Nach Bekalkung durch Sanierungsschiffe jetzt Ausleitung aus Bernsteinsee begonnen

Senftenberg/Burghammer. Seit den frühen Morgenstunden des 22.09.2009 wird Wasser aus dem Bernsteinsee (Restloch Burghammer) in die Kleine Spree ausgeleitet. Die Abgabe erfolgt über die Fischtreppe am Wehr in Burghammer. Voraussetzung für eine Ausleitung ist eine Mindestwasserführung in der Kleinen Spree. Die Ausleitmenge muss mit der Wassermenge in der Kleinen Spree ein Mischungsverhältnis von mindestens 1:3 einhalten. Die Wasserführung der Kleinen Spree wird über den Speicher Lohsa I geregelt. Im derzeitigen Dauerbetrieb werden 130 Liter pro Sekunde aus dem Bernsteinsee geleitet. Der ph-Wert des abgegebenen Wassers liegt um 8,2. Seit dem 20. März 2009 hatte die LMBV in der Lausitz mit der Umsetzung eines für das Revier neuartigen Pilotverfahrens zur Konditionierung des Wasserkörpers im ehemaligen Tagebau Burghammer (Bernsteinsee) mit Sanierungsschiffen begonnen. Der dortige Seewasserkörper hatte durch seine bergbauliche Vergangenheit anfänglich noch niedrige pH-Werte von 2,9 und erhöhte Eisengehalte von bis zu 31 mg/l. Mit Hilfe von in der Lausitz zuvor noch nicht eingesetzten Sanierungsschiffen verbesserte die LMBV in einem zweistufigen "In-Lake-Verfahren" die Wasserbeschaffenheit schrittweise. Im Zusammenhang mit der Errichtung des Wasserspeichers Lohsa II und der damit verfolgten Bereitstellung von Wasser für die Niedrigwasseraufhöhung der Spree ab 2014 mussten konkrete Ausleitbedingungen auch aus dem Bergbaufolgesee Burghammer in die Kleine Spree nach den Vorgaben der Obersten Wasserbehörde des Freistaates Sachsen erreicht und eingehalten werden.

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