Energiewald für Lauchhammer von Interesse

Lauchhammer. „Der Strukturwandel in der Lausitz ist mit den Augen greifbar“, sagte Ministerpräsident Matthias Platzeck am 17.11.2008 in Lauchhammer und machte damit deutlich, wie weit sich der Süden des Landes Brandenburg zur Region für Erneuerbare Energien entwickelt hat. Für Medienvertreter hatte die Agentur für Erneuerbare Energien eine Pressefahrt u. a. nach Lauchhammer organisiert. Die Leistung einer Biogasanlage im Westen der Stadt Lauchhammer sei ausreichend, um rund 4.000 Haushalte mit Energie zu versorgen, so Geschäftsführer Markus Bernhard. Künftig wolle das Unternehmen auch Trockenhackschnitzel und Grünabfälle verarbeiten. So sieht der Unternehmer schon heute eine Schnittstelle zu einem Projekt der Stadt Lauchhammer und der LMBV, das ebenfalls Thema der Pressefahrt war. Auf einer über 400 Hektar großen ehemaligen Tagebaufläche bei Kostebrau sollen Pappeln, Weiden und Robinien gepflanzt werden. "Wenn sie in wenigen Jahren erntereif sind, sollen sie einen Teil des städtischen Energiebedarfes decken", erläuterte Lauchhammers  Bürgermeisterin Elisabeth Mühlpforte. Die dafür geplante Fläche sei zum Teil schon von der LMBV vorbereitet worden. Die Verkaufsverhandlungen seien jedoch noch nicht abgeschlossen, informierte die Bürgermeisterin. Als Vorteile eines Energiewaldes nannte sie die Erschließung neuer Absatzmärkte in der Lausitzer Region und die kohlendioxidarme Nutzung. Auch aus Sicht der Landschaftsgestaltung verspreche der Energiewald eine langfristige Rekultivierung der Tagebauflächen und damit eine nachhaltige Steigerung des Erholungswertes in der Region.

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