IBA diskutiert mit der Welt an der Tagebaukante - Internationaler Kongress in Großräschen

Großräschen. An der Kante eines ehemaligen Tagebaus und des entstehenden Ilse-Sees richtet die Internationale Bauausstellung (IBA) Fürst-Pückler-Land mit der Konferenz „Chance: Bergbau-Folge-Landschaft“ den Blick von der Lausitz in verschiedene Bergbauregionen der Welt. Vom 15. bis zum 17. September 2009 bietet sie unter der Schirmherrschaft von Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee eine Plattform für den interdisziplinären Austausch zu Problemen und Potenzialen bei der Gestaltung von Landschaften nach dem Bergbau. Erwartet werden rund 200 Teilnehmer aus 25 Ländern. Zentrale Themen sind die Steuerung des Wandlungsprozesses, die Inwertsetzung und Neugestaltung der Landschaft sowie die Identität der im Wandel befindlichen Regionen. Zudem bilden die auf der Erfahrung der IBA und ihrer Partner beruhenden „10 Thesen zum Umgang mit Bergbaufolgelandschaften“ die Basis für ein gemeinsames Verständnis von Leitbildern und dienen als Ausgangspunkt für die Diskussion einer möglichen „Lausitz Charta“.  "Als die IBA startete, wollten wir mit den Tagebauseen nicht noch einmal eine Mecklenburger Seenplatte oder Kopien des Senftenberger Sees schaffen, sondern mit dem Bergbausanierungsträger LMBV und anderen Partnern etwas Neues kreieren." „Mit dieser Konferenz steuert die IBA nicht nur ihren Jahreshöhepunkt an, sondern auch ihren wissenschaftlichen Abschluss vor dem Finale im nächsten Jahr“, sagt IBA-Geschäftsführer Prof. Dr. Rolf Kuhn. „Es ist großartig, dass sich so viele internationale Experten auf den IBA-Terrassen treffen, um über die Chancen von Grund auf neu zu gestaltendener Landschaften zu diskutieren, Ideen zu präsentieren, Erfahrungen auszutauschen und Empfehlungen für den Umgang mit diesen ‚Landschaftsbaustellen’ auszusprechen“, so Kuhn weiter. Ein interdisziplinäres Fachpublikum vom Bergbauingenieur über den Regionalentwickler und Landschaftsarchitekten bis hin zum Soziologen, Politiker und Wissenschaftler wird in Großräschen zu Gast sein. Referenten haben sich aus verschiedenen Bergbauregionen der Welt wie z.B. aus China, Südafrika, Chile, den USA, Tschechien, Schweden, Portugal, Frankreich und Großbritannien angekündigt.

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