Segelhafen am früheren Bergbaufolgesee Schlabendorf am 1. August eröffnet

Luckau. Ein Segelhafen ist am 1. August 2008 am Schlabendorfer Bergbaufolgesee bei Luckau (Dahme-Spreewald) eröffnet worden. Infrastrukturminister Reinhold Dellmann (SPD) übergab die Marina auf dem Gelände der ehemaligen Grubenwasser-Reinigungsanlage des Braunkohletagebaus Schlabendorf-Süd. Das Land stellte für die Umbauarbeiten nach Ministeriumsangaben rund eine Million Euro bereit. Die Marina ist für 42 Boote ausgelegt. Projektträger war das Bergbauunternehmen LMBV. Es wurden zwei Becken und eine Hafeneinfahrt gebaut. Das Wasser wird dort bis 4,40 Meter tief sein, wenn der See etwa im Jahr 2012 seinen Endwasserstand erreicht hat. Dellmann bezeichnete die Marina als ein Zukunftsprojekt und Teil der touristischen Entwicklung des Schlabendorfer Sees. "Naturschutz und Tourismus haben hier eine große Bedeutung", betonte er in einer Pressemitteilung. Die Marina sei ein weiterer Mosaikstein für den Strukturwandel in der Lausitz. In Schlabendorf wurde von 1959 bis 1996 aus vier Tagebauen Braunkohle abgebaut. Anschließend wurden die Anlagen saniert und die gestörte Landschaft rekultiviert. Nach Plänen der Internationalen Bauausstellung IBA sowie von Bürgern soll Schlabendorf mit der Marina ein Erholungszentrum an dem künftig 615 Hektar großen See werden.

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