Bauwerke des Bergbausanierers mindern Wasserpegel bei Starkregen in Sachsen

LMBV trägt im Rahmen der bergbaulichen Sanierung zum Hochwasserschutz bei

Leipzig. Als Bergbausanierer wird die LMBV vielfach zum „Seenmacher“, der Hochwasserschutz gehört nicht zu ihren ursprünglichen Aufgaben. Eigentlich. „Bei einzelnen Projekten trägt die LMBV durch ihre Arbeit jedoch aktiv zum Hochwasserschutz bei“, hebt Gunnar John, Kaufmännischer Geschäftsführer der LMBV, hervor. „Von Seiten des Bundes wurden bzw. werden über die LMBV allein südlich von Leipzig 90 Millionen Euro zu hochwasserrelevanten Sachverhalten bereitgestellt.“ Das Geld wurde und wird für verschiedene Projekte eingesetzt. „Entsprechend der bergrechtliche Verpflichtung wurde beispielsweise der Zwenkauer See zu einem Landschaftssee mit Hochwasserspeicherfunktion ausgebaut,“ ergänzt Bernd Sablotny, Sprecher der Geschäftsführung. „Bereits kurz nach Fertigstellung der LMBV-Bauwerke zum Hochwasserschutz bewahrten diese im Juni 2013 die Städte Leipzig und Halle vor einer Überschwemmung.“ Im Zuge der Tagebauaufschlüsse haben einige Fließ- und Standgewässer ihre ursprünglichen Retentionsflächen (Überflutungsflächen) verloren. Kernaufgabe der LMBV ist die Wiedernutzbarmachung eben dieser, vom Bergbau in Anspruch genommenen Flächen. Sie sind derart wieder nutzbar zu machen, dass keine Gefahren für Leben und Gesundheit drohen. Vor diesem Hintergrund finden Maßnahmen zum Hochwasserschutz manchmal Eingang in den Abschlussbetriebsplan einzelner Sanierungsprojekte.

Die LMBV kann nur im Hochwasserschutz aktiv werden, wenn im Rahmen des § 2 des Verwaltungsabkommens Braunkohlesanierung (VA BKS) eine bergrechtliche Verpflichtung gemäß Abschlussbetriebsplan besteht. Auch im Zuge der Bearbeitung der negativen Folgen des Grundwasserwiederanstieges (gemäß § 3 VA BKS) ergeben sich unter anderem Gefahrenabwehrmaßnahmen an Hochwasserschutzanlagen Dritter (z. B. Speicher Borna), welche dann freiwillig anteilig von Bund und dem jeweiligen Bundesland finanziert werden. Die LMBV ist bei diesen Maßnahmen Projektträger im Auftrag der Finanziers.

Grundsätzlich berücksichtigt die LMBV bei allen wasserwirtschaftlichen Maßnahmen den Hochwasserschutz als Planungsrandbedingung und geht bei der Bemessung von einem, statistisch gesehen, alle 100 Jahre auftretenden Hochwasserereignis aus. In Mitteldeutschland gibt es mehrere Objekte, die zum Hochwasserschutz beitragen: der Zwenkauer See, die Vorflut Gösel, das Speicherbecken Borna sowie geplante Fließgewässerbearbeitungen am Lober-Leine-Kanal im Bereich des ehemaligen Tagebaugebietes Goitsche-Holzweißig-Rösa.

Landschaftssee mit Hochwasserspeicherfunktion – Zwenkauer See

Der Zwenkauer See bildet im Vergleich zu den anderen Bergbaufolgeseen eine Ausnahme. Durch den Tagebaubetrieb gingen umfangreiche Hochwasserrückhalteräume der Weißen Elster in der südlichen Elsteraue verloren. Damit fand der Hochwasserschutz bereits im Regionalplan, den Braunkohlenplänen und letztendlich bei der Aufstellung des Abschlussbetriebsplanes im Jahr 1999 Berücksichtigung. Der Zwenkauer See wurde durch die LMBV als Landschaftssee mit Hochwasserspeicherfunktion hergestellt. Im Ernstfall wird über das Hochwasserentlastungsbauwerk (HWE) Zitzschen das Wasser aus der Weißen Elster in den Zwenkauer See geleitet. Der See besitzt eine Staulamelle von knapp 2 Metern und kann dadurch ein Volumen von 18,5 Millionen Kubikmetern Wasser zwischenspeichern. Ist das Hochwasserereignis vorüber, wird das aufgenommene Wasser aus dem Zwenkauer See über den Betriebsauslass Weiße Elster kontrolliert wieder in den Fluss abgegeben. Bereits kurz nach Fertigstellung des Bauwerkes am 8. Mai 2013 folgte die Feuertaufe: Im Juni 2013 wurden über das Hochwasserentlastungsbauwerk 130 Kubikmeter Wasser pro Sekunde abgeleitet und in Summe 23 Millionen Kubikmeter Wasser zurückgehalten. Da sich der See damals noch in Flutung befand, konnte einmalig mehr Wasser aufgenommen werden.

Veränderte Fließgewässer – Die Vorflut der Gösel und der Lober-Leine-Kanal

Während der Zeit des aktiven Braunkohlenbergbaus wurden viele Flussläufe verlegt, um das Abbaufeld zur Braunkohlegewinnung vorzubereiten. Das betraf auch den Göselbach, der durch das Revier des ehemaligen Tagebaus Espenhain führte. Die LMBV hat als Sanierungsverpflichtung die Hochwassersicherheit der verlegten Gösel sowie des Altlaufs herzurichten. 

Dazu soll die Gösel als Zulaufgewässer in den Störmthaler See eingebunden werden. Der dafür bislang vorgesehene Bereich wurde jedoch durch die Hochwässer 2010 und 2013 so stark verändert, dass die ursprüngliche Planung nicht mehr umsetzbar ist. Ziel der aktuellen Arbeit ist es deshalb, Möglichkeiten einer nachhaltigen Umgestaltung des Resteinzugsgebietes des Göselbaches zu sondieren, damit ein ausgeglichener Wasserhaushalt hergestellt werden kann.

Ähnlich ist die Situation am Lober-Leine-Kanal in Sachsen-Anhalt. Die Bäche Lober und Leine hatten das für den Aufschluss des ehemaligen Tagebaus Goitsche vorgesehene Feld gequert. Deshalb wurde ein 14 Kilometer langer Kanal gebaut. Seit 1951 leitete er das Wasser beider Bäche direkt in die Mulde ab. Das künstlich angelegte Gewässer wurde bei den verheerenden Hochwasserereignissen im August 2002 und im Juni 2013 großflächig zerstört. Die Kanalböschungen wurden 2005 bzw. 2014 wiederhergestellt. Beide Bäche sollen unter Nutzung der Altläufe der Leine in den Seelhausener See eingebunden werden. Die Einbindung der einst verlegten Flussläufe in die neu entstandenen Seen soll Hochwasserschäden in Zukunft verhindern.

Große Stauanlage – Speicherbecken Borna

Südlich von Leipzig wurde der ehemalige Tagebaurestsee bei Borna bereits bis 1977 zu einem Hochwasserrückhaltebecken umgebaut und ist in den Hochwasserschutz der Landestalsperrenverwaltung eingebunden. Das gesamte Speicherbecken hat ein Fassungsvermögen von knapp 100 Millionen Kubikmetern Wasser und ist im Normalfall nur zum Teil gefüllt. So kann es bei Hochwasser 46 Millionen Kubikmeter Wasser aus der Pleiße aufnehmen. Es dient zudem der Regulierung des Wasserstandes der Pleiße bei Niedrigwasser. 

Bei einer Gefährdungsanalyse im Zusammenhang mit dem nachbergbaulichen, natürlichen Grundwasserwiederanstieg wurden Standsicherheitsdefizite für den Lastfall „Verflüssigung“ für Böschungen und die Innenkippe ermittelt. Eine wirksame Gefahrenabwehr ist nur durch eine geotechnische Sanierung möglich. Die Planung dazu startete im Jahr 2016. Die Arbeiten zur Sanierung laufen über die LMBV als Projektträger.

Kernaufgabe der LMBV ist und bleibt es, die mit der politischen Wende nicht privatisierungsfähigen Tagebaue des Braunkohlenbergbaus entsprechend den bergrechtlichen Verpflichtungen wiedernutzbar zu machen und u. a. Landschaftsseen zu entwickeln. Die Tätigkeit der LMBV ist angesichts von zunehmenden Klimaveränderungen und Starkregenereignissen von hoher Bedeutung und leistet mit ihren Bergbaufolgeseen in Mitteldeutschland und der Lausitz einen eigenen Beitrag zum Schutz der Regionen. Dies konnte wie bereits erläutert beim Schutz vor Hochwasser in der Metropole Leipzig und Halle im Jahr 2013, der Niedrigwasseraufhöhung der Spree durch Wasserabgaben aus LMBV-Bergbauspeicher in den Trockenjahren 2018 bis 2020 sowie die Hochwassersituation in Ostsachsen im Juli 2021 eindrucksvoll untersetzt werden.

Hochwasserentlastungsanlage am Südwestufer des Zwenkauer Sees (Foto: LMBV/Christian Bedeschinski)


Bergbausanierer unterstützt Klima-Dialog zur Generationengerechtigkeit in Leuna

Leuna. Die LMBV unterstützte am 31. Oktober 2021 in Leuna ein Bildungsprojekt von jungen Menschen für junge Menschen. Die Stuttgarter Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen (SRzG) hatte deutschlandweit zu einem so genannten Walkshop von Leipzig durch den Auwald vorbei am Wallendorfer und Raßnitzer See nach Frankleben am Geiseltalsee eingeladen. Im Rahmen der zweitägigen Wanderung über knapp 45 Kilometer erhielten die 22 Teilnehmer die unterschiedlichsten Informationen per Podcast oder Vortrag. Nach dem experimentellen "Lernen beim Gehen" fanden jeweils am Abend so genannte Klima-Dialoge statt, bei denen Experten aus Politik, Forschung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft die verschiedenen Facetten der Klimakrise beleuchteten. Das Thema des ersten zweistündigen Klima-Dialogs war "Landschaftsveränderungen durch Kohlebergbau", am zweiten Abend ging es um den "Kohleausstieg und Strukturwandel".

An der ersten abendlichen Bildungsveranstaltung nahm Gunnar John, Kaufmännischer Geschäftsführer der LMBV, teil. Im Podium vertreten waren weiterhin apl. Prof. Wolfgang Gossel, Senior Scientist in Hydrogeology an der Martin Luther University of Halle-Wittenberg, Dr. Christoph Gerhards, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Center for Economics of Materials in Halle/Saale und Mitglied bei Scientists for Future, Martina Hoffmann, Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen für die Landesfachgruppe Energie und Ökologie in Sachsen-Anhalt und Mitglied im Kreistag Saalekreis, und Erik Butter, Klimapolitischer Sprecher bei Greenpeace Leipzig.

Im Rahmen der Podiumsdiskussion wurde erörtert, inwieweit die ostdeutsche Landschaft von der Braunkohleförderung beeinträchtigt wurde und inwiefern Ewigkeitslasten für zukünftige Generationen verbleiben. Gunnar John stellte sich der Diskussion mit den angehenden Umweltmultiplikatoren und legte dar, welche aufwändigen Maßnahmen die LMBV und ihre Rechtsvorgänger in den letzten drei Jahrzehnten unternommen haben, um die vom Bergbau in Anspruch genommenen Flächen wieder dauerhaft nutzbar zu machen. Allein für den ehemaligen Tagebau Mücheln wurden dafür bislang 335 Mio. € im Rahmen der bergrechtlichen Sanierung investiert.

Für den Natur- und Artenschutz sind die Bergbaufolgelandschaften aufgrund ihrer Großflächigkeit, Ungestörtheit, Unzerschnittenheit, Nährstoffarmut und seltenen Lebensräume bedeutsam. Auf Flächen der ostdeutschen Braunkohlensanierung wurden insgesamt über 36.000 ha - das sind ein Drittel der LMBV-Flächen - mit Schutzkategorien versehen. Im Einzelnen sind dies 28 Fauna-Flora-Habitat-Gebiete, 17 Europäische-Vogelschutz-Gebiete (SPA) und 32 Naturschutzgebiete.

Hintergrund:

Die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen, ist eine advokatorische Denkfabrik an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik und gilt laut Wirtschaftswoche als „bekanntester außerparlamentarischer Thinktank in Sachen Generationengerechtigkeit“. Sie wurde 1997 von einer überparteilichen Allianz fünf junger Menschen im Alter von 18 bis 27 Jahren ins Leben gerufen und kämpft seitdem für Generationengerechtigkeit und Nachhaltigkeit in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die SRzG hat besonderen Beraterstatus beim Wirtschafts- und Sozialrat der UN (ECOSOC) und nimmt seit vielen Jahren an den UN-Klimakonferenzen teil. Vertreterinnen und Vertreter der SRzG trugen dazu bei, dass der Begriff Generationengerechtigkeit bzw. „intergenerational equity“ ins Pariser Klimaabkommen aufgenommen wurde.

Impressionen von der Veranstaltung (Fotos: LMBV / Claudia Hermann)


Region: Nächste World Canals Conference soll im Juni 2022 in Leipzig stattfinden

Leipzig. Nachdem es in den letzten Monaten etwas ruhiger zuging, nehmen die Vorbereitungen für die World Canals Conference 2022 nun wieder Fahrt auf. Vom 30. Mai bis 3. Juni 2022 werden sich die WCC-Teilnehmer in der Leipziger KONGRESSHALLE am Zoo treffen, nachdem der Kongress 2020 coronabedingt abgesagt werden musste. Die WCC soll auch spannende Facetten der Transformationslandschaft in und um Leipzig herum vorstellen. Unter anderem sind parallele Exkursionen zum Markkleeberger See und Störmthaler See, zum Schladitzer und Werbeliner See sowie zum Großer Goitzschesee vorgesehen. Mehr Infos unter www.wccleipzig2022.com/de


SMWA-Staatssekretärin Ines Fröhlich auf Revierbefahrung bei Bergbausanierern

Informationen zum Baufortschritt am Speicherbecken Borna und der Hochkippe Borna-West

Besuch vor Ort an der Hochkippe: Andreas Pyschny, Sts. Ines Fröhlich, Ralph Weidner und Gunnar John (v.l.n.r.)

Borna. Das mitteldeutsche Braunkohlerevier stand in den vergangenen Monaten wiederholt in der öffentlichen Wahrnehmung. Dies nahm Ines Fröhlich, Staatssekretärin für Digitalisierung und Mobilität im Sächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA), zum Anlass für eine Revierbefahrung. Nach dem Besuch bei MIBRAG am Vormittag informierte sich Ines Fröhlich am Nachmittag am Speicherbecken Borna sowie an der Hochkippe Borna-West. Begleitet wurde sie von Ralph Weidner und Andreas Pyschny, beide Mitarbeiter des SMWA.

Seitens der LMBV empfing Gunnar John, Kaufmännischer Geschäftsführer, die Staatssekretärin an der ersten Station, dem Speicherbecken Borna. Gemeinsam mit Thomas Rösler, Abteilungsleiter Projektmanagement Westsachsen-Thüringen, sowie Diemo Trepte, Projektmanager, informierten die LMBV-Vertreter über Hintergrund, Zielstellung und aktuellen Baufortschritt am Speicherbecken, das auch eine wichtige Rolle im Hochwasserschutz spielt. Zur Beseitigung der Verflüssigungsgefahr kommt hier die Rütteldruckverdichtung (RDV) zum Einsatz. Auf der Hochkippe wird hingegen mit der Rüttelstopfverdichtung (RSV) gearbeitet. Die Experten der LMBV erläuterten beide Verfahren und beantworteten alle Fragen der interessierten Gäste.

Impressionen vom Besuch an der Hochkippe Borna-West (Fotos: LMBV und Christian Kortüm)


Region: Schwimmendes Kunstprojekt VINETA feiert zehn Jahre auf dem Störmthaler See

Wegbegleiter aus Politik und Gesellschaft würdigen den markanten touristischen Hotspot im Leipziger Südraum

Bilderwand am Dispatcherturm mit LMBV-Orthofoto rechts vom Tagebau Espenhain

Großpösna. Über 10 Jahre ist es her, dass die Konstruktion der VINETA, die im Rahmen einer § 4-Maßnahme errichtet worden ist, offiziell auf dem Störmthaler See eröffnet werden konnte. Dr. Gabriela Lantzsch, Bürgermeisterin der Gemeinde Großpösna, erinnerte in ihrer Jubiläumsrede in Schlagworten an die Vorgeschichte: 1999 gab es die Vision "Kunst statt Kohle", darauf zwei Jahre lang Abstimmungen zu einem begehbaren Raum, dann das Bangen, ob es ein Haus werden könne und schließlich den Wechsel zu einem anderen Planer, bis 2002 die Grundsteinlegung auf dem noch trockenen Seeboden erfolgte. Die Holzkonstruktion wurde an Land zusammengesetzt, 2009 war das Richtfest für das Gebäude und 2010 das Einschwimmen auf die Verankerungsstelle.

Seit dem 3. Juni 2011 steht die VINETA Besuchern offen. Dr. Lantzsch dankte dem Freistaat Sachsen für die Finanzierung des "exklusiven Projekts" als § 4-Maßnahme und dem zuständigen LMBV-Projektmanager Mike Reichel für die "Top-Zusammenarbeit" bei der Umsetzung. Mit Blick auf die anwesenden Politiker warb die Bürgermeisterin abschließend für künftige Projekte am Störmthaler See wie den Inklusionscampingplatz oder das geplante Forschungszentrum auf der Magdeborner Halbinsel: "Wir haben gezeigt, dass wir es können und wir werden sie nicht enttäuschen".

Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, sowie Henry Graichen, Landrat des Landkreises Leipzig, waren der Einladung des Betreibers Krystallpalast Varieté Leipzig zum Empfang im 7 x 14 großen Turmzimmer aufs Wasser gefolgt. Der Ministerpräsident gratulierte Frau Dr. Lantzsch zum "Gemeinsinn" und griff das Forschungszentrum als ein weiteres Beispiel für die Erhöhung der Attraktivität der Region auf. Er sprach davon, wie Mut machend es sei, auf dem 300 Quadratmeter großen, im See verankertern Ponton zu sein. Welch Bekenntnis für die Kultur mit dem Kunstprojekt geschaffen worden sei. Gleichzeitig erinnerte er an die 3.200 umgesiedelten Einwohner des devastierten Ortes Magdeborn.

Auch der Landrat Graichen blickte zurück, denn "die Geschichte hätte auch ganz anders laufen können": Der Tagebau Espenhain hatte ursprünglich einen Planungshorizont von 100 Jahren. Hätte es die politische Wende und den Abbaustopp nicht gegeben, wäre bis zum Jahr 2035 weiter Braunkohle gefördert worden und weitere Orte von der Landkarte verschwunden. Vor allem dankte er der anwesenden bildenden Künstlerin Ute Hartwig-Schulz als "Verursacherin" des Konzepts für das schwimmende Kunstwerk.

Seine Turmhaube soll an die 1978 gesprengte Magdeborner Kirche errinnern. Damals hätte es ein große Spendenbereitschaft gegeben: Die Gemeinde, das Landratsamt, der Regionale Planungsverband, der Freistaat und andere hatten die Idee aus der Bürgerschaft unterstützt. So sei die Akzeptanz für die VINETA von unten gewachsen und hätte schließlich eine Identifikation in der Region hergestellt. Abschließend wünschte er sich für den geplanten Harthkanal neuen Schwung, um den Leipziger Gewässerverbund in die Realität umzusetzen.

Unter den 38 geladenen Gästen war auch die Standesbeamtin, die die erste von bislang 414 Trauungen des Standesamtes Großpösna auf der VINETA vollzogen hat. Daneben finden dort auch Konzerte, Lesungen, Tagungen oder private Feiern statt. Die VINETA gilt mit einer Höhe von 15 Metern derzeit als höchstes schwimmendes Bauwerk auf einem deutschen See.

Offener Turm mit Laterne und Wetterfahne in etwa 15 m Höhe


Leipziger Mannschaft vertritt LMBV am 8. Firmen-Drachenboot-Cup

Leipzig. Am Samstag, den 11. September 2021, fand in Leipzig auf dem Elsterflutbett der 8. Firmen-Drachenboot-Cup statt. Organisiert wird der Wettstreit von den Kanuten der Sportgemeinschaft LVB an ihrem Domizil, dem Bootshaus im Schleußiger Weg. Die LMBV-Mannschaft mit 16 Männern und Frauen gab alles und schaffte mit Platz 14 bei 29 angetretenen Teams knapp eine Platzierung in der oberen Hälfte. Nach einem gemeinsamen Training am Donnerstag wurde es am Samstag gleich ernst. Nach zwei Rennen in der Vorrunde qualifizierte sich das LMBV-Team „Die Seenmacher“ als zweiter in seiner Gruppe für das Achtelfinale, unterlag allerdings der Konkurrenz vom Team der Commerzbank. Als letztes Rennen für das LMBV-Team ging es schließlich um die Platzierung für die Plätze 13, 14 und 15. In einem sehr knappen Ergebnis mit nur wenigen Zehntelsekunden Abstand erkämpften sich „Die Seenmacher“ den 14. Rang.

Erstmals ausgetragen wurde der Firmen-Drachenboot-Cup im Jahr 2013. Seitdem begrüßt die Sportgemeinschaft LVB, Abteilung Kanu jedes Jahr zahlreiche Unternehmen aus der Region in ihrem Bootshaus. Beim Drachenboot-Rennen geht es vor allem um die gemeinsame Anstrengung, Vorerfahrung oder umfangreiches Training sind nicht erforderlich. Lediglich eine gemeinsame Trainingseinheit ist nötig, um die wichtigsten Regeln und Anweisungen des Steuermanns zu kennen. Der Steuermann wird vom Sportverein gestellt und feuert die in seinem Boot paddelnde Mannschaft lautstark an. Aber Muskelkraft allein führt nicht zum Erfolg, es kommt auch auf Teamgeist und Rhythmusgefühl an. Damit gelang der Mannschaft des Leipziger LMBV-Standortes eine gute Platzierung. Herzlichen Glückwunsch!

Die Team-Kapitäne aller Mannschaften mit ihren Pokalen. Foto: SG LVB

Impressionen vom Drachenbootfahren


Tag der offenen Baustelle am Rüttelprobefeld am Speicherbecken Borna

Bergbausanierer und Rüttelfirma stellen Baumaßnahmen am Probefeld West vor

Leipzig/Regis-Breitingen. Rund 50 Anwohner und Interessierte nutzen die Gelegenheit, sich beim Tag der offenen Baustelle der LMBV gemeinsam mit  der Fa. TDE und begleitenden Ingenieurbüros am 21. August 2021 die genauen Baumaßnahmen am Speicherbecken Borna erklären und vorstellen zu lassen.

Konkret wurde die Bautätigkeit im Probefeld West und der damit verbundene Bauablauf den Besuchern vorgestellt. Die derzeitige Baumaßnahme zur Herstellung eines Probefeldes umfasst die Stabilisierung der südlichen Uferböschung des Speicherbeckens Borna. Mit dieser Sicherungsmaßnahme werden potenzielle geotechnische Gefährdungen wie Rutschungen durch Verflüssigungserscheinungen des Bodens verhindert.

Gemeinsam mit der bauausführenden TDE Mitteldeutsche Bergbau Service GmbH erläuterte der Bergbausanierer die sogenannte stopfende Rütteldruckverdichtung (sRDV) die vor Ort zum Einsatz kommt. Dabei werden Säulen aus grobkörnigen Gestein circa 40 Meter tief in den aufgeschütteten Kippenboden eingebracht. Bis voraussichtlich Ende April 2022 soll mit der Herstellung von Stützkörpern, den sogenannten Rüttelsäulen, sowie der anschließenden Innenkippenverdichtung mittels Sprengen (schonende Sprengverdichtung) die Sicherheit der Öffentlichkeit, der Nutzer sowie der Betreiber im Bereich der sogenannten „Adria“ wiedergestellt werden.

Um das gesamte Speicherbecken Borna, welches durch die Sächsische Landestalsperrenverwaltung (LTV) als Stauanlage für den Hochwasserschutz betrieben wird, ist ein Sperrbereich mittels Beschilderung ausgewiesen. Dieser Sperrbereich darf bis zur abschließenden Sicherung der Randböschungen und der Innenkippe nicht betreten oder befahren werden. Es kann zu Rutschungen der Böschungen und der Innenkippenbereiche sowie daraus resultierenden Schwallwellenbildungen im See und somit zur Gefährdung von Leib und Leben kommen.

Große Bautafeln weisen auf die LMBV-Baustelle an der Adria hin.

Impressionen vom Tag (Fotos: Anika Dollmeyer und Dr. Uwe Steinhuber)


Eröffnung der 2. Mitteldeutschen Segelwoche am Nordufer des Zwenkauer Sees

Gedankenaustausch von Gästen aus Wirtschaft, Behörden und Sportverbänden beim 13. Sächsischen Wassersportgespräch zum Thema "Mensch und Natur"

Leipzig/Zwenkau. Auf dem Zwenkauer See herrschte am 21. August 2021 sommerliche Flaute, dennoch fanden sich am nordwestlichen Ufer zahlreiche Wassersportler und Interessierte ein, um die Eröffnung der 2. Mitteldeutschen Segelwoche und das anschließende 13. Wassersportgespräch zu verfolgen. Dazu eingeladen hatte Reinhard Bläser als Präsident des Segler-Verbands Sachsen auch im Namen der Mitgliedsvereine der Segler-Verbände in Thüringen und Sachsen-Anhalt.

Die offizielle Eröffnung der Segelwoche, die vom 21. bis 29. August 2021 an allen Revieren Mitteldeutschlands stattfindet und Segler sowie Schaulustige zu insgesamt 30 Regatten und Mitmachveranstaltungen einlädt, übernahm die Präsidentin des Deutschen Segler-Verbands Mona Küppers. Sie bezeichnete das Segeln als den „tollsten Sport der Welt“, weil er von 5-6 Jährigen begonnen, aber auch noch von 85-Jährigen ausgeübt werden könne und „alle in einem Boot sitzen“, so wie bei einer Familie. Der Segelwoche und dem sächsischen Segel-Verband mit seinen 2.400 Mitgliedern wünschte sie eine lange Tradition und hisste zum Abschluss Ihres Grußwortes symbolisch ein Segel.

Im Gegensatz zu den bisherigen Wassersportgesprächen, die während der jährlichen Messe „Beach und Boat“ und letztes Jahr am Pier 1 des Cospudener Sees abgehalten worden waren, fiel die Wahl dieses Jahr auf den künftigen Standort des geplanten Wassersport- und Segelzentrums am Nordufer des Zwenkauer See, einer laut Bläser, „besonderen Lokation, wo es keine Infrastruktur gibt“. Das „wunderschöne Wassersportrevier“ verdiene seiner Meinung nach mehr Aufmerksamkeit und deshalb fänden dort seit 2019 in kleinem Rahmen Sonderveranstaltungen für den Breitensport statt. Er dankte der LMBV für die vorzeitige Nutzung auf den noch unter Bergrecht liegenden Gelände, würdigte das Engagement des Zweckverbandes Neue Harth sowie der Stadt Leipzig, der Stadt Zwenkau und dem Landkreis Leipzig für alle Gestattungen und Verwaltungsvorgänge.

Dass in diesem Bereich Wassersport betrieben werden kann, ist seit 2006 im Braunkohleplan festgeschrieben und wurde 2015 im Masterplan des Zweckverbands konkretisiert. Die zu nutzenden Uferflächen und die an die Wasserflächen angrenzenden Böschungen wurden seitens LMBV auf Basis von Standsicherheitsuntersuchungen saniert und standsicher gestaltet. Laut Masterplan soll das Ufer südlich der Autobahn 38 in Höhe des Freizeitparks Belantis als touristisches Erholungsziel entwickelt werden, wobei Feriendörfer, ein Campingplatz, ein Schiffsanleger sowie der Segelstützpunkt errichtet werden sollen. Die Stadt Leipzig als Flächeneigentümerin rechnet damit, 2025 das Baurecht zu erhalten.

Während der Fachveranstaltung unter dem Fokus „Mensch und Natur – Mitteldeutsche Segelwoche im Spannungsfeld“ wurden in sechs Vorträgen Informationen und Gedanken ausgetauscht. Zu Wort kamen u. a. Rüdiger Dittmar, Leiter Amt für Stadtgrün und Gewässer der Stadt Leipzig, Godehard Kamps, Abteilungsleiter Infrastruktur der Landesdirektion Sachsen, Vertreter des Landestauchsportverbandes Sachsen, des DLRG Landesverbandes Sachsen, des Freizeit- und Universitätssports sowie des Landessportbundes Sachsen. Von besonderem Interesse war während der Diskussion die Frage, ob das Kite-Surfing perspektivisch als Ausnahme auf dem Zwenkauer See und/oder Cospudener See ermöglicht werden kann. Denn nach § 7 Abs. 3 der Sächsischen Schifffahrtsverordnung ist das Schleppen von Flugkörpern wie Flugdrachen, Drachenfallschirmen und ähnlichen Geräten, Kite-Surfing sowie Wasserskilaufen verboten.

Der abschließend geplante Blick vom Boot auf den See und die Ufer kam zwar nicht zustande, doch dass Sachsen ein Wassersportparadies wird, nachdem sich die Wasserfläche im Vergleich zu 1990 verdreifacht hat und die nutzbaren Wasserflächen nach und nach zunehmen, darin waren sich alle einig. So können – dank der Sanierungstätigkeit der LMBV – folgende Bergbaufolgeseen für Verantstaltungen während der Segelwoche genutzt werden: Cospudener See, Bärwalder See, Berzdorfer See, Großer Goitzschesee, Partwitzer See, Geierswalder See und Zwenkauer See.

Impressionen von der Eröffnungsveranstaltung (Fotos: LMBV/Anika Dollmeyer/Claudia Hermann)


Baustellentag am Speicher Borna

Presseinladung: Tag der offenen Baustelle am Speicherbecken Borna

Samstag, 21. August 2021 von 10 – 13 Uhr

Leipzig/Regis-Breitingen. Die LMBV lädt am 21. August 2021 zu einem Tag der offenen Baustelle ein. In der Zeit von 10 bis 13 Uhr, werden die Baumaßnahmen am Speicher Borna im sogenannten Probefeld West und der damit verbundene Bauablauf vorgestellt. Besucher können die eingesetzte Technik besichtigen und mit den verantwortlichen Fachleuten ins Gespräch kommen. Für ein kleines Imbiss- und Getränkeangebot gegen ein geringes Entgelt ist gesorgt.

Die bauausführende Firma TDE Mitteldeutsche Bergbau Service GmbH und der Projektträger Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) geben Erläuterungen zu den Sanierungsarbeiten.

Baumaßnahme

Die derzeitige Baumaßnahme zur Herstellung eines Probefeldes umfasst die Stabilisierung der südlichen Uferböschung des Speicherbeckens Borna. Mit dieser Sicherungsmaßnahme werden potenzielle geotechnische Gefährdungen wie Rutschungen durch Verflüssigungserscheinungen des Bodens verhindert. Als Sanierungstechnologien kommen die stopfende Rütteldruckverdichtung (Säulen aus grobkörnigen Gestein werden circa 40 Meter tief in den aufgeschütteten Kippenboden eingebracht) und die Bodenverdichtung mittels der schonenden Sprengverdichtung zum Einsatz. Begleitet wird die Maßnahme durch ein umfangreiches Monitoringprogramm, welches Schwingungs-, Verformungs-, Setzungs-, Lärm- und Grundwassermessungen sowie Beweissicherungen an Gebäuden umfasst.

ACHTUNG
Die Baustellenzufahrt befindet sich auf der Bornaer Straße stadtauswärts etwa auf Höhe des Freibades von Regis-Breitingen. Eingeschränkte Parkmöglichkeiten befinden sich innerhalb des Baufeldes. Bitte folgen Sie den Hinweisen vor Ort. Anwohner von Regis-Breitingen bitten wir aufgrund der begrenzten Anzahl an Parkmöglichkeiten, zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu kommen. Festes Schuhwerk wird unbedingt empfohlen. Darüber hinaus weisen wir darauf hin, dass den Sicherheitsanweisungen der Verantwortlichen Folge zu leisten ist.


Bergbausanierer veranstaltet Baustellentag auf der Hochkippe am Weiher in Borna-West

Interesse an der Bautechnik zeigten Jung und Alt

Anwohner und Interessierte verfolgten die Rüttelstopfarbeiten auf der LMBV-Baustelle

Borna. Rund 45 Besucher folgten am Samstag, dem 14. August 2021, der Einladung der LMBV und informierten sich auf der Hochkippe am Weiher Borna-West über die aktuelle geotechnische Sanierungsmaßnahme. Der Tag der offenen Baustelle stieß sowohl bei alten als auch jungen Anwohnern auf Interesse, denn sie konnten sich die Arbeiten, die sie sonst hauptsächlich hören, aus der Nähe anzuschauen. Eingangs erläuterten Diemo Trepte, Projektmanager der LMBV, und Yves Koitzsch, Sachverständiger für Geotechnik von CDM Smith, den Ablauf des Projekts von 2018 bis heute und die von der Firma ARGE Bickhardt & Metzner eingesetzte Technik.

Sie blickten zurück auf die Historie der Altkippe und zeigten beispielhaft ein Proberöhrchen mit setzungsfließgefährdetem Sand aus dem Probefeld von 2018, der sich verhält wie Billardkugeln, die aufeinandergeschichtet werden. Beim anschließenden Blick auf die Großgeräte konnten die Besucher die rund 120-minütige Herstellung einer Rüttelstopfsäule miterleben und sehen, wie aufwändig das Stopfmaterial aufgefüllt wird. Das Material dafür wird von einem Radlader antransportiert, der per Seil von einer größeren Raupe gesichert wird. Zusätzlich wurde die Rüttelstopfverdichtung im Baucontainer per Video im Vergleich zu anderen Sanierungstechnologien ausführlich per Video erklärt.

Die Verantwortlichen beantworteten zwischen 10 und 13 Uhr eine breite Mischung an Fragen der Anwesenden. Dabei ging es auch ums Monitoringkonzept und die regelmäßigen Schwall- und Vibrationsmessungen. und setzten dafür auch Kartenmaterial ein, um die Dimensionen zu verdeutlichen. „Ich hoffe sehr, dass wir mit diesem Tag das Verständnis für die nötige Baumaßnahme erhöhen und vor allem für die Gefahrenlage sensibilisieren konnten“, fasste Diemo Trepte den Tag zusammen. „Denn immer wieder kommt es vor, dass der Sperrbereich von Personen betreten wird, die sich der Gefahr nicht bewusst sind oder sie bewusst ignorieren.“

Umfang der Bauarbeiten und eingesetzte Technik

Mit der aktuellen Sicherung der Hochkippenböschung Borna-West sollen potenzielle geotechnische Gefährdungen wie Verflüssigungserscheinungen des Bodens oder ein Böschungsbruch verhindert werden. Es erfolgt eine Bodenvergütung der gesamten Hochkippenböschung mittels der Rüttelstopfverdichtung. Bei diesem Verfahren werden Säulen aus grobkörnigen Böden circa 25 Meter tief in die Kippenböschung eingebracht. Damit wird eine Stabilisierung und Homogenisierung des setzungsfließgefährdeten Bodens erreicht.

Bereits Ende April 2021 wurde damit begonnen das Baufeld einzuzäunen, die Baustelle einzurichten, die umfassende Monitoringtechnik zu installieren und das Trägergerät für die Rüttellanze aufzubauen. Am 29. Juni 2021 begannen die Rüttelarbeiten. Sie sollen bis Ende 2022 abgeschlossen werden.

Die Baumaßnahme ist in zwei zeitlich getrennte Bauphasen unterteilt. Bei den vorgezogenen Maßnahmen von August 2018 bis zum I. Quartal 2019 wurde die Rüttelstopfverdichtung zunächst auf einem Probefeld durchgeführt, um eine geeignete Technologie zur Untergrundverbesserung des ehemaligen Tagebauareals zu finden. Dies bildete die Grundlage für die Planung der eigentlichen Gefahrenabwehrmaßnahme. Nach Auswertung der Ergebnisse erfolgt seit Anfang Juli 2021 die Rüttelstopfverdichtung im gesamten Böschungsbereich. Dafür werden circa 2.000 Säulen zwischen 18 und 25 Meter Tiefe auf einer circa 20.000 Quadratmeter großen Feld- und Waldfläche erstellt. Als Zugabematerial und Stopfmasse dient eine Gesteinskörnung aus mineralischen natürlichen Vorkommen.

Kippenböschungabflachung/-neuprofilierung sowie Einrichtung des Sperrbereiches

Nach der Holzung und Rodung mit gleichzeitigem Böschungsabtrag des Waldes erfolgt die Erdmassenbewegung (Aus- und Wiedereinbau) von circa 20.000 Kubikmeter Kippenboden. Insgesamt müssen 13.000 Tonnen Überschussmassen entsorgt werden. Während der Arbeiten zur Sicherung der Böschung vor Verflüssigungserscheinungen wurde ein umzäunter, erweiterter Sperrbereich eingerichtet, um die Gefährdung Dritter zu verhindern. Dieser Sperrbereich darf während der Baumaßnahme nicht betreten oder befahren werden, da es infolge der Arbeiten zu Rutschungen der Böschung und somit der Gefährdung von Leib und Leben kommen kann.

Impressionen vom Tag der offenen Baustelle (Fotos: Christian Kortüm)