absicherung der Maßnahmen über das aktuelle VA VI BKS von 2018 bis 2022 und wies insbesondere darauf hin, dass bei den anstehenden Verhandlungen zum VA VII BKS von 2023 bis 2027 die Finanzierung der Eisenminderungsmaßnahmen angemessen und auskömmlich berücksichtigt werden muss. Gleichzeitig verwies Sie darauf, dass die Stadt Spremberg weiterhin die Forderungen für Ersatz und Ausgleich bezüglich der Eisenbelastung der Spree aufrecht hält und in diesem Zusammenhang ihren Forderungskatalog fortschreiben werde.
Sven Radigk stellte die Ergebnisse der LMBV-Maßnahmen zur Reduzierung der Eisenbelastung in der Spree im Spremberger Bürgerforum vor
Blick auf die Vorsperre Bühlow mit der Talsperre Spremberg im Hintergrund
Mühlenwehr im Stadtgebiet von Spremberg
Informationstour im Sanierungsgebiet am Knappensee mit Anrainerkommunen
Senftenberg/Groß Särchen. Lohsaer Gemeinderäte und Mitarbeiter der Verwaltung sowie Stadträte und Bürgermeister aus Wittichenau fuhren kürzlich auf Informationstour mit der LMBV die Uferbereiche des Knappensees ab. Eingeladen dazu hatte die mit der Sanierung vom Freistaat Sachsen beauftragte Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft in persona von Karsten Handro, Abteilungsleiter Projektmanagementund Knappensee-Projektmanager Marko Walter.
„Pandemiebedingt konnten wir in den vergangenen Monaten keine großen, öffentlichen Veranstaltungen durchführen und haben uns entschlossen, dem Wunsch der Knappensee-Anrainer-Kommunen nachzukommen und in kleinem Rahmen eine Informationstour unter freiem Himmel anzubieten”, erklärte Karsten Handro den Anlass für die Befahrung. In knapp anderthalb Stunden fuhren die interessierten Räte gemeinsam mit den LMBV-Kollegen die Sanierungsabschnitte am Knappensee ab. „Natürlich ist das Setzungsfließereignis vom März ein großes Thema”, erklärte Marko Walter. „Hier werden wir im Frühjahr 2022 ein Sanierungskonzept vorliegen haben, das ein weiteres Vorgehen aufzeigt”, so der Projektmanager.
Die Räte überzeugten sich vor Ort vom Baufortschritt an allen anderen Sanierungsabschnitten des Knappensees und zeigten sich beeindruckt von der Technologie der wasserseitigen Verdichtung. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass weiter kontinuierlich am Sanierungsprozess gearbeitet werden müsse, um den Knappensee wieder in eine Nutzung überführen zu können. Wann dies geschieht, hängt von der Sanierung des im März entstandenen Rutschungskessels ab. „Da hat das Sächsische Oberbergamt das letzte Wort”, erklärte Karsten Handro.
Verdichtungsarbeiten mit amphibischer Technik
Projektmanager Marko Walter erläutert die anstehenden Arbeiten.
Sanierungsarbeiten am Ufer des Knappensees
Minister Guido Beermann auf Informationstour am Sedlitzer See
Senftenberg. Wie bereits 2020, nahm sich Guido Beermann auch in diesem Jahr Zeit, die Sanierungstätigkeit der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH bei einem persönlichen Besuch anzusehen. Der Brandenburger Minister für Infrastruktur und Landesplanung wurde am 9. September durch die Geschäftsführung der LMBV, Bernd Sablotny und Gunnar John, in Senftenberg begrüßt. Nach einem Einführungsvortrag durch Gunnar John folgte die Revierbefahrung, die diesmal in das Herz des Lausitzer Seenlandes führte: an den Sedlitzer See.
Bernd Sablotny erklärte ausgehend vom Auslaufbauwerk am See ausführlich die anstehenden und laufenden Sanierungsarbeiten. Schwerpunkt der Befahrung waren die Sicherungsmaßnahmen an der B169 und die künftige Sanierung der so genannten Brückenfeldkippe durch das Verfahren der schonenden Sprengverdichtung. Beide Technologien, die Sicherung der Bundesstraße und die Sanierung der Sedlitzer Kippe, wurden auf der Fahrt direkt vor Ort angesehen bzw. anhand von Kartenmaterial erklärt.
Die Befahrung endete am Hafen Großräschen mit dem Blick auf die Seebrücke und den einstigen Tagebau Meuro.
LMBV und Zweckverband LSB: Lüftungsschacht am Ilse Kanal als Hingucker gestaltet
Senftenberg. Vor einem Jahr rief der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg in Abstimmung mit der LMBV zu einem Wettbewerb zur Verschönerung des Lüftungsschachts am Ilse Kanal auf. Nun ist das Werk der freischaffenden Künstlerin Wenke Richter aus Senftenberg fertiggestellt.
Bei einem Pressetermin am 01.09.2021 vor Ort wurde die Gestaltung durch die Künstlerin W. Richter und Detlev Wurzler, Verbandsvorsteher des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Brandenburg, präsentiert. Passend zum Lausitzer Seenland wurde auf dem Lüftungsschacht des Ilse Kanals, der zwischen dem Großräschener See und dem Sedlitzer See liegt, das Thema Wasser in den Vordergrund gestellt.
Vom Radweg aus, der um den Großräschener See führt, ist das Motiv der Seebrücke Großräschen gut sichtbar. Für Bahnreisende, die vom Zug aus auf den Lüftungsschacht blicken, wurde die Darstellung des sich dahinter befindenden Überleiters Nr. 11 aufgegriffen. „Zwei Wochen hat die Gestaltung am Schacht gedauert. Zu kämpfen hatte ich vor allem mit dem teils sehr starken Wind, aber in der Natur am Kanal zu arbeiten, war eine tolle Erfahrung“ resümierte Wenke Richter.
Ein weiterer Lüftungsschacht am Ilse Kanal, auf der Seite des Sedlitzer Sees, soll im Frühjahr 2022 durch die Künstlerin gestaltet werden, verkündete Detlev Wurzler zum Abschluss der Veranstaltung. Die Kunstaktion schließt an ein Graffiti-Projekt des Zweckverbandes LSB und der Stadt Senftenberg vom Frühjahr 2021 an.
Bereits am Buchwalder Strand gestalteten die Künstlerinnen Wenke Richter und Stephanie Lüning, gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen im Rahmen eines mehrtägigen Workshop-Programms, ein Sanitärgebäude.
Als Ziel des Projektes galt es, kreative Ideen der Kinder und Jugendlichen zu fördern und ihnen gleichzeitig den Unterschied zwischen illegalen Farbschmierereien und legaler Graffiti-Kunst auf dafür freigegebenen Flächen zu verdeutlichen.
So soll gezielt präventiv vorgegangen werden, um Beschädigungen und Schmierereien an öffentlichen oder privaten Gebäuden in der Region zu verhindern. Vermehrt seit dem letzten Jahr kam und kommt es im Lausitzer Seenland zu Graffitibeschmierungen an touristischen Attraktionen, wie zum Beispiel an Aussichtstürmen, deren Beseitigung kostenaufwendig sei.
Weiterer Hingucker im Seenland
Ministerpräsident Dr. Woidke informierte sich auch am künftigen Sedlitzer See
Chef des LMBV-Sanierungsbereiches Lausitz G. Richter erläuterte Sanierungsnotwendigkeiten und Flutungsziele
Lieske | Altdöbern. Am 23. August 2021 besuchte der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Dr. Dietmar Woidke das Amt Altdöbern.
Am sogenannten Seestrand im Norden des künftigen Sedlitzer Sees, einem Bergbaufolgesee der LMBV, wurde dem Landesvater die bisherigen Aktivitäten zur Entwicklung des Lausitzer Seenlandes insbesondere im Bereich der Ortslage Lieske vorgestellt.
Dazu hatte sich Amtsdirektor Frank Neubert auch Partner und Unterstützer vom Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg und der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft eingeladen.
Es wurde gemeinsam der im Amtsbereich liegende bereits fertig gestellte Strandabschnitt besichtigt und das westlich davon im Bau befindliche Gewerbegebiet in der Gemarkung der Stadt Senftenberg vorgestellt.
Der Bereichsleiter des LMBV-Sanierungsbereiches Lausitz Gerd Richter erläuterte dem Ministerpräsidenten die noch weiter notwendigen Schritte zum sicheren Herstellen der Ufer des Bergbaufolgesees für künftige Nutzungen und die Abhängigkeiten für den noch erforderlichen Wasseraufgang im künstlichen Gewässer.
Zur weiteren geplanten touristischen Entwicklung in diesem Bereich des Sedlitzer Sees, insbesondere zum Arbeitsstand zur Vermarktung des künftigen Feriendorfes Lieske gab der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg Auskunft.
Neben der ehrenamtlichen Bürgermeisterin für die Ortsteile Bahnsdorf/Lieske, Simone Abt, waren auch Mitglieder der Gemeindevertretung Neu-Seeland, des Ortsbeirates Lieske und des SPD-Regionalverbandes präsent.
Der Sedlitzer See wird einmal 1.412 Hektar groß werden. Seine Fertigstellung und Flutung steht in den kommenden Jahren auf der Agenda der LMBV.
Blick über den Sedlitzer See (Juli 2021)
Fotos: Steffen Rasche für LMBV
Auf Einladung des Amtes Altdöbern am See
Dr. Dietmar Woidke mit Gerd Richter (LMBV) und Martin Wolf (ZV LSB | re.) und Hannes Walter (SPD | Mitte)
Kennen sich von vielen Terminen: Ministerpräsident und LMBV-Vertreter in Lieske
Am Knappensee beginnt Erschließung für künftiges Vereinszentrum in Groß Särchen
Finanzierung der infrastrukturellen Erschließung des Vereinszentrums erfolgt über § 4 des Verwaltungsabkommens Braunkohlesanierung
Senftenberg/Lohsa. Am 23. August 2021 fiel am Knappensee der Startschuss zur Erschließung des Geländes für das künftige Vereinszentrum in Groß Särchen. Mit einem gemeinsamen Spatenstich machten Lohsas Bürgermeister Thomas Leberecht und Kai Oliver Dammer, Referent im Sächsischen Oberbergamt zusammen mit LMBV-Abteilungsleiter Karsten Handro sowie Jens Kieschnick, Beauftragter für Bergbausanierung der Gemeinde Lohsa, den Auftakt dafür.
Das Vereinszentrum entsteht auf dem ehemaligen Gelände des Zeltplatzes Z1 in Groß Särchen. Bis Ende des Jahres sollen hier Elektro- und Wasseranschlüsse verlegt, die benötigten Verkehrsanlagen errichtet und die Gestaltung des Umfeldes samt Ersatzpflanzungen vorgenommen werden.
„Es ist ein erster Schritt des Wiederaufbaus am Knappensee für die Zeit nach der Sanierung“, richtet Karsten Handro den Blick optimistisch in die Zukunft. Gemeinsam mit der Gemeinde Lohsa arbeitet die LMBV am Wiederaufbau der Infrastruktur für die betroffenen Vereine am Knappensee, die für die Sicherung des Sees weichen mussten.
Im Rahmen des §4 des Verwaltungsabkommens Braunkohlesanierung werden die Kosten der infrastrukturellen Erschließung des Vereinszentrums zu 85 Prozent vom Freistaat Sachsen und 15 Prozent von der Kommune getragen. Mit Zuversicht über eine baldige Lösung zur Fortsetzung der Sanierungsarbeiten am Knappensee, werde weiter an der Wiederbelebung und Fortführung der Vereinstätigkeiten als auch an der Vorbereitung für einen touristischen Neuanfang am Knappensee gearbeitet. So seien unter anderem weitere §4-Maßnahmen rund um den Knappensee in Planung.
Fotos vom Spatenstich: Stefanie Klein
MdB Lay im Dialog mit Bürgermeister, Zweckverband und Bergbausanierer
Groß Särchen. Bereits zum achten Mal besuchte die Lausitzer Bundestagsabgeordnete Caren Lay im Rahmen ihrer Sommertour das Lausitzer Seenland. Im Rahmen dieses Besuches diskutierte die stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE am 20. August 2021 in Groß Särchen u.a. mit dem Bürgermeister von Lohsa, Thomas Leberecht, Hoyerswerdas Baudezernenten Dietmar Wolf, dem Geschäftsführer des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Sachsen Daniel Just sowie LMBV-Bereichsleiter Gerd Richter, die sie eingeladen hatte.
Für das Gespräch hatte das Mitglied des Bundestages Thesen zur Zukunft der Lausitz entworfen mit dem Ziel, das Lausitzer Seenland gemeinsam weiter zu entwickeln: Das Seenland müsse zudem ganzheitlich begriffen werden, unabhängig von der Landesgrenze. Auch bei der Frage, ob es eine eigenständige touristische Destination sei. Zudem forderte sie mehr Personal und Gelder für den sächsischen Teil des Zweckverbandes Lausitzer Seenland.
Auch das Fortführen von §4-Maßnahmen im Rahmen des VA BKS sei für sie eine wichtige politische Entscheidung. "Für einen echten Entwicklungsschub reichten aber die bisherigen Maßnahmen noch nicht aus. Ich möchte daher, dass bei der nächsten Fortschreibung des Finanzierungsabkommens zwischen Bund und den Ländern Sachsen und Brandenburg im Jahr 2022 die Mittel für die §4-Maßnahmen deutlich erhöht werden“ so die Parlamentarierin. Dazu solle auch das Seenland stärker als länderübergreifendes Projekt verstanden werden.
Diskussionsort: Krabathof in G. Särchen
LMBV und Zweckverband LSB: Reppister Höhe nach Umgestaltung feierlich eingeweiht
"Erlebbarmachung verschwundener Orte" im ehemaligen Tagebau Meuro am Großräschener See
Senftenberg. Nach der Freigabe des noch fehlenden Teilstückes des Radweges am Großräschener See Anfang Juni wurde am 19.08.2021 der Aussichtspunkt Reppister Höhe eingeweiht.
Der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg nahm die Fertigstellung der Baumaßnahme zum Anlass, um im Rahmen einer Feierlichkeit, die Neugestaltung des Aussichtspunktes zu präsentieren.
Neben dem Leiter für Infrastruktur des Zweckverbandes, Martin Wolf, dem Bürgermeister von Senftenberg, Andreas Fredrich und dem Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung Großräschen, Christoph Schmidtchen, waren als Zeitzeugen Einwohner und Einwohnerinnen der ehemaligen Orte eingeladen.
Die Umgestaltung steht im Zeichen der „Erlebbarmachung der verschwundenen Orte“. Zur Erinnerung an die bergbauliche Tätigkeit wurden verkleinerte Flächendarstellungen abgebaggerter Orte im Maßstab 1:150 in der Region aufgebaut.
Sie werden ergänzt durch die vorhandenen Gedenksteine und neue Cortenstahl-Stelen mit den Ortsnamen. Zusätzlich ist eine Rasthütte für Touristen und Fahrradfahrer entstanden.
Finanziert wurde das Vorhaben als Schnittstellen-Projekt aus §2 und §4 des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung.