Sonderausstellung "150 Jahre Brikettierung" im Zeitzer Industriemuseum Brikettfabrik "Herrmannschacht"

Zeitz. 150 Jahre Brikettierung sind der Anlass für eine Sonderausstellung ab 14. August 2008 im Zeitzer Industriemuseum Brikettfabrik "Herrmannschacht" in der Naumburger Straße. Das Jubiläum geht auf das  Jahr 1858 zurück. Damals erfand der Münchener Carl Exter eine nach ihm benannte Presse, mit der erstmals Briketts aus Braunkohle maschinell hergestellt werden konnten. Bis mit Hilfe seiner Erfindung auch die Wirtschaftskraft in Mitteldeutschland zunahm, brauchte es freilich noch einiger weiterer Erfindungen auf dem Gebiet der mechanischen Herstellung von Briketts, wie des Röhrentrockners und weiterer Pressen. Die Exter-Presse legte aber mit den Grundstein für die intensive Nutzung der Braunkohle in Deutschland. Die Brikettfabrik Herrmannschacht wurde  bereits 1880 erbaut und ist heute die weltweit älteste erhaltene Brikettfabrik der ersten Generation und damit ein besonders geeigneter Ort für die Ausstellung. Knapp 150 Briketts sind in der Sonderausstellung zu sehen, darunter viele kleine Zierbriketts. Von Anfang an waren die Briketts auch Werbeträger, wie diverse Blechschilder, die in der Ausstellung an Brikettfabriken erinnern. 143 Fabriken gab es seit dem Beginn allein in Mitteldeutschland; das letzte Brikett in Mitteldeutschland ging am 19. Dezember 2003 in Deuben I vom Band. Heute gibt es noch zwei große Brikettfabriken in ganz Deutschland: die eine wird vom Unternehmen Vattenfall Europe AG in Schwarze Pumpe in der Lausitz betrieben, die andere von der RWE Power AG in Frechen bei Köln.

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