Minister Dellmann sieht Lausitzer Seenland mit Chancen als Tourismusmagnet

Das entstehende Lausitzer Seenland hat einer Studie des MIR zufolge große Chancen, ein Tourismusmagnet zu werden. Das zeigt eine laufende Untersuchung, deren erste Zwischenergebnisse am Mittwoch in Senftenberg vorstellt wurden. Brandenburgs Infrastrukturminister Reinhold Dellmann wertete die Entwicklung des Areals zu einem touristischen Ziel als eine Gemeinschaftsaufgabe von herausragender Bedeutung. Dazu hätten sich die Landesregierungen Sachsens und Brandenburgs mehrfach bekannt. Das künftig rund 7.000 Hektar große Lausitzer Seenland soll Europas größtes von Menschenhand geschaffenes Gewässergebiet werden. Es entsteht bis etwa 2015 durch die Flutung früherer Braunkohletagebaue zwischen dem südbrandenburgischen Senftenberg und dem ostsächsischen Hoyerswerda. Wie Minister Dellmann in einer Mitteilung des MIR betonte, ist die Verbindung der Seen im Kernbereich durch schiffbare Kanäle ein Symbol für das Miteinander beider Bundesländer. Dadurch entstehe eine bundesweit einmalige, vernetzte Wasser-Infrastruktur. Diese müsse weiter mit touristischem Leben erfüllt werden. In dem Gutachten wird vorgeschlagen, Angebote für einzelne Zielgruppen an einem See zu konzentrieren. So könnte zum Beispiel der Senftenberger See besonders für Familien durch Wasserwandern, Badestrände und Wellness attraktiv sein. Für den benachbarten Sedlitzer See böte sich Wassersport an. Gewässer wie der künftige Ilsesee und der Partwitzer See eigneten sich besonders für Ferienhausanlagen, Naturerlebnis und Reiten, hieß es. Die Bergbauregion habe aber schon heute eine einmalige touristische Angebotsvielfalt. Dazu gehörten Wassersport, Radwandern und Kulturveranstaltungen sowie Industriedenkmale. Dellmann sprach sich für eine einheitliche Vermarktung aus. Dabei sollten auch die Erfahrungen der 2010 auslaufenden Internationalen Bauausstellung IBA genutzt werden. (Quellen: PM des MIR und IBA vom 12.03.2008)

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