Die Geisel fließt wieder in den größten künstlichen See Sachsen-Anhalts - Bauwerk fertiggestellt

Mücheln. Am größten künstlichen See Sachsen-Anhalts konnte die LMBV mit hochrangigen Gästen eine weitere Sanierungsetappe am 30.04.2009 feiern. Der LMBV-Chef Dr. Mahmut Kuyumcu betonte in seiner Begrüßung: „Es ist heute ein Erntetag für Visionen." Der Minister für Wirtschaft und Arbeit im Land Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff gab um 12.25 Uhr den „Wasser Marsch“-Befehl zur offiziellen Inbetriebnahme des Einlaufbauwerkes zur Einbindung des Vorfluters Geisel in den Geiseltalsee. Er würdigte aus diesem Anlass das Wirken der Sanierungsbergleute der LMBV in Sachsen-Anhalt. Die Vorsitzende des Steuerungs- und Budgetausschusses für die Braunkohlesanierung (StuBA), Elisabeth Wessel (BMU) und der Bürgermeister der Stadt Mücheln, Udo Wurzel, verwiesen auf die gemeinsamen finanziellen Anstrengungen des Bundes und des Landes Sachsen-Anhalt zur Umsetzung einer nachhaltigen Braunkohlesanierung. Mit dem natürlichen Zufluß der Geisel hat das namensgebende Flüsschen wieder eine wichtige Rolle im Geiseltal. Begonnen wurde mit den Arbeiten am Geiseleinlauf durch die LMBV im September 2007. Das gesamte Bauwerk erstreckt sich über 450 Meter, der Höhenunterschied da-bei beträgt rund 40 Meter. Zur Kreuzung eines Hauptwirtschaftweges und eines Rad- und Wanderweges wurden zwei Brücken errichtet. Damit sind bereits vier Bauwerke im Geiseltal durch die LMBV fertig gestellt, die die Vorfluter in den Geiseltalsee einbinden. Das waren bzw. sind neben der Geisel der Petschbach im Jahr 2007 und die Leiha und die Stöbnitz in 2008. Im Bau befindet sich derzeit noch das Auslaufbauwerk, das nach Flutungsende im kommenden Jahr das Überschusswasser des Sees in die Geisel gewährleisten wird.

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