Braunkohlentag 2009 - Manfred Kolba: Von alten Gruben zu neuen Seen - Tagebau Berzdorf

Görlitz. Anläßlich des Braunkohlentage 2009 in Görlitz präsentierte Dipl.-Ing (FH) Manfred Kolba, Prokurist und Bereichsleiter Lausitz für die LMBV, am 14.05.2009 den erfolgreich gemeisterten Landschaftswandel am Beispiel des Tagebaus Berzdorf bei Görlitz. Hier der Hinweis auf  textliche Kurzfassung seines Vortrages: Die LMBV ist Projektträgerin der größten Landschaftsbaustelle Europas, auf der durch die Sanierung und Neugestaltung von 100.000 Hektar bergbaulich beanspruchter Flächen neue attraktive Landschaften mit mehr als 50 Seen entstehen. Sie haben Ihre Herkunft als Restlöcher des Braunkohlenbergbaus der Lausitz und Mitteldeutschlands.Der Berzdorfer See wird nach Abschluss der Flutung eine Wasserfläche von nahezu 960 Hektar aufweisen. Bei einer Maximaltiefe von 71 m beträgt das Volumen 330 Millionen Kubikmeter. Insgesamt wurden bis jetzt 285 Mio. m³ geflutet und ein Wasser-stand von +178,6 m NN erreicht. Die Seefläche beträgt 840 ha. Nur noch 7,5 m fehlen dem Wasserspiegel. Bis 2012 werden noch die Natürlichen Zuleiter, Wirtschaftswege, der Seeauslauf und der Rückbau der Flutungsanlage Neiße realisiert sowie Pflege und Bewirtschaftungsmaßnahmen durchgeführt. Die gelungene Sanierung des Tagebaues Berzdorf durch die LMBV ist sichtbarer Beweis dafür, dass der Braukohlenbergbau mit den vielfältig nutzbaren, attraktiven Bergbaufolgelandschaften neue Chancen für eine nachhaltige wirtschaftliche und touristische Zukunft der Menschen im Revier schafft. Die angewendeten Technologien sind international beispielgebend für Bergbau- und Umweltsanierungsvorhaben in Gegenwart und Zukunft. Sie leisten einen guten Beitrag dafür, dass der deutsche Braunkohlenbergbau- und Sanierungsbergbau durch seine fortschrittlichen Abbau- und Umwelttechnologien eine hohe Akzeptanz besitzt. Weitere Informationen zur LMBV und zur Braunkohlesanierung finden Sie unter http://www.lmbv.de/.

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