Sachsenforst und SIB bilden einen zweckgebundenen Flächenpool für zukünftige Wälder auch auf Kippen

Pirna. Die Staatsbetriebe Sachsenforst und Sächsisches Immobilien und Baumanagement (SIB) bilden künftig einen Flächenpool für waldbezogene Entwicklungsmaßnahmen. Im Freistaat Sachsen wurden in den Jahren 2003 bis 2007 insgesamt 803 Hektar Wald für Bauvorhaben in Anspruch genommen. Allein 552 Hektar entfielen dabei auf den Braunkohlenbergbau. Im gleichen Zeitraum wurden durch Rekultivierungs- und Ersatzmaßnahmen insgesamt 1.481 Hektar aufgeforstet, wobei hier mit 1.216 Hektar ein großer Anteil bei der Rekultivierung von Kippenflächen des Braunkohletagebaus lag. Die Waldfläche im Freistaat Sachsen hat mit 521.306 Hektar einen Flächenanteil von 28 Prozent. Sie soll langfristig auf den bundesdeutschen Durchschnitt von 30 Prozent wachsen. Mit Hilfe des staatlichen Flächenpools können die sächsischen Waldflächen effektiver erhalten und gemehrt werden. Bauherrn haben den Vorteil, über einen zentralen Ansprechpartner Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen auf staatlichen Flächen angeboten zu bekommen. Die Geschäftsführer beider Staatsbetriebe, Hubert Braun und Dieter Janosch, unterzeichneten dazu am 1. Oktober 2010 eine entsprechende Vereinbarung. Die Staatsbetriebe führen in den kommenden Monaten geeignete Grundstücke zu einem Pool in der Verwaltung des Sachsenforsts zusammen. Bei den Grundstücken handelt es sich vorrangig um Flächen, die im Rahmen von Fachplanungen, wie der Waldmehrungsplanung bereits als potentielle Waldentwicklungsflächen ausgewählt wurden. „Durch Infrastrukturvorhaben, den Bergbau oder andere Baumaßnahmen werden regelmäßig Waldflächen in Anspruch genommen. Wenn damit eine dauerhafte Waldumwandlung oder naturschutzfachliche Eingriffe verbunden sind, besteht die gesetzliche Verpflichtung zu geeigneten und dauerhaften Kompensationsmaßnahmen“ stellte Hubert Braun heraus. Quelle: PM des Staatsbetriebes Sachsenforst vom 01.10.2009

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