Landesdirektion Dresden erteilte Planfeststellungs-Beschlüsse für Überleiter 2, 3, 3a, 4 und 5

Dresden. Die von Menschenhand geschaffene Wasserlandschaft kann auch im sächsischen Teil der Lausitz weiter zusammenwachsen: für fünf neue Verbindungskanäle im Seenland gibt es jetzt Planfeststellungsbeschlüsse, wie die Landesdirektion Dresden am 25.11.2009 mitteilte. Dazu gehören die sogenannten inneren Verbinder mit den Nummern 2, 3, 3a, 4 und 5. Damit können der Sabrodter See, der Bergener See, der Blunoer See und der Neuwieser See verbunden werden. Die fünf genehmigten Kanäle dienen dem Ausgleich der Wasserstände zwischen den Seen. Zwei dieser sogenannten Überleiter (Nr. 3 und 3a) zwischen den Bergbaufolgeseen sollen später auch von Booten und Schiffen genutzt werden können. Sie werden so gestaltet, dass sie Schiffe mit einer Länge von 29 Meter, einer Breite von 5,4 Meter und einem Tiefgang bis 1,5 Meter passieren können. Die lichte Durchfahrtshöhe bei den Brückenbauwerken beträgt drei Meter. Mit der Auslegung dieser Überleiter als schiffbare Verbindung unterstützt die LMBV die touristische Nutzung des Lausitzer Seenlandes. Die fünf Kanäle sind zwischen 40 und 405 Metern lang. Nach Angaben der Landesdirektion gibt es damit nunmehr für sechs der acht auf sächsischem Territorium geplanten Kanäle Baurecht.  Bei den Vorhaben kommt auch der Naturschutz nicht zu kurz. Die künftigen Flachwasserbereiche werden als gesperrte Flächen ausgewiesen. In der Hauptbrutperiode von April bis Juli wird darüber hinaus für die Überleiter 2, 4 und 5 ein generelles Nutzungs- und Fahrverbot bestehen. Zudem werden entlang der neuen künstlichen Wasserstraßen Bäume, Sträucher und Hecken gepflanzt.

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