Revierbefahrung zum Abschied von Wegbegleitern im RSB Sachsen-Anhalt

Dr. C. Mai vom MW und Dr. P. Sanftenberg vom MULE verabschiedet - Nachfolger informiert

Leipzig/Wulfersdorf/Nachterstedt/Bitterfeld. Mit einer zweitägigen Revierbefahrung wurden am 28. und 29. Juli 2021 die zwei langjährigen Mitglieder des Regionalen Sanierungsbeirates (RSB) Sachsen-Anhalt, Dr. Christina Mai vom Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-​Anhalt und Dr. Peter Sanftenberg vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-​Anhalt verabschiedet. An der Befahrung nahmen zudem Vertreter dieser Ministerien als Nachfolger sowie zukünftige Entscheidungsträger des Landes und Vertreter der Bund-Länder-Geschäftsstelle teil. Die LMBV wurde u.a. durch die Leiterin des Sanierungsbereiches Mitteldeutschland, Grit Uhlig, und die Leiterin des Stabes, Elke Kreische-König, vertreten.

Der erste Tag begann in Harbke, wo die laufenden Sanierungsarbeiten im ehemaligen Tagebau Wulfersdorf vorgestellt wurden. Mit Geländewagen wurde das Areal befahren, so dass die Teilnehmer die sanierte Endböschung des Restloch Wulfersdorf sowie die Arbeiten an der Südwestböschung der Hochkippe so nah wie möglich betrachten konnten. Dabei wurden die Umsetzung der artenschutzrechtlichen Maßnahmen thematisiert und die Erosionsrinnen im Bereich unterer Glüsig besichtigt sowie die noch ausstehenden Sanierungsmaßnahmen und die dazu erforderlichen Verwaltungsverfahrensschritte erläutert.

Als zweites großes Ziel des ersten Tages stand die Sanierung der Rutschungskessel in Nachterstedt auf dem Programm. Alle drei Bereiche, in denen die LMBV derzeit tätig ist, wurden vorgestellt: die Sanierung der Südwestböschung aufgrund der Böschungsbewegung von 2016, der Rutschungskessel von 2009 sowie die abgeschlossenen Maßnahmen zur Rüttelstopfverdichtung an der Ostböschung. Mit einem Eindruck von der Folgenutzung der ehemaligen Tagebaue am Schadelebener Ufer endet der umfangreiche Befahrungstag.

Zum Abschluss übergab Grit Uhlig im Namen der Bergbausanierer an Dr. C. Mai ein kleines Dankeschön der LMBV als Notfallpaket im „Unruhestand“ als Erinnerung an die gemeinsame Arbeit; dieses hatte Dr. P. Sanftenberg bereits in der letzten RSB-Sitzung ebenfalls überreicht bekommen. Zudem erhielten beide ein Andenken zur offiziellen Verabschiedung aus dem Amt. LMBV-Sanierungsbereichsleiterin Grit Uhlig dankte beiden für die gute Zusammenarbeit und verabschiedete Sie mit den besten Wünschen.

Die Teilnehmer der Befahrung am zweiten Rutschungskessel in Nachterstedt

Nach der Sanierung steht Grundwasserwiederanstieg im Mittelpunkt

Mit dem Themenkomplex Grundwasserwiederanstieg befasste sich der zweite Tag der Befahrung mit einem weiteren wichtigen Arbeitsbereich der LMBV. Besichtigt wurde die Grundwasserreinigungsanlage Bergmannshof in Bitterfeld-Wolfen des bereits an das Land übertragene Stadtsicherungsprojekt Bitterfeld.

Durch Evelyn Schaffranka, der zuständigen Projektleiterin der Landesanstalt für Altlastenfreistellung des Landes Sachsen-Anhalt, sowie unter Anwesenheit von Vertretern der Mitteldeutschen Sanierungs- und Entsorgungsgesellschaft mbH (MDSE) erläuterte Sie die Funktionsweise der Anlage und betonte die übergreifende Bedeutung des Ökologischen Großprojektes (ÖGP) Bitterfeld-Wolfen.

Als nächste Station wurde der Grundwasserwiederanstiegsbereich Stadt Sandersdorf-Brehna, Ortsteil Zscherndorf angefahren. In der Siedlung Zscherndorf wurde 2015 zur Herstellung der Trittsicherheit eine Drainage errichtet. Das gefasste Drainagewasser wird durch eine Pumpstation über eine drei Kilometer lange Leitung zum Chemiepark Bitterfeld-Wolfen abgeleitet. Die Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH (MIDEWA) als Betreiber der Drainage und der Pumpstation öffnete für die Teilnehmer der Befahrung die technische Anlage.

Die Vertreter der LMBV erläuterten das Gesamtkonzept der Grundwassersicherung in diesem Siedlungsbereich, welche neben der Errichtung der Drainage noch 87 Einzelhaussicherungsmaßnahmen beinhaltete. Weiterhin wurden die Rahmenbedingungen diskutiert, welche bei einer abschließenden Übertragung der Drainageanlage an die Kommune zu bewerten bzw. zu klären sind.

Damit endete der offizielle Teil. Wer nach zweieinhalb Tagen voller Informationen noch nicht genug hatte, konnte jedoch optional den Bitterfelder Bogen, die Bitterfelder Wasserfront sowie die Bernsteinvilla besuchen. Einige der Teilnehmer nahmen dieses Angebot gerne an und hatten mit Elke Kreische-König eine ortskundige und fachlich versierte Begleitung. Die Teilnehmer äußerten sich mit der Befahrung sehr zufrieden, was bereits durch die interessierten Nachfragen und Diskussionen spürbar geworden war. Mit viel neuem Wissen und aktuellen Eindrücken verabschiedeten sich die Teilnehmer.

Eindrücke der Revierbefahrung und Verabschiedung (Bilder: LMBV)


Innovative Modernisierung der Wasseraufbereitungsanlage in Borna

LMBV-Projekt wird auf der IMWA 2021 vorgestellt

Leipzig/Borna. Die in 2008/2009 errichtete Wasseraufbereitungsanlage (WBA) Borna-West wird derzeit umgebaut und modernisiert. In der Anlage werden Grund- und Niederschlagswasser mit einer Konzentration von bis zu 300 mg/l an Eisen (vorwiegend Eisen(II)) vor der Einleitung in die Pleiße von den Eisenbestandteilen gereinigt, um die behördlich festgelegten 3 mg/l zu erreichen. Hierzu wird das Wasser mit Kalk neutralisiert. Das entstehende Eisenhydroxid wird unter Zugabe von Flockungshilfsmitteln (FHM) durch Sedimentation vom Wasser abgetrennt und als eisenhaltiger Schlamm separat gesammelt und chargenweise entsorgt.

Die Besonderheit dabei ist, dass das Wasser auch einen hohen Anteil an freier Kohlensäure bzw. Hydrogenkarbonat (TIC) besitzt (bis zu 90 mg/l), wodurch ein großer Anteil des Kalks als Calciumcarbonat ausfällt. Dadurch entstehen erhöhte Schlammmengen, die mechanisch entwässert und entsorgt werden müssen. Das führt zu einem erhöhten Kalkverbrauch und geht entsprechend in die Betriebskosten mit ein.

Ziel der Umbaumaßnahmen ist die Implementierung des vorangegangenen Pilotversuches, bei dem erfolgreich bestätigt wurde, dass durch intensive Belüftung das Hydrogencarbonat physikalisch als Kohlenstoffdioxid (CO2) aus dem Wasser ausgetrieben wird (Stripping). Gleichzeitig konzeptionierte das Planungsbüro G.E.O.S. Freiberg für die LMBV Mitteldeutschland die Anlage grundhaft neu.

Herzstück der Anlage ist das von G.E.O.S. Freiberg entwickelte 3-Kammer Becken in dem das Wasser in drei Phasen für die folgende Sedimentation vorbereitet wird:

  1. Phase – Vorbelüftung und Entfernung Hydrogenkarbonat (TIC) (B2.1)
  2. Phase – pH-Wert-Anhebung mittels Kalkdosierung und Eisenoxidation durch Belüftung von Fe(II) zu Fe(III) (B2.2)
  3. Phase – langsames Einrühren des Flockungshilfsmittels (B2.3)
Die Grafik zeigt einen Ausschnitt aus dem geänderten Rohrleitungs- und Instrumentenfließschema. Quelle: G.E.O.S. Freiberg

Der Aspekt des Austreibens des TIC zur Reduzierung der Betriebskosten, wurde bisher bei Anlagen dieser Art nur in Einzelfällen berücksichtigt. Die Abstimmung der Prozessabläufe in der vorliegenden Konstellation stellt einen innovativen Ansatz dar, der für Anlagenbetreiber mehrere Vorteile bringt. Gemeinsam mit dem Planungsbüro hat sich daher die LMBV Mitteldeutschland entschlossen, die Erkenntnisse zu veröffentlichen. G.E.O.S. Freiberg stellte die Anlage und das neue Konzept im Juli 2021 am virtuellen Kongress der International Mine Water Association (IMWA) 2021 vor.
Mit dem Umbau verbunden sind zahlreiche weitere Anlagenoptimierungen. So ist beispielsweise die Regulierung des Wasserdurchflusses zukünftig in einem größeren Bereich (10-65 m3/h) möglich und auch die Messung des Durchflusses verbessert sich. Die Kalkdosierung erfolgt neu über eine pH-Wert-Regelung durch Messung in den Becken B2.2 und B2.3, was bewirkt, dass die Kalkzugabe schneller auf die aktuellen Regelparameter angepasst werden kann. Mit dem Umbau erfolgt zudem eine Neukonzeptionierung des Prozessleitsystems. Insgesamt werden die Randbedingungen für die Anlagenunterhaltung, -wartung und -sicherheit erheblich verbessert.
Die Umbaumaßnahmen erfolgen auf engstem Raum und unter Aufrechterhaltung des Regelbetriebes. Die Fertigstellung ist im 4. Quartal 2021 geplant. Nach Inbetriebnahme kann besser auf geänderte Umweltparameter reagiert und die behördlichen Vorgaben können sicher erreicht werden.

Impressionen vom Umbau der WBA in Borna, Fotos: G.E.O.S. Freiberg


Scoping fürs wasser- u. verkehrsrechtliche Planfeststellungverfahren in Schelditz

Zulassungsbehörden und Vorhabenträger LMBV stellen sich Fragen und Hinweisen der Träger öffentlicher Belange

Schelditz. Die Planung zur Gefahrenabwehr im Rositzer Ortsteil Schelditz läuft weiter. Am 12. Juli 2021 fanden zwei Scopingtermine im Verwaltungsgebäude der Verwaltungsgemeinschaft Rositz in Anwesenheit der LMBV als Vorhabenträger und der ARGE Planer Schelditz statt.

Zunächst lud das für wasserrechtliche Zulassungsverfahren zuständige Referat 52 des Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) zum Scoping für das „Wasserrechtliche Planfeststellungsverfahren zur bautechnischen Sicherung/Sanierung von durch Grundwasserwiederanstieg und Kontamination beeinflussten Flächen und Objekten sowie zur Umverlegung des Gerstenbaches in Schelditz“ ein. Dieser Termin diente der Abstimmung über den Inhalt und Umfang der im Zulassungsverfahren voraussichtlich nach § 16 Umweltverträglichkeitsprüfung beizubringenden Unterlagen über die Umweltauswirkungen des Vorhabens. Dazu wurde der Planungsstand vorgestellt und Fragen und Hinweise zu den einzelnen Schutzgütern aufgenommen. Im Anschluss führte das Referat 540 des Thüringer Landesverwaltungsamtes (TLVwA) als Planfeststellungsbehörde für Verkehrsbaumaßnahmen den zweiten Scopingtermin für das Planfeststellungsverfahren „K 307 - Anhebung Talstraße in Rositz/OT Schelditz“ durch. Die vom Grundwasserwiederanstieg betroffene Talstraße soll in ihrer aktuellen Trassierung verbleiben, aber um ca. 1 Meter angehoben werden, um den durch die oberflächennahen Druckgrundwasserspiegel eingetretenen Tragfähigkeitsverlusten nachhaltig entgegen zu wirken.

Folgende Träger öffentlicher Belange haben sich vor und während des Scopingtermins zum wasserrechtlichen Planfeststellungsverfahren geäußert:

  • Arbeitsgruppe Artenschutz Thüringen e. V.
  • Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle/Saale ZZ.V.
  • Deutsche Bahn AG
  • Gewässerunterhaltungsverband Pleiße/Schnauder
  • Landesanglerverband Thüringen e. V
  • Landratsamt Altenburger Land
    • Untere Wasserbehörde
    • Untere Naturschutzbehörde
    • Untere Immissionsschutzbehörde
    • Untere Bodenschutzbehörde
    • Untere Abfallbehörde
    • Untere Bauaufsichtsbehörde
    • Untere Denkmalschutzbehörde
    • Fachdienst Gesundheit
    • Stabsstelle Brand- und Katastrophenschutz
    • Straßenbau- und Straßenverwaltung
    • Straßenverkehr
  • Landesjagdverband Thüringen e. V.
  • NABU Altenburger Land e. V.
  • Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Landesverband Thüringen e. V.
  • Stadtverwaltung Altenburg
  • Thüringer Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation
  • Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr
  • Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie
  • Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum
  • Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz
    • Referat 35 / Obere Naturschutzbehörde
    • Referat 41 / Hydrologischer Landesdienst, Hochwassernachrichtenzentrale
    • Referat 42 / Siedlungswasserwirtschaft
    • Referat 43 / Flussgebietsmanagement
    • Referat 51 / Abwasser, Wismut-, Kalibergbau
    • Referat 53 / Grundwasser, Wasserschutzgebiete
    • Referat 61 / Obere Immissionsschutzbehörde
    • Referat 64 / Abfallrechtliche Zulassungen
    • Referat 74 / Abfallrechtliche Überwachung
    • Referat 75 / Bodenschutz, Altlasten, Freistellung, Rositz
    • Referat 82 / Angewandte Geologie, Georisiken
  • Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft
    • Oberste Fischereibehörde
    • Oberste Forstbehörde
  • Verband für Angeln und Naturschutz Thüringen e. V.
  • Verwaltungsgemeinschaft Rositz

Träger öffentlicher Belange beim Planfeststellungsverfahren zur Anhebung der Talstraße (Kreisstraße K 307) in Schelditz sind:

  • AHO Thüringer e.V.
  • Arbeitsgruppe Artenschutz Thüringen e.V.
  • Gewässerunterhaltungsverband Pleiße/Schnauder
  • Kulturbund für Europa e.V.
  • Landesanglerverband
  • Landespolizeiinspektion Gera
  • Landratsamt Altenburger Land
    • Untere Wasserbehörde
    • Untere Bodenschutzbehörde
    • Untere Naturschutzbehörde
    • Untere Abfallbehörde
    • Untere Immissionsschutzbehörde
    • Fachdienst Straßenbau und Straßenverwaltung
    • Fachdienst Straßenverkehr
    • Stabsstelle Brand- und Katastrophenschutz
    • Untere Denkmalschutzbehörde
  • Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Landesverband Thüringen e.V.
  • Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr
  • Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie
  • Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum
  • Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz
  • Verband für Angeln und Naturschutz Thüringen e.V.
  • Verwaltungsgemeinschaft Rositz

Impressionen der Veranstaltung in Rositz (Fotos: LMBV)


Pressetermin auf der Hochkippe Borna zum Beginn der Hauptsanierung entfällt

Leipzig/Borna. Am 8. Juli 2021 starteten die geplanten Rüttelstopfarbeiten auf der Hochkippe Borna zur Verdichtung einer Fläche von ca. 20.000 m². Die Gefahrenabwehrmaßnahme erfolgt in einem setzungsfließgefährdeten geotechnischen Sperrbereich am ehemaligen Tagebau Borna-West. Die LMBV fungiert als Projektträgerin nach Anordnung durch das Sächsische Oberbergamt.

Pressetermin entfällt

Der für Dienstag, dem 13. Juli 2021, geplante Pressetermin auf der Hochkippe Borna muss leider wegen Erkrankungen zweier Akteure entfallen.


Brücke „Feuriger Hengst“ an die Stadt Markkleeberg übergeben

Mit dem Ersatzneubau wurde das marode Abflusshindernis über die Kleine Pleiße durch ein Rahmenbauwerk aus Stahlbeton beseitigt

Markkleeberg. Mit einem kleinen Pressetermin vor Ort wurde die neue Brücke offiziell an die Stadt Markkleeberg übergeben. Die Brücke befindet sich im Kreuzungsbereich der Kleinen Pleiße mit einer Zufahrtstraße zum AGRA-Gelände. "Bauherr ist die LMBV, wir bekommen die Brücke nur geschenkt", brachte es Markleebergs Oberbürgermeister Karsten Schütze mit einem Schmunzeln auf den Punkt. Ihren Namen "Feuriger Hengst" verdankt die Brücke einer ehemaligen Freiluftgaststätte, an die sich der OBM noch gut erinnern kann." Der Name passe noch immer gut, so Schütze, da sich in der Nähe Pferdesportanalagen befinden. Er selbst nahm das Bauwerk erstmals in Augenschein und dankte der LMBV für die gute Zusammenarbeit.

Da kann Anja Kägler als Vertreterin der LMBV nur zustimmen und erläutert die baulichen Aspekte: "Die Kleine Pleiße ist sehr wichtig für uns, da sich stromaufwärts das Auslaufbauwerk für den Markleeberger und den Störmthaler See befindet." Das Überschusswasser des Seenkomplexes laufe über die kleine Pleiße und werde über die Pleiße abgeleitet. Die Kleine Pleiße sorgt für die Einhaltung der 2008 planfestgestellten Wasserstände bzw. Bewirtschaftungslamellen in den Seen. Das alte, seit Jahrzehnten marode Bauwerk, hatte den Fließquerschnitt der Kleinen Pleiße stark eingeschränkt und stellte ein Abflusshindernis dar. Die vorhandene Brücke wurde deshalb abgerissen und durch einen Neubau am bisherigen Standort in gleichem Höhenverlauf ersetzt. Gemäß dem wasserrechtlichen Planfeststellungsbeschluss der Landesdirektion Sachsen war die LMBV dazu verpflichtet, einen Ersatzneubau für die im Verlauf der Kleinen Pleiße vorhandene Brücke „Feuriger Hengst“ zu errichten.

Das Bauprojekt startete im Mai 2020 mit den notwendigen bauvorbereitenden Maßnahmen einschließlich Flächensondierungen auf Kampfmittel. Im Ergebnis wurden baubegleitende Kampfmitteltiefensondierungen notwendig, die letztlich keine Funde erzielten, aber zu Mehraufwand und Verzögerung im Bauablauf führten. Die eigentlichen Bauleistungen starteten im Juni 2020 mit der Umverlegung der Versorgungsleitungen für Strom, Trinkwasser und Telekommunikation. Der anschließende Abbruch des alten Bauwerkes lief problemlos, so dass bis Juni 2021 das neue Rahmenbauwerk aus Stahlbeton mit einer Stützweite von 13,57 m errichtet werden konnte. Die neuen Brückenwiderlager wurden in zwei wasserdichten Spundwandkästen betoniert und schließlich der Überbau und die Kappen herstellt, die Medien in den neuen Trassen verlegt und das Bauwerk mit der Herstellung der Fahrbahn und des Geländers fertiggestellt. Die Kleine Pleiße wurde bauzeitlich durch ein provisorisches Gerinne innerhalb der Baustelle geleitet. Die bauliche Abnahme der neuen Brücke erfolgte am 24. Juni 2021 und die Übergabe an die Stadt Markkleeberg am 7. Juli 2021.

Die Baumaßnahme wurde im Rahmen des § 2 Verwaltungsabkommen Braunkohlesanierung finanziert. Bauausführende Firma für das Projekt war Arlt Bauunternehmen GmbH. Mit der Objekt- und Tragwerksplanung sowie Bauüberwachung beauftragte die LMBV die Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG, Dresden. Für die Baugrundgutachten und Gründungsberatung wurde die Erdbaulabor Leipzig GmbH gewonnen. Für die Medienumverlegung plante und begleitete das Ingenieurbüro Beyer aus Leipzig. Die ingenieurtechnische Fachbegleitung und die ökologische Baubegleitung übernahm Sweco GmbH, Halle/Saale.

Teilnehmer des Pressetermins: OBM Karsten Schütze, Anja Kägler LMBV, Halka Mogga und Thomas Kamplinstki vom Tiefbauamt Markkleeberg und Claudia Hermann LMBV
Teilnehmer des Pressetermins: OBM Karsten Schütze, Anja Kägler LMBV, Halka Mogga und Thomas Kamplinstki vom Tiefbauamt Markkleeberg und Claudia Hermann LMBV (v.l.n.r.)

Hintergrund

Die LMBV ist gemäß dem Verwaltungsabkommen „Braunkohlesanierung“ zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen das bergrechtlich verantwortliche Unternehmen für den ehemaligen Braunkohletagebau Espenhain südlich der Stadt Markkleeberg. Die im Bundesberggesetz verankerte Wiedernutzbarmachung nach Einstellung der Kohleförderung dauert noch an, während die Folgenutzung – insbesondere für Freizeitzwecke – bereits seit einigen Jahren Fahrt aufgenommen hat. Die Baumaßnahme erfolgte auf Basis der von der Landesdirektion Sachsen genehmigten Planänderung des Planfeststellungsbeschlusses „Wasserwirtschaftliche Maßnahmen im Tagebauterritorium Espenhain“ vom 26.07.2019.

Eindrücke vom Pressetermin (Bilder: LMBV)


Ersatzneubau Brücke „Feuriger Hengst“ an Stadt Markkleeberg übergeben


Ausstellung “Verlorene Orte” nördlich und südlich von Delitzsch läuft bis Ende Oktober

Braunkohleabbau und Strukturwandel im Delitzscher Revier

Torgau. Grabschütz, Kattersnaundorf, Lössen, Schladitz, Werbelin, Paupitzsch und Seelhausen – das sind die Namen von Gemeinden im Norden Leipzigs, die im Zuge des Braunkohleabbaus überbaggert wurden und daher zu „verlorenen Orten“ geworden sind.

Ihnen widmet sich eine Sonderausstellung im Torgauer Schloss Hartenfels, die noch bis Ende Oktober 2021 zu sehen ist. Sie befasst sich mit dem Braunkohleabbau und dem Strukturwandel im Delitzscher Revier. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen sieben 3D-Druckmodelle der Ortschaften. Angefertigt werden konnten sie anhand historischer Unterlagen und Zeitzeugenberichte. Zu den Exponaten zählen Leihgaben des Sächsischen Industriemuseums und der Energiefabrik Knappenrode sowie großformatige LMBV-Luftbilder und -Dokumente.

Zur Eröffnung der Ausstellung am 2. Juli 2021 berichtete der Landrat Kai Emanuel den rund 100 geladenen Gästen und Zeitzeugen von der Entstehungsgeschichte der Schau: Mit dem Projekttitel „Verlorene Orte im Delitzscher Revier – 30 Jahre nach der Braunkohle“ hatte sich der Landkreis Nordsachsen 2020 beim Ideenwettbewerb der Sächsischen Mitmach-Fonds im Mitteldeutschen Revier beworben und war prämiert worden. Da die Präsentation der Projektidee pandemiebedingt im Herbst 2020 am Schladitzer See nicht zustande kam, wurde daraus eine Wanderausstellung konzipiert, die nach Torgau auch in Wiedemar, Delitzsch, Löbnitz und Rackwitz zu sehen sein wird. Der Ideenwettbewerb wurde mitfinanziert durch Steuermittel des Freistaates Sachsen, die Ausstellung im Schloss wurde gefördert durch den Kulturraum Leipziger Raum.

Im Anschluss begrüßte der Landrat Kai Emanuel den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer. Dieser verwies auf die menschlichen Schicksale und die Bedeutung der Heimat. Er fand es im Hinblick auf das vom Landkreis initiierte Projekt positiv, dass „wir Möglichkeiten schaffen, um uns daran zu erinnern“. Der Ministerpräsident lobte vor allem „die Leistung und das Engagement der Leute, die sich gegen ihren Willen eine neue Heimat gesucht haben“. Uta Schladitz wiederum führte als Projektleiterin und Leiterin des Amtes für Wirtschaftsförderung, Landwirtschaft und Tourismus das Verschwinden der sieben Dörfer und die Entstehung der neuen Seen zusammen. Wo zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch eine intakte Heidelandschaft stand, wurde zum Ende der DDR gleichzeitig Kohle aus den drei aktiven Tagebauen Delitzsch-Südwest, Breitenfeld und Goitsche mit dem Baufeld Rösa im Umfeld von Delitzsch abgebaut und die Einwohner wurden umgesiedelt. Dass sich ein Großteil der einstigen Ortschaftsnamen in den heutigen Bergbaufolgeseenamen – Grabschützer, Schladitzer, Werbeliner, Paupitzscher und Seelhausener See – wiederfindet, erinnert ebenso wie Denkmale oder Sachzeugen an ihre traditionsreiche Geschichte. Entwickelt hätten sich sowohl Naturschutzgebiete wie der Paupitzscher See als auch Naherholungsgebiete wie der Schladitzer See.

Während der bergbaulichen Sanierung durch die LMBV und ihrer Vorgänger wurden seit 1991 fast 4.200 Arbeitskräfte zur Revitalisierung der drei Tagebaue eingesetzt und seit 1993 rund 230 Millionen Euro an Bundes- und Landesmitteln investiert.

 

Ortsinanspruchnahmen:

  • Tagebau Delitzsch-Südwest: Kattersnaundorf 1981, Grabschütz 1985, Werbelin* 1992
  • Tagebau Breitenfeld: Lössen* 1985-88, Schladitz * 1986-90
  • Tagebau Goitsche (Rösa): Paupitzsch mit dem Gut Neuhaus 1975, Seelhausen 1988

* wegen Stilllegung des Tagebaus nicht mehr abgebaggert

Weitere Informationen zu den Verlorenen Orten finden sich in den LMBV-Broschüren 01 Holzweißig/Goitsche/Muldenstein und 13 Delitzsch-Südwest/Breitenfeld.

Karte mit den überbaggerten Orten im Bereich der Tagebaue Delitsch-Südwest und Breitenfeld (Quelle: LMBV)
Karte mit den überbaggerten Orten im Bereich des ehemaligen TagebausDelitsch-Südwest/Breitenfeld
Karte mit den überbaggerten Orten im Bereich des ehemaligen Tagebaus Goitsche
Karte mit den überbaggerten Orten im Bereich des ehemaligen Tagebaus Goitsche

Impressionen von der Ausstellungseröffnung
(Fotos: LMBV)


Erdarbeiten an der Hochkippe Wulfersdorf starten in den 2. Bauabschnitt

Sanierung des südwestlichen Endböschungssystems läuft bis Ende 2021

Harbke. Mitte Juni 2021 nahmen zahlreiche Baufahrzeuge an der Hochkippe Wulfersdorf ihre Arbeit auf. Grund dafür sind die Erdbauarbeiten in den Bereichen der Südwestböschung der Hochkippe Wulfersdorf. Nach Abschluss des 1. Bauabschnittes im November 2020 werden nun die Arbeiten im 2. Bauabschnitt fortgesetzt. An der Südwestböschung der Hochkippe werden Kippenmassen gewonnen und am Fuße der Böschung in der Tieflage 1 eingebaut, um die Böschung im Ganzen zu stabilisieren. Ab September 2021 soll neben der Tieflage 1 mit den Massen aus dem Gewinnungsbereich Hochkippe zudem ein weiterer Einbaubereich an der Ostböschung (Nordteil) bedient werden.

Der Abtrag der Massen aus dem Entnahmebereich des südwestlichen Endböschungssystems erfolgt in etwa drei Meter mächtigen Scheiben. Über ein vorhandenes Wegesystem und Rampen, die bereits im 1. Bauabschnitt angelegt wurden, erfolgt der Transport zum Einbauort Tieflage 1 bzw. ab September zusätzlich zum Nordteil der Ostböschung. Dabei müssen die Baufahrzeuge eine Transportstrecke von ca. 1,2 Kilometern und bis zur Ostböschung sogar rund 3,6 Kikometern zurücklegen. Bei diesen langen Fahrstrecken auf inhomogenem Kippenboden ist an trockenen Sommertagen eine hohe Staubemission zu erwarten. Im Sinne des Staubschutzes für Natur und Anwohner beauftragt die LMBV ihre Auftragnehmer in solchen Fällen mit dem regelmäßigen Wässern der Fahrstraßen.

Insgesamt werden für den Einbau in der Tieflage 640.000 Kubikmeter Kippenboden bewegt. Die Verfüllung erfolgt durch den Einbau von 0,5 Meter mächtigen Einzelscheiben (Erdschichten), 24 Stück an der Zahl, bis das angestrebte Höhenniveau erreicht ist. Für die Ostböschung kommen noch einmal 175.000 Kubikmeter dazu, von denen allerdings 25.000 Kubikmeter direkt im Bereich der Ostböschung abgebaut werden. Unmittelbar nördlich der Hauptzufahrt steht dort auf einer Böschungslänge von 80 Metern ein Massenblock, welcher gegenüber dem herzustellenden Regelprofil einen Massenüberschuss von circa 25.000 Kubikmetern ausweist. Die gewachsene Ostböschung wird im Bereich der vorhandenen Hauptzufahrt angestützt. Im Zusammenhang mit dem Erdbau erfolgt eine Geländeanpassung an die bereits sanierten Anschlussbereiche.

Die Skizze zeigt rot umrandet den aktuellen Sperrbereich an der südwestlichen Böschung, in dem derzeit gearbeitet wird.

Hintergrund:

Bereits seit 2003 steigt das Grundwasser in den Tagebaurestlöchern Helmstedt und Wulfersdorf wieder an, was mit der geplanten Flutung zum „Lappwaldsee“ einhergeht. Durch den Wasseranstieg werden in den Tieflagen des Restlochs Altwulfersdorf offene Seeflachen entstehen bzw. sind bereits anfänglich vorhanden. Eine Standsicherheitseinschätzung aus dem Jahr 2009 hat gezeigt, dass für das unmittelbar angrenzende südwestliche Böschungssystem der Hochkippe Wulfersdorf keine ausreichende Standsicherheit für Teile dieses Kippenendböschungssystems ab dem Erreichen definierter Grenzwasserstande nachgewiesen werden kann. Daraus leitet sich das grundsätzliche Erfordernis zur Sanierung und Sicherung der betroffenen Böschungsbereiche ab. Die geplante Sanierung erstreckt sich dabei in Teilen länderübergreifend über die Territorien von Sachsen-Anhalt und Niedersachsen und soll bis Ende 2021 abgeschlossen sein.

Aktuelle Eindrücke der Erdarbeiten, Luftbild v. Filmart, Fotos v. Ch. Bedeschinski


Pumpstation und Elektrozuleitung am Restloch Zechau III mutmaßlich beschädigt

Firmenmitarbeiter und Anwohner sind Gefahren ausgesetzt

Leipzig/Kriebitzsch. Seit Frühjahr 2021 verzeichnet die LMBV einen starken Anstieg der Schadensdelikte an der technischen Anlage „Pumpstation Zechau“ im südwestlichen Bereich des Restloches Zechau III. Aktuell umfasst die Station ein schwimmendes Pontonkonstrukt mit Pumptechnik, Druckrohren, Schiebern sowie einer Elektrokabelzuleitung von der Ortslage Zechau in das Restloch. Der LMBV ist nach wie vor unklar, wer diese Schäden verursacht und aus welcher Motivation heraus.

In den zurückliegenden Jahren wurden regelmäßig, meist während des Pumpbetriebes, mutmaßlich vorgenommene Schäden/Manipulationen der Anlage verzeichnet. Diese reichten von Bohrlöchern und Sägeschlitzen der Wasserleitungen über Beschädigungen der Schieber bis hin zu Beschädigungen der Elektrokabelzuleitungen, die lebensgefährlich sein können. Aus den entstandenen Schäden resultierten immer aufwendige und kostenintensive Reparaturen im mittleren fünfstelligen Bereich.

Mit dem Start der diesjährigen Pumpkampagne im Februar begann jedoch eine Serie von „Anschlägen“ auf die Pumpstation. Folgende Schäden wurden seit März 2021 mehrfach festgestellt:

  • Beschädigungen der Druckrohrleitung an der Pontonbrücke bis Einbindung an Stahlrohrleitung (Bohrlöcher, Sägeeinschnitte)
  • Wiederholtes Zudrehen der Schieber, sodass die Pumpe überlastet und zerstört wird
  • Kabelbeschädigung der Elektrozuleitung an mehreren Abschnitten (überwiegend im Wasser-Sumpf-Bereich!), Einwirkungen auf das Kabel mit scharfen Werkzeugen (Axt) und Einbohren von Schrauben durch das Kabelschutzrohr in das Kabel – dadurch Ausfall der Anlage, Gefahr von Stromschlägen!

Aufgrund der mittlerweile mehrfach wöchentlich verursachten Beschädigungen ist ein ordnungsgemäßer Pumpbetrieb nicht mehr realisierbar. Unabhängig davon entsteht durch die mutwilligen Manipulationen an der Stromzuführung Lebensgefahr für den Täter und für Dritte, insbesondere die Betreiberfirma sowie Spaziergänger bzw. unbeteiligte Bürger.

Aus genannten Gründen bittet die LMBV um Unterstützung bei der Suche nach dem/r Täter*in. Aufgrund der häufigen Sachbeschädigungen wird vermutet, dass der/die Täter*in aus dem näheren Umfeld zu Fuß in das frei zugängliche Bergbaugebiet im Eigentum des Thüringen Forst gelangt. Hinweise jeglicher Art werden entgegen genommen von der LMBV-Unternehmenskommunikation per Telefon unter 0341/2222-2019, per Fax an 0341/2222-2315 oder per E-Mail an claudia.hermann@lmbv.de.

Als Folge der Vandalismusserie befindet sich die LMBV in einer schwierigen Situation. Geplant werden zwar zusätzliche Sicherungsmaßnahmen, aber eine komplett zerstörungsfreie Anlage mit einem verhältnismäßigen Aufwand – finanziert mit Steuergeldern – herzustellen, ist nicht möglich.

Hintergrund:

Seitens LMBV besteht eine genehmigungs- bzw. bergrechtliche Verpflichtung zum Betreiben der Pumpanlage: Die südöstlich der Ortschaft Zechau liegenden Tagebaurestlöcher Zechau I, II und III sind Resthohlformen des ehemaligen Tagebaus Zechau. Die verbliebenen Restlöcher II und III verblieben nach Stilllegung der Brikettfabrik und des Kraftwerks 1993 als Wasserflächen. Infolge der großflächigen Einstellung der Braunkohleförderung im Umfeld bewirkte der Grundwasserwiederanstieg einen Anstieg des Restlochwasserspiegels. Infolge der langjährigen, künstlichen beibehaltenen Wasserstände kam es zu Ansiedelungen besonders geschützter Flora und Fauna. Daraus resultierte eine Unterschutzstellung des Gebietes als Naturschutzgebiet und die Einordnung von Teilgebieten als FFH-Gebiet. Zum Erhalt der seltenen Arten befindet sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt die behördliche Versagung eines natürlichen Wasseraufgangs im Restloch III. Es gilt somit aktuell und zukünftig den Wasserspiegel konstant auf maximal 178,50 m NHN zu halten, bis langfristige nachsorgearme Lösungen geschaffen worden sind. Zur Regulierung des festgesetzten Wasserstandes befindet sich seit ca. 20 Jahren eine Pumpenanlage im Restloch Zechau III. Witterungsbedingt liegen die Pumpkampagnen in den Frühjahrs- bis Frühsommermonaten sowie in den Herbstmonaten bis zur Frostperiode. Den Betrieb der Pumpanlage gewährleistet der von der LMBV beauftragte Betreiber.

Abschließend wäre unser Anliegen, dass wir gemeinsam mit Ihnen nach weiteren Möglichkeiten suchen, um den Schutz für die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten und die Schäden zu minimieren oder sogar zu verhindern.

Schäden an der Zechauer Pumpanlage (Fotos: LMBV)


Instandsetzung des Wilfried-Lauche-Wegs am südlichen Ufer des Geiseltalsees vollendet

Letzte von drei Wegeverbindungen am See seit 2019 saniert

Mücheln/Braunsbedra. Der mithilfe von § 2-Mitteln grundhaft sanierte Wilfried-Lauche-Weg zwischen Mücheln und Braunsbedra ist wieder für Radfahrer und Spaziergänger freigegeben. Am 10. Juni 2021 erfolgte die bauliche Abnahme des LMBV-Wirtschaftsweges, der nach insgesamt 32 Jahren Nutzung zahlreiche Schäden und Risse aufgewiesen hatte.

Nach entsprechenden Vorarbeiten erfolgte zwischen Mai und Juni 2021 das Abfräsen, der grundhafte Ausbau der Schadstellen und das Aufbringen der Asphalttragdeckschicht auf einer Länge von 2,1 Kilometern zwischen ehemaligem Geiseleinlauf in Mücheln und dem Aussichtspunkt Krumpa. In der 23. KW wurden die Bankette durch die Baufirma Meliorations-, Straßen- und Tiefbau GmbH angelegt.

Im Auftrag der LMBV sind seit Herbst 2019 drei bedeutende Wegeverbindungen am Geiseltalsee saniert worden: Grubenweg, Rundweg am Geiseltalsee an verschiedenen Stellen und Wilfried-Lauche-Weg. (CH)

Der zuständige Projektmanager Mirko Mennert prüft den Zustand des sanierten Weges (Foto: LMBV)

Impressionen von der Baumaßnahme (Fotos: LMBV)