Grundwassermodell Lausitz: Instrument für eine zukunftsgerichtete Wasserbewirtschaftung

Cottbus. Das länderübergreifende Planungsinstrument "Grundwassermodell Lausitz" (GWM Lausitz) soll einen Beitrag zur nachhaltigen Bewältigung der Folgen des Braunkohleausstiegs und zur Unterstützung des Strukturwandels in der Lausitz leisten. Bei einer Informationsveranstaltung in Cottbus wurden am 17. November 2025 vor mehr als 240 Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Bergbau, Verwaltung und Verbandswesen die Ziele des Projekts erläutert.

Die Tagung brachte Beteiligte des Vorhabens aus den zuständigen Landesministerien und den Geologischen Diensten der Bundesländer Brandenburg und Sachsen sowie der Projektkoordination mit Fachleuten aus der Hydrogeologie zusammen. In Vorträgen und Diskussionsforen erörterten die Expertinnen und Experten Fragestellungen zu den zentralen Anforderungen an das künftige Grundwassermodell. Thematisiert wurden die Ausgangslage und Aufgabenstellung für die anstehende Grundwassermodellierung, einzelne Planungsschritte in der fachlichen Zusammenarbeit sowie Umfang und Qualität der zu erhebenden Daten für den Aufbau und Betrieb des Grundwassermodells im Untersuchungsgebiet.

In seiner Begrüßung hob der Präsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Prof. Dr. Ralph Watzel, die Bedeutung des Projekts hervor: "Der Ausstieg aus der Kohleverstromung und der damit verbundene Strukturwandel wirken sich erheblich auf den Wasserhaushalt der Lausitz aus. Für eine zukunftsgerichtete Grundwasserbewirtschaftung in der Region sind länderübergreifende Maßnahmen erforderlich, die vom Bund im Rahmen des Projekts ›Grundwassermodell Lausitz‹ maßgeblich unterstützt werden. Als nationaler geologischer Dienst von Deutschland bringt die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe die notwendige Fachkompetenz mit, um das anspruchsvolle Vorhaben zu koordinieren."

Der Leiter des zur BGR gehörenden Forschungs- und Entwicklungszentrums Bergbaufolgen (FEZB), Prof. Dr. Christoph Neukum, betonte in seinem Vortrag: "Ein solch großes Grundwassermodell mit den geplanten wasserwirtschaftlichen Zielen aufzubauen, ist eine echte Herausforderung. Die Fülle der vorliegenden geologischen Daten, kombiniert mit der Vielzahl laufender wasserwirtschaftlicher Maßnahmen, die gleichermaßen berücksichtigt werden müssen, macht die Bearbeitung zeitaufwändig. Mit dem Modell werden neue Maßstäbe sowohl in der Modellierung als auch im Grundwassermanagement gesetzt."

Die Leiterin des Referats Bergbauwassermanagement, Flussgebietsbewirtschaftung im Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL), Dr. Christin Jahns, unterstrich in ihrem Vortrag: "150 Jahre Bergbau in der Region haben den natürlichen Wasserhaushalt der Lausitz tiefgreifend verändert. Das betrifft nicht nur das Grundwasser, sondern auch die Oberflächengewässer. Mit dem vereinbarten Kohleausstieg bis 2038 steht die Region vor einem Wendepunkt, bei dem die Wiederherstellung eines sich weitgehend selbst regulierenden Wasserhaushalts von zentraler Bedeutung ist. Wasser ist eine der wichtigsten Ressourcen und ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Alltags. Im Zuge des wirtschaftlichen Transformationsprozesses muss daher eine sichere und nachhaltige Wasserversorgung für Bevölkerung, Industrie und Umwelt gewährleistet werden."

Als Leiter der begleitenden Bund-Länder-Arbeitsgruppe und Leiter des Referats Hochwasserschutz, Wasserhaushalt Lausitz im Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz (MLEUV) des Landes Brandenburg hob Simon Henneberg die konstruktive und zielführende Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten hervor: "Um die zukünftigen Herausforderungen in der Lausitz zu meistern, gilt es, die gute Zusammenarbeit zwischen Brandenburg als Unterlieger und Sachsen als Oberlieger in der Lausitz und seinen Flusseinzugsgebieten fortzuführen. Das Grundwassermodell Lausitz ist ein gelungenes Beispiel, wie gemeinsam mit Sachsen und dem Bund unter hohem Zeitdruck wichtige Grundlagenarbeiten für die anstehenden komplexen Fragestellungen umgesetzt werden."

Beim Grundwassermodell Lausitz handelt es sich um ein Grundwasserströmungsmodell, das Fließpfade, Fließgeschwindigkeiten und Grundwassermengen berechnet. Das Modell baut auf den verfügbaren geologischen und geophysikalischen Daten auf und setzt sich aus einem geologisch-hydrogeologischen Strukturmodell, einem Grundwasserströmungsmodell sowie einem Bodenwasserhaushaltsmodell zusammen. Die Bergbauunternehmen in der Lausitz sind fachlich eingebunden und Ergebnisse und Erkenntnisse aus ihren bereits bestehenden Regionalmodellen werden berücksichtigt. Das Untersuchungsgebiet für das Grundwassermodell Lausitz umfasst 10.265 Quadratkilometer, wovon sich knapp zwei Drittel auf brandenburgischem und gut ein Drittel auf sächsischem Gebiet befinden. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund neun Millionen Euro, die zu 70 Prozent vom Bund und zu 30 Prozent von den Ländern Brandenburg und Sachsen finanziert werden. (BGR)

Weiterführende Informationen:

Symbolfotos von Gernot Menzel und Dr. Uwe Steinhuber


Technische Herausforderungen gemeistert: Wasserbehandlungsanlage Plessa läuft im Probebetrieb

Senftenberg/Plessa. Nach baulich bedingten Verzögerungen ist die Wasserbehandlungsanlage Plessa Ende Oktober 2025 in den dreimonatigen Probebetrieb gegangen. In dieser Anlage sollen künftig eisenhaltige Wässer gereinigt und so die Schwarze Elster vor Eisenhydroxidschlamm und Verockerung geschützt werden.

Undichtigkeiten in den so genannten Reaktionsbecken der Anlage und die Zulieferung wesentlicher Spezialbauteile hatten zum Verzug geführt. „Uns ist es mit einem Kraftakt aller Beteiligten gelungen, die Anlage in den Probebetrieb zu überführen“, so Torsten Safarik, Kaufmännischer Geschäftsführer der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV).

Mit dem Probebetrieb werden die Funktionsweise und die Steuerungstechnik der Wasserbehandlungsanlage Plessa nach einem genauen Fahrplan schrittweise in Betrieb genommen und getestet, um die Anlage für den späteren Regelbetrieb einzufahren.

Bis heute - und auch während der gesamten Errichtungszeit der WBA - dient insbesondere das vorgelagerte LMBV-Restloch 112 mittels dosierter Kalkzufuhr der Eisenminderung der aus dem Norden zufließenden Wässer. Damit war vor der Inbetriebnahme und ist auch während des Probe- und Einfahrbetriebes die Wasserbehandlung des anströmenden eisenhaltigen Wassers gesichert. Dies wird in Abstimmung mit den Behörden fortgesetzt.

Die Wasserbehandlungsanlage Plessa schützt künftig die Schwarze Elster vor Eisenhydroxidschlamm und Verockerung.
Fotos: Dr. Uwe Steinhuber und Luftbild von Christian Horn


Baubeginn der Sickerstützscheibe am Südufer des Berzdorfer Sees

Senftenberg. Anfang November beginnt die LMBV mit einer weiteren Sanierungsmaßnahme am Berzdorfer See. Im Süden bzw. Südwesten des Sees, im Strandabschnitt „Blaue Lagune“, wird in die bestehende Böschung eine so genannte „Sickerstützscheibe“ eingebaut: eine Sickeranlage zur Entwässerung von Böschungen. Sie besteht aus einem in Falllinie abgetreppt ausgeführtem Schlitzgraben, der mit Schotter, Kies oder auch mit Einkornbeton verfüllt wird.

Ziel der Maßnahme ist, die Absenkung der Sickerlinie um ca. zwei Meter in der Böschung zur realisieren. Dadurch wird die Dauerstandsicherheit der Böschung hergestellt. Des Weiteren werden die vorhandenen Böschungsfußgräben ertüchtigt und zusätzliche Ableiter von der Berme bis zur Wasserlinie des Restsees errichtet.

Die Bauarbeiten werden bis ins Frühjahr 2026 dauern, der Rundweg an diesem Abschnitt ist in dieser Zeit gesperrt, eine Umleitung ist ausgeschildert.

Ausführendes Bauunternehmen ist die Steinle Bau GmbH. Die Baukosten belaufen sich auf ca. 1 Million Euro.

Hintergrund:

Der Berzdorfer See ist ein ehemaliger Braunkohletagebau, der zwischen 1946 und 1997 rund 305 Millionen Tonnen Rohbraunkohle lieferte. Der Abbau von Braunkohle begann im „Berzdorfer Becken“ jedoch bereits schon im ausgehenden 19. Jahrhundert in kleineren Gruben.

Die derzeitigen Sanierungsmaßnahmen durch die LMBV sind voraussichtlich mit die letzten bergbaulichen Tätigkeiten am See, der längst touristisch genutzt wird. Das Ende der Bergaufsicht und die Übertragung des Gewässers an den Freistaat Sachsen werden derzeit vorbereitet. Anfang des Jahres 2025 wurden bereits die Verträge über die vorzeitige Folgenutzung des Berzdorfer Sees zwischen der LMBV, der Stadt Görlitz sowie der Gemeinde Schönau-Berzdorf angepasst und unterzeichnet. Diese Verträge werden so auch nach der Übertragung des Gewässers ihre Gültigkeit behalten.

Foto: LMBV/Steffen Rasche (2024)


Staatssekretärin Barbara Meyer vom SMIL war zu einem Arbeitsbesuch beim Bergbausanierer LMBV

Senftenberg/Dresden. Am 17. Oktober 2025 besuchte Staatssekretärin Barbara Meyer vom Sächsischen Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung die LMBV. Sie wurde von Bernd Sablotny, Sprecher der Geschäftsführung, zu einem Arbeitsgespräch zu den vielfältigen Themen der Bergbausanierung am Sitz des Unternehmens empfangen. Gemeinsam mit dem Sanierungsbereichsleiter Lausitz, Gerd Richter, ging es im Anschluss auf eine Informationstour in das sächsisch-brandenburger Sanierungsgebiet.

Dabei stand das Fertigstellen der Restlochkette Sedlitz, Scado, Koschen und Meuro, das sind der Sedlitzer, der Partwitzer, der Geierswalder und der Großräschener See und die damit verbundenen Fragen im Mittelpunkt. Ziel der LMBV ist es, bis zum 31. Juli des kommenden Jahres alle wesentlichen noch ausstehenden Sicherungs- und Ausrüstungsarbeiten vollendet zu haben, um gemeinsam mit den Landesregierungen von Sachsen und Brandenburg diese Bergbaufolgeseen und die verbindenden Kanäle frei geben zu können. Dieser wichtige Tag für die Braunkohlesanierung wird schon heute unter dem Motto „Fünf Seen – ein Verbund“ gemeinsam mit der Region vorbereitet.

Wichtige Stationen der Befahrung waren die geplanten und im Bau befindlichen Destinationen in Brandenburg sowie der Standort des zukünftigen Schiffsanlegers und Hafens am Partwitzer See. Auch wurde die Umrüstung der Wehre erörtert. Um ein attraktives Segel- und Hausbootrevier im Kerngebiet der Restlochkette zu schaffen, müssten noch drei Brücken, eine am sächsischen Barbarakanal, zu beweglichen Brücken umgebaut werden.

Barbara Meyer ist seit 1992 in verschiedenen Funktionen im Freistaat Sachsen tätig gewesen und wurde am 1. Juli 2022 zur Staatssekretärin im Staatsministerium für Regionalentwicklung des Freistaates Sachsen berufen. Weiterhin ist sie seit dem 19. Dezember 2024 Staatssekretärin im Sächsischen Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung.

Fotos: Dr. Uwe Steinhuber für LMBV


Erstmals brasilianische Delegation der Nationalen Bergbau-Behörde in der Lausitz zu Gast

Senftenberg/Dresden. Am 7. Oktober 2025 waren internationale Bergbau-Experten in der Lausitz bei der LMBV zu Gast. Zuvor hatte das United Nations University Institute for Integrated Management of Material Fluxes and of Resources (UNU-FLORES) gemeinsam mit dem Bergbausanierer LMBV zu einer zweitägigen Tagung mit einer anschließenden Exkursion zu aktuellen Sanierungsprojekten im Lausitzer Revier eingeladen. Sie wurden dort von Dr. Oliver Totsche und Jörg Schlenstedt begleitet.

Der Austausch stand unter dem Motto: „Bergbauhinterlassenschaften in Chancen verwandeln  - Turning Mining Legacies into Opportunities“. Am 6. Oktober 2025 präsentierten am Sitz der UNU-Flores in Dresden zunächst zahlreiche nationale und auch internationale Experten aus dem Bereich der Wiedernutzbarmachung Aspekte ihrer Arbeit. Neben der LMBV waren die Bergakademie Freiberg (TU BAF), die TU Dresden, die BTU Cottbus-Senftenberg und das Forschungsinstitut Bergbaufolgelandschaften (FIB) aus Finsterwalde präsent. Das Forschungszentrum für Nachbergbau (FZN) aus Bochum zeigte Beispiele und Projekte aus internationalen Kooperationen.

Nachwuchswissenschaftler von UNU-Flores berichteten von Forschungsansätzen aus ihren Heimatländern Indien, Süd-Korea und Ghana. Die brasilianische Delegation der Nationalen Bergbau-Behörde (ANM) - als Teil des Ministeriums für Bergbau und Energie (Brazilian Ministry of Mines and Energy, National Mining Agency) - präsentierte eindrucksvolle Zahlen der bergbaulichen Entwicklung der letzten hundert Jahre in Brasilien. Die Behörde wurde im Jahr 2021 gegründet mit der Aufgabe, die Wiedernutzbarmachung zu überwachen und die Nachnutzung von verlassenen Bergwerken zu organisieren.

Vorher war sie nur eine Abteilung des Ministeriums. In Brasilien ist die Pflicht zur Wiedernutzbarmachung noch nicht endgültig gesetzlich geregelt. Es besteht daher auch keine Pflicht, angemessene Rückstellungen zu bilden. Brasilien ist andererseits ein wichtiger internationaler Player im Bergbau, einige der weltweitgrößten Bergbaukonzerne haben dort ihren Sitz. Daneben gibt es aber auch zehntausende kleiner Bergbaubetriebe und aufgegebener Bergwerke. Die brasilianische Delegation war daher sehr an den Erfahrungen der LMBV zur Wiedernutzbarmachung interessiert. Die Delegation stand unter Leitung von Roger Romão Cabral, Director of ANM – DIRC/ANM.

Das FZN, unter Ihnen der Strategic Officer für Internationalization Dennis Pulimittathu und Direktor Ulrich Wessel, war bereits auf die LMBV für einen vertieften Austausch zu gekommen und nahm dankbar die Gelegenheit der Exkursion war. Das FZN als Teil der TH Georg Agricola hat den Anspruch, alle Kompetenzen zu bündeln, die für eine erfolgreiche und nachhaltige Nachbergbauzeit erforderlich sind. Sie sind damit direkt in die Transformationsprozesse des Ruhrgebiets und des auslaufenden rheinischen Braunkohlebergbaus eingebunden. Alle Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von der Vielfalt der Herausforderungen, vor der der Bergbausanierer LMBV steht. (UST)

"Bergbauhinterlassenschaften in Chancen verwandeln" war das Motto der Exkursion.
Prof. Alexey Alekseenko (UNU) und Jörg Schlenstedt (LMBV) begutachten gemeinsam den Kippenboden.
Fotos: Dr. Uwe Steinhuber | LMBV


60 Jahre Talsperre Spremberg an der Spree – LMBV als verlässlicher Partner zur Eisenminderung und bei Entschlammung gewürdigt

Bräsinchen. Das größte wasserwirtschaftliche Bauwerk Brandenburgs wurde am 8. Oktober 2025 laut 2025 laut Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MLEUV) genau 60 Jahre alt.

Ab 1958 wurde in sieben Jahren Bauzeit quer durch das Durchbruchstal der Spree ein 3.700 Meter langer Erdstaudamm errichtet. Seit ihrer Inbetriebnahme am 8. Oktober 1965 ist die Talsperre Spremberg Teil eines Speichersystems im oberen Einzugsgebiet der Spree, wehrt Hochwasser ab und dient der Wasserversorgung bei Niedrigwasser.

„Der Bau war eine technische Meisterleistung, die innovatives Denken von den damaligen Wasserbauingenieuren erforderte. Um den schwierigen Baugrund und die herausfordernden Grundwasserverhältnisse in den Griff zu bekommen, musste der Untergrund sicher abgedichtet werden. Zu diesem Zweck wurde das Joosten-Verfahren zur Verfestigung der Böden weiterentwickelt. Viele der für diesen Staudamm entwickelten technischen und konstruktiven Lösungen waren wegweisend und gaben Impulse für die Forschung und Weiterentwicklung des Talsperrenbaus“, so Dirk Ilgenstein, Präsident des Landesamtes für Umwelt (LfU) bei einer Feierstunde vor Ort im Pumpenhaus bei Bräsinchen.

Wasser-Abteilungsleiterin Anke Hermann vom Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg würdigte das gemeinsame Vorgehen von LfU und LMBV bei Verringerung der Eisenfrachten in der Spree. Die vielfältigen umgesetzten Maßnahmen griffen bereits und würden durch weitere Vorhaben, wie eine geplante Dichtwand am Speicher Lohsa II, schrittweise weiter von der LMBV ergänzt. Dafür werde sich das MLUEV weiter engagieren, auch bei den Verhandlungen zum Folgeabkommen für die Braunkohlesanierung ab 2028. „Der Bergbausanierer leiste mit der jährlichen Beräumung der Vorsperre Bühlow  einen wesentlichen Beitrag dazu, dass das Spreewasser die Talsperre in klarem Zustand verlässt“, so der LfU-Präsident.

Ursprünglich gab die Wasserversorgung der Braunkohlekraftwerke den entscheidenden Anlass für den Bau der Talsperre. Auch der Hochwasserschutz und die zusätzliche Bereitstellung von Wasser in Trockenzeiten förderten seinerzeit die Entscheidung. Aus heutiger Sicht war dies eine sehr vorausschauende Entscheidung. Der Klimawandel verschärft mit höheren Temperaturen, stärkerer Verdunstung und geringeren Abflüssen das Niedrigwasserproblem. Extremwetterlagen mit Starkniederschlägen sowie langanhaltende Regenereignisse erhöhen das Hochwasserrisiko. Die Talsperre Spremberg muss für all diese Fälle vorbereitet sein. Deshalb findet hier - bei laufendem Betrieb - eine umfassende Generalsanierung statt. Seit dem Jahr 2005 setzt das Land Brandenburg, unterstützt von der Europäischen Union und dem Bund, umfangreiche finanzielle Mittel dafür ein.

Mit dem Bau der Talsperre entstand die größte Wasserfläche der Niederlausitz außerhalb der Teichlandschaften. Die Freizeitnutzungen wurden immer bedeutender: Camping, Baden, Segeln, Angeln, Radfahren und Vogelbeobachtung. Es gibt zu jeder Jahreszeit gute Gründe für einen Besuch der Talsperre, die aufgrund ihrer einzigartigen Natur im Jahr 2004 als Naturschutzgebiet ausgewiesen wurde. Das Gebiet ist ca. 1.000 Hektar groß – bereits 259 Vogelarten wurden dort schon gezählt.

 

Die Talsperre Spremberg in Zahlen (Quelle LfU):

Hydrologie

 

Einzugsgebiet

2,281 km²

Jahresabflusssumme

390.000.000 m³

   

Staudamm – das Absperrbauwerk

 

Länge der Dammkrone:

3.700 m

Höhe der Dammkrone:

12 m

Breite der Dammkrone:

5 m

   

Staubecken

 

Höchster möglicher Stau

94,15 m. ü. NN

Stauziel (Dauerstau)

92,00 m. ü. NN

Gesamtstauraum

38,47 Mio. m³

Hochwasser-Rückhalteraum

17,40 Mio. m³

Betriebsraum

21,06 Mio. m³

Speicherfläche (max.)

8,99 km²

   
Blick über die Talsperre Spremberg (2025)
Fotos: Dr. Uwe Steinhuber und Luftbilder von Steffen Rasche


Fünf Seen — ein Verbund: Am 31. Juli 2026 ist “Stichtag” im Lausitzer Seenland

Senftenberg. Das Lausitzer Seenland verwandelt sich vom ehemaligen Bergbaurevier in ein Urlaubsparadies. Mit der Entstehung einer einzigartigen Wasserwelt wächst hier Europas größte künstliche Seenlandschaft heran. Einen bedeutenden Meilenstein erreicht die Region am 31. Juli 2026: Dann werden erstmals fünf schiffbare Seen durch Kanäle miteinander verbunden sein. Der vernetzte Seenverbund wird den Senftenberger, Geierswalder, Partwitzer, Sedlitzer und Großräschener See umfassen. Zusammen ergibt sich eine Wasserfläche von etwa 5.300 Hektar zum Bootfahren.

„Wir als Bergbausanierer haben in den vergangenen Jahren alle zuständigen Akteure und Behörden der Region an einen Tisch geholt, um unser Ziel zu erreichen: Die Verbindung aller fünf Seen nächstes Jahr. Wir blicken mit Enthusiasmus und Vorfreude auf den 31. Juli nächsten Jahres“, so Bernd Sablotny, Geschäftsführer der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH.

Kathrin Winkler, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Lausitzer Seenland e.V. freut sich: „Mitten im Sommer 2026 heißt es Leinen los für ausgedehnte Bootstouren über fünf Seen. Die Freigabe markiert einen wichtigen Schritt für die Weiterentwicklung des Wassertourismus im Lausitzer Seenland. Die vernetzten Seen im Herzen der Region bieten neue Perspektiven für die Erholung und Freizeitgestaltung und stärken die Wettbewerbsfähigkeit unserer Region. Von dieser Entwicklung werden Urlauber, Einwohner und die Tourismuswirtschaft profitieren.“

Schon heute können Freizeitkapitäne über den Koschener Kanal vom Senftenberger See zum Geierswalder See und über den Barbara-Kanal weiter zum Partwitzer See fahren. Neu hinzukommen ab nächstem Jahr drei schiffbare Kanäle: Der Sornoer Kanal verbindet den Geierswalder See mit dem Sedlitzer See, der Rosendorfer Kanal den Partwitzer See mit dem Sedlitzer See und der Ilse-Kanal den Sedlitzer See mit dem Großräschener See.

Künftig sollen auch Fahrgastschiffe auf dem freigegebenen Seenverbund kreuzen und Besucher auf dem Wasserweg durch die Region führen. Aktuell liegt mit der „Wilden Ilse“ im Hafen Großräschen ein geeignetes Fahrgastschiff bereit. Die Zweckverbände Lausitzer Seenland Brandenburg und Sachsen planen, ein bis zwei weitere Ausflugsschiffe anzuschaffen und diese durch einen externen Betreiber bewirtschaften zu lassen.

Ziel ist es, ein attraktives Angebot für Einheimische und Gäste zu schaffen und die Nutzung der Seenlandschaft zu stärken. Interessierte Unternehmen oder Organisationen sind eingeladen, ihre Interessenbekundung bis zum 7. November 2025 an den Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg per E-Mail an verbandsleitung@zv-lsb.de zu richten.

Fotos: LMBV/Christian Horn und Steffen Rasche (Luftbild)


Sanierung B 97/S 130: LMBV eröffnet Bürgerbüro in der Gemeinde Spreetal

Senftenberg/Spreetal. Im Beisein des Bauamtsleiters von Spreetal, Jens Wündrich und des Ortsvorstehers von Burghammer, Uwe Lüders, hat die LMBV ein Bürgerbüro in der Gemeinde eröffnet. Mit dem Büro schafft die LMBV die Möglichkeit, sich auf kurzem Wege über die geplante Sanierung der B 97 und der Zufahrtstraße S 130 zu informieren und Gespräche zu betroffenen Grundstücken zu führen. Das angemietete Bürgerbüro befindet sich im Mehrzweckgebäude Burghammer, in dem auch die Freiwillige Feuerwehr beheimatet ist. Gern werden dort Gesprächstermine für  interessierte Bürger nach Anmeldung vergeben.

„Die dringend erforderliche Sicherung der B 97/S 130 ist für uns ein ebenso wichtiges wie umfangreiches Projekt. Mit Abschluss der Vorplanung werden die Konturen der Sanierungsmaßnahme deutlicher. Insbesondere die Flächeneigentümer wollen wir frühzeitig darüber informieren, in welcher Weise Flächen betroffen sein werden“; erläutert Steffen Kowalick, zuständiger Projektmanager bei der LMBV. Zugleich erhielten die Spreetalerinnen und Spreetaler die Möglichkeit, sich über die anstehenden Maßnahmen zu informieren. „Ich freue mich, dass wir mit Unterstützung des Dorfclubs Burghammer ein Büro in unmittelbarer Nähe der Komplexmaßnahme einrichten konnten“, fügt er hinzu.

Erste sichtbare Aktivitäten im Zusammenhang mit der Sanierungsmaßnahme wird es im vierten Quartal 2025 geben. Dabei handelt es sich um Holzungs- und Rodungsarbeiten zur Vorbereitung eines Testfeldes nördlich der S 130 zwischen der B 97 und Burgneudorf. Das Testfeld soll Erkenntnisse darüber liefern, wie das technische Vorgehen gewählt werden muss, damit die eigentliche Sicherung ebenso gründlich wie zügig durchgeführt werden kann. Die Ergebnisse des Testfeldes fließen in den Genehmigungsantrag für die komplexe Sanierungsmaßnahme ein. Mit einem Beginn der Maßnahme rechnet die LMBV weiterhin nicht vor Anfang der 2030er Jahre. Mit dem Testfeld sind keine Straßensperrungen verbunden.

Auf einer Länge von ca. drei Kilometern verläuft die B 97 zwischen Spremberg und Hoyerswerda auf instabilen Kippenböden des einstigen Tagebaus Brigitta. Dieser Streckenabschnitt ist geotechnisch gefährdet. Zur dauerhaften Sicherung ist eine grundlegende Sanierung zwingend erforderlich.

Eigentümer betroffener Grundstücke werden direkt von der LMBV angeschrieben und zu Gesprächen eingeladen. Die wichtigsten und aktuellen Informationen zum Stand der Planung finden sich zudem auf der Projektwebsite www.b97-sanierung.de. (KHM)

Fotos: LMBV/Gernot Menzel/Steffen Rasche


Großes Interesse am Tag der offenen Baustelle in Altdöbern

Senftenberg/Altdöbern. Am 20. September 2025 öffnete die Baustelle am Restloch Greifenhain in Altdöbern ihre Zäune für die Öffentlichkeit. Über 200 interessierte Bürger, darunter zahlreiche Anwohner der umliegenden Ortschaften, nutzten die Gelegenheit, einen exklusiven Blick in den sonst gesperrten Bereich zu werfen und sich vor Ort über die Fortschritte der Sanierung zu informieren.

Ein besonderes Highlight des Tages war die Möglichkeit, Fahrten in den Sperrbereich zu unternehmen, die alle ausgebucht waren. Unter fachkundiger Führung konnten die Besucher erleben, wie die Arbeiten zur geotechnischen Grundsicherung am künftigen See voranschreiten.

An drei Stationen informierte die LMBV gemeinsam mit ihren Sanierungspartnern der Metzner GmbH und ECOSOIL Ost GmbH die Bürger über die aktuell durchgeführten Bautätigkeiten und Sanierungsmaßnahmen.

Im Fokus standen dabei die Arbeiten der Rütteldruckverdichtung im Bereich Altdöbern, die dazu dienen die gekippten Böschungen zu stabilisieren. Zudem wurde die Massengewinnung mittels Schürfkübel erklärt. Der Boden der ufernahen Bereiche wird gewonnen, um im Hinterland Tieflagen zu verfüllen und diese geotechnisch zu sichern. Die Maßnahmen sollen Mitte 2026 abgeschlossen sein. Weiterführend folgen dann noch u.a. die Oberflächenverdichtung und Endprofilierung der Böschungen und die Beräumung der Vorländer und Bäume im Wasser bis in die 30er Jahre.

Die wasserbauliche Ufersicherung des Restpfeilers Pritzen wird in 2026 beginnen. Die Sanierung des Kliffs mittels Steinschüttungen erfolgt auf einer Strecke von etwa anderthalb Kilometern um die Halbinsel.

„Dem Bergbausanierer war es mit dem Baustellentag ein Anliegen, den Bürgern einen tieferen Einblick in die Dimensionen des Großprojektes am Restloch Greifenhain zu gewähren und die komplexen Sanierungsabläufe verständlich zu erklären“, so der verantwortliche LMBV-Projektmanager Tobias Kienz. Neben den Baustellenführungen standen Infostände der beteiligten Firmen für alle interessierten Gäste bereit.

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Historie:

Die bergbauliche Geschichte begann nördlich des Dörfchens Greifenhain, zwischen Cottbus und Senftenberg gelegen, mit dem Aufschluss des gleichnamigen Tagebaus im Jahr 1936. Der Nachbartagebau Gräbendorf folgte 1981. In beiden Gruben zusammen wurden hier insgesamt rund 335 Millionen Tonnen Rohbraunkohle aus der Erde geholt.

Als 1994 der Tagebau Greifenhain stillgelegt wurde, übernahm die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) die verantwortungsvolle Aufgabe, die stillgelegten Gruben zu sanieren und zu rekultivieren.

Der Tagebau Greifenhain diente seit 1936 den „Anhaltinischen Kohlenwerken“ als Ersatz für die Brückentagebaue der Lausitz und war nach 1949 der modernste Tagebau der DDR. Das geplante Abbbaufeld Greifenhain war insgesamt ca. 50 Quadratkilometer groß, wovon aber nur 22 Quadratkilometer ausgekohlt wurden.

Eckdaten zum Restloch Greifenhain:

  • Fremdflutung: 1998 bis 2007
  • Seefläche derzeit: ca. 860 ha
  • Seefläche Flutungsende: 960 ha
  • Seetiefe: 60,7 m (nach Flutungsende)
  • Oberer Endwasserstand: 82,4 m NHN
  • Derzeitiger Flutungsstand: 79,23 m NHN
  • Eigenaufgang derzeit: 60 bis 70 cm im Jahr

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Fotos: LMBV/Gernot Menzel


Flutungszentrale Lausitz besteht ein Vierteljahrhundert: Veränderte Aufgaben und Umbenennung in WBLR

Senftenberg/Lichterfeld. In einer Feierstunde am 22. September 2025 wurde das fünfundzwanzigjährige Bestehen der Flutungszentrale Lausitz bei der LMBV (FZL) auf dem Bergheider See im Aquaforum gewürdigt. Die Geschäftsführung der LMBV hatte dazu Wegbegleiter und Partner eingeladen.

Bernd Sablotny, Sprecher der Geschäftsführung der LMBV, betonte aus diesem Anlass, dass „die Flutungszentrale ein wichtiger und unverzichtbarer Steuerer der Flutungsprozesse von mehr als zwanzig Lausitzer Bergbaufolgeseen der LMBV in den zurückliegenden Jahren war“ und bedankte sich bei den FZL-Mitarbeitenden und allen Beteiligten, die die Flutungszentrale mit ihrer täglichen Arbeit unterstützen.

Die Gründung der Flutungszentrale Lausitz (FZL) im September 2000 markierte einen Meilenstein in der wasserwirtschaftlichen Sanierung der Lausitzer Bergbauregion. Durch die enge Zusammenarbeit von LMBV und Ländern entstand eine Institution, die in ihrer Art einzigartig ist. Ihre vorrangige Aufgabe war es, die Flutung der entstehenden Bergbaufolgeseen fachlich fundiert, zentral und länderübergreifend zu steuern und zu koordinieren.

Nach 25 Jahren gemeinsamer Anstrengungen haben inzwischen die meisten LMBV-Seen ihren unteren Endwasserstand erreicht. Daher liegt die Kernaufgabe der Flutungszentrale zunehmend in der Bewirtschaftung der Bergbaufolgeseen und der Flussgebiete im Lausitzer Revier. Um diesem Umstand künftig Rechnung zu tragen, wird die Flutungszentrale nun in „Wasserbewirtschaftungszentrale Lausitzer Revier (WBLR)” umbenannt.

Im Rahmen einer Feierstunde am 22. September 2025 hat die Geschäftsführung zusammen mit den Mitarbeitenden der Flutungszentrale auf einem solarbetriebenen Konferenzboot am Bergheider See bei Lichterfeld die Umbenennung vorgenommen. Zusammen mit langjährigen Partnern und Mitstreitern wurde dort der Blick auf das Wirken dieser kleinen Organisationseinheit und ihre besondere Stellung innerhalb der LMBV geworfen.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Organisationseinheiten ist die Flutungszentrale nicht nur für eine effektive Sanierung, sondern auch für einen funktionierenden Wasserhaushalt in den von uns beeinflussten Flussgebieten verantwortlich. Beides erfordert komplexe Berechnungen, zeitlich exakt abgestimmte Steuerungen sowie fundierte Anlagenkenntnis und praktische Betriebserfahrung. Durch die enge interne Abstimmung und intensive Vernetzung mit den Behörden und regionalen Bewirtschaftern ermöglicht die Flutungszentrale praxisgerechte und vorausschauende Bewirtschaftungsentscheidungen.

Für die Mitarbeitenden der Flutungszentrale kommt zu ihren ohnehin anspruchsvollen Aufgaben derzeit eine weitere hinzu. Die gestiegenen Anforderungen durch den sich immer stärker zeigenden Klimawandel in Verbindung mit dem bevorstehenden Kohleausstieg sowie die enge Vernetzung mit den staatlichen Bewirtschaftern der Bundesländer, dem Landesamt für Umwelt (LfU) und der Landestalsperrenverwaltung (LTV), machen eine komplette softwaretechnische Neuaufstellung der Wasserbewirtschaftung innerhalb der LMBV erforderlich. Da es dafür keine Standardsoftware gibt, sind umfangreiche Anpassungen und Neuentwicklungen erforderlich.

Hintergrund:

Die Komplexität des Flutungsgeschehens in der Lausitz erforderte besondere Aufmerksamkeit. Die vielfältigen Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen den Niederschlagsmengen, dem für die Flutung nutzbaren Dargebot in den Lausitzer Flusseinzugsgebieten von Spree, Lausitzer Neiße und Schwarzer Elster, den vielen Wassernutzern, den ökologischen Erfordernissen sowie den Sanierungs- und Baumaßnahmen an den zukünftigen Seen machten eine spezifische Form der Organisation der Steuerung und Kontrolle des Flutungsgeschehens notwendig.

Deshalb wurde am 14. September 2000 die Flutungszentrale Lausitz bei der LMBV als länderübergreifende Schnittstelleneinheit gegründet. Das Betrachtungsgebiet erstreckt sich dabei vom Süden, den Quellgebieten der Spree und Schwarzen Elster sowie in der Neiße vom Berzdorfer See, bis zum Norden nach Fürstenwalde/Spree vor Berlin.

Die bisherige FZL der LMBV in Senftenberg hat derzeit fünf Mitarbeiter und wird von Maik Ulrich geleitet. Im Leitstand an der Knappenstraße 1 laufen täglich über eine Million Messwerte von ca. 4.400 Messstellen der wasserwirtschaftlichen Anlagen auf. Es werden von hier 18 Ein- und zwölf Auslaufbauwerke, 47 Pumpstationen, 65 Wehranlagen und 13 Überleitungkanäle gesteuert und überwacht.

Bereits 17 größere Bergbaufolgeseen der LMBV in der Lausitz haben 2025 ihren unteren Zielwasserstand erreicht. Für 7 weitere größere Lausitzer Gewässer steht dies in den kommenden Jahren an. Der bergbaulich entstandene LMBV-Absenkungstrichter von etwa 7,0 Mrd. Kubikmeter in der Lausitz ist bereits zu ca. 90 Prozent wieder aufgefüllt, dies entspricht etwa 6,4 Mrd. Kubikmeter. Beim Wiederauffüllen gingen rund 2,4 Mrd. Kubikmeter in die Restlöcher und etwa 4,0 Mrd. Kubikmeter in das Grundwasser.  (UST)

Fotos: LMBV/Gernot Menzel