Zuwegung zur Reppister Höhe wurde im Tagebau Meuro fertig asphaltiert

Radweg-Lückenschluss-Baumaßnahme kommt voran

Senftenberg. Der bisher nur sandgeschlemmte LMBV-Wirtschaftsweg zum Aussichtspunkt Reppist, der vor allem für forstwirtschaftliche und Kontroll-Aufgaben genutzt wurde und als Wanderweg von Ausflüglern mitgenutzt wurde, wurde kürzlich ertüchtigt. Dazu wurde er u.a. asphaltiert.

Damit kann er in den zukünftigen Rundweg um den Großräschener See, der gegenwärtig i.A. des Zweckverbandes Lausitzer Seenlandes Brandenburg und der LMBV errichtet wird, eingebunden werden.

Am 8. März 2021 hatten südwestlich vom Großräschener See die Bauarbeiten für einen insgesamt 2,8 Kilometer langen Radwegeabschnitt begonnen. Dieser Radweg im Bereich der Reppister Höhe entsteht als drei Meter breiter Radweg in Asphaltbauweise und ist Teil einer Lückenschlussmaßnahme rund um den Großräschener See. Dieser Weg wird im Auftrag der LMBV vom Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg als Projektträger errichtet.

Übersichtskarte - in grün der zu bauende Wegeabschnitt (bereitgestellt v. ZV LSB)

Blick nach Westen zur Reppister Höhe


Ein Viertel der notwendigen Sprengungen auf Kippe Seese-Ost bereits umgesetzt

TDE-Bohrtrupp auf der Gefährdungsfläche Süd am Restloch 23 (Bischdorfer See) im Einsatz

Warum in Groß Lübbenau mitunter die Kaffeetassen in den Schränken klirren

Senftenberg/Groß Lübbenau. Südlich der Ortslage Groß Lübbenau laufen derzeit intensive Sanierungsarbeiten auf den Innenkippen des ehemaligen Tagebaus Seese-Ost im Rahmen einer von der Bergbehörde zugelassen Sicherungstechnologie. Im Auftrag der LMBV werden im gegenwärtigen Abschnitt rund 100 ha mit der sogenannten schonenden Sprengverdichtung bearbeitet. Runde ein Viertel der notwendigen Sprengungen auf den Kippen von Seese-Ost sind bereits umgesetzt, so kürzlich der für die Umsetzung zuständige LMBV-Abteilungsleiter Jens Bäcker.

Für diese Verdichtungsarbeiten hat die auftragnehmende Firma TDE zwei kippentaugliche Bohrgeräte sowie weitere Transportfahrzeuge zum Herstellen der Sprenglöcher im Einsatz. Derzeit erfolgen alle zwei Werktage am Nachmittag die Verdichtungssprengungen, nachdem zuvor zwischen drei und sechs Bohrlöcher je Bohrgerät – max. 12 p.d. - abgeteuft und nachfolgend mit Sprengladungen besetzt worden sind. Durchschnittlich muss dafür zwischen 20 und 30 Meter tief in den Kippenkörper gebohrt werden.

Es kommen je nach planmäßiger Vorgabe des Sachverständigen für Geotechnik zwischen 30 und 60 Kilogramm Sprengstoff je Sprenggruppe zum Einsatz. So werden beispielsweise drei Sprengladungen mit je 1 bis 1,5 kg in drei Ebenen in ein einzelnes Bohrloch ein gehangen und später Millisekundenabstand gezündet. Insgesamt sind in dieser Sanierungsphase bis Ende 2022 etwa 3.100 Bohrungen abzuteufen, wovon rund 900 bereits abgespengt wurden. Derzeit werden die sogenannte Gefährdungsfläche Nord mit einer Größe von etwa 73 ha und die Gefährdungsfläche Süd am Restloch 23 (Bischdorfer See) mit einer Größe von etwa 20 ha bis Ende 2022 bearbeitet.

Vor Beginn der Sanierungsarbeiten wurden Beweissicherungsverfahren zum Bautenzustand in der Umgebung vorgenommen. Zudem werden regelmäßig in elf Gebäuden in Groß Lübbenau und zwei Gebäuden in Bischdorf überwachende Schwinggeschwindigkeitsmessungen zur Überprüfung der durch die Sprengungen erzeugten Schwingungen vorgenommen. Diese Auswertungen erfolgen jeweils zeitnah nach den Sprengungen durch ein Fachbüro und liegen bisher immer unter den von der zuständigen Behörde vorgegebenen Immissionsschutz-Richtwerten. Dennoch sind die Sprengwellen oft auch noch in größerer Entfernung wahrzunehmen und bringen mitunter auch „die Kaffeetassen in den Schränken der Anrainer zum kurzzeitigen Wackeln“, so Bäcker.

Sollten im Zuge der Arbeiten auch nachweisliche Bauwerksschäden auftreten, werden diese vom Bergschadens-Management der LMBV auf Antrag von Betroffenen hin bearbeitet und ggfs. nach BBergG reguliert. Die ersten Arbeiten zur schonenden Sprengverdichtung in Seese-Ost hatten 2015 begonnen, wurden ortsnah 2017 bis 2019 fortgeführt und werden seit 2020 schrittweise weiter auf bisher noch nicht gesicherten Flächen voraussichtlich noch einige Jahre andauern, so der Bergbausanierer Jens Bäcker. Sprengmeister Lutz Rublack von der Fa. TDE und seine Bohr-Mitarbeiter arbeiten gewissenhaft an den Zielstellungen einer baldigen sicheren Bergbaufolgelandschaft und bemühen sich, alle Vorgaben zu einem möglichst schonenden Sprengen stets einzuhalten.

Raupengestützte Spezialtechnik der Fa. TDE zum Bohren auf Kippen
Verdichtete Kippenfläche im ehem. Tgb. Seese-Ost


Kurzfristiger Informations-Vorort-Termin an gesperrter Bundesstraße 169

OSL-Landrat, Senftenbergs Bürgermeister und Sedlitzer Ortsvorsteher erhielten vorläufigen Informationsstand aus erster Hand

Senftenberg. LMBV-Chef Bernd Sablotny informierte am 21. April 2021 zu der zwischen Senftenberg und Sedlitz gesperrten Bundesstraße 169 über die derzeitigen Erkenntnisse des Bergbausanierers hinsichtlich der Rissbildungen und Hohlraumvermutungen.

Seiner Einladung waren der Landrat des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, Siegurd Heinze, Senftenbergs Bürgermeister Andreas Fredrich sowie der Sedlitzer Ortsvorsteher Steffen Philipp gefolgt. Es wurden die nächsten Untersuchungsschritte und angelaufenen Planungen zur Gefahrenabwehr i. A. der LMBV erläutert. In der 17. KW sollen dann Festlegungen zum weiteren Umsetzen der nötigen Sicherungsarbeiten durch die LMBV in Abstimmung mit den Behörden erfolgen.

Landrat, Bürgermeister und Ortsvorsteher stimmten sich auch hinsichtlich der zu nutzenden Rettungswege und der betroffenen Schülerverkehre während der Sperrzeit ab. Die Erreichbarkeit des Ortsteils Sedlitz durch die Feuerwehr ist auch in der Zeit der Sperrung der B 169 sichergestellt. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst werden im Einsatzfall einen Privatweg der Stadt Senftenberg am Großräschener See mit Sonderrechten nutzen, um Sedlitz schnell zu erreichen. Eine Nutzung der Privatwege am Großräschener See durch Busse der Verkehrsgesellschaft OSL wurde geprüft, ist jedoch aus Sicherheitsgründen nicht möglich.

Die Sperrung der Bundesstraße war am 15.04.2021 nach Hohlraumfeststellungen im Zuge planmäßiger Brunnenversatzarbeiten i.A. der LMBV im Randbereich des ehemaligen Tagebaus Sedlitz durch das Landesamt für Straßenwesen Brandenburg (LSB) veranlasst worden. Grund für die Vollsperrung ist u.a. eine unter der Bundesstraße verlaufende Altberg-Entwässerungsstrecke, die früher für die Tagebauentwässerung bis in den vierziger Jahren genutzt wurde. Im Zuge von planmäßigen Erkundungskontrollbohrungen an dieser Strecke wurden dort Hohlräume festgestellt. Diese könnten die Sicherheit des Straßenverkehrs gefährden.

Alle Involvierten sind sich der Erschwernisse durch das Sperren bewusst.

Gesperrte B 169 nach Gefahrerkennung


Streckenverwahrung bei Sedlitz wird voraussichtlich mehrere Monate dauern

Senftenberg. Die Bundesstraße 169 (B 169) zwischen Senftenberg und Sedlitz musste am 15. April 2021 durch den Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg voll gesperrt werden.

Die Sperrung wird voraussichtlich mehrere Monate dauern. Grund ist eine unter der Bundesstraße verlaufende Altberg-Entwässerungsstrecke, die früher für die Tagebauentwässerung in den vierziger Jahren genutzt wurde. Im Zuge von planmäßigen Erkundungskontrollbohrungen an dieser Strecke wurden dort Hohlräume festgestellt. Diese könnten die Sicherheit des Straßenverkehrs gefährden.

Nach Auswertung durch einen Sachverständigen wird nun eine Technologie zur Verwahrung der angetroffenen Strecke erarbeitet, die in den nächsten Monaten umgesetzt wird.

Blick auf die B169 bei Senftenberg (LMBV/Archivfoto 2017)


Sanierungsstützpunkt mit künftiger Boots-Einlassstelle am Sedlitzer See nimmt Gestalt an

Senftenberg. Am Nordufer des Sedlitzer Sees schreitet der Bau des künftigen LMBV-Sanierungsstützpunkts für das Gewässerbehandlungsschiff der LMBV und der öffentlichen Bootseinlassstelle sichtbar voran.

Die 300 Meter lange Kaimauer ist bereits fertiggestellt. Die Slipanlage für die öffentliche Bootseinlassstelle ist baulich vorbereitet und die Dalben für die Schwimmstege der künftigen Anlegestelle sind gesetzt. Die bevorstehenden Straßen- und Wegebauarbeiten werden das Ensemble vervollständigen. Letzte Betonierarbeiten sind erfolgt und aktuell werden die Borde für die geplante Infrastruktur gesetzt. Damit können die Pflasterarbeiten in den nächsten Tagen beginnen.

Neben der Bootseinlassstelle ist das Betriebsgebäude für das Gewässerbehandlungsschiff der LMBV errichtet worden. Das Gebäude befindet sich in der Phase des Innenausbaus. Die Trockenbauarbeiten sind abgeschlossen und gegenwärtig werden die Elektro-, Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärinstallationsarbeiten durchgeführt. Der Sanierungsstützpunkt wird künftig Werkstatt und zugleich Winterquartier für das LMBV-eigene Sanierungsschiff „Klara“. In der Wartungshalle finden das Sanierungsschiff mit seinen zwei Schuten Platz. Die Tankstelle zur Betankung der Schiffe ist bereits samt eines Leichtflüssigkeitsabscheidersystems direkt vor der Halle installiert.

Bis Ende Mai 2021 sollen die Asphaltierung der Straße, Zaunbaumaßnahmen sowie die Böschungsgestaltung folgen. Der Bau der öffentlichen Einlassstelle erfolgt über Fördermittel des Landes Brandenburg mit Eigenbeteiligung der Stadt Senftenberg.

Impressionen von der LMBV-Baustelle Fotos: S. Rasche für LMBV


Gewässerbehandlungsschiff “Klara” bekalkt erneut planmäßig den Partwitzer See

Senftenberg. Das LMBV-eigene Sanierungsschiff "Klara" ist derzeit erneut wieder auf dem Partwitzer See planmäßig im Einsatz. Obwohl schon seit längerem touristisch genutzt, muss dieses Bergbaufolgegewässer regelmäßig mit Kalk behandelt werden.

Grund für die notwendige Bekalkung ist u.a. die hohe Durchströmung des Sees mit Wasser, das für die Flutung des benachbarten Bergbaufolgesees genutzt wird. Damit verändert sich auch immer wieder der pH-Wert des Partwitzer Sees. Das Wasser fließt durch den Geierswalder und Partwitzer See weiter über den Sornoer und Rosendorfer Kanal bis in den Sedlitzer See.

Für die Betriebsführung des Bekalkungsschiffs ist seit Januar 2020 die BRAIN Brandenburg Innovation GmbH durch die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH beauftragt. Auch am Schlabendorfer See wird derzeit wieder bekalkt; dort ist das BRAIN-eigene Schiff "Barbara" für die Bergbausanierer im Einsatz.

Kalkeintrag im Partwitzer See (LMBV-Archiv 2017)


Schon 53 Mio. m³ für Flutung der Lausitzer Bergbaufolgeseen der LMBV abgenommen

Senftenberg. Die Flutung der Lausitzer Bergbaufolgeseen der LMBV kam in den ersten elf Wochen des Jahres 2021 gut voran. Bisher konnten rund 53,5 Mio. Kubikmeter Wasser für die Flutung der Bergbauspeicher und Bergbaufolgeseen genutzt werden. Im ersten Quartal 2020 waren es hingegen nur 22 Mio. Kubikmeter gewesen.

Aus der Spree konnten in diesem Jahr bereits 35,8 Mio. m³ Wasser, aus der Schwarzen Elster 12,3 Mio. m³ und aus der Lausitzer Neiße 5,4 Mio. m³ entnommen werden, ermittelte die Flutungszentrale Lausitz der LMBV in Senftenberg (Stand 23.03.2021).

In das Speicherbecken Lohsa II gelangten davon 18 Mio. m³, in das Speicherbecken Bärwalde 5,3 Mio. m³ sowie 6 Mio. Kubikmeter Wasser in das Speicherbecken Dreiweibern.

Die LMBV-Flutungsschwerpunkte in der Lausitz waren der Geierswalder See und der Partwitzer See, die beide ihre touristischen Zielwasserstände erreichten. Auch der Sedlitzer See konnte gespeist werden; hier sind bisher 5,2 Mio. Kubikmeter Wasser hinzugekommen. geändert 24.03.21

Blick über den bergbaulichen LMBV-Speicher Lohsa II 2020

LMBV-Speicher füllen sich in 2021 - Archivfotos aus 2020 von P. Radke


Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest durch Suche nach Fallwild

LMBV-Wälder in Ostsachsen werden intensiv abgesucht

Senftenberg. Derzeit sind Mitarbeiter der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) in den LMBV-eigenen Waldgebieten um die einstigen Braunkohletagebaue Spreetal/Scheibe, Burghammer, Lohsa/Dreiweibern und Bärwalde unterwegs, um so genanntes Fallwild zu suchen.

Auch um Nochten werden die Eigenjagdbezirke abgesucht. Nötig ist dies, um die Ausbreitung der hochansteckenden für Schweine tödlichen Afrikanischen Schweinepest einzudämmen. Veranlasst wurden die Suchaktionen durch die Landkreise Görlitz und Bautzen, die Sperrbereiche und Pufferzonen ausgewiesen haben.

Für die LMBV bedeutet dies, dass einmal monatlich pro Jagdbezirk die Waldflächen intensiv nach toten Wildschweinen abgesucht werden. Bisher wurde noch kein Fallwild gefunden.

Aktuell gilt die Anordnung zur Suche bis Ende April, jedoch ist davon auszugehen, dass die Landkreise diese Anordnungen verlängern werden. So werden auch in den kommenden Wochen Suchaktionen stattfinden.

LMBV-Mitarbeiter bei der Fallwildsuche nahe Nochten. (Foto: LMBV)


Bau modularer Wasserbehandlungsanlage Ruhlmühle an Spree-Altarm auf Zielgeraden

Probebetrieb der Anlage zum Eisenreduzieren soll voraussichtlich ab Mai 2021 starten

Endspurt auf der Baustelle der MWBA Ruhlmühle

Senftenberg | Neustadt an der Spree | Ruhlmühle. Die Bauarbeiten an der Eisenminderungsanlage nahe der Spree-Ruhlmühle (MWBA Ruhlmühle) befinden sich laut LMBV-Zuständigen in der Endphase.

Nach der derzeitigen Realisierung der Elektro-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik (EMSR) bis Ende April 2021, werden voraussichtlich bis Anfang Mai 2021 auch die Straßenbauarbeiten und die Einzäunung fertiggestellt. Voraussichtlich Mitte des II. Quartals 2021 kann die Anlage dann auch in einen planmäßigen Probe- und Einfahrbetrieb überführt werden.

Mit der neuen modularen Wasserbehandlungsanlage (MWBA) der LMBV an der Ruhlmühle sollen künftig bis zu 100 l/s aus dem Altarm der Spree als einem Hotspot des Eisenanfalls gefasst und weitestgehend vom Mineral Eisen befreit werden. Bisher läuft dem Vorfluter eine hohe Eisenfracht zu.

Bis zu 1.200 Kilogramm Eisenhydroxid sollen dem Altarm der Spree mit dieser dritten Anlage, neben der MWBA Neustadt/Spree und der MWBA Burgneudorf, künftig täglich entzogen werden.

Dafür arbeiten die beauftragten Ingenieur- und Baufirmen TWB Tief- und Wasserbau GmbH aus Boblitz/Spreewald sowie UMTEC GmbH aus Halle/Saale gemeinsam in einer ARGE und zusammen mit den Planern der LUG Engineering GmbH aus Cottbus und GIP Grundwasser-Ingenieurbau Planung GmbH aus Dresden kontinuierlich an der Umsetzung des LMBV-Vorhabens. (RK)


Durch Ausbau nimmt die Neuprofilierung der Kleinen Spree weiter Gestalt an

Bisher wurde etwa die Hälfte der geplanten Ausbaustrecke bereits fertiggestellt

Technikeinsatz an der Kleinen Spree

Senftenberg/Spreewitz. Durch den im Auftrag der LMBV derzeit laufenden Ausbau nimmt die Neuprofilierung der Kleinen Spree immer mehr Gestalt an. Der Ausbauabschnitt der Kleinen Spree von Burghammer bis Spreewitz in der Gemeinde Spreetal für eine maximale Abflusskapazität von 7 m³/s ist ein wichtiger Bestandteil des Wasserspeichersystems Lohsa II, das aus den drei Speicherbecken (SB) Dreiweibern, Lohsa II und Burghammer besteht.

Das Wasserspeichersystem Lohsa II dient der Niedrigwasseraufhöhung der Spree und damit dem Schutz des Biosphärenreservates Spreewald und der Stützung des Wasserhaushaltes von Berlin.

Grundlage für den derzeitigen Ausbau bildet das entsprechende Planfeststellungsverfahren zum „Wasserspeichersystem Lohsa II“ Teil 2 „Ausbau Kleine Spree von Burghammer bis Spreewitz“ vom 21. März 2018. Durch den Ausbau der Kleinen Spree auf einer Länge von 5,4 Kilometern soll das Wasserspeichersystem Lohsa II vollständig betriebsfähig werden.

Das Vorhaben schließt auch eine Entnahme vorhandener Eisenhydroxidschlamm-Ablagerungen im und am Gewässer ein. Dazu wurde mittels Saug-Spülverfahren der sedimentierte Eisenhydroxidschlamm über Landsammelleitungen zu geotextilen Entwässerungsschläuchen gepumpt und nach dortiger Entwässerung fachgerecht entsorgt.

Die vorbereitenden Arbeiten für den Gewässerausbau einschließlich der Kampfmittel-Suche und -Beräumung begannen schon im Herbst 2018. Seit Juli 2020 wird nach vollständiger Entschlammung der Ausbaustrecke innerhalb des ursprünglichen Gewässerverlaufes das neue Trapezprofil hergestellt. Die Arbeiten durch die auftragnehmende Firma HAGN Umwelttechnik GmbH aus Sulzemoos finden weitestgehend einseitig am Flusslauf statt. Die Ausbauabschnitte werden wechselnd an denjenigen Uferbereich gelegt, an dem mit geringeren ökologischen Auswirkungen zu rechnen ist.

Die Sohlbreite im Ausbaubereich wird im Mittel fünf bis sechs Meter betragen und eine mäandrierende Niedrigwasserrinne aufweisen. Das neue Gewässerbett wird insgesamt ca. zehn Meter breit sein. Der Gewässerausbau erfolgt in der „fließenden Welle“. Somit kann in weiten Teilen des Ausbaubereiches auf eine trockene Baugrube mit Wasserhaltung und Umflut verzichtet werden. Nur in Bereichen wo der Einbau von Wasserbaupflaster vorgesehen ist, wird eine Bauwasserhaltung erforderlich. Durch den Einbau eines hauptsächlich einlagigen ungebundenen Kornfilters werden Flusssohle sowie Böschungen gesichert. Zur Böschungssicherung erfolgt zudem der Auftrag von Oberboden und die Begrünung sukzessive zum Ausbaufortschritt, wobei die optische Integration des Gewässers in das vorhandene Landschaftsbild unterstützt werden soll.

Zur Verbesserung der Lebensbedingungen für die Fließgewässerfauna werden in ausgewählten Bereichen mit einer Gesamtlänge von ca. einem Kilometer Aufweitungen, kleine Inselflächen, Schilfflächen und unterschiedlich geneigte Böschungen angelegt, um gewässertypische Strukturen zur Verbesserung der Lebensbedingungen für die Gewässerfauna und –flora zu schaffen. Die Naturschutzfachlichen Anforderungen werden durch eine ökologische Baubegleitung überwacht und beinhalten u.a. auch das Umsetzen von Ameisennestern, das Bergen von Höhlenbäumen sowie das Anbringen von Nistkästen.

Bis Ende Februar 2021 konnte die Hälfte der geplanten Ausbaustrecke bereits fertiggestellt werden. Der Abschluss der Maßnahme zum Flussausbau ist derzeit witterungsabhängig im Frühjahr 2022 geplant. Anschließend erfolgt noch der Neubau einer Fußgängerbrücke, einer Wirtschaftsbrücke sowie der Ersatzneubau des Pegels Burgneudorf in der Nähe der Straßenbrücke des Ortes Burgneudorf. Das Bauvorhaben wird abschließend durch die Bepflanzung der beanspruchten Flächen entlang des Gewässers komplettiert.

Die erforderlichen umfangreichen Umverlegungs- bzw. Sanierungsmaßnahmen der querenden Rohrleitungen wurden und werden in enger Abstimmung mit den jeweiligen Medienträgern durchgeführt. Zudem wird die Gesamtmaßnahme, wie bereits schon im Planungsprozess, durch die Landestalsperrenverwaltung, welche die Unterhaltungslast der Kleinen Spree als Gewässer 1. Ordnung im Sinne des Sächsischen Wassergesetzes ausübt, im Rahmen der Ausführung begleitet. (UST Stand: 15.03.2021)

Aufnahmebehälter aus Geotextil für abgesaugten Schlamm aus Kleiner Spree

Ausbau-Fotos aus 2020