Gemeinde Boxberg/O.L. schreibt aktuell Flächen zur touristischen Nutzung aus

Boxberg/Oberlausitz. Die Gemeinde Boxberg/O.L. schreibt aktuell Flächen zur touristischen Nutzung im Bebauungsplangebiet Uhyst „Ufergestaltung Strand 1“ am Bärwalder See zum Verkauf aus.

Es handelt sich dabei jeweils um ein bebaubares Grundstück am Seerundweg bzw. Badestrand mit angrenzenden Waldflächen/ Gehölzen (Fläche 1) und ein bebaubares Grundstück in Höhe des Safariwildreviers bzw. Hundestrandes mit Zugang zur Schwimmsteganlage (Fläche 2).

Die Ausschreibungsunterlagen sind auf der Internetseite der Gemeindeverwaltung abrufbar.

Foto: LMBV/Steffen Rasche (2024)


Tag der offenen Baustelle in Altdöbern am 20. September 2025

Senftenberg/Altdöbern. Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) lädt interessierte Bürger und Anwohner der angrenzenden Gemeinden zu einem Tag der offenen Baustelle an das Restloch Greifenhain ein.

Der Baustellentag findet statt:

am Samstag, 20. September 2025

von 10:00 bis 15:00 Uhr

an der Baustelleneinrichtung am Ende der Jauerschen Straße in 03229 Altdöbern.

Es wird Fahrten in den Sperrbereich am Altdöberner See geben. Hier werden Fachleute zu den aktuellen und künftigen Bautätigkeiten informieren. Vor Ort dabei sind die Sanierungspartner Metzner GmbH, ECOSOIL Ost GmbH und Carl Beutlhauser Baumaschinen GmbH. Diese werden die Sanierungsmaßnahmen erläutern und die Baustellentechnik vorführen.

Informationen zur Historie und dem aktuellen Sanierungsgeschehen in Altdöbern werden außerdem an der Baustelleneinrichtung vor dem Sperrbereich über Informationstafeln und einen Film erhältlich sein.

Anmeldungen zu den Fahrten sind über die Veranstaltungsseite möglich.

Fotos: LMBV/Christian Horn (2025)


Bürgerforum „Klare Spree“ in Spremberg – LMBV informierte zum Stand der Eisenminderungs-Vorhaben

Senftenberg/Spremberg. Zum bereits siebten Bürgerforum zur Spree hatten das Aktionsbündnis „Klare Spree“ und die Stadtverwaltung Spremberg in das Spreekino am Markt am 4. September 2025 eingeladen. Laut Bürgermeisterin Christine Herntier ging es darum, „gemeinsam mit Experten, die zum Thema Wasser Neues beisteuern können, das Thema braune Spree zu diskutieren und Lösungsansätze vorzustellen sowie Machbarkeiten zu erörtern“. Der Einladung waren neben zahlreichen interessierten Bürgern auch Vertreter der Behörden, darunter vom Landesamt für Umwelt (LfU), vom Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) und vom Sächsischen Oberbergamt (OBA) gefolgt.

Nach einer Begrüßung und Einführung durch Bürgermeisterin Herntier berichtete zunächst Dr. Klaus-Peter Schulze, vormaliger Bundestagsabgeordneter der Region und  langjähriger Bürgermeister von Spremberg, von den Bemühungen der Arbeitsgruppe Wasser der LausitzRunde, in der Bundes- und Landespolitik Gehör für die Themen der Spree zu bekommen. Der bevorstehende Kohleausstieg in der Lausitz wird nach seiner Ansicht u. a. einen starken Rückgang der Wasserführung in der Spree bewirken.

Gute Basis dafür seien mit den Ergebnissen der 2023 veröffentlichten Studie „Wasserwirtschaftliche Folgen des Braunkohleausstiegs in der Lausitz“ zur wasserwirtschaftlichen Entwicklung der Lausitz bis 2100 vom UBA geleistet worden.  Darauf aufbauend hat die AG Wasser im selben Jahr bereits einen Forderungskatalog erstellt und an entsprechende Partner übergeben. In der Folge habe beispielsweise das SMEKUL eine „Überleitungsstudie“ in Auftrag gegeben. Mit dem Eingang der Forderungen in den Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD sei nun die Bundespolitik gefordert.

Für die LMBV konnte Sven Radigk, Leiter der Projektgruppe Gewässergüte Fließgewässer Lausitz, den Sachstand aus Sicht des Bergbausanierers erläutern. Er schloss seine Darstellungen an die Aussagen der LMBV von 2024 anlässlich von „Zehn Jahre Aktionsbündnis“ an. Mit den bereits im Betrieb befindlichen Anlagen zur Eisenminderung und weiteren Maßnahmen wurde bereits eine Reduzierung der Eisengehalte in der Spree am Pegel bei Zerre auf 4,3 mg/l Eisen (2022/23) von vormals 6,1 (2013-2022) auf nunmehr 4,1 mg/l Eisen (2024) jahresdurchschnittlich reduziert. Die Trendumkehr wurde ab 2019 mit dem schrittweisen Aufbau und dem nachfolgenden Einsatz der mittelfristig errichteten LMBV-Grundwasserabfangmaßnahmen und Wasserbehandlungsanlagen an der südlichen Hauptspree bzw. Kleinen Spree erreicht.

Als Teil der langfristigen Lösungen soll ergänzend auch eine Dichtwand am Nordostufer des Speichers Lohsa II i. A. der LMBV entstehen, die den eisenhaltigen und sauren Grundwasserabstrom des Speicherbeckens Lohsa II um 5 Mio. Kubikmeter p.a. reduziert sowie mindestens 10 Mio. Kubikmeter neutrales Speicherwasser zur Wassermengenbewirtschaftung der Spree p.a. zurückhalten könnte. Die vorgeschalteten Fachgutachten zur Dichtwand-Technologie und zu deren Wirksamkeit sowie zur Erforderlichkeit, Geeignetheit und Angemessenheit wurden zwischenzeitlich i. A. der LMBV erarbeitet. Entsprechend der 147. StuBA-Sitzung wurde eine Beschlusslage des Steuerungs- und Budgetausschusses zur Braunkohlesanierung zum LMBV-Vorhaben per 13. Februar 2025 erreicht. Seit März 2025 wird nunmehr eine Funktionalausschreibung für einen Totalunternehmer (d.h. mit der damit verbundenen vollumfänglichen Haftung für die Objektplanung sowie für die Mängelfreiheit und die Gewährleistung des zu errichtenden Bauwerks) für das Dichtwandvorhaben insgesamt, von den projektverantwortlichen Sanierungsplanern der LMBV vorbereitet.

Die Dichtwand selbst soll auf etwa 7.400 Meter auf einer 50 Meter breiten Trasse errichtet werden. Dazu sind mittlere Teufen von 75 Metern zu bearbeiten, um eine zwei bis sieben Zentimeter beidseitige Tondichtung im gefrästen Schlitz herzustellen. Ganz wesentlich sind parallel die entsprechenden Grundstücksfragen einer Klärung zuzuführen. Für mehr als 90 Prozent der Trasse sei dies zwischenzeitlich bereits gelungen. Aus dem Publikum merkte dazu der ehemalige Bundes- und Landtagsabgeordnete und Spremberger Ulrich Freese an, dass ihm eine mögliche „Fräszeit“ von etwa acht Jahren zu lang erscheine und er sich eine Beschleunigung wünsche.  Er stellte dies auch in den Zusammenhang mit dem zeitlichen Ablauf des bevorstehenden Kohleausstiegs.

Der Ortsvorsteher von Cantdorf, Renè Nakoinz, interessierte sich für das geplante Vorgehen von LfU, Stadtverwaltung und LMBV zum punktuellen  Ausbaggern und Beräumen der Spree im Stadtgebiet Spremberg, insbesondere am Stadtmühlenwehr. Hierzu sind unter Federführung des zuständigen LfU noch weitere vorbereitende Arbeitsschritte nötig.

Dr. Falk Ebersbach vom Sächsischen Oberbergamt aus Freiberg befasste sich in seinem Beitrag mit den formalen Voraussetzungen eines zügigen Planfeststellungsverfahrens am Beispiel des PFV für eine Dichtwand. Das OBA selbst sieht dem Antrag der LMBV mit Interesse entgegen und wird „unverzüglich“ mit der Bearbeitung beginnen. Dr. Ebersbach versteht darunter ein Handeln, dass „ohne eigenes Verschulden nichts verzögert“. Mögliche Beschleunigungselemente sind bereits durch die komplette Digitalisierung der behördlichen Befassung erreicht. Auch der frühzeitige Einsatz eines UVP-Sachverständigen beim Antragsteller stärke dabei das zügige Handeln der Behörde.

Nachdem der Auftakt mit dem Dichtwand-Scopingtermin im Jahr 2021 durchgeführt werden konnte, könne das Verfahren alsbald nach Vorliegen des Antrags eröffnet und dann die entsprechenden Dokumente ausgelegt und daraufhin Stellungnahmen der beteiligten Träger öffentlicher Belange eingereicht und ausgewertet werden. Üblicherweise bedürfen solche bergbaulichen Planfeststellungsverfahren eine Dauer von drei bis fünf Jahren. Der Antragsteller habe zudem einen Anspruch auf eine Betriebsplanzulassung. Vorzeitige Baubeginne liegen hierbei ebenso im Rahmen des Ermessens der Bergbehörde.

Winfried Böhmer, eines der Gründungsmitglieder des Aktionsbündnisses, bedankte sich zum Abschluss bei allen Akteuren für das bereits erreichte Eisenmindern in der Spree. Er bekräftigte das Motto des Forums „Dichtwand jetzt!“ noch einmal aus naturschutzfachlicher Sicht und verband dies auch mit der Unterstützung des Wunsches, dass die Menschen in und um Spremberg ebenfalls bald wieder in eine klaren Spree baden können, den der Moderator des Abends, Michael Apel, zuvor geäußert hatte. (UST)

Die Vorsperre zur Talsperre Spemberg ist ein wichtiger Eisenfänger in der Spree.
Fotos: LMBV | Dr. Uwe Steinhuber


DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell bei der LMBV in der Lausitz zu Gast

Senftenberg. Auf Einladung von Torsten Safarik, Kaufmännischer Geschäftsführer der LMBV, war Stefan Körzell, Mitglied des Geschäftsführenden Bundesvorstandes des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), am 19. August 2025 beim Bergbausanierer zu Gast. Gemeinsam mit Frederik Moch, DGB-Abteilungsleiter Struktur-, Industrie- und Dienstleistungspolitik und der DGB-Praktikantin Pia-Marie Schulz wurde das Lausitzer Revier der LMBV unter fachkundiger Führung von Sanierungsbereichsleiter Gerd Richter befahren. Dabei wurden aktuelle Sanierungsschwerpunkte der LMBV wie u. a. am Sedlitzer See oder auch am Restloch Greifenhain vorgestellt.

Schnell wurde eine gemeinsame Basis für die Gespräche gefunden, leistet die LMBV doch einen aktiven Beitrag in dem seit 1990 bereits laufenden Strukturwandel in der Lausitz. DGB-Vorstand Stefan Körzell war seinerseits gemeinsam mit Frederik Moch auch Mitglied der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“, kurz Kohlekommission. Diese Kommission hatte zu einer gemeinsamen Empfehlung für den Ausstieg aus der Kohleverstromung gefunden.

Als Gewerkschaftsvertreter hatten sie sich dort besonders für einen sozial gerechten Strukturwandel eingesetzt: „Niemand darf ins Bergfreie fallen!“ war dabei einer der Leitgedanken. Das Ergebnis: Betriebsbedingte Kündigungen wurden ausgeschlossen. Es gibt ein staatliches Anpassungsgeld, mit dem ggfs. Jahre bis zum vorzeitigen Renteneintritt überbrückt werden können. Zentral waren und sind für den DGB aber auch die im Abschlussbericht festgehaltenen Investitionen und Strukturhilfen. Damit sollen in den betroffenen Regionen neue Arbeitsplätze, neue Industrien, Technologie- und Forschungscluster sowie eine moderne Infrastruktur entstehen können und Bundesbehörden und Forschungseinrichtungen angesiedelt werden.

Wenn wir schneller aus der Kohleverstromung aussteigen wollen, müssen wir das Geld für die notwenigen Investitionen in die Hand nehmen. Es ist nur gerecht, wenn alle Beteiligten die Kosten für den Strukturwandel gemeinsam tragen, statt die Betroffenen mit unsicheren Zukunftsaussichten alleine zu lassen. Denn der Strukturwandel ist politisch gewollt, um die Verpflichtungen beim Klimaschutz zu erfüllen, die Deutschland mit dem Klimaabkommen von Paris eingegangen ist. Aus diesem Abkommen leitet sich die Verpflichtung ab, den Wandel in den betroffenen Regionen gerecht zu gestalten. Gerade den Menschen im Osten Deutschlands, die einen großen Strukturbruch nach der Wende mitgemacht haben, sind wir das schuldig,“ so Stefan Körzell 2019 im „vorwärts“.

2021 hat der Deutsche Gewerkschaftsbund daher ein Projekt „Revierwende“ ins Leben gerufen, das von der Lausitz bis in den Südwesten Deutschlands reicht. Seitdem ist das dieses Projekt an sechs Standorten, verteilt auf die drei Braunkohlereviere und die Steinkohlekraftwerksstandorte im Ruhrgebiet und Saarland vor Ort. Denn mit dem Beschluss bis spätestens 2038 aus der Kohleverstromung auszusteigen, steigt auch der Transformationsdruck in den Revieren. Damit die Zukunft der Reviere nachhaltig gestaltet und die Energiewende erfolgreich umgesetzt werden kann, fließen bekanntlich insgesamt über 40 Milliarden Euro in den aktuellen Strukturwandel. Die Aufgaben für die Reviere sind dabei groß. „Es gilt sich neu zu erfinden, die industrielle Basis nicht zu verlieren und gleichzeitig attraktiv zu bleiben, um im Wettbewerb zu bestehen. Doch zuallererst muss gelten, dass niemand ins Bergfreie fällt. Für den DGB, seine Mitgliedsgewerkschaften und das Projekt Revierwende ist klar, dass in erster Linie die Menschen in den Revieren angesprochen, mitgenommen und einbezogen werden müssen,“ heißt es beim DGB.

Stefan Körzell, Jahrgang 1963, ist gelernter Maschinenschlosser. Zunächst wurde er DGB-Kreisvorsitzender und übernahm dann später den Vorsitz des DGB Bezirks Hessen–Thüringen. Seit 2014 bis heute ist er Mitglied im geschäftsführenden DGB-Bundesvorstand. (UST)

Rütteldruckverdichtung i. A. der LMBV am Restloch Greifenhain
Fotos: DGB | Pia-Marie Schulz & LMBV | Dr. Uwe Steinhuber


Tour der LMBV mit Seenluft24 durch die Tagebau-Restlochkette

Senftenberg. Im August 2025 ging Reporter Ralf Jußen von Seenluft24 der Frage nach, wie der Stand der Sanierung am zentralen Sedlitzer See der LMBV ist. Gemeinsam mit dem Sanierungsbereichsleiter Lausitz, Gerd Richter, ging der Regionalsender auf eine Befahrung, um die laufenden Arbeiten an und um die Restlochkette bei Senftenberg in Augenschein zu nehmen.

Dabei gab LMBV-Prokurist G. Richter Erläuterungen zum Bau des weitestgehend bereits fertigen Ableiters, zur schonenden Sprengverdichtung auf der Brückenfeldkippe bei Sedlitz, zur Totholzbergung auf dem See sowie zum Ausspiegeln mit den benachbarten Bergbaufolgeseen.

Ziel aller Arbeiten, auch der noch ausstehenden Ausstattung der verbindenden Überleiter zum Partwitzer See, zum Geierswalder See und Großräschener See ist die Fertigstellung und Nutzbarmachung des Sedlitzer Sees im Jahr 2026. Mit interessanten Drohnenaufnahmen bekommen Interessierte einen guten Überblick über den Stand der Sanierungsprojekte. (UST)

Hier die Links zu den Online-Filmbeiträgen von Seenluft24:

Dreh bei den Bohrarbeiten der TDE auf der Brückenfeldkippe
Fotos: LMBV | Dr. Uwe Steinhuber


LMBV spiegelt Wasserhöhe zwischen Sedlitzer und Großräschener See aus

Senftenberg. Am 18. August 2025 wurden weitere fünf Dammbalken am Ilse Kanal zwischen Sedlitzer und Großräschener See gezogen. Die noch im Kanal verbliebenen, tiefer liegenden sieben Dammbalken werden in den kommenden Wochen ebenfalls entnommen.

Damit gibt es keine wesentliche hydraulische Trennung mehr zwischen den beiden Bergbaufolgeseen in der Lausitz. Die Wasserhöhe beider Seen wird bei ca. 100,40 NHN (Normalhöhenull) liegen. Eine Schiffbarkeit des Ilse Kanals ist damit aber noch nicht gegeben. Dafür müssen erst formale Voraussetzungen geschaffen werden.

Anfang September werden auch die anderen zur so genannten Restlochkette gehörenden Seen ausgespiegelt sein: Der Geierswalder, der Partwitzer, der Sedlitzer und der Großräschener See sind geflutete, nebeneinander liegende ehemalige Braunkohlentagebaue, die auf einer Wasserhöhe schiffbar miteinander verbunden sein werden.

Mit einer Nutzung all dieser Seen im Verbund mit dem Senftenberger See rechnet die LMBV in der nächsten Saison. Dann werden insgesamt ca. 4000 Hektar Wasserfläche als Herz des Lausitzer Seenlands nutzbar sein. (Update v. 18.08.25 12.30 erfolgt | UST)


Erster Spatenstich für das Projekt KANU am Ufer des Sedlitzer Sees erfolgt

Senftenberg / OT Sedlitz. Die Flutung des Sedlitzer Sees befindet sich in der finalen Phase – ab dem Jahr 2026 soll der größte See im Lausitzer Seenland der öffentlichen Nutzung zur Verfügung stehen. Daran glauben nicht nur die Mitglieder des Sedlitzer Wassersportvereins, sondern auch die Vertreter des Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg als auch des Bergbausanierers LMBV.

Um die touristische Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit dieser besonderen Destination langfristig zu sichern, ist auch der Aufbau und Ausbau einer touristischen Infrastruktur von zentraler Bedeutung. Das betrifft unter anderem den ca. 25 Hektar großen Entwicklungsstandort „Sedlitzer Bucht“. Mit dem Baustart für ein Multifunktionsgebäude (KANU Sedlitz) an der Marina Sedlitz durch den Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg (ZV LSB) wird nun in diesem Bereich ein weiterer Meilenstein gesetzt.  

Dazu erfolgte an der Sedlitzer Bucht im Ortsteil Sedlitz am 23. Juli 2025 der erste Spatenstich. Um das geplante Projekt erfolgreich umsetzen zu können, werden Mittel aus dem Investitionsgesetz Kohleregion zur Verfügung gestellt. Dazu übergab Kathrin Schneider, Ministerin und Chefin der Staatskanzlei des Landes Brandenburg, einen entsprechenden Bewilligungsbescheid der ILB in Höhe von etwa 4,4 Mio. Euro.

Verbandsvorsteher Detlef Wurzler bedankte sich bei der Landesregierung, beim Landkreis OSL, der Stadt Senftenberg sowie der LMBV für die bisherige Unterstützung. Gerd Richter betonte für den Bergbausanierer, dass der Sedlitzer See derzeit Sanierungsschwerpunkt ist und voraussichtlich 2026 schiffbar erklärt werden kann. Dann folgt parallel noch die Ausstattung der Überleiter, um künftig den Verbund der fünf Seen bei Senftenberg schiffbar zu machen. (UST)

Erster Spatenstich des ZV LSB für das Projekt KANU am Ufer des Sedlitzer Sees erfolgt.
Fotos: LMBV | Dr. Uwe Steinhuber


Arbeitsbesuch des Präsidenten der Landesdirektion Sachsen bei der LMBV in der Lausitz

Senftenberg. Der Präsident der Landesdirektion Sachsen (LDS) Béla Bélafi und weitere Mitarbeiter der LDS besuchten am 16. Juli 2025 die LMBV in der Lausitz. Dabei wurden der Präsident und seine Mitarbeiter von den beiden Geschäftsführern Bernd Sablotny und Torsten Safarik herzlich am Sitz des Unternehmens begrüßt.

Nach einem Einführungsgespräch nutzte die Geschäftsführung der LMBV die Gelegenheit, den Präsidenten und seine Mitarbeiter bei einer Jeep-Tour über die Arbeiten der Bergbausanierer im Lausitzer Revier zu informieren. Der LDS-Chef konnte sich dabei vom vielfältigen Landschaftswandel und den noch bestehenden Herausforderungen an den Bergbaufolgeseen im entstehenden Lausitzer Seenland selbst überzeugen.

Die Befahrung wurde vom zuständigen LMBV-Sanierungsbereichsleiter Lausitz Gerd Richter geleitet, der seinerseits von der Fachreferentin Corinna Hampe unterstützt und vom Pressesprecher Dr. Uwe Steinhuber begleitet wurde. Auf der Seen-Runde standen nach den jüngsten Schifffahrtserklärungen auf der Brandenburger Seite u. a. auch für den Partwitzer und Geierswalder See die Rückkopplungen für Sachsen und die künftigen Funktionen der verschiedenen Überleiter, die nötigen Austonnungen aber auch das geplante Hafenprojekt am Partwitzer See im Mittelpunkt des Austausches. Hierzu brachte sich auch die Bürgermeisterin von Elsterheide, Antje Gasterstädt, in die Diskussion ein. 

Beim Einsatz des Wasserbehandlungsschiffes „Klara“ wurden die Aufgaben bei der Güteentwicklung der künstlichen Bergbaufolgeseen dargestellt. Auch der Sanierungsstützpunkt am Sedlitzer See und der künftige See-Ableiter wurden besichtigt.

Für alle Beteiligten war dies ein nützlicher Informationsaustausch zu den verschiedensten Vorhaben. Der LDS-Präsident wurden von Fachleuten von den Dienststellen Dresden und Leipzig begleitet, darunter waren der Referatsleiter für Bergbau, Bergbaufolgen, Grundwasser Dominik Oberhettinger und die beiden Sachgebietsleiterinnen im Referat 47 Uschi Muschol sowie Dr. Verena Maleska. 

„Es ist beeindruckend zu sehen, mit wie viel Erfolg und Herzblut der Wandel in der Lausitz vorangetrieben wird. Hier wird angepackt und etwas für die Region geschaffen. Es ist eine Aufgabe, die Generationen überdauert, doch bereits jetzt trägt sie Früchte, wenn ich z. B. an den Bärwalder See oder Partwitzer See denke. Als Landesdirektion stehen wir hier an der Seite des Unternehmens und der Kommunen vor Ort, um gemeinsam im Team voranzukommen – für die Menschen und die Natur. Solche Termine vor Ort sind
ideal, um die weiteren Vorhaben zu besprechen und Unklarheiten frühzeitig auszuräumen. Entscheidungen allein vom Schreibtisch aus sind nicht immer zielführend. Der Vor-Ort-Termin war bestens organisiert und aufschlussreich“, so LDS-Präsident Béla Bélafi, der betonte, wie wichtig die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten für den Erfolg des Lausitzer Strukturwandels ist. (mit LDS v. 18.07.25 ergänzt | UST)

Präsident der Landesdirektion Sachsen Béla Bélafi mit Mitarbeitern sowie der BM A. Gasterstädt bei der LMBV an der Anlegestelle des Wasserbehandlungsschiffes "Klara" am Partwitzer See
Fotos: LMBV | Dr. Uwe Steinhuber


Bärwalder See: Weiterer touristischer Aspekt mit ARCHE am größten See Sachsens

Klitten. Die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch hat am 9. Juli 2025 das Restaurant „Arche“ am Ufer des Bärwalder Sees in Klitten im Landkreis Görlitz besucht. Der Betrieb des als Schiff gestalteten Restaurants startete vor knapp einem Jahr zunächst mit einem Kaffee- und Kuchenangebot und das Restaurant selbst öffnete im Spätsommer 2024 seine Türen.

Seit der Eröffnung im letzten Jahr hat sich das Restaurant ‚Arche‘ zu einem beliebten Anziehungspunkt am Bärwalder See entwickelt. Es steht beispielhaft für die erfolgreiche Verbindung von touristischer Entwicklung und regionaler Wertschöpfung hier in der Strukturwandelregion im Lausitzer Seenland. Mein Dank gilt der Familie Mücke und seinem gesamten Team, dass sie neben dem Skan-Park mit diesem kulinarischen Angebot einen weiteren touristischen Höhepunkt am größten See Sachsens geschaffen haben“, so Sachsens Tourismusministerin Barbara Klepsch.

Der Zittauer Kieferorthopäde Giesbert Mücke hat mit seiner Familie in den letzten Jahren sehr viel zur Entwicklung der touristischen Infrastruktur am Bergbaufolgesee beigetragen. So ließ er zuerst den Skan-Park errichten, welcher im April 2003 eröffnet wurde und der sich direkt neben dem Restaurant „Arche“ befindet. Die Häuser wurden nach skandinavischem Vorbild in Holzständerbauweise errichtet. Es gibt acht Ferienhäuser und sechs Tiny Houses sowie ein Gemeinschaftshaus für Events. Zudem erwartet die Gäste eine holzbefeuerte Sauna mit einem Hot Tub, Sonnenliegen für Ruhepausen und weitere Freizeitangebote im Außenbereich für Groß und Klein.

Das Restaurant „Arche“ wird vom Dresdner Küchenchef Axel Göber geführt. Im Gastraum befinden sich 80 Plätze. Im Obergeschoss gibt es außerdem vier Ferienwohnungen. Die Stromversorgung erfolgt durch die eigene Photovoltaikanlage. Die Energie für das Kühlhaus und die Heizung laufen über ein Rückgewinnungssystem. Giesbert Mücke erhielt für sein Engagement am Bärwalder See 2023 eine Auszeichnung als einer von „Sachsens Tourismushelden“. Der Skan-Park trägt das Prädikat „Familienfreundlich im Lausitzer Seenland“.

Der Bärwalder See der LMBV entstand bis 2009 durch Flutung des ehemaligen Braunkohletagebaus Bärwalde und ist laut Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus „nun einer der beliebtesten Badeseen in Sachsen“. Er ist Sachsens größter Binnensee mit 1.299 Hektar und 58 Meter Tiefe. Der asphaltierte Seerundweg bietet auf 21 km für Radfahrer, Skater und Läufer tolle Ausblicke. Es gibt Möglichkeiten am See für Motor- und Elektrobootfahren, Segeln, Paddeln, Rudern, Kanu, Kajak, Stand Up Paddle Board, Angeln und Fahrgastschifffahrt sowie Wind-, Foil- und Kitesurfen. Außerdem gibt es Badestrände in Boxberg, Uhyst und Klitten. Der See hat eine ausgezeichnete Badewasserqualität. Quelle: PM des SMKT v. 09.07.2025 mit LMBV  (UST)

Das Lausitzer Seenland entwickelt sich positiv weiter.
Boxberger Ufer vor Kraftwerkskulisse - LMBV-Luftbild vom Bärwalder See | 2024


Arbeitsbesuch des Brandenburger Infrastrukturministers bei der LMBV

Senftenberg. Am 9. Juli 2025 waren Minister Detlef Tabbert und Staatssekretärin Dr. Ina Bartmann vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg (MIL) zu Gast bei der LMBV in der Lausitz. Sie wurden herzlich von den Geschäftsführern Bernd Sablotny und Torsten Safarik am Sitz des Unternehmens begrüßt. Die Geschäftsführung nutzte die Gelegenheit, aktuelle Herausforderungen in der Bergbausanierung vorzustellen.

Die LMBV dankte dem Minister und seinen Mitarbeitenden insbesondere für die kürzlich erfolgte rechtliche Schiffbarmachung des Großräschener Sees. Im Mittelpunkt des Austausches standen u. a. die noch zu leistenden Arbeiten in der Restlochkette.

Gemeinsam wurden im Anschluss die Baustelle des Ableiters Sedlitz, das Brückenfeld Sedlitz und der Überleiter 11 im Geländewagen befahren. Den Abschluss bildete ein Info-Halt am kürzlich für die Schifffahrt freigegebenen Großräschener See. Minister Tabbert hatte bereits an anderer Stelle betont: „Als gebürtiger Brandenburger und langjähriger Bürgermeister weiß ich, wie sehr sich Investitionen in die Infrastruktur lohnen und wie wichtig diese für die Menschen vor Ort sind.“  

Die MIL-Hausspitze wurde von Heidrun Lochmann von der GL4 und der persönlichen Referentin des Ministers Nadja Gnauck begleitet. (UST)

MIL-Hausspitze mit der LMBV-Geschäftsführung und Begleitern am Sedlitzer See.
Fotos: LMBV