Vorsorgliche Entlastung geplant — Querbauwerke im Störmthaler Kanal im Bau

Gewässerverbindung zwischen Markkleeberger und Störmthaler See wird mit zusätzlichen Querbauwerken vorläufig abgesperrt und gesichert

Leipzig/Markkleeberg. Am Böschungssystem des Kanals zwischen Störmthaler und Markkleeberger See sind im Rahmen des regulären Monitoringprogramms Böschungsschäden und Rissbildungen nahe dem Schleusenbauwerk (Kanuparkschleuse) festgestellt worden. Diesen Sachverhalt hat die LMBV dem Sächsischen Oberbergamt sowie der Landesdirektion Sachsen am 17. März 2021 förmlich angezeigt. Die LMBV hat als verantwortlicher Bergbausanierer Sofortmaßnahmen veranlasst, um Gefahren für die geotechnische Sicherheit auszuschließen. Ebenso ist sie für die Durchführung der Sicherungsmaßnahmen verantwortlich.

Zur Sicherung des Störmthaler Kanals und der Kanuparkschleuse werden voraussichtlich ab 29. März 2021 zusätzliche Querbauwerke oberhalb und unterhalb des Schleusenbauwerkes in den Kanal eingebaut werden, um eine temporäre Sicherung zu schaffen und nachfolgende Maßnahmen risikolos vorbereiten zu können. Wegen dieser baulichen Maßnahmen im Bereich des Störmthaler Kanals und der Gefährdungslage wird die Untere Wasserbehörde des Landkreises Leipzig zeitlich begrenzte Nutzungseinschränkungen auf dem Störmthaler See, im Störmthaler Kanal und auf dem Markkleeberger See aussprechen. Zu erwarten sind zum einen zeitweilige Einschränkungen wie die Aussetzung des Gemeingebrauchs sowie der Gestattungen zum Betrieb von Booten. Zum anderen ist mit temporären Einschränkungen an den vorhandenen parallel verlaufenden Wirtschaftswegen entlang des Störmthaler Kanals zu rechnen.

Anlass für die Maßnahme ist ein im März 2021 im Auftrag der LMBV von einem Sachverständigenteam vorgestelltes geotechnisches Gutachten. Es zeigt Defizite bei der dauerhaften Standsicherheit der Seitenböschungen und des Schleusenbauwerks auf und empfiehlt insbesondere eine zeitnahe Abriegelung des Bereichs, weitere Kontrollen und eine messtechnische Überwachung. Zur Ermittlung der Ursachen sind weitere Untersuchungen erforderlich. Perspektivisch sollen Sicherungsmaßnahmen zur Wiederherstellung der geotechnischen Sicherheit und der wassertouristischen Nutzungsfähigkeit der Anlagen veranlasst werden. Am 23. März 2021 bildete sich eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der zuständigen Behörden, Gutachtern, kommunalen Vertretern und LMBV. Am 26. März 2021 wird ein Mediengespräch stattfinden.

Hintergrund:

Der Störmthaler Kanal und die Kanuparkschleuse befinden sich auf einer Bergbaukippe des ehemaligen Tagebaus Espenhain. Gebaut wurde die Schleuse zwischen März 2011 und Oktober 2012 in Projektträgerschaft der LMBV. Finanziert wurde die Maßnahme gemäß § 2 und § 4 des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung. 2013 wurde das Bauwerk an die Stadt Markkleeberg übergeben und wird seither durch die Entwicklungsgesellschaft für Gewerbe und Wohnen mbH (EGW) betrieben. Neben ihrer touristischen Funktion dient die Schleuse der notwendigen Ableitung des Überschusswassers aus dem ca. 4 Meter höher gelegenen Störmthaler See.

Markkleeberger See, Störmthaler Kanal mit Kanuparkschleuse und A 38, Störmthaler See (v.l.n.r., Quelle: LMBV)


Region: Bergbau-Technik-Park an der BAB 38 errichtet neue Ausstellungshalle

Auf über 600 Quadtratmetern entsteht ein neuer, witterungsgeschützter Ausstellungsbereich

Leipzig. Der Bergbau-Technik-Park e.V. errichtet derzeit auf seinem Parkgelände eine neue Leichtbauhalle. Mit ihren circa 660 Quadratmetern Fläche bietet die neue Ausstellungshalle dringend benötigten, witterungsgeschützten Ausstellungsbereich zum Thema Braunkohlenveredelung und Energieerzeugung sowie Möglichkeiten für vielfältige Veranstaltungen und Vermittlungsangebote.

Die fertige Halle ermöglicht die Ausstellung und den Erhalt von industriekulturellen Sachzeugen aus der Geschichte der Braunkohlenveredlung und -verstromung in Sachsen, sowie von Maschinen und Fahrzeugen aus dem Braunkohlentagebau. Damit kann der Bergbau-Technik-Park seine Ausstellungsinhalte qualitativ erweitern. Die zukünftig präsentierten industriekulturellen Sachzeugen aus der Geschichte der Braunkohlenverstromung und -veredelung ermöglichen den Ausbau von Bildungs- und Vermittlungsangeboten, insbesondere für Schulklassen. Zudem eignet sich die Halle als Veranstaltungsraum für Workshops, Vorträge und Versammlungen für Schulklassen, Vereine und Gruppen.

Die Systemsatteldachhalle besteht aus einer Stahl-Tragkonstruktion und ist mit Trapezblechen ohne jegliche Dämmstoffe verkleidet. Vorteil der Systemhalle ist, dass durch die systematische Konzeption teure Planungskosten eingespart werden und, dass die Halle statisch und bedarfsgerecht angepasst werden kann. Die Ausstellungshalle wird voraussichtlich in Juni 2021 fertig errichtet sein. Danach folgt sukzessive der Aufbau der Ausstellung, so dass 2022 die neue Präsentation zur Saisoneröffnung bereit ist.

Mit einer Fläche von circa 31,5 m x 21 m x 6,85 m (L x B x H) bietet die Halle vielfältige Möglichkeiten, um Veranstaltungen wetterunabhängig durchzuführen. Zudem kann der neugeschaffene Veranstaltungsraum auch von anderen Vereinen und Initiativen genutzt werden. Somit ist die Halle nicht nur ein wichtiger Beitrag zur inhaltlichen Erweiterung der Ausstellung, sondern auch zur Stärkung der regionalen Bergbau-Tradition.

Gesamtansicht der Halle (Foto: Bergbau-Technik-Park e. V.)

Eindruck vom Aufbau


Schlitzwand-Errichten und Kippenboden-Untersuchungen am zukünftigen Harthkanal

Probebohrpfähle geben Auskunft über Tragfähigkeit des Kippenbodens zum Sicherstellen der Standfestigkeit

Bauschild: Schlitzwand-Errichten und Kippenboden-Untersuchungen am zukünftigen Harthkanal
LMBV-Baustellenschild für Dichtwandbau per Schlitzen

Leipzig. Derzeit laufen die nach vorzeitigem Baubeginn genehmigten Arbeiten der LMBV für den Einbau einer Dichtwand zwischen dem Zwenkauer See und dem Cospudener See sowie Probepfahlbohrungen als Grundlage für die weiteren Planungen für die künftige Gewässerverbindung. Im Einzelnen sind das das Herstellen einer Dichtwand und Pfahlprobebelastungen.

Herstellung der Dichtwand: Zur Verhinderung einer unzulässigen Um- und Unterströmung im Untergrund eines künftigen Bauwerks zwischen dem Zwenkauer See und dem Cospudener See wird derzeit eine Dichtwand im Bauwerksbereich hergestellt. Die Dichtwand wird mittels Schlitzwandgreifer als Einphasenschlitzwand auf einer Länge von 160 Meter mit einer Tiefe von 40 Meter parallel zum Zwenkauer See errichtet.

Auftragnehmer der aktuellen Maßnahme ist die Berger Grundbautechnik GmbH aus Berlin. Leistungszeitraum ist Ende September 2020 bis voraussichtlich Juni 2021.

PfahlprobebelastungenIm Bereich der zukünftigen Gewässerverbindung werden von Anfang Januar bis voraussichtlich Ende April 2021 sogenannte Probebohrpfähle hergestellt. Die Herstellung der Bohrpfähle einschließlich nachfolgender Pfahlprobebelastungen sind Maßnahmen, die aufgrund des inhomogenen Kippenbodens Erkenntnisse zur Sicherstellung der Standsicherheit der zukünftigen Bauwerke liefern sollen. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse fließen in die weiterführenden Planungen ein, die den umfangreichen Einsatz von Bohrpfählen vorsehen. Weiterhin sollen Möglichkeiten zur Optimierung der Verfahrenstechnik bei der Herstellung der Bohrpfähle in den vorherrschenden Kippenböden gewonnen werden.

Auftragnehmer der aktuellen Maßnahme ist die Stump-Franki Spezialtiefbau GmbH aus Berlin.

Januar-Impressionen von der LMBV-Baustelle
Fotos: A. Wacker; S. Große

Schlitzwandbaustelle am Zwenkauer See
Probepfahlbohrung auf Kippengrund

Schlitzwandgreifer im Einsatz


Kliffsicherung im nordwestlichen Uferbereich des Hainer Sees beginnt in Kürze

Wind und Wellenschlag führten schrittweise zu Uferschäden entlang des gefluteten Bergbaufolgesees

Leipzig/Neukieritzsch. Infolge von Windwellen und der damit verbundenen Uferbeanspruchung am Hainer See sind im westlichen Bereich des Nordufers Kliffs bis ca. 1,70 Meter Höhe entstanden.

Dieser Uferabschnitt ist besonders windwellenexponiert ist und weil die Wellen häufig schräg auftreffen, kommt es zum vermehrten Längstransport des sandigen Ufermaterials. Damit dort keine Gefährdungssituationen entstehen, soll der Seeuferbereich dieses Jahr durch technische Maßnahmen nachhaltig gesichert werden.

Auf einer Gesamtuferlänge von ca. 1,2 Kilometern werden zwischen Februar und voraussichtlich Ende Dezember 2021 im Auftrag der LMBV 15 Holzbuhnen auf einer Gesamtlänge ca. 550 Metern und fünf Steinbuhnen mit einer Länge von jeweils ca. 21 bis 45 Metern hergestellt werden. Zusätzlich erfolgt die Ufersicherung mittels Steinschüttung sowie Teilverklammerung auf insgesamt ca. 540 Metern Uferlänge sowie eine Sedimenterneuerung mit Kiesschüttung auf ca. 480 Metern Uferlänge. Im Februar erfolgt zunächst die Holzung des Geländes, voraussichtlich im April beginnen die eigentlichen Sicherungsarbeiten.

Die Maßnahme erfolgt gemäß Planänderung des Planfeststellungsbeschlusses für das Gewässerausbauvorhaben „Wasserwirtschaftliche Maßnahmen im Tagebauterritorium Witznitz“ vom 23.09.2020 in Abstimmung mit dem Seeeigentümer. Finanziert wird sie über den § 2 des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung.

Planungsgrundlage für die Kliffsicherung ist das Wind-Wellen-Gutachten von Dr. Ronald Wagner vom April 2017. Auftragnehmer für das Bauvorhaben ist die Meliorations-, Straßen und Tiefbau GmbH. Als Planungsbüro und für die Bauüberwachung zuständig zeichnet Ingenieurplanung Rink.

Zu sanierender nördlicher Uferbereich am Hainer See (Fotograf: Peter Radke)


Impressionen aus winterlich verschneiter mitteldeutscher Bergbaufolgelandschaft


Steganlage am Gröberner See

Stimmungsvolle Fotoaufnahmen zeigen Kälte und Schönheit der Natur

Leipzig/Muldestausee/Bitterfeld-Wolfen/Radefeld. Der vielfältige Charakter von rekultivierten Bergbaufolgelandschaften bietet auch im Winter Ausgleich. Die frostigen Temperaturen im Februar 2021 machen es möglich: Eiszapfen, schneebedeckte Landschaft und zugefrorene Seen laden zu Spaziergängen, Skilangläufen oder Schlittenfahrten ein. Der Fotograf Christian Bedeschinski war nördlich von Leipzig unterwegs im Bereich der ehemaligen Tagebaue Gröbern, Goitsche und Breitenfeld und fing Winterimpressionen ein.

Seeresort am Gröberner See

Winterimpressionen von C. Bedeschinski für LMBV


Spaziergänger am Gröberner See

Bitterfelder Stadthafen am Großen Goitzschesee
Bitterfelder Stadthafen mit Spaziergängern am Großen Goitzschesee

Schaufelrad bei Gerbisdorf


Denkmalgeschützte Schacht-Anlage bei Deuben im Burgenlandkreis bleibt erhalten informiert das Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalt

Schacht mit Zukunft: Ministerium fördert Sicherung und Sanierung der Grube „Paul II“

Magdeburg. Das Wirtschaftsministerium wird die Sanierung der denkmalgeschützten Schachtanlage Grube „Paul II“ bei Deuben (Burgenlandkreis) finanziell unterstützen. Das hat Staatssekretär Thomas Wünsch heute im Rahmen einer Videokonferenz u.a. mit Landrat Götz Ulrich, dem Direktor der Kulturstiftung Hohenmölsen Andy Haugk sowie der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-​Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) als Eigentümerin der Schachtanlage angekündigt. Die Höhe der Unterstützung aus Mitteln der Braunkohlesanierung wird im Rahmen der jetzt anstehenden Erkundungs-​ und Planungsarbeiten ermittelt. Neben der Finanzierung wurde heute auch das weitere Vorgehen bezüglich Gefahrenbeseitigung, Denkmalschutz und künftiger Nutzung des Gebäudekomplexes abgestimmt.

Die Schachtanlage „Paul II“ liegt an der ehemaligen Bundesstraße B 91 zwischen Naundorf und Theißen. Sie besteht aus einem Förderturm mit eisernem Strebenfördergerüst von 1915, einem Fördermaschinenhaus inklusive Seilscheibe sowie Kesselhaus, Werkstatt und Sozialräumen. Das Ensemble im Zeitz-​Weißenfelser Revier gilt als letzte erhaltene Tagesanlage einer Braunkohlentiefbaugrube in Sachsen-​Anhalt; ein Abriss kam daher aus Denkmalschutzgründen nicht in Betracht.

Stattdessen sollen nun in einem ersten Schritt in diesem Jahr die untertägigen Bereiche erkundet und gesichert werden, um einen Einsturz von Hohlräumen und damit mögliche Tagesbrüche an der Oberfläche zu verhindern. Im zweiten Schritt wird ebenfalls noch 2021 mit der konzeptionellen Planung zum Erhalt des Ensembles begonnen. Unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes und des Nachnutzungskonzeptes der Kulturstiftung Hohenmölsen stehen hierbei Erhalt und Sicherung des Förderturms als Landmarke sowie der Erhalt der Seilscheibe an erster Stelle.

Der gegenwärtige bauliche Zustand der Schachtanlage „Paul II“ ist nach Einschätzung der LMBV äußerst kritisch: Der Turm ist teilweise einsturzgefährdet. Ungesichert ist die Schachtsäule des Förderturms, ebenso Teile der im Untergrund befindlichen Braunkohlentiefbaustrecken. Aufgrund der Einsturzgefahr gilt derzeit ein Betretungsverbot für das gesamte Schachtgelände.

Wünsch sagte: „Sachsen-​Anhalt ist ein Bergbauland. Unsere reichen Bodenschätze waren über viele Jahrhunderte die Basis für wirtschaftliche Entwicklung und Wohlstand. Um einen Teil dieser Historie zu bewahren, unterstützen wir die Sicherung und Sanierung der Schachtanlage ‚Paul II‘."

Hintergrund:

Die Schachtanlage „Paul II“ ist im Zuge des 1860 bis 1925 dominierenden Braunkohletiefbaues entstanden. Von dem bis 1904 abgeteuften, 60 Meter tiefen Schacht aus wurde ringsum Kohle abgebaut und mit einer Seilbahn zur Brikettfabrik „Paul I“ bei Luckenau (heute Ortsteil von Zeitz) gebracht. Der Schacht diente bis 1920 als Förder-​, Material-​ und Fahrschacht, anschließend bis 1949 als Fahr- und Materialschacht und später bis zu seiner Verfüllung 1964 zur Wasserhaltung. 1994 wurde die Schachtanlage „Paul II“ als Technisches Denkmal eingetragen und gilt seit 1998 als Kulturdenkmal. Die untertägigen Grubenräume wurden bis 1962 verwahrt. Testmessungen und Bohrungen aus dem Jahr 1996 haben jedoch gezeigt, dass dies nur unvollständig gelungen ist.

Quelle: PM des MW Sachsen-Anhalt vom 11.02.2021

Förderturm Schachtanlage Paul II (Archivfotos LMBV/Roland Engelmann)







Neuer Abteilungsleiter führt das sachsen-anhaltinische Projektmanagement in Leipzig

Dietmar Wollnitza kennt Tagebaue im mitteldeutschen Revier aus langjähriger Erfahrung

Leipzig. Anfang 2020 übernahm Dietmar Wollnitza den Staffelstab für die Leitung der mitteldeutschen LMBV-Abteilung Projektmanagement Sachsen-Anhalt von seinem Vorgänger Dietmar Onnasch. Fortan ist der 56-Jährige Diplom-Energieingenieur (FH) übergeordnet zuständig für die ehemaligen Tagebaue Golpa-Nord, Gröbern, Goitsche, Merseburg-Ost, Lochau, Mücheln, Großkayna, Roßbach, Nachterstedt, Königsaue und Wulfersdorf.

Seine berufliche Laufbahn startete er als Anlagenfahrer im Chemiewerk Böhlen. Nach dem Studium der Brennstoffveredelungstechnik arbeitete Dietmar Wollnitza zunächst bei MIBRAG im Bereich Anwendungstechnik/Entwicklung in Leipzig beziehungsweise Rötha. Der Wechsel in die Sanierung zur MBV/LMBV erfolgte 1994 als Fachtechniker für Veredelungsanlagen nach Bitterfeld. 1995 wurde er ins Geiseltal nach Braunsbedra umgesetzt, wo er in verschiedenen Funktionen vor allem den Abbruch der Veredelungsanlagen in Sachsen-Anhalt betreute. Nach seiner Rückkehr nach Bitterfeld 1998 zeichnete er u. a. für die Sondermaßnahme EXPO 2000 mit verantwortlich. Bis zur Übernahme des Projektmanagements Geiseltal im Jahr 2011 war er in Planung und Projektkoordinierung für den Raum Sachsen-Anhalt/Mitteldeutschland tätig.


Abteilungsleiter Dietmar Wollnitza am neuen Arbeitsplatz


Internationaler Seenlandkongress findet dieses Jahr als Videokonferenz statt

Teilnehmer erwartet ein breitgefächertes Veranstaltungsprogramm

Leipzig. Am 11. Februar 2021 tagt der 12. Seenland-Kongress erstmals als Online-Kongress. Er gilt als wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur World Canals Conference, die 2022 in Leipzig unter dem Motto „Wasser verbindet“ stattfinden wird. Das abwechslungsreiche eintägige Programm beinhaltet insgesamt 16 Vorträge, eine Podiumsrunde sowie eine Videobotschaft zu folgenden Themenblöcken: Mitteldeutschland auf dem Weg zur World Canals Conference 2022, Kultur und Natur am Wasser in den Sächsischen Seenländern, Wasser und Stadt, Strukturwandel und Transformation, Infrastruktur und Wassertourismus, Blicke nach vorn. Weitere Informationen sind zu finden unter https://www.wccleipzig2022.com.

Bereits seit 2009 flankiert die Leipziger Messe mit dem „Seenland-Kongress“ die gewässertouristischen Entwicklungen vor allem in Mitteldeutschland. 2018 wurde der Kongress international, er ist eine feste Größe in der Tagungslandschaft für mitteldeutsche, bundesdeutsche und internationale Wasserthemen. 

Archivfoto Seenlandkongress 2019 in der Leipziger Messe (Fotograf: Uwe Steinhuber)


Start der bauvorbereitenden Arbeiten zur geotechnischen Sicherung Hochkippe Borna-West

Baufeld auf dem Kippenplateau wird von Bäumen und Aufwuchs befreit

Leipzig/Borna. Als bauvorbereitende Maßnahme für die Sicherung der Hochkippenböschung Borna-West wird im Februar 2021 die Baufeldfreimachung auf dem Plateau laufen. Beginn ist wahrscheinlich in der 2. Februarwoche, die Baufeldfreimachung dauert voraussichtlich ein bis zwei Wochen.

Es geht um die Holzung von Bäumen und das Mulchen von Aufwuchs (Beseitigung mittels Forstfräse), sodass anschließend die Großgeräte darauf fahren können. Aus artenschutzrechtlichen Gründen erfolgen die Arbeiten bereits jetzt – Baubeginn für die Rüttelstopfverdichtung als Hauptbaumaßnahme ist voraussichtlich im April 2021.

Ausführende Baufirma für die bauvorbereitenden Arbeiten ist Grünland GmbH aus Bemsdorf-Hermsdorf. Finanziert wird die Maßnahme über den § 3 des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung.

Weitere Informationen:

Bei der ersten vorgezogenen Bauphase vom August 2018 bis zum I. Quartal 2019 wurde die Rüttelstopfverdichtung zunächst auf einem Probefeld im mittleren Böschungsbereich getestet, um eine geeignete Sanierungstechnologie zur Untergrundverbesserung des ehemaligen Tagebauareals zu finden.

Bei der Rüttelstopfverdichtung werden Säulen aus grobkörnigen Böden per Rohr gleichmäßig in die Kippenböschung eingebracht. Begleitet werden die Maßnahmen durch ein umfangreiches Monitoringprogramm, welches Schwingungs-, Verformungs-, Setzungs-, Lärm- und Grundwassermessungen sowie Beweissicherungen an Gebäuden umfasst.

Mit den Sicherungsmaßnahmen sollen potenzielle geotechnische Gefährdungen wie Verflüssigungserscheinungen des Bodens oder ein Böschungsbruch verhindert werden. Während der gesamten Baumaßnahmen ist ein erweiterter Sperrbereich an der Hochkippenböschung eingerichtet, in dem ein Betreten und Befahren aus Sicherheitsgründen ausgeschlossen ist. Nach Abschluss der Sanierungsmaßnahmen kann der seit Oktober 2011 bestehende Sperrbereich aufgehoben werden.

Archivfotos vom Probefeld der RDV von 2019 (Fotograf: Peter Radke)


Instandsetzung Wilfried-Lauche-Weg am Geiseltalsee zwischen Mücheln und Krumpa ab Februar 2021

Neuer Projektmanager erläutert das Vorgehen zur Sanierung des über 30 Jahre alten Wegeabschnitts

Leipzig. Wie Mirko Mennert, der seit Januar 2021 zuständige LMBV-Projektmanager für den Geiseltalsee, kürzlich mitteilte, soll der am südlichen Seeufer gelegene Wilfried-Lauche-Weg grundhaft instandgesetzt werden. Der zu sanierende Bereich weist zahlreiche Aufbrüche und Risse auf einer Gesamtlänge von ca. 2,1 Kilometern auf. Er liegt zwischen dem ehemaligen Geiseleinlauf in Mücheln und dem Aussichtspunkt Cecilie im Braunsbedraer Ortsteil Krumpa, verläuft also parallel zur Krumpaer Landstraße/Merseburger Straße.

Der Weg im Bereich des ehemaligen Braunkohletagebaues Mücheln war im Jahre 1989 in einer Breite von 2,0 bis 2,2 Metern mit einer Asphaltdeckschicht hergestellt worden. Durch die entstandenen großen Schadstellen ist der Wirtschaftsweg heute nur noch bedingt zur Bewirtschaftung sowie für Fußgänger und Radfahrer nutzbar.

Ab 1. Februar 2021 soll die Baufeldfreimachung erfolgen. Ab März erfolgt im 14-tägigen Rhythmus das Mähen und Mulchen der Randbereiche des Weges als Vergrämung für eventuell vorkommende Zauneidechsen. Als Baubeginn für die Wegebauarbeiten ist der 1. April 2021 geplant. Es ist vorgesehen, die Deckschicht des Weges auf kompletter Länge abzufräsen. Vorhandene tieferliegende Schadstellen werden herausgenommen und mit einer Tiefe von ca. 30 bis 40 Zentimetern grundhaft ausgebaut.

Mit dem Einbau einer neuen Asphaltdeckschicht auf der kompletten Länge wird der Weg wieder neu hergestellt. Weiterhin wird beidseitig des Weges eine Wurzelschutzfolie eingebracht, welche ein Hineinwachsen von Wurzeln in den Wegebereich verhindern wird. Die Beendigung der Instandsetzungsarbeiten ist Ende Mai 2021 geplant.

Die Arbeiten erfolgen nach Vorgaben der Wegebaurichtlinie der LMBV. Im Rahmen der Planungen wurden umfangreiche naturschutz- und artenschutzfachliche Untersuchungen durchgeführt. Ausführende Baufirma ist die Meliorations-, Straßen- und Tiefbau GmbH aus Laucha. Finanziert wird die Maßnahme über den § 2 des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung.

Neuer Projektmanager für Geiseltal - Mirko Mennert