Zwenkauer See planfestgestellt - Beschluss der Landesdirektion Leipzig an LMBV übergeben

Leipzig. Auf Antrag der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) vom 29.09.2006 beziehungsweise 29.06.2007 hat jetzt die Landesdirektion Leipzig den Plan zur Herstellung des Zwenkauer Sees erlassen. Damit wurde zugleich die Herstellung des Tagebausees Restloch Absetzer 13 sowie die Herstellung des Hochwasserspeichers Zwenkau einschließlich der Anlage zur Hochwasserentlastung der Weißen Elster und zur Einleitung in den Zwenkauer See am Standort Zitzschen und des Betriebsauslasses Weiße Elster genehmigt.
„Der Planfeststellungsbeschluss stellt einen wesentlichen Baustein und die rechtssichere Grundlage zur Wiedernutzbarmachung des stillgelegten Tagebauterritoriums Zwenkau sowie einen wichtigen Beitrag zu einem wirksamen Hochwasserschutz für die Stadt Leipzig dar. In Anbetracht des flächenmäßigen Umgriffs und den besonderen Anforderungen hinsichtlich der Wasserqualität war dieses wasserrechtliche Planfeststellungsverfahren für die Landesdirektion Leipzig das bisher anspruchvollste, verglichen mit den bisher insgesamt 6 durchgeführten wasserrechtlichen Zulassungsverfahren für ehemalige Tagebauterritorien im Direktionsbezirk Leipzig“, so der Präsident der Landesdirektion Walter Christian Steinbach anlässlich der Übergabe des Beschlusses an den Vorsitzenden der Geschäftsführung der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH, Dr. Mahmut Kuyumcu.  Dieser betonte, dass „mit diesem umfangreichen Planfeststellungsbeschluss die LMBV die notwendige Rechtssicherheit für alle erforderlichen Maßnahmen zur Schaffung einer 24 Quadratkilometer großen Wasserlandschaft im Südraum von Leipzig mit dem Cospudener, Störmthaler, Markkleeberger und Zwenkauer See bis 2014 bekommt, die über ein Wasserwegenetz von Leipzig aus verknüpft werden. Damit werden konfliktarme und chancenreiche Nutzungen durch Wirtschaft, Tourismus und Naturschutz ermöglicht.“ Mit der Herstellung des Zwenkauer Sees (Sohle bei 64,5 m NHN) mit einem mittleren Wasserstand von 113,5 m NHN und einer Schwankungsbreite von + 113,1 bis + 113,8 m NHN wird ein ausgeglichener und weitestgehend nachsorgefreier Wasserhaushalt in der durch den Braunkohlebergbau in Anspruch genommenen Fläche mit einer Größe von ca. 9,7 km² bewirkt und die Grundlage für die Entwicklung des Zwenkauer Sees als Landschafts- und Erholungssee sowie des Ausbaus des Gewässertourismus geschaffen. Seit 1921 wurde im Tagebauterritorium Zwenkau beziehungsweise dem Vorläufertagebau Böhlen Braunkohle gefördert.

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