Hubschrauber bei Probeentnahmen im Restloch Kortizmühle verunglückt und versunken

Senftenberg. Ein Hubschrauber mit drei Insassen ist am Dienstagvormittag aus bisher ungeklärter Ursache in den Kortizmühler See nördlich von Hoyerswerda (Landkreis Bautzen) gestürzt. Der Helikopter war im Auftrag der Firma SGL aus Lauchhammer für die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) unterwegs, um Wasserproben aus dem früheren Braunkohlenrestloch bei Laubusch zu entnehmen. Die leichtverletzten Insassen konnten sich retten und ans Ufer schwimmen, teilte die Polizei in Görlitz mit. Die Männer seien ins Klinikum Hoyerswerda eingeliefert worden. Die Kriminalpolizei und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig ermitteln. Im Unfallgebiet ging von 1914 bis 1962 der Tagebau Erika (später Tagebau Laubusch) um, bei dem auch das Restloch Kortizmühle hinterlassen wurde. Das rund 22 Hektar große Restloch befindet sich im Kreis Bautzen zwischen den Ortslagen Tätschwitz und Laubusch und ist 3,5 bis 2,5 Meter tief. Während der aktiven Tagebauzeit bis Mitte der 90er Jahre war das Restloch in das Entwässerungssystem vom Tagebau Spreetal eingebunden. Über den Bluno-Südgraben wurden hier Wässer zugeleitet und konditioniert und dann an die Flusskläranlage Laubusch weitergeleitet. Zwischen 1995 und 1998 wurden im Bereich des Restloches Kortizmühle sechs versteckte Dämme mittels RDV errichtet. Im Anschluss wurden Uferabschnitte profiliert und die Trittsicherheit für einen Endstand von ca. 108 m NHN vorbereitet. Gegenwärtig wird der Wasserstand bei einem Niveau von 106,40 m NHN gehalten. Weitere Sanierungsarbeiten stehen vor dem in drei Jahren geplanten Erreichen des Endwasserstandes noch an.

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