Lausitzer Bergbaufolgeseen bieten vielen Vögel neue Brut- und Rastplätz

Senftenberg. Der alljährliche Vogelzug im Herbst gehört auch in der Lausitz zu den wiederkehrenden Naturphänomenen. Durch das im Entstehen begriffene Lausitzer Seenland und das sich wandelnde Klima sollen bereits Veränderungen im Zugverhalten zahlreicher Vogelarten sichtbar geworden sein, so die Lausitzer Rundschau vom 13.10.2008. Immer mehr Vögel versuchen, in heimischen Gefilden zu überwintern. Andere gefiederte Tiere, die in früheren Jahren nur sehr selten in der Lausitz beobachtet wurden, haben die gefluteten früheren Bergbaufolgeseen für sich entdeckt. Beispielsweise auf dem Sedlitzer See (Kreis Oberspreewald-Lausitz) fliegen viele Saatgänse mit ihrem für den Lausitzer Herbst so typischen Schnattern an den Oktoberabenden aus westlicher Richtung ein. Sie übernachten, sicher vor Fressfeinden, auf der Wasserfläche des größten künstlichen Gewässers auf der brandenburgischen Seite des Seenlandes. Am folgenden Tag steigen die "wilden Gänse", wie sie auch genannt werden, ins Morgenlicht auf und halten auf den Feldern der Umgebung nach Nahrung Ausschau. Erst, wenn es auch am Sedlitzer See spürbar kälter wird und der Winter Einzug hält, begeben sich die Saatgänse in ihre Überwinterungsquartiere im Süden und Westen Europas. Auf dem Foto rechts sind Vögel auf dem entstehenden Geiseltalsee in Sachsen-Anhalt zu sehen.

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