Kaufmännischer Kapitän verlässt zum Jahresende das Deck des Unternehmens

Tätigkeit von Geschäftsführer Dr. Hans-Dieter Meyer in der LMBV endet zum Jahresende

Senftenberg. Der langjährige kaufmännische Geschäftsführer der LMBV,
Dr. Hans-Dieter Meyer, scheidet zum Jahresende aus dem Unternehmen aus.
Die LMBV dankt Dr. Meyer für die über viele Jahre gezeigte
Leistungsbereitschaft und Führung und wünscht alles Gute für die nächste
Lebensetappe.

Der Lauchhammeraner stand dem Bergbausanierer seit 2008 in dieser
Funktion vor und hat die verschiedenen Unternehmungen seit 1990 mit
großem Engagement mitgestaltet. Hans-Dieter Meyer wurde 1957 in der
Stadt Lauchhammer geboren und wuchs in der Lausitz auf. Nach einem
Studium der Volkswirtschaft in Berlin promovierte er dort 1985 und
arbeitete im Anschluss in Bergbauunternehmen.

Nach 1990 wurde er u. a. zum Kaufmännischen Geschäftsführer der
Braunkohlenveredlung Lauchhammer sowie der Sanierungsgesellschaft
Lauchhammer berufen. Seit 1997 war er zunächst als Bereichsleiter
Einkauf, Verkauf, Materialwirtschaft und seit 2001 als Bereichsleiter
Controlling/Finanzen – jeweils mit Prokura ausgestattet – in der LMBV
tätig. Im Jahr 2007 nahm er darüber hinaus die Aufgaben eines
kaufmännischen Geschäftsführers der Gesellschaft zur Verwertung und
Verwahrung stillgelegter Bergwerke Sondershausen, einer damaligen
Tochtergesellschaft der LMBV, wahr.

Kienbaum Consultants International GmbH haben im November 2020 den
Auftrag übernommen, einen „Kaufmännischen Geschäftsführer (m/w/d)“ für
die LMBV zu suchen. In der veröffentlichten Stellenbeschreibung heißt es
u.a.: „Die komplexen Aufgaben in der Bergbausanierung, des
Wassermanagements, der Gestaltung des Landschaftswandels, der
Folgenutzung und der Flächenvermarktung werden die LMBV noch lange
fordern. Entsprechend zukunftsorientiert sind auch die
kaufmännisch-administrativen Prozesse des Unternehmens zu steuern. Als
öffentliche Zuwendungsempfängerin ist die LMBV den besonderen
Gegebenheiten öffentlicher Unternehmen unterworfen.“

Weiter wird betont: „Das Spannungsfeld zwischen sicheren und
nachhaltigen Lösungen einerseits und Kosteneffizienz andererseits
balanciere“ der oder die Gesuchte „in der Rolle aktiv aus“. Die
Organisation einer Ingenieurgesellschaft mit ihren rund 700
Beschäftigten an drei Standorten führe der künftige Geschäftsführer
gemeinsam mit dem Technischen Geschäftsführer. Er oder sie „befähige und
motiviere die Mitarbeitenden für die Aufgaben in Gegenwart und Zukunft.
Nach außen vertrete“ er/sie „die LMBV gegenüber Politik, Verwaltung,
Öffentlichkeit, Medien sowie sonstigen Stakeholdern.“ In seiner
Zuständigkeit liegen:

  • die Aufstellung, Einreichung und Umsetzung des Wirtschaftsplans
  • die Bewirtschaftung von Zuwendungsmitteln
  • Buchführung, Inventar, Controlling, Rechnungswesen und
    Jahresabschluss nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden
    handelsrechtlichen Vorschriften
  • die Vergabe von Aufträgen nach den einschlägigen vergaberechtlichen Vorschriften
  • die Führung der Ressorts Personalwesen, Justitiariat, Flächenmanagement

Erwartet werden u.a.:

  • ein erfolgreich abgeschlossenes Hochschulstudium (z. B.
    Master/Diplom/Staatsexamen in Volkswirtschaftslehre,
    Betriebswirtschaftslehre, Rechtswissenschaften oder einem vergleichbaren
    Studiengang)
  • mehrjährige Berufserfahrung mit Führungsverantwortung in der öffentlichen Verwaltung oder in öffentlichen Unternehmen
  • langjährige berufliche Erfahrung in der Regional- und
    Strukturpolitik sowie Förderpraxis, bevorzugt mit Blick auf die Länder
    Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen
  • tiefe Kenntnisse des Haushaltsrechts und der Haushaltssystematik des
    Bundes und der Länder; solide Kenntnisse der einschlägigen gesetzlichen
    Vorschriften (insbesondere des Handels- und Vergaberechts)
  • langjährige Erfahrung in der Zusammenarbeit mit öffentlichen
    Verwaltungen und politischen Gremien, bevorzugt im Bund-Länder-Kontext

Kenntnisse im Immobilienmanagement seien von Vorteil, heißt es
abschließend in der Ausschreibung, die bis zum 31.12.2020 läuft. Mehr
unter www.kienbaum.de


Gestandener Bergmann Domnowski nimmt Abschied vom aktiven Berufsleben

Sanierungsbereichsleiter Kali-Spat-Erz Jörg Domnowski geht in die Ruhephase der Altersteilzeit

Führungskräftetagung 2020 der LMBV in Tauchritz am Berzdorfer See.

Senftenberg | Sonderhausen. Zum 31. Dezember 2020 wechselt der
Sanierungsbereichsleiter Kali-Spat-Erz Jörg Domnowski in die Ruhephase
der Altersteilzeit.

Vor mehr als 42 begann Jörg Domnowski nach dem Abitur sein
Arbeitsleben im Kaliwerk Bleicherode. Nach Armee und Studium an der
Verkehrshochschule „Friedrich List“ in Dresden war er im Schachtbau
Nordhausen und später wieder im Kaliwerk Bleicherode als
Transporttechnologe und im Investitionsbereich tätig.

Mitte 1990 war Jörg Domnowski in der neu gebildeten Kali Südharz AG
in die schwierige Umstrukturierung der ostdeutschen Kaliindustrie
eingebunden und wechselte Ende 1991 in den Liegenschaftsbereich. Nach
der Verschmelzung der Kali Südharz AG auf die GVV im Jahre 1993 führte
er seine Tätigkeiten in diesem Aufgabengebiet fort.

Von 2004 bis 2016 war er Abteilungsleiter und hat auch den Prozess
der Verschmelzung der GVV auf die LMBV im Jahr 2014 aktiv mitgestaltet.

Seit Oktober 2016 führte Jörg Domnowski mit Erfolg den
Sanierungsbereich Kali-Spat-Erz mit rund 90 direkt bzw. indirekt
zugeordneten Mitarbeitern und ist hier maßgeblich an der Ausrichtung des
Bereiches für die bevorstehenden z.T. noch sehr langwierigen Aufgaben
in der Verwahrung der ehemaligen untertägigen Bergwerke und ihren
Hinterlassenschaften beteiligt.

Die LMBV dankt ihm für die Leistungsbereitschaft und wünscht alles Gute für die nächste Lebensetappe.


Hochbau der Wasserbehandlungsanlage bei Plessa schreitet weiter zügig voran

Mehrere Baukräne für Hochbauten der künftigen Behandlungsanlage im Einsatz

Plessa
LMBV-Baustelle WBA Plessa

Senftenberg/Plessa. Der Hochbau für die bei Plessa entstehende Wasserbehandlungsanlage (WBA) geht weiterhin zügig voran.

Benötigten die Teilnehmenden am Spatenstich Anfang Juli dieses Jahres
noch einiges an Vorstellungsvermögen, ist mittlerweile der Aufbau der
zukünftigen Anlage deutlich zu erkennen. Fast alle Fundamente der
Gebäude und Anlagen sind gelegt.

Auch Gebäude nehmen immer mehr Gestalt an. So werden bereits die
Wände des Betriebsgebäudes errichtet. Auch die Bewehrung und Schalung
des Maschinenhauses, der Schlammentwässerung sowie des Gebäudes zur
Energieversorgung befinden sich in Arbeit. Zudem ist die Lage der drei
großen Sedimentationsbecken sowie der kleineren Becken zur
Schlammeindickung deutlich erkennbar.

Die Wehranlage, über die das Wasser des Floß- und Hammergrabens in
die WBA Plessa geleitet wird, nimmt ebenfalls immer mehr Gestalt an. So
wurde auf Seiten des Hammergrabens die Bodenplatte betoniert. Auch die
Flügelwände zur Umleitung des Floßgrabens sind ausgeschalt. Die
Verschalung der Wände für die Wehranlage sowie deren Bewehrung sind in
Arbeit.

Grund für den Bau der rund 4,5 Hektar großen Anlage ist der Schutz
der Schwarzen Elter vor einem Eiseneintrag aus Floß- und Hammergraben.
In der dreistraßigen Anlage werden künftig bis zu 1,6 Kubikmeter Wasser
behandelt. Der pH-Wert wird dadurch von circa drei auf 6,5 bis 8,5
angehoben. Die Eisenfracht soll dadurch von durchschnittlich 60 mg/l auf
unter drei mg/l reduziert werden.

Von der Planung bis zum Regelbetrieb der Wasserbehandlungsanlage
Plessa sind 80 Millionen Euro veranschlagt. Das voraussichtliche Bauende
ist für Ende 2022 anvisiert. Danach folgt ein einjähriger Einfahr- und
Probebetrieb.

Fotos: Steffen Rasche für LMBV


Fast 60 Mio. Kubikmeter zur Flutung in der Lausitz für Bergbaufolgeseen 2020 abgenommen

LMBV stellte aus Wasserreinigungsanlagen rund 41 Mio. Kubikmeter bisher in 2020 für die Vorflut in der Lausitz zur Verfügung

Senftenberg. Mehr als 58 Mio. Kubikmeter wurden bisher aus den
Lausitzer Vorflutern durch die LMBV in die Bergbaufolgeseen des
Bergbausanierers eingeleitet, wie die LMBV-Flutungszentrale in ihrer
jüngsten Hochrechnung vom 10. Dezember 2020 ausweist.

Dabei wurden im Jahresverlauf rund 7 Mio. Kubikmeter ökologisch
verträglich aus der Neiße „abgezapft“. Hauptspender war die Spree mit
mehr als 39 Mio. Kubikmeter über den gesamten Jahresverlauf. Die
Schwarze Elster als dritter „Lieferant“ steuerte rund 12 Mio. Kubikmeter
insbesondere in den niederschlagsreichen Monaten des Jahres bei.

Auf der Abnehmer-Seite profitierten insbesondere das Speicherbecken
(SB) Bärwalde mit rund 20 Mio. Kubikmeter im Jahresverlauf. In das SB
Dreiweibern, auch als Dreiweiberner See bekannt, flossen 2020 bisher
rund 5,6 Mio. Kubikmeter. Das zum Verbund-Wasserspeichersystem Lohsa II
gehörige SB Burghammer nahm etwa 6,6 Mio. Kubikmeter auf.

Neben dem Partwitzer See mit 6 Mio. Kubikmeter wurde auch der
Geierswalder See mit etwa 7 Mio. Kubikmeter im Laufe des Jahres
versorgt. Der Großräschener See wurde mit ca. 1,6 Mio. Kubikmeter
gestützt; rund 2 Mio. Kubikmeter gingen in den Gräbendorfer See. Rund 6
Mio. Kubikmeter wurden in den Sedlitzer See eingeleitet.

Darüber hinaus stellte die LMBV aus den Grubenwasserreinigungsanlagen
Rainitza und Pößnitz jeweils ca. 18 Mio.m³ zur Stützung der Schwarzen
Elster bereit. Das Vorflutsystem Altdöbern/Greifenhain wurde mit ca. 5
Mio. m³ gestützt. Aus dem Speichersystem Lohsa II wurden über den
Bernsteinsee weitere 10 Mio.  Kubikmeter zur Niedrigwasseraufhöhung der
Spree ausgeleitet.


Angesichts Pandemieentwicklung wechselt Bergbausanierer vornehmlich in mobiles Arbeiten

Nur noch betriebsnotwendiges Schlüsselpersonal an LMBV-Standorten vor Ort

Senftenberg | Sondershausen | Leipzig. Angesichts der weiter steigenden 7-Tage-Inzidenz im Umfeld der LMBV-Standorte, das heißt die Zahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner, hat der LMBV-Krisenstab in enger Abstimmung mit den Betriebsräten am 11. Dezember 2020 festgelegt, dass LMBV-Mitarbeiter ab 14. Dezember 2020 vornehmlich in mobiles Arbeiten bzw. in Urlaub wechseln.

Dies bedeutet, dass bis einschließlich 12. Januar 2021 nur noch das Personal für betriebsnotwendige Prozesse und sogenanntes Schlüsselpersonal an den Standorten verbleibt. Der Großteil der 680 Mitarbeiter wechselt in ein mobiles Arbeitssystem. Die Baustellen in der Bergbausanierung - soweit möglich - und der Untertage-Verwahrung werden weiter betrieben und alle betriebsnotwendigen Anlagen betreut. Die bekannten Erreichbarkeiten des Unternehmens werden weiter sichergestellt.


Das Jahr 2020 ist ein besonderes Jahr – Gedanken zum Barbaratag

Senftenberg | Leipzig | Sondershausen. Bereits im Mittelalter gilt
die Heilige Barbara als Schutzpatronin der Bergleute. Sie erbaten von
ihr Schutz und Beistand vor den unheilvollen Gefahren ihrer Arbeit im
Berg und vor dem Leid und den Entbehrungen, was vielen
Bergarbeiterfamilien trotz der schweren Arbeit gegeben war.

Seit der Entwicklung des modernen Bergbaus im 18. Jahrhunderts werden
am Namenstag der Barbara, dem 4. Dezember, Andachten zu Ehren der
Heiligen Barbara gehalten. Seit ihrer Gründung vor 25 Jahren führt auch
die LMBV diese Tradition fort, am Barbaratag Bilanz über das Erreichte
ziehen, einen Ausblick auf die bevorstehenden Aufgaben zu geben und den
Beteiligten mit einem kräftigen Händedruck und einem Bergmannstrunk Dank
zu sagen.

In diesem Jahr kann die LMBV-Barbarafeier nicht stattfinden. Das ist
bedingt durch die Corona-Pandemie nicht möglich. Der Schutz der
Gesundheit und des Wohlergehens der Menschen steht im Vordergrund
unseres Handelns.

Wir bringen St. Barbara ein Glückauf

 

Wir bringen Sankt Barbara ein Glückauf,

wir Männer vom Schlägel und Eisen,

wir wollen bei fröhlichen Festes Lauf

die Heilige ehren und preisen.

 

Glückauf unser Gruß in des Berges Nacht,

wo des Mannes Mut sich kann zeigen;

Glückauf unser Gruß wenn der Frohsinn lacht

beim Klange der Becher und Geigen!

 

Glückauf unser Gruß in Freude und Leid

wenn hinab zur Teufe wir fahren,

dann mag Sankt Barbara, die fromme Maid,

zur glücklichen Schicht uns bewahren.

 

Sie möge behüten des Berges Hort,

daß der Schatz der Teufe sich mehre!

Sie segne das Werk im Streb und vor Ort,

dem Wasser und Wetter sie wehre!

 

Daß fröhlich wir fahren hinab, hinauf,

laß fromm uns die Heilige preisen.

Wir bringen Stankt Barbara ein Glückauf,

wir Männer von Schlägel und Eisen!

 

Gedicht des saarländischen Bergmannsdichters Adolf Groß

Quelle: Recherche von Hans-Jürgen Schmidt


Winterbaustellen im Lausitzer Sanierungsrevier laufen weiter — Winterkampf

Erster Schnee im Winter 20/21 behindert die Bergbausanierungsarbeiten nur wenig

Senftenberg/Klein Partwitz. Das LMBV-Brückenbauwerk für den künftigen
Überleiter 3a zwischen Neuwieser See und Blunoer Südsee nahe Klein
Partwitz gewinnt dank den Mitarbeitern der STRABAG trotz Null Grad
Umgebungstemperatur weiter an Gestalt.

Am 3. Dezember 2020 begannen weitere Betonarbeiten, die auch vom
ersten Schnee des Winters 20/21 nicht unterbrochen wurden. Dafür kamen
im Halbstundentakt Betonmischfahrzeuge zum Zuge, die eine mobile
Betonpumpe mit Material bedienten.

Auch an der LMBV-Baustelle am Altarm der Spree nahe der Ruhlmühle
liefen die Arbeiten der Fa. TWB und der LUG zum Errichten einer dritten
MWBA kontinuierlich trotz Frost und Schnee weiter. Ende des I. Quartals
2021 soll die Anlage zur Eisenminderung voraussichtlich in Betrieb
gehen.

Ebenso intensiv drehten sich am 03.12.2020 die Langarmbagger und
Greifer für den Ausbau der Kleinen Spree bei Burghammer, wie die
Fotoimpressionen zeigen – dem Wintereinzug zum Trotz.

Impressionen von den Arbeiten auf den LMBV-Baustellen mit Schnee F.: UST


MLUK: Mindestabflüsse an Spree und Schwarzer Elster wieder erreicht, so Ad hoc-AG

Bewirtschaftungsprozesse der wichtigen Lausitzer Vorfluter normalisieren sich

Cottbus. In ihrer vorerst letzten Sitzung stellten die Experten der
Ad-hoc-AG „Extremsituation“ am 23.11.2020 fest, dass seit Mitte Oktober
die Mindestabflüsse in der Spree eingehalten werden und die Talsperren
in Sachsen und Brandenburg aufgrund der seitdem gefallenen Niederschläge
über 50 Prozent gefüllt sind.

In der Schwarzen Elster führt der trockengefallene Abschnitt zwischen
Kleinkoschen und der Mündung der Rainitza wieder Wasser. Der Stauraum
des Speicherbeckens Niemtsch (Senftenberger See) konnte
ebenfalls zu fast 50 Prozent wieder aufgefüllt werden. Im Ergebnis der
Beratung der Ad-hoc-AG wurde festgelegt, dass die reguläre
Wasserbewirtschaftung in den Einzugsgebieten von Spree und Schwarzer
Elster prinzipiell wiederaufgenommen werden kann.

Spree

Im Oktober lagen die Niederschläge sowohl im sächsischen als auch im
brandenburgischen Einzugsgebiet der Spree deutlich über den
durchschnittlichen, mittleren Monatsniederschlägen. Die Zuflüsse zu den Talsperren Bautzen und Quitzdorf
stiegen entsprechend. Die Talsperre Bautzen ist aktuell zu knapp 60
Prozent gefüllt (Stand 18.11.2020). Der Betriebsraum der Talsperre
Quitzdorf steht zurzeit mit rund 31 Prozent zur Verfügung.

Der Wasserstand der Talsperre Spremberg stieg
aufgrund der weiterhin relativ hohen Zuflüsse von bis zu 11,5 Kubikmeter
pro Sekunde auf aktuell 91,28 Meter Normalhöhennull (NHN, Stand
23.11.2020). Die Talsperre Spremberg ist damit zu knapp 60 Prozent
gefüllt. Die Abgabe der Talsperre Spremberg verbleibt weiterhin auf 7,2
Kubikmeter pro Sekunde, da aufgrund von Baumaßnahmen an der Talsperre
Spremberg bis Ende Dezember ein Stauziel von 91,50 Meter NHN nicht
überschritten werden soll. Des Weiteren wurde im November begonnen im
Spreewald den Winterstau anzusteuern.

Zurzeit werden am Unterpegel Leibsch 10,4 Kubikmeter pro Sekunde und
am Pegel Große Tränke (Berlin) 11,7 Kubikmeter pro Sekunde gemessen,
damit werden die erforderlichen Mindestabflüsse in der Spree
überschritten. Sollten sich die Abflüsse in der Spree weiterhin stabil
verhalten, wird voraussichtlich auch bald wieder die Flutung des Cottbusser Ostsees
fortgesetzt werden können. Die einleitbaren Mengen legt das Landesamt
für Umwelt fest und passt diese je nach Wetter und Abfluss an die
Situation täglich an.

Schwarze Elster

Im Schwarze-Elster-Gebiet bewirkten die Niederschläge im Oktober,
dass zum einen der gesamte Verlauf der Schwarzen Elster wieder Wasser
führt und dass zum anderen in das Speicherbecken Niemtsch (Senftenberger
See) Wasser eingeleitet werden konnte. Der Wasserstand des Speicherbeckens Niemtsch
stieg auf 98,69 Meter NHN, das entspricht einem Füllstand von 48
Prozent. Durch die geringen Niederschläge im November sind die Abflüsse
in der Schwarzen Elster wieder gesunken. Zur Schonung des
Wasserdargebotes im Speicherbecken Niemtsch stützt zurzeit die LMBV-Grubenwasserreinigungsanlage Rainitza die Schwarze Elster.

Aufgrund der Entspannung der Niedrigwassersituation in den
Einzugsgebieten der Spree und Schwarzen Elster beendete die Ad-hoc-AG
„Extremsituation“ nun die Extrembewirtschaftung und formulierte weitere
Empfehlungen zur Wasserbewirtschaftung der Winterperiode. Vorsorglich
ist bereits eine Sitzung der Ad-hoc AG für Ende März 2021 zur
abschließenden Bewertung der Entwicklungen im Spree- und Schwarze
Elstergebiet anberaumt.

Alle Akteure der Wasserbewirtschaftung Sachsens, Berlins, Brandenburgs sowie der LMBV-Flutungszentrale Lausitz
arbeiten weiterhin gemäß den länderübergreifend abgestimmten
Bewirtschaftungsgrundsätzen eng zusammen. Diese Grundsätze geben Rang-
und Reihenfolge der Wasserbevorteilung im Spree- und
Schwarze-Elster-Gebiet vor. Die Mindestabflüsse und die Wiederauffüllung der Speicher zu sichern, hat dabei die höchste Priorität. Quelle: MLUK v. 25.11.2020 / redigiert


Bau der Behandlungsanlage Ruhlmühle ein Jahr nach Baustart weit vorangeschritten

Eisenminderungsanlagen der Bergbausanierer an der Spreeaue bis 2021 komplett

Senftenberg | Neustadt | Ruhlmühle. Die Bauarbeiten an der modularen Wasserbehandlungsanlage (MWBA) Ruhlmühle „biegen auf die Zielgerade ein“, so die LMBV-Zuständigen.

Durch bauzeitliche Anpassungen u.a. zum Schutz der Anlage gegen ein
100jähriges Hochwasser am Altarm der Spree waren nicht vorgesehene
Leistungen zusätzlich zu erbringen. Die Anlage sollte ursprünglich zum
Jahresende 2020 fertiggestellt und anschließend in die Bewirtschaftung
durch einen Betreiber überführt werden. Bedingt durch die COVID-19
Pandemie und damit verbundener Lieferengpässe bei (u.a. ausländischen)
Ausrüstungsherstellern haben sich zudem teilweise Bauleistungen zur
Errichtung der Anlage zeitlich etwas verschoben.

Weiterhin wurde aufgrund des anstehenden Wasserchemismus ergänzend
noch ein hilfreicher kathodischer Korrosionsschutz für die wesentlichen
Anlagenteile - zur Vermeidung von Materialdickenverlusten und den damit
einhergehenden Tragfähigkeitsverlusten – mit geplant. Auch diese
ergänzende Ausstattung der Anlage wird derzeit integriert. Diese
modulare Wasserbehandlungsanlage wird In Abhängigkeit der genannten
Ergänzungen und Einschränkungen aller Voraussicht nach Ende des 1.
Quartals 2021 in Betrieb genommen und in einen planmäßigen Probe- und
Einfahrbetrieb bis Ende Dezember 2021 überführt, an den sich ab Januar
2022 der Regelbetrieb anschließen soll.

Emsiges Geschehen auf der MWBA-Baustelle nahe der Spree-Ruhlmühle

Die MWBA Neustadt/Spree der LMBV wurde im November
2019 abgenommen und wird demgemäß seit ca. einem Jahr eingefahren. Bei
Eingangskonzentrationen von ca. 320 mg/L aus dem
Grundwasser-Abfanggraben Neustadt (Spree) reduziert die Anlage - mit
einem Wirkungsgrad von ≥ 90% - das behandelte Klarwasser auf
durchschnittlich 5 mg/L Eisen-gesamt als Ablaufwert in die Große Spree.
Die Anlage in Neustadt wird seit ihrer Fertigstellung dauerhaft, mit
saisonalen Schwankungen des zulaufenden Wassers, derzeit mit ca. 15 l/s,
aus dem Neustädter Graben, betrieben

Die MWBA Burgneudorf der LMBV musste im Jahr 2020 in
einem weiteren Nachjustierungsschritt verfahrenstechnisch optimiert
werden. Die Wasserbehandlungsanlage befindet sich derzeit bereits mit
einer der beiden Prozessstraßen wieder im Betrieb. Aufgrund der
Verdreifachung der Eisenkonzentration im Grundwasseranstrom zur Kleinen
Spreeaue, der Azidität sowie des Sauerstoffbedarfs bezüglich der zu
behandelnden Grundwässer, mussten die Reaktionscontainer der MWBA
umgebaut bzw. nachgerüstet werden. Die Anpassung betrifft chemisch die
Erhöhung der Neutralisations- und Oxydationsleistung (d. h. den
Kalkeintrag und die Belüftungsleistung), in Verbindung mit der
hydraulisch erforderlichen Erhöhung der Mischenergieerzeugung (zur
Kalklösung bei Trockendosierung) sowie der Turbulenzsteigerung (zur
Wasserumwälzung) in den Reaktionscontainern der modularen Anlage.

Diese verfahrenstechnischen Optimierungen werden voraussichtlich im
Dezember 2020 mit der Abnahme der Gesamtanlage, bestehend aus dem 10er
Brunnenriegel, den Rohrleitungssystemen zur Rohwasser-Überleitung und
Klarwasser-Ableitung sowie der fertiggestellten modularen,
containergestützten Wasserbehandlungsanlage nach ca. vier Jahren Bauzeit
abgeschlossen sein. Im Januar 2021 könnte dann die gesamte MWBA
Burgneudorf aufgrund der stark erhöhten Eisenabscheidung mit daraus
resultierenden Eisenhydroxidschlamm(EHS)-Anfall- bzw. Entsorgungsmengen
in einen dreischichtigen Einfahrbetrieb überführt werden.

LMBv-Eisenminderungsanlagen an der Spreeaue - hier im Überblick


Ausbau der Kleinen Spree — Wesentliche Arbeiten im Abschnitt III voraus. Ende 2020 fertig

5,4 km langer Streckenabschnitt der Kleinen Spree wird bis 2022 ertüchtigt

Ausbau der Kleinen Spree in Burgneudorf - Blick nach Norden

Senftenberg | Burgneudorf. Auf dem insgesamt ca. 5,4 km langen
Streckenabschnitt der Kleinen Spree, der sich in ca. drei gleich lange
Abschnitte (Abschnitt I; II und III) untergliedert, werden die
wesentlichen Flussausbaumaßnahmen im Abschnitt III voraussichtlich im
Jahr 2020 im Auftrag der LMBV von den Auftragnehmern fertiggestellt.

Dieser Abschnitt endet in Spreewitz mit der Einmündung in die Spree
und beginnt ca. 1,8 km stromauf an der Verkehrswegebrücke über die
Kleine Spree. In diesem Abschnitt befinden sich noch zwei Bereiche, in
denen Versorgungsleitungen für die Einhaltung von Mindestabständen der
herzustellenden Gewässersohle tiefergelegt werden müssen. Diese
Maßnahmen werden im Jahr 2020 begonnen und voraussichtlich im Jahr 2021
abgeschlossen. Zu diesem Leitungsbestand zählt die
Trinkwasserhaupt-Versorgungsleitung DN 600 bei Station 0+640 km und eine
Trinkwasserleitung bei Station 1+229 km.

Weiterhin erfolgen im Bauabschnitt II, der sich bis zur Brücke über
die Kleine Spree in Burgneudorf erstreckt, derzeit begleitende
Wegebaumaßnahmen und die Herstellung von Entwässerungsflächen für den
Aushub aus dem Flussausbau und der Voraushub für die
Gewässerprofilierung. Voraussichtlich wird dieser Flussabschnitt im 1.
Quartal 2022 fertiggestellt. In diesem Abschnitt befinden sich zwei
herzustellende Brückenbauwerke, zu denen gegenwärtig die
Planungsleistungen durchgeführt werden.

Der Flussausbau im Abschnitt I bis zur Kleine Spreebrücke in
Burghammer soll - aus heutiger Sicht - ebenfalls im Jahr 2022
fertiggestellt werden.