Sichtbare Fortschritte an zwei wichtigen LMBV-Baustellen im Lausitzer Seenland

Senftenberg. Die Fortschritte an den beiden Überleiter-Baustellen im Lausitzer Seenland sind nicht zu übersehen. Am Überleiter 6, der künftigen Verbindung zwischen dem Partwitzer und dem Neuwieser See (Kreis Bautzen), wird bereits der mit Spundwänden gesicherte Bereich ausgehoben, der später den Schleusenkörper aufnehmen soll. Hier sind mehrere Kräne und mobile Erbaugeräte im Einsatz. Am Überleiter 12 zwischen dem Senftenberger und Geierswalder See (Kreis Oberspreewald-Lausitz) werden noch mit einer Ramme die Spundwände für den späteren Spundwandkasten zur Errichtung eines 56 Meter langen Schiffstunnels eingebracht. Dort, wo vor einigen Wochen noch die Bundesstraße 96 in gerader Richtung die Ortseinfahrt Großkoschen passierte, klafft inzwischen ein großes Loch. Die Rinne des Überleiters hat sich ein Stück weiter zum See hin geschoben und bleibt dort eine Weile stehen. Es wächst die etwa 3.000 Quadratmeter große Baugrube für den Kanaltunnel unter der B 96. Die schweren Schüttgutkipper müssen nicht weniger als 30 000 Kubikmeter Erdmassen abtransportieren. Damit werden Tieflagen unweit des Geierswalder Sees verfüllt. Hagen Byhain, Projektleiter beim Hauptauftragnehmer Strabag geht davon aus, dass die Betonarbeiten etwa Mitte bis Ende Juni beginnen werden. Beide Tunnel, also auch jenen unter der Elster, wird als Unterauftragnehmer die Fa. Züblin Dresden errichten. Der Bundesstraßentunnel hat für uns in diesem Jahr Priorität, betonte Sieghard Balzer, zuständiger LMBV-Mitarbeiter. Ziel ist es, dass der Verkehr bis zum Jahresende wieder ohne Umleitung rollen kann. Parallel dazu soll jedoch auch am zweiten Tunnel gearbeitet werden. Um die notwendige Bautiefe zu erreichen, werden im Kanalabschnitt an der Bundesstraße Spundwände gesetzt. Immerhin beträgt der Höhenunterschied von der Oberkante des Geländes (108 m über NN) bis zum Tunnelfundament 15 Meter. Die Kanalsohle wird bei 95,5 Meter über NN liegen. Auch diese ist noch nicht erreicht. Eine etwa dreieinhalb Meter starke Schicht Erdmassen liegt noch darüber.

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