„Farbe statt Festakt“ – 25jähriges Jubiläum der LMBV steht im September an

Doch alle Feierlichkeiten und Events wurden Corona-bedingt abgesagt. Dafür heißt es nun „Gute Taten statt Feiern“

"Farbe statt Festakt" - Neuer Lok-Anstrich

Senftenberg. Der Bergbausanierer LMBV begeht in den kommenden Wochen
seinen 25. Geburtstag. Doch alle Feierlichkeiten und Events wurden
Corona-bedingt abgesagt. Dafür heißt es nun „Gute Taten statt Feiern“.

Dazu wurde beispielsweise das Erneuern des verblassenden
Farbanstriches einer ehemaligen LMBV-Grubenlok – ein Erinnerungsrelikt,
welches heute der Stadt Senftenberg gehört – unmittelbar an der B 96 am
Ortausgang der OSL-Kreisstadt unter dem Motto „Farbe statt Festakt“
veranlasst. Ursprünglich war im September 2020 in Berlin ein Festakt der
LMBV mit Bundesvertretern und den Ministerpräsidenten der ostdeutschen
Braunkohleländer geplant, der jedoch in der geplanten Form angesichts
der Coronapandemie nicht mehr so durchführbar war.

Zu den Aktivitäten rund um das 25jährige Jubiläum der LMBV gehören
das Erstellen einer Übersichts-Chronik, die einige wesentliche
Meilensteine der Bergbausanierung festhält, ebenso wie das Entwickeln
von 25 Lentikularkarten zu 25 ausgewählten Bergbaufolgeseen bzw.
Sanierungs- und Verwahrprojekten. Diese „Wackelkarten“-Motive machen den
vollzogenen Landschaftswandel in den Revieren auf eigene Art erlebbar.
Im Rahmen der Landesausstellung Brandenburg in Potsdam zum Tag der
Deutschen Einheit unter dem Leitmotto „Auf zu neuen Ufern“ wird auch ein
LMBV-Container mit großformatigen Orthofotos und Bildern vom
Strukturwandel in der Lausitz ab 5. September 2020 zu sehen sein.

Wer sich selbst einen Eindruck von den vielen Umbrüchen in den
ehemaligen Tagebaulandschaften machen will, dem sei auch die LMBV-Reihe
„Wandlungen und Perspektiven „an Herz“ gelegt. Hier sind bereits zweimal
25 Broschüren in den zurückliegenden Jahren erstellt worden, die fast
alle Tagebaugebiete in der Lausitz und in Mitteldeutschland
in Verantwortung der LMBV historisch aufgearbeitet und mit ihren
Entwicklungen darstellen. Die Septemberausgabe der Unternehmenszeitung „konkret
wird im „Format 5x5“ insbesondere Mitarbeiter zu Wort kommen lassen,
die bereits fünf, zehn, fünfzehn, zwanzig oder fünfundzwanzig für die
Firma aktiv sind.


Erfolgreich umgesetzte LMBV-Projekte


MDR-Dreh an Drainage-Baustelle auf Kippe an der B 97 bei Schwarze Pumpe bzw. Spreetal

Erweitern der Vertikaldrainagen (VD) an der B 97 in der Tempo-30-Zone bei Spreetal

Senftenberg | Spreetal. Auf Bitten des MDR-Sachsenspiegel drehte am
17. August 2020 ein MDR-Team unter Leitung von Rico Herkner an der
komplett gesperrten Bundestraße 97 vor Schwarze Pumpe.

Hier bringen Spezialisten der SGL Spezial- und
Bergbau-Servicegesellschaft Lauchhammer mbH und der holländischen
Subfirma Cofra Ground Improvement Specialist im Auftrag der LMBV mit
einem Spezialgerät tausende Meter Vertikaldrainagen in den Kippenboden
zu beiden Seiten des gesperrten Bundesstraßenabschnitts ein.

Zum Erhöhen der geotechnischen Sicherheit im Bereich der
Geschwindigkeitsbegrenzung der Bundesstraße 97 (Tempo-30-Zone) wird
zwischen dem Abzweig S 130 nach Burgneudorf und der Landesgrenze
Sachsen/Brandenburg (Ortslage Spreetal) an der Tieflage F die bestehende
Anlage aus Vertikaldrainagen mit weiteren Drainageelementen
ausgestattet, verlängert und auf der Nordostseite der B 97 durch eine
neue Anlage ergänzt. Langfristig ist zudem eine dauerhafte Sicherung
dieses B 97-Bereichs für den Grundwasserendstand durch abschnittsweisen
Ersatzneubau notwendig und vorgesehen.

Bisher haben die Bergbausanierer bereits mehr als 500 Löcher im Boden
mit den textilen Kunststoff-Wasserdruckableitern bis zu 15 Meter in den
unverdichteten Kippenboden gedrückt, so Abteilungsleiter Karsten
Handro. Insgesamt sollen alle 1.800 Vertikaldrainagen im Boden versenkt
sein. Diese Maßnahme dient dem funktionalen Erhalt der bereits
eingebauten Sicherungselemente und stellt eine mittelfristige Sicherung
dar. Weiterhin wurden umfangreiche Erkundungen im Untergrund des
Straßenkörpers der B 97 durchgeführt und ein System zur dauerhaften
Setzungsmessung an der B 97 installiert. (Stand 20.08.)

MDR-Dreh an der VD-Baustelle


Illegales Befahren eines Bergbaufolgesees und Insel-Campen unter Lebensgefahr

Unvorsichtige Paddler und leichtsinnige Camper mit Feuerwehrbooten ans Ufer begleitet


Senftenberg | Lohsa. 5 Personen und 2 Hunde wurden am 11.08.2020 auf
einer gesperrten und rutschungsgefährdeten Insel im LMBV-Speicherbecken
Lohsa II gesichtet. Da die ungesicherte Insel im Sperrbereich liegt,
wurden die Sperrbereichs-Verletzer von der Feuerwehr und der Polizei am
Vormittag des 12.08.2020 mit zwei Feuerwehrbooten an Land begleitet.
Berg- und Ordnungsbehörden wurden über den Vorfall informiert. Die
Kriminalpolizei ermittelt nun nach Medienberichten wegen
Landfriedensbruch. "Der Campingausflug dürfte nach Einschätzung der
Polizei den Personen außerdem teuer zu stehen kommen", so das
Hoyerswerdaer Tagesblatt in der Sächsischen Zeitung.

Schraffiert: Sperrbereich Lohsa II

Zur Historie der gewollt ungesicherten Inseln im Bergbau-Speicherbecken Lohsa II

Im Jahr 1984, nach über drei Jahrzehnten wurde der Tagebau Lohsa
stillgelegt, die beiden Förderbrücken außer Betrieb genommen und in den
Tagebau Bärwalde umgesetzt. Im Jahr 1984 wurde ein großer Teil an die
Nationale Volksarmee der DDR als militärisches Übungsgelände übergeben.
Mit dem Ende der DDR und der NVA war diese Nutzungsoption obsolet.

Das Erfordernis der Sanierung der im Urzustand hinterlassenen
Bergbaufolgelandschaft kam auf die Tagesordnung. Besondere Schwerpunkte
sind dabei Maßnahmen zur Schaffung eines ausgeglichenen Wasserhaushalts,
zur Herstellung der Standsicherheit der Böschungen, zur naturnahen
Gestaltung der Bergbaufolgelandschaft und zu deren Einbindung in das
regionale Umfeld. Darüber hinaus muss die Sanierung die Voraussetzungen
zur Erfüllung der künftigen wasserwirtschaftlichen Funktionen des
Speichers Lohsa II schaffen.

Durch die Flutung des Restlochs des ehemaligen Tagebaus Lohsa
entsteht der Wasserspeicher Lohsa II und damit ein neues
landschaftliches Element im Gebiet zwischen den Städten Hoyerswerda und
Weißwasser. Mit einer Wasserfläche von rund 1.081 Hektar, die in
Abhängigkeit von der Einstauhöhe schwankt, wird, entwickelt sich der See
zum bedeutendsten Bestandteil eines wasserwirtschaftlichen
Speichersystems. Im Ergebnis der Flutung der beiden ehemaligen Tagebaue
Lohsa und Dreiweibern wird der durch den Bergbau entstandene
Grundwasserabsenkungstrichter in diesem Raum maßgeblich wieder
aufgefüllt.

Seit 1997 wurde das Restloch des ehemaligen Tagebaus Lohsa im
Probestau bei Ende 2016 geflutet. Die Beendigung der Füllung des
Speicherbeckens hängt von den verfügbaren Niederschlagsmengen ab. Mit
Erreichung des unteren Stauziels erreichte der Speicher eine
Wasserfläche von rund 1.081 Hektar und mit 37 Mio. Kubikmeter Volumen
und befindet sich Einstauregime.

Um dies zu erreichen, waren in der Vergangenheit umfangreiche
Sanierungsmaßnahmen notwendig. Die Jahrzehnte währende Tagebautätigkeit
hat ein Gebiet hinterlassen, das in seiner Komplexität hohe
Anforderungen an die Sanierung durch die LMBV stellte. Mehr als zehn
Kilometer gekippte und 14 Kilometer gewachsene Böschungsbereiche umgaben
das Restloch Lohsa. Inmitten des Tagebaus lagerte die Innenkippe, die
vor 1984 durch die Abraumförderbrücke geschüttet und mit dem Anstieg des
Wasserstandes zu einer Insel mitten im ehemaligen Tagebau wurde.

Die Kippen bestanden aus Material der Tagebaue Lohsa, Scheibe und
Bärwalde und neigten durch die Sättigung mit dem aufsteigenden
Grundwasser zur Verflüssigung, d. h. zu plötzlichen Rutschungen. Aus
diesem Grund waren die Kippenflächen, die an die tiefliegenden
wassergefüllten Bereiche angrenzten, für die Öffentlichkeit gesperrt.
Zwei grundlegend verschiedene Varianten zur Sanierung der Innenkippe
wurden in Betracht gezogen. Die erste sah einen vollständigen Abtrag der
rund 300 Hektar großen Kippe bis zwei Meter unter den niedrigsten
Wasserstand vor. Die zweite setzte auf das Ausbaggern tiefer
Schutzgräben, um mit dem Anstieg des Wassers die „Kippeninsel“
abzuschotten.

Die Entscheidung fiel aus ökologischer, aber auch zeitlicher Sicht
zugunsten der zweiten Variante, da für erstere der Grundwasserspiegel
über Jahre hätte abgesenkt werden müssen, um den Großgeräten die nötige
Standsicherheit zu bieten. Die Notwendigkeit der Innenkippensanierung
wurde angesichts einer gewaltigen Rutschung im Jahr 2002, die große
Teile der Kippenlandschaft nachhaltig veränderte, deutlich. Ungefähr 30
Millionen Kubikmeter Erdmassen kamen dabei auf der Innenkippe, die
teilweise schon unter Wasser stand, in Bewegung. Bagger, die zu dieser
Zeit dort arbeiteten, wurden hochgehoben, während um sie herum alles
wegrutschte. Nach wenigen Minuten war das Schauspiel vorbei. Abgeknickte
Bäume und schwarze Spuren der nach oben gedrückten Erdmassen überzogen
das Gebiet.

Die Insel, zu der die Innenkippe durch das ansteigende Wasser
geworden war, wurde in der Folgezeit zu einem Vorranggebiet für Natur
und Landschaft erklärt. Der Schutzgraben zwischen der Insel und dem
„Festland“ ist später aus Sicherheitsgründen noch einmal vertieft
worden. Grundbrüche sind im Bereich der Innenkippe nach wie vor nicht
ausgeschlossen, was sich im Jahr 2011 erneut zeigte. Der Boden sank bei
diesem Ereignis auf einer Fläche von rund 800 mal 400 Metern um mehrere
Meter ein.

Auch an den gekippten Randböschungen des Tagebaus Lohsa und an der
Außenkippe Bärwalde, die im Osten an das Restloch angrenzt, waren durch
die LMBV umfangreiche Maßnahmen zur Sicherung zu realisieren. Um flache
und somit sichere Böschungen zu schaffen, wurden steile,
rutschungsgefährdete Abschnitte abgespült. Konnte eine flache
Böschungsneigung wegen der örtlichen Gegebenheiten nicht erreicht
werden, so wurde das Ufer mit Geotextilien und Steinen befestigt. In
grundwasserführenden Kippenbereichen kamen die Spreng- aber auch die
Rütteldruckverdichtung zum Einsatz, um sogenannte versteckte Dämme, die
ein Abrutschen der Kippenböschungen verhindern, herzustellen. Auf
Kippenflächen in der Nähe künftiger Uferzonen wurde die Trittsicherheit
mit Vibrationswalzen geschaffen.


Lob des Ministerpräsidenten für bisher Erreichtes im Lausitzer Strukturwandel

Steg-Projekt des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Brandenburg eingeweiht

Gemeinsam für das Seenland

Senftenberg | Kleinkoschen. Brandenburgs Ministerpräsident Dr.
Dietmar Woidke lobte anlässlich der Einweihung eines neuen Anlegers nahe
der Schleuse im Koschener Kanal am 7. August 2020 u.a. die LMBV für
ihre vielfältigen nachhaltigen Aktivitäten im Lausitzer Revier und das
gemeinsam mit vielen weiteren Akteuren bisher Erreichte im dem seit 1990
laufenden Strukturwandel rund um Senftenberg.

Zu dem Presse-Event des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Brandenburg
wurden neben dem Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg auch
Staatssekretär Dr. Frank Pfeil vom Sächsischen Staatsministerium für
Umwelt und Landwirtschaft sowie der Landrat des Landkreises OSL Siegurd
Heinze sowie BZ-Landrat Michael Harig und LMBV-Sanierungsbereichsleiter
Gerd Richter nebst weiteren Gästen begrüßt.

An dem bereits sehr beliebten Ausflugsziel der Schleuse im Koschener
Kanal ist es nun möglich, dass auch Bootsnutzer direkt vom Wasser aus
anhalten und die Infrastruktur des Schleusenhauses mit Gastronomie und
Toiletten besuchen können. Dafür hat der Zweckverband LSB mit
Finanzierung der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg
eine neue Anlegemöglichkeit für Boote am oberen Vorhafen geschaffen.

2013 war der von der LMBV errichtete Koschener Kanal als erster
schiffbarer Überleiter des Lausitzer Seenlandes in Betrieb genommen
worden. Mit dem Boot kann man seitdem von Brandenburg nach Sachsen und
umgekehrt fahren und dabei auch die Schwarze Elster unterqueren. Seit
einigen Jahren verkehrt mit der AquaPhönix auch ein Fahrgastschiff vom
Senftenberger zum Geierswalder See.

Die Zahl der Bootspassagen wächst kontinuierlich. Im ersten
Dienstjahr 2014 waren es rund 5.200 Boote, berichtete Norbert Noack,
Leiter Tourismus beim Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen. Im Jahr
2019 waren es dann schon 7.235 Boote. 2020 ist die bisher einzige in
Betrieb befindliche Schleuse des Seenlandes ebenfalls gut genutzt. Vom
Wasser aus sehen die Gäste, dass es hier eine funktionierende
Gastronomie gibt. Im Schleusengebäude des Zweckverbandes sind auch
öffentliche Toiletten vorhanden. Nur konnte man mit seinem Boot bislang
nicht sicher anlegen.

Daher wurde jetzt binnen eines Jahres für rund 80.000 Euro eine 33
Meter lange und zwei Meter breite Schwimmsteganlage mit drei
Fingerstegen zum Anlegen gebaut. Bis zu zehn Boote können hier
zeitgleich festmachen. Verwendet wurde vor allem witterungsbeständiger
Kunststoff. Wenige Tagen zuvor wurde bereits das insgesamt 50.000ste
Boot seit Bestehen des Koschener Kanals geschleust. Zur feierlichen
Einweihung der Anlegestelle wurde dieses Boot der Familie Dahl aus
Senftenberg erneut als offizielle „Erstanleger“ begrüßt.


Region: Kommunale Ausschreibung von Flächen zur touristischen Nutzung am Bärwalder See

Boxberg sucht Investoren für den Hotel- und Gastronomiebereich sowie den Freizeitsport und verkauft Grundstücke dazu

Boxberg. Im Boxberger Amtsblatt Nummer 7 | 2020 der Gemeinde
Boxberg/O.L. wurde ein Exposé einer öffentlichen Ausschreibung von
touristisch zu nutzenden Grundstücken (Beherbergung, Freizeitanlagen) am
Boxberger Ufer des größten Binnensees im Freistaat Sachsen
bekanntgemacht.

Mit seinen drei Sandstränden ist der LMBV-Bergbaufolgesee nicht nur
bei Badegästen, sondern auch bei Wassersportlern sehr beliebt. Zur
Steigerung der Attraktivität am Bärwalder See werden Investoren für den
Hotel- und Gastronomiebereich sowie den Freizeitsport gesucht. Die
Gemeinde stellt dafür geeignete Grundstücke zur Verfügung.

Der Verkehrswert der beiden Grundstücke liegt laut Gemeinde bei
250.770 € bzw. 175.200 €. Die Verkaufsobjekte liegen im Uferbereich von
Boxberg/O.L. Die kompletten Ausschreibungsunterlagen und auch konkrete
Angaben aus dem Bebauungsplan finden Sie unter folgendem Link der
ausschreibenden Gemeinde: https://www.baerwalder-see.eu/de/aktuelles/aktuelle-meldungen.html


Brandenburgs Wirtschaftsminister Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach bei LMBV zu Gast

Bergbausanierung bleibt ein wichtiger Bestandteil des Strukturwandels in der Lausitz

Senftenberg. Der Sprecher der Geschäftsführung der LMBV Bernd
Sablotny begrüßte am 29. Juli 2020 den Minister für Wirtschaft, Arbeit
und Energie des Landes Brandenburg, Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach,
persönlich zusammen mit dem LMBV-Sanierungsbereichsleiter Lausitz Gerd
Richter an der LMBV-Baustelle für den künftigen Sanierungsstützpunkt
bzw. des kommunalen Gewerbegebietes am Nordufer des Sedlitzer Sees. Dort
wurde der Minister über die vielfältigen Aspekte der Arbeit des
Bergbausanierers informiert.

Im Mittelunkt standen die Ufersicherungsarbeiten an dem
Bergbaufolgesee – bei noch sechs Meter unter dem künftigen
Zielwasserstand liegenden Seewasserspiegel. Der künftige Hallenstandort
für das Wasserbehandlungsschiff wurde ebenso vorgestellt. Die
Bürgermeister der Stadt Welzow und der Stadt Senftenberg informierten
über die städtischen Vorhaben im Lausitzer Seenland. Betont wurde die
Bedeutung und das Zusammenwirken von
Wiedernutzbarmachung/Bergbausanierung und regionalen Anliegen zur
wirtschaftlichen und touristischen Stärkung der Region für die Zeit nach
dem Bergbau und der bereits gelebte Strukturwandel seit Mitte 1990er
Jahre.

Der Minister ließ sich ebenfalls von der LMBV die Arbeitsweise des
derzeit auf dem Sedlitzer See arbeitenden Sanierungsschiffes „Klara“ bei
einer Inspektionsfahrt erläutern. Den Abschluss fand der Arbeitsbesuch
am Hafen der Stadt Senftenberg, die einen positiven Eindruck des von
Touristen und Einheimischen gut besuchten Bergbaufolgesees vermittelte. Fotos: Steffen Rasche und Dr. Uwe Steinhuber für LMBV

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Impressionen vom LMBV-Besuch


Lausitzer Bundestagsabgeordneter bei Bergbausanierer zu Arbeitsgespräch

MdB Dr. Klaus-Peter Schulze zu Gast bei LMBV-Geschäftsführer B. Sablotny

Senftenberg. Am 23.07.2020 weilte das Mitglied des Bundestages Dr. Klaus-Peter Schulze zu einem Arbeitsbesuch bei der LMBV. Er wurde vom Sprecher der Geschäftsführung, Bernd Sablotny und vom Sanierungsbereichsleiter Lausitz, Gerd Richter, empfangen. Der Abgeordnete und vormalige Bürgermeister der Stadt Spremberg begleitet die Bergbausanierung bereits seit vielen Jahren. Zu den beiderseits interessierenden Themen gehörten die Maßnahmen der LMBV zur Eisenminderung in der Spree ebenso wie die derzeitige Trockenheit in der Lausitz und die damit verbundene Wasserknappheit im Jahr 2020 sowie die Arbeit der Flutungszentrale der LMBV. Dr. Schulze wurde von der Mitarbeiterin Patricia Herrmann begleitet.

Neben dem persönlichen Kennenlernen war Klaus-Peter Schulze die Thematisierung des Lausitzer Wasserhaushaltes wichtig, denn dieser bereitet Schulze als Mitglied des Umweltausschusses große Sorgen. Die aktuellen Wassermengen vieler Bergbaufolgeseen oder auch der Spree hängen ganz entscheidend von der Einspeisung gehobenen Grubenwassers aus den Tagebauen ab. „Es muss also geklärt werden, wie der Wasserhaushalt in der Lausitz nach dem Kohleausstieg erhalten werden kann“, so Schulze. Nach seiner Auffassung sollten, wie auch bereits in Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern des Bundesumweltministeriums sowie des Umweltbundesamtes betont, "unbedingt die bereits bestehenden und gut funktionierenden Strukturen der LMBV in den Prozess des Erhalts des Wasserhaushaltes eingegliedert werden".

Der Lausitzer Politiker ist u.a. Ehrenbergmann der LMBV. Geboren wurde er am 3. Juli 1954 in Döbern, studierte von 1975 bis 1979 in Potsdam, machte dort seinen Abschluss als Diplomlehrer für Biologie und Chemie. Von 1979 bis 1982 war er Lehrer. 1982 bis 1985 erfolgte seine Aspirantur an der Zentrale für Wasservogelforschung der DDR zur Bearbeitung ethologischer Fragestellungen und 1985 seine Promotion zum Dr. rer. nat.. 1990 bis 1994 war er Amtsleiter und Dezernent im Landratsamt Spremberg, 1994 bis 2002 Beigeordneter des Landrates im Landkreis Spree-Neiße sowie von 2002 bis 2013 Hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt Spremberg. Seit 2013 ist das CDU-Mitglied Dr. Klaus-Peter Schulze Abgeordneter des Deutschen Bundestages für den Wahlkreis 64.


Aktuelle Luftbildaufnahmen von der Bergbausanierung aus dem Jahr 2020

Faszinierende Blicke auf die LMBV-Bergbaufolge-Landschaften im Osten Deutschlands

RDV-Bagger am RL Greifenhain - Kippenböschungsverdichten am Atdöberner See

Senftenberg/Leipzig/Sonderhausen. Im Auftrag der LMBV war in den Sommermonaten der Fotografenmeister Peter Radke erneut im Hubschrauber unterwegs, um Sanierungs- und Verwahrungsprojekte der Bergbausanierung in den Revieren abzulichten.

Dabei überflog der Fotograf u.a. die Pinge bei Altenberg, die Halden im Mansfelder Land wie auch die Rütteldruckverdichter am Gräbendorfer See oder den Seilbagger am Klinger See. Eindrucksvoll sind auch Bilder von den verschiedenen Bergbaufolgeseen, wobei einige bereits weit entwickelt und andere noch in der Sanierungs- und Flutungsphase sind. Ob es der Große Goitzschesee bei Bitterfeld, der Bischdorfer See bei Lübbenau, der künftige Ilsestrand am Großräschener See oder der Biedermeierstrand am Hayner Ufer und die Sportbucht am  Schladitzer See nördlich von Leipzig ist - sie alle sind Hingucker, Bergbaufolgeseen made by LMBV.

PS: Die berühmte Altenberger Pinge ist ein beeindruckendes Zeugnis der Bergbaugeschichte in Europa. Verursacht durch den Zusammenbruch von unterirdischen Grubenbauen entstand ein Einsturztrichter von beachtlichen Ausmaßen - etwa 400 Meter Durchmesser und 130 Meter Tiefe. 1545 und 1578 stürzten Teile des Grubenbaus ein, was zu mehreren Tagebrüchen führte. Trotzdem wurde der unkontrollierte Erzabbau bis zum großen Pingenbruch am 24. Januar 1620 fortgesetzt. Nach diesem Bruch schlossen sich die betroffenen Gruben zur »Zwitterstocks-Gewerkschaft« zusammen und bauten fortan die Bruchmassen ab. Erst nach 1990 endete der Zinnbergbau in Altenberg und fiel in die Verantwortung der GVV, heute LMBV.

Wohnbebauung an der Goitzsche
Verichtung der Inselufer im künftigen Cottbuser Ostsee
Windräder nahe des Bischdorfer Sees

LMBV-Luftbilder 2020 v. P. Radke


MLUK: Niederschläge helfen nur punktuell – weiterhin Niedrigwasser an Spree u. Elster

Länderübergreifende Ad-hoc-Arbeitsgruppe „Extremsituation“ kam am 20. Juli zum 21. Mal zusammen

Senftenberg. In der jüngsten länderübergreifenden Ad-hoc-Arbeitsgruppe „Extremsituation“, die diesmal in Senftenberg am 20.07.2020 zum 21. Mal zusammenkam, wurden länderübergreifend Maßnahmen abgestimmt, um den angespannten Abflussverhältnissen in den Einzugsgebieten von Spree und Schwarzer Elster zu begegnen. Das wechselhafte Wetter der letzten Wochen führte bisher nur lokal und kurzfristig zur Entspannung.

Daher muss weiterhin umsichtig mit den schwindenden Wasserreserven umgegangen werden. Doris Mischke, Leiterin der LMBV-Flutungszentrale, vertrat diesmal wieder die LMBV in diesem länderübergreifenden Arbeitsgremium - im Foto links.

FZL-Leiterin Doris Mischke

Situation an der Spree

Nachdem sich der Abfluss am Pegel Leibsch UP Anfang Juli noch stabilisierte, sanken die Abflüsse nach dem sommerlichen, zweiten Juliwochenende deutlich. Am 15. Juli konnte am Pegel Leibsch nur noch ein Abfluss von 0,32 Kubikmeter pro Sekunde verzeichnet werden. Um dieser kritischen Situation entgegenzuwirken wurden kurzfristig Fischaufstiegsanlagen und mehrere Spreeausleitungen verschlossen. Mit der schnellen Maßnahmenumsetzung durch die Gewässerunterhaltungsverbände verbesserten sich die Abflussverhältnisse am Ausgang des Spreewaldes wieder. Aktuell (20.07.2020) liegt der Abfluss am Pegel Leibsch UP bei 1,7 Kubikmeter pro Sekunde. Der mittlere Abfluss für den Monat Juli von 7,6 Kubikmetern pro Sekunde (Zeitreihe 1991-2017) wird weiter deutlich unterschritten. Die Niedrigwassersituation bleibt somit weiterbestehen.

Die Talsperre Spremberg erhielt in den vergangenen Wochen nur noch einen niedrigen Zufluss von etwa 6 Kubikmeter pro Sekunde. Zur Stützung des unteren Spreegebietes müssen jedoch weiter über 7 Kubikmeter pro Sekunde abgegeben werden. Der Wasserstand fällt daher täglich um 2 bis 3 Zentimeter und beträgt aktuell 90,89 Meter NHN (Normalhöhennull, Stand 20.07.2020). Das Absenkziel für den Monat Juli wurde somit bereits um 11 Zentimeter unterschritten.

Im Oberlauf der Spree und den sächsischen Zuflüssen bleibt die Niedrigwassersituation durch ausbleibende Niederschläge weiter sehr angespannt. Die Talsperre Bautzen ist aktuell noch zu 66 Prozent gefüllt, und es wurde mit der Niedrigwasseraufhöhung für Brandenburg begonnen. Die Talsperre Quitzdorf kann in diesem Jahr kein Wasser für das Niedrigwasseraufhöhen bereitstellen. Im Speicherbecken Bärwalde stehen noch 21 Prozent des Speichervolumens zur Verfügung. Das noch nutzbare Volumen wird bedarfsgerecht eingesetzt und kann voraussichtlich auch bis September in geringem Maße zur Stützung der Abflüsse in der Spree verwendet werden. Die verbleibenden Reserven in den Talsperren und Speichern werden weiterhin soweit wie möglich schonend eingesetzt.

Situation an der Schwarzen Elster

An der Schwarzen Elster hat sich die angespannte Situation von Anfang Juli weiter verschärft. Am Pegel Neuwiese (Sachsen, zwischen Hoyerswerda und Senftenberg) werden nur noch ca. 43 Liter pro Sekunde gemessen (Stand 20.07.2020). An der Landesgrenze zu Brandenburg führt die Schwarze Elster kein Wasser mehr.

Die Stützung des Abflusses der Schwarzen Elster im Raum Senftenberg erfolgt zu einem großen Teil aus der LMBV-Wasserreinigungsanlage Rainitza mit bis zu 700 Liter pro Sekunde mit dem Ziel, am Pegel Biehlen einen Mindestabfluss zu sichern, der die Wasserqualität und insbesondere den pH-Wert unterhalb von Plessa stabilisieren soll. Aktuell beträgt der Abfluss am Pegel Biehlen 0,516 Kubikmeter pro Sekunde (Stand 20.07.2020). Der mittlere Abfluss für diesen Pegel liegt im Juli normalerweise bei rund 1,78 Kubikmetern pro Sekunde.

Da der Abfluss am Pegel Biehlen in den vergangenen Wochen mehrfach unter 0,5 Kubikmeter pro Sekunde gefallen ist, erfolgt zusätzlich eine moderate Stützung durch die Abgabe aus dem Speicherbecken Niemtsch (Senftenberger See). Der Wasserstand des Speicherbecken Niemtsch liegt aktuell bei 98,62 Meter NHN (20.07.2020) und fällt um ca. 0,5 Zentimeter pro Tag. Quelle: MLUK Presseinformation v. 23. Juli 2020 / redigiert UST


Präsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe zu Gast

Erfahrungsaustausch zwischen LMBV und BGR-Experten

Senftenberg/Hannover. Der Präsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Prof. Dr. Ralph Watzel war am 13. Juli 2020 mit Mitarbeitern, darunter dem Abteilungsleiter Prof. Dr. Thomas Himmelsbach sowie PD Dr. habil. Christoph Neukum sowie Stabsmitarbeiterin Claudia Blume zu einem Arbeitsbesuch in der Lausitz beim Bergbausanierer LMBV. Sie wurden von Dr. Peer Hoth vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) begleitet.

Die Wissenschaftler wurden herzlich vom Sprecher der Geschäftsführung der LMBV, Bernd Sablotny, am Sitz des Unternehmens in Senftenberg begrüßt. Im Rahmen von Fachgesprächen, an denen der Bereichsleiter Technik, Eckhard Scholz sowie der Sanierungsbereichsleiter Lausitz, Gerd Richter, teilnahmen, wurden beiderseits interessierende Fragen besprochen und bei einer anschließenden Befahrung von Lausitzer Sanierungsbaustellen und Bergbaufolgeseen vertieft. So informierten sich die Experten u.a. am Ableiter vom Sedlitzer See, am Gewässerbehandlungsschiff „Klara sowie und am Großräschener See über Sanierungsstrategien der Bergbausanierer.

Impressionen vom Arbeitsbesuch der BGR-Vertreter in der Lausitz