Wir sind schneller: „Fünf Seen – ein Verbund“

Freigabe der Überleiter im Lausitzer Seenverbund kommt bereits zum 29. Juni 2026

Senftenberg. Am 13. Januar 2026 haben sich in Großkoschen bei der regelmäßigen Statusberatung zum Fortgang in der Restlochkette die Vertreter von Landesregierungen, Behörden, Zweckverbänden, der Landkreise und Kommunen mit dem Bergbausanierer LMBV gemeinsam darauf verständigt, den Seenverbund in der Restlochkette auf den

29. Juni 2026 vorzuziehen.

Der Sedlitzer See soll Anfang Mai 2026 für die Schifffahrt und den Gemeingebrauch freigegeben werden. In den nächsten Monaten werden die letzten Voraussetzungen geschaffen, damit bis dahin die erste Wassersportsaison auf dem Sedlitzer See möglich wird. Parallel wird die LMBV die Überleiter 8, 10 und 11 so weit ausstatten, dass Freizeitkapitäne den Verbund der fünf Bergbaufolgeseen ab dem 29. Juni 2026 nutzen können. (UST)

Foto vom Lausitzer Seenland | Steffen Rasche für LMBV


Warnung: Eisflächen auf Bergbaufolgeseen und Speichern nicht betreten!

Senftenberg. Aufgrund der aktuell niedrigen Temperaturen warnt auch die LMBV davor, Eisflächen auf Bergbaufolgeseen und anderen Wasserspeichern zu betreten. Durch die wechselnden Wasserspiegel ist das Eis oft nicht tragfähig. Bei Betreten besteht deshalb Lebensgefahr!

Insbesondere in den Speichern und den unterhalb liegenden Fließgewässern ändern sich durch die aktive Bewirtschaftung Wasserstände häufig. Dadurch entstehen unter dem Eis gefährliche Hohlräume und Spannungen im Eis, welche urplötzlich zum Aufbruch der Eisfläche führen.

Auch die Flüsse sind ständig in Bewegung. Deshalb sind sie meistens nicht vollständig zugefroren. Randeis an den Ufern kann leicht abbrechen, da sich durch die ständig wechselnden Wasserstände auch hier Hohlräume bilden.

Gerade auf Kinder haben zugefrorene Flüsse und Seen oft eine große Anziehungskraft. Deshalb sollten Eltern ihren Kindern die Gefahren beim Betreten von Eisflächen immer wieder vermitteln und durch eigenes, richtiges Verhalten Vorbild sein. (UST / mit LTV)

Symbolfoto: Eiszapfen am Bergbaufolgesee


Freigabe der Landesstraße 60 zwischen Lauchhammer und Finsterwalde nach umfangreicher Sanierung

Senftenberg/Lauchhammer. Mit der Fertigstellung der Brücke am Abzweig Lichterfelder Straße erfolgte am 18. Dezember 2025 die Freigabe der L60 zwischen Kleinleipisch und Lichterfeld. Mirko Buhr, Bürgermeister der Stadt Lauchhammer, und LMBV-Abteilungsleiter Michael Matthes gaben gemeinsam mit Dr. Justus Metzner, Geschäftsführer der Metzner GmbH, Michael Kerger vom Bauamt des Amtes Kleine Elster und Sören Miertzsch, Leiter der Straßenmeisterei Schwarzheide, die Straße durch einen symbolischen Banddurchschnitt zur Nutzung frei. Damit endet ein jahrzehntelanges Kapitel des Neubaus und der Sanierung der L60.

Die Landesstraße zwischen den Ortsteilen Schipkau, Kostebrau, Lauchhammer-Ost und Lichterfeld wurde seit 2014 in mehreren Straßenabschnitten auf einer Länge von elf Kilometern saniert. Sie führt über die Kippenmassive der ehemaligen Tagebaue Kleinleipisch, Friedländer, Anna-Süd sowie Marie-Anne I und IV. „Da die Befahrbarkeit der Straßentrassen auch nach Abschluss des Grundwasserwiederanstiegs zu gewährleisten ist, bestand für die LMBV eine Sanierungspflicht für die Endsicherung des Untergrundes der Trasse“, erklärte Michael Matthes.

Im Rahmen der Sanierung wurden Medien umverlegt und der vorhandene Straßenkörper rückgebaut. Die Sicherung des Untergrundes auf einem ca. 15 m breiten Geländestreifen wurde mittels Einbaus eines geogitterbewährten Sicherungspolsters mit einer Kronenbreite von ca. 10 - 11 m und Flankenneigungen von 1:1,5 realisiert. Anschließend wurde der Straßenoberbau hergestellt und die verkehrstechnische Umgestaltung von Kurvenradien und Straßenkuppen in einzelnen Abschnitten vorgenommen.

Im Zuge der Straßensanierung wurden weiterhin die Brücke Schwarze Keute errichtet und Teile der ehemaligen Flutungsleitung zum Bergheider See zurückgebaut. Das neue Brückenbauwerk zielt darauf ab, die Vorflutverbindung zwischen der Schwarze Keute, dem Restloch 113 und dem Restloch 75/99, sicherzustellen. Von 2018 bis 2022 wurden Rütteldruck- und Rüttelstopfverdichtungen als baugrundverbessernde Maßnahmen durchgeführt. Die Brücke ist ca. 35 Meter lang; die Stützweite beträgt 9,30 Meter. Die Straße über der Brücke wurde auf rund 600 Meter neu errichtet. Nachauftragnehmer der Firma Metzner war Hentschke Bau, welche den Brückenbau übernommen haben.

Mit dem Abschluss der Beschilderungs- und Markierungsarbeiten auf der L60 erfolgte nun die Verkehrsfreigabe. Die Umfahrung wird in naher Zukunft zurückgebaut. Finanziert wurde die Maßnahme über den §2 des Verwaltungsabkommens Braunkohlesanierung. Die Gesamtkosten der Sanierung aller Straßenabschnitte belaufen sich auf rund 13,5 Mio Euro. Im Umfeld der L60 sind in den kommenden Jahren weitere Arbeiten im Rahmen der bergbaulichen Sanierung geplant. Dazu gehören der Rückbau der alten Flutungsleitung sowie das Auffüllen von Tieflagen; die Befahrbarkeit der L60 wird von diesen Maßnahmen jedoch nicht betroffen sein.

Fotos: Gernot Menzel für LMBV


LTV: Länderübergreifende Studie zum Wasserhaushalt Lausitz beauftragt

Pirna. Der Wasserhaushalt der Lausitz wurde in den letzten 100 Jahren durch den Braunkohlebergbau massiv beeinflusst und verändert. Mit dem Kohleausstieg und den Klimaveränderungen wird die verfügbare Wassermenge, das sogenannte Wasserdargebot, in den Lausitzer Flüssen weiter zurückgehen. Unter diesen Randbedingungen einen weitgehend selbstregulierenden Wasserhaushalt in der Lausitz aufzubauen, ist eine Generationenaufgabe und wird Jahrzehnte dauern. Die Vorbereitungen dafür laufen jedoch bereits.

So wurde unter anderem in diesem Jahr mit der Bearbeitung einer Speicherstudie begonnen, in der nach Optimierungspotenzialen bestehender Talsperren, Wasserspeicher und Bergbaufolgeseen in den Einzugsgebieten der Spree und der Schwarzen Elster gesucht wird. Dabei werden unter anderem die Bewirtschaftung der Stauanlagen sowie die Auswirkungen einer möglichen Vergrößerung der Stauräume unter die Lupe genommen. Untersucht wird auch, welche Effekte eine Verbundbewirtschaftung bestehender Speicher haben könnte, um Wasserdefizite besser ausgleichen zu können und die Anlagenbewirtschaftung klimaresilienter auszugestalten. Die Ergebnisse sollen im Frühjahr 2027 vorliegen.

Die Speicherstudie wurde in Abstimmung mit der länderübergreifenden Arbeitsgruppe „Flussgebietsbewirtschaftung Spree, Schwarze Elster und Lausitzer Neiße“ - in der auch die LMBV vertreten ist - vorbereitet und durch die Landestalsperrenverwaltung Sachsen beauftragt. Ihre Erstellung wird durch die Geschäftsstelle Lausitz* koordiniert. Die Studie kostet rund 170.000 Euro, finanziert durch den Europäischen Just Transition Funds (JTF) sowie aus Mitteln des Freistaates Sachsen. Sie ist eine von mehreren Studien, die durch die Landestalsperrenverwaltung Sachsen zum Thema Wasserhaushalt Lausitz laufen oder noch beauftragt werden sollen. Insgesamt stehen ihr dafür rund 1,79 Millionen Euro aus Landes- und EU-Mitteln zur Verfügung.

*Die Geschäftsstelle Lausitz wurde durch die Landestalsperrenverwaltung für die länderübergreifende Arbeitsgruppe „Flussgebietsbewirtschaftung Spree, Schwarze Elster und Lausitzer Neiße“ eingerichtet. Mitglieder der Arbeitsgruppe sind unter anderem die Bundesländer Brandenburg, Sachsen und Berlin. Finanziert wird die Geschäftsstelle durch den Just Transition Fund der EU sowie Mitteln aus dem sächsischen Haushalt.

Die vier Mitarbeitenden der Geschäftsstelle koordinieren Untersuchungen zum Wasserhaushalt Lausitz und sind für das Datenmanagement verantwortlich. Zudem begleiten sie die Weiterentwicklung eines Flussgebietsmodells, das die Grundlage für eine langfristige Bewirtschaftung der Flussgebiete Spree, Schwarze Elster und Lausitzer Neiße bildet. Genutzt werden soll das Modell zudem, um wasserwirtschaftliche Planungen besser bewerten zu können und diese in das strategische Wassermanagement einzuordnen.

Quelle: PM der LTV v. 15.12.2025

Symbol-Fotos von LMBV-Speichern - Autor St. Rasche


LDS gibt weitere Flächen auf Geierswalder und Partwitzer See für die Schifffahrt frei

Dresden/Elsterheide. Die Landesdirektion Sachsen (LDS) hat weitere Flächen auf dem Geierswalder und dem Partwitzer Sees für die Schifffahrt freigegeben. »Wir entwickeln die Schifffahrt auf sächsischen Seen weiter – mit Augenmaß, damit Tourismus, Bootssport und Wirtschaft wachsen und gleichzeitig die Natur weiter atmen kann. Nur so können die Regionen rund um die Seen nachhaltig davon profitieren«, so Béla Bélafi, LDS-Präsident.

Auf dem Geierswalder See betrifft dies Wasserflächen am südwestlichen und am nordwestlichen Ufer. Aus Naturschutzgründen wird ein Teil der Fläche am nordwestlichen Ufer jährlich vom 1. März bis 30. September gesperrt.

Auf dem Partwitzer See werden Wasserflächen am Süd- und Südwestufer, am Ufer nördlich des Barbara-Kanals sowie im nördlichen Seegebiet erstmalig für die Schifffahrt nutzbar. Ein Teil der Fläche am Südwestufer ist jährlich vom 1. März bis zum 30. September ebenfalls aus Gründen des Naturschutzes gesperrt.

Die freigegebenen Flächen waren bisher geotechnische Sperrgebiete. Die Fortschritte der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) bei den Sanierungsarbeiten, insbesondere bei der Herstellung der Standsicherheit, machten die Freigabe für die Schifffahrt möglich. Die Flächen können, wie die bisher freigegebenen Seeflächen, mit Fahrgastschiffen, motorangetriebenen Sportbooten sowie mit Sportbooten ohne Motor befahren werden.

Die Freigaben und temporären Sperrungen erfolgen mittels wasserrechtlicher und schifffahrtsrechtlicher Allgemeinverfügungen. Diese umfassen Karten mit genauer Verortung der Flächen. Die Bekanntmachung erfolgt im Amtsblatt der Gemeinde Elsterheide vom 12.12.2025. Die Allgemeinverfügungen werden am 13.12.2025 wirksam.

Die LDS hat bisher große Teile der auf sächsischem Territorium liegenden Seefläche des Geierswalder Sees in den Jahren 2013 und 2018 für die Schifffahrt freigegeben. 2019 folgten Teile des Partwitzer Sees und der Barbara-Kanal, der beide Seen verbindet. Im Jahr 2024 wurden die Genehmigung für die Marina und einen Fahrgastschiffsanleger am Partwitzer See sowie die Freigabe weiterer Gewässerstrecken für die Schifffahrt erteilt.

Quelle: PM der LDS v. 12.12.2025

Übersichtskarte über die schiffbaren Gewässerstrecken auf dem Geierswalder See und Partwitzer See (Stand 12. Dezember 2025)
Foto: LMBV


Barbarafeier der LMBV im dreißigsten Jubiläumsjahr in Cottbus

Senftenberg/Cottbus. Am 4. Dezember 2025 wurde die traditionelle Barbarafeier der Bergbausanierer im Lausitzer Revier – diesmal in Cottbus – ausgerichtet. Rund 800 Gäste waren der Einladung gefolgt und konnten eine stimmungsvolle Veranstaltung erleben.

Als Ehrengäste konnte der kaufmännische Geschäftsführer Torsten Safarik die Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland Elisabeth Kaiser vom Bundesministerium der Finanzen und in Vertretung des Ministerpräsidenten Dr. Dietmar Woidke den Wirtschaftsminister Daniel Keller in der Messehalle der CMT begrüßen. Er überbrachte herzliche Grüße des Ministerpräsidenten, der Folgendes ausrichten ließ: „Seit 30 Jahren sorgt die LMBV erfolgreich dafür, dass aus den ehemaligen Tagebauflächen in der Lausitz und im Mitteldeutschen Revier wertvolle Lebensräume und attraktive Seenlandschaften entstehen. Dass dieses Jubiläum mit der Barbarafeier zusammen gefeiert wird, symbolisiert die enge Verbindung zwischen traditionellem Bergbau und modernem Strukturwandel. Ihre Arbeit ist ein bedeutender Beitrag für die nachhaltige Entwicklung Brandenburgs und die Zukunft der Region. Im Namen der Landesregierung danke ich allen Beschäftigten für ihr Engagement und ihre jahrelange, erfolgreiche Arbeit. Gemeinsam blicken wir auf eine erfolgreiche Vergangenheit und auf die vor uns liegenden Aufgaben. Glückauf!

Bernd Sablotny hob bei seinem Rückblick auf das Jahr 2025 hervor, dass die LMBV als ein Unternehmen handelt, das versteht, dass Sanierung nicht geradlinig verläuft, sondern sich ständig verändert: von Großprojekten hin zu langfristiger Gewässerbewirtschaftung, von der bergtechnischen Sanierung hin zu Ewigkeitslasten, die Generationen begleiten werden.

Staatsministerin Kaiser betonte in ihrem Grußwort die Rolle der LMBV im noch laufenden Strukturwandel in den ostdeutschen Revieren und zeigte eine hohe Wertschätzung für all die sichtbaren Ergebnisse des Landschaftswandels durch das Wirken der Bergbausanierer. "Was hier – auf der größten Landschaftsbaustelle Europas – in den vergangenen drei Jahrzehnten entstanden ist, ist wahrlich beeindruckend. Trostlose „Mondlandschaften“ haben sich in attraktive Naherholungsgebiete verwandelt. Mit vielfältigen und naturnahen Freizeit- und Tourismusangeboten, mit intakter Land- und Forstwirtschaft."

Ministerpräsident Michael Kretschmer, der wegen kurzfristiger Verpflichtungen in Berlin nicht selbst in Cottbus präsent sein konnte, schrieb in einem Grußwort: „Seit drei Jahrzehnten verwandelt die LMBV die Altlasten des Bergbaus in lebenswerte Zukunftsräume. Von der Bodensanierung bis zum selbstregulierenden Wasserhaushalt: durch die wertvolle Arbeit der LMBV entstehen neue Chancen für Natur, Tourismus und die wirtschaftliche Entwicklung. Sie legt das Fundament für einen erfolgreichen Strukturwandel unserer Kohleregionen. Die Regionen, die einst unseren Wohlstand unter großen Belastungen getragen haben, verdienen weiterhin Planungssicherheit, Anerkennung und eine starke Perspektive.“

Weitere Auszüge aus dem Bericht von Bernd Sablotny: "Wer heute auf die LMBV schaut, sieht ein Unternehmen, das sich ständig verändert – und das sich gerade durch diese Fähigkeit zum Wandel definiert. Unsere Geschichte beginnt nicht als Sanierer, nicht als Gestalter neuer Landschaften, sondern als Erbe einer jahrzehntelang geprägten Bergbauindustrie. Und sie beginnt mit einer riesigen Aufgabe: die Hinterlassenschaften eines industriellen Zeitalters nicht nur stillzulegen, zurückzubauen und zu sichern, sondern in lebenswerte Räume zu verwandeln, Perspektiven zu schaffen.

Mit dem ersten Verwaltungsabkommen 1992 wurden die Grundlagen gelegt. 1995 folgte durch die Verschmelzung von LBV und MBV die Bildung der LMBV – und damit der Startpunkt für eine Aufgabe, deren Dimension man in der Anfangszeit kaum ermessen konnte. Damals ging es um schiere Masse: riesige Kippenflächen, offene Tagebaue, 1.200 km instabile Böschungen, Gewässer, die diese Bezeichnung kaum verdienten. Die Region war im Umbruch – und wir mittendrin, als Feuerwehr, als Krisenmanager, als Verwalter eines Erbes, das größer war, als es viele von außen ahnten.

Die 1990er Jahre waren eine Phase, die man rückblickend kaum greifen kann. Das Tempo war enorm. Was gestern noch ein aktiver Tagebau war, befand sich heute in der Stilllegung – und ging morgen bereits einen ersten Schritt in Richtung Rekultivierung. Wir mussten gleichzeitig planen, sichern, zurückbauen, verhandeln, erklären. Und wir mussten lernen, wie man eine Region umbaut, die zuvor über Jahrzehnte durch und für den Braunkohlebergbau gestaltet worden war.

Im Laufe der Jahre veränderte sich der Charakter unserer Arbeit. Aus Rückbau wurde Sanierung. Aus Sicherung wurde Gestaltung. Aus der Beseitigung akuter Gefahren wurde ein langfristiges Management geotechnischer und hydrologischer Prozesse. Doch jede Phase brachte ihre eigenen Zäsuren mit sich – und manche von ihnen waren schmerzhaft.

2009 hat die Rutschung am Concordia See in Nachterstedt das ganze Land aufgerüttelt. Für uns war sie ein tiefgreifender Einschnitt. Sie hat allen Beteiligten  drastisch vor Augen geführt, welche Verantwortung wir tragen. Die geotechnische Sicherheit wurde neu justiert. Methoden wurden hinterfragt, Modelle weiterentwickelt, Überwachungssysteme verbessert. Nachterstedt war ein Wendepunkt – nicht, weil wir versagt hätten, sondern weil wir begriffen, dass Sanierung kein lineares Projekt ist, sondern ein dynamischer Prozess.

Ähnlich prägend war das Setzungsfließen der Innenkippe im ehemaligen Tagebau Spreetal im Jahr 2010. Diese Ereignisse haben uns gezeigt, wie komplex das Zusammenspiel aus Kippenmaterial, Grundwasser sowie inneren und äußeren Initialen ist – und wie schnell sich Rahmenbedingungen ändern können. Sie haben uns geschärft. Sie haben uns zu einem Unternehmen gemacht, das Risiken nicht nur reaktiv begegnet, sondern vorausdenkend. In 2023 haben wir die sog. Innenkippenpriorisierung auf den Weg gebracht, um in den nächsten 15 bis 20 Jahren ca. 80 % der ca. 300 km² Sperrflächen wieder freigeben zu können.

Die aktuelle Situation am Störmthaler Kanal zeigt ebenfalls, wie sich die Randbedingungen jederzeit ändern können. Grundwasserstand, suffosionsgefährdete Böden und ein Schleusenbauwerk, das im Nachhinein gesehen doch einige Defizite aufweist, machten seit 2021 ständig neue Sicherungsmaßnahmen erforderlich. Anfang November diesen Jahres zeigten sich Setzungen, die eine entstehende innere Erosion vermuten ließen. Sofortiges Handeln war erforderlich, noch in diesem Jahr werden die gerade errichteten Stützkörper im Oberwasser des Kanals erweitert. Es sind genau diese Momente, in denen sich zeigt, wofür die LMBV steht: Wir reagieren schnell, wir handeln konsequent, und wir entwickeln Lösungen, um den auftretenden Risiken zu begegnen.

Ab 2010 kamen zunehmend auch Gewässerthemen hinzu. Mit dem Grundwasserwiederanstieg und dem Grundwasserschluss der Fließgewässer zeigten sich erste Verockerungserscheinungen – gesellschaftlich ein Reizthema. Wir mussten Lösungen finden, insbesondere für die Spree, kurz-, mittel- und langfristig. In einem ersten Schritt mussten wir die Spree bekalken und die Vorsperre Bühlow als Absetzbecken nutzen. In einem zweiten Schritt sind wir mit unseren Modularen Grundwasserreinigungsanlagen an der Spree die Hotspots gezielt angegangen. Aktuell arbeiten wir an dem großen Ziel, die Spree bis Anfang der 2040er Jahre in ein klares Gewässer zu verwandeln. Dazu sind drei Vorhaben erforderlich: Erstens der Bau einer Dichtwand an der Spreewitzer Rinne, zweitens die Errichtung von Brunnenriegeln und Überleitung der ungereinigten Wässer nach Schwarze Pumpe sowie drittens der Ausbau der Grubenwassereinigungsanlage in Schwarze Pumpe. Zum Schutz der Schwarzen Elster ertüchtigen wir derzeit die GWRA Pößnitz und haben Ende November die WBA Plessa in Betrieb nehmen können.

Vor gut 25 Jahren wurde die Flutungszentrale in der Lausitz gebildet, um den Flutungsprozess der Tagebaurestlöcher in Abstimmung mit den Ländern und der LEAG zielgerichtet angehen zu können. Dieser Prozess ist weitestgehend abgeschlossen. Jetzt müssen wir uns um die Bewirtschaftung der Tagebaurestseen nach Menge und Güte kümmern. Dies alles in Wechselwirkung mit dem schwankenden Wasserdargebot von Spree, Neiße und Schwarzer Elster. Folgerichtig haben wir die Flutungszentrale im September in Wasserbewirtschaftungszentrale Lausitzer Revier (WBLR) umbenannt. Eine Aufgabe, die dauerhaft wahrzunehmen ist und Ende der 2030er Jahre in staatliche Hände übergehen soll.

Nach 30 Jahren Sanierung ist es jetzt an der Zeit, sich aus der Fläche zurückzuziehen. Von 84.000 ha standen Ende 2023 noch 75.000 ha unter Bergaufsicht. In Mitteldeutschland können wir in den nächsten beiden Jahrzehnten für ca. 90% der Flächen und Anlagen das Ende der Bergaufsicht erreichen. In der Lausitz sind wir dagegen noch im aktiven Sanierungsprozess gebunden. Dabei ist das Ende der Bergaufsicht nur ein wichtiger erster Schritt. Für den Rückzug aus der Fläche ist die Unterhaltungslast für die entstandenen Gewässer an die Länder und Kommunen zu übergeben, die Liegenschaften zu bereinigen und das Monitoring zu beenden oder an die zuständigen Fachbehörden zu übertragen. Mit dem Tagebau Merseburg-Ost haben wir in 2024 bereits die ersten drei Schritte erfolgreich abschließen können.

All dies klingt technokratisch, sanierungstechnisch eben. Schauen wir auf die Landschaften im Wandel, sehen wir – nicht ohne Stolz - , was wir gemeinsam, die LMBV, der Bund, die Länder und die Regionen, erreicht haben. In Mitteldeutschland der Geiseltalsee, die Goitzsche, der Cospudener, der Zwenkauer, der Störmthaler und der Markkleeberger See. In der Lausitz der Berzdorfer, der Bärwalder, der Geierswalder, der Partwitzer und der Großräschener See, die sich hervorragend entwickeln, um nur einige Seen zu nennen. Im nächsten Jahr kommen der Sedlitzer See und am 29.06.2026 voraussichtlich die Überleiter der Restlochkette hinzu.

Der Bereich Kali-Spat-Erz wurde 2014 durch die Verschmelzung von GVV und LMBV Teil unseres Unternehmens. Dort waren und sind die Arbeiten schon weit fortgeschritten. Bis auf Restleistungen in der Verwahrung der Gruben, haben wir dort Anlagen zu betreiben, um die Ewigkeitslasten des Bergbaus zu bewältigen. Aktuell bauen wir beispielsweise an der Arsenabreicherungsanlage im Bielatal und planen eine Wasserbehandlungsanlage in Elbingerode. Die Verwahrung in Elbingerode soll in 2030 abgeschlossen werden.

Es zeigt sich aber, dass wir uns immer mehr mit der Erneuerung der Anlagen beschäftigen müssen, denn auch die Anlagen sind teilweise schon mehr als 30 Jahre alt. Dies gilt nicht nur für KSE, sondern auch für die Braunkohlesanierung." (UST)

Nach der Zeremonie zu Ehren der Bergbehörden wurde im Saal das Steigerlied gemeinsam gesungen.
Nach der Zeremonie zu Ehren der Bergbehörden wurde im Saal das Steigerlied gemeinsam gesungen.
Bernd Sablotny im Gespräch mit Wirtschaftsminister Daniel Keller und LBGR-Präsident Sebastian Fritze.
Bernd Sablotny im Gespräch mit Wirtschaftsminister Daniel Keller und LBGR-Präsident Sebastian Fritze.
Das Ensemble „Die Weberknechte“.
Das Ensemble „Die Weberknechte“.


Fotos: Gernot Menzel für LMBV


LMBV präsentiert sich auf Karrieremessen in Cottbus und Dresden

Senftenberg/Cottbus/Dresden. Gemeinsam mit über 80 regionalen, nationalen und internationalen Unternehmen sowie Forschungsinstituten präsentierte sich die LMBV am 12. November 2025 am Zentralcampus Cottbus der BTU Cottbus-Senftenberg auf Brandenburgs größter Recruitingmesse für akademische Fachkräfte.

Zahlreiche Studierende und Absolventen nutzten auf der campus-X-change die Gelegenheit, sich am Stand der LMBV über Praktikumsplätze, Abschlussarbeiten oder einen Jobeinstieg nach dem erfolgreichen Abschluss des Studiums zu informieren.

Vor allem Studierende des Umwelt- und Ressourcenmanagements, des Bauingenieurwesens und der Wasserbewirtschaftung waren an den Einstiegs- und Karrieremöglichkeiten bei der LMBV interessiert. Gezielte Nachfragen wurden insbesondere zur Nachhaltigkeit in der Bergbausanierung und zur Gewässergütebeeinflussung von Fließgewässern gestellt.

Zusätzlich zu den Ausstellern bot die Karrieremesse allen Interessierten ein umfangreiches Rahmenprogramm – bestehend aus einem Shooting für Bewerbungsfotos, einer Jobwall mit aktuellen Stellenanzeigen der Unternehmen sowie einer Matchingplattform, auf der im Vorfeld der Messe Gesprächstermine für den Tag vereinbart werden konnten.

In Dresden fand am 11. November 2025 die Messe Karrierewege an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) statt. Auch hier nutzten neben der LMBV über 90 regionale und überregionale Unternehmen sowie Institutionen die Möglichkeit, ihre Jobangebote zu präsentieren und zahlreiche Fragen der Studierenden zu beantworten. Der Bergbausanierer war zum ersten Mal auf der Recruitingmesse vertreten und vernetzte sich vor Ort vor allem mit den Studierenden des Bauingenieurwesens, der Geoinformation und der Wirtschaftswissenschaften.

Fotos: LMBV


Grundwassermodell Lausitz: Instrument für eine zukunftsgerichtete Wasserbewirtschaftung

Cottbus. Das länderübergreifende Planungsinstrument "Grundwassermodell Lausitz" (GWM Lausitz) soll einen Beitrag zur nachhaltigen Bewältigung der Folgen des Braunkohleausstiegs und zur Unterstützung des Strukturwandels in der Lausitz leisten. Bei einer Informationsveranstaltung in Cottbus wurden am 17. November 2025 vor mehr als 240 Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Bergbau, Verwaltung und Verbandswesen die Ziele des Projekts erläutert.

Die Tagung brachte Beteiligte des Vorhabens aus den zuständigen Landesministerien und den Geologischen Diensten der Bundesländer Brandenburg und Sachsen sowie der Projektkoordination mit Fachleuten aus der Hydrogeologie zusammen. In Vorträgen und Diskussionsforen erörterten die Expertinnen und Experten Fragestellungen zu den zentralen Anforderungen an das künftige Grundwassermodell. Thematisiert wurden die Ausgangslage und Aufgabenstellung für die anstehende Grundwassermodellierung, einzelne Planungsschritte in der fachlichen Zusammenarbeit sowie Umfang und Qualität der zu erhebenden Daten für den Aufbau und Betrieb des Grundwassermodells im Untersuchungsgebiet.

In seiner Begrüßung hob der Präsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Prof. Dr. Ralph Watzel, die Bedeutung des Projekts hervor: "Der Ausstieg aus der Kohleverstromung und der damit verbundene Strukturwandel wirken sich erheblich auf den Wasserhaushalt der Lausitz aus. Für eine zukunftsgerichtete Grundwasserbewirtschaftung in der Region sind länderübergreifende Maßnahmen erforderlich, die vom Bund im Rahmen des Projekts ›Grundwassermodell Lausitz‹ maßgeblich unterstützt werden. Als nationaler geologischer Dienst von Deutschland bringt die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe die notwendige Fachkompetenz mit, um das anspruchsvolle Vorhaben zu koordinieren."

Der Leiter des zur BGR gehörenden Forschungs- und Entwicklungszentrums Bergbaufolgen (FEZB), Prof. Dr. Christoph Neukum, betonte in seinem Vortrag: "Ein solch großes Grundwassermodell mit den geplanten wasserwirtschaftlichen Zielen aufzubauen, ist eine echte Herausforderung. Die Fülle der vorliegenden geologischen Daten, kombiniert mit der Vielzahl laufender wasserwirtschaftlicher Maßnahmen, die gleichermaßen berücksichtigt werden müssen, macht die Bearbeitung zeitaufwändig. Mit dem Modell werden neue Maßstäbe sowohl in der Modellierung als auch im Grundwassermanagement gesetzt."

Die Leiterin des Referats Bergbauwassermanagement, Flussgebietsbewirtschaftung im Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL), Dr. Christin Jahns, unterstrich in ihrem Vortrag: "150 Jahre Bergbau in der Region haben den natürlichen Wasserhaushalt der Lausitz tiefgreifend verändert. Das betrifft nicht nur das Grundwasser, sondern auch die Oberflächengewässer. Mit dem vereinbarten Kohleausstieg bis 2038 steht die Region vor einem Wendepunkt, bei dem die Wiederherstellung eines sich weitgehend selbst regulierenden Wasserhaushalts von zentraler Bedeutung ist. Wasser ist eine der wichtigsten Ressourcen und ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Alltags. Im Zuge des wirtschaftlichen Transformationsprozesses muss daher eine sichere und nachhaltige Wasserversorgung für Bevölkerung, Industrie und Umwelt gewährleistet werden."

Als Leiter der begleitenden Bund-Länder-Arbeitsgruppe und Leiter des Referats Hochwasserschutz, Wasserhaushalt Lausitz im Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz (MLEUV) des Landes Brandenburg hob Simon Henneberg die konstruktive und zielführende Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten hervor: "Um die zukünftigen Herausforderungen in der Lausitz zu meistern, gilt es, die gute Zusammenarbeit zwischen Brandenburg als Unterlieger und Sachsen als Oberlieger in der Lausitz und seinen Flusseinzugsgebieten fortzuführen. Das Grundwassermodell Lausitz ist ein gelungenes Beispiel, wie gemeinsam mit Sachsen und dem Bund unter hohem Zeitdruck wichtige Grundlagenarbeiten für die anstehenden komplexen Fragestellungen umgesetzt werden."

Beim Grundwassermodell Lausitz handelt es sich um ein Grundwasserströmungsmodell, das Fließpfade, Fließgeschwindigkeiten und Grundwassermengen berechnet. Das Modell baut auf den verfügbaren geologischen und geophysikalischen Daten auf und setzt sich aus einem geologisch-hydrogeologischen Strukturmodell, einem Grundwasserströmungsmodell sowie einem Bodenwasserhaushaltsmodell zusammen. Die Bergbauunternehmen in der Lausitz sind fachlich eingebunden und Ergebnisse und Erkenntnisse aus ihren bereits bestehenden Regionalmodellen werden berücksichtigt. Das Untersuchungsgebiet für das Grundwassermodell Lausitz umfasst 10.265 Quadratkilometer, wovon sich knapp zwei Drittel auf brandenburgischem und gut ein Drittel auf sächsischem Gebiet befinden. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund neun Millionen Euro, die zu 70 Prozent vom Bund und zu 30 Prozent von den Ländern Brandenburg und Sachsen finanziert werden. (BGR)

Weiterführende Informationen:

Symbolfotos von Gernot Menzel und Dr. Uwe Steinhuber


Technische Herausforderungen gemeistert: Wasserbehandlungsanlage Plessa läuft im Probebetrieb

Senftenberg/Plessa. Nach baulich bedingten Verzögerungen ist die Wasserbehandlungsanlage Plessa Ende Oktober 2025 in den dreimonatigen Probebetrieb gegangen. In dieser Anlage sollen künftig eisenhaltige Wässer gereinigt und so die Schwarze Elster vor Eisenhydroxidschlamm und Verockerung geschützt werden.

Undichtigkeiten in den so genannten Reaktionsbecken der Anlage und die Zulieferung wesentlicher Spezialbauteile hatten zum Verzug geführt. „Uns ist es mit einem Kraftakt aller Beteiligten gelungen, die Anlage in den Probebetrieb zu überführen“, so Torsten Safarik, Kaufmännischer Geschäftsführer der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV).

Mit dem Probebetrieb werden die Funktionsweise und die Steuerungstechnik der Wasserbehandlungsanlage Plessa nach einem genauen Fahrplan schrittweise in Betrieb genommen und getestet, um die Anlage für den späteren Regelbetrieb einzufahren.

Bis heute - und auch während der gesamten Errichtungszeit der WBA - dient insbesondere das vorgelagerte LMBV-Restloch 112 mittels dosierter Kalkzufuhr der Eisenminderung der aus dem Norden zufließenden Wässer. Damit war vor der Inbetriebnahme und ist auch während des Probe- und Einfahrbetriebes die Wasserbehandlung des anströmenden eisenhaltigen Wassers gesichert. Dies wird in Abstimmung mit den Behörden fortgesetzt.

Die Wasserbehandlungsanlage Plessa schützt künftig die Schwarze Elster vor Eisenhydroxidschlamm und Verockerung.
Fotos: Dr. Uwe Steinhuber und Luftbild von Christian Horn


Baubeginn der Sickerstützscheibe am Südufer des Berzdorfer Sees

Senftenberg. Anfang November beginnt die LMBV mit einer weiteren Sanierungsmaßnahme am Berzdorfer See. Im Süden bzw. Südwesten des Sees, im Strandabschnitt „Blaue Lagune“, wird in die bestehende Böschung eine so genannte „Sickerstützscheibe“ eingebaut: eine Sickeranlage zur Entwässerung von Böschungen. Sie besteht aus einem in Falllinie abgetreppt ausgeführtem Schlitzgraben, der mit Schotter, Kies oder auch mit Einkornbeton verfüllt wird.

Ziel der Maßnahme ist, die Absenkung der Sickerlinie um ca. zwei Meter in der Böschung zur realisieren. Dadurch wird die Dauerstandsicherheit der Böschung hergestellt. Des Weiteren werden die vorhandenen Böschungsfußgräben ertüchtigt und zusätzliche Ableiter von der Berme bis zur Wasserlinie des Restsees errichtet.

Die Bauarbeiten werden bis ins Frühjahr 2026 dauern, der Rundweg an diesem Abschnitt ist in dieser Zeit gesperrt, eine Umleitung ist ausgeschildert.

Ausführendes Bauunternehmen ist die Steinle Bau GmbH. Die Baukosten belaufen sich auf ca. 1 Million Euro.

Hintergrund:

Der Berzdorfer See ist ein ehemaliger Braunkohletagebau, der zwischen 1946 und 1997 rund 305 Millionen Tonnen Rohbraunkohle lieferte. Der Abbau von Braunkohle begann im „Berzdorfer Becken“ jedoch bereits schon im ausgehenden 19. Jahrhundert in kleineren Gruben.

Die derzeitigen Sanierungsmaßnahmen durch die LMBV sind voraussichtlich mit die letzten bergbaulichen Tätigkeiten am See, der längst touristisch genutzt wird. Das Ende der Bergaufsicht und die Übertragung des Gewässers an den Freistaat Sachsen werden derzeit vorbereitet. Anfang des Jahres 2025 wurden bereits die Verträge über die vorzeitige Folgenutzung des Berzdorfer Sees zwischen der LMBV, der Stadt Görlitz sowie der Gemeinde Schönau-Berzdorf angepasst und unterzeichnet. Diese Verträge werden so auch nach der Übertragung des Gewässers ihre Gültigkeit behalten.

Foto: LMBV/Steffen Rasche (2024)