Arsen-Altlast durch LMBV beseitigt - Offizielle Übergabe durch Sts. Bretschneider am 18.09.2008

Das Restloch 4 in Annahütte ist schadstofffrei, geschlossen und gestaltet. Seit Ende 2005 wurde das knapp 4,8 Hektar große Gelände des Restloches 4 in Annahütte im Süden Brandenburgs durch die LMBV saniert. Mit Arsen und anderen Stoffen belastetes Wasser und kontaminierte Schlämme galt es zu reinigen bzw. zu beseitigen. Das Restloch entstand aus dem Südfeld des ehemaligen Tagebaus Heye 1, in dem zwischen 1934 und 1944 Braunkohle abgebaut wurde. Die nahe gelegene Bleiglashütte sorgte durch die Einleitung von Arsen- und anderen Verbindungen dafür, dass im Restloch ein hochtoxisches Wasser-Schadstoffgemisch entstand. Seit 2002 haben Wissenschaftler des Umwelt-Forschungszentrums Leipzig-Halle im Auftrag der LMBV in Laborversuchen eine Lösung entwickelt, bei der das Arsen schließlich durch Sorption gebunden werden konnte. Aus dem Restloch sind insgesamt mehr als 120.000 Kubikmeter verseuchten Wassers gehoben und gereinigt worden. Hinzu kamen etwa 11.000 Kubikmeter stark kontaminierte Schlämme. Nach unten ist die Grube durch eine Ton- und eine Restkohleschicht dicht, nach oben wurden die Abfälle zwei Meter überdeckt. Für die Schließung des entgifteten Restloches sind insgesamt 450.000 Kubikmeter Erdmassen herantransportiert worden. Im Frühjahr 2009 erfolgt noch die Grünflächengestaltung.

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