Bauarbeiten für das Projekt VINETA unter LMBV-Ägide sollen am 2. November 2009 beginnen

Großpösna. Die Bauarbeiten für das Projekt VINETA beginnen am 2. November 2009, informiert die Gemeinde Großpösna. Bis zur Fertigstellung im Frühjahr 2010 entsteht am Störmthaler See ein weithin sichtbares Zeichen zur Erinnerung an die dem Tagebau Espenhain gewichenen Siedlungen und ein schwimmendes Gebäude für Veranstaltungen und Trauungen auf dem Störmthaler See. Die LMBV fungiert dabei als Projektträgerin. „Die Idee für die VINETA wurde im Jahr 1998 von Künstlern des Bundes Bildender Künstler Leipzig geboren und im selben Jahr vom Großpösnaer Gemeinderat als Projekt für den Störmthaler See bestätigt. VINETA soll demnach künftig in Form einer künstlerischen Nachbildung der Turmspitze der ehemaligen Magdeborner Kirche als Mahnmal an die durch den ehemaligen Espenhainer Tagebau abgebaggerten Siedlungen erinnern.“ Für den Tagebau Espenhain sind das Dorf Magdeborn und 13 weitere Ortschaften von der Landkarte verschwunden. „Insgesamt haben im mitteldeutschen Revier rund 24.000 Menschen ihre Heimat verloren. Diesen wird hier gedacht. Die künstlerische Gestaltung des Innenraumes wird diese Symbolik aufnehmen.“ Auf den schwimmenden Boden werden zusätzlich Stahlplatten aufgebracht, die auf die Standorte der abgebaggerten Orte hinweisen. Außerdem sollen noch erhaltene Elemente der ehemaligen Kirche von Cröbern in die Gestaltung des Innenraumes eingebunden werden. Die Ankerfundamente konnten bereits 2002 in den damals noch trockenen Grund des Störmthaler Sees eingebaut werden und der symbolische Spatenstich wurde im September 2007 vollzogen. Im Juli 2008 wurden am Bauplatz am Störmthaler See die fünf großen Pontons montiert. Jetzt fehlten nur noch reichlich fünf Meter bis zum Endwasserstand; der Bauplatz der VINETA wird sehr bald schon unter Wasser stehen, informierte die Kommune in einer PM vom 09.10.2009 (Quelle der Zitate).

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