Rektor der UN-Universität Prof. Dr. Marwala unterwegs im LMBV-Revier
Senftenberg. Am 2. November 2024 besuchte der Rektor der UN-Universität und Untergeneralsekretär der United Nations Prof. Dr. Tshilidzi Marwala die LMBV und auch das Sanierungsgebiet des Unternehmens in der Lausitz. Er wurde von Torsten Safarik, Kaufmännischer Geschäftsführer, und vom Lausitz-Sanierungsbereichsleiter Gerd Richter zunächst bei der LMBV in Senftenberg empfangen. Gemeinsam gingen sie anschließend auf eine Jeep-Tour, um sich über den Wandel in der Lausitz und die Bergbausanierung zu informieren. Dabei wurden u.a. die Ableiterbaustelle vom Sedlitzer See, die Marina am Sedlitzer See, der Ilse-Kanal, der Hafen Großräschen sowie der LMBV-Sanierungstagebau Greifenhain angefahren.
Die LMBV gratulierte zudem Prof. Dr. Marwala auch herzlich zu seiner Auszeichnung mit dem Carlowitz-Nachhaltigkeitspreis, der ihm im Rahmen der SÄCHSISCHEN NACHHALTIGKEITSKONFERENZ 2024 als „KI-Wissenschaftler für Nachhaltigkeit“ am 01.11.2024 in Chemnitz verliehen worden war. Veranstalter war dort die Sächsische Hans-Carl-von-Carlowitz-Gesellschaft e. V. zur Förderung der Nachhaltigkeit.
Als Bergbausanierer hat die LMBV eine ganz besondere Bindung zu Hans Carl von Carlowitz, der als Oberberghauptmann bereits 1713 schon das Wieder-Anpflanzen von Bäumen gefordert hat, nachdem für den Bergbau bereits viele Bäume - u.a. für den Schachtausbau und als Brennmaterial - geholzt worden waren. Durch ihn wurde damit der Begriff der forstwirtschaftlichen Nachhaltigkeit erstmals begründet. Dies ist auch heute für die Sanierungstätigkeit der LMBV ein wichtiges Kriterium. Mit dem Fertigstellen auch des Sedlitzer Sees wird beispielsweise die engere Restlochkette um Senftenberg im Jahr 2026 nachhaltig in eine Nutzung überführt. Rund 4.000 ha Wasserfläche werden dann zusammenhängend für Besucher auf und an den Seen nutzbar werden.
Der UNU-Rektor wurde von Prof. Dr. Edeltraud Guenther, Direktorin der United Nations University | Institute for Integrated Management of Material Fluxes and of Resources (UNU-FLORES), von UNU-Programmdirektor Prof. Dr. Daniel Karthe, von Dr. Alexey Alekseenko, Leiter des UNU Flores-Büros in Weißwasser sowie weiteren Mitarbeitern begleitet. (UST)
Am Ilse-Kanal auf der Großräschener Seeseite wurde das entstehende Lausitzer Seenland erklärt.Gemeinsamer Abschluss einer informativen Tour bei der LMBV in Bad Muskau.
Hintergrund zum „Hans Carl von Carlowitz – Nachhaltigkeitspreis“ für Prof. Marwala: Durch seine wegweisenden Forschungsergebnisse und -leistungen zur Verbindung von Nachhaltigkeit mit künstlicher Intelligenz (KI) inspirierte Prof. Marwala Forschung und Ausbildung für die Agenda 2030 (Pact of the Future) der UNO. Authentisch gäbe er den inhärenten Wert der Natur weiter und setze sich unbeirrbar wie Hans Carl von Carlowitz (1645-1714), für eine nachhaltige Wirtschaftsweise und vorausplanende Wirtschaftspolitik ein. Er wirke als Rektor der Universität der Vereinten Nationen als Pionier und Koordinator der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Er ermutige für eine weltumfassende Nachhaltigkeitspolitik.
Hintergrund zu Hans Carl von Carlowitz: Als Leiter des Oberbergamtes Freiberg lag unter anderem die Holzversorgung des kursächsischen Berg- und Hüttenwesens in seiner Zuständigkeit. Der immense Holzbedarf als Baumaterial und Brennstoff unter Tage und zur Verhüttung machte eine planvolle, nachhaltige Bewirtschaftung dieser Ressource notwendig. Bedeutung erlangte Carlowitz als Verfasser des ersten eigenständigen Werkes über die Forstwirtschaft, Sylvicultura oeconomica, oder haußwirthliche Nachricht und Naturmäßige Anweisung zur wilden Baum-Zucht (1713). In seinem Werk fasste er das im Dreißigjährigen Krieg verringerte forstliche Wissen seiner Zeit zusammen, erweiterte es durch eigene Erfahrungen und formulierte erstmals das Prinzip der forstwirtschaftlichen Nachhaltigkeit: „Wird derhalben die gröste Kunst / Wissenschafft / Fleiß / und Einrichtung hiesiger Lande darinnen beruhen / wie eine sothane Conservation und Anbau des Holtzes anzustellen / daß es eine continuirliche beständige und nachhaltende Nutzung gebe / weiln es eine unentberliche Sache ist / ohne welche das Land in seinem Esse [im Sinne von Wesen, Dasein] nicht bleiben mag.“ – Sylvicultura Oeconomica (1713), S. 105–106
Fotos: Prof. Dr. Daniel Karthe | UNU
Begeistert vom Landschaftwandel in der Lausitz: Prof. Dr. Tshilidzi Marwala aus Südafrika
Der Rektor der UN-Universität Prof. Dr. Marwala besuchte das LMBV-Revier – Gerd Richter und Karsten Handro erläutern die geplante Route. Mit im Bild Prof. Dr. Günther und Dr. Alexey Alekseenko, Leiter des UNU Flores-Büros in Weißwasser.
Die LMBV gratulierte Prof. Dr. Marwala herzlich zu seiner Auszeichnung mit dem Carlowitz-Nachhaltigkeitspreis.
Prof. Dr. Marwala informierte sich bei der LMBV über den Landschaftswandel in der Lausitz.
Der Rektor der UN-Universität Prof. Dr. Marwala am Sedlitzer See der LMBV – ein Wissenschaftler mit Weitblick.
Der Rektor der UN-Universität Prof. Dr. Marwala besuchte das LMBV-Revier – hier mit Gerd Richter und UNU-Mitarbeitern am Tagebau Greifenhain.
Der Vize-UN-Generalsekretars und die UNU-Direktorin bedanken sich bei Torsten Safarik.
Gerd Richter erhält aus den Händen des Vize-UN-Generalsekretars und der UNU-Direktorin die SDG-Nadel.
Schiffstaufe erfolgt — Neues Leben für das Motorschiff Seelust auf dem Bärwalder See
Senftenberg/Klitten. Hunderte Interessierte wollten sich das Ereignis nicht entgehen lassen: am 25.10.2024 wurde das erste Fahrgastschiff auf dem Bärwalder See als Motorschiff Seelust von privaten Investoren getauft und für Ausflugsfahrten in Dienst gestellt. Ein Lausitzer Ford-Autohändler und ein Reiseunternehmer aus der Region sind das Wagnis eingegangen, ein Ausflugsschiff für den größten See Sachsens zu erwerben. Dabei bekamen sie hinsichtlich der Zulassungen und Vorbereitungen Unterstützung von der Kommune Boxberg, der Landesdirektion Sachsen und der LMBV, die jeweils ihren Beitrag für den künftigen Schiffsverkehr auf dem Bergbaufolgegewässer der LMBV unweit der Kulisse des Kraftwerkes Boxberg der LEAG geleistet haben.
Bernd Budi und Patrick Schmidt haben für diesen Zweck die Bärwalder Schiffs GmbH gegründet und das Motorschiff von der Reederei von Wilfried Meyer am Markkleeberger See erworben. Dort hatte der Kopflader wegen der anhaltenden Sperrung des Störmthaler Kanals auf Grund geotechnischer Herausforderungen keine zeitnahe wirtschaftliche Zukunft mehr. In der Lausitz hat das Fahrgastschiff nun einen neuen Hafen und eine zweite Zukunft. Es bietet künftig Linienfahrten bis zum 1. Dezember diesen Jahres an. Derzeit sind fünf Fahrten am Tag geplant. Aber auch Sonderfahrten für Events oder zum Brunchen sollen aufgelegt werden. Mehr Informationen sind unter www.msseelust.de oder 035894 359994 zu bekommen.
Die MS Seelust ist klimatisiert, heizbar und barrierefrei und hat eine Breite von 4,90 Meter bei 21,90 Meter Länge. Der Tiefgang liegt bei 1,10 Meter. Die zugelassene Personenzahl beträgt 120. Gebaut wurde das Schiff auf der LUX-Werft in Mohndorf am Rhein im Jahr 2018. Die Antriebsmotoren sind Diesel-Hybrid mit 170 KW, wobei die Stromversorgung auf Lithium-Ionen-Batterie mit 62 KW beruht. Als Antrieb dient ein Schottel SRP 100. Die Personenschifffahrt im Leipziger Neuseenland Markkleeberger See und Störmthaler See GmbH & Co. KG war die Vorbesitzerin. (UST)
MS Seelust vor seiner Taufe am Bärwalder SeeZur Erinnerung an den Start der Schifffahrt: ein Findling von der Gemeinde Boxberg
Fotos: Dr. Uwe Steinhuber
Neues Fahrgastschiff auf dem Bärwalder See vor der Kulisse des LEAG-Kraftwerks Schwarze Pumpe im NordenHunderte Interessierte folgten der Einladung zur SchiffstaufeGrußwort von Landrat Udo Witschas als Vorsitzender des ZV LSSDie Investoren Bernd Budi und Patrick Schmidt von der Bärwalder Schiffs GmbHZur Aufnahme der Fahrgast-Schifffahrt auf dem Bärwlder See gab es ein Torte von der benachbarten ARCHELMBV-Vertreter Gerd Richter im Dialog mit Boxbergs Bürgermeister Hendryk Balko auf dem FahrgastschiffDie Gäste der Premierenfahrt genossen die Aussicht vom Oberdeck des Motorschiffes
Spree: Erneute Beräumung der Vorsperre Bühlow ab November 2024
Senftenberg/Spremberg. In enger Abstimmung mit dem für die Talsperre Spremberg verantwortlichen Landesamt für Umwelt (LfU) erfolgen ab November 2024 im Auftrag der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) Saugbaggerarbeiten in der Vorsperre Bühlow.
Im Rahmen der Maßnahmen zur Eisenrückhaltung und -minderung in der Spree, wird eisenhaltiges Sediment aus der Vorsperre entnommen und mithilfe eines Saugspülbaggers in ein Schlammstapelbecken der Vorsperre zur Entwässerung überführt. Im ersten Leistungsabschnitt werden durch den Auftragnehmer der LMBV, der TWB Tief- und Wasserbau GmbH Boblitz, in 110 Baggertagen etwa 40.000 m³ Eisenhydroxidschlamm (EHS) von der Sohle der Vorsperre entnommen.
Im Anschluss, nach einer Nachentwässerung innerhalb des Schlammstapelbeckens, wird das Material fachgerecht entsorgt, d. h. einer stofflichen Verwertung oder einer schadlosen Beseitigung zugeführt.
Fotos: LMBV/Filmart (2020)
Revierbefahrung des Steuerungs- und Budgetausschusses für die Braunkohlesanierung
Senftenberg. Die Mitglieder des Steuerungs- und Budgetausschusses der Braunkohlesanierung (StuBA) befuhren im Rahmen ihrer jüngsten Sitzung das Lausitzer Revier der LMBV.
Erster Stopp der Befahrung war die Wasserbehandlungsanlage Plessa, in der derzeit Nassproben stattfinden. Außerdem schauten sich die fast 30 Mitglieder gemeinsam mit den LMBV-Geschäftsführern das Baggerfeld 116 sowie die Baustelle des Brückenbauwerks L60 an der Schwarzen Keute an. Auch die Maßnahmen zur Böschungsgestaltung am Südufer des Bergheider Sees, dem ehemaligen Tagebau Klettwitz, wurden erklärt. Den Abschluss der Befahrung bildete ein Kurzbesuch der historischen Brikettfabrik Louise in Domsdorf.
Im Steuerungs- und Budgetausschuss für die Braunkohlesanierung (StuBA) entscheiden und kontrollieren Bund und Länder die Sanierungsmaßnahmen der LMBV. (KHM)
Die Mitglieder des Steuerungs- und Budgetausschusses für die Braunkohlesanierung am Bergheider See 2024 - mit den sie begleitenden LMBV-Fachleuten.
Der Ausschuss in der WBA Plessa.
LMBV-AGL S. Radigk erläutert am Baggerfeld 116.
M. Matthes und V. Wolf informieren am Brückenbauwerk der L60
Fotos: Gernot Menzel
MIL: Vereinbarung zur Nutzung weiterer Lausitzer Tagebauseen ab 2026 mit LMBV
Potsdam/Senftenberg. Zu den Ergebnissen der Kabinettssitzung vom 27. August 2024 teilte Regierungssprecher Florian Engels in Potsdam mit:
"In der Lausitz können voraussichtlich im Jahr 2026 vier weitere Tagebauseen öffentlich genutzt werden. Das Kabinett hat heute einer entsprechenden Vereinbarung mit der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) zur Zwischennutzung der aus Tagebaurestlöchern entstandenen Gewässer im Lausitzer Seenland zugestimmt. Anschließend hat Infrastrukturminister Rainer Genilke die Vereinbarung gemeinsam mit den Geschäftsführern der LMBV, Bernd Sablotny und Torsten Safarik, unterzeichnet.
Damit sind die Weichen gestellt für die Freigabe von Sedlitzer und Großräschener See, der brandenburgischen Teile von Partwitzer und Geierswalder See sowie der verbindenden Überleiter. Die Vereinbarung schafft die rechtliche Grundlage für die angestrebte Freigabe der Gewässer für Sport- und Segelboote sowie das Wasserwandern, Baden und Tauchen zum Jahr 2026.
Infrastrukturminister R. Genilke betonte: „Die Freigabe der Gewässer für die Nutzung durch die Öffentlichkeit wird ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung des Lausitzer Seenlandes. Es entsteht eine überregional bedeutsame Kulturlandschaft, die sicher viele Menschen anziehen und begeistern wird. Doch nicht nur der Tourismus und die regionale Wirtschaft werden davon profitieren, sondern zu allererst die Bewohnerinnen und Bewohner. Sie erhalten nach den jahrzehntelangen Beeinträchtigungen durch den Bergbau eine Landschaft mit ganz neuen Nutzungs- und Naherholungsmöglichkeiten zurück. Dafür hat das Land Brandenburg zusammen mit der LMBV sowie Bund und Kommunen in den vergangenen Jahren die Voraussetzungen geschaffen. Kommunen, Zweckverbände und Investoren erhalten Planungssicherheit für ihre eigenen Vorhaben und Investitionen. Heute beginnt ein weiteres Stück Zukunft für die Lausitz und ganz Brandenburg.“
Bernd Sablotny fügte hinzu: „Bereits seit 2021 bereiten wir uns gemeinsam mit der Region auf die Freigabe der Gewässer vor. Wir freuen uns, dass wir die abgestimmten Termine einhalten und am Großräschener See bereits in diesem Jahr eine Teilfreigabe erreichen konnten. Nun bereiten wir weiter die durchgängige Nutzung der Restlochkette für 2026 und damit die Übergabe an die Allgemeinheit vor.“
Die Tagebauseen, Überleiter und Uferbereiche stehen aktuell noch unter Bergaufsicht. Nach der Gewässerrahmenvereinbarung aus dem Jahr 2009 sollen die Tagebauseen nach dem Ende der Bergaufsicht an das Land Brandenburg übergehen. Da dieser Schritt noch einige Jahre dauern wird, die Gewässer aber inzwischen eine öffentliche Nutzung erlauben, waren zwischen Land und LMBV Regelungen für eine vorzeitige Öffnung abzustimmen. Damit tragen Land und LMBV dem großen öffentlichen Interesse an der Öffnung der seit Jahren sichtbaren Gewässer und der Nutzung der bereits fertiggestellten Strände, Häfen und weiteren Anlagen an den Ufern Rechnung.
Die Vereinbarung regelt die Unterhaltungspflichten des Gewässers während der Dauer der Bergaufsicht, die Verkehrssicherungspflichten, Fragen der Beschilderung und Kennzeichnung sowie Haftungsfragen. Zudem wird der weiteren Sanierung Vorrang vor einer Nutzung eingeräumt.
Damit 2026 auch in Brandenburg die Nutzung der länderübergreifend schiffbar verbundenen Tagebauseen möglich wird, ist im nächsten Schritt die Landesschifffahrtsverordnung zu ändern und die geotechnische Nutzungsfreigabe nach Abschluss der restlichen Sanierungsarbeiten durch das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (LBGR) erforderlich.
Lausitzer Seenland – Europas größte künstlich geschaffene Seenlandschaft
Durch Rekultivierung und Flutung der Tagebaurestlöcher der Bergbaufolgelandschaft Südbrandenburgs und Nordostsachsens (Lausitzer Revier) entstand und entsteht Europas größte künstlich geschaffene Seenlandschaft. Dazu gehören auf Brandenburger Seite der Senftenberger, Sedlitzer, Großräschener, Partwitzer (anteilig) und Geierswalder (anteilig) See sowie die Überleiter Rosendorfer, Sornoer, Ilse und Koschener Kanal.
Die Herstellung dieser länderübergreifenden Seenkette ist eines der bedeutendsten Großprojekte im Lausitzer Revier im Rahmen des Verwaltungsabkommens Braunkohlesanierung. Das Vorhaben ist seit langem zwischen dem Land Brandenburg und dem Freistaat Sachsen zur Steigerung des touristischen Potenzials verabredet. Gemeinsam wurde bereits im Jahr 2001 mit der LMBV als zuständigem Bergbauunternehmen eine entsprechende Vereinbarung zur Herstellung schiffbarer Verbindungen zwischen den entstehenden Seen abgeschlossen. Das Land Brandenburg hat in den vergangenen 20 Jahren Landesfördermittel im Umfang von rund 100 Millionen Euro für die Herstellung der Überleiter sowie von weiteren öffentlichen Infrastrukturen eingesetzt.
Bedeutende in Realisierung befindliche und geplante Projekte
Überleiter 8, 10, 11 und 12
Maritimes Gewerbegebiet Nordufer Sedlitzer See
Landmarke „Rostiger Nagel“, Schwimmender Steg am Sedlitzer See
Stadtstrand Großräschen
Seestrand Lieske am Sedlitzer See
Hafen, Verkehrserschließung und Wasserwanderrastplatz Sedlitzer Bucht
Radrundwege(abschnitte) insbesondere um Großräschener und Sedlitzer See
Steganlage im Überleiter 12
Schiffsanleger Sedlitz am Großräschener
Öffentliche Erschließung und Steganlage Nordufer Bergheider See
Quelle: Medieninfo der Staatskanzlei des Landes Brandenburg v. 27.08.24 (UST)
Infrastrukturminister Rainer Genilke (Mitte) unterzeichnet die Vereinbarung gemeinsam mit den Geschäftsführern der LMBV, Bernd Sablotny (rechts) und Torsten Safarik (links).
Blick über die Restlochkette – aus Osten nach Westen
Rostiger Nagel am Sedlitzer See | 2024
Blick über die Seen rund um Senftenberg – die Restlochkette | 2024
Blick über den Großräschener See nach Senftenberg
Geierswalder und Partwitzer See | 2024
Geierswalder, Sedlitzer und Partwitzer See | 2024
Hafen Großräschen – bereits in Zwischennutzung
Blick vom Großräschener See zum Senftenberger See
Plangenehmigung für Hafen am Partwitzer See übergeben
Klein Partwitz. Die Landesdirektion Sachsen (LDS) hat in ihrer Funktion als obere Wasserbehörde im Freistaat Sachsen die Plangenehmigung für die Errichtung des Hafens am Partwitzer See erteilt. Vor der Kulisse der zukünftigen Marina überreichten die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch und Regina Kraushaar, Präsidentin der Landesdirektion Sachsen, am 19. August 2024 den Bescheid an die Gemeinde Elsterheide.
»Wir sagen heute Leinen los für den Hafen am Partwitzer See. Für den Weg hierher braucht es Menschen, die das Potential des Sees erkennen, loslegen, nicht nachlassen, einen langen Atem haben und Projekte wie dieses verwirklichen. Dafür möchte ich Danke sagen, der Lausitzer- und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV), der Landesdirektion, dem Landkreis, der Gemeinde, den Investoren und die vielen Menschen, die ihren Teil dazu beigetragen haben. Der Partwitzer See zeigt einmal mehr die gesamte Schönheit und Vielfalt unseres Freistaates und hat sich bereits jetzt zu einem Urlaubsparadies entwickelt. Mit dem Hafen wird die touristische Anziehungskraft weiterwachsen, auch über die Grenzen Sachsens hinaus. Ich wünsche viel Erfolg und Kraft bei der weiteren Umsetzung des Vorhabens und einen zügigen Bauverlauf«, so Sachsens Tourismusministerin Barbara Klepsch laut der gemeinsamen Presseerklärung von SMWK und LDS.
»Noch ein Highlight im Lausitzer Seenland – das ist eine gute Nachricht für all jene, die am liebsten auf dem Wasser unterwegs sind«, so Regina Kraushaar. »Ich bin sicher: Der Hafen am Partwitzer See und die neue Marina werden Strahlkraft weit über die Lausitz hinaus entfalten. Das ist gelebter und klug gestalteter Strukturwandel, der für Freizeit und Erholung, aber auch für Arbeitsplätze und sichere Zukunft in der Lausitz gleichermaßen steht."
Kernstück des Hafens wird ein rund 170 Meter langes Molenbauwerk mit Anlegestelle für die öffentliche Fahrgastschifffahrt. Dahinter entstehen vier wellengeschützt liegende Schwimmstege mit Liegeplätzen für insgesamt 112 Sportboote bis 10 Meter Länge. Über eine Slipanlage mit Rampe können Boote mit und ohne Motor auf Anhängern in die Marina eingelassen oder herausgezogen werden. Auch eine Löschwasser-Entnahmestelle für die Feuerwehr sowie der Anschluss an bestehende Zuwegungen zum Hafen sind geplant. "Wenn alles planmäßig läuft, kann Ende des Jahres 2025 mit dem Bau begonnen werden, die Gesamtkosten belaufen sich nach heutigem Kenntnisstand auf ca. 6,3 Mio. Euro", erklärte Gerd Richter, Sanierungsbereichsleiter der LMBV.
Der Partwitzer Hafen ist ein Schlüsselprojekt zur Entwicklung des Tourismus am Partwitzer- und Geierswalder See. Die beiden Gewässer sind über den schiffbaren Barbarakanal miteinander verbunden. Über den Rosendorfer- und den Sornoer Kanal sind nach der Fertigstellung des Sedlitzer Sees in Brandenburg auch Bootstouren bis in das Nachbarbundesland möglich. Auf diese Weise kann man mit Wasserfahrzeugen von See zu See »wandern« oder mit dem Fahrgastschiff zu kleinen Kreuzfahrten aufbrechen. Der Hafen am Partwitzer See wird dabei als zentraler Ausgangspunkt innerhalb der Lausitzer Seenkette dienen.
Der Hafen soll nicht nur die Wasserinfrastruktur verbessern, sondern auch die weitere Entwicklung der »Küste« fördern. Direkt an die Marina angrenzend soll eine Ferienhaussiedlung mit einem Hafengebäude entstehen – das Projekt »Aqua Terra Lausitz«, von der Gemeinde Elsterheide initiiert. Damit wird der Partwitzer Hafen auch zur Verbindung zwischen wasser- und landseitigem Tourismus. Das Vorhaben wurde von der Gemeinde Elsterheide beantragt, zusammen mit dem Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen und der Lausitzer- und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH entwickelt und vom Freistaat Sachsen über §4-Mittel gefördert. Quellen: PM der LDS v. 19.08.24 und LMBV (KHM)
v.l.n.r.: Bautzens Landrat Udo Witschas, Sachsens Tourismusministerin Barbara Klepsch, Elsterheides Bürgermeisterin Antje Gasterstedt, die Präsidentin der Landesdirektion Sachsen Regina Kraushaar und Gerd Richter, Sanierungsbereichsleiter Lausitz der LMBV, beim Pressetermin am Partwitzer See.
Gerd Richter erklärt die künftige Mole am Partwitzer See. Bautzens Landrat Udo Witschas unterstützt ihn dabei.
Fotos: Gernot Menzel
Teilfreigabe des Großräschener Sees: Strandnutzung ab 08.08.2024 offiziell möglich geworden
Senftenberg/Großräschen. Ab dem 8. August 2024 kann man am Großräschener Stadtstrand ganz offiziell in die kühlen Fluten des Großräschener Sees eintauchen und auf dem Strandsand aus Kiesgruben in Freienhufen und Saalhausen relaxen. An der Allgemeinverfügung und den Sicherheitsprüfungen, die dafür nötig waren, mussten viele Institutionen mitwirken, was leider eine frühere Freigabe nicht zuließ.
Am 07.08.2024 hat das Landratsamt Oberspreewald-Lausitz den Bescheid bzw. die erlösende Nachricht amtlich bekannt gemacht. Die entsprechende Allgemeinverfügung (AV) des Landkreises Oberspreewald-Lausitz wurde im Amtsblatt Nr. 13/2024 veröffentlicht und ist zudem online einsehbar unter www.osl-online.de/bekanntmachungen.
Grit Klug, Erste Beigeordnete und Dezernentin für Bau, Ordnung und Umwelt des Landkreises Oberspreewald-Lausitz: „Mit dem heutigen Tag bekommt das Lausitzer Seenland am Stadtstrand von Großräschen eine weitere attraktive Möglichkeit für den Sprung ins kühle Nass. Die Allgemeinverfügung unserer unteren Wasserbehörde steht für sicheres Baden im Strandbereich des Tagebaurestloches. Im gemeinsamen Zusammenwirken mit LMBV, Stadt und LBGR ist diese teilweise Freigabe eine richtungsweisende Entscheidung und ein weiteres positives Zeichen für das Seenland insgesamt.“
Gerd Richter, LMBV-Sanierungsbereichsleiter Lausitz ergänzt: „Dies ist eine richtungsweisende Entscheidung des Landkreises OSL, bereits in dieser Phase der Zwischennutzung des Bergbaufolgesees auch das Baden vom Stadtstrand Großräschen im Großräschener See rechtlich verbindlich für 2024 zu ermöglichen. Die LMBV hat ihrerseits im Vorfeld alles unternommen, um die geotechnische Sicherheit und die notwendige Wasserüberdeckung im Betriebsgewässer zu ermöglichen. Dies alles passiert am vormaligen Restloch des Tagebaus Meuro noch unter dem Bergrecht – hier gilt unser besonderer Dank der begleitenden Bergbehörde LBGR in Cottbus, die die jetzigen temporären Lösungen mitträgt.
Es bleibt das Ziel der LMBV, die derzeitigen Zwischennutzungen in 2026 in dauerhaft sichere Nutzungen überführen zu können, wenn auch die bergtechnische Sanierung am und um den benachbarten Sedlitzer See vor dem Abschluss stehen wird. Dann werden auf einem Wasserspiegel-Niveau ausgespiegelt gemeinsam vier Bergbaufolgeseen mit rund 4.000 Hektar für die Einheimischen und Touristen zusammenhängend zur Nutzung bereitgestellt.
Dies wird dann im Strukturwandel ein weiterer wichtiger Entwicklungsschritt des Lausitzer Seenlandes sein und der LMBV und den beteiligten Bergbausanierern zur Ehre gereichen.“
Das Team von den IBA-Terrassen hat die Sperrschilder durch die aktuelle Badeordnung ersetzt und die gelben Bojen verlegt. Die Regeln sollen für Sicherheit, Sauberkeit und gegenseitige Rücksichtnahme am Strand sorgen. Ein QR-Code auf den Schildern leitet die Gäste zur vollständigen Fassung der Badeordnung.
Der Großräschener See ist als Bergbaugewässer gesperrt, deshalb beschränkt sich die Erlaubnis auf den 500 m langen Stadtstrand und den Wasserbereich innerhalb der Bojen. Der Badestrand ist unbewacht, das Baden geschieht auf eigene Gefahr. Bitte achten sie besonders auf ihre Kinder. Aufgrund der kleinen Nutzfläche ist nur das Baden erlaubt. Wassersport wie Kajak oder Paddelboote, Surfen oder Angeln müssen bis zur endgültigen Seefreigabe warten, auf die wir für 2026 hoffen.
Der Strandparkplatz, der Strand, die Müll- und Wertstoffeimer und der Radweg um den See sind bereits fertig. Noch fehlen die Sozialgebäude – das Baden soll trotzdem schon möglich sein. In der „Zwischenzeit“ können die 500 m entfernten Toiletten und Wickelmöglichkeiten am Hafen im Zielhaus genutzt werden.
Bürgermeister Thomas Zenker „Ich freue mich über die Allgemeinverfügung, die den Großräschenern und den Touristen das erste Anbaden ermöglicht. So können wir erste Erfahrungen für die Zukunft sammeln. Die Boote mit Sondernutzungserlaubnis bringen schon seit dem Mai Bewegung auf den See, die eingewiesenen Bootsführer halten sich gut an die Absprachen. Wenn alle Gäste ihren Strandbereich so verlassen, wie sie ihn vorfinden möchten, können wir auf eine gute erste Badesaison hoffen, auch wenn sich diese auf den August und September beschränkt. Die Genehmigung war für alle Beteiligten Neuland, weswegen ich mich trotz der Verzögerungen bei der LMBV, dem Landesbergamt, dem Landkreis OSL und dem Zweckverband LSB herzlich bedanken möchte.“ (UST)
Quellen: Medieninfo der Stadt Großräschen v. 7. August 2024; O-Ton v. LMBV und LK OSL
LMBV-Luftbild vom Großräschener See mit hellem Badestrand | 2024
Restlochkette 2024
Hafen am Großräschener See, einem LMBV-Bergbaufolgesee, steht für Zwischennutzung offen | Foto aus 2023
LMBV-Restlochkette mit Geierswalder See, Sedlitzer See und Großräschener See | 2024
Gerd Richter im Interview zum Großräschener See mit dem RBB
Der Weinberg und die Seebrücke am Großräschener See, dem ehemaligen Tagebau Meuro der LMBV, in Großräschen. Foto vom 11. Juli 2024
Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig bei der LMBV in der Lausitz zu Gast
Senftenberg/Klein Partwitz. Am 23. Juli 2024 war der sächsische Staatsminister für Wirtschaft und Arbeit, Martin Dulig, zu einem Informationsbesuch bei der LMBV. Am Sitz des Unternehmens in Senftenberg wurde er vom Sprecher der Geschäftsführung, Bernd Sablotny und Lausitz-Sanierungsbereichsleiter Gerd Richter herzlich zu einem Informationsaustausch empfangen. Der sächsische Wirtschaftsminister wurde von Pressesprecher Jens Jungmann sowie Ralph Weidner und Robert Wand aus dem SMWA fachlich begleitet.
Mit Jeeps wurden im Anschluss verschiedene Baustellen des Bergbausanierers am Ableiter Sedlitz sowie der Brückenfeldkippe sowie dem Sanierungsstützpunkt am Sedlitzer See besichtigt. Ein Schwerpunkt des fachlichen Austausches waren u.a. sogenannte § 4-Vorhaben des Freistaates, für welche die LMBV als Projektträgerin fungiert. Hier trug Dr. Robert Böhnke, § 4-Koordinator der LMBV, fachlich zum Austausch bei. Am Beispiel des Vereinsgeländes des "1. Segelclub Partwitzer See e.V." kam der Minister auch mit dem Vereinsvorsitzenden Jens Schuster im Vereinsgelände an der Hohen Düne 1 ins Gespräch. Die Bürgermeisterin der Anlieger-Gemeinde Elsterheide, Antje Gasterstädt, brachte sich hier ebenfalls mit ihren kommunalen Erfahrungen in den Austausch ein.
Der aus einer Fusion entstandene "1. Segelclub Partwitzer See e.V." kann bereits auf eine 60-jährige Tradition im Segel- und Regattasport zurückblicken. Wegen der der notwendig gewordenen Sanierungsarbeiten am Knappensee war und ist eine Nutzung für den Segelsport an jenem Gewässer langfristig nicht möglich. Aus diesem Grund hatten sich der 1. Segelclub Knappensee e.V. und der Oberlausitzer Segelclub e.V. Neukirch mit dem Sanierungsstart am Knappensee dazu entschieden, einen gemeinsamen neuen Weg zu beschreiten und sich am Partwitzer See neu zu etablieren. Dazu entstanden unter u.a. ein Vereinsgelände mit Bootshaus und eine Steganlage, die im Frühjahr 2024 fertig gestellt worden war.
Minister Dulig bedankte sich bei der LMBV, die er umgangssprachlich als „Schönmacher der Bergbaufolgelandschaften und -seen“ bezeichnete, für den konstruktiven Dialog und die vielfältigen Informationen. Er akzeptierte, dass viel von der Arbeit der LMBV und der beauftragten Sanierungsfirmen nicht immer schon für Jedermann sichtbar seien, aber zum Gelingen der Entwicklung im Revier produktiv beitragen und bekräftigte, sich gemeinsam für die weitere Entwicklung des Umsetzens der Ziele der Bergbausanierung zu verwenden und sich auch künftig mit dem SMWA mit einzubringen. (UST)
LMBV-Erläuterungen am künftigen Ableiter vom Sedlitzer See
Informationen aus erster Hand von der LMBV für den sächsischen Staatsminister für Wirtschaft und Arbeit
Sanierte Uferböschung am Sedlitzer See
Im Austausch: Bürgermeisterin der Elsterheide, Antje Gasterstädt mit Bernd Sablotny, Ralph Weidner und Martin Dulig sowie Gerd Richter
Vereinsgelände an der Hohen Düne 1 am Partwitzer See
LMBV-Ersatzneubau des Durchlasses D‑603 zwischen den Restlöchern 76 und 78 ist fertiggestellt
Eröffnung des dafür gesperrten Radweges zw. Lauchhammer und Tröbitz wg. Deckschicht-Mangel temporär abgesagt
Senftenberg/Lauchhammer. Ein Teilabschnitt des Radwegs zwischen Lauchhammer und Tröbitz ist seit März 2023 gesperrt. Der Radweg ist Bestandteil des Radwanderweges Kohlebahntrasse EE13 des Wegenetzes Elbe-Elster. Er verläuft auf 26,6 km zwischen den Ortsteilen Domsdorf und Grünewalde.
Grund dafür war die i.A. der LMBV durchzuführende Erneuerung des Durchlassbauwerkszwischen den Restlöchern 76 und 78, dem Kleinen Woobergsee und der Grünewalder Linse.
Im Zuge der Realisierung dieses Ersatzneubaus im Rahmen der Bergbausanierung wurde auch der Teilabschnitt des Radweges Domsdorf-Grünewalde, welcher das Baufeld quert und durch die Baumaßnahme in Anspruch genommen wurde, erneuert.
Leider ist die Erneuerung der Asphalttragdeckschicht durch das von der LMBV beauftragte Asphaltunternehmen aus dem Raum Cottbus mangelhaft ausgeführt worden, sodass die Bauabnahme und die Inbetriebnahme des Radweges im Juli 2024 zunächst gescheitert ist. Die Firma wurde daher aufgefordert, die Asphalttragdeckschicht in einen mangelfreien Zustand zu versetzen.
Baustelle für den Durchlass zwischen RL 76 und 78 in 2023Baustelle für den Durchlass zwischen RL 76 und 78 in 2023
Erfahrungsaustausch mit Wismut-Führungskräften in der Lausitz
Senftenberg. Am 11. Juli 2024 besuchte die Geschäftsführung und ein erweiterter Führungskreis der Wismut GmbH die LMBV in Senftenberg. Die Wismut GmbH führt die Stilllegung, Sanierung und Rekultivierung von Urangewinnungs- und Uranaufbereitungsbetrieben in Sachsen und Thüringen durch. Gesellschafter ist die Bundesrepublik Deutschland, welche durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz vertreten wird.
Die Gäste unter Führung des Technischen Geschäftsführers Dr. Michael Paul aus Chemnitz wurden von Bernd Sablotny und Torsten Safarik von Seiten der LMBV-Geschäftsführung herzlich in Senftenberg begrüßt. Nach einem Einführungsvortrag zu den Herausforderungen im Sanierungsbergbau der LMBV informierten sich die Gäste bei einer Befahrung unter Leitung von Prokurist Gerd Richter im Lausitzer Revier.
Dabei wurden aktuelle Sanierungsbaustellen wie der Ableiter aus der Restlochkette, das Verdichten auf der Brückenfeldkippe, das Fluten des Sedlitzer Sees sowie das Rütteldruckverdichten und das Ufergestalten am Restloch Greifenhain vorgestellt. Viele Themen der Braunkohlsanierung sind den Führungskräften des Bergbausanierers von der Wismut GmbH aus der eigenen bergmännischen und nachsorgenden Arbeit geläufig. Auch wenn die Wismut einen anderen Gesellschafter und auch teilweise andere Startbedingungen als die LMBV hatte, war doch der gegenseitige Erfahrungsaustauch zu den anstehenden Herausforderungen sehr nützlich. So standen Fragen der Haldensanierungen, der Wasserbehandlung und das Betreiben von Absetzanlagen im Mittelpunkt.
Info zur Wismut: Seit 1991 werden die vom Uranerzbergbau geschädigten Regionen in Sachsen und Thüringen saniert. Bisher hat das bundeseigene Unternehmen für diese Aufgabe rund 7,2 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt eingesetzt. Die Flächen, welche jahrzehntelang vom Uranerzbergbau beansprucht wurden, sind zum großen Teil wieder nutzbar gemacht. Sie erhöhen nun wieder die Umwelt- und die Lebensqualität der im Umfeld lebenden Menschen. Den betroffenen Kommunen wird durch die enge Zusammenarbeit mit der Wismut eine Grundlage für die Zukunft geschaffen. So ist die Gemeinde Schlema heute wieder ein Kurort und die sanierte Haldenlandschaft seit 2019 Teil des UNESCO Welterbes. Ronneburg begrüßte 2007 zur Bundesgartenschau rund 1,5 Mio. Besucher. Mit rund 800 Beschäftigten ist die Wismut GmbH mit Sitz in Chemnitz nach wie vor ein großer Arbeitgeber in der Region und Auftraggeber für ortsansässige Unternehmen. Der Personalabbau seit 1990 - anfänglich ca. 30.800 Beschäftigte - erfolgte schrittweise und sozialverträglich.
Während der Befahrung ging es auch an den Südgraben Altdöbern.Am Restloch Greifenhain, wo derzeit die Rütteldruckverdichtung stattfindet.