Vorsorge zum Eindämmen der Pandemie — Krisenstab bewertet jeweils aktuell die Lage

Senftenberg/Leipzig/Sondershausen. Im Zusammenhang mit der aktuellen Entwicklung der Corona-Virus-Infektionskrankheit (COVID-19) hat die LMBV einen Pandemieplan für das Unternehmen in Kraft gesetzt und einen Krisenstab berufen. Dieser hat bis zum 27. März bereits 13 mal getagt und unternehmensseitige Klärungen zum jeweilige Fortschreiben dieses Pandemieplanes herbeigeführt.

Der Pandemieplan der LMBV beinhaltet allgemeine Verhaltensregeln für die Mitarbeiter und betriebsablauforganisatorische Maßnahmen zum Schutz vor der Erkrankung, zur Gewährleistung der Sicherheit im Verantwortungsbereich der LMBV sowie zur Aufrechterhaltung des Betriebsablaufes insbesondere in Anlagen mit Sicherheits- bzw. Umweltrelevanz. Die zuständigen Behörden der Länder wurden von den ergriffenen Maßnahmen der LMBV unterrichtet.

Um eine Verbreitung des Virus einzudämmen, wurden und werden nicht dringliche Arbeitsberatungen und Außenkontakte mit einer hohen Teilnehmerzahl auf das dringend Notwendige beschränkt bzw. vermieden. An Auftragnehmer und Partner: Bitte vermeiden Sie deshalb unnötige Besuche bei der LMBV.

Für den Fall von Eigenbetroffenheit oder Kontakten mit Betroffenen wurden Verhaltensvorgaben für die Mitarbeiter und innerbetriebliche Maßnahmen festgelegt. Die Maßnahmen der LMBV richten sich nach den gesetzlichen Vorgaben und den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts. Zum Schutz der Mitarbeiter bei gleichzeitiger Sicherung der betrieblichen Abläufe wurden umfassende Maßnahmen zur Flexibilisierung der Arbeitszeiten im Unternehmen bereits umgesetzt und auch das mobile Arbeiten zu Hause geregelt.

Derzeit laufen alle wesentlichen Sanierungsbaustellen der LMBV zusammen mit den Auftragnehmern unter Beachtung der Verhaltensregeln intensiv weiter.

(Stand: 16.03.2020, ergänzt am 27.03.2020)


Sperrbereiche und Verhaltensanforderungen unbedingt beachten!

Die LMBV betreibt in der Lausitz und im Raum Mitteldeutschland als bergrechtlich verantwortliche Projektträgerin Sanierungsbergbau inklusive Planung, Ausschreibung, Vergabe, Kontrolle und Abnahme der Sanierungsarbeiten mit dem Ziel der Beendigung der Bergaufsicht stillgelegter Bergwerke

Dabei sind zahlreiche berg- und wasserrechtliche Sanierungs- und Sicherheitsmaßnahmen noch nicht gänzlich abgeschlossen und zum Schutz der Bevölkerung so genannte geotechnische Sperrbereiche ausgewiesen.
Diese sind mit Schildern gekennzeichnet.
Im geotechnischen Sperrbereich besteht eine latente Gefahr für die Sicherheit. Das Betreten oder Befahren dieser Bereiche ist verboten.

Die LMBV weist darauf hin, folgende Verhaltensanforderungen einzuhalten:
Alle Warn- und Hinweisschilder entlang der durch die LMBV freigegebenen Wirtschaftswege sind unbedingt zu beachten! Die Nutzung der durch die LMBV freigegebenen Wirtschaftswege erfolgt auf eigene Gefahr.

In Teilen der Kippenflächen ehemaliger Tagebaue sind aufgrund der noch erforderlichen Sicherung Sperrbereiche ausgewiesen, die durch Beschilderung „Sperrbereich –  Betreten verboten – Lebensgefahr“ kenntlich gemacht sind.

Im Sperrbereich besteht die Gefahr
• von Geländeeinbrüchen und Setzungsfließereignissen aufgrund von Bodenverflüssigungen
• von Böschungsrutschungen, Böschungserosionen und deren Auswirkungen
• einer nicht ausreichenden Tragfähigkeit der Oberfläche
• von Bodensenkungen, Tagesbrüchen
• tiefen Erosionsrinnen
In den zur Nutzung freigegebenen Flächen der Bergbaufolgeseen dürfen die mit gelben Bojen gekennzeichneten zugelassenen Seebereiche nicht verlassen werden. Die Bereiche hinter den Bojenketten sind noch nicht gesichert und somit rutschungsgefährdet.
Jedes Betreten oder Befahren kann ein Initial für das Auslösen von Böschungsrutschungen und deren Auswirkungen (z. B. Nachbrüche, Schwallwellen) darstellen. Weitere Gefahren bestehen in der Wind-/Wellenabrasion (Kliffbildung) und deren Auswirkungen (z. B. Nachbrüche) sowie tiefen Erosionsrinnen.
Die ausgewiesenen Sperrbereiche sind über das Geoportal der LMBV jederzeit aktuell einsehbar.
Bitte beachten Sie, dass sich jederzeit kurzfristige Änderungen der geotechnischen Sperrbereiche ergeben können und informieren Sie sich im Geoportal der LMBV.


Informationen zur Sanierungsplanung des Tagebaus Espenhain von Bernd-Stephan Tienz

Druckfrisches Sonderheft und aktualisierte Broschüren aus der Reihe "Wandlungen und Perspektiven"

Leipzig. Für das mitteldeutsche Revier gibt es nunmehr eine weitere Broschüre aus der LMBV-Reihe Wandlungen und Perspektiven – das Sonderheft „Sanierungsplanung Tagebau Espenhain“ (24). Geschrieben wurde es von Dipl.-Ingenieur Bernd-Stephan Tienz, dem ehemaligen Leiter Planung Mitteldeutschland bis 2012. Anhand vieler Fotos, Karten und Dokumente wird der lange planerische Weg bis zur Freigabe des Markkleeberger Sees 2006 und des Störmthaler Sees 2014 erläutert. Abgerundet wird das Heft durch eine chronologische Übersicht, die die Voraussetzungen und Meilensteine zur Wiedernutzbarmachung des Tagebaus Espenhain darstellt.

Daneben liegen nun auch die aktualisierten mitteldeutschen Broschüren zu „Espenhain“ (02), „Geiseltal“ (03), „Golpa/Gröbern/Bergwitz“ (06) sowie „Witznitz“ (08) in gedruckter Fassung vor.

Alle Broschüren können gegen Zusendung eines adressierten und ausreichend frankierten Rückumschlages an LMBV-Unternehmenskommunikation, Walter-Köhn-Straße 2, 04356 Leipzig bestellt werden. Das Porto beträgt für eine Broschüre 1,55 Euro, für zwei oder drei Broschüren 2,70 Euro und ab vier Broschüren 4,50 Euro. Mehr als drei Exemplare einer Broschüre werden an Privatpersonen nicht abgegeben.


Naturnahe Umgestaltung der Neuen Gösel beginnt mit Artenzählung und Vermessung

Kartierung der Fauna ab März und Bestandsvermessung der Neuen Gösel ab Oktober 2020

Leipzig/Rötha. Seit März 2020 laufen im Auftrag der LMBV entlang der Neuen Gösel zwischen Oelzschau und der Mündung in die Pleiße Kartierungsarbeiten. In einem Korridor von etwa 25 Metern beidseits des Gewässers werden unter anderem Brutvögel, Zug- und Rastvögel, Amphibien, Reptilien, Libellen, Käfer sowie Fledermäuse erfasst. Die methodische Dokumentation der auf dem Land als auch in Gewässern lebenden Arten findet auf einer Gesamtfläche von mehr als 600 Hektar statt. Die Begehungen sind auf öffentlich zugänglichem Gelände je nach Methodik und Zielstellung tagsüber und nachts über einen Zeitraum von mindestens einem Jahr vorgesehen.

Die Arbeiten stehen im Zusammenhang mit dem Bauprojekt „Naturnahe Umgestaltung der Neuen Gösel“. Die LMBV ist das bergrechtlich verantwortliche Unternehmen für den ehemaligen Braunkohletagebau Espenhain und als Vorhabensträgerin entsprechend dem Abschlussbetriebsplan verpflichtet, die durch den Braunkohletagebau in Anspruch genommenen Flächen wieder nutzbar zu machen. Dazu gehört auch die Neue Gösel, die im Zuge der Erschließung des ehemaligen Braunkohletagebaus entstandenen ist. Eine auf Forderung der Landesdirektion Sachsen im Auftrag der LMBV erstellte Studie zum Umgang mit der Neuen Gösel kam zu dem Ergebnis, dass das Gewässer in seiner derzeitigen Trasse beibehalten und die bestehenden Defizite bezüglich des Fließverhaltens, des Gewässerumfelds, seiner Struktur und Beschaffenheit sowie der ökologischen Durchgängigkeit unter dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit durch gestalterische Maßnahmen beseitigt werden sollen.

Die beginnenden Kartierungsarbeiten sind notwendig, weil man mehr wissen will über die Lebensraumausstattung im Untersuchungsgebiet. So ist es möglich, die naturschutzfachlichen Belange frühzeitig in den Planungsprozess für das angestrebte wasserrechtliche Genehmigungsverfahren für das Vorhaben zu integrieren und entsprechend zu berücksichtigen. Mit den Kartierungsarbeiten werden keine Baumaßnahmen umgesetzt. Zudem wird eine Beeinträchtigung des Geländes ausgeschlossen.

Im Oktober 2020 beginnen dann im Auftrag der LMBV die Vermessungsarbeiten an der Neuen Gösel. Dabei wird das öffentlich zugängliche Gelände auf beiden Seiten der Neuen Gösel zwischen Oelzschau und der Pleiße sowie alle Bauwerke und Bäume in einem Korridor von etwa 50 Metern als Grundlage für die nachfolgende Objektplanung vermessungstechnisch aufgenommen werden. Die Vermessungsarbeiten enden voraussichtlich Anfang 2021.

Im Frühjahr 2021 sollen die Planungsleistungen zur naturnahen Umgestaltung der Neuen Gösel entsprechend der mit den Behörden abgestimmten Vorzugslösung der Studie starten. Die vorgesehenen Maßnahmen werden sich nach derzeitigem Kenntnisstand im Wesentlichen auf das bestehende Gewässerbett beschränken. Ausgenommen davon sind die erforderlichen Hochwasserschutzmaßnahmen an der Neuen Gösel zum Schutz der Ortschaften in der Göselaue zwischen Oelzschau und dem Störmthaler See. Die Planungen dafür haben bereits im Rahmen eines gesonderten Bauprojektes begonnen.

Die rote Linie kennzeichnet den Bearbeitungsbereich (Quelle: Sachsenatlas)


Fotoausstellung: Innenansichten des Kombinats VEB Braunkohlenveredlung Espenhain

Museum Borna zeigt Schwarz-Weiß-Fotografien bis 31. Mai 2020

Leipzig/Borna. Der kleine Ausstellungsraum im Bornaer Museum platzte am Abend des 4. März 2020 aus allen Nähten, denn 65 Interessierte waren zur Vernissage der neuen Fotoausstellung unter dem Titel „Innenansichten eines Kombinats“ gekommen. Zu sehen sind dort bis Ende Mai dieses Jahres 60 ausgewählte Motive aus dem ehemaligen VEB Braunkohlenveredlungswerk (BKW) Espenhain, wobei spezielle Ausstellungsführungen für folgende Tage geplant sind: 28. März, 7. April sowie 25. April. Während der Ausstellungeröffnung kamen nicht nur die Organisatoren wie Museumsleiterin Gabriele Kämpfner und Peter Krümmel als Leiter des Soziokulturellen Zentrums KuHstall e. V. zu Wort, sondern auch Ehemalige wie der einstige Kombinatsleiter des BKW Rudolf Lehmann und der Chemiker Siegfried Nass, der sogar ein Lied anstimmte. 

Die Schwarz-Weiß-Aufnahmen gewähren spannende Einblicke in den Produktionsalltag, aber auch in offizielle oder gesellschaftliche Anlässe während der 1970er und 1980er Jahre. Abgelichtet haben die damaligen Werksfotografen verschwundene Arbeitswelten, beispielsweise Brigadefeiern, ein Verkaufsgespräch in der Apotheke der Poliklinik, ein Kampfgruppenappell mit Fahnenübergabe oder die Übergabe von Blumen bei der Neueröffnung des Konsums im Gleisdreieck.

Dass das Museum derartige Fotografien zeigen kann, ist zahlreichen Personen zu verdanken, die sich für den Erhalt und die Aufbereitung eingesetzt haben. Etwa Reinhard Röhser, damaliger Leiter der Öffentlichkeitsarbeit, der die verbliebenen Bestände zusammen mit seinen Kollegen vor weiteren Plünderungen sicherte. In jüngster Zeit ist vor allem die Arbeit des ehemaligen Espenhainer Eisenbahners Klaus Börner zu würdigen. Er kam seit dem Jahr 2011 wöchentlich in das Soziokulturelle Zentrum, um die aus dem Großbetrieb geretteten Fotokartons zu sichten sowie die Aufnahmen zu scannen, zu sortieren und zu benennen. Insgesamt sind ca. 70.000 Abzüge von 1946 bis 1989 vorhanden, die sich in den Beständen des Museums der Stadt Borna sowie des KuHstall e. V. befinden.

Hintergrund: Der Industriekomplex des Braunkohleveredelungswerks Espenhain war zwischen 1937 und 1942 auf einer Fläche von 284 Hektar errichtet worden, um die Treibstoffversorgung während des 2. Weltkriegs zu sichern. Infolge der hohen Umweltbelastungen und der unwirtschaftlichen Technologien erfolgte zwischen 1991 und 1996 die schrittweise Stilllegung des Werks mit seinen Brikettfabriken, Kraftwerken und Schwelhäusern. 


Informationsveranstaltung in Borna über geplante Sanierung des Speicherbeckens

Interessierte Bürger erkundigen sich über Rahmenbedingungen

Leipzig/Borna. Am 27. Februar 2020 standen in Borna die Verantwortlichen den interessierten Anwohnern zu den geplanten Sanierungsmaßnahmen an der Adria - wie bereits einige Tage zuvor in Regis-Breitingen - Rede und Antwort. Das Stadtgespräch zum Speicherbecken Borna fand im Bürgerhaus Goldener Stern statt. Über 40 Personen nutzten die Gelegenheit, sich den aktuellen Planungsstand zu informieren.

Nach einer Begrüßung durch LMBV-Abteilungsleiter Rolf Schlottmann und Oberbürgermeisterin Simone Luedtke erläuterten Dr. Vinzent Sturm (CDM Smith) und Jochen Seiffert (BIUG) als Mitarbeiter der beteiligten Arbeitsgemeinschaft sowie LMBV-Projektmanager Diemo Trepte, welche einzelne Sanierungsschritte nötig sind und welche Sanierungstechnologien genutzt werden, um das gesperrte Speicherbecken Borna wieder für die Öffentlichkeit nutzbar zu machen und gleichzeitig die Hochwasserschutzfunktion zu erhalten. In der anschließenden Diskussion gab es zahlreiche Fragen und Hinweise, u. a. bezüglich der Brauchwassernutzung in den Gartenanlagen und der Radwegnutzung.

Historie Speicherbecken Borna
Das Speicherbecken Borna befindet sich auf einem bergbaulich geprägten, unsanierten Gebiet. Eine geotechnische Sanierung der Kippenböden ist notwendig. Bis zum Abschluss der Sanierung besteht in einzelnen Bereichen die Gefahr von Grundbrüchen und Setzungsfließen. Daher wurde rund um das Speicherbecken ein geotechnischer Sperr- und Gefahrenbereich ausgewiesen. Hinweisschilder kennzeichnen die gefährdeten Gebiete beziehungsweise jene Areale, die nicht betreten werden dürfen.

Geplante Sanierungsmaßnahmen
Zur Beseitigung der Verflüssigungsgefahr ist eine Stabilisierung der Kippenböden mittels Verdichtung notwendig. Zum Einsatz kommen am Speicherbecken Borna die Stopfende Rütteldruckverdichtung (SRDV) sowie die Schonende Sprengverdichtung (SSPV). Im Bereich der Innenkippe und der Ostböschung des Speichers werden die gewählten Sanierungstechnologien im Rahmen von Probefeldern zunächst getestet. Währenddessen kann es in den Böschungsbereichen zu unbeabsichtigten Verflüssigungen und Setzungsfließen kommen. Infolgedessen können Massen in das Speicherbecken fließen und auf der Wasserfläche Schwallwellen entstehen lassen. Diese gefährden Personen und Gegenstände, die sich auf der Wasserfläche sowie im Uferbereich befinden. Um diese Gefährdung auszuschließen, erfolgt mit Beginn der Sanierungstätigkeit im Jahr 2020 die Einrichtung erweiterter Sperrbereiche für die Probefelder. Für diese gilt ein absolutes Betretungs- und Befahrungsverbot. Das Baden und Angeln sowie das Befahren der Wasserfläche ist seit Januar 2020 untersagt. Die beiden von der Kreisstraße 7932 nach Norden führenden Zufahrten (Dammfahrweg/Betonplattenweg) zählen in diesem Zeitraum zum Baubereich und können nicht genutzt werden.

Voraussichtlicher Sanierungszeitraum Arbeiten:

  • 2020 – 2022: Betrieb Probefelder, temporäre Erweiterung Sperrbereich
  • 2022 – 2023: Auswertung der Ergebnisse, Planung Ausschreibung, Sanierungsleistung des Sperrbereiches
  • 2023 – 2029: Hauptsanierung, Erweiterung des Sperrbereiches auf gesamten Speicher Borna
  • Voraussichtlich ab 2029 erfolgt die Aufhebung der Sperrbereiche.

Sperrbereichserweiterung am Speicherbecken Borna
Mit der Allgemeinverfügung über Maßnahmen zur Gefahrenabwehr am Speicher Borna des Sächsischen Oberbergamtes vom 11. Mai 2010 erfolgte – aufgrund der vor Ort festgestellten Gefahrenlage – die Ausweisung eines Gesamtgefahrenbereiches um den Speicher Borna mit einer vollständigen Sperrung von Teilbereichen.

Die LMBV wurde durch das Sächsische Oberbergamt mit der Polizeivereinbarung vom 28. März 2018 aufgefordert, als Projektträger Gefahrenabwehrmaßnahmen durchzuführen. Auf Grundlage der daraufhin durchgeführten Untersuchungen und Planungen erfolgte eine Neubewertung der Gefahrenlage, die zur Ausweisung eines erweiterten Sperrbereiches ab dem 1. Januar 2020 führte.

Durch die im IV. Quartal 2020 beginnenden Baumaßnahmen und die dabei eingetragenen Initiale wird die Gefährdungslage noch einmal verschärft werden, weshalb ab dem 1. August 2020 eine zusätzliche Erweiterung der Sperrbereichsgrenzen durch das Sächsische Oberbergamt erfolgt. Ziel der Sanierungsmaßnahmen am Speicher Borna ist die gefahrlose Nutzung der Flächen und damit die Aufhebung des Sperrbereiches. Die Maßnahme wird, unterteilt in verschiedene Bauphasen, voraussichtlich bis 2029 andauern. Dabei kommen in den jeweiligen Teilbereichen entsprechend angepasste Sanierungstechnologien zum Einsatz.

Eindrücke von der Informationsveranstaltung (Fotos: Anika Dollmeyer für LMBV)


Bergbausanierer informierten in Regis-Breitingen über geplante Maßnahmen an Adria

Zahlreiche Anwohner folgten der Einladung zum Informationsgespräch

Leipzig/Regis-Breitingen. Am Montag, den 24. Februar, fand in Regis-Breitingen ein Informationsgespräch zur geplanten Sanierung und den damit verbundenen Sperrungen am Speicherbecken Borna statt. Rund 70 Interessierte nutzten die Möglichkeit, sich die geplanten Maßnahmen erläutern zu lassen.

Nach einer Begrüßung durch Wolfram Lenk, Bürgermeister von Regis-Breitingen, informierten Mitarbeiter der LMBV und der beteiligten Arbeitsgemeinschaft (CDM Smith und BIUG) über die geplanten Sanierungsschritte und die damit verbundene Erweiterung des Sperrbereiches. Im Anschluss gab es die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Hinweise zu geben.

Historie Speicherbecken Borna
Das Speicherbecken Borna befindet sich auf einem bergbaulich geprägten, unsanierten Gebiet. Eine geotechnische Sanierung der Kippenböden ist notwendig. Bis zum Abschluss der Sanierung besteht in einzelnen Bereichen die Gefahr von Grundbrüchen und Setzungsfließen. Daher wurde rund um das Speicherbecken ein geotechnischer Sperr- und Gefahrenbereich ausgewiesen. Hinweisschilder kennzeichnen die gefährdeten Gebiete beziehungsweise jene Areale, die nicht betreten werden dürfen.

Geplante Sanierungsmaßnahmen
Zur Beseitigung der Verflüssigungsgefahr ist eine Stabilisierung der Kippenböden mittels Verdichtung notwendig. Zum Einsatz kommen am Speicherbecken Borna die Stopfende Rütteldruckverdichtung (SRDV) sowie die Schonende Sprengverdichtung (SSPV). Im Bereich der Innenkippe und der Ostböschung des Speichers werden die gewählten Sanierungstechnologien im Rahmen von Probefeldern zunächst getestet. Währenddessen kann es in den Böschungsbereichen zu unbeabsichtigten Verflüssigungen und Setzungsfließen kommen. Infolge dessen können Massen in das Speicherbecken fließen und auf der Wasserfläche Schwallwellen entstehen lassen. Diese gefährden Personen und Gegenstände, die sich auf der Wasserfläche sowie im Uferbereich befinden. Um diese Gefährdung auszuschließen, erfolgt mit Beginn der Sanierungstätigkeit in 2020 die Einrichtung erweiterter Sperrbereiche für die Probefelder. Für diese gilt ein absolutes Betretungs- und Befahrungsverbot. Das Baden und Angeln sowie das Befahren der Wasserfläche ist ab 2020 untersagt. Die beiden von der Kreisstraße 7932 nach Norden führenden Zufahrten (Dammfahrweg / Betonplattenweg) zählen in diesem Zeitraum zum Baubereich und können nicht genutzt werden.

Voraussichtlicher Sanierungszeitraum Arbeiten:

  • 2020 – 2022: Betrieb Probefelder, temporäre Erweiterung Sperrbereich
  • 2022 – 2023: Auswertung der Ergebnisse, Planung Ausschreibung, Sanierungsleistung des Sperrbereiches
  • 2023 – 2029: Hauptsanierung, Erweiterung des Sperrbereiches auf gesamten Speicher Borna
  • Voraussichtlich ab 2029 erfolgt die Aufhebung der Sperrbereiche.

Sperrbereichserweiterung am Speicherbecken Borna
Mit der Allgemeinverfügung über Maßnahmen zur Gefahrenabwehr am Speicher Borna des Sächsischen Oberbergamtes vom 11. Mai 2010 erfolgte – aufgrund der vor Ort festgestellten Gefahrenlage – die Ausweisung eines Gesamtgefahrenbereiches um den Speicher Borna mit einer vollständigen Sperrung von Teilbereichen.

Die LMBV wurde durch das Sächsische Oberbergamt mit der Polizeivereinbarung vom 28. März 2018 aufgefordert, als Projektträger Gefahrenabwehrmaßnahmen durchzuführen. Auf Grundlage der daraufhin durchgeführten Untersuchungen und Planungen erfolgte eine Neubewertung der Gefahrenlage, die zur Ausweisung eines erweiterten Sperrbereiches ab dem 1. Januar 2020 führte.

Durch die in 2020 beginnenden Baumaßnahmen und die dabei eingetragenen Initiale wird die Gefährdungslage noch einmal verschärft, weshalb ab dem 1. August 2020 eine zusätzliche Erweiterung der Sperrbereichsgrenzen durch das SächsOBA erfolgt. Ziel der Sanierungsmaßnahmen am Speicher Borna ist die gefahrlose Nutzung der Flächen und damit die Aufhebung des Sperrbereiches. Die Maßnahme wird, unterteilt in verschiedene Bauphasen, voraussichtlich bis 2029 andauern. Dabei kommen in den jeweiligen Teilbereichen entsprechend angepasste Sanierungstechnologien zum Einsatz.

Impressionen vom Informationsabend (Fotos: Anika Dollmeyer für LMBV)


Informationsveranstaltung in Borna im Bürgerhaus zur Adria-Sanierung geplant

Zur geplanten Sanierung und notwendigen Sperrung des Speicherbeckens Borna (Adria)

Leipzig/Borna. Am Donnerstag, dem 27. Februar 2020, 18 Uhr, lädt Bornas Oberbürgermeisterin Simone Luedtke gemeinsam mit der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung in das Bürgerhaus Goldener Stern ein. Im Rahmen dieses Termins informiert die LMBV i.A. des SächsOBA über die geplanten Sicherungsmaßnahmen am Speicherbecken Borna und die damit verbundenen Sperrungen. Im Anschluss stehen Vertreter der LMBV und des Planungsbüros für Fragen zur Verfügung.

Notwendigkeit der Sperrbereichserweiterung am Speicherbecken Borna
Mit der Allgemeinverfügung über Maßnahmen zur Gefahrenabwehr am Speicher Borna des Sächsischen Oberbergamtes vom 11. Mai 2010 erfolgte – aufgrund der vor Ort festgestellten Gefahrenlage – die Ausweisung eines Gesamtgefahrenbereiches um den Speicher Borna mit einer vollständigen Sperrung von Teilbereichen.

Die LMBV wurde durch das Sächsische Oberbergamt mit der Polizeivereinbarung vom 28. März. 2018 aufgefordert, als Projektträger Gefahrenabwehrmaßnahmen durchzuführen. Auf Grundlage der daraufhin durchgeführten Untersuchungen und Planungen erfolgte eine Neubewertung der Gefahrenlage, die zur Ausweisung eines erweiterten Sperrbereiches ab dem 1. Januar 2020 führte.

Durch die in 2020 beginnenden Baumaßnahmen und die dabei eingetragenen Initiale wird die Gefährdungslage noch einmal verschärft, weshalb ab dem 1. August 2020 eine zusätzliche Erweiterung der Sperrbereichsgrenzen durch das SächsOBA erfolgt. Ziel der Sanierungsmaßnahmen am Speicher Borna ist die gefahrlose Nutzung der Flächen und damit die Aufhebung des Sperrbereiches. Die Maßnahme wird, unterteilt in verschiedene Bauphasen, voraussichtlich bis 2029 andauern. Dabei kommen in den jeweiligen Teilbereichen entsprechend angepasste Sanierungstechnologien zum Einsatz.

Speicherbecken Borna (LMBV/Radke 2019)


Temporäre Vollsperrung der Gaterslebener Straße in Nachterstedt wg. Baumfällarbeiten

Lokale Straßensperrung voraussichtlich vom 17. bis 23. Februar 2020

Leipzig/Nachterstedt. Voraussichtlich vom 17. bis 23. Februar wird die Gaterslebener Straße in der Ortslage Nachterstedt für den Durchgangsverkehr gesperrt. Konkret betrifft die Vollsperrung den Abschnitt Ende Haldenstraße/Beginn Gaterslebener Straße bis zum zur A 36 führenden Abzweig. Eine entsprechende Umleitung wird ausgeschildert.

Hintergrund sind erforderliche Baumfällarbeiten. Dabei müssen rund 50 bereits abgestorbene bzw. stark geschädigte Schwarzpappelhybriden gefällt werden, um die öffentliche Sicherheit im betroffenen Straßenabschnitt zu gewährleisten. Es handelt sich hierbei um eine forstliche Maßnahme im Rahmen der ordnungsgemäßen Forstwirtschaft in einem vorhandenen Waldbestand. Eine entsprechende Bewertung bezüglich der notwendigen Baumfällung erfolgte durch die LMBV-Fachabteilung in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde.

Karte Umleitung


Steuerungsgruppe Leipziger Neuseenland: Informationsplattform ist online

Informationen zur Gewässerlandschaft im Leipziger Neuseenland

Leipzig. Die neue Informations-Plattform für das Leipziger Neuseenland ist online.

In einem Pressegespräch haben der Sprecher der Steuerungsgruppe Leipziger Neuseenland, Landrat des Landkreises Leipzig Henry Graichen, die Bornaer Oberbürgermeisterin Simone Luedtke sowie der 1. Beigeordnete des Landkreises Nordsachsen, Dr. Eckhard Rexroth, die Website am Freitag, dem 7. Februar 2020, vorgestellt.

Auf dieser Informationsplattform, die unter der URL www.leipziger-neuseenland.org abrufbar ist, präsentiert die Steuerungsgruppe Leipziger Neuseenland fachlich fundierte Informationen zur Gewässerlandschaft im Leipziger Neuseenland, zu Planungen und Vorhaben sowie zu aktuellen Projekten und Maßnahmen für die weitere Entwicklung. So sind auf der Startseite neben einer Karte, die das gesamte Leipziger Neuseenland mit seinen Seen, Fließgewässern und Kursen zeigt, Nachrichten zu aktuellen Projekten und geplanten Vorhaben zu finden. Weiterhin werden die einzelnen Akteure vorgestellt, die in die Entwicklung des Leipziger Neuseenlandes eingebunden sind.

Der Nutzer findet zusätzlich allgemeine Informationen zur Entstehung des Leipziger Neuseenlandes, einen Überblick über die einzelnen Seen, Hintergründe zur Entstehung der Charta Leipziger Neuseenland 2030, eine Übersicht mit häufig gestellten Fragen sowie ein Kontaktformular, um eigene Fragen an die Akteure zu stellen. (…) Die Erarbeitung der Website wurde im vergangenen Jahr vom Kommunalen Forum Südraum Leipzig beauftragt und unter Inanspruchnahme von Fördermitteln aus der Richtlinie FR-Regio finanziert. (…) Quelle: Presseinformation der Geschäftsstelle „Steuerungsgruppe Leipziger Neuseenland" v. 07.02.2020

Bildleiste (oberes Bild): Stadt Markkleeberg/Daniel Kreusch: v.l.n.r. Gesine Sommer, Simone Luedtke, Henry Graichen, Dr. Eckhard Rexroth, Daniela Herburg, Dr. Steffi Raatzsch

Präsentation der Website der neuen Informationsplattform - Fotos: D. Keusch