Aktuelle Luftbildaufnahmen von der Bergbausanierung aus dem Jahr 2020

Faszinierende Blicke auf die LMBV-Bergbaufolge-Landschaften im Osten Deutschlands

RDV-Bagger am RL Greifenhain - Kippenböschungsverdichten am Atdöberner See

Senftenberg/Leipzig/Sonderhausen. Im Auftrag der LMBV war in den Sommermonaten der Fotografenmeister Peter Radke erneut im Hubschrauber unterwegs, um Sanierungs- und Verwahrungsprojekte der Bergbausanierung in den Revieren abzulichten.

Dabei überflog der Fotograf u.a. die Pinge bei Altenberg, die Halden im Mansfelder Land wie auch die Rütteldruckverdichter am Gräbendorfer See oder den Seilbagger am Klinger See. Eindrucksvoll sind auch Bilder von den verschiedenen Bergbaufolgeseen, wobei einige bereits weit entwickelt und andere noch in der Sanierungs- und Flutungsphase sind. Ob es der Große Goitzschesee bei Bitterfeld, der Bischdorfer See bei Lübbenau, der künftige Ilsestrand am Großräschener See oder der Biedermeierstrand am Hayner Ufer und die Sportbucht am  Schladitzer See nördlich von Leipzig ist - sie alle sind Hingucker, Bergbaufolgeseen made by LMBV.

PS: Die berühmte Altenberger Pinge ist ein beeindruckendes Zeugnis der Bergbaugeschichte in Europa. Verursacht durch den Zusammenbruch von unterirdischen Grubenbauen entstand ein Einsturztrichter von beachtlichen Ausmaßen - etwa 400 Meter Durchmesser und 130 Meter Tiefe. 1545 und 1578 stürzten Teile des Grubenbaus ein, was zu mehreren Tagebrüchen führte. Trotzdem wurde der unkontrollierte Erzabbau bis zum großen Pingenbruch am 24. Januar 1620 fortgesetzt. Nach diesem Bruch schlossen sich die betroffenen Gruben zur »Zwitterstocks-Gewerkschaft« zusammen und bauten fortan die Bruchmassen ab. Erst nach 1990 endete der Zinnbergbau in Altenberg und fiel in die Verantwortung der GVV, heute LMBV.

Wohnbebauung an der Goitzsche
Verichtung der Inselufer im künftigen Cottbuser Ostsee
Windräder nahe des Bischdorfer Sees

LMBV-Luftbilder 2020 v. P. Radke


Region: Vortragsreihe und Buchbände zum mitteldeutschen Landschaftswandel

Auftaktveranstaltung unter dem Titel "Gewässer sind Landschaft"

Leipzig. In diesem Jahr der Industriekultur in Sachsen läuft zwischen Juli und November die Vortragsreihe „Wasserwege und Industriekultur“ im Alten Verladebahnhof im Leipziger Stadtteil Plagwitz. Das dortige Vereinshaus des Wasser-Stadt-Leipzig e. V. bot den gemeinsam mit dem Industriekultur Leipzig e. V. organisierten Veranstaltungen das passende Ambiente. Ursprünglich war die Vortragsreihe unter dem Titel „Gewässer sind …“ zur Leipziger World Canals Conference 2020 konzipiert worden und die Auftaktveranstaltung sollte in das Lesefest „Leipzig liest“ während der Buchmesse im März eingebunden werden. Durch die Pandemie verschob sich der Veranstaltungsbeginn auf den Sommer.

Trotz geänderter Rahmenbedingungen war der erste Vortrag „Gewässer sind Landschaft“ bestens besucht: Der Geologe und Autor Dr. habil. Frank W. Junge präsentierte zusammen mit dem Sax-Verlag die gesamte Buchreihe „Landschaftswandel“ im Mitteldeutschen Seenland, in dem auf 736 Seiten zahlreiche Abbildungen, Fotografien, Karten und Schnitte vereinigt worden sind. Birgit Röhling, Verlagsinhaberin, erinnerte eingangs an den Geologen Prof. Dr. Lothar Eißmann, der das Buchprojekt konzipiert hatte und im Juli 2019 noch vor dem Erscheinen der Sonderausgabe verstorben war. Beide Geologen hätten eine „große Idee miteinander umgesetzt“ und in den Büchern zum Süden, Norden und Westen des mitteldeutschen Seenlandes ein einzigartiges Fotoarchiv geschaffen. Walter Christian Steinbach vom DokMitt e. V. gehörte zu den Grußwortrednern und würdigte die Buchtrilogie samt Vorgängerband als „Bibel fürs Neuseenland“. Das Kompendium von Lothar Eißmann/Frank W. Junge vereint im Schuber „Das Mitteldeutsche Seenland“ und „Die Erde hat Gedächtnis“. Es ist erhältlich unter der ISBN 978-86729-242-9. 

Weitere Vorträge sollen folgen, u. a. „Vom Kanupark bis VINETA – Der Gewässerverbund zwischen Störmthaler und Markleeberger See als verbindendes Element im Tagestourismus“ aus Sicht von Peter Krümmel, Bergbau-Technik-Park e. V., sowie „Landschafts- und Strukturwandel – vom aktiven Braunkohlenbergbau zum Leipziger Neuseenland“ von Prof. Andreas Berkner, Regionaler Planungsverband Leipzig-Westsachsen.

Impressionen von der Veranstaltung


Präsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe zu Gast

Erfahrungsaustausch zwischen LMBV und BGR-Experten

Senftenberg/Hannover. Der Präsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Prof. Dr. Ralph Watzel war am 13. Juli 2020 mit Mitarbeitern, darunter dem Abteilungsleiter Prof. Dr. Thomas Himmelsbach sowie PD Dr. habil. Christoph Neukum sowie Stabsmitarbeiterin Claudia Blume zu einem Arbeitsbesuch in der Lausitz beim Bergbausanierer LMBV. Sie wurden von Dr. Peer Hoth vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) begleitet.

Die Wissenschaftler wurden herzlich vom Sprecher der Geschäftsführung der LMBV, Bernd Sablotny, am Sitz des Unternehmens in Senftenberg begrüßt. Im Rahmen von Fachgesprächen, an denen der Bereichsleiter Technik, Eckhard Scholz sowie der Sanierungsbereichsleiter Lausitz, Gerd Richter, teilnahmen, wurden beiderseits interessierende Fragen besprochen und bei einer anschließenden Befahrung von Lausitzer Sanierungsbaustellen und Bergbaufolgeseen vertieft. So informierten sich die Experten u.a. am Ableiter vom Sedlitzer See, am Gewässerbehandlungsschiff „Klara sowie und am Großräschener See über Sanierungsstrategien der Bergbausanierer.

Impressionen vom Arbeitsbesuch der BGR-Vertreter in der Lausitz


MDR-Doku über Ferropolis auf der Halbinsel Golpa-Nord am 14. Juli im TV

MDR-Reihe "Der Osten - Entdecke wo Du lebst" stellt Veranstaltungsarena und seine Geschichte vor

Ferropolis| Gräfenhainichen. Angesicht der Corona-Beschränkungen muss
sich die Veranstaltungsarena Ferropolis auf der Halbinsel Golpa-Nord
wieder neu erfinden. Die MDR-Reihe "Der Osten - Entdecke wo Du lebst"
stellt regelmäßig solch interessante Orte vor, erzählt ungewöhnliche
Geschichten vom Leben in Mitteldeutschland und nimmt die Zuschauer mit
auf Entdeckungsreise durch ihre Heimat. Am 14. Juli 2020 wird um 21.00
Uhr der 45minütige Film von Petra Bertram zu „Ferropolis - Die Stadt aus
Eisen“ gesendet. Die Dimension der Technik und der Maschinen sowie der
umgebende ehemalige LMBV-Bergbaufolgesee beeindrucken noch immer.

Vor 25 Jahren wurde die "Stadt aus Eisen" mit Unterstützung der
Treuhand und auch der LMBV bzw. MBV gegründet, mitten im Bitterfelder
Braunkohlerevier auf dem Gelände des ehemaligen LMBV-Tagebaus
Golpa-Nord. Ein Veranstaltungsort sollte Ferropolis werden, der
Besucher, Geld und Zukunft in die Region lockt, aber auch die
Lebensgeschichten der Bergarbeiter und Bergarbeiterinnen bewahrt. ihn.
Ein bisschen fühlte sich an wie in einem romantischen Gemälde, "wo Ruine
und Natur und Landschaft eine besondere Kraft entfalten", so
Geschäftsführer Thies Schröder im Film. Ferropolis sei nach dem Ende der
DDR und dem Tagebau-Aus gewissermaßen aus der Krise entstanden,
erinnert Schröder. Er kämpft nun mit seinem Team dafür, dass die "Stadt
aus Eisen" auch die Pandemie überdauert; nicht nur als Kulisse für
Konzerte, sondern als Monument einer Ära.

Was kann Ferropolis den Bergleuten in anderen Braunkohle-Regionen,
denen mit dem beschlossenen Kohleausstieg das gleiche Schicksal
bevorsteht, weitergeben? Das zeigt die 45minütige Reportage von Petra
Bertram. Normalerweise finden in Ferropolis bei Gräfenhainichen im
Sommer Großkonzerte wie das Melt!-Festival mit bis zu 30.000 Besuchern
statt. Die fielen im Jahr 2020 bisher wegen der Pandemie aus. Anfang
Juli gab Geschäftsführer Thies Schröder bekannt, das
Veranstaltungsgelände sei daher akut von Insolvenz bedroht. Ferropolis
fehlten vierhunderttausend Euro Umsatz. Insbesondere seien die laufenden
Kosten vor allem zum Erhalt der Industriedenkmäler eine
Herausforderung.

Noch kurz vor der Pandemie seien rund 350.000 Euro in der erhalt die
"Stadt aus Eisen" investiert worden. Denn an den Tagebau-Großgeräten wie
der "Medusa" oder dem „Mosquito“ nage der Zahn der Zeit, der Rost. Mit
einem Autokino-Event wurde der Corona-Zeit getrotzt. Als Vorfilm und
Auftaktfilm lief u.a. der von der LMBV in Zusammenarbeit mit der Fa.
FilmArt Potsdam erstellte Filme „Von der Goitsche zur Goitzsche – Vom
Tagebau zur LandArt“ aus dem Jahr 1999. So waren dann am 5. Juli 2020 ab
ca. 19.00 Uhr in Dauerschleife auch die Bilder von der LMBV und FilmArt
auf der Kinoleinwand zu sehen. Der Anziehungsmagnet für die Gäste war
aber der Hauptfilm in Spielfilmlänge „Gundermann“.

Fotos: LMBV-Archiv - Fotografen R. Bär, P. Radke und C. Bedeschinski für LMBV


Pandemie-Krisenstab bewertete aktuelle Lage im Unternehmen u. auf Sanierungsbaustellen

Krisenstab des Bergbausanierers trat am 24. Juni 2020 erneut zusammen

Senftenberg/Leipzig/Sondershausen. Der Pandemie-Krisenstab der LMBV kommt in seiner aktuellen Lageeinschätzung für die LMBV zu dem Ergebnis, dass sich die ergriffenen Maßnahmen gut bewährt und einen hohen Anteil daran haben, dass der Betriebsablauf in der Pandemiephase ohne bedeutende Einschränkungen gewährleistet werden konnte. Auf den Sanierungs- und Verwahrungsbaustellen konnten in allen Bereichen im ersten Halbjahr 2020 insgesamt sehr gute Ergebnisse erreicht werden.

Gleichzeitig wird aber darauf hingewiesen, dass die festgelegten Maßnahmen, insbesondere die Einhaltung der Abstandsregeln und Hygieneschutzmaßnahmen, weiterhin einen hohen Stellenwert bei der Bekämpfung der Pandemie haben und behalten werden.

Die LMBV wird deshalb weiterhin in den internen Abläufen und auch im Außenverkehr die direkten Arbeitskontakte auf das dringlich notwendige Maß beschränken und Arbeitsberatungen sowie Außenkontakte mit ihren Partnern und Auftragnehmern nur mit dem absolut notwendigen Personenkreis durchführen.

Die LMBV-Geschäftsführung bedankt sich an dieser Stelle bei ihren Partnern und Auftragnehmern für die Mitwirkung und Unterstützung in der für alle Bereiche schwierigen Situation der Bewältigung der Corona COVID 19 Pandemie.

Der Pandemie-Krisenstab der LMBV wird seine Arbeit auch im 2. Halbjahr 2020 entsprechend der aktuellen Bedingungen fortführen.


Ertüchtigung der Kleinen Pleiße als Alternative zur angedachten „Wasserschlange“

Vollendung des Schlüsselkurses 5 bleibt weiterhin Ziel des Leipziger Neuseenlandes

Leipzig/Markkleeberg. Die Anbindung des Markkleeberger Sees an das Leipziger Fließgewässernetz zählt nach wie vor zu den Schlüsselvorhaben bei der Herstellung des Gewässerverbundes im Leipziger Neuseenland. Dazu wurden den Mitgliedern der Steuerungsgruppe Leipziger Neuseenland am 19. Juni 2020 in der 57. Sitzung die Ergebnisse aus der „Studie zur Bewertung der Alternativvarianten für eine gewässertouristische Verbindung zwischen dem Markkleeberger See und dem Leipziger Fließgewässernetz“ vorgestellt.

Die Studie wurde Anfang 2019 von der LMBV in Auftrag gegeben, um mögliche Alternativen zur „Markkleeberger Wasserschlange“ für eine gewässertouristische Verbindung zwischen dem Markkleeberger See und dem Leipziger Fließgewässernetz zu untersuchen. Das Grundanliegen bei der Prüfung der Alternativen bestand darin, für alle denkbaren und im öffentlichen Diskurs befindlichen Varianten eine vergleichbare Untersuchungstiefe hinsichtlich der wasserfachlichen Rahmenbedingungen, der Raumwiderstände und der Kostenrelationen herzustellen. Im Ergebnis lieferte die Studie insgesamt zehn Varianten mit Untervarianten, aus denen mithilfe einer einheitlichen und umfassenden Matrix bereits die Vorschläge mit den größten Realisierungschancen herausgefiltert werden konnten. Diese werden nun weiter geprüft und damit die Untersuchungen für eine optimale und für gewässerangepasste Mehrpersonenboote nutzbare Verbindung zwischen dem Markkleeberger See und der Pleiße weiter fortgesetzt.

„Die Region hält an der Vollendung des Schlüsselkurses 5 bis zum Markkleeberger See fest. In den nächsten Wochen und Monaten werden deshalb Planungsoptimierungen geprüft und es wird weitere Abstimmungen zwischen den Mitgliedern der Steuerungsgruppe geben“, betont der Sprecher der Steuerungsgruppe Leipziger Neuseenland, Henry Graichen.

Darüber hinaus wird auch eine Prüfung zur wassertouristischen Nutzung der Kleinen Pleiße vorgenommen. Die Stadt Markkleeberg hat dazu bereits einen Antrag zur „Aufsattelung des Wassertourismus“ auf die derzeitige Planung der LMBV zur „Ableitung des Überschusswassers aus dem Markkleeberger See über die Kleine Pleiße“ gestellt. Um ihrer Pflichtaufgabe zur Ableitung des Überschusswassers aus dem Markkleeberger See nachzukommen, plant die LMBV aktuell die Ertüchtigung der Kleinen Pleiße. Mithilfe von Umtrageeinrichtungen soll relativ kurzfristig dann eine Nutzung der Kleinen Pleiße für Wasserwanderer ermöglicht und der Ein- und Ausstieg an den festgelegten Uferbereichen erleichtert und gelenkt werden.

Hintergrund:

Die Steuerungsgruppe hat sich zum Ziel gesetzt durch die Kompetenz ihrer Mitglieder, einen attraktiven gewässertouristischen Verbund im Leipziger Neuseenland zu befördern und diesen naturverträglich zu gestalten sowie wasserwirtschaftlich zu nutzen. Eines der Schlüsselprojekte ist die wassertouristische Anbindung des Markkleeberger Sees an die Pleiße als Bestandteil des Kurses 5. Dieser verläuft nach seiner Fertigstellung vom Leipziger Stadthafen über den Elstermühlgraben und die Pleiße in den Markkleeberger See und von dort über die Kanupark-schleuse bis zur Magdeborner Halbinsel am Störmthaler See. Damit der Kurs 5 zukünftig mit gewässerangepassten Mehrpersonenbooten – den sogenannten LeipzigBooten – durchgängig befahrbar ist, gilt es, den Markkleeberger See noch an die Pleiße anzubinden.

Ein möglicher Verlauf einer solchen Verbindung ist die sog. „Markkleeberger Wasserschlange“. Deren Antrag auf Genehmigung wurde jedoch am 24. September 2018 vom Vorhabenträger und Antragsteller Kommunales Forum Südraum Leipzig zurückgezogen, da die Landesdirektion Sachsen als verfahrensführende Behörde in einigen Punkten noch einen entscheidenden Nachbesserungsbedarf gesehen hat, ohne den die vorgelegte Planung nicht genehmigungsreif war. Die Steuerungsgruppe Leipziger Neuseenland hat daraufhin auf ihrer 51. Sitzung am 28. September 2018 einen Beschluss zur weiteren Vorgehensweise gefasst und sich darin für weitere Untersuchungen zur Umsetzung dieser wassertouristischen Anbindung ausgesprochen. Zur Begleitung dieser Untersuchung wurde ein Fachbeirat etabliert, der durch Prof. Dr. Andreas Berkner, Leiter der Regionalen Planungsstelle beim Regionalen Planungsverband Leipzig-Westsachsen, moderiert wurde.

 Information der Steuerungsgruppe Leipziger Neuseenland vom 19.06.2020


Region: Neues Highlight an Gewässerverbindung zwischen Markkleeberger und Störmthaler See

Wasser marsch am Steinerlebnisplatz - Einweihung eines Rast- und Spielbereichs zwischen den Bergbaufolgeseen

Claus Mann, Karsten Schütze, Henry Graichen und Dr. Manfred Haupt bei der Eröffnung der Anlage (von links, Foto: Stadtverwaltung Markkleeberg)

Zum ersten offiziellen Kennenlernen des bespielbaren Findlingsgartens hatte der Betreiber der Anlage, die Entwicklungsgesellschaft für Gewerbe und Wohnen mbH (EGW), eingeladen. „Wir freuen uns, mit dem Steinerlebnisplatz pünktlich zum Sommerbeginn einen attraktiven neuen Verweilbereich am Seenverbund des Markkleeberger und Störmthaler Sees anbieten zu können“, sagt Claus Mann, Geschäftsführer der EGW. „Mit dieser Anlage erhöhen wir nicht nur die Aufenthaltsqualität am Störmthaler Kanal, sondern ergänzen unsere Angebotsvielfalt am Markkleeberger See um einen weiteren Anziehungspunkt für die ganze Familie.“

„Wer die Seen in Markkleeberg lediglich mit Baden und Sonnen verbindet, erhält mit dem Steinerlebnisplatz einen weiteren Beweis dafür, dass rund ums Wasser mehr möglich ist und mehr geboten wird“, sagt Oberbürgermeister Karsten Schütze. „Dieser Platz vermittelt Wissen über Geologie und Erdgeschichte. Ich danke allen beteiligten Firmen und dem Fördermittelgeber für die ausgereichten Mittel.“

„Es ist beeindruckend, was hier innerhalb der letzten Monate, auch vor dem schwierigen Hintergrund der Pandemie, entstanden ist“, sagt Henry Graichen, Landrat des Landkreises Leipzig. „Besonders freut mich die spielerische Einbindung der Themen Geologie und Erdgeschichte unserer Region. Das Entdecken und Bespielen von über einer Milliarde Jahre alten Findlingen macht den besonderen Reiz dieser Anlage aus.“

„Mit dem hier entstandenen Steinerlebnisplatz ist es wunderbar gelungen, die bereits bestehenden Erlebnispunkte des geologischen Pfads entlang des Markkleeberger und Störmthaler Sees zentral miteinander zu verknüpfen“, meint Dr. Manfred Haupt, Vorsitzender des Vereins Erdgeschichte im Südraum Leipzig e.V. „Die hier vermittelten Informationen über die vom Eis aus Skandinavien verfrachteten Findlinge komplettieren die ausführliche Dokumentation der gewonnenen geologischen Erkenntnisse der Erdneuzeit, Tertiär und Quartiär.“

Neben der entsprechenden Gestaltung der Anlage informieren auch Erklärungstafeln über die Gesteine, die von der Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH (MIBRAG) als Schenkung zur Verfügung gestellt worden. Die Auswahl und Beschriftung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit Dr. Manfred Haupt und Dr. Hans-Joachim Bellmann vom Verein Erdgeschichte im Südraum Leipzig e.V.

Der Steinerlebnisplatz ist ein bespielbarer Findlingsgarten mit verschiedenen Spielelementen und befindet sich am Störmthaler Kanal, unweit von Kanupark-Schleuse und Klappbrücke. Als letzte Ausbaustufe werden hier die Erlebnispunkte des 14 Kilometer langen Geopfads entlang des Markkleeberger und Störmthaler Sees zentral miteinander verbunden. An dem nachgestellten eiszeitlichen Bachlauf befinden sich zahlreiche Groß- und Kleingeschiebe aus der Eiszeit, Erlebnisstationen mit Steinen sowie Zeugen aus der Tertiärzeit in Form von Tertiärquarziten und verkieselten Hölzern.

Der Steinerlebnisplatz ist ca. 2.000 Quadratmeter groß und hat sechs bespielbare Erlebnisstationen. Beginnend mit einem 2 Meter hohen Kletterfelsen, entlang einer Bachschaukel und einem Kletterfelsen können die Kinder im Zentrum der Anlage in einem beschatteten Fossiliensandkasten selbst aktiv werden und Zeugen der Erdgeschichte frei legen. Das Planschen und Matschen am Bachlauf ist ausdrücklich gewünscht. Verschiedene Sitz- und Rastmöglichkeiten laden zum Verweilen ein. Die Anlage wird allen Gästen frei und kostenlos zugänglich sein.

Der Steinerlebnisplatz ist über die Bundesstraße 2 sowie über die Autobahn 38 erreichbar. Zudem ist er über die Buslinie 106 (Haltestelle Auenhain, Seepark) sehr gut an das Netz des Öffentlichen Personennahverkehrs angebunden. Zum Parken kann der Parkplatz „Auenhainer Bucht“ (Bootssteig) neben dem „Kanupark“ genutzt werden. Für Fahrräder stehen ausreichend Abstellflächen auf dem Gelände zur Verfügung.

Die Planung des Projekts übernahm die IBB Ingenieurbüro für Bauplanung und Beratung GmbH aus Markkleeberg. Der Bau der Anlage erfolgte mit der tbs Baugesellschaft mbH aus Fuchshain von Oktober 2019 bis Mai 2020. Für das Vorhaben wurde eine Förderung im Rahmen der LEADER-Entwicklungsstrategie beantragt. 

Information der Stadtverwaltung Markkleeberg vom 18.06.2020


Informationsgespräch für Rettungskräfte in Bornaer Feuerwache durchgeführt

Sanierungsträger informiert über die geotechnischen Besonderheiten des Speicherbeckens Borna

Leipzig/Borna. Am Montag, den 15. Juni, fand in der Feuerwache der Stadt Borna ein Informationsgespräch zu den geplanten Sanierungsmaßnahmen am Speicherbecken Borna statt. Mitarbeiter der LMBV und der beteiligten Arbeitsgemeinschaft (CDM Smith und BIUG) informierten die vor Ort agierenden Rettungskräfte – beispielsweise die Feuerwehren aus Borna und Regis-Breitingen, die zuständigen Polizeireviere oder auch das Technische Hilfswerk – über die geplanten Sanierungsschritte und insbesondere die geotechnischen Besonderheiten vor Ort. In einem nächsten Schritt soll u. a. gemeinsam festgelegt werden, welche Wege bzw. Rettungspunkte im Falle eines Notfalles angesteuert werden können.

Historie Speicherbecken Borna
Das Speicherbecken Borna - im Eigentum des Freistaates Sachsen - befindet sich auf einem bergbaulich geprägten, unsanierten Gebiet. Eine geotechnische Sanierung der Kippenböden ist notwendig. Bis zum Abschluss der Sanierung besteht in einzelnen Bereichen die Gefahr von Grundbrüchen und Setzungsfließen. Daher wurde rund um das Speicherbecken ein geotechnischer Sperr- und Gefahrenbereich ausgewiesen. Hinweisschilder kennzeichnen die gefährdeten Gebiete beziehungsweise jene Areale, die nicht betreten werden dürfen.

Mit der Allgemeinverfügung über Maßnahmen zur Gefahrenabwehr am Speicher Borna des Sächsischen Oberbergamtes vom 11. Mai 2010 erfolgte – aufgrund der vor Ort festgestellten Gefahrenlage – die Ausweisung eines Gesamtgefahrenbereiches um den Speicher Borna mit einer vollständigen Sperrung von Teilbereichen. Die LMBV wurde dann durch das Sächsische Oberbergamt mit der Polizeivereinbarung vom 28. März 2018 aufgefordert, als Projektträger Gefahrenabwehrmaßnahmen durchzuführen.

Auf Grundlage der daraufhin durchgeführten Untersuchungen und Planungen erfolgte eine Neubewertung der Gefahrenlage, die zur Ausweisung eines erweiterten Sperrbereiches ab dem 1. Januar 2020 führte. Durch die in 2020 beginnenden Baumaßnahmen und die dabei eingetragenen Initiale wird die Gefährdungslage noch einmal verschärft, weshalb ab dem 1. August 2020 eine zusätzliche Erweiterung der Sperrbereichsgrenzen erfolgt.

Ziel der Sanierungsmaßnahmen am sächsischen Speicher Borna ist die gefahrlose Nutzung der Flächen und damit die Aufhebung des Sperrbereiches. Die Maßnahme wird, unterteilt in verschiedene Bauphasen, voraussichtlich bis 2029 andauern. Dabei kommen in den jeweiligen Teilbereichen entsprechend angepasste Sanierungstechnologien zum Einsatz.

Impression vom Gespräch | Archiv-Luftbild


Bitterfeld: Ausstellung mit LMBV-Fotografien zu „20 Jahre Goitzschewildnis“ im Kreismuseum

In Kooperation mit BUND werden Naturraum-Fotografien gezeigt

Bitterfeld-Wolfen. Die neue Sonderausstellung des Kreismuseums Bitterfeld „20 Jahre Goitzsche-Wildnis. 20 Jahre Veränderung“ ist ein Kooperationsprojekt mit dem BUND. Sie legt den Schwerpunkt auf Fotografien, die die unterschiedlichen Naturräume der Goitzsche zum Inhalt haben.

In den Jahren 2000 bis 2004 wurden größere Gebiete der ehemaligen Tagebauflächen der Goitzsche vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) erworben, auf denen sich die Natur die Brachflächen frei von menschlichen Eingriffen zurückerobern konnte. Nach zwanzig Jahren präsentiert sich jetzt eine einmalige und artenreiche Wildnis, wo einst nährstoffarme Tagebaurestlöcher und Schutthalden waren.

Das Gebiet ist heute ein Landschaftsmosaik aus Seen, Feuchtgebieten, Offenland und jungen Sukzessionswäldern. In der Ausstellung werden am Beispiel von fixen Fotopunkten diese Änderungen verdeutlicht. Vier Luftbildaufnahmen der LMBV, die jeweils das Gebiet zwischen Muldestausee, Bitterfeld, Delitzsch und Petersroda zeigen, spiegeln die landschaftliche Veränderung der zurückliegenden drei Jahrzehnte.

Der Umweltaktivist und Bestseller-Autor Dr. Ernst Paul Dörfler sollte die Sonderschau am 20. Mai 2020 mit einer Lesung eröffnen. Diese wurde aufgrund der aktuellen Situation abgesagt. Die Ausstellung ist auf unbestimmte Zeit zu sehen. Das Kreismuseum Bitterfeld und der Goitzsche-Wildnis e. V. laden alle Interessierten herzlich während folgender Öffnungszeiten in das Museum am Kirchplatz 3 ein: Dienstag bis Freitag sowie Sonntag jeweils von 10 bis 16 Uhr.

Die Goitzsche war im Übrigen kürzlich auch in einem MDR-Beitrag zu sehen, denn dort wurden im Rahmen der Bergbausanierung auch Robinien aufgeforstet.


Für zwei Ausbildungsrichtungen 2020/2021 werden 12 Azubis vom Bergbausanierer gesucht

Seit dem Bestehen der LMBV wurde schon mehr als 1.670 jungen Menschen durch eine qualitativ hochwertige Erstausbildung der Eintritt ins Berufsleben ermöglicht

Senftenberg/Lauchhammer/Espenhain. Die LMBV stellt erneut 12 neue Ausbildungsplätze für das Ausbildungsjahr 2020/21 zur Verfügung. Die dreijährige Ausbildung wird in nachfolgend genannten Ausbildungsstätten realisiert:

  • für Fachkraft für Lagerlogistik (m/w/d) in Lauchhammer (Ausbildungseinrichtung ist die TÜV Rheinland Akademie GmbH; Berufsschule ist das Oberstufenzentrum Elbe-Elster, Feldstraße 7a in 04910 Elsterwerda)
  • für Kaufmann/-frau für Büromanagement in Espenhain (Ausbildungseinrichtung ist die TDE Personal Service GmbH; Berufsschule ist das Berufliche Schulzentrum 6 der Stadt Leipzig, Am kleinen Feld 3/5 in 04205 Leipzig)

Bewerbungsende ist am 30.06.2020. Die Bewerbungen für diese Ausbildungsberufe sind mit

  • Bewerbungsschreiben,
  • tabellarischem Lebenslauf,
  • Schulzeugnis des letzten Schuljahres und dem Halbjahreszeugnis des laufenden Schuljahres und
  • ggfs. Nachweisen von Praktika (Schulpraktika)

an die LMBV mbH Abteilung Personalwesen Knappenstraße 1 in 01968 Senftenberg zu senden.