Wintergäste aus dem Norden schwärmten aus und Kraniche bezogen Brutreviere in Brandenburg

Wanninchen. Die ersten Kraniche sind aus Südeuropa auch an die Lausitzer Bergbaufolgeseen zurückgekehrt. Sie eröffnen damit den bis Mai dauernden großen Zug der Zugvögel nach Deutschland, teilte die Heinz Sielmann Stiftung am Mittwoch mit. An den Seen seien bereits erste Trompetenrufe der Großvögel zu hören. Bei den Kranichen gebe es demnächst die Balz zu erleben, dann könne man mit etwas Glück die spektakulären Tänze der Vogelmännchen und Weibchen in der freien Natur beobachten. In diesen Tagen seien rund 120 Kraniche in den Flachwasserseen von Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen in dem ehemaligen Braunkohletagebau in der Niederlausitz gesichtet worden. Die Tiere hielten sich dort in den Uferzonen des Schlabendorfer Bergbausees auf. Einige der auffällig schönen und großen Vögel hätten im Verlauf der letzten milden Winter in Deutschland oder in den westlichen Nachbarländern überwintert. Diese seien jetzt im Vorteil bei der Besetzung vorteilhafter Brutplätze. Erste Frühlingsgesänge ertönten auch schon von Amseln und Kohlmeisen.

Die bisherige kalte Winterlandschaft war für viele Vögel auch aus dem hohen Norden ein nahrungsreiches Gefilde. So wurden im Januar in den biotopreichen Sielmanns Naturlandschaften in Brandenburg eine Invasionen von bunten und weichfedrigen Seidenschwänze beobachtet. In Gruppen von mehreren Dutzenden schwirrten die hübschen Seidenschwänze durch Hecken, Sträucher und Waldränder, wo sie unglaubliche Mengen an Hagebutten, Vogelbeeren oder Misteln verputzen, hatte Ralf Donat, Projektleiter der Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen in Südbrandenburg, beobachtet. Solche weiten halboffenen Naturlandschaften mit lockeren Strukturen von Waldsäumen, Gehölzen und Stauden sind besonders artenreich. Quelle: http://www.sielmann-stiftung.de/

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