Blutsaugende Zecke in einem 40 Millionen Jahre alten Bernstein aus der Goitzsche entdeckt

Bitterfeld. Ein sächsischer Geologe machte seinen spektakulären Fund bei Bitterfeld kürzlich öffentlich: eine Zecke im Bernstein, die beim Blutsaugen zu sehen ist, hat der Geologe Jens Urban entdeckt. Wie er der Sächsischen Zeitung kürzlich sagte, sei dies weltweit einmalig. Der Bernstein stamme aus dem LMBV-Tagebau Goitsche. Ähnlich alte Zecken seien zwar schon gefunden worden, aber sie wurden aber noch nie direkt beim Angriff festgehalten. Offenbar aus Mangel an anderen Opfern habe sich der Parasit mit einem Insekt begnügen müssen. Dieser Zufallsfund sei wie ein Sechser im Lotto, sagt der Geologe den Medien. Vergleichbares sei selbst in den russischen Bernsteingebieten mit jährlich 700 Tonnen Material noch nicht entdeckt worden. Jens Urban entdeckte bereits andere spektakuläre Funde wie einen Pilz, sowie vor fünf Jahren einen Floh im Bernstein. Die Goitzsche hat bereits viele interessante Bernsteine preisggeben. Ende September tagten in Bitterfeld zum wiederholten Male Bernstein-Experten. Unter den Titel "Bitterfelder Bernstein versus Baltischer Bernstein - Hypothesen, Fakten, Fragen" hatten die Deutsche Gesellschaft für Geowissenschaften, der Arbeitskreis Bergbaufolgen sowie der Förderverein des Kreismuseums Bitterfeld das Kolloquium gestellt. Die LMBV, die einheimische Sparkasse, der Verein Bitterfelder Bergleute unterstützen das Projekt.

Zurück