Region: LEAG plant mit EPNE Windpark bei Briesnig auf Lausitzer Rekultivierungsfläche

Bis zu 17 Windräder für Forst-Briesnig II geplant - Genehmigungsantrag im 1. Halbjahr

Cottbus. Ihr erstes Windparkprojekt in der Lausitz plant die LEAG auf einer Rekultivierungsfläche des Tagebaus Jänschwalde in unmittelbarer Nachbarschaft des bestehenden Windparks Forst-Briesnig I der LHI-Gruppe. Derzeit bereitet der Projektentwickler EP New Energies GmbH (EPNE) das Vorhaben Windpark Forst-Briesnig II für das Lausitzer Energieunternehmen vor. Vorgesehen ist die Errichtung von bis zu 17 Windenergieanlagen mit einer Höhe von bis zu 250 Metern. Erste Gespräche darüber mit Vertretern des Amtes Peitz, der Stadt Forst und der Anrainergemeinden sind bereits erfolgt.

Die Rekultivierungsfläche von etwa 320 Hektar, auf der Forst-Briesnig II entstehen soll, befindet sich in der bergrechtlichen Verantwortung der LEAG. Derzeit wird sie gemeinsam mit der ARGE Heinersbrück für die landwirtschaftliche Nutzung hergestellt. Neben der landwirtschaftlichen Nutzung sollen die Flächen der erneuerbaren Energiegewinnung dienen. Derzeit werden Eignung und Potentiale weiterer Flächen zum Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung, insbesondere auch im PV-Bereich, geprüft.

Die ABO Wind hat einen ersten Windpark mit fünf Anlagen auf dem Gebiet der Gemeinde Forst in Brandenburg errichtet. Das zum Ortsteil Briesnig gehörende Areal wurde bereits 2003 als Windeignungsgebiet ausgewiesen. 2018 hatte ABO Wind das Projekt von Vattenfall erworben. Die Windräder entstanden auf dem Gelände der rekultivierten Bergbaufolgelandschaft des Tagebaus.

Die Inbetriebnahme des Windparks Forst-Briesnig II ist für Ende 2023 / Anfang 2024 geplant. Der Windpark geht dann mit einer Kapazität ans Netz, mit der er etwa 270.000 MWh Strom im Jahr einspeisen kann. Das entspricht rechnerisch dem Jahresstrombedarf von 77.000 Drei-Personen-Haushalten. Die EPNE ist die jüngste EPH-Tochter in Deutschland. Sie entwickelt Erneuerbaren-Projekte für die LEAG und die MIBRAG in den Bereichen Sonne und Wind. Weitere Information finden Sie auf www.leag.de


Blick über einen Sanierungs-Seilbagger zum KW Jänschwalde und zu Windpark


Geotechnische Sicherung der Brückenfeldkippe bei Sedlitz in 2021ff geplant

Senftenberg/Sedlitz. Ende Januar beginnt die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbausanierungsgesellschaft mbH (LMBV) mit den langfristig vorbereiteten und genehmigten Sanierungsarbeiten an der Brückenfeldkippe Sedlitz am Westufer des Sedlitzer Sees.

Die Brückenfeldkippe nahe Sedlitz ist eine ungesicherte Tagebaukippe. Zwischen 1921 und 1980 förderte der Tagebau Ilse-Ost/Sedlitz dort Braunkohle. Diese Kippe besteht aus locker gelagertem Boden und ist nicht sicher, denn mit ansteigendem Grundwasser kann es zu spontanen Verflüssigungen bzw. zu Rutschungen kommen.

Um künftig Sicherheit zu gewährleisten, muss dieses Gebiet durch die LMBV geotechnisch saniert werden. Dabei kommen verschiedene Technologien zum Einsatz. Unter anderem wird die Bodenoberfläche mit einer Polygonwalze bearbeitet, aber auch das Verfahren des schonenden Sprengens wird in den nächsten Jahren durchgeführt. Nähere Informationen sind hier zu finden.

Bauabschnitte Brückenfeldkippe Sedlitz


Radweg am Sedlitzer See wird durch Überleitertunnel und Sedlitz umgeleitet

Senftenberg/Sedlitz. Ende Januar beginnt die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbausanierungsgesellschaft mbH (LMBV) mit den langfristig vorbereiteten und genehmigten Sanierungsarbeiten an der Brückenfeldkippe Sedlitz am Westufer des Sedlitzer Sees.

Damit einhergehend wird es notwendig, den uferbegleitenden Radweg für den Zeitraum der geplanten Sanierungsarbeiten zu sperren. Die Umleitungsstrecke wird ab dem Abzweig Überleiter 11 durch dessen Tunnel nach Sedlitz erfolgen. Die Strecke ist damit zudem etwas kürzer. Für die entsprechende Beschilderung wird rechtzeitig vor Baubeginn gesorgt.

Auf der beigefügten Karte ist der künftig gesperrte und nicht mehr nutzbare Wege-Abschnitt gelb, die Umleitung in orange bzw. rot dargestellt.

Die Brückenfeldkippe nahe Sedlitz ist eine ungesicherte Tagebaukippe. Zwischen 1921 und 1980 förderte der Tagebau Ilse-Ost/Sedlitz dort Braunkohle. Diese Kippe besteht aus locker gelagertem Boden und ist nicht sicher, denn mit ansteigendem Grundwasser kann es zu spontanen Verflüssigungen bzw. zu Rutschungen kommen.

Um künftig Sicherheit zu gewährleisten, muss dieses Gebiet durch die LMBV saniert werden. Dabei kommen verschiedene Technologien zum Einsatz. Unter anderem wird die Bodenoberfläche mit einer Polygonwalze bearbeitet, aber auch das Verfahren des schonenden Sprengens wird in den nächsten Jahren durchgeführt.

Ausführlichere Informationen zu dieser Maßnahme finden sich demnächst auch auf der Webseite der LMBV.


Altdöberner See füllt sich kontinuierlich durch Grundwasserzustrom weiter auf

Abschließende Sanierung der Restlochufer dauert noch weitere Jahre an

Senftenberg | Altdöbern. Der Wasserstand im LMBV-Restloch Greifenhain stieg zuletzt um durchschnittlich rund ca. 50 Zentimeter p.a. Die zuführende und ergänzende Flutung des Restloches Greifenhain konnte seit 2007 ausgesetzt werden, da zwischenzeitlich umfangreiche geotechnische Sanierungsarbeiten am entstehenden Bergbaufolgesee durchgeführt werden mussten, die einen zu haltenden Grenzwasserstand erforderten bzw. noch erfordern. Die Fremdflutung über eine Heberleitung aus dem Süden war am 29. Mai 1998 gestartet worden und dauerte im ersten Schritt bis 2007 an. Der Flutungsprozess des Großräschener Sees lief unabhängig davon parallel zwischen 2007 - bis 2019 - ebenfalls an.

Der Pegel des Bergbaufolgesees ist für einen Zielwasserstand von 82,40 m NHN konzipiert. Unterirdische Grundwasserleiter in einer eiszeitlichen Auswaschungsrinne, die vom damaligen Tagebau Greifenhain angebaggert wurden, tragen in das Restloch aus. Fragestellungen des künftigen Wasseranstiegs im LMBV-Bergbaufolgesee werden mit Hilfe eines hydrogeologischen Großraummodells betrachtet und berechnet. Dabei wird der gesamte Wasserhaushalt modelliert - dazu gehören auch Niederschlag, Versickerung, Verdunstung, Grundwassermengen und Fließrichtungen. Der Altdöberner See wird nach Abschluss der Sanierung und Füllung an die Vorflut angeschlossen werden und sein Überschusswasser in Richtung Spree abgeben. Das ist gegenwärtig Gegenstand der aktuellen Planung der LMBV.

Derzeit liegt das Füllvolumen des Restloches Greifenhain bei 85 % und der Wasserstand bei 76,28 m NHN (12/2020). Im Dezember des Vorjahres 2019 lag der Wasserstand bei 75,61 m NHN. Eine weitere Sanierung des Restloches war ursprünglich bis zum Jahr 2026 geplant. Inzwischen erfolgte eine neue strategische Einordnung und Priorisierung der noch ausstehenden Arbeiten am LMBV-Restloch anhand der technischen Zwänge und finanziellen Möglichkeiten im laufenden VA BKS bis 2022. Anrainer sahen nach Medienberichten in der LMBV-Ankündigung, dass der Altdöberner See nun voraussichtlich nicht vor 2030 nutzbar werde, eine „Retourkutsche“ gegen die Bürgerinitiative wegen das überlegten Einleitens von Eisenhydroxid-Schlamm. Dem hat die LMBV bereits widersprochen: „Eine „Retourkutsche“ entspräche weder Stil noch Art und Weise des Umgangs des Bundesunternehmens LMBV mit ihren Partnern in den Anrainerkommunen und Verbänden.“

Für den Abschuss der noch nötigen Sanierungsarbeiten gab es tatsächlich ursprünglich eine frühere Zielmarke der LMBV. Inzwischen erfolgte jedoch eine neue strategische Einordnung und Priorisierung von anstehenden Projekten anhand der technischen Zwänge und finanziellen Möglichkeiten. Nachvollziehbare Ursache für die in 2020 verkündeten Verzögerungen sind noch ausstehende, notwendige Ufer-Sanierungsarbeiten, die erst in den kommenden Jahren umsetzbar sind. "Unvorhergesehene Ereignisse wie die Insel-Rutschung am Senftenberger See, langfristige zusätzliche Aufgaben wie die Beräumung der Vorsperre Bühlow von Eisenhydroxidschlamm und Kostensteigerungen beim Bau beispielsweise der Wasserbehandlungsanlage Plessa sind nicht planbar gewesen, mussten aber kostenseitig ins laufende Verwaltungsabkommen zur Braunkohlesanierung bis 2022 integriert werden."

Daher wurden … Prioritäten der anstehenden Sanierungsarbeiten neu gesetzt und u.a. damit das Restloch Greifenhain später fertig.“ (Siehe dazu ggfs. auch die LMBV-Information v. 30.10.20). Die LMBV beabsichtigt, in 2021 oder im Folgejahr – in Übereinstimmung mit Altdöberns Bürgermeister Winzer - in einer Informationsveranstaltung ihr Vorgehen und den Ausblick noch einmal zu untersetzen und den Gesprächsfaden nicht abreißen zu lassen, sofern die Corona-Pandemie dies organisatorisch zulässt.


Drei Viertel der Belegschaft des Bergbausanierers derzeit im mobilen Arbeiten

Infektionsgeschehen in den Revieren ist nach wie vor sehr dynamisch

Senftenberg. Die Geschäftsführung und der Gesamtbetriebsrat der LMBV wünschen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie deren Angehörigen ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2021. „Lassen Sie uns die bevorstehenden Aufgaben gemeinsam mit Engagement in Angriff nehmen und unseren Anteil dazu leisten, dass es für die LMBV wieder ein erfolgreiches Jahr wird.“

Die aktuelle Pandemiesituation zeigt deutlich, dass auch im Jahr 2021 große Herausforderungen zur Sicherung der Prozesse in der LMBV zu bewältigen sein werden. In der Sitzung des Krisenstabes der LMBV vom 11.01.2021 wurde die aktuelle Lage erneut bewertet. Die Pandemiesituation in Deutschland hat sich trotz vielfältiger Einschränkungen im öffentlichen und persönlichen Leben nicht entspannt. Bund und Länder haben weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie beschlossen. Auch in der LMBV sind immer wieder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der Pandemie betroffen.

Das Infektionsgeschehen in den Revieren ist nach wie vor sehr dynamisch. Für die gesamte LMBV ergibt sich aktuell folgende Statistik: Mittlerweile sind 24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter positiv getestet worden, sieben befinden sich gegenwärtig noch im Krankenstand bzw. in Quarantäne. Drei Viertel der Belegschaft sind seit Dezember vorsorglich bereits im mobilen Arbeiten. Auch im Fall des mobilen Arbeitens soll und wird die telefonische Erreichbarkeit der Mitarbeiterschaft sichergestellt werden. Dort, wo eine Anwesenheit vor Ort unvermeidbar und nötig, werden die Maßnahmen zum Gesundheitsschutz und zur Eindämmung der Pandemie im Arbeitsalltag ebenfalls umgesetzt und eingehalten.

Aufgrund der aktuellen Lage hat der Krisenstab entschieden, dass voraussichtlich bis zum 31. Januar 2021 das mobile Arbeiten für das Gros der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin die Regelarbeitsweise ist. Abweichungen davon sind nur aus dringlichen betrieblichen Gründen zur Gewährleistung der Betriebsabläufe zugelassen.

Die Geschäftsführung und die Betriebsräte sehen die aktuellen Maßnahmen als notwendig zur Aufrechterhaltung der Betriebsabläufe an, aber auch vor allem als Beitrag zur Eindämmung der Pandemie in unseren Einzugsbereichen: „Wir wissen, dass diese Maßnahmen weiterhin Erschwernisse für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeuten und danken Ihnen ausdrücklich für Ihr Engagement.“


Vielfältige Herausforderungen an Bergbausanierer im Lausitzer Revier im Jahr 2021

Lausitzer Schwerpunktprojekte im vierten Jahr des laufenden Verwaltungsabkommens von 2018 bis 2022

Baumaßnahmen an der künftigen LMBV-Wasserbehandlungsanlage Plessa – eines der wichtigen Investitionsvorhaben im Süden Brandenburgs

Senftenberg. Nach der Weihnachtsruhe geht es auf den Baustellen der Bergbausanierung schrittweise im Januar 2021 wieder weiter. Auch hier sind das Beachten der AHA-Regeln zum Schutz vor Corona-Infektionen und persönliche Schutzmaßnahmen der Bergbausanierer wichtige Seiten des Arbeitsschutzes auf den Sanierungsbaustellen.

Während eine große Zahl von Mitarbeitern der LMBV – so z.B. bei der Planung und im Einkauf - die Möglichkeiten des mobilen Arbeitens nutzen können, leisten z.B. Projektmanager und Unternehmerkontrolleure gemeinsam mit den Beschäftigten der auftragnehmenden Firmen vor Ort auf den Baustellen ihren engaierten Beitrag zum Erfüllen der täglichen Sanierungsaufgaben.

Im Wesentlichen hat die LMBV daher all ihre Projektziele in 2020 erreichen können, so kürzlich Bernd Sablotny, Sprecher der Geschäftsführung. Der Bergbausanierer wird nach Zusammenstellung aller Zahlenwerke und Abrechnungen voraussichtlich Ende des Frühjahrs 2021 seinen Sanierungsbericht für das Jahr 2020 vorlegen können.

Für die Lausitz stehen im Jahr 2021, dem vierten Jahr des laufenden Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung von 2018 bis 2022, eine Vielzahl von herausfordernden Projekten auf der Agenda, die es trotz der Einschränkungen der Corona-Pandemie zu meistern gilt. Die folgende Aufzählung ist nicht abschließend, gibt jedoch einen Überblick über wichtige Lausitzer Schwerpunkte der LMBV:

  • Weiterführung und Fertigstellung der geotechnischen Sicherungsmaßnahmen mittels RDV im Bereich des ehemaligen Tagebaus Schlabendorf-Nord
  • Start der langfristig geplanten und mit Anrainern abgestimmten geotechnischen Sicherungsleistungen am Hindenberger See im Bereich Schlabendorf (es geht hier dabei um die geotechnische Sicherung der kippenseitigen Anschlussböschung am Restloch A inklusive dazugehöriger Wasserstandsabsenkung)
  • Geotechnische Sicherungsleistungen mit der schonenden Sprengverdichtung (sSPV) auf der Innenkippe des Tgb. Seese-Ost – wichtig für die Technologiefortentwicklung durch die LMBV
  • Fortführung der Baumaßnahmen an der künftigen LMBV-Wasserbehandlungsanlage Plessa – einem der wichtigen Investitionsvorhaben im Süden Brandenburgs
  • Fortführen der Arbeiten am zukünftigen Sedlitzer See mit Beginn der Sicherung der Brückenfeldkippe Sedlitz
  • Abschluss der Errichtung des Sanierungsstützpunkts sowie Fortführung der Herstellung des Sedlitzer Ableiters aus der Restlochkette
  • Bauweiterführung und Fertigstellen des Überleiters 3a im Bereich Spreetal
  • Weiterer Betrieb der VTR-Anlage und des Bodenaustausches in Schwarze Pumpe
  • Weiterführung des Ausbaus der Kleinen Spree von Burghammer bis Spreewitz und der vorgesehenen Inbetriebnahme der MWBA Ruhlmühle
  • Begleitung der Standortaufgaben Pappelweg und Külz-Straße gemeinsam mit der Stadt Lauchhammer, dem MIL, dem Landkreis OSL und dem LBGR
  • Maßnahmen im Zusammenhang mit der bergbaulich beeinflussten Grundwasserbeschaffenheit in der Lausitz, u.a. Konditionierungs- und Beräumungsmaßnahmen an der Vorsperre Bühlow und den Wasserbehandlungsanlagen in den Spreegebieten Süd und Nord
  • Weiterführung der geotechnischen Sicherung am Knappensee


Jahresrückblick zur Bergbausanierung I – gespiegelt in Überschriften der Regionalzeitungen

I. Quartal 2020

Senftenberg | Sonderhausen |Leipzig. Nachfolgend soll ein Jahresrückblick zur Bergbausanierung – gespiegelt in den Überschriften
der Regionalzeitungen in den LMBV-Revieren – gegeben werden. Die Auswahl erfolgte selektiv aus Sicht der LMBV-Unternehmenskommunikation. Hier Teil I

 

Januar 2020

„Großbaustelle Blunodamm“ lautete eine Überschrift der LR-Ausgabe Hoyerswerda v. 27.01.2020 und erklärte das LMBV-Vorhaben zum Bau des Überleiters 3. Mit „Ferienhaus-Siedlung wächst am Partwitzer See“ beschrieb die LR am 28.01.2020 eine private Investition am Restloch Skado. „Am Knappensee bleibt es rebellisch“ hieß es bei der LR am 1. Februar. Die laufenden Sanierungsarbeiten der LMBV werden auch in diesem Jahr weiterhin kritisch von einer BI begleitet. Wichtigste Botschaft:
„Zum Saisonstart 2022 soll der Knappensee freigeben werden.“

 

Februar 2020

„Lober-Leine-Kanal soll zurückgebaut werden“, leitet am 3. Februar die MZ Bitterfeld den Auftrag zur vorlaufenden Kartierung ein. Die Sächsische Zeitung Hoyerswerda berichtete am 04.02.2020: „Unbekannte fluten Baustelle am Rostigen Nagel“. Hier hatten Unbekannte das LMBV-Wehr am Sornoer Kanal widerrechtlich geöffnet. „Kalk färbt den Partwitzer See“ heißt es kurz darauf in der SZ am 05.02., wo über die begonnene LMBV-Konditionierung berichtet wird. Die LVZ titelte am 05.02. zu einem Investitionsvorhaben an einem Bergbaufolgesee: „Am Bockwitzer See soll ein Surferparadies entstehen“. Für die LR war an diesem Tag wichtig, das am „Senftenberger See wieder saniert“ wird.

Bei der LR in Hoyerswerda war am 06.02. der für das Jahr am Geierswalder See geplante „Wasserwanderrastplatz im Fokus“. Die
Leipziger Bergbaufolgeseen haben laut Freier Presse v. 08.02. eine „Neue Plattform zum Neuseenland“. „Die Hochkippe Scheibe ist jetzt gesperrt“, so die SZ am 11.02. zur Ausweitung des Sperrbereiches im Umfeld des Speichers Lohsa II. Die Gemeinde Boxberg positioniert sich laut SZ v. 12.02 gegen die Ausweitung der einer Schutzzone für Vögel auf dem LMBV-Bärwalder See: „Boxberg lehnt größere Naturschutzzone ab“. „Neue schwimmende Häuser legen an“ lautete dagegen die Überschrift der LR am
29.02., d.h. weitere floating homes werden den Bärwalder See im Laufe des Jahres bereichern.

 

März 2020

„Kupferschatz in Halden“ heißt es bei der MZ v. 02.03. zum neuen Anlauf, aus LMBV-Halden des Kupfererzbergbaus im Mansfelder Land z.B. wertvolle Metalle zu gewinnen oder diese anderen Nutzungen wie z.B. als PV-Anlagenstandorte zu überführen. Eine Studie belege laut LR v. 02.03. die Möglichkeiten auch der LMBV-Bergbaufolgeseen als Option für Floating Solar-Kraftwerke – zunächst sei dies aber regionalplanerisch vorzubereiten, bevor es heißen kann: „Solarstrom von Lausitz-Seen“. „Gefühlte Erdbeben bei Groß Lübbenau“ bewegen die Anrainer am LMBV-Tagebau Seese-Ost, wo mit schonender Sprengverdichtung eine Innenkippe durch die Bergbausanierer gesichert wird, so die LR v. 03.03.2020. Die LVZ vermeldet am 09.03. bezüglich des Wirtschaftsweges
um den Bockwitzer See „Risse im Asphalt werden immer größer“. Die LMBV kündigte für anstehende Sanierungsarbeiten eine Sperrung an. Am 11.03. berichtet die SäZ über „Uferumgestaltungen am Geierswalder See“ und erläutert die Ufersicherungen der LMBV unterhalb des Leuchtturm-Hotels. Die LR zieht am 17.03. nach: „Geierswalder See bleibt Baustelle“.

Die LR nimmt am 14.03. ein futuristisches Gebäude in den Blick: Sedlitz bekommt Kanu-Landmarke“. Am 18.03. wird ebenda gemeldet; dass der „Senftenberger See ab April nutzbar“ wird. Am 19.03. wird unter „Flüsschen stützt Fluss“ über den LMBV-Beitrag aus der Reinigungsanlage Rainitza für die Schwarze Elster berichtet. Die LVZ zitiert am 19.03. unter „3D-Zeitreise zur See-Geschichte“ die geförderte Idee einer Darstellung des Störmthaler Sees. Im März sollte eigentlich eine Infoveranstaltung der LMBV zur Gestaltung der Gösel stattfinden, die coronabedingt gestrichen werden musste, wie die LVZ am 23.03. bedauert. Die LR erklärt am 25.03. ihren Lesern, dass (die) „See-Sanierung blockt Nutzung“ und untersetzt, dass die laufenden Arbeiten der LMBV auf und am Großräschener See noch Vorrang haben. "Wir können kein Wasser herbeizaubern“ – so die Überschrift der SZ vom 30.03. zur pausierenden Flutung in der Lausitz. Dagegen gibt es „Edle Tropfen von der Tagebaukante“ laut LVZ v. 30.03., wo über die 1.300 Rebstöcke am Störmthaler See gesprochen wird.

 

April 2020

Die MZ hat am 01.04. wieder die zur Veräußerung anstehenden „Flachhalden (der LMBV) im Blick“. Dagegen: „Am Senftenberger See werden die Sperrschilder abgebaut“, teilt die LR am selben Tag mit. „Still ruht der Bärwalder See“ erklärt die SZ die Corona-Auswirkungen bei Boxberg am Bergbaufolgesee der LMBV. Der Corona-Tod des StararchitektenMichael Sorkin, der als  „Baumeister“ in den 90er Jahren auch in Leipzig aktiv war, lässt die LVZ Anfang April titeln: „Erfinder des Leipziger Neuseenlandes an Covid-19 gestorben“. Am Geiseltalsee der LMBV gäbe es nun einen weiteren „Platz an der Sonne“, so die MZ über eine neue
Beherbergungsmöglichkeit in Oechlitz. Die LR würdigt am 02.04., dass die LMBV Wort gehalten habe: „Senftenberger See ohne Bagger-Pontons“. Die SZ schildert am 03.04. über die Vorbereitungen der LMBV von Einsatz- und Löschwasserentnahmestellen unter „Planungen für …Kalkschiffe“.

„Kleine Restlochkette jetzt am Netz“, so informiert die LR am 04.04. über das fertiggestellte LMBV-Ablaufsystem vom Bergheider See bis Grünewald. Die SZ sagt am 04.04. ein „Sonniges Wochenende am Berzdorfer See“ voraus, wo vor allem die Corona-geplagten Görlitzer erwartet werden. Die LVZ weist darauf hin, dass „Die Parkplätze weiter dicht“ an den Südraum Bergbaufolgeseenseen seien. „Rostiger Nagel steht an Großbaustelle“ bzw. „Neue Brücke im Lausitzer Seeland“ schildern Lausitzer Zeitungen am 07.04. Die MZ fragt am selben Tag hinsichtlich der Wassersportler „Was darf man noch auf der Goitzsche?“. Die SZ schildert ähnlich am 08.04.: “Autozufahrten zum Berzdorfer See gesperrt“, um eine Abstandsgebots-Einhaltung zu erreichen. „Wir halten die Sperrung der Zufahrten für falsch“, so die SZ drei Tage später. Auch der „Strand des Scheibesees (sei) gesperrt“, erklärt die LR am 11.04. ihren Lesern.


Kaufmännischer Kapitän verlässt zum Jahresende das Deck des Unternehmens

Tätigkeit von Geschäftsführer Dr. Hans-Dieter Meyer in der LMBV endet zum Jahresende

Senftenberg. Der langjährige kaufmännische Geschäftsführer der LMBV,
Dr. Hans-Dieter Meyer, scheidet zum Jahresende aus dem Unternehmen aus.
Die LMBV dankt Dr. Meyer für die über viele Jahre gezeigte
Leistungsbereitschaft und Führung und wünscht alles Gute für die nächste
Lebensetappe.

Der Lauchhammeraner stand dem Bergbausanierer seit 2008 in dieser
Funktion vor und hat die verschiedenen Unternehmungen seit 1990 mit
großem Engagement mitgestaltet. Hans-Dieter Meyer wurde 1957 in der
Stadt Lauchhammer geboren und wuchs in der Lausitz auf. Nach einem
Studium der Volkswirtschaft in Berlin promovierte er dort 1985 und
arbeitete im Anschluss in Bergbauunternehmen.

Nach 1990 wurde er u. a. zum Kaufmännischen Geschäftsführer der
Braunkohlenveredlung Lauchhammer sowie der Sanierungsgesellschaft
Lauchhammer berufen. Seit 1997 war er zunächst als Bereichsleiter
Einkauf, Verkauf, Materialwirtschaft und seit 2001 als Bereichsleiter
Controlling/Finanzen – jeweils mit Prokura ausgestattet – in der LMBV
tätig. Im Jahr 2007 nahm er darüber hinaus die Aufgaben eines
kaufmännischen Geschäftsführers der Gesellschaft zur Verwertung und
Verwahrung stillgelegter Bergwerke Sondershausen, einer damaligen
Tochtergesellschaft der LMBV, wahr.

Kienbaum Consultants International GmbH haben im November 2020 den
Auftrag übernommen, einen „Kaufmännischen Geschäftsführer (m/w/d)“ für
die LMBV zu suchen. In der veröffentlichten Stellenbeschreibung heißt es
u.a.: „Die komplexen Aufgaben in der Bergbausanierung, des
Wassermanagements, der Gestaltung des Landschaftswandels, der
Folgenutzung und der Flächenvermarktung werden die LMBV noch lange
fordern. Entsprechend zukunftsorientiert sind auch die
kaufmännisch-administrativen Prozesse des Unternehmens zu steuern. Als
öffentliche Zuwendungsempfängerin ist die LMBV den besonderen
Gegebenheiten öffentlicher Unternehmen unterworfen.“

Weiter wird betont: „Das Spannungsfeld zwischen sicheren und
nachhaltigen Lösungen einerseits und Kosteneffizienz andererseits
balanciere“ der oder die Gesuchte „in der Rolle aktiv aus“. Die
Organisation einer Ingenieurgesellschaft mit ihren rund 700
Beschäftigten an drei Standorten führe der künftige Geschäftsführer
gemeinsam mit dem Technischen Geschäftsführer. Er oder sie „befähige und
motiviere die Mitarbeitenden für die Aufgaben in Gegenwart und Zukunft.
Nach außen vertrete“ er/sie „die LMBV gegenüber Politik, Verwaltung,
Öffentlichkeit, Medien sowie sonstigen Stakeholdern.“ In seiner
Zuständigkeit liegen:

  • die Aufstellung, Einreichung und Umsetzung des Wirtschaftsplans
  • die Bewirtschaftung von Zuwendungsmitteln
  • Buchführung, Inventar, Controlling, Rechnungswesen und
    Jahresabschluss nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden
    handelsrechtlichen Vorschriften
  • die Vergabe von Aufträgen nach den einschlägigen vergaberechtlichen Vorschriften
  • die Führung der Ressorts Personalwesen, Justitiariat, Flächenmanagement

Erwartet werden u.a.:

  • ein erfolgreich abgeschlossenes Hochschulstudium (z. B.
    Master/Diplom/Staatsexamen in Volkswirtschaftslehre,
    Betriebswirtschaftslehre, Rechtswissenschaften oder einem vergleichbaren
    Studiengang)
  • mehrjährige Berufserfahrung mit Führungsverantwortung in der öffentlichen Verwaltung oder in öffentlichen Unternehmen
  • langjährige berufliche Erfahrung in der Regional- und
    Strukturpolitik sowie Förderpraxis, bevorzugt mit Blick auf die Länder
    Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen
  • tiefe Kenntnisse des Haushaltsrechts und der Haushaltssystematik des
    Bundes und der Länder; solide Kenntnisse der einschlägigen gesetzlichen
    Vorschriften (insbesondere des Handels- und Vergaberechts)
  • langjährige Erfahrung in der Zusammenarbeit mit öffentlichen
    Verwaltungen und politischen Gremien, bevorzugt im Bund-Länder-Kontext

Kenntnisse im Immobilienmanagement seien von Vorteil, heißt es
abschließend in der Ausschreibung, die bis zum 31.12.2020 läuft. Mehr
unter www.kienbaum.de


Gestandener Bergmann Domnowski nimmt Abschied vom aktiven Berufsleben

Sanierungsbereichsleiter Kali-Spat-Erz Jörg Domnowski geht in die Ruhephase der Altersteilzeit

Führungskräftetagung 2020 der LMBV in Tauchritz am Berzdorfer See.

Senftenberg | Sonderhausen. Zum 31. Dezember 2020 wechselt der
Sanierungsbereichsleiter Kali-Spat-Erz Jörg Domnowski in die Ruhephase
der Altersteilzeit.

Vor mehr als 42 begann Jörg Domnowski nach dem Abitur sein
Arbeitsleben im Kaliwerk Bleicherode. Nach Armee und Studium an der
Verkehrshochschule „Friedrich List“ in Dresden war er im Schachtbau
Nordhausen und später wieder im Kaliwerk Bleicherode als
Transporttechnologe und im Investitionsbereich tätig.

Mitte 1990 war Jörg Domnowski in der neu gebildeten Kali Südharz AG
in die schwierige Umstrukturierung der ostdeutschen Kaliindustrie
eingebunden und wechselte Ende 1991 in den Liegenschaftsbereich. Nach
der Verschmelzung der Kali Südharz AG auf die GVV im Jahre 1993 führte
er seine Tätigkeiten in diesem Aufgabengebiet fort.

Von 2004 bis 2016 war er Abteilungsleiter und hat auch den Prozess
der Verschmelzung der GVV auf die LMBV im Jahr 2014 aktiv mitgestaltet.

Seit Oktober 2016 führte Jörg Domnowski mit Erfolg den
Sanierungsbereich Kali-Spat-Erz mit rund 90 direkt bzw. indirekt
zugeordneten Mitarbeitern und ist hier maßgeblich an der Ausrichtung des
Bereiches für die bevorstehenden z.T. noch sehr langwierigen Aufgaben
in der Verwahrung der ehemaligen untertägigen Bergwerke und ihren
Hinterlassenschaften beteiligt.

Die LMBV dankt ihm für die Leistungsbereitschaft und wünscht alles Gute für die nächste Lebensetappe.


Hochbau der Wasserbehandlungsanlage bei Plessa schreitet weiter zügig voran

Mehrere Baukräne für Hochbauten der künftigen Behandlungsanlage im Einsatz

Plessa
LMBV-Baustelle WBA Plessa

Senftenberg/Plessa. Der Hochbau für die bei Plessa entstehende Wasserbehandlungsanlage (WBA) geht weiterhin zügig voran.

Benötigten die Teilnehmenden am Spatenstich Anfang Juli dieses Jahres
noch einiges an Vorstellungsvermögen, ist mittlerweile der Aufbau der
zukünftigen Anlage deutlich zu erkennen. Fast alle Fundamente der
Gebäude und Anlagen sind gelegt.

Auch Gebäude nehmen immer mehr Gestalt an. So werden bereits die
Wände des Betriebsgebäudes errichtet. Auch die Bewehrung und Schalung
des Maschinenhauses, der Schlammentwässerung sowie des Gebäudes zur
Energieversorgung befinden sich in Arbeit. Zudem ist die Lage der drei
großen Sedimentationsbecken sowie der kleineren Becken zur
Schlammeindickung deutlich erkennbar.

Die Wehranlage, über die das Wasser des Floß- und Hammergrabens in
die WBA Plessa geleitet wird, nimmt ebenfalls immer mehr Gestalt an. So
wurde auf Seiten des Hammergrabens die Bodenplatte betoniert. Auch die
Flügelwände zur Umleitung des Floßgrabens sind ausgeschalt. Die
Verschalung der Wände für die Wehranlage sowie deren Bewehrung sind in
Arbeit.

Grund für den Bau der rund 4,5 Hektar großen Anlage ist der Schutz
der Schwarzen Elter vor einem Eiseneintrag aus Floß- und Hammergraben.
In der dreistraßigen Anlage werden künftig bis zu 1,6 Kubikmeter Wasser
behandelt. Der pH-Wert wird dadurch von circa drei auf 6,5 bis 8,5
angehoben. Die Eisenfracht soll dadurch von durchschnittlich 60 mg/l auf
unter drei mg/l reduziert werden.

Von der Planung bis zum Regelbetrieb der Wasserbehandlungsanlage
Plessa sind 80 Millionen Euro veranschlagt. Das voraussichtliche Bauende
ist für Ende 2022 anvisiert. Danach folgt ein einjähriger Einfahr- und
Probebetrieb.

Fotos: Steffen Rasche für LMBV