Baustart für Radwegbau rund um den Großräschener See am 8. März 2021
Lückenschluss des Radweges um den Großräschener See mit Umgestaltung der Reppister Höhe
Großräschen. Südwestlich vom Großräschener See starten am 8. März 2021 die Bauarbeiten für einen 2,8 Kilometer langen Radwegeabschnitt.
Dieser Radweg im Bereich der Reppister Höhe ist Teil der Lückenschlussmaßnahme rund um den Großräschener See. Er wird im Auftrag der LMBV vom Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg als Projektträger errichtet. Entstehen soll ein drei Meter breiter Radweg in Asphaltbauweise. Weiterhin wird in diesem Zuge die Reppister Höhe umgestaltet.
Die voraussichtliche Fertigstellung ist für Ende Mai 2021 vorgesehen. Der benannte Abschnitt ist während der Bauzeit voll gesperrt. Dieses Projekt wird überwiegend finanziert aus Mitteln des Landes Brandenburg des § 4 Verwaltungsabkommen zur Braunkohlensanierung.
Quelle: Pressemitteilung des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Brandenburg vom 04.03.2021
Übersichtskarte - in grün der zu bauende Wegeabschnitt (zur Verfügung gestellt v. ZV LSB)
Aussichtspunkt Reppister Höhe ist nun gut erreichbar
Großräschener HafenErinnerung an verschwundene Orte am Aussichtspunkt Reppister Höhe
Sanierungsarbeiten im Randschlauch Kostebrau 2021 auf der Zielgeraden
Senftenberg | Kostebrau | Klettwitz. Die im Jahr 2020 wieder angelaufenen Sanierungsarbeiten im Randschlauch Kostebrau gehen im Sommer 2021 auf die Zielgeraden. Neben der Böschungsgestaltung stehen vor allem künftig noch Aufforstungsarbeiten im Mittelpunkt.
Konkret handelt es sich bei den Sanierungsarbeiten im ehemaligen Randschlauch Kostebrau, ein besonders tiefliegendes Gebiet. Hier werden etwa 1,5 Millionen Kubikmeter Erdmassen umgeschichtet, wobei allein 38.000 Kubikmeter für die Verfüllung eines dort befindlichen kleinen Restloches benötigt werden.
Darüber hinaus erfolgt die Auffüllung von Tieflagen, als auch die standsichere Gestaltung der Böschungen. Insgesamt handelt es sich um eine 150 Hektar große zu rekultivierende Fläche nördlich der Straße von Kostebrau nach Klettwitz. Hier ist die Fa. Strabag i.A. der LMBV tätig.
Die Sanierung in diesem Bereich soll bis zum Sommer 2021 weitestgehend abgeschlossen werden. Anschließend sind Wegebauarbeiten und Böschungsbegrünungen vorgesehen, bis es letztlich an das Pflanzen eines neuen Waldes geht. Die Bergbaufolgelandschaft sieht in diesem Bereich die forstwirtschaftliche Nachnutzung vor. Es werden vor allem standortgerechte Bäume - d.h. nicht nur Monokulturen - nach Vorliegen des bodengeologischen Kartierungsberichtes gepflanzt.
Der südlich angrenzende Lauchhammeraner Ortsteil Kostebrau gilt als Halbinsel inmitten der großräumigen Bergbaulandschaft. Weite Kippenflächen, Randschläuche und wassergefüllte Restlöcher umgeben und prägen den Ort mit seinen etwa 500 Einwohnern. Nun wird hier im Umfeld bald wieder ein neuer Wald dank der LMBV-Aktivitäten heranwachsen. (RK)
Eisenfracht in der Spree 2020 erneut durch Bergbausanierer-Einsatz deutlich reduziert
Senftenberg/Dresden/Spremberg. Eine wichtige fortlaufende wasserwirtschaftliche Sanierungsaufgabe der LMBV war auch im Jahr 2020 die Reduzierung der sanierungsbergbaubedingten Stoffeinträge aus den Grundwasserleitern in die Fließgewässer. Dabei bildet das Einzugsgebiet der Spree einen Schwerpunkt der problembezogenen Handlungserfordernisse in der Lausitz.
„Die Maßnahmen zur Reduzierung der Eisenfracht in der Spree haben auch 2020 eine sehr gute Wirkung erzielt“, resümiert für die LMBV die Projektgruppe „Gewässergüte Fließgewässer Lausitz“ den Jahresbericht 2020 zum „Monitoring der Eisenbelastung der Spree und der Talsperre Spremberg“, der jüngst fertiggestellt wurde. Verfasst hat den neuen Bericht auch 2020 der LMBV-Fachgutachter Dr. Wilfried Uhlmann vom Dresdener Institut für Wasser und Boden (IWB).
Handlungsschwerpunkt war 2020 die Verringerung der Eisenfrachten im Spreegebiet mit dem Betrieb der Konditionierungsanlage an der Spree vor der Talsperre Spremberg. „Das Betreiben der Konditionierungsanlage und die kontinuierlichen Beräumungsmaßnahmen (Vorsperre Bühlow) im Zulauf der Spree zur Talsperre Spremberg sind“, so Marius Schlösser von der Projektgruppe, „zurzeit die wichtigsten Maßnahmen im Kampf gegen die Eisenbelastung der Spree und zum Schutz des Spreewaldes.“
Diese Konditionierungsanlage in der Spree im Zulauf zur Vorsperre Bühlow bestehend aus zwei Teilanlagen (TA I – Bekalkungsanlage im Bereich Spremberg-Wilhelmsthal und TA II - Flockungshilfsmittelzugabe am Einlaufbauwerk der Vorsperre) erzielte eine wirksame Erhöhung des Eisenrückhaltes in der Vorsperre Bühlow auf ca. 66 % (2019: 53%) bezogen auf die Eisenfracht in der Spree in Spremberg-Wilhelmsthal, entlastet damit die Hauptsperre und sichert gleichzeitig die Einhaltung der Zielwerte unterhalb der Talsperre am Pegel Bräsinchen.
Für den Parameter Eisen-gesamt wurden hier 2020 jahresdurchschnittlich 0,4 mg/l registriert. Die Talsperre Spremberg (Vor- u. Hauptsperre) leistet im Berichtszeitraum insgesamt einen Eisenrückhalt von ca. 94 %. Die Eisen-gesamt-Konzentration am Auslauf der Vorsperre Bühlow war erstmalig seit der kontinuierlichen Messreihe (ab 2012 gemessen an der Messstelle Bühlower Brücke) ganzjährig im Mittel der Tageswerte bei 1,8 mg/L. Somit wurde der Orientierungswert der Oberflächengewässerverordnung (OGewV) nach der Vorsperre Bühlow 2020 überwiegend unterschritten.
Mitverantwortlich für die reduzierte Eisenbelastung der Spree sind jedoch auch die Trockenjahre 2018 bis 2020. „Aufgrund der fehlenden Niederschläge und der damit verbundenen geringeren Grundwasserneubildung wurde zudem weniger Eisen aus dem Grundwasserleiter in die Oberflächengewässer eingetragen.“
Durch die verstärkte Eisenausfällung in der Vorsperre Bühlow steigen die Anforderungen an die bedarfsgerechte, zyklische Beräumung. In 2020 wurden die Maßnahmen zur Teilberäumung von eisenhydroxidbelasteten Schlämmen (EHS) mittels Saug-/Spülbaggerung in Projektträgerschaft der LMBV fortgeführt.
Die in 2020 an der Vorsperre angefallenen Eisenhydroxidschlämme (EHS) mit einer Gesamtmenge von ca. 45.000 t wurden im Auftrag der LMBV beprobt, analysiert und ausnahmslos als nicht gefährliche Abfälle einer stofflichen Verwertung zugeführt.
Durch den Einsatz von Flockungs- und Flockungshilfsmitteln und den damit verbundenen verbesserten Eisenrückhalt im Zuge der Konditionierungsmaßnahmen konnten zudem die Umweltbedingungen für die aquatische Fauna in den Gewässern verbessert werden. Sie haben sich 2020 weiter stabilisiert.
Zu diesem Ergebnis kommt der bereits im Dezember 2020 erstellte Monitoringberichtdes Instituts für Binnenfischerei e.V. Potsdam-Sacrow.
Alle relevanten Berichte zum Thema sind auch auf der Homepage der LMBV unter dem Punkt Wassermanagement/Wasserbeschaffenheit/Lösungen für die Spree einsehbar und zugänglich.
BTUC: Bergbau-Wasser-Klima sind die Themen der 1. Wasserkonferenz Lausitz — LMBV dabei
Verantwortliche aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft der drei Bundesländer Sachsen, Brandenburg und Berlin diskutieren mit einem breiten Fachpublikum
Cottbus | Senftenberg. Anlässlich des Weltwassertages findet am Freitag, 12. März 2021, an der BTU Cottbus-Senftenberg die erste Wasserkonferenz für die Lausitz statt. Mit dabei sind die Umweltminister von Sachsen und Brandenburg Wolfram Günther und Axel Vogel sowie die Berliner Umweltsenatorin Regine Günther. Für die LMBV wird Eckhard Scholz, Bereichsleiter Technik der LMBV, zu den Teilnehmern sprechen und vortragen.
Im Zeitraum nach 1990 konnten durch Wassereinleitungen des aktiven Braunkohlebergbaus die Wassermengen und deren Verteilung noch großflächig gesteuert werden. Sie wurden oft an den Bedarfen orientiert geregelt, beispielsweise in der Flussgebietsbewirtschaftung oder der Flutung der Tagebauseen.
Mit dem definitiven Kohleausstieg werden nunmehr wasserwirtschaftliche Herausforderungen für die Lausitz relevant, die mit rückläufigen Wassermengen in Flüssen einhergehen werden. Von dieser Niedrigwasser-Entwicklung wird nicht nur die Lausitzer Region betroffen sein. Die Wirkungen werden bis in die Metropolregion Berlin- Brandenburg spürbar werden und dies über einen langen Zeitraum.
Die Konferenz und die Initiativen des Wasser-Cluster-Lausitz e.V. sollen das umfangreiche Wissen und die Erfahrungen von Landeswasserbehörden, Bergverwaltungen und den Bergbauunternehmen LEAG und LMBV bündeln und für die Zukunft nachhaltig nutzbar machen.
Die Hybridveranstaltung wird gemeinsam von der BTU und dem Wasser-Cluster-Lausitz e.V. organisiert und durch das Land Brandenburg unterstützt. Das Interesse am Thema ist groß. Bisher liegen rund 230 Anmeldungen aus den Bereichen Politik, Kommunen, Wirtschaft und Behörden vor. Eine begrenzte Teilnehmerzahl wird im Audimax am Zentralcampus in Cottbus vor Ort sein, während der Großteil des Fachpublikums via Livestream dabei sein wird.
Anmeldungen für die Online-Teilnahme bis 28. Februar 2021 an: wassertag2021(at)wasser-cluster-lausitz.de
Das Programm besteht aus drei Themenblöcken:
BERGBAU: Zusammenhänge zwischen Braunkohle- und Sanierungsbergbau und dem regionalen Wasserhaushalt
WASSER: Wasserhaushalt und bergbaubedingte Stoffbelastungen in Schwarzer Elster und Spree sowie sich daraus ergebende Handlungsoptionen
KLIMA: Klimaentwicklung, Auswirkungen auf Wasserhaushalt und Naturschutz
Quelle: PM der BTU v. 18.02.2021, redigiert
Große Insel im entstehenden Cottbuser Ostsee
Winterbaustellen im Nordraum des LMBV-Sanierungsgebietes — z.B. bei Luckau — laufen
Senftenberg. Trotz der teils zweistelligen Minusgrade der vergangenen Tage waren die Sanierungstätigkeiten der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH im Nordraum weitgehend störungsfrei. So konnte bei der Rütteldruckverdichtungs- bzw. Rüttelstopfverdichtungsmaßnahme am Restloch A (Hindenberger See) bei Luckau planmäßig gearbeitet werden. Die Maßnahme dieser Kippenverdichtung dauert noch bis Frühjahr 2022. Rund elf Hektar werden in einer Teufe (Tiefe) von bis zu 24 Metern verdichtet, die Länge des entstehenden Rütteldamms beträgt 1233 Meter, die Breite 34 Meter.
Auch an der Vernässungsfläche Schlabendorf-Nord wird verdichtet. Der Hauptstützkörper wird 186 Meter lang und 45,5 Meter breit, es wird bis zu einer Teufe von 45,5 Meter verdichtet. Auch der dazugehörige Zuführungsstützkörper wird mit der Rütteldruckverdichtungstechnologie errichtet. Diese wird 186 Meter lang und 49 Meter breit. Die Rüttelteufe beträgt bis zu 44,5 Meter. Außerdem umfassen die Sanierungsleistungen auf dieser Fläche noch einen so genannten landseitigen Rucksack, ebenfalls einen Stützkörper, und einen seeseitigen Vorfeldstützkörper.
Die Arbeiten sind voraussichtlich im Herbst dieses Jahres abgeschlossen, die Rütteldruckverdichtungsmaßnahme wird bereits im zweiten Quartal 2021 beendet sein.
Die Rütteldruckverdichtung ist eine effektive Methode, um locker gelagerte, gleichförmige Lausitzer Sande bis in große Tiefen gleichmäßig zu verdichten. Das Verfahren ist besonders zur Stabilisierung erdfeuchter, wassergesättigter und somit setzungsfließgefährdeter Kippenböden geeignet.
Im Raum Schlabendorf-Nord wurde bis 1977 Braunkohle gefördert.
Fotos: Christian Horn für LMBV
Beginn der notwendigen Abbrucharbeiten an Wohnhaus in der Külz-Straße in Lauchhammer
Vor dem Rückbau: Gefährdetes Gebäude in der Külzstraße in Lauchhammer
Senftenberg/Lauchhammer. In dieser Woche beginnen erste notwendig gewordene Abbrucharbeiten an einem Wohnhaus in der Wilhelm-Külz-Straße in Lauchhammer in Abstimmung mit der Stadt Lauchhammer, dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz, dem Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (LBGR) und dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg (MIL).
In der Wilhelm-Külz-Straße in Lauchhammer sind bekanntlich neun Gebäude, darunter 5 Wohn- und 4 Gewerbebebauungen, infolge des Grundwasserwiederanstiegs im Bereich von Kippen des Altbergbaus in der Stadt grundbruch- und ggf. setzungsfließgefährdet.
Für das Areal liegen geotechnische Gutachten vor, die eine Standortaufgabe bis zum 31.12.2022 empfehlen. Ein erstes Wohnhaus musste daraufhin bereits aufgegeben und freigezogen werden. Dieses Objekt wird jetzt in den kommenden Wochen unter Einhaltung strenger Verhaltensanforderungen in Projektträgerschaft der LMBV von einer Baufirma abgebrochen. Weitere Rückbaumaßnahmen im Bereich der Wilhelm-Külz-Straße sind derzeit nicht vorgesehen.
In den ersten fünf Wochen in 2021 bereits fast 14 Mio. m³ in Bergbaufolgeseen abgenommen
LMBV-Wasserspeicher und Restlöcher nehmen Überschusswasser aus Spree und Schwarzer Elster auf
Zulauf in den Sedlitzer See
Senftenberg. Nach Hochrechnungen der Flutungszentrale Lausitz wurden bis zum 05.02.2021 schon etwa 13,8 Mio. m³ Überschusswasser in die Bergbaufolgeseen der LMBV aus den Flüssen der Region abgenommen. Dazu gehörte der Bärwalder See (LMBV-Speicher Bärwalde) mit rund 3,2 Mio. m³ aus der Spree.
In ähnlicher Größenordnung von 2,99 Mio. m³ wurde der LMBV- Speicher Lohsa II aus der Spree zur Entlastung des Flusses geflutet. Etwa 1,8 Mio. m³ wurden in den Speicher Burghammer übergeleitet. In das LMBV-Restloch Koschen, der Geierswalder See, wurde - innerhalb seines geplanten Schwankungsbereiches - mit etwa 1,21 Mio. m³ aufgefüllt.
Auch der Zuleiter zum Restloch Bluno war geöffnet worden: aus der Schwarzen Elster gingen vom 20.01. bis 29.01.21 etwa 0,95 Mio. m³ in das Restloch Bluno, den künftigen Neuwieser See. Aus dem Oberen Landgraben (OLG) wurden etwa 2,2 m³/s Spreewasser in das Restloch Sedlitz abgeschlagen. Rund 0,8 Mio. m³ wurden zudem aus dem Restloch Skado in das Restloch Sedlitz übergeleitet und von dort in die LMBV-Wasserbehandlungsanlage Rainitza gepumpt. 0,4 Mio. m³ konnten davon zur Stützung des LMBV-Restloches Meuro abgegeben werden.
Hier wurde beispielhaft zur Entlastung der Vorfluter Wasser abgenommen (Stand 05.02.2021):
Aus der Spree in den Oberen Landgraben: Im Foto der Abschlag zum Sedlitzer See. Zurzeit läuft Pumpbetrieb der Pumpstation Spreewitz mit vier Pumpen (entspricht der möglichen Volllast) 2,2 m³/s
Ankommendes Wasser im Schulenburgkanal, einem Zulauf bei Klitten, kurz vor der Einleitung in den Bärwalder See
Zulaufanlage in den Speicher Lohsa II: Entlastung der Spree im überströmten Betrieb mit 6,2 m³/s ins Speicherbecken Lohsa II: Bilder zeigen die LMBV-Zulaufanlage, das Spreewehr der LEAG sowie die Absturzrampe ins Speicherbecken Lohsa II
Alle Fotos: LMBV, Martin Hoffmann (FZL)
Abflüsse ermöglichen Wasserentnahmen
Geöffnete Rohrleitung zum RL Sedlitz – Wasser aus dem OLG wird herangeführt
Zuleiter zum RL Bluno – hier am 20.01.21
Geöffnete Zulaufanlage zum Speicherbecken Lohsa II am 04.02.2021 – 6,2 m³/s
Absturzrampe ins Speicherbecken Lohsa II – Spreewasser schießt mit 6,2 m³/s ein
Bis zu vier Kräne drehen sich nun gleichzeitig für den Hochbau der WBA Plessa
Konturen des künftigen Reaktionsbeckens sind bereits gut erkennen
Der Hochbau auf der Baustelle der WBA Plessa kommt voran - 4 Baukräne gleichzeitig im Einsatz
Senftenberg | Plessa. Der Baufortschritt im Hochbau für die künftige LMBV-Wasserbehandlungsanlage Plessa ist erfreulich. Rund ein Fünftel der notwendigen Arbeiten sind bereits umgesetzt, konnte der verantwortliche LMBV-Projektmanager Andreas Meth auf Nachfrage resümieren:
Der Baufortschritt hat etwa folgenden prozentualen Stand und sieht im Einzelnen so aus:
- Objekt 1 Wehranlage 25%
- Objekt 2 Entnahmepumpwerk 15%
- Objekt 3 Eisenoxydation 15 %
- Objekt 4 Sedimentation 15 %
- Objekt 6 Schlamm-Eindickung 15 %
- Objekt 7 Gebäude 20%
Optisch kann man von der Straße insbesondere die Konturen des künftigen Reaktionsbeckens bereits gut erkennen. Weiterhin wurde mit dem Bau der Rundbehälter begonnen; dazu wurden zwei zusätzliche Baukräne (auf den Fotos als gelbe Kräne erkennbar) aufgestellt. In den Pumpwerken sind die Keller fertiggestellt. Auch die Wände des Betriebsgebäudes sind fertig gestellt; hier ist als nächstes das Dachaufbringen vorgesehen. Bei zwei weiteren Gebäuden sind die Fertigteile gestellt.
Momentan können die Bau- und Beton-Arbeiten nur unter den erschwerten Winterbedingungen durchgeführt werden, d.h. mit Einhausungen bzw. teilweise dem örtlichen Einsatz von Heizungen.
Sichtbarer Baufortschritt auf der Baustelle der WBA Plessa
Start der ersten Holzungen für Sanierung der Brückenfeldkippe Sedlitz erfolgt
Baumfällarbeiten bei Sedlitz sind für künftige Sicherungsarbeiten notwendig
Senftenberg/OT Sedlitz. Anfang Februar hat die Fa. Oehme im Auftrag der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbausanierungsgesellschaft mbH (LMBV) mit den langfristig vorbereiteten und genehmigten Sanierungsarbeiten an der Brückenfeldkippe Sedlitz am Westufer des Sedlitzer Sees begonnen.
Um künftig Sicherheit zu gewährleisten, muss dieses Gebiet durch die LMBV geotechnisch saniert werden. Zunächst beginnen Holzungen und Rodungen auf ca. fünf Hektar Kippenfläche.
Es sind bergbaubedingte Gefährdungen zu beseitigen und daraus resultierende Nutzungseinschränkungen aufzuheben. Dazu sind im ersten Bauabschnitt auf fünf Hektar Holzungen, Rodungen und eine Flächenberäumung der zu sanierenden Kippenfläche vorgesehen. Es folgen ca. 30.000 m³ tiefenwirksame Oberflächenverdichtung (TOV) mit einer Polygonwalze sowie Erd- und Planierarbeiten als baubegleitende Sanierungsleistungen.
Vor der Sanierung sind vorhandene Schutzobjekte zu sichern und entsprechende baubegleitende Messeinrichtungen zu installieren. Etwa 610 Meter eines vorhandenen Forstweges sind zurückzubauen sowie der Wiederaufbau nach Verdichtung vorzunehmen.
Die Brückenfeldkippe nahe Sedlitz ist eine ungesicherte Tagebaukippe. Zwischen 1921 und 1980 förderte der Tagebau Ilse-Ost/Sedlitz dort Braunkohle. Diese Kippe besteht aus locker gelagertem Boden und ist nicht sicher, denn mit ansteigendem Grundwasser kann es zu spontanen Verflüssigungen bzw. zu Grundbrüchen kommen. Fotos: Steffen Rasche für LMBV
Fotos von den ersten Holzungen 2021
Harvester am Brückenfeld im Einsatz
Harvester am Brückenfeld im Einsatz
Spree-Vorsperre Bühlow wird vom Bergbausanierer auch in 2021 von EHS beräumt
Aufgrund der bergbaubedingten Eisenbelastung der Spree erfolgt auch in 2021 die Entnahme von eisenhydroxidhaltigen Sedimentablagerungen bei Bühlow im Auftrag der LMBV
Senftenberg/Spremberg. Die LMBV betreibt seit dem Jahr 2014 eine Konditionierungsanlage im Zulauf der Spree zur Talsperre Spremberg.
Seither wird mit dem ganzjährigen Betrieb der Anlage der Eisenrückhalt in der Vorsperre Bühlow signifikant verbessert. Die Eisen-gesamt-Konzentration am Auslauf der Talsperre Spremberg lag in 2020 jahresdurchschnittlich bei 0,4 mg/l und somit deutlich unterhalb des ökologisch relevanten Orientierungswertes von 1,8 mg/l.
Damit die zielgerichtete Eisenausfällung respektive der Eisenrückhalt bereits in der Vorsperre der Talsperre permanent stabil funktioniert, müssen die sedimentierten EHS-Ablagerungen hier regelmäßig bedarfsgerecht entnommen werden. Deshalb beräumt die LMBV als Projektträgerseit 2017 jährlichden sedimentierten Eisenhydroxidschlamm (EHS) in der Vorsperre Bühlow, als sanierungsbergbaubedingten Mehraufwand zur regulären wasserwirtschaftlichen Gewässerunterhaltung durch das zuständige Landesamt für Umwelt (LfU) Brandenburg.
Die Grundvoraussetzung für den Betrieb der Konditionierungsanlage in der Spree ist daher die bedarfsgerechte, zyklische Beräumung der Vorsperre Bühlow, um deren Funktionalität als Rückhalteraum für den Eisenhydroxidschlamm (EHS) zu gewährleisten. Der Füllungsgrad der Vorsperre bleibt dabei weiterhin kritisch zu beobachten, da bei saisonal ansteigenden Durchflussmengen (z. B. Hochwasserspitzen) im hydrologischen Winterhalbjahr (von November bis April) gleichzeitig auch ein deutlicher EHS-Zuwachs aus dem Oberlauf der Spree prognostisch erwartbar ist.
Im Januar 2021 begann daher auch bereits die nächste EHS-Beräumungskampagne der Vorsperre Bühlow in Projektträgerschaft der LMBV mit der Wiederbefüllung des Sedimentationsbeckens II (SedB II). Als Vorleistung erfolgte am SedB II, eine komplette Beräumung mit anschließender EHS-Entsorgung als baustoffliche Verwertung, der im Jahr 2020 eingespülten EHS-Sedimente mit einer Gesamtmenge von ca. 28.000 t.
Seit dem 25.01.2021 führt die, von der LMBV beauftragte Fachfirma, TWB Tief- und Wasserbau GmbH Boblitz/Spreewald den regulären Betrieb mittels Saug-/Spülbaggerung zur Entnahme des sedimentierten EHS durch. Die Umsetzung der Leistung wird durch das Ingenieurbüro für Bauleitung Dipl. Ing. (FH) Ralf Mohwinkel im Auftrag der LMBV begleitet und überwacht.
Die Vorsperre Bühlow mit einer Fläche von mehr als 100.000 Quadratmetern hat ein Einstau-Volumen von etwa 300.000 Kubikmeter und ist aktuell etwa zu 30 Prozent mit EHS-Ablagerungen gefüllt. Dementsprechend hat die LMBV planmäßig die weiterführende Teilberäumung in 2021 vorbereitet.
Ziel der LMBV-Maßnahme ist, mit einem großen Saug/-Spülbagger (Förderleistung: ca. 800 bis 1.000 m³ pro Stunde) über eine schwimmende Rohrleitung das abgesaugte EHS-Gemisch an ca. 100 Arbeitstagen und einem Feststoffanteil von ca. 10 Prozent in das zuvor geräumte Sedimentationsbecken II an der Vorsperre Bühlow einzuspülen. Ein Abschluss der Entnahme aus der Vorsperre ist witterungsabhängig für das Frühjahr 2021 geplant. Anschließend erfolgt die Nachentwässerung, Beräumung und stoffliche Verwertung des eingespülten EHS bis Ende 4. Quartal 2021.
Optional wurde die weitere Beräumung der Vorsperre und das Wiederbefüllen des Sedimentationsbeckens III für das 2. Halbjahr 2021 durch die LMBV vertraglich vorbereitet. Auch hier erfolgt anschließend eine Nachentwässerung, Beräumung und die weitere stoffliche Verwertung des eingespülten EHS bis Ende 2. Quartal 2022 in Projektträgerschaft der LMBV. Finanziert wird die Maßnahme im Rahmen des § 2 des Verwaltungsabkommens Braunkohlesanierung.
Fotos: Dipl. Ing. (FH) Ralf Mohwinkel für LMBV
EHS-Beräumung in der Vorsperre der Talsperre Spremberg
Saug/-Spülbagger auch 2021 auf der Vorsperre Bühlow im EinsatzDas Einspülen in des Sedimentationsbecken begann am 25.01.2021 Blick auf die Vorsperre BühlowSaug-/Spülbaggern: EHS-Sedimentation am Zulauf zur Vorsperre sichtbar | Juli 2020LMBV-Luftbild aus 2020