Aufsichtsrat des Unternehmens tagte diesmal im Südraum von Leipzig
95. Aufsichtsratssitzung im 25. Jubiläumsjahr des Bergbausanierers
Befahrungsgruppe am Hafen Zwenkau
Leipzig | Großpösna. Am 19. August 2020 trat der Aufsichtsrat der LMBV
zu seiner 95. Sitzung in Großpösna unter Beachtung der noch geltenden
Corona-Hygienevorschriften zusammen. Die Beratung stand unter Leitung
von Ministerialrat a.D. Dr. Ulrich Teichmann, der den Vorsitz innehat.
Der Veranstaltung vorgelagert war eine Informationstour durch den
Südraum von Leipzig. Die LMBV-Geschäftsführung und beauftragte
LMBV-Mitarbeiter informierten die Räte über laufende und künftige
Sanierungsvorhaben im Bereich Mitteldeutschland, darunter an der
Baustelle für den in Planung befindlichen Harthkanal zwischen Zwenkauer
See und Cospudener See.
Der LMBV-Aufsichtsrat besichtigte auch die benachbarte
BAB-72-Baustelle in Begleitung des sächsischen LASUV bei Rötha, die
teilweise über Kippenflächen des vormaligen Tagebaus Espenhain führt.
Hier errichtet eine ARGE den Abschnitt 5.1 von der B 95 / B 176 bei
Borna bis zur B 95 bei Rötha über eine Länge von 9,5 km. Die Planungen
für diesen Abschnitt liefen seit November 2004. Die 2020 noch bestehende
7,2 km lange Endlücke - beginnend an der Anschlussstelle Espenhain Nord
- ist bis voraussichtlich 2026 im Bau. Alle Fotos: Christian Bedeschinski für LMBV
Impressionen von der Tour der Räte
AR-Vorsitzender Dr. Teichmann und LMBV-GF Dr. Meyer folgen interessiert dem Vortrag von Abteilungsleiter T. Rösler
Während der Vorort-Befahrung des Aufsichtsrates
Aufsichträtin Regierungsdirektorin Heike Große-Wilde im Dialog mit LMBV-Vertretern
LMBV-Geschäftsführer Sablotny führte zur BAB-72-Baustelle inhaltlich ein
TV LS: Neue Rätselradtour für Familien um Senftenberger See und Geierswalder See
Rätselradtour lädt Familien mit Kindern im Grundschulalter ein, den spektakulären Wandel vom Bergbaurevier zum Wasserparadies auf dem Drahtesel zu erleben
Senftenberg. Welche Bezeichnung hat der Koschener Kanal in der
Sprache der Bergbausanierer, die aus der ehemaligen Kohlegrube den
Senftenberger See geschaffen haben?
Mit solchen Fragen konfrontiert das Maskottchen des Lausitzer
Seenlandes Interessierte. Ob in Bergmannskluft oder im Neoprenanzug,
immer macht das Maskottchen Pit eine gute Figur. Neuerdings ziert Pit
auch einen neuen Flyer zu einer Rätselradtour. Sie lädt Familien mit
Kindern im Grundschulalter ein, den spektakulären Wandel vom
Bergbaurevier zum Wasserparadies auf dem Drahtesel zu erleben. Die 37 km
lange Tour führt um den Geierswalder See und Senftenberger See.
An acht Stationen fordert Pit die Kinder auf, eine Rätselfrage aus
dem Flyer zu beantworten. An markanten Orten wie einer Baggerschaufel
oder einem Schleusenwärterhaus erfahren sie so spielerisch Wissenswertes
zum Braunkohletagebau, zu abgebaggerten Orten und zur Flutung der Seen.
Die Route verläuft entlang der flachen, weitestgehend autofreien
Radrundwege um den Geierswalder See und den Senftenberger See.
Familien mit jüngeren Kindern können sie problemlos in zwei Etappen
von 19 und 18 Kilometern aufteilen. Wer mit dem korrekt ausgefüllten
Flyer in den Tourist-Informationen Senftenberg und Hoyerswerda sowie im
touristischen Informationspunkt am Stadthafen Senftenberg vorbeikommt,
erhält ein kleines Geschenk. Sechs Fahrradvermietungen in Senftenberg
und am Senftenberger See verleihen Fahrräder.
Der Flyer ist in den Tourist-Informationen Senftenberg und
Hoyerswerda sowie im touristischen Informationspunkt am Stadthafen
Senftenberg erhältlich. Außerdem kann er unter www.lausitzerseenland.de
als PDF heruntergeladen werden. Quelle: PM des ZV LS
Promo-Foto v. Tourismusverband Lausitzer Seenland / Fotografin Nada Quenzel: Familiäres Radeln am Senftenberger See
Blick aus N auf den Senftenberger See
Koschener Kanal = Überleiter 12
Blick auf Badestrand am Geierswalder See
„Farbe statt Festakt“ – 25jähriges Jubiläum der LMBV steht im September an
Doch alle Feierlichkeiten und Events wurden Corona-bedingt abgesagt. Dafür heißt es nun „Gute Taten statt Feiern“
"Farbe statt Festakt" - Neuer Lok-Anstrich
Senftenberg. Der Bergbausanierer LMBV begeht in den kommenden Wochen
seinen 25. Geburtstag. Doch alle Feierlichkeiten und Events wurden
Corona-bedingt abgesagt. Dafür heißt es nun „Gute Taten statt Feiern“.
Dazu wurde beispielsweise das Erneuern des verblassenden
Farbanstriches einer ehemaligen LMBV-Grubenlok – ein Erinnerungsrelikt,
welches heute der Stadt Senftenberg gehört – unmittelbar an der B 96 am
Ortausgang der OSL-Kreisstadt unter dem Motto „Farbe statt Festakt“
veranlasst. Ursprünglich war im September 2020 in Berlin ein Festakt der
LMBV mit Bundesvertretern und den Ministerpräsidenten der ostdeutschen
Braunkohleländer geplant, der jedoch in der geplanten Form angesichts
der Coronapandemie nicht mehr so durchführbar war.
Zu den Aktivitäten rund um das 25jährige Jubiläum der LMBV gehören
das Erstellen einer Übersichts-Chronik, die einige wesentliche
Meilensteine der Bergbausanierung festhält, ebenso wie das Entwickeln
von 25 Lentikularkarten zu 25 ausgewählten Bergbaufolgeseen bzw.
Sanierungs- und Verwahrprojekten. Diese „Wackelkarten“-Motive machen den
vollzogenen Landschaftswandel in den Revieren auf eigene Art erlebbar.
Im Rahmen der Landesausstellung Brandenburg in Potsdam zum Tag der
Deutschen Einheit unter dem Leitmotto „Auf zu neuen Ufern“ wird auch ein
LMBV-Container mit großformatigen Orthofotos und Bildern vom
Strukturwandel in der Lausitz ab 5. September 2020 zu sehen sein.
Wer sich selbst einen Eindruck von den vielen Umbrüchen in den
ehemaligen Tagebaulandschaften machen will, dem sei auch die LMBV-Reihe
„Wandlungen und Perspektiven „an Herz“ gelegt. Hier sind bereits zweimal
25 Broschüren in den zurückliegenden Jahren erstellt worden, die fast
alle Tagebaugebiete in der Lausitz und in Mitteldeutschland
in Verantwortung der LMBV historisch aufgearbeitet und mit ihren
Entwicklungen darstellen. Die Septemberausgabe der Unternehmenszeitung „konkret“
wird im „Format 5x5“ insbesondere Mitarbeiter zu Wort kommen lassen,
die bereits fünf, zehn, fünfzehn, zwanzig oder fünfundzwanzig für die
Firma aktiv sind.
Erfolgreich umgesetzte LMBV-Projekte
Goitzsche mit PegelturmSeilbagger am Ufer des Klinger SeesRDV-Bagger am RL Greifenhain – Böschungsverdichten am Altdöberner SeeFörderturm des Martin-Hoop-Schachtes IV (Ziegelbau), der sich im Grundeigentum der LMBV befindetSanierungsstützpunkt im Bau
MDR-Dreh an Drainage-Baustelle auf Kippe an der B 97 bei Schwarze Pumpe bzw. Spreetal
Erweitern der Vertikaldrainagen (VD) an der B 97 in der Tempo-30-Zone bei Spreetal
Senftenberg | Spreetal. Auf Bitten des MDR-Sachsenspiegel drehte am
17. August 2020 ein MDR-Team unter Leitung von Rico Herkner an der
komplett gesperrten Bundestraße 97 vor Schwarze Pumpe.
Hier bringen Spezialisten der SGL Spezial- und
Bergbau-Servicegesellschaft Lauchhammer mbH und der holländischen
Subfirma Cofra Ground Improvement Specialist im Auftrag der LMBV mit
einem Spezialgerät tausende Meter Vertikaldrainagen in den Kippenboden
zu beiden Seiten des gesperrten Bundesstraßenabschnitts ein.
Zum Erhöhen der geotechnischen Sicherheit im Bereich der
Geschwindigkeitsbegrenzung der Bundesstraße 97 (Tempo-30-Zone) wird
zwischen dem Abzweig S 130 nach Burgneudorf und der Landesgrenze
Sachsen/Brandenburg (Ortslage Spreetal) an der Tieflage F die bestehende
Anlage aus Vertikaldrainagen mit weiteren Drainageelementen
ausgestattet, verlängert und auf der Nordostseite der B 97 durch eine
neue Anlage ergänzt. Langfristig ist zudem eine dauerhafte Sicherung
dieses B 97-Bereichs für den Grundwasserendstand durch abschnittsweisen
Ersatzneubau notwendig und vorgesehen.
Bisher haben die Bergbausanierer bereits mehr als 500 Löcher im Boden
mit den textilen Kunststoff-Wasserdruckableitern bis zu 15 Meter in den
unverdichteten Kippenboden gedrückt, so Abteilungsleiter Karsten
Handro. Insgesamt sollen alle 1.800 Vertikaldrainagen im Boden versenkt
sein. Diese Maßnahme dient dem funktionalen Erhalt der bereits
eingebauten Sicherungselemente und stellt eine mittelfristige Sicherung
dar. Weiterhin wurden umfangreiche Erkundungen im Untergrund des
Straßenkörpers der B 97 durchgeführt und ein System zur dauerhaften
Setzungsmessung an der B 97 installiert. (Stand 20.08.)
MDR-Dreh an der VD-Baustelle
Illegales Befahren eines Bergbaufolgesees und Insel-Campen unter Lebensgefahr
Unvorsichtige Paddler und leichtsinnige Camper mit Feuerwehrbooten ans Ufer begleitet
Senftenberg | Lohsa. 5 Personen und 2 Hunde wurden am 11.08.2020 auf
einer gesperrten und rutschungsgefährdeten Insel im LMBV-Speicherbecken
Lohsa II gesichtet. Da die ungesicherte Insel im Sperrbereich liegt,
wurden die Sperrbereichs-Verletzer von der Feuerwehr und der Polizei am
Vormittag des 12.08.2020 mit zwei Feuerwehrbooten an Land begleitet.
Berg- und Ordnungsbehörden wurden über den Vorfall informiert. Die
Kriminalpolizei ermittelt nun nach Medienberichten wegen
Landfriedensbruch. "Der Campingausflug dürfte nach Einschätzung der
Polizei den Personen außerdem teuer zu stehen kommen", so das
Hoyerswerdaer Tagesblatt in der Sächsischen Zeitung.
Schraffiert: Sperrbereich Lohsa II
Zur Historie der gewollt ungesicherten Inseln im Bergbau-Speicherbecken Lohsa II
Im Jahr 1984, nach über drei Jahrzehnten wurde der Tagebau Lohsa
stillgelegt, die beiden Förderbrücken außer Betrieb genommen und in den
Tagebau Bärwalde umgesetzt. Im Jahr 1984 wurde ein großer Teil an die
Nationale Volksarmee der DDR als militärisches Übungsgelände übergeben.
Mit dem Ende der DDR und der NVA war diese Nutzungsoption obsolet.
Das Erfordernis der Sanierung der im Urzustand hinterlassenen
Bergbaufolgelandschaft kam auf die Tagesordnung. Besondere Schwerpunkte
sind dabei Maßnahmen zur Schaffung eines ausgeglichenen Wasserhaushalts,
zur Herstellung der Standsicherheit der Böschungen, zur naturnahen
Gestaltung der Bergbaufolgelandschaft und zu deren Einbindung in das
regionale Umfeld. Darüber hinaus muss die Sanierung die Voraussetzungen
zur Erfüllung der künftigen wasserwirtschaftlichen Funktionen des
Speichers Lohsa II schaffen.
Durch die Flutung des Restlochs des ehemaligen Tagebaus Lohsa
entsteht der Wasserspeicher Lohsa II und damit ein neues
landschaftliches Element im Gebiet zwischen den Städten Hoyerswerda und
Weißwasser. Mit einer Wasserfläche von rund 1.081 Hektar, die in
Abhängigkeit von der Einstauhöhe schwankt, wird, entwickelt sich der See
zum bedeutendsten Bestandteil eines wasserwirtschaftlichen
Speichersystems. Im Ergebnis der Flutung der beiden ehemaligen Tagebaue
Lohsa und Dreiweibern wird der durch den Bergbau entstandene
Grundwasserabsenkungstrichter in diesem Raum maßgeblich wieder
aufgefüllt.
Seit 1997 wurde das Restloch des ehemaligen Tagebaus Lohsa im
Probestau bei Ende 2016 geflutet. Die Beendigung der Füllung des
Speicherbeckens hängt von den verfügbaren Niederschlagsmengen ab. Mit
Erreichung des unteren Stauziels erreichte der Speicher eine
Wasserfläche von rund 1.081 Hektar und mit 37 Mio. Kubikmeter Volumen
und befindet sich Einstauregime.
Um dies zu erreichen, waren in der Vergangenheit umfangreiche
Sanierungsmaßnahmen notwendig. Die Jahrzehnte währende Tagebautätigkeit
hat ein Gebiet hinterlassen, das in seiner Komplexität hohe
Anforderungen an die Sanierung durch die LMBV stellte. Mehr als zehn
Kilometer gekippte und 14 Kilometer gewachsene Böschungsbereiche umgaben
das Restloch Lohsa. Inmitten des Tagebaus lagerte die Innenkippe, die
vor 1984 durch die Abraumförderbrücke geschüttet und mit dem Anstieg des
Wasserstandes zu einer Insel mitten im ehemaligen Tagebau wurde.
Die Kippen bestanden aus Material der Tagebaue Lohsa, Scheibe und
Bärwalde und neigten durch die Sättigung mit dem aufsteigenden
Grundwasser zur Verflüssigung, d. h. zu plötzlichen Rutschungen. Aus
diesem Grund waren die Kippenflächen, die an die tiefliegenden
wassergefüllten Bereiche angrenzten, für die Öffentlichkeit gesperrt.
Zwei grundlegend verschiedene Varianten zur Sanierung der Innenkippe
wurden in Betracht gezogen. Die erste sah einen vollständigen Abtrag der
rund 300 Hektar großen Kippe bis zwei Meter unter den niedrigsten
Wasserstand vor. Die zweite setzte auf das Ausbaggern tiefer
Schutzgräben, um mit dem Anstieg des Wassers die „Kippeninsel“
abzuschotten.
Die Entscheidung fiel aus ökologischer, aber auch zeitlicher Sicht
zugunsten der zweiten Variante, da für erstere der Grundwasserspiegel
über Jahre hätte abgesenkt werden müssen, um den Großgeräten die nötige
Standsicherheit zu bieten. Die Notwendigkeit der Innenkippensanierung
wurde angesichts einer gewaltigen Rutschung im Jahr 2002, die große
Teile der Kippenlandschaft nachhaltig veränderte, deutlich. Ungefähr 30
Millionen Kubikmeter Erdmassen kamen dabei auf der Innenkippe, die
teilweise schon unter Wasser stand, in Bewegung. Bagger, die zu dieser
Zeit dort arbeiteten, wurden hochgehoben, während um sie herum alles
wegrutschte. Nach wenigen Minuten war das Schauspiel vorbei. Abgeknickte
Bäume und schwarze Spuren der nach oben gedrückten Erdmassen überzogen
das Gebiet.
Die Insel, zu der die Innenkippe durch das ansteigende Wasser
geworden war, wurde in der Folgezeit zu einem Vorranggebiet für Natur
und Landschaft erklärt. Der Schutzgraben zwischen der Insel und dem
„Festland“ ist später aus Sicherheitsgründen noch einmal vertieft
worden. Grundbrüche sind im Bereich der Innenkippe nach wie vor nicht
ausgeschlossen, was sich im Jahr 2011 erneut zeigte. Der Boden sank bei
diesem Ereignis auf einer Fläche von rund 800 mal 400 Metern um mehrere
Meter ein.
Auch an den gekippten Randböschungen des Tagebaus Lohsa und an der
Außenkippe Bärwalde, die im Osten an das Restloch angrenzt, waren durch
die LMBV umfangreiche Maßnahmen zur Sicherung zu realisieren. Um flache
und somit sichere Böschungen zu schaffen, wurden steile,
rutschungsgefährdete Abschnitte abgespült. Konnte eine flache
Böschungsneigung wegen der örtlichen Gegebenheiten nicht erreicht
werden, so wurde das Ufer mit Geotextilien und Steinen befestigt. In
grundwasserführenden Kippenbereichen kamen die Spreng- aber auch die
Rütteldruckverdichtung zum Einsatz, um sogenannte versteckte Dämme, die
ein Abrutschen der Kippenböschungen verhindern, herzustellen. Auf
Kippenflächen in der Nähe künftiger Uferzonen wurde die Trittsicherheit
mit Vibrationswalzen geschaffen.
Lob des Ministerpräsidenten für bisher Erreichtes im Lausitzer Strukturwandel
Steg-Projekt des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Brandenburg eingeweiht
Gemeinsam für das Seenland
Senftenberg | Kleinkoschen. Brandenburgs Ministerpräsident Dr.
Dietmar Woidke lobte anlässlich der Einweihung eines neuen Anlegers nahe
der Schleuse im Koschener Kanal am 7. August 2020 u.a. die LMBV für
ihre vielfältigen nachhaltigen Aktivitäten im Lausitzer Revier und das
gemeinsam mit vielen weiteren Akteuren bisher Erreichte im dem seit 1990
laufenden Strukturwandel rund um Senftenberg.
Zu dem Presse-Event des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Brandenburg
wurden neben dem Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg auch
Staatssekretär Dr. Frank Pfeil vom Sächsischen Staatsministerium für
Umwelt und Landwirtschaft sowie der Landrat des Landkreises OSL Siegurd
Heinze sowie BZ-Landrat Michael Harig und LMBV-Sanierungsbereichsleiter
Gerd Richter nebst weiteren Gästen begrüßt.
An dem bereits sehr beliebten Ausflugsziel der Schleuse im Koschener
Kanal ist es nun möglich, dass auch Bootsnutzer direkt vom Wasser aus
anhalten und die Infrastruktur des Schleusenhauses mit Gastronomie und
Toiletten besuchen können. Dafür hat der Zweckverband LSB mit
Finanzierung der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg
eine neue Anlegemöglichkeit für Boote am oberen Vorhafen geschaffen.
2013 war der von der LMBV errichtete Koschener Kanal als erster
schiffbarer Überleiter des Lausitzer Seenlandes in Betrieb genommen
worden. Mit dem Boot kann man seitdem von Brandenburg nach Sachsen und
umgekehrt fahren und dabei auch die Schwarze Elster unterqueren. Seit
einigen Jahren verkehrt mit der AquaPhönix auch ein Fahrgastschiff vom
Senftenberger zum Geierswalder See.
Die Zahl der Bootspassagen wächst kontinuierlich. Im ersten
Dienstjahr 2014 waren es rund 5.200 Boote, berichtete Norbert Noack,
Leiter Tourismus beim Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen. Im Jahr
2019 waren es dann schon 7.235 Boote. 2020 ist die bisher einzige in
Betrieb befindliche Schleuse des Seenlandes ebenfalls gut genutzt. Vom
Wasser aus sehen die Gäste, dass es hier eine funktionierende
Gastronomie gibt. Im Schleusengebäude des Zweckverbandes sind auch
öffentliche Toiletten vorhanden. Nur konnte man mit seinem Boot bislang
nicht sicher anlegen.
Daher wurde jetzt binnen eines Jahres für rund 80.000 Euro eine 33
Meter lange und zwei Meter breite Schwimmsteganlage mit drei
Fingerstegen zum Anlegen gebaut. Bis zu zehn Boote können hier
zeitgleich festmachen. Verwendet wurde vor allem witterungsbeständiger
Kunststoff. Wenige Tagen zuvor wurde bereits das insgesamt 50.000ste
Boot seit Bestehen des Koschener Kanals geschleust. Zur feierlichen
Einweihung der Anlegestelle wurde dieses Boot der Familie Dahl aus
Senftenberg erneut als offizielle „Erstanleger“ begrüßt.
Region: Kommunale Ausschreibung von Flächen zur touristischen Nutzung am Bärwalder See
Boxberg sucht Investoren für den Hotel- und Gastronomiebereich sowie den Freizeitsport und verkauft Grundstücke dazu
Boxberg. Im Boxberger Amtsblatt Nummer 7 | 2020 der Gemeinde
Boxberg/O.L. wurde ein Exposé einer öffentlichen Ausschreibung von
touristisch zu nutzenden Grundstücken (Beherbergung, Freizeitanlagen) am
Boxberger Ufer des größten Binnensees im Freistaat Sachsen
bekanntgemacht.
Mit seinen drei Sandstränden ist der LMBV-Bergbaufolgesee nicht nur
bei Badegästen, sondern auch bei Wassersportlern sehr beliebt. Zur
Steigerung der Attraktivität am Bärwalder See werden Investoren für den
Hotel- und Gastronomiebereich sowie den Freizeitsport gesucht. Die
Gemeinde stellt dafür geeignete Grundstücke zur Verfügung.
Der Verkehrswert der beiden Grundstücke liegt laut Gemeinde bei
250.770 € bzw. 175.200 €. Die Verkaufsobjekte liegen im Uferbereich von
Boxberg/O.L. Die kompletten Ausschreibungsunterlagen und auch konkrete
Angaben aus dem Bebauungsplan finden Sie unter folgendem Link der
ausschreibenden Gemeinde: https://www.baerwalder-see.eu/de/aktuelles/aktuelle-meldungen.html
Brandenburgs Wirtschaftsminister Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach bei LMBV zu Gast
Bergbausanierung bleibt ein wichtiger Bestandteil des Strukturwandels in der Lausitz
Senftenberg. Der Sprecher der Geschäftsführung der LMBV Bernd
Sablotny begrüßte am 29. Juli 2020 den Minister für Wirtschaft, Arbeit
und Energie des Landes Brandenburg, Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach,
persönlich zusammen mit dem LMBV-Sanierungsbereichsleiter Lausitz Gerd
Richter an der LMBV-Baustelle für den künftigen Sanierungsstützpunkt
bzw. des kommunalen Gewerbegebietes am Nordufer des Sedlitzer Sees. Dort
wurde der Minister über die vielfältigen Aspekte der Arbeit des
Bergbausanierers informiert.
Im Mittelunkt standen die Ufersicherungsarbeiten an dem
Bergbaufolgesee – bei noch sechs Meter unter dem künftigen
Zielwasserstand liegenden Seewasserspiegel. Der künftige Hallenstandort
für das Wasserbehandlungsschiff wurde ebenso vorgestellt. Die
Bürgermeister der Stadt Welzow und der Stadt Senftenberg informierten
über die städtischen Vorhaben im Lausitzer Seenland. Betont wurde die
Bedeutung und das Zusammenwirken von
Wiedernutzbarmachung/Bergbausanierung und regionalen Anliegen zur
wirtschaftlichen und touristischen Stärkung der Region für die Zeit nach
dem Bergbau und der bereits gelebte Strukturwandel seit Mitte 1990er
Jahre.
Der Minister ließ sich ebenfalls von der LMBV die Arbeitsweise des
derzeit auf dem Sedlitzer See arbeitenden Sanierungsschiffes „Klara“ bei
einer Inspektionsfahrt erläutern. Den Abschluss fand der Arbeitsbesuch
am Hafen der Stadt Senftenberg, die einen positiven Eindruck des von
Touristen und Einheimischen gut besuchten Bergbaufolgesees vermittelte. Fotos: Steffen Rasche und Dr. Uwe Steinhuber für LMBV
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Impressionen vom LMBV-Besuch
Bernd Sablotny und Gerd Richter erläutern den künftigen LMBV-Sanierungsstützpunkt
Medieninteresse für den Besuch
Am Sedlitzer See – Temporäre Beladestelle der “Klara”
Gütewasserbehandlungsschiff der LMBV im Einsatz auf dem Sedlitzer See
Auf Inspektionstour mit LMBV-Chef: Minister Prof. Dr.Ing. Jörg Steinbach auf der “Klara”
Interessiert an Bord der “Klara”
Lausitzer Bundestagsabgeordneter bei Bergbausanierer zu Arbeitsgespräch
MdB Dr. Klaus-Peter Schulze zu Gast bei LMBV-Geschäftsführer B. Sablotny
Senftenberg. Am 23.07.2020 weilte das Mitglied des Bundestages Dr. Klaus-Peter Schulze zu einem Arbeitsbesuch bei der LMBV. Er wurde vom Sprecher der Geschäftsführung, Bernd Sablotny und vom Sanierungsbereichsleiter Lausitz, Gerd Richter, empfangen. Der Abgeordnete und vormalige Bürgermeister der Stadt Spremberg begleitet die Bergbausanierung bereits seit vielen Jahren. Zu den beiderseits interessierenden Themen gehörten die Maßnahmen der LMBV zur Eisenminderung in der Spree ebenso wie die derzeitige Trockenheit in der Lausitz und die damit verbundene Wasserknappheit im Jahr 2020 sowie die Arbeit der Flutungszentrale der LMBV. Dr. Schulze wurde von der Mitarbeiterin Patricia Herrmann begleitet.
Neben dem persönlichen Kennenlernen war Klaus-Peter Schulze die Thematisierung des Lausitzer Wasserhaushaltes wichtig, denn dieser bereitet Schulze als Mitglied des Umweltausschusses große Sorgen. Die aktuellen Wassermengen vieler Bergbaufolgeseen oder auch der Spree hängen ganz entscheidend von der Einspeisung gehobenen Grubenwassers aus den Tagebauen ab. „Es muss also geklärt werden, wie der Wasserhaushalt in der Lausitz nach dem Kohleausstieg erhalten werden kann“, so Schulze. Nach seiner Auffassung sollten, wie auch bereits in Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern des Bundesumweltministeriums sowie des Umweltbundesamtes betont, "unbedingt die bereits bestehenden und gut funktionierenden Strukturen der LMBV in den Prozess des Erhalts des Wasserhaushaltes eingegliedert werden".
Der Lausitzer Politiker ist u.a. Ehrenbergmann der LMBV. Geboren wurde er am 3. Juli 1954 in Döbern, studierte von 1975 bis 1979 in Potsdam, machte dort seinen Abschluss als Diplomlehrer für Biologie und Chemie. Von 1979 bis 1982 war er Lehrer. 1982 bis 1985 erfolgte seine Aspirantur an der Zentrale für Wasservogelforschung der DDR zur Bearbeitung ethologischer Fragestellungen und 1985 seine Promotion zum Dr. rer. nat.. 1990 bis 1994 war er Amtsleiter und Dezernent im Landratsamt Spremberg, 1994 bis 2002 Beigeordneter des Landrates im Landkreis Spree-Neiße sowie von 2002 bis 2013 Hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt Spremberg. Seit 2013 ist das CDU-Mitglied Dr. Klaus-Peter Schulze Abgeordneter des Deutschen Bundestages für den Wahlkreis 64.
Aktuelle Luftbildaufnahmen von der Bergbausanierung aus dem Jahr 2020
Faszinierende Blicke auf die LMBV-Bergbaufolge-Landschaften im Osten Deutschlands
RDV-Bagger am RL Greifenhain - Kippenböschungsverdichten am Atdöberner See
Senftenberg/Leipzig/Sonderhausen. Im Auftrag der LMBV war in den Sommermonaten der Fotografenmeister Peter Radke erneut im Hubschrauber unterwegs, um Sanierungs- und Verwahrungsprojekte der Bergbausanierung in den Revieren abzulichten.
Dabei überflog der Fotograf u.a. die Pinge bei Altenberg, die Halden im Mansfelder Land wie auch die Rütteldruckverdichter am Gräbendorfer See oder den Seilbagger am Klinger See. Eindrucksvoll sind auch Bilder von den verschiedenen Bergbaufolgeseen, wobei einige bereits weit entwickelt und andere noch in der Sanierungs- und Flutungsphase sind. Ob es der Große Goitzschesee bei Bitterfeld, der Bischdorfer See bei Lübbenau, der künftige Ilsestrand am Großräschener See oder der Biedermeierstrand am Hayner Ufer und die Sportbucht am Schladitzer See nördlich von Leipzig ist - sie alle sind Hingucker, Bergbaufolgeseen made by LMBV.
PS: Die berühmte Altenberger Pinge ist ein beeindruckendes Zeugnis der Bergbaugeschichte in Europa. Verursacht durch den Zusammenbruch von unterirdischen Grubenbauen entstand ein Einsturztrichter von beachtlichen Ausmaßen - etwa 400 Meter Durchmesser und 130 Meter Tiefe. 1545 und 1578 stürzten Teile des Grubenbaus ein, was zu mehreren Tagebrüchen führte. Trotzdem wurde der unkontrollierte Erzabbau bis zum großen Pingenbruch am 24. Januar 1620 fortgesetzt. Nach diesem Bruch schlossen sich die betroffenen Gruben zur »Zwitterstocks-Gewerkschaft« zusammen und bauten fortan die Bruchmassen ab. Erst nach 1990 endete der Zinnbergbau in Altenberg und fiel in die Verantwortung der GVV, heute LMBV.
Wohnbebauung an der GoitzscheVerichtung der Inselufer im künftigen Cottbuser OstseeWindräder nahe des Bischdorfer Sees
LMBV-Luftbilder 2020 v. P. Radke
Seilbagger am Ufer des Klinger Sees
Kali-Rückstandhalde
Goitzsche mit Pegelturm
Schladitzer Bucht
Ehem. Bergwerkstandort
Entstehende Sedlitzer Bucht
Böschungssicherung RL Meuro
Künftiger Ilse-Strand RL Meuro
Sanierungsstützpunkt im Bau
Verdichtung von Instabiltäten
Massenaufhöhung in der Lausitz